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Taiwan - mal was ganz anderes ...

Erstellt von JT29, 17.07.2011, 11:07 Uhr · 12 Antworten · 2.342 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von JT29

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    Taiwan - mal was ganz anderes ...

    Ich hatte ja schon lange die Idee dieses Land einmal zu besuchen, doch leider kam meine damalige Freundin x.0 und später upgegradete Ehefrau 1.0 dazwischen. Da wir immer neben Thailand noch was anderes sehen wollen, war nun nach Hongkong, Singapore und Kuala Lumpur endlich Taiwan an der Reihe.

    Schuld daran war eingentlich DerTour, die in ihrem Newsletter vor einiger Zeit Taiwan bewarb und so mein Interesse weckte und die Planungen gingen los.....


    1. Visum:

    Oje, auch Thais brauchen ein Visum. Visum in BKK besorgen oder hier in DE ? Oh, Glück muss der Mensch mal haben; es gibt tatsächlich eine Alternative und das ist die Niederlassungserlaubnis meiner Frau.

    Für einen bestimmen Personenkreis kommt man auch ohne vorheriges Visum rein. Man benötigt in unserem Fall:

    - Personal passport, valid for at least six month
    - Valid European Schengen permanent Resident Card
    - Return ticket
    - Authorization certifate

    Letzteres kann man online beantragen und dann das Papier gleich ausdrucken:

    https://nas.immigration.gov.tw/nase/...PreApplication


    2. Flug

    Das nächste Problem. Da wir auch nach Thailand wollen, haben wir zuvor recht günstig bei Emirates gebucht.

    Letztes Jahr flog noch Air Asia recht günstig ex BKK nach TPE, aber das hat sich momentan erledigt. Die Flugpreise mit Eva Air und China Airlines rissen uns absolut nicht vom Hocker.

    Da wir letztes Jahr supergünstig für 62 € von K.L. nach BKK mit Lufthansa geflogen sind, hoffte ich auf eine ähnliche Konstellation und siehe da, es klappte.

    Das Fachmagazin "Reise und Preise" habe ich seit Jahren abboniert und dort wurde auch der LH-Flug gebucht mit der Erkenntnis, dass ich mir diese Mühle niemals nach Deutschland antun werde - aber das ist eine andere Baustelle.

    Also www.reiseundpreise.de aufgerufen und siehe da, es gibt tatsächlich ein Lückenfüllerflug der KLM von BKK nach TPE und das ganze noch recht günstig:

    343,50 € wurden für den 3,5 Stundenflug aufgerufen und auch geschossen .... ähm ja für die Business Class.
    (Eco lag um 280 € und von daher gab es für uns kein weiteres Nachdenken; zumal andere Airlines noch teurer waren).


    3. Hotel in Taiwan

    Für die erste Nacht benötigen wir ein Hotel. Jetzt was soll man da buchen, so tolle Thailändische Foren gibt es auch nicht, also ging es nach der bewährten Methode im Tandem mit Tripadvisor und Trivago.

    Tripadvisor, um den Trend herauszulesen und Trivago zum buchen. Ich hab mit denen bisher sehr gute Erfahrungen gemacht (auch z.B. als ich vor ein paar Wochen arbeitstechnisch nach Berlin musste) und so haben wir nun das Dong-Wu Hotel gebucht.


    www.dongwu-hotel.com/defaulte.htm


    Was mir aufgefallen ist, dass es in vielen Hotels Zimmer ohne Fenster gibt. So auch hier und daher haben wir nun ein Business Zimmer mit Fenster gebucht. Inklusiv Frühstück kommt man da auf 2400 NT$ (New Taiwan $), was etwa 58 € entspricht.


    4. Die Tour - Höhepunkte Taiwans

    Was macht man auf Taiwan und wie geht es da so essenstechnisch und sprachlich zu? Da kam nun DerTour zu Hilfe und bietet eine Rundtour an; also wandeln wir für 5 Tage richtig auf touristischen Pfade rund um die Insel. Ich kann mir das schon richtig vorstellen, ein Bus voll mit Leute und der Tourguide schwenkt die rote Fahne.

    - Fahrt mit Bus und englischer Reiseleitung
    - Übernachtungen mit Frühstück in **** und *****Hotels
    - Eintrittsgelder und Besichtigungen

    -> 798 € (beide Personen inkludiert)


    .................................................. .................................................


    Somit ging es also los. Erstmals seit Jahren ist unser Puffer aufgebraucht worden. Vor Frankfurt war eine Weiche defekt und der Zug verspätete sich um 45min; checkin damit 90min vor Abflug - noch im Limit auch dank online checkin und Bordkartenausdruck. Warum ich aber nun bei Emirates schon wieder neue Karten bekam, weiss der Henker - gleiche Plätze und leider kein Upgrade (dieses Glück hatte ich eh schon lange nicht mehr).

    Geflogen sind wir erstmals mit der kürzeren 777-200LR, der "EWB" aus 2007; also mal nicht eine alte Mühle für den Nachtflug. Sehr gutes Wide ICE Entertainment, aber nach dem ersten Movie betrieb ich dann doch Augenpflege. Das Essen war wieder sehr ok, lediglich hat man wiedermal "optimiert" - es gibt keine heissen Tücher mehr, dafür aber eingeschweisste Erfrischungstücher, die wieder an alte Charterzeiten erinnert.

    In Dubai konnten wir als Noch-Silbermember die alte Bussinesslounge benutzen, nach 40 min ging es aber schon weiter nach BKK ... na ja hätte es kein Kofferproblem gegeben. Fast 50min konnte man ausserhalb Diskussionen mitansehen, Koffer raus und rein, Papiere abgleichen ... alles sehr strange. Im Endeffekt kamen dann zwei Maschinen aus DXB gleichzeitig an anstatt mit einer Stunde Unterschied. Geflogen wurde mit der "ECB"; auch aus 2007.

    One night in Bangkok - das musste sein und wie immer in unserem kleinen Familien-Hotel in der Soi Dead Artist. Gut gegessen bei Guido im Livingstone und nach einem weiteren Singha wunderbar geschlafen.

    Panu hat seinen Taxifreggle geschickt und im alten Volvo ging es nach Patty. Abgestiegen sind wir diesesmal im Baboona Beachfront Living


    www.baboonabeach.com


    Gebucht wurde über otel.com; immer etws merkwürdig, wenn die CC aus Istanbul belastet wird, aber bisher ohne Probleme, so auch hier.

    3 Nächte Patty waren dann auch genug; Panu schickte uns den gleichen Fahrer und so konnten wir bereits schnell bei der KLM einchecken ... na ja .. fast, denn dort bin ich erstmal vom Glauben abgefallen. Zum einen wollte der Freggle uns in die Eco Reihe schicken, was ich mit einem kurzen Kommentar "Business my friend" quittierte und er dann hecktisch die Tasten bewegte. Dann fand er die Buchung nicht, dann klemmte der Drucker, lounge invitation gab es nicht und er staunte ungläubig, dass ich doch auch fasttrack haben wollte. Da ich noch zu Thaiair musste, weil wir noch die Sitzplätze für unseren Awardflug im November festlegen wollten und das bei der ausstellenden Star Alliance Airline nicht ging, gab ich ihm Gelegenheit das "Problem" zu lösen.

    Als wir nach einer viertel Stunde zurückkamen, war der Feggle ausgesondert und eine Dame überreichte uns das Gewünschte mit einem Sorry - geht doch.

    Fasttrack ist wirklich geil, 5 min und man ist durch. Gibt es momentan auch für die Normalsterblichen, soll ab 1600 THB kosten.

    Die Lounge von KLM/Air France ... na ja, trostlos - da sollen die sich mal eine Scheibe von Emirates abschneiden. Canapees und .. ein Lichtblick .. ein sauguter Weißwein, gab es. Ansonsten eigentlich eine Enttäuschung.





    Ein weiterer Aufenthaltsraum:




    Erstmals sassen wir oben in einem Jumbo, die Sitze waren ok, leider keine Shellsitze und ausklappbare Monitore. Das Programm war ok, bischen gewöhnungsbedürftig, aber ausreichend.

    Zur Begrüßung gab es Schampaninger und später einen wirklich guten Tropfen mit Knabberzeug:





    Wir haben den Mekong hinter uns gelassen:




    Der erste Service war in Ordnung, beim Essen allerdings gab es Abzüge in der B-Note. Ansonsten ein sehr aufmerksamer Service und mein Rotweinglas wurde stets gefüllt.






    Und nun auch Vietnam (Danang), weiter ging es über Hainan direkt nach Taiwan:




    Taiwan ist erreicht, unten sieht man die zweitgrößte Stadt Kaoshiung:




    Erstes Fazit: Ja, ok, aber man kann da noch einiges Besser machen, aber für den kurzen Flug soweit in Ordnung. Der Flieger war auch fast ausgebucht

    Ankunft in TPE und das erste Problem tauchte auf .. man konnte die Niederlassungserlaubnis nicht lesen, weil man irritiert war, dass diese kein Ablaufdatum hat. Also zum Obermacker und dieser sah sich den Pass meiner Frau und das Certificate pürfend an und meinte: "Ist das ihre Frau" ... ja, schon richtig gelesen, er frug in DEUTSCH.
    Klar sagte ich, heissen auch beide JT. Dann wurden wir zum Priority Schalter gelotst, er sprach mit dem Freggle noch einiges in Mandarin und schon hatten wir den Visastempel im Pass und konnten die Koffer holen - Mission acomplished!

    Taxi fahren, war die nächste Aufgabe. Also wie in BKK an den Taxistand und das Ziel genannt und schon ging es los. Die Fahrt problemlos und nach gut 20min erreichten wir das Hotel. Tollway gibt es auch, wird aber pauschal mit 15% draufgeschlagen. Dazu gibt es eine Liste wo man den Preis ohne und mit Zuschlag ablesen kann. Der Spass kostete 1050 NT$, einfach durch 40 Teilen und man hat €.

    Das Hotel Dong Wu ist nicht schlecht und ist im Tripadvisor nicht umsonst gelobt worden.






    Das Problem ist nur, dass es nicht im Zentrum liegt, sondern in einem Urbanen Bereich mit Wohnansiedlung, sprich reiner lokale Wohnbereich mit einer fatalen Folge - nichts ist mit Englisch.

