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Siams Sueden

Erstellt von HPollmeier, 05.10.2008, 11:55 Uhr · 62 Antworten · 7.541 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von HPollmeier

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    Siams Sueden

    Hallo zusammen,

    mein Thailand ist ein Land der Erinnerung, das ich im Alter nicht mehr unbedingt aufsuche. Ich schreibe auch kaum noch, bin aber der Meinung, alte Bilder und Texte sollten nicht auf der Festplatte vergammeln, wenn sie dem einen oder anderen Leser ein wenig Freude bereiten.

    Meine Beitraege und Bilder sind bis zu dreissig Jahre alt, nicht immer aktuell, aber manchmal so zeitlos, dass sie hier und da noch veroeffentlicht werden.

    Die von Negativ- und Dia-Filmen ´gescannten´ Photos bergen – auch wenn sie in der Qualitaet und aus Altersgruenden nicht immer ueberzeugen - manche Ueberraschung, weil sich Staedte und Landschaften nun einmal veraendert haben. Aeltere Leser werden sich freuen, da Erinnerungen geweckt werden, juengere sind vielleicht erstaunt, wie schnell der Massen- & Melktourismus Landschaften vermarktet.

    Nun soll nicht der Eindruck entstehen, ich blicke als Nostalgiker oder als ‚ein ewig Gestriger’ nur wehmuetig auf die Vergangenheit zurueck nach dem Motto: Damals war alles gut, nur im Althergebrachten fuehlt man sich wohl.

    Der Wandel der Zeiten erfordert auch den Wechsel der Anschauungen oder Instrumente.

    Gerade der Tourismus ist quicklebendig, wandlungsfaehig wie ein Chamaeleon und verlangt nach kritischer Distanz, wenn man sich denn beteiligt und nicht alle Auswuechse gutheisst.

    Leser, die mich, meine Beitraege oder Bilder nicht abkoennen oder zur Genuege genossen haben, sollten mich einfach ignorieren. Wer sich fuer Skizzen, Geschichten und Artikel aus aller Welt interessiert, kann auch das Forum

    http://www.wowaduam.com/forum/index....f6b6574f880f23

    aufsuchen; ich betreibe es zusammen mit "Waldi" - bei vielen Lesern so ungelitten wie ich selbst.

    Gruss
    HPollmeier



    Siams Sueden

    1. Teil

    1.1 Hua Hin - Heute
    © Heinz & Rainer Pollmeier

    Es gibt Staedte in Thailand, die nichts entfachen, kein Staunen, keine Freude, kein Urteil. Aber Hua Hin laesst den Besucher nicht kalt, das Geheimnis der Stadt ist ihr Triumph. Noch immer herrscht hier eine Aura, die vieles verspricht: Zu reich, zu mondaen war ihre Vergangenheit.



    Hat sich das koenigliche Hua Hin den Charme und die geheimnisvolle Atmosphaere des alten Siam bewahrt? Ist es noch die vielgepriesene Symbiose von aussergewoehnlicher Vergangenheit und verhaltener Neuzeit?






    Ganz falsch sind Klischees nie, zieht man Uebertreibungen ab, bleibt ein Rest. Hua Hin hat auf den ersten fluechtigen Besucherblick einen gewissen Charme, aber bei zupackendem Augenmerk zerbroeselt das Bild. Woher droht die Gefahr? Nicht von den Elementen, nicht von den Touristen. Der Bauboom zerstoert Hua Hin´s natuerliche Schoenheit, schlaegt an zu vielen Stellen erbarmungslos zu.



    Das Dutzend Hochhaeuser ist nicht Thailands Rekord im "Kitsch as Kitsch can", aber die willkuerlich hingeklotzten Ungetueme passen zu Hua Hin wie die bekannte Faust auf’s Auge: eintoenig, haesslich, oede – Spekulationobjekte.

    Aber in der Umgebung von Hua Hin gibt es noch wunderbare, unverbaute Straende:









    Zahllose Wohnungen stehen leer. Manch notleidenden Condominiums sieht man schon aeusserlich an, dass sie arg an Altlasten knabbern und nicht erst waehrend der Rezession gebeutelt wurden. Angebliche Initiativen hoechster Stellen wussten nicht zu verhindern, dass sich bei den bauspekulativen Schiebungen nach und nach ein zweites Pattaya entwickelt. Noch hat das Reisen nach Hua Hin Tradition,



    aber bei Massenandrang kann kein Ort liebenswert altmodisch bleiben. Der neue Flugplatz wird diese Tendenz nicht abschwaechen.

    Frei von allen Sorgen
    Der Legende nach wurde Hua Hin im Jahre 1910 bei einer Hochwildjagd entdeckt. Prinz Chakrabongse, Bruder von Rama VI., hatte Ehrengaeste des internationalen Adels geladen. Der Prinz verliebte sich in die Naturschoenheiten Hua Hin´s, liess eine Villa errichten und eroeffnete die aristokratische Mode der Sommerausfluege ans Meer. Koenig Rama VI.,vom Flair angetan, erbaute den Sommerpalast Marukthaiwan (Wildpark), etwa 6 km vom heutigen Stadtkern entfernt. Sein Nachfolger Rama VII. errichtete naeher bei der Stadt, etwa 2 km noerdlich vom Hafen, die klangvolle Sommerresidenz Klai Klangwon, frei von allen Sorgen.



