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Rüdiger ist ein Glückspilz

Erstellt von db, 09.11.2003, 11:30 Uhr · 22 Antworten · 2.658 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    3.479

    Re: Rüdiger ist ein Glückspilz

    @Db
    Wer ist denn auf die Idee gekommen, Kommentare und Geschichte in zwei Threads aufzuteilen?
    Ja,ja. Mea kulpa und Asche auf mein Haupt. :-)

    Gruß

    Mang-gon Jai

  2.  
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  3. #12
    Jakraphong
    Avatar von Jakraphong

    Re: Rüdiger ist ein Glückspilz

    Noch ein Thaiforum, darauf habe ich gewartet. ;-D

    Spitze!

  4. #13
    db
    Avatar von db

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    Re: Rüdiger ist ein Glückspilz

    Zitat Zitat von Jakraphong",p="99567
    Noch ein Thaiforum, darauf habe ich gewartet. ;-D

    Spitze!
    Du verwirrst mich - Gibt es denn ausser dem Nittaya und meinem etwa noch andere ????

  5. #14
    Jakraphong
    Avatar von Jakraphong

    Re: Rüdiger ist ein Glückspilz

    Hallo db
    Schau mal in deiner Haudegen-Mitgliderliste nach, dann weisst du Bescheid!

    Gruß Jakraphong
    Ps. Wird Zeit, dass ich auch ein Forum eröffne, schaun mer mal.

  6. #15
    woody
    Avatar von woody

    Re: Rüdiger ist ein Glückspilz

    Zitat Zitat von Jakraphong",p="99577
    Ps. Wird Zeit, dass ich auch ein Forum eröffne, schaun mer mal.
    Darauf warte ich gerne :bravo:

  7. #16
    Avatar von odysseus

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    Re: Rüdiger ist ein Glückspilz

    Servus db
    Was macht unser Glückspilz Rüdiger, ist er Rüdiger im Glück, oder ................ ?

  8. #17
    db
    Avatar von db

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    Re: Rüdiger ist ein Glückspilz

    Rüdiger in Udon Thani.

    Sie mussten ziemlich lange mit dem Taxi fahren, bis sie endlich am Haus von Suays Eltern in einem kleinen Dorf in der Nähe von Udon Thani ankamen. Rüdiger war etwas enttäuscht. So hatte er sich das nicht vorgestellt. Es war gar kein richtiges Haus, in dem Suays Eltern wohnten. Es war ein Holzhaus an einem kleinen Flüsschen und es war auf Holzpfählen gebaut. Alles spielte sich auf dem Fußboden ab. Sogar geschlafen wurde auf dem Fußboden. Rüdiger nahm Suay zur Seite und fragte sie, ob man nicht lieber in ein Hotel ziehen sollte, es wäre dort doch viel gemütlicher. Das lehnte Suay aber entschieden ab. Das wäre eine Beleidigung für ihre Eltern und Verwandten, die sich so darauf gefreut hatten, Rüdiger endlich kennen zu lernen. Außerdem sei es viel zu weit bis zum nächsten Hotel. Rüdiger fügte sich.

    Am frühen Nachmittag wurde Rüdiger darüber informiert, dass man beschlossen hatte, erstmal einkaufen zu gehen. Am Abend sollte ein großes Fest, Rüdiger zu Ehren, stattfinden und es seien nicht genug Lebensmittel im Haus. Mit einem PickUp fuhr man also in einen größeren Ort mit einem Supermarkt. Suays Verwandte, und das waren nicht wenige, packten alles in den Einkaufswagen, was sich bot. Schuhe für die Kinder, Hosen, Blusen, Lebensmittel und vor allem alkoholische Getränke und Zigaretten. Rüdiger fragte Suay, ob dass denn wirklich alles nötig sei. Suay sagte nur, Rüdiger solle nicht so geizig sein, schließlich sei heute ein besonderer Tag. An der Kasse ließ man Rüdiger den Vortritt und er musste alles bezahlen. Wenn es auch, gemessen an deutschen Preisen, recht billig war, so fand Rüdiger doch, dass es von Suays Verwandten unverschämt war, ihn alles bezahlen zu lassen.

    Zurück im Dorf, stellte Rüdiger fest, dass man unterdessen seinen Koffer ausgepackt und seine Utensilien bereits für ihn im ganzen Haus verteilt hatte. Er traute sich aber nicht, sich darüber aufzuregen, da er als Thailand-Kenner ja wusste, dass er damit unwiderruflich sein Gesicht verlieren würde.

    Kurz bevor es dunkel wurde waren alle Thais betrunken. Rüdiger beachteten sie kaum mehr. Auch Suay hatte sich seit der Ankunft im Dorf völlig verändert, fand Rüdiger. Sie führte sich auf als wäre sie die Chefin der Familie. Sogar ihn, der doch die Hauptperson des Festes sein sollte, kommandierte sie recht unfreundlich herum und jedes Mal wenn Rüdiger zur Sparsamkeit mahnte, entgegnete Suay, dass Geizhälse in Thailand überhaupt nicht beliebt seien.

    Schließlich war es Zeit, schlafen zu gehen. Suay konnte auf gar keinen Fall neben Rüdiger im gleichen Raum schlafen. Sie schlief bei ihrer Schwester im Haus. Das gefiel Rüdiger nun ganz und gar nicht. Suay sagte, dass es schließlich egal sei, jetzt werde ohnehin geschlafen und da brauche man sich nicht mehr unterhalten. Rüdiger schlief lange nicht ein auf dem harten Fußboden und wünschte sich und Suay in ein Hotelzimmer in Bangkok.