    Die Strasse auf und ab gelaufen, war essenstechnisch ein Totalverlust. Also in eine andere Richtung und siehe da, es gab ein paar Restaurants und Garküchen, aber alles in mandarin geschrieben - Hilfe. Jetzt half nur noch die Hongkong Methode. Tae in den nächsten Laden, dieser hatte teilweise Essen mit Bildern - was es ist : mai luu

    Man bekam wie in Hongkong einen Block in die Hand, wo man das Essen ankreuzen kann und gibt die Bestellung ab - ei war das lustig, Schriftzeichen zu vergleichen und dann zu ordern .. hat aber funktioniert. Ich hatte eingelegtes Huhn, war doch sehr gut mit Reis. Meine Frau ein ähnliches Gemüse wie in TH und irgendwelche Innereien, soll auch geschmeckt haben. Zusammen mit 2 Cola kostete der Spass 230 NT$ und alle schauten den Falang an und mit meiner Frau spricht man mandarin

    Am nächsten Morgen wurden wir pünktlich abgeholt und eine illustre Gesellschaft kam zusammen: Chinesen, Deutsche, Österreicher, Amerikaner, Panamesin, Indonesier, ein sehr liebenswerter Russe (auch das gibt es und so ganz anders wie unserer Neubürger), Kiwis, Aussies.

    Also nach einer Vorstellungsrunde ging es los, dem Highway entlang nach Süden zum Sonne-Mond See in rund 800m Höhe.

    Taiwan besteht fast 70% aus Bergen und die Begkette reicht bis auf 3700m hoch. Im Osten fällt dann das Gebirge steil in Meer ab und setzt sich dort bis auf eine Tiefe von rund 4000m fort.

    Blick aus dem Bus auf die ersten Bergrücken, unterwegs zum Sonne-Mond See:





    Das Taiwanesische Strassensystem ist recht gut ausgebaut und völlig problemlos. Es gibt einen Highspeed-Train, der Taipei mit Kaoshiung verlinkt und das in 90min, der normale Zug braucht 3,5 Stunden.

    Der Sonne-Mond-See ist ein touristisches Highlight, hat er doch die Form einer Sonne und eines Mondes in den chinesischen Schriftzeichen - ein Honeymoon Gebiet und bestens erschlossen. Er liegt auf 762m Höhe und somit temperaturmäßig wesentlich angenehmer wie in Taipei.

    In einem kleinen Ort war Mittagspause und Gelegenheit für ein gemeinsames Mittagessen (na ja, für 5,50 € war auch nicht viel kaputt, war halt wie das berühmte chinese cooking in Patty und werden das auch nicht wiederholen); interessant doch eher das schmale Hotel im Hintergrund:





    Nach dem Mittagessen folgte eine fakultative Boosfahrt um den See herum mit anschließendem Gang durch eine unvermeidliche Souvenierstraße - geschickt gemacht. Höhepunkt war aber eine kleine Bergbesteigung (lächerliche 800 Stufen) zur Tse-En-Pagode, die nochmals schlappe 46m hoch ist:






    Also nochmals steigen und es lohnt sich:






    Oben kann man einen Gong tönen lassen und vor allem die tolle Aussicht geniessen - schon eine geile Ecke:





    Danach hiess es absteigen und man erreichte den buddhistischen Hsuan-Tsang-Temple.
    Dort gab es interessantes zu Essen: in Tee eingelegte/eingekochte Eier - schmeckten merkwürdig, aber der Magen hat nicht rebelliert.





    Wir waren allerdings etwas am Popo, so dass wir die Besichtigung verzichteten.
    Am Ende des Tages kam dann noch der Wen-Wu-Tempel - einfach nur gigantisch und völlig touristisch:






    Das wohl meistgeschossene Fotomotiv von Taiwan:




    Der Tag neigte sich den Ende entgegen und dann hiess es Einchecken ins Hotel. Bereits im Bus bekam man die Zimmernummern mitgeteilt und so musste man nur noch die Zimmerkärtchen in Empfang nehmen und Richtung Aufzug marschieren. Koffer trägt man übrigens selbst oder man bittet einen der Boys gegen einen Obulus von 50 NT$ (was aber keiner gemacht hat).

    Untergebracht waren wir im *****Hotel Fleur de Chine - einfach nur geil, japanische Badewanne, Captain Kirk Toilette, extra Dusche, riesen Zimmer: http://en.fleurdechinehotel.com/?Psn=5820

    Die Minibar war free, sind aber nur Softdrinks daringewesen, eine Obstschale ebenso und noch ein Geschenk gab es obenauf, ein Kistchen mit Seifen.


    Eine interessante Variante der Badewanne - japanisch:









    Und zu guter letzt: die Spielwiese - Platz ohne Ende.






    Auf eigene Rechnung ging das Buffet am Abend, 43€ zusammen inkl. Softdrinks und ein voller Ranzen, der einen nicht schlafen lies. - das Essen war nur zu geil, Roast Beef oder mein Favourit: Mongolian BBQ! Muscheln, Krebs, Lachs, Desserts in allen Variationen und natürlich asiatisches Essen vom Feinsten.


    Der nächste Tag ging dann über Tainan nach Kaoshiung ...... to be continued ... falls von Interesse.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von HPollmeier

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    Zitat Zitat von JT29 Beitrag anzeigen
    ...... to be continued ... falls von Interesse.
    Ja, schon, sehr informativ - nur Dein Denglisch ist gewöhnungsbedürftig.

    Gruß
    Heinz

  4. #3
    antibes
    Avatar von antibes
    Auf jeden Fall weitermachen.

    Vielleicht sollte man Taiwan noch besuchen, bevor es dem Festland wieder einverleibt wird.

  5. #4
    Avatar von JT29

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    Der nächste Tag begann mit einem tollen Frühstück - alles was das Herz begehrt - und schon hiess es wieder einchecken in den Bus und los ging es: Auf dem Programm stand Tainan und Kaohsiung. Wer es auf der Karte verfolgen will, es geht wieder an die Westküste entlang in den Süden.

    Aber als erstes kam es zu einem Sonderhalt, der nicht in der Itinery stand: Mal wieder einen Tempel, dessen Name ich vergessen habe. Man sollte sich immer bewusst machen, dass man sich in einem hochaktiven tektonischen Gebiet befindet, wo es jederzeit heftigst Rumsen kann. Hier die Auswirkungen des Erdbebens vor 7 Jahren:





    Die Gemeinde hat zwar nebenan mittlerweile einen neuen Tempel errichtet, aber das ist schon eindrucksvoll.





    Neben gab es natürlich die unvermeidlichen Souveniershops und wer aufs WC musste, musste gnadenlos durch die Shops durch um am Ende die Schüssel zu finden - psychologisch mal wieder geschickt gemacht.

    Weiter ging es nach Tainan und in Dong Shan wurde eine Pinkelpause eingelegt. Ich muss sagen, der Rasthof war sehr sauber, trotz der vielen Busse die diesen anfuhren:





    In Tainan stand eine kleine Stadtführung auf dem Programm, also wiedermal Tempel, Tempel ...
    und was Interessantes: Fort Provintia - ein holländischer Aussenposten und erste Handelsstation aus dem Jahr 1653.





    Es ist eine Hertiage Seite für Taiwan. Die Figuren zeigen die Holländer beim damaligen Herrscher. Die Stelen im Hintergrund beinhalten Gedichte des Herrschers Qianlong. Lange haben sich die Niederländer nicht halten können, aber dennoch fliegt noch heute KLM nach Taipei

    Das Originalfort existiert so nicht mehr, aber man dennoch Reste bestaunen:





    Besucht wurde weiterhin der Koxinga Schrein und das Museum der Chimei Werke. Letzteres ist hochinteressant. Chimei ist u.a. ein TV Hersteller in Taiwan. Die Firma hat ein Museum eingerichtet, das kostenfrei zu besichtigen ist.

    Chi Mei Museum

    Es beherbergt neben allerlei Musikinstrumenten, Waffen auch die größte Sammlung an ausgestopften Tieren weltweit - mal schlappe 2500 Tiere. Fotografieren nicht erlaubt, darum auch keine Bilder.

    Es wurde gegen Abend und wir erreichten Kaoshiung - die Endstation des Highspeed Trains und auch 2. größte Stadt des Landes. Das Hotel

    :: Garden Villa ::

    war nicht schlecht, natürlich nicht mit dem Fleur de Chine zu vergleichen, aber **** sind auch was

    Am Abend gab es noch den Besuch des Lio Ho Nachtmarktes - na ja, etwas zu touristisch und wird von vielen Busgruppen angefahren. Danach noch zum Liebesfluss ... ach ja ....





    Wer will konnte mit einem Boot eine Rundfahrt machen - haben wir uns verkniffen. Da wir mal nicht im Hotel essen wollten, machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Oje, wieder so ein Problem. Zum Gasthof zum goldenen "M" wollten wir nun auch nicht und das Dumpling Restaurant machte auch gerade zu, so blieb uns nur noch eine Nudelsuppe an einem Stand und da hatten wir Glück, dass eine junge Dame für uns orderte - Englisch wird nicht überall gesprochen. 70 $ kostete der Spass, also fast 2 € für beide inkl. Cola. - kann man nicht meckern.

    Unterwegs sahen wir noch einen Markt und da gab es u.a. die gigantischen Wassermelonen:





    Der Abend neigte sich schwer gegen Mitternacht und aus dem 7/11 gab es dann noch den Nachttrunk - ja, die Plörre kann man in der Tat auch gut trinken:



  6. #5
    Avatar von clavigo

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    Ich geb' 'ne glatte Eins für diesen sehr anschaulichen und vor allem informativen Bericht!!!

  7. #6
    Avatar von waanjai_2

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    Schöner, detaillierter Bericht. Danke dafür. Erspart mir einiges an Recherchen. Denn wir geben nächsten Jahr die Wohnung in Köln auf, und ab dann werden Kurzreisen von BKK aus gemacht. Grüß die Tae schön von uns.

  8. #7
    Avatar von JT29

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    Danke für das Feedback und einen Gruss zurück von meiner Frau.

    Der nächste Tag führte uns von Kaohsiung zum Kenting Nationalpark und weiter nach Taitung. Nachdem man die große Stadt verlassen hat kommt man automatisch in tropischere Gefilde; Bethelnüsse - kennen doch die Isaaner - werden hier im großen Stil angbaut und direkt vermarktet. Eines haben die weihnachtlichen Beleuchtungen der Läden mit dem thailändischen Gegenstück, genannt "Caffee" gemeinsam - in beiden sitzen junge hübsche Mädels, jedoch gibt es in Taiwan nicht die Frau, sondern nur die Bethelnüsse

    Zum Baden ist Taiwan etwas ungeeignet, Sandstrände gibt es fast keine, dafür Felsen ohne Ende und dafür aber auch besondere Formationen. Aufgrund der Tektonik und Erdbewegung kann man hier versteinerte Korallenbänke sehen, die in Jahrtausenden den Weg über Wasser geschafft haben.






    Die Ecke ist eine Touristenattraktion - auch für die Einheimischen - entlang des Straße kann man sich in so manche Gästehäuser einquartieren:





    Im Park selbst wird man dann auch auf solche Gefahren hingewiesen:





    Unser Guide brachte uns dann auf den Weg, der sehr abenteuerlich über die scharfen Steine führte:






    Auch hier wieder die jahrmillionen alten Korallenbänke in Form von Fels und Stein - also nicht so mit Baden, die Steine sind teils messerscharf:





    Danach ging es bergauf auf einen Hügel zum südlichsten Punkt Taiwans - der Leuchtturm:





    So langsam musste man dann auch wieder bergab zum Bus, denn es wartete der Forest Recreational Park. Über eine schmale Straße ging es bergauf und der Guide meinte, dass seine Gesellschaft (Edison Travel) die einzigen wären, die diesen Park anfuhren und in der Tat waren wir an diesem Tag zumindest der einzige Bus dort oben. Es folgte ein leichter Marsch zum Visitor Center und danach konnte, wer wollte, auf eine Trailwanderung gehen. Zuerst konnte man ein Gewächshaus besichtigen, wo Orchideen gezüchtet werden - der Wahnsinn:





    Weiter ging es steil bergauf, um am Ende an einen Turm zu gelangen. Von dort oben gab es eine grandiose Aussicht, wie hier auf das südliche Kap mit dem Leuchtturm von vorher (rechts):





    Es ging weiter in den Dschungel über einen Rundwanderweg, wo es immer wieder interessante Formationen zu sehen gab:





    Der Weg endete im Fels, wo man sich durch einen kleinen Tunnel zwängen musste:





    Danach ging es wieder zurück zum visitor center - patschnass, aber das waren auch alle, von daher kein Problem.
    Der Weg ging nun wieder zurück und man kommt an einen der wenigen Sandstränden vorbei:






    Nun ja, werdet ihr sagen, ist ja nichts Besonderes - doch, denn das Foto wurde leider einen Moment zu spät gemacht. Hier ist ein Bild aus Wikipedia, das die Sache doch besser rüber bringt:





    Ja, ihr seht richtig - das im Hintergrund ist das Maanshan Nuclear Power Plant, davor der Beach - ob das Wasser dort warm ist? - und das ganze mittlerweile im Nationalpark.

    Über - nee besser durch die Berge, ging es dann Richtung Taitung an die Ostküste. Unterwegs machten wir Halt und es gab Wassermelonen - lecker. Dabei konnte man feststellen, dass Chinesisch eigentlich ganz einfach wäre - na ja:





    Man beachte die letzten 2 Zeichen; die vorderen sollen der Firmenname sein. Das Zweitletzte sieht ja so aus, als ob dort Wasser in eine Wanne ausgegossen wird -> Wasser, und das letzte zeigt mit Fantasie unter dem Dach eine halbe Melonenform (so wie man sie unten in Natura sieht => Wassermelonen - fragt mich nicht, ob das stimmt, aber so hat es mir ein chinesischer Mitreisender erklärt. Manche Zeichen sind recht einfach, viele aber auch sehr kompliziert.

    Es wurde bereits Nacht, als wir endlich in Taitung ankamen und im Naruwan Hotel eincheckten:

    æ.¡è¿Žå…‰è‡¨å¨œè·¯å½Žå¤§é…’店

    Wie immer, ging das recht schnell und während andere die beiden Lokalitäten ausserhalb des Hotels erkundeten, haben wir uns über das Buffet hergemacht. Na ja, für 10 € war es ok, wir waren recht spät dran und hatten noch 1 Stunde zum Essen. Nach und nach kamen dann aber angeheiterte Chinesen, die in eine Ecke gebracht wurden, allzuviel machen konnte man dort wohl nicht. Eine Phillippinoband spielte noch im "Keller", wo es auch ein paar Shops und ein Casino gab - Übernachtung war ok, Frühstück sehr asiatisch.

  9. #8
    Avatar von JT29

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    Taitung nach Hualien:

    Nach einem sehr asiatischen Frühstück wiedermal das gleiche Ritual: Auschecken, Koffer in den Bus, Wasservorrat beim Fahrer holen und dann selbst hinein und wieder ging es auf Tour mit vielem Ein- und Aussteigen - aber so hat man es ja gewollt.

    Nicht lange ging es und der erste Halt war erreicht: Xiaoyeliu Visitor Center. Bereits am Morgen brannte der Planet bereits unbarmherzig auf die Rübe, so dass fast schon Hutpflicht bestand. Xiaoyeliu ist ein National Scenic Area mit diversen Felsformationen:





    Es ist schon erstaunlich, was die Natur alles geschaffen hat.





    Das ist Honeycomb Rock




    oder hier Doufu Rock - sieht auch so wie ein Tofu aus





    Nein, keine Lava, sondern pure Erosion und Plattenverschiebung. Nach einer Flasche Wasser hiess es dann: Heading North entlang der Ostküste. Bei einem Rastplatz ist dann bereits ein Vorgeschmack zu erahnen. Die Berge sind ca. 1000m hoch und fallen dann fast senkrecht ins Meer, wo sich das Ganze bis auf 4000m unter dem Wasser fortsetzt.





    Unterwegs mal wieder ein kurzer Halt, es gibt ein Naturphänomen zu bestaunen - Wasser fliesst bergauf!
    Es gibt ja in Thailand im Khao Khor auch so ein mystischer Ort, wo Autos von alleine den Berg hochfahren, aber hier in Taiwan ist es Wasser .... ganz nett gemacht





    Der Höhepunkt des Tages nahte und in Ermangelung eines Restaurants konnte man sich unterwegs entweder beim 7/11 oder gegenüber mit einheimischer Kost eindecken, was wir auch gemacht haben. Taiwan Buns mit diversen Füllungen schmecken echt lecker. Hier ein Beispiel aus dem Netz, unsere waren aber so groß wie Brötchen.





    Danach ging es nach Sansientai; eine weitere Wanderung stand an. Wir wurden begrüßt durch Eingeborene; die Dame tanzte zu interessant klingender Musik.





    Und nein, sie ist keine Indianerin. Die Musik übrigens - und das war das Interessante - klang bereits ein wenig nach der typischen Südseemusik al la Bora Bora etc. - ja der Pazifik ist ja nebenan und "so weit" ist es nun auch nicht mehr. Zu meinem nächsten runden Geburtstag werde ich mir eine Südseetour schenken (wiedermal Aitutaki)

    Aber zurück, erstmal an den ...ähm ja ... Steinbeach und dann weiter auf die Insel.





    Seht ihr die Brücke am Ende? Da muss man rüber ...





    ...und ehrlich gesagt, so schön das Ding aussieht, der Konstrukteur gehört gesteinigt, der Gang darüber macht einen echt fertig. Ist man dann mal drüben führt ein Weg über ein Holzdeck zu diversen Höhlen und auch in eine Steinwüste ....





    ... denn am Ende steht mal wieder der Schweiss - man muss ja "nur" hoch zum Leuchtturm:






    "Nur", denn so sieht es von oben aus:





    Aber, ich will ja nicht mosern, der Ausblick war in der Tat geil und unser 55jähriger Guide war immer vorne an - Respekt!





    Danach ging es zurück und nach gefühlt getrunkenen 2 Liter Wasser weiter Richtung Hualien.
    Dann wieder ein Stop - mehr oder weniger auch ungewollt. Wir besuchten ein Höhlensystem, wo vor 13000 Jahren bereits Menschen darin gelebt haben:





    Danach hiess es 20min Warten - wir DURFTEN nicht weiterfahren, sämtlicher Verkehr an der Ostküste ruhte, weil die Taiwanesische Luftwaffe ihre Übungen abhielt - na ja. - man hörte und sah 2 F-15 im Tiefstflug vorbeirauschen und dann ging es auch schon weiter zum Wendekreis des Krebses und damit der Übergang von den Tropen in die Subtropen.





    Noch ein letzter Halt und was mich immer wieder faszinierte, waren die tiefen Wolken, die an den Bergen hingen und so schnell sie da waren, waren sie auch wieder weg.




    Wiederum Steine gab es zu sehen, ja fast wie eine Mondlandschaft:





    Am Spätnachmittag erreichten wir Hualien und bezogen unser Zimmer im Hotel Hualien Chateau de Chine

    http://hualien.chateaudechine.com/zh-tw/

    War recht ok, sogar WLAN gab es und wir nutzten die Zeit, gleich beim Buffet zuzuschlagen. Oh, alles war hier anders, viele junge Leute adrett angezogen .. des Rätsels Lösung: Schulabschluss und der wurde gefeiert und wir mittendrin. Die arme Sau von Lehrer am Nachbartisch kam nicht zum Essen vor lauter Anprosten und Foto machen. Das Buffet war noch besser wie im Schwesterhotel am Sonne-Mond-See, es gab Wein aus Frankreich (lecker) und einen Cognac, allerlei Softdrinks und das Ganze für rund 18€ pro Nase.

  10. #9
    Avatar von JT29

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    Der letzte Tourtag brach an. Nach einen guten Frühstück ging es auch schon wieder los, aber allzuweit kamen wir nicht, der erste Stop kündigte sich sodann an: Seven Star Lake oder auch Qi Xian Tan genannt ....Ähm ja, der Guide meinte zwar schmunzelnd hier sollten ein paar romantische Seen sein, aber mittlerweile gibt es nur noch einen big lake, gleich rechter Hand und der ist wirklich sehr groß .. in der Tat, ist ja auch der Pazifik.