    Am 24. Juni 1932, der Koenig erholte sich gerade in der Anlage, verwandelte ein unblutiger Putsch die absolute Monarchie Siams in die moderne konstitionelle Demokratie Thailands. Ein zwiespaeltiges Experiment begann. Aber das Koenigtum hat alle politischen Wirren ueberstanden, die koenigliche Familie ist hier jedes Jahr Gast, und der koenigliche Glanz faerbte auf die Stadt ab. Die Sommerresidenz kann nach der Renovierung besichtigt werden. Auch wer sie von weitem bestaunt, mag traeumen, ein Koenig zu sein. Der Traum ist attraktiver als die Wirklichkeit: Man darf sterben, ohne die Villa gesehen zu haben.

    Das aelteste Seebad Thailands
    In den 20er Jahren war Hua Hin ein reines Prominenten-Seebad, in den 30ern zog seine gesellschaftliche Szene die weltweite High Society so sehr an wie bekannte europaeische Kurorte und Seebaeder. Nach dem 2. Weltkrieg konnte sich ein schnell entwickelnder Mittelstand den Luxus von Sommerferien leisten. Hua Hin´s Seeseite, mit Villen von Prinzen, Ministern und Millionaeren gesaeumt,





    war nun auch beim zahlungskraeftigen Volk gefragt.



    In den 60er Jahren konnte Hua Hin als einziger Badeort mit dem Zug bequem erreicht werden. Nun hat das Auto die modernisierungsbeduerftige Eisenbahn abgeloest. Damals quollen an jedem Wochenende die Bangkok-Urlauber in Scharen aus den Zuegen.

    Manche Besucher strebten zum 1923 errichteten, staatlich-koeniglichen Hua Hin Railway-Hotel,



    das mit dem Oriental oder Raffles konkurrierte: direkt am Strand, entstanden nach europaeischen Vorbildern, mit manch hohen, riesigen Raeumen im viktorianischen Stil, herrlichen Gaerten



    und dem ersten Golfplatz des Landes.

    Siehe unseren Beitrag:







    Inzwischen gibt es in Hua Hin/Cha-am fuenf hervorragende 18-Loch-Plaetze. Mit dem Ambiente der vornehmen dreissiger Jahre ist es allerdings vorbei. Das im urspruenglichen Stil renovierte und in Hotel Sofitel Central umbennante Gebaeude ist heute ein Tummelplatz westlicher Dekadenz und Langeweile, bekannt in den Touristenbueros und aus aller Welt vorbuchbar, allerdings stark ueberteuert. Waehrend die Thais es frueher gern selbst besuchten, hat es fuer sie mit dem Pauschaltourismus seinen Glanz verloren.



    Gruss
    HPollmeier


  2.  
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  3. #2
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Siams Sueden

    Hallo zusammen!

    1.2 Freude an den Kindern

    Bietet nun das aelteste Familienbad des Landes dem Individualreisenden ueberraschende Moeglichkeiten oder fliessen nach dem Ausbau der Autobahn die Touristenstroeme zwangslaeufig von Bangkok nach Hua Hin?




    Die thailaendische Touristenzeit von Juni bis Oktober ist keineswegs identisch mit der Farang-Saison von November bis April. Hua Hin ist nach wie vor das populaerste Ferienziel reisefreudiger Bangkoker Familien, die sich einige erholsame Tage an der See leisten koennen. Wer Beine hat, flieht aus Bangkok, wer vier oder auch nur zwei Raeder hat, ward nicht mehr gesehen. Nur raus! Bangkok im August ist die Hoelle.

    In Hua Hin dagegen breitet sich die Fuelle thailaendischen Badelebens aus: Grossfamilien beim Picknick, Damen - beim Bad auch heute stets diskret in langen T-Shirts - Herren ein wenig freizuegiger.







    Und Kinder, immer wieder Kinder im verliebten Spiel mit Wellen und Sand. Kinderliebe lernt der Thailaender - wie bei uns der Italiener - unbewusst, von frueh an, denn tief reichen die Wurzeln der Tradition.

    Baden und Schwimmen sind in Hua Hin ein ungetruebtes Vergnuegen, das Wasser ist klar und sauber - das kann man von Pattaya schon lange nicht mehr behaupten. Der Sand neigt sich weit in die See hinaus, die grossen Wellen verebben in ruhige, wiegende Wasserbewegungen, ehe sie den Strand erreichen - ideal fuer die kleinen Thais, die unbekuemmert, ohne Gefahr sich ueberschlagender Wellen oder abschuessiger Unterwasserbaenke im seichten Wasser spielen.









    Ueber Straende kann man streiten: fuer die einen ist der mittelfeine, hellgelbe Sandstrand wenig spektakulaer und langweilig, andere suchen palmenumsaeumte, ueberlaufene Straende weiter im Sueden. Nun gibt es in Thailand ohnehin keinen Strand wie an den Badewannen des Mittelmeeres, wo sich vornehmlich an Wochenenden eine halbe Million Menschen auf wenigen Kilometern zwischen Flaschen, Plastiktueten, Zigarettenschachteln, Stoepseln, alten Schuhen, Obstschalen und plaerrenden Transistoren um einen badetuchgrossen Platz an der Sonne pruegeln. Ganz im Gegenteil - waehrend der Woche sind Sie so gut wie allein. Und keine Uferstrasse bringt eine stuermische Menge direkt an den Rand des Wassers wie beispielsweise im benachbarten Cha Am.

    Am Fusse des Buddha





    Wer am Strand nicht zu Fuss bis zu den Khao Takiab-Huegeln im Sueden wandern will, kann mit einem gemieteten Strandpony einen gemaechlichen Ritt unternehmen, vorbei am modaenen Royal Garden Resort und dem aelteren Sailom-Hotel, dem Millionaersstreifen mit einst – Zahn der Zeit und Rezession fordern ihren Tribut – praechtigen, heut leicht angestaubten Villen und ueberfluessigen Resort-Appartments.





    Die angeblich verlausten Pferde sind fuer manche Besucher das reine Vergnuegen, fuer andere ein Riesenaergernis. Nun werden die dampfenden Pferdeaepfel schon bei der Produktion mit Plastiktueten aufgeklaubt, sozusagen ein thailaendischer Kompromiss in Sachen Touristenumwelt. Reitenden Oben-ohne-Damen kommt er nicht pervers vor, weil sie sich ohnehin keinen Deut um die Gefuehle einheimischer Besucher scheren. Besannen sich frueher Touristen wenigstens im koeniglichen Hua Hin auf einige Grundregeln ihrer Kinderstube, vermisst man heutzutage fast jeden Anstand und wuenscht sich Fundamentalisten in einem buddhistischen Land. Aber die Thais sind daran nicht schuldlos, unterscheiden sie ohnehin mit R. Kipling nur zwei Sorten von Touristen: "Diejenigen, die zu Hause bleiben. Und die anderen."



    So strahlt der stehende goldene Buddha am Fusse des Takiab-Felsens mit seiner Geste der Furchtlosigkeit und des Schutzes immer noch Harmonie aus, aber er wirkt verloren in den Zerfallserscheinungen westlicher Zivilisation.



    Religion ist auf dem Rueckmarsch, Trends bestimmen den Zeitgeist. Selbst die Moenche haben ihre traditionellen Holzhaeuschen



    auf dem Krilas-Felsen verlassen, die kunstvoll angelegten Fischbassins veroeden.



    Der Blick ueber die Stadt stimmt traurig: eine grosse, oede Ruinenlandschaft, koennte man in der kurzen Daemmerung meinen, wie das roemische Selinunt beispielsweise, nicht erhaben, lediglich golden aufgehellt, wenn die Sonne versoehnlich schraeg auf dem Meer liegt. "Die Menschen dieser Kueste," dachten wir noch vor zehn Jahren, "werden gar nicht merken, wenn sie dereinst in’s Nirwana eingehen; der Tag ist fuer sie bestimmt ein Tag wie jeder andere."



    Gruss
    HPollmeier



  4. #3
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Siams Sueden

    Hallo!

    1.3 Ungewohnte Delikatessen

    Der Ort Hua Hin selbst, benannt nach dem Steinkopffelsen am Ende des Suedstrandes - sein Wahrzeichen - ist eher arm an Sehenswuerdigkeiten, erreicht im ganzen nicht den Charme des alten Railway-Hotels, und besticht trotzdem durch seine, sich zum Tropenabend hin ausbreitende exotische Stimmung.


    Jede Stadt laesst sich am Geruch erkennen. Hua Hin duftet bei aller Modernisierung immer noch ein wenig nach Durian, Mango, Papaya, Tintenfisch und einer Vielzahl von Gewuerzen.



    Die Basare und Maerkte



    mit den Garkuechen und Esstaenden verfuehren zu einem der Hauptvergnuegen - Seafoodessen.



    Die Thaikueche gehoert ohnehin wegen ihrer Vielfalt und raffinierten Wuerzkunst zu den besten der Welt.





    Wer am Pier den Fischern beim Anlanden ihrer Ernte zuschaut, weiss, warum: Koenigsmakrelen, Seebarsche, Barrakudas, Tintenfisch, Muscheln, Hummer und andere Koestlichkeiten gelangen frisch vom Boot in die Restaurants.

    Und jetzt folgen Bilder, wie Hua Hin vor etwa 20 Jahren rund um den Hafen aussah:












    Einige ragen noch - im Schatten des Betonklotzes Hilton - direkt ueber dem Strand auf Holzpfaehlen ins Wasser, den Geruechen des Meeres ausgesetzt.







    Machen Sie es den Kellnern nicht zu leicht und bestellen Sie nicht nach den ausliegenden Bilderbuechern fuer tumpe Touristen! Wenn Sie etwas von der Kunst des Tafelns vestehen, halten Sie es mit den Italienern: Man muss Zeit mitbringen, vor allem fuer die Zeremonie des Essens, darauf ruht die romanische Zivilisation. Gewiss ist auch Thailand mehr als nur ein Zentrum der Kochkunst, aber gerade in ihr spiegelt sich wider, was zu einem thailaendischen Charakterzug geworden ist: Einfluesse von aussen aufnehmen und zu etwas Einzigartigem vermischen. Da der Golf dem Land vor allem Gerichte mit Fisch und Meeresfruechten geschenkt hat, muss man hier zulangen.





    Die Kellner sind Kuenstler, ohne jede Servilitaet. Den Eintreffenden begruessen sie als Gast, nicht schlechthin als Kunden. Aber wenn Sie, Fremdling aus dem Westen, schon beim Eintreten gestenreich nach dem Kellner winken, an einem Tisch Platz nehmen, ohne ihn zu fragen, womoeglich gar, Gipfel der Barbarei, lautstark ans Glas schlagen, ja dann haben Sie sich die lauwarmen Gerichte selbst eingebrockt – und sollten sich fortan McDonald‘s zuwenden. Kundige schmecken Sie sich zunaechst einmal durch. Garantiert gehoert die Tom yum kung dieser Restaurants zu den besten Thailands, und sie passt zu jedem Gericht.





    Zur Unterkunft:

    In Hua Hin kann man zu jedem Geschmack und Geldbeutel wohnen. Neben dem alten Sailom haben wir gerne kleine Pensionen







    ganz am Ende des Strandes bevorzugt; dort lebte man unterhalb der Woche
    sozusagen fuer sich allein.





    Gruss
    HPollmeier




  5. #4
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Siams Sueden

    Hallo!

    1.4 Der Khao Sam Roi Yod National Park - Zwiespalt und Verlockung

    Das Phaenomen ist weltweit: Commerz frisst die Natur. Europas Fehler schwappen wie Springfluten nach Asien ueber. Sind Urspruenglichkeit und Charme einer Landschaft erst zerstoert, Straende verschmutzt, mit Beton zugepflastert oder stehen Trauminseln vor dem Infarkt aus Wassermangel, Malaria, Dreck und Nepp, besinnen sich die Touristen auf "schoene Natur und saubere Landschaft" und meiden, wie die Studien "ueber die Trends im Tourismus der neunziger Jahre" prophezeiten, die einst so heiss begehrten Ziele. Dann ist guter Rat teuer!




    Im Khao Sam Roi Yot National Park hat ein Gewinnstreben anderer Art sich gegen die Natur und fuer den Profit entschieden: Der Nachschub an Garnelen fuer den eigenen Verbrauch und den Weltmarkt muss rollen. Also wird der Park weitraeumig mit Shrimp-Farmen ueberzogen und die Produktion hochgefahren.



    Muss wieder ein Nationalpark sterben? Aber noch lohnt sich der Ausflug in ein bald verlorenes Paradies!



    Da heutzutage viele Urlauber nur nach Wellness-Wonnen gieren, verzichtet man meist auf Hinweise gegen den Trend. Fuer den Nationalpark Khao Sam Roi Yod rd. 60 km suedlich von Hua Hin kann man auf ‚Adventure Clothing’ und ‚Travel Trektec’ verzichten. Nehmen Sie lieber ein Baumwollhandtuch mit, um der unausbleiblichen Schweissausbrueche Herr zu werden!





    Vom Petchkasem Highway fuehrt im Marktflecken Pranburi eine schmale Aspaltstrasse in die knapp 100 km grosse Anlage. Spektakulaere Kalksteinformationen steigen fast unwirklich bizarr aus Salzsuempfen und Mooren empor.



    Eilige Besucher koennen in einem Tagesausflug von Hua Hin aus bequem die Sehenswuerdigkeiten der Berge der 300 Gipfel abhaken, wenn sie die Tour mit Motorrad, Taxi oder Mietwagen unternehmen. Fuer ein Sightseeing-Quicky ist der Park allerdings zu schade; zwei, drei Tage sollte man schon einplanen. Busse fahren fuer wenige Baht von Hua Hin bis Pranburi; von dort kann man nach Ban Bang Pu zur Phraya Nakhon cave jede halbe Stunde oder in Richtung Kui Buri ueber das Park Headquarter zu den anderen Attraktionen jede Stunde weiterfahren.







    Ein Paradies fuer Naturliebhaber
    Trotz fortschreitender Kommerzialisierung durch die Garnelenzucht bleibt der Park ein kleines Paradies fuer Tiere und ein intimer Erholungsort fuer Individualisten; vor allem Naturfreunde und Vogelliebhaber kommen auf ihre Kosten. Die steilen, schiefergrauen Berge, von Seeadlern umkreist, sind karstig oder spaerlich bewachsen, waehrend die Taeler und leichten Abhaenge dschungelbewaldet sind. Steppen, Suempfe, Mangroven und salzhaltige Moore sind Anziehungspunkte fuer Zugvoegel, die man am besten in der kuehlen Jahreszeit von November bis Februar beobachten kann. Neben vielen Watvoegeln gibt es u.a. Reiher, Stoerche, blaue Krabbenbeisser, Enten und Eisvoegel. In den Bergen, durchzogen von Schluchten, leben seltene Ziegen, in den Waeldern Affenhorden, Rotwild und Stachelschweine.





    Der Park fasziniert durch seine Landschaft, seine Hoehlen, Grotten und Felsentore. Ein bevorzugtes Ziel ist die Phraya Nakhon Hoehle, benannt nach ihrem Entdecker, einem frueheren Herrscher von Nakhon Si Thammarat; er rettete sich vor fast zweihundert Jahren nach einem schweren Sturm aus Seenot an den Laem Sala Strand. Man kann die Hoehle von Land her ueber den Berg zum Laem Sala Strand erreichen oder sich von einem freundlichen Fischer von Ban Bang Pu aus zum Strand uebersetzen lassen.