    So ging es auch am nächsten Tag weiter. Die Thais saßen den ganz Tag faul herum, unterhielten sich, tranken und rauchten Rüdigers Zigaretten. Rüdiger war nur gefragt, wenn es darum ging wieder mal etwas zu bezahlen oder um die Schulden von irgendwelchen Verwandten an ihre Gläubiger zu regulieren. Rüdiger wollte nun endlich das Grundstück sehen, für das er Suays Vater das Geld gegeben hatte und er wollte den Fortgang der Bauarbeiten überwachen. Suay sagte ihm, dass man morgen dorthin fahren würde und er solle nicht immer so ungeduldig sein.

    Rüdiger traute seinen Augen nicht. Die „Schweinefarm“ war ein nicht sehr großes Stück Brachland, in das man einige Holzpflöcke zur Markierung gerammt hatte. Es sah aus als ob hier Kinder gespielt hätten. Dass hier keine Bauarbeiten im Gange waren, sah er sofort. Schließlich war er vom Fach. Als er Suay fragte, ob er hier betrogen werden solle, wurde sie sehr böse. Sie sagte ihm, dass in Thailand die Dinge eben anders gemacht werden, als in Deutschland und dass er überhaupt nicht beurteilen könne wie in Thailand gebaut wird. Er solle sich gedulden und abwarten, dann werde er schon sehen. Rüdiger entschuldigte sich bei Suay, aber trotzdem sprach sie mit ihm auf der Rückfahrt ins Dorf kein Wort mehr.

    Am Abend dieses Tages herrschte vor dem Haus große Aufregung. Fremde kamen und unterhielten sich aufgeregt mit Suays Verwandten. Da Rüdiger kein Wort verstand, fragte er Suay, was denn los sei. Sie sagte, dass ein großes Unglück geschehen ist. Ihr Vater habe mit dem Moped ein kleines Kind angefahren und verletzt und sei jetzt auf der Polizeistation. Wenn nicht 10.000 Baht Kaution bezahlt würden, so müsse ihr Vater in Haft bleiben. Dies könne Rüdiger doch auf gar keinen Fall zulassen. Rüdiger gab Suay das Geld. Nein, er könne nicht mit zur Polizeistation kommen, womöglich würden die Polizisten sonst noch mehr Geld verlangen, wenn sie sehen, dass ein Farang die Kaution bezahlt.

    Nach Stunden der Ungewissheit kam Suay und ihr Vater zurück. Dieser wirkte schon wieder etwas betrunken. Er würdigte Rüdiger kaum eines Blickes und bedankte sich auch nicht für die Hilfe in Form der Kaution, die Rüdiger gezahlt hatte, Rüdiger hatte jetzt endgültig die Nase voll. Er nahm sich vor, das Dorf ohne Suay so schnell wie möglich zu verlassen.

    In dieser Nacht schlief Rüdiger nicht. Er wartete, bis alle wieder betrunken waren und sich hingelegt hatten. Dann stand er leise auf und zog sich an. Er nahm nur seinen Pass, die Brieftasche und die Reiseschecks mit und lies alle anderen Sachen im Haus zurück um niemanden zu wecken. Rüdiger hatte keine Lust, sich womöglich mit Suays Anverwandten zu streiten. Er wollte die Straße nach Udon Thai zu Fuß gehen, nach Phuket fliegen und den Rest seines Urlaubs in einem zivilisierten Hotel verbringen.

    Als er eine Stunde gelaufen war, nahm ihn ein alter Mann in einem Pickup mit und setzte ihn in der Nähe des Flughafens ab. Fast ununterbrochen redete der alte Mann auf Rüdiger ein und lachte immerzu. Rüdiger verstand kein Wort und nickte nur. Niemand von Suays Verwandten hatte seine „Flucht“ bemerkt und war ihm gefolgt. Rüdiger war froh und flog nach zweistündiger Wartezeit über Bangkok nach Phuket.

    Rüdiger ist jetzt ein intimer Thailand-Kenner. Keines der Barmädchen in den Bars von Patong Beach kann ihm jetzt noch was vormachen. Rüdiger ist Suay sogar ein wenig dankbar für die negativen Erfahrungen, die er mit ihr machte. Einige der Mädchen, die Rüdiger mit ins Hotel nimmt, versuchen ihm Geschichten aufzutischen, aber Rüdiger fällt darauf nicht mehr herein. Er nimmt sie mit, hat seinen Spaß, bezahlt sie und schickt sie wieder weg.

    Morgen fliegt Rüdiger wieder nach Deutschland. Er hat heute keine Lust, in eine Bar zu gehen, deswegen setzt er sich in einer Diskothek zu einer bezaubernden jungen Dame an den Tisch. Sie kommen ins Gespräch. Sie heißt Kim und spricht nicht so gut Englisch wie Suay. Klar, denkt Rüdiger, Kim ist schließlich auch keine Professionelle und hat keine Erfahrung mit Farangs.

    Schade ist nur, dass Rüdiger morgen wieder nach Hause muss. Aber seinen nächsten Thailand-Flug hat Rüdiger schon gebucht. Er dachte ja, dass er Suay heiraten würde. Also tauscht man E-Mail Adressen und verabredet sich in zwei Monaten wieder hier in Phuket. Bis dahin wird man sich Mails schreiben und kann sich so besser kennen lernen.

    Rüdiger freut sich schon auf seinen nächsten Thailand Urlaub. Er ist stolz, so schnell eine Frau gefunden zu haben, die nicht so durchtrieben ist wie Suay. Zudem sieht sie auch besser aus. Rüdiger ist eben ein Glückspilz.

    Ende

  9. #18
    Avatar von alhash

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    Re: Rüdiger ist ein Glückspilz

    tut mir leid, aber diese Geschichte ist aus dem Buch von Dennis Hage abgekupfert!

    Gruß
    AlHash

  10. #19
    db
    Avatar von db

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    Re: Rüdiