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So schnell kanns gehen

Erstellt von dao-lek, 05.05.2005, 20:09 Uhr · 78 Antworten · 4.845 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von bigchang

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    Re: So schnell kanns gehen

    mach bloss schnell weiter
    so aehnlich hat es bei mir auch angefangen,mit der hochzeit eines freundes,das bringt erinnerungen zurueck

    gruesse matt

  2.  
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  3. #12
    Avatar von dao-lek

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    Re: So schnell kanns gehen

    Hallo zusammen,
    danke erstmal fuer das tolle feedback! :bravo:
    Heute Morgen wurde geklaert, ob Fotos mit hinein duerfen.
    Sie duerfen!
    Heute abend gehts los...

    Gruss,
    Dao-Lek

  4. #13
    Avatar von Jens

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    Re: So schnell kanns gehen

    Zitat Zitat von dao-lek",p="242735
    Heute abend gehts los...
    :bravo: :bravo: :bravo:

  5. #14
    Avatar von Thaifun

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    Re: So schnell kanns gehen

    @dao-lek
    Hoffentlich ist Deine Story noch besser als Dein gekonntes "Ich mach euch neugierig" Posting.

  6. #15
    Avatar von martinus

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    Re: So schnell kanns gehen

    Na dann leg mal los!

    Martin

  7. #16
    Avatar von dao-lek

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    Re: So schnell kanns gehen

    Ankunft in Khon Kaen. Die Kofferbaender liefen noch nicht, also schnell noch auf die Toilette. Auf dem Rueckweg kurz geschaut, wo die anderen waren. Alle da. Schliesslich kam der Koffer an, ich griff ihn mir, Nervositaet machte sich breit. In wenigen Minuten wuerde ich Ploy treffen. Also ab durch den langen Gang, wo am Ende wahre Meuten von Thais auf Reisende warteten.
    Wo war sie nun? Ich schaute und schaute. Nicht zu finden. Schliesslich entdeckte Peter die Familie etwas weiter hinten.
    Da standen sie, Ploy, ihre Schwester Wan, und die Mutter.
    Ich begruesste Mama mit einem etwas tieferen Wai, dann Ploy und Wan.

    War Ploy niedlich. Sie wirkte in der Realitaet noch besser als auf den Fotos, die Peter mir gemailt hatte. Und wenn sie laechelte, eine Ausstrahlung...und die Schwester Wan stand dem nicht nach, nicht ein bischen. Ausgesprochen huebsche Schwestern.

    Wir gingen Richtung Parkplaetze, unsere Truppe teilte sich auf verschiedene Autos auf, die dort bereit standen. Fuer Transportmoeglichkeiten war gesorgt worden. Auf dem Weg hatte ich natuerlich staendig ein Auge auf Ploy.
    Mir fiel auf, dass sie sich recht reserviert verhielt, den Blickkontakt vermied. Sollte das etwas bedeuten? Naja, ein bischen scheu sind sie nun mal...
    Schliesslich stiegen wir in unseren Pickup ein.

    Im Auto lernte ich noch den Fahrer kennen, Emm oder auch Mr.M, wie seine Fans ihn nannten, von dem ich vermutete, dass es der Bruder war. Von Peter wusste ich, dass Ploy einen Bruder und eine Schwester hat.

    Schliesslich fuhren wir alle zum Kaen Inn zum einchecken, ich bat die Familie, mir eine halbe Stunde Zeit zu geben.
    Auf dem Zimmer dann schnell die wichtigsten Dinge ausgepackt, frische Klamotten herausgesucht, ab unter die Dusche, und wieder nach unten in die Lobby.

    Wan (links) und Ploy (rechts) in der Lobby im Kaen Inn



    Zu Fuss gingen wir vom Kaen Inn aus zu einem Strassenrestaurant. Haetten ja ruhig etwas anspruchsvolleres aussuchen koennen...

    Waehrend des Essens, wie ich mich mit Staebchen an einer Nudelsuppe versuchte, kam unsere Kommunikation nur schleppend bis gar nicht in Gang. Auch wenn ich ein wenig Thai spreche, habe ich mit dem Isaan-Dialekt so meine Probleme. Englischkenntnisse auf Seiten der Familie waren zum derzeitigen Zeitpunkt nicht erkennbar.
    Dennoch schien es sich irgendwie herauszustellen: der Fahrer Emm war gar nicht der Bruder, sondern der neue Freund von Ploy... na toll, das sass...
    Spaeter erfuhr ich, dass die beiden zu dem Zeitpunkt seit einem Monat zusammen waren.
    Mama fragte mich noch ein paar Dinge, was ich nicht verstand. Es war mir auch einigermassen egal. Die meiste restliche Zeit verbrachten wir schweigend. Als nach einer halben Ewigkeit der Kampf ´Staebchen vs Suppe´ entschieden war, ging es endlich zurueck zum Kaen Inn.
    Wir verabredeten uns fuer den naechsten Vormittag und verabschiedeten uns voneinander.
    So recht wollte ich es noch nicht glauben...das war es dann also mit dem kennenlernen.
    So schnell kanns gehen...

    Fortsetzung folgt...

  8. #17
    Avatar von dao-lek

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    Re: So schnell kanns gehen

    Es war sieben Uhr morgens, ich lag schon lange wach im Bett.
    Baeh, was hatte ich keine Lust. Aber sowas von viel davon.
    Nach dem gestrigen Essen war mir die gute Laune abhanden gekommen. Musste nur an das sich-gegenseitig-anschweigen denken.
    Was nuetzte es. Da musste ich nun durch.
    Naechstes Problem: Wann hatten wir uns eigentlich treffen wollen? Oh je, man wird wirklich alt... Irgendwas mit morng tschau, daran konnte ich mich erinnern. Also Vormittags. Sieben Uhr duerfte unwahrscheinlich sein. Bei Acht Uhr muessten sie ja noch vor sieben aufstehen, also eher spaeter. Schliesslich sass ich um kurz nach neun in der Lobby und vertrieb mir die Zeit, mit diversen Sprachbuechern mein thai zu verbessern.

    Gegen 11 erschienen die beiden Schwestern, ohne Mama.
    Als wir im Begriff waren, ins Auto einzusteigen, wunderte ich mich. Kein Fahrer? In dem Moment setzte sich Ploy ans Steuer. Wow, Powerlady, dachte ich. Ihre Schwester Wan kam nach hinten zu mir.
    Wo sollte es hin gehen?


    Ploy am Steuer



    Wir fuhren zu dritt kreuz und quer duch Khon Kaen. Lockere Stimmung, die beiden Maedels und ich, gefiel mir...
    "Gin Pi Sar" sagte Wan mehrfach. Bitte was? Sollte die Pisa-Studie einen derart hohen Stellenwert erreicht haben, dass man im Isaan ueber nichts anderes mehr spricht?
    Und was hatte das mit Essen zu tun? Dann sagte sie noch etwas "Fae Li Bla Sar." Hatte die eine suesse Stimme. So stoerte es nicht, dass sie es dauernd sagte, allerdings half es auch nicht, ich verstand nur Bahnhof.
    Als wir dann am Fairy Plaza ankamen - ein grosses Einkausfszentrum, das ich schon von meinem letzten Besuch vor einem Jahr kannte, nur nicht wusste, dass es so heisst - wurde alles klar. Dort gab es naemlich auch Pizza.
    Farang-Food ist in LOS zwar nicht so mein Ding, aber naja.
    Kann ja noch werden.

    Wan entschied sich fuer eine Pizza, ich hatte Spaghetti in Kaesesosse, dazu Salat vom Buffet.
    Ploy verschwand nach ihrer Bestellung fuer eine Ewigkeit auf der Toilette, waehrenddessen gingen Wan und ich ans Buffet. Wie sie mir irgendwelche Obststuecke auf den Teller legte, entschied ich mich dazu, ein wenig mit meinem Thai anzugeben und zaehlte mit. "Nueng, sorng, sarm..."
    "Kaeng mark!" sagte sie, ehrlich erstaunt, dass ich auf Thai zaehlen konnte. Weiter gings mit "see, har, hok..."
    "Pen pai mai dai!" Von der Obstsorte hatte ich am Ende etwas mehr auf dem Teller.

    Waehrend des Essens fingen wir an, miteinander zu reden, wie alt wir sind, was wir beruflich tun...war gut zum warmwerden, um unsere sprachlichen Moeglichkeiten zu erkunden.

    Fortsetzung folgt...

  9. #18
    Avatar von dao-lek

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    Re: So schnell kanns gehen

    Nach dem Essen fuhren wir zu ihrem Dorf, das auf halber Strecke zwischen Khon Kaen und Si Chumpae lag. Dort wurde ich allen moeglichen Familienmitgliedern vorgestellt.

    Die Familie besass dort ein Haus mit einer Grundflaeche von vielleicht 5 X 6 Metern auf 2 Etagen, dort wohnten die Eltern, die beiden Schwestern, teilweise Emm, der neue Freund von Ploy.



    Den Nachmittag wurde noch geklaert, dass ich die kommende Nacht im Haus der Familie verbringen wuerde.

    Da ich darauf natuerlich nicht vorbereitet war, musste ich mir ein paar Kleinigkeiten wie Zahnbuerste, Shampoo und Duschgel im hiesigen Tante-Emma-Laden kaufen.



    Als es dunkel wurde, fuehrte Wan mich zu einem Nachbarhaus, in dem sich eine Luxusvariante von ´Dusche´ befand. Dort gab es ein gefuelltes Wasserbecken, aus dem man Wasser schoepfte, um sich so zu waschen. Daneben war ein Raum mit Hocktoilette.
    Im Haus der Familie war Toilette und Waschmoeglichkeit in einem Schuppen untergebracht, der kaum groesser als einen Quadratmeter war. Ausserdem war die Decke so niedrig, dass ich mich darin mit meinen 1,80 m staendig ducken musste.

    Den Abend gab es gemuetliches Beisammensitzen im Kreise der Familie, es wurde palavert, in Fotoalben gestoebert und natuerlich gegessen. Immer wieder kamen Nachbarn vorbei, dass sie spaeter wuerden sagen koennen, an der Sensation der Woche im Dorf teil gehabt zu haben: ein Farang, der sich in eben dieses verirrt hat.
    Gegen 21:30 Uhr schickten sie mich nach oben auf den Dachboden und zeigten mir mein Lager fuer die kommende Nacht. Zwei grosse Doppelmatratzen lagen nebeneinander, ein Moskitonetz wurde ausgebreitet und befestigt.



    Dann bedeutete man mir, mich doch bitte schlafen zu legen. Was sollte das denn jetzt? Um halb zehn ins Bett? Etwas widerwillig fuegte ich mich in mein Schicksal. Kaum dass ich mich hingelegt hatte, wurde es unten uebergangslos totenstill, der Freund von Ploy kam nach oben und legte sich auf die Doppelmatratze neben meiner.
    So frueh bin ich die letzten fuenf Jahre bestimmt nicht ins Bett gekommen....

    Fortsetzung folgt...

  10. #19
    Avatar von dao-lek

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    Re: So schnell kanns gehen

    Meine erste Nacht im ´echten´ Isaan
    Mit echt meine ich, dass ich natuerlich schon viele Naechte im Hotel verbracht habe, in Khon Kaen war es bisher immer der Kaen Inn. Aber noch nie auf dem Dorf.

    Wirklich unvergesslich waren die naechtlichen Geraeusche in dem Haus, das an allen moeglichen Stellen offen ist - ein Vogel wuerde problemlos hindurch passen. Vom Gefuehl her eher eine Art ueberdachtes Zelten als ein Haus, wie wir es aus D kennen.


    TREPPE - man beachte den ´Lueftungsschlitz´ links oben.



    Dann die Geraeusche...!
    Ein staendiges Grillenzirpen, das sich in verschiedenen Variationen ueberlagert. Irgendein leises Klopfen darin, wie Morsezeichen, dessen Urheber im Dunkel der Nacht verborgen bleiben. Gelegentlich bellen Hunde, was sehr laut sein kann, dass man sich erschrickt. Manchmal in unmittelbarer Naehe leises Trippeln, Emm sagte mir spaeter, dass es auf dem Dachboden wahrscheinlich Maeuse gibt, die man auf dem ausgelegten PVC-Boden gar nicht ueberhoeren konnte.

    Doch wirklich grandios sind die Schreie der Haehne, die sich auch Nachts gelegentlich bemerkbar machen, und nicht, wie es sich der Stadtmensch vorstellt, nur bei Sonnenaufgang.
    Wie Lawinen, die sich immer wieder gegenseitig ausloesen, rollen sie heran, die Kikerikis, stieben auseinander, toben um das Dorf herum, um sich letztlich an einer Stelle wieder zu vereinen und erneut das Dorf akustisch zu umrunden.
    Eine Stimmung, die ich mit ins Grab nehmen werde.

    Am naechsten Morgen war es richtig kuehl, zwischen 10 und 15 Grad. Und wieder auf zum ´duschen´.
    Brrr, auch das Wasser in dem Becken sollte sich merklich abgekuehlt haben.
    Bevor ich den Waschraum betrat, sagte ich "Mi Pla" zu Wan und deutete auf das Wasserbecken, was bei ihr einen recht erstaunten Gesichtsausdruck erzeugte. "Ti ni mi pla" sagte ich noch einmal. Wan sah hinein, um sich zu ueberzeugen, ob der Farang nun voellig den Verstand verloren hatte oder irgendetwas meinte, was sie nicht verstand. In dem Wasserbecken gab es tatsaechlich einen lebenden Fisch, was ich schon den Vorabend bemerkt hatte. Lang lebe der Bioindikator...





    Fortsetzung folgt...

  11. #20
    Avatar von dulidirk

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    Re: So schnell kanns gehen

    @ dao-lek

    hab grad fertig gelesen und muß ganz klar sagen: Hut ab!"

    Dennoch schien es sich irgendwie herauszustellen: der Fahrer Emm war gar nicht der Bruder, sondern der neue Freund von Ploy... na toll, das sass...
    Ich hätte wahrscheinlich meinen Kram zusammen gepackt und mich vom Acker gemacht - Verar... kann ich mich allein!
    Als wenn sie nicht gewußt hätte daß Du kommst, nein sie bringt sogar noch ihren neuen Freund als Fahrer mit zum Airport.

    Aber Du bist geblieben und wenn ich das Photo unter deinem Namen so ansehe und mit dem von Ploy und Wan vergleiche, ahne ich daß es die richtige Entscheidung war
    Und nun bitte ich doch höflichst um Fortsetzung ich will doch wissen ob ich recht hatte und wenn ja wie ist es dazu gekommen.

    Gruß dulidirk

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