    Zum Besuch der beiden grossen Felsenhoehlen (Sinkiolen)





    benoetigt man keinen Fuehrer, weil der steile Pfad nicht zu verfehlen ist und in den Hoehlen durch die grossen OEffnungen gute Lichtverhaeltnisse herrschen.





    Ein zierlicher Pavillon



    in der letzten Hoehle, umgeben von Phantasie-anregendem Tropfstein,



    Sinterterassen und feuchtglaenzenden, skurril geformten Kalksteingebilden - der Dschungel wuchert unbaendig dem Licht entgegen- beeindruckt die Besucher.



    Das Meditationstempelchen wurde 1896 zum Empfang von Koenig Rama V. errichtet. Fotografen werden den Lichteinfall am fruehen Morgen oder spaeten Nachmittag nutzen. Vom Dorf Bang Pu erreicht man auch die Tropfsteinhoehle Kaeo (=leuchtend), die allerdings wegen ihrer gefaehrlichen Wege nicht ohne Fuehrer begangen werden sollte.



    Am Ende des Fischerdorfes Khung Thanot liegt etwa 300 m ueber dem Meeresspiegel die Sai cave (Sai=Feige; Baeume am Eingang der Hoehle). Wer keine Taschenlampe mit sich fuehrt, sollte darauf achten, dass ein Thai die Petroleumlampen in der Hoehle anzuendet, ohne die man die hohen Stalagmiten und Stalaktiten kaum bewundern kann; die ´durchgesaegten´ Saeulen sind durch Bodenabsenkungen entstanden. Wer in der Tropenhitze gern ausdauernd klettert, kann von der Sai cave die Phraya Nakhon cave erreichen.

    Vom Headquarter aus fuehren Pfade zu den Gipfeln des Khao Daeng und Khao Krachon. Bei klarem Wetter entschaedigen phantastische Ausblicke auf Lagunen und traumhaft schoene, menschenleere Straende mit eigentuemlichen Felsformationen fuer die schweisstreibenden Klettermuehen.

    Gruss
    HPollmeier

    Weitere Infos:

    Pranburi Stausee



    Unter

    http://www.huahinafterdark.com/forum/

    gibt es ein eigenes Forum fuer Hua Hin, weitere nuetzliche Angaben unter

    http://www.observergroup.net/

    Otto-Nongkhai setzte einst einen guten Hua Hin-Bericht in’s Nittaya unter:

    http://www.nittaya.de/viewtopic.php?...hlight=hua+hin

    oder

    http://www.nittaya.de/viewtopic.php?p=306708#306708

    Am Suan Son Strand



    Da sein Landkarten-Link nicht mehr funktioniert, sucht man sich am besten hier etwas aus:

    http://www.clickthai.de/Map/index.html

    http://mitglied.lycos.de/jinjok/huahin_n.jpg

    http://mitglied.lycos.de/jinjok/huahin_c.jpg

    http://mitglied.lycos.de/jinjok/huahin_s.jpg

    http://mitglied.lycos.de/jinjok/huahin_g.jpg

    http://www.thaiwaysmagazine.com/hua_...p_hua_hin.html

    Im nunmehr verschwundenen Dorf am Takiab-Felsen



    Gruss
    HPollmeier



  6. #5
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Siams Sueden

    Siams Sueden:

    2. Teil

    Der Khao Sam Roi Yot-Park liegt ungefaehr in der Mitte zwischen Hua Hin und Prachuap Khiri Khan:



    Wenn man – von Hua Hin kommend - in Pran Buri links abbiegt, liegt der Eingang zum Park ca. weitere 20 km entfernt.






    Die Phraya Nakhon-Hoehle erreicht man von Bang Pu aus in einer halben Stunde.



    Von den Park-Bungalows am Strand



    geht es etwa 20 min ueber einen ausgetrockneten, steinigen Bachlauf steil bergauf und anschliessend wieder 15 min steil hinunter in die Hoehle. Kinder sind fast immer die Begleiter:




    Wer sich fuer den Fussmarsch entscheidet, sollte keine fetten Durian mitschleppen,



    denn die Erschoepfung setzt bisweilen schnell ein:



    Mehr Bilder:

    http://www.thailand-huahin.com/d-kha...to-galerie.htm






  7. #6
    Avatar von PengoX

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    Re: Siams Sueden

    Einer der besten Berichte hier im Forum.
    Dafür gibts 5 von 5 erhobenen Daumen

    PengoX

  8. #7
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Siams Sueden

    Hallo!

    2.1 Von Bang Saphan nach Chumphon
    © Pollmeier

    Das thailaendische Staatsgebiet auf der Malaiischen Halbinsel verengt sich suedlich von Hua Hin auf knapp 20 km zur burmesischen Grenze. Die Ortschaften bis zum Isthmus von Kra liegen alle abseits des Highway Nr. 4. Das verlieh ihnen keinen Dornroeschenschlaf, vermied aber Massentourismus. Abstecher lohnen sich.




    Wir wollen nicht uebertreiben wie viele Reisefuehrer und -berichte, die allenthalben von "Paradiesen" faseln.