    Die romantischen Seen wurden von den Japanern bereits 1936 aufgefüllt und heute findet man das vor:





    Ein Military Airport, wo sich gerade eine Rotte F-15 Fighters anschickte, in die Luft zu gehen ... natürlich viel interessanter, als das zugegeben wunderbare blaue Meer auf der anderen Seite

    Keine Tour ohne Shopping ... na ja, irgendwie muss der günstige Preis ja hereinkommen. Also stand ein Besuch einer Fabrik an, die Steine bearbeitet. Ich muss sagen, sie hatten in der Tat schöne Sachen, nur leider für unser Gepäcklimit viel zu schwer und weitere Staubfänger müssen nicht sein. Hier aber nun ein interessanter Stein, der aussieht, als hätten chinesische Künstler, den mit Tusche bemalt - midnichten, das ist Natur !






    Die Fahrt ging weiter entlang der Ostküste, das heutige Ziel ist die Tarokoschlucht. Interessant sind immer die immens ausgebauten Flussläufe; hier scheint sich in der Tat in Taifunzeiten das Wasser mit seiner Kraft nur recht schwer bändigen zu lassen.





    Die Tarokoschlucht ist das landschaftliche Highlight von Taiwan schlechthin. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich dort umzusehen, aber dafür muss man dann schon mal extra hierher kommen. Zur Einstimmung war wiedermal eine kleine Wanderung (3km) angesagt. Ein schmaler Pfad führte entlang von 500m hohen Fels-Wänden.





    Stellenweise musste man aufpassen, dass man sich nicht den Kopf anschlägt, für kleine Thais aber kein Problem. Nach 1.5 km war dann für uns Schluss, man kann aber noch locker weitere 4km nach hinten wandern. Aber an unserem Wendepunkt gab es dann diese Ausblicke nach unten:





    ... und nach oben, sicherlich auch ein Paradies für Freeclimber





    Der Weg zurück und man sieht links neben der Brücke eine besondere Konstruktion, ein Treppenhaus - ja man muss über diverse Treppen vom Brückengrund nach oben steigen, um wieder auf die Straße und damit zum Busparkplatz zu kommen.





    Es ging weiter hinein und wir wurden mit Helmen ausgestattet, denn nun ging es zum Schwalbentor. Man kann die Schlucht mit vielen Trails erkunden, braucht aber oftmals ein permit, dann kann man auch solche Brücken passieren:






    Unterwegs zum Schwalbentor kommt man zu solchen Ausblicken, frei überstehend:





    Am Schalbentor und das Ende dieser Tour, da der weitere Weg durch die Tunnels der alten Starße wegen Felssturz gesperrt sind und das erklärt auch, warum wir alle hier Helme tragen dürfen - die Felsdecken sind natur, also nicht mit Beton ausgespritzt.





    Für die ganz Verwegenen, gibt es dann auch noch solche Brücken sehr weit oben - da kommt dann das Indiana-Jones-Feeling auf:






    Ein weiterer Haltepunkt stand an, es ging noch weiter in die Berge hinein und nach einer etwas verwegenen Fahrt kann man solche Ruhestationen ansehen:





    Die Straße wurde mal wieder direkt in den Fels gehauen und da müssen auch 2 Busse aneinander durch:





    Unser Bus, hier sollte man eigentlich mal mit dem eigenen Wagen unterwegs sein, es gäbe bestimmt noch viel zu entdecken, wie man nachher sieht:





    Der Weg zurück und schnell mal ein Bild aus dem Bus geschossen:





    Mittagessen stand an und dieses wurde in einem Resort eingenommen, Aboriginal food, war sehr lecker - wir hatten Reis mit mariniertem Fisch, Gemüse und Salat und das Ganze mit Tee, Wasser und Kaffee für 360 NT$ , das sind etwa 8,50 €





    Nach dem obligatorischen Gruppenfoto folgte dann die letzte Station: Der Schrein des ewigen Frühlings - auch hier fehlte uns leider die Zeit. Der Weg dorthin war sehr interessant. Oben ist die "neue" Brücke, während man unten die Reste der alten mit dem alten Tunnel sehen kann; rechts ab geht es dann zum Schrein ...





    ...zum Schrein des ewigen Frühlings, leider keine Zeit dorthin zu wandern





    Von dort aus führt dann ein sicherlich verwegener Weg hinauf und man könnte zu diesem Anwesen gelangen:






    Wir verliessen die Schlucht wieder und der Nachmittag war geprägt mit einer Busfahrt entlang und hoch hinauf der Küste - einfach genial schön.





    Gegen 19.00 Uhr kamen wir in Taipei an und am Howard Plaza Hotel hiess es dann Abschied nehmen und wir wurden im Minibus zu unserem Hotel gebracht.

    Fazit:
    Es war die richtige Idee, Taiwan doch erstmal mit einer geführten Tour zu erkunden. Preislich war diese günstig und man hat doch viel gesehen - letztlich war es super.

  11. #10
    Avatar von JT29

    Registriert seit
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    Wie beschrieben, brachte uns ein Minibus in das Hotel Roumei in der Business Area

    Beauty Hotels Taipei - Your Second Only Home: Roumei Boutique

    Ich hatte das Businesshotel gebucht, weil es so ein paar nette Sachen hat:





    Die Zimmer gibt es alle mit Whirlpool und Massagedusche, japanische Toilette und als Schmankel noch ein TV im Bad.

    Schaltet man den Whirlppol an, dann wird man augenblicklich in romantisches kobaltblaues gedimmtes Licht getaucht .. Business Hotel ? . An der Wand ist die Schalttafel für den TV und siehe da, da sind ja einige nur nackt auf gewissen Kanälen und stöhnen herum .... Business Hotel ? ... einfach nur geil

    Mit der U-Bahn kommt man einfachst und idiotensicher überall hin - funktioniert perfekt und so ging es erstmal zum Longshan Temple, ein touristisches Highlight:





    Ich erspare nun Bilder von innen, ist halt ein Tempel wie so viele in Taiwan. Wir fuhren weiter zur Chiang Kai-sheck Memorial Hall - typischer Personenkult und doch beeindruckend:





    Flankiert wird der Platz durch zwei monumentale Gebäude, hier die Nationaloper und National Concert Hall, wovon ich dieses Bild aufnahm:





    Da sitzt der Gute, der seinerzeit als Gegenspieler von Mao Tse Tung sich nach Taiwan sich abgesetzt hat und die Trennung besiegelte:





    Bewacht wird das Ganze durch die Garde, die stündlich wechselt - eine hochinteressante Zeremonie:





    Danach stehen zwei unbeweglich an beiden Seiten und ziehen keine Miene. Wir gehen zurück und passieren das Ehrentor:






    Es folgte ein weiteres Highlight: der 101 Tower. 10 € kostet der Spass und man hat das Vergnügen mit dem schnellsten Lift der Welt zu fahren. In einer Druckkabine geht es dann ohne Ohrensausen mit max. 1010 m/min nach oben (also um die 60km/h) - und das perverse ist, man spürt fast nichts, kein Magen will durch den Mund raus etc . - nach 37sec ist man auf 500m Höhe.









    Oben angekommen fing es an zu schütten - Schei .. benkleister, aber so geht es halt im Leben:





    Eine halbe Stunde später sah es dann auch schon besser aus und man konnte wenigstens etwas sehen:






    Natürlich checkt man gleich mal die Rettungswege .... nee, man kommt daran vorbei und so wagte ich mal einen Blick im Treppenhaus nach unten - ist das nicht der Wahn?:






    Zur Stabilisierung des Turms wurde oben eine Stahlkugel von 470 t aufgehängt, die die Schwingungen abfängt. Tatsächlich merkt man oben keinerlei Bewegungen. Bei Taifun soll sich die Kugel um 1,30m bewegen.






    Um mit dem Lift nach unten zu gelangen, muss man mal wieder einen Shop durchqueren, der allerdings auch meine CC gesprengt hätte. Für lächerliche 22.000 € gäbe es folgende geschnitzte Koralle:





    Zum Abschluss haben wir uns nach Nord-Taipei aufgemacht, zum Shilin Night Market. Oje, sehr viele Leute und der Hunger plagte auch, also ein neues Experiment:





    Natürlich mal wieder alles in Chinesisch, auch wenn es ein paar Restaurants gab, die auch eine englische Karte haben, bleibt weiterhin das Problem der Schreibblöcke, die man auch hier überall liegen sieht, denn die waren nur in Chinesisch. Ein junges Paar half uns und das Essen kam:





    Das war Beef mit Wasserspinat und kleinen Muscheln, Reis, Suppe, Bier und Cola für 6 € und zwei satte Personen - passt.

    anschließend noch eine Shoppingtour über den Markt ... na ja, trifft eher den japanische Geschmack als unseren, aber ok





    Am nächsten Tag noch ein wenig umsehen, und wir fuhren diesesmal mit dem Evergreen Bus zurück an den Airport. Das Hotel lag nahe der Haltestelle und mit 3,50 € / Nase ist man billigst wieder am Airport. Dort in die Lounge von China Airlines (die bieten 3erlei Suppen an) und man konnte dort auch duschen und sich umziehen, was nach einem Tag in Taipei ratsam war. Unsere Mühle war bereits da:






    Der Rückflug war wesentlich besser. Allein Essenstechnisch ein Genuss - die Vorspeise:






    Das Hauptmenü war Fisch oder Chicken, ich wählte letzteres und dazu noch ein Dessert:






    Gegen 22:00 hatte uns BKK wieder .................

    So, runde 100 Bilder sind durch, eine schöne Reise ebenso und ich kann jedem nur empfehlen, sich dieses Land mal anzusehen. Wir werden das mit Sicherheit in ein paar Jahren wiedermal machen.

    Zuerst aber werden wir im November Emirates untreu, denn wir haben einen saugünstigen Businessclass Flug mit TG ex Zürich nach Melbourne erstanden, und im Frühjahr nächsten Jahres steht Seoul an.

    Ich hoffe, es hat Euch ein bischen gefallen und habe die eine oder andere Neugier geweckt. Bis zum nächsten Bericht ....


    JT

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