    Die Autoren waren offensichtlich jahrelang nicht mehr im Land oder sind einfach blind. Der verheerende Taifun vom Herbst 1989 hat tiefe Spuren hinterlassen, die zum Teil bis heute noch nicht ueberwunden sind.



    Der Neuanfang forderte Zugestaendnisse an Landschaft und Struktur. Viele Charakteristika wurden unwiderbringlich zerstoert.



    Prachuap Khiri Khan,
    Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ist ein verschlafenes Nest, malerisch an einer sichelfoermigen Bucht gelegen, eingerahmt von bizarren Felsen. Von der einzigen Sehenswuerdigkeit am Ende der Bucht schreibt Achille Clarac 1971: "Dieser links von der Strasse gelegene Berg, ist von einem natuerlichen Torbogen durchbrochen, der von weitem wie ein Spiegel aussieht, und heisst deshalb Khao Chong Krachok ("Spiegelberg")". Der Apa Guides macht daraus 1977: "Am Stadtrand von Prachuap erhebt sich zur Linken ein Huegel, der bei einem speziellen Licht einen Teil des Himmels zu reflektieren scheint. Tatsaechlich kann man durch einen natuerlichen Felsen-Bogen den Himmel auf der anderen Seite des Huegels sehen." Im "Loose" hat der Berg lediglich "ein Loch, das aus einiger Entfernung gut zu sehen ist“, und in einem Bericht in "Reisefieber 1/91" wandelt die Autorin nur Apa ab mit dem Hinweis: "...der bei bestimmten Lichtverhaeltnissen einen Teil des Himmels zu reflektieren scheint..." Von "Loch" bis "Reflexion" mag sich der geneigte Leser aussuchen, was ihm gefaellt, sollte aber nicht vergessen, den Berg zu besteigen.

    Was dem Farang oft romantisch erscheint,





    Wenn irgendwo in Thailand ein Deutscher mit seiner thailaendischen Lebensgefaehrtin Bungalows anbietet, geraten deutsche Reiseberichte meist hemmungslos ins Schwaermen. Und unsere Kueche scheint unuebertrefflich zu sein. Aber wer faehrt fuer Eisbein mit Sauerkraut nach Thailand? Etwa 6 km noerdlich von Prachuap liegen an der Ao Noi Bucht die Ao Noi Beach Bungalows. Nach "Loose" gehoert die Anlage Lothar und seiner deutschsprechenden Frau Pranom. "... direkt am Strand mit einfachen und komfortablen Raeumen. Im Restaurant werden ausser Thai-Gerichten auch typisch deutsche serviert, sogar handgeschabte Spaetzle." Ich weiss nicht: Spaetzle von einem Ostfriesen!





    "Reisefieber" flippt sofort wieder aus: "... und nach einer halben Stunde Fahrt halten die Rikschas vor einem grossen Tor - es ist das Tor zum Paradies." Und dann wird suggeriert: "... direkt auf einem menschenleeren, scheinbar unberuehrten Strand mit Sand wie Puderzucker und kristallklarem, warmem Wasser - eine Bucht wie aus dem Bilderbuch. .... Im Garten laufen Huehner herum, ein paar Schafe, Hund und Katze, und auf der Leine flattert die Waesche. Es ist wie Ferien auf dem Bauernhof, ein kleiner, intimer Familienbetrieb ohne Radio, Fernsehen und noch ohne Telefon." Da moechte man frei nach Hermann Loens formulieren: Gruen ist die Heide, die Heide ist gruen. Aber rot sind die Gruenen, eh’ sie verblueh’n. Es ist ein angenehmer Rastplatz auf dem Weg nach Sueden, mehr nicht. Der Strand ist naturbelassen und nicht jedermanns Sache. Aber Lothar verleiht ein solides Motorrad, mit dem man die Umgebung und den nahegelegenen Khao Sam Roi Yot Nationalpark besuchen kann.

    ist harte Arbeit:











    Bis Bang Saphan
    und Chumphon wurde der einst dichte Dschungel durch das Unwetter arg gelichtet. Palmen-Plantagen wurden inzwischen ergaenzt, Neupflanzungen angelegt, hier und da Lichtungen aufgeforstet. Die betroffenen Thais erhielten fuer den Wiederaufbau eines zerstoerten Hauses von der Regierung einen Zuschuss von 10.000 Baht; das reichte nicht einmal fuer das Holz der Huette.



    "Dieses Dorf, an dem die Eisenbahn haelt", sagt Clarac, den die meisten Reisefuehrer mehr oder minder geschickt abgeschrieben haben, "hat einen schoenen, 6 km langen, halbkreisfoermigen Strand, der im Norden von einem dicht bewachsenen Vorgebirge, dem Khao Mae Ramphung, und im Sueden von der kleinen Insel Ko Thalu abgeschirmt ist. Ein Fischerdorf verfuegt ueber Restaurants, in denen man im Freien im Schatten von Kokospalmen angenehm zu Mittag essen kann." Wer von diesem Bang Saphan noch etwas erleben moechte, muss sich beeilen. Zwar sind in den letzten Jahren fuer den Thai-Tourismus neue Bungalowsiedlungen und Resorts entstanden, aber der Bauboom setzte zwischen Dorf und Bucht erst richtig ein, als die Bauarbeiten fuer ein Stahlwalzwerk mit Hafen in Richtung Ao Bo Thonglang Beach begannen.



    Heute haben die Restaurants entlang der Strandstrasse ein internationales Flair: japanische, franzoesische, italienische und natuerlich thailaendische Kueche. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie auf Italienisch angesprochen werden. Der "pashah farang" ist zur Zeit Italiener. Der normale Sterbliche wird gefragt: "What´s the matter with? How come you don´t understand?" wenn er die romanische Sprache nicht beherrscht. Denn mehr als 100 italienische Ingenieure und Stahlwerker praegten waehrend der Bauperiode den ´Fremdenverkehrsmarkt´. Darum ist es bisweilen nicht leicht, ein Zimmer aufzutreiben, weil viele Raeumlichkeiten fest angemietet sind. Aber in dem luxurioesen, mediterran anmutenden Haad Som Boon Seaview Hotel mit seinen sagenhaften Preisen – immer noch? - findet sich meist ein Platz.



    Die Stadt Chumphon
    selbst - Tor des Suedens, wie sie sich in Eigenwerbung nennt - bietet keine touristischen Sehenswuerdigkeiten. Denn mehr als ein Symbol fuer verkehrsmaessige Erschliessung und aufbluehenden Handel wollen wir in den drei alten Dampfloks vor dem schmucken Bahnhof nicht sehen. Die kleinste stammt noch aus der Zeit, als die Lokfuehrer mit dem Zylinder gruessten.



    Die Natur hat die gleichnamige Provinz reich ausgestattet, das Hinterland wird intensiv landwirtschaftlich genutzt: UEppige Plantagen mit allen Fruechten Thailands, Gemuese und Gewuerze in Huelle und Fuelle. Naturliebhaber finden an 220 km Kueste malerische, naturbelassene Buchten und Straende, 47 vorgelagerte Inseln, die zum Schnorcheln, Tauchen und Fischen einladen, Tropfsteinhoehlen und Wasserfaelle. Bei Erkundungen auf eigene Faust wird man auf manche UEberraschung stossen, aber fuer die Ausfluege wird man Fahrrad, Motorrad oder Auto anmieten muessen, um das vielfaeltige, von Auslaendern kaum wahrgenommene Angebot halbwegs auszuloten.

    Als Standort fuer Exkursionen ist die Thung Wua Laen Bucht etwa 16 km noerdlich von Chumphon sicher gut geeignet. Im Garten des "Cabanas" haben sich die Baeume vom Unwetter einigermassen erholt. Aber "von Insidern als Geheimtip gehandelt", wird dieser schoene Strand schon lange nicht mehr. Deutsche Zeitschriften wollen einfach nicht wahrhaben, dass ein Geheimtip keiner mehr ist, wenn die OErtlichkeit in einem Reisefuehrer auftaucht. Wenn man die Wochenenden wegen des Thaitourismus meidet, ist der Fleck eine Oase der Ruhe. Da der weisse Strand wie in Hua Hin sanft ins Meer faellt, ist er auch fuer kleine Kinder empfehlenswert. Von Februar bis Oktober - dann ist hier Saison - betreibt "Cabanas" an Wochenenden eine Tauchbasis; Touristengruppen - Thailand entdeckt tatsaechlich hier und da den Naturschutz, wenn ansonsten die Kasse stimmt - sind nicht erwuenscht, aber Einzeltaucher willkommen.



    Die lange, vordergruendig unscheinbare Kueste von Hua Hin bis Chumphon glaenzt nicht mit ´spektakulaeren Highlights´, sie ist eher Individualisten vorbehalten, die nicht unbedingt Orte suchen, an denen ´etwas los´ ist. Wir haben gewiss das ein oder andere verwunschene Plaetzchen vergessen, aber mit jeder Saison tauchen neue, erstrebenswerte Angebote auf, waehrend vertraute Stellen ueberlaufen werden oder vergammeln. Auch diese Kueste lebt - zum Glueck noch ein wenig abseits vom Massenandrang, der auf Schiene und Strasse Nacht fuer Nacht vorbeirauscht. Die Fahrplaene gelten anderen Zielen; darum ist es unbequem, aber lohnenswert, diese Gestade zu erreichen.



    Wer es genauer wissen will: Ein neuer Reisefuehrer von Loose ist bestimmt wieder auf dem Markt und kriecht sozusagen in jede Ecke Thailands - auch in diese.

    Gruss
    HPollmeier

  9. #8
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Siams Sueden



    2.2 Ein ubekanntes Thailand – Phum Riang bei Chaiya
    © Pollmeier

    Wenn man von allen weltbesten Hotels, touristenbevoelkerten Straenden und unverschaemten Preisen genug hat, kann man sich in Thailands Staatseisenbahn setzen und fuer wenig Geld in Stil und Komfort etwas ueber 600 Kilometer nach Sueden reisen.


    Steigen Sie z. B. im Provinzstaedtchen Chaiya aus – ja genau das Chaiya, das vor ueber tausend Jahren Mittelpunkt des risigen Srivijaya-Reiches war, welches von Java bis zum Isthmus von Kra reichte.

    Vom Bahnhof Chaiya



    nehmen Sie einen lokalen Bahtbus und fahren direkt nach Osten. Nach sieben Kilometern erreichen Sie das 3000-Seeln-Dorf Phum Riang. Und genau dort hat der Deutsche Gerd Fischoeder mit seiner thailaendischen Frau ein etwa 10 Hektar grosses Grundstueck mit einer kleinen Bungalowanlage namens Na Yai Park (weites Feld).







    Der Besitz liegt ausserhalb des Dorfes, umgeben von einem typisch thailaendischen Landleben. Zu den fuenf Bungalows gibt es im Haupthaus, in dem Gerd mit seiner Familie lebt, ein kleines Restaurant, wo preiswerte einheimische und europaeische Gerichte und selbstgebackens Brot serviert werden.

    Mein schoenes Killebaeuchlein – nicht ‚gepierct’::















    Auf dem Gelaende gibt es drei Fischteiche,







    ueber 200 Kokospalmen, Cashewnussbaeume und Weideflaechen fuer ein Dutzend Kuehe. Auf der landwirtschaftlichen Nutzflaeche gedeihen Wassermelonen, Erdnuesse, Gurken und verschiedene Gemuesesorten.





    Auch die Fauna kommt nicht zu kurz: viele exotische Vogelarten, bunte Schmetterlinge, Affen, Eichhoernchen, Schlangen







    und Echsen fuehlen sich dort zu Hause.





    Vogelfreunde koennen in 15 Minuten mit dem Motorboot zu einer fuenf Kilometer entfernten, unbewohnten Vogelinsel gebracht werden; dort koennen sie sich ungestoert ihrem Hobby widmen.

    Man kann immer noch ein Stueck Thailand kennenlernen, das bis jetzt vom Massentourismus verschont wurde.

    Der besondere Tip:
    Im Wat Suan Moke, rd. 6 km suedwestlich der Stadt, werden 10 Tage lang Kurse in Dhamma Meditation mit Rede-, Lese-, Schreib-, Rauch- und Alkoholverbot abgehalten zu einem geringen Unkostenbeitrag für Mahlzeiten und einfache Zellen. Bei guten Englischkenntnissen wird viel Verständnis für Thailands Religion und Kultur geweckt.



    Wer sich auf die Kurse vorbereiten oder danach in ländlicher Umgebung noch ein paar erholsame Tage einlegen will, ist richtig bei: Gerd Fischöder, Na Yai Park, 233 Moo 1, Phumriang, 84110 Chaiya, Tel.: 0 77/43 13 87. 6 Bungalows ausserhalb des Dorfes in allen Größen für 19 Gäste, kleines Restaurant, Mountain-Bikes, Rundfahrten mit Toyota-Pickup, Bootsfahrten oder Radfahren auf verkehrsarmen Strassen..

    Ich kann nicht garantieren, dass Gerd den Betrieb noch weiterfuehrt. Aber Individualtouristen erkunden sich ohnehin vorab.


    Gruss
    HPollmeier

  10. #9
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Siams Sueden

    Hallo,

    ueber Chaiya gibt es genug Hinweise, so dass ich mir Muehe sparen kann, z. B.:



    http://de.wikipedia.org/wiki/Chaiya

    http://de.wikipedia.org/wiki/Buddhadasa

    http://www.buddha-haus.de/jhana_verlag.htm

    Literatur:
    http://www.ursache.at/website/output...&idcontent=990

    Meditation:
    http://www.palikanon.com/vipassana/a...m#_Toc35178073

    Zu den Anlagen in Chaiya waehle ich die Einleitungsworte eines Vortrags ueber Dhammapraxis von Ayya Khema, ©Jhana-Verlag 1992



    2.3 Chaiya
    © Pollmeier

    "Um was geht’s denn eigentlich?




    In der Geschaeftigkeit des taeglichen Lebens wird oft vergessen, dass es hoehere Werte gibt als die alltaeglichen, denen wir nachjagen. Vor allen Dingen passiert dies, wenn die Jagd so aufreibend ist, dass ueberhapt keine Ruhepausen eintreten. Dann vergisst der Mensch vollkommen, um was es eigentlich geht.







    Es geht bestimmt nicht darum, mehr zu haben oder zu wissen. Mehr als wer? Der Nachbar? Oder jemand am anderen Ende der Welt? Oder derjenige, der bei uns im Haus wohnt?







    Mehr als gestern? Die ganze Jagd, die sich im wesentlichen Leben abspielt und sich in der Schnelligkeit und Geschwindigkeit spiegelt, in der jeder vorwaertskommen will, ist ein Trugbild. Wo ist vorwaerts? Die Welt ist rund. Unsere ganze Lebensdauer ist von Geburt bis Tod. Wenn wir aelter werden, werden wir koerperlich schwaecher. Wo ist da vorwaerts?







    Die meisten Menschen vergessen vollkommen, was wirklich wichtig ist. Selbst wenn wir es hoeren, ist es uns immer noch nicht klar, was im Mittelpunkt des Geschehens steht. Um was geht es denn eigentlich? Geht es darum, keine Schmerzen zu haben? Oder geht es darum, besser meditieren zu koennen als unser Nachbar? Oder vielleicht besser als alle Anwesenden? Weiß eigentlich jemand, um was es geht?"

    Wat Suan Mokkh











    Gruss
    HPollmeier

  11. #10
    Avatar von HPollmeier

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    Re: Siams Sueden

    Hallo!

    2.4 Noch einmal Chaiya 1986 – regennass:
    © Pollmeier























    Gruss
    HPollmeier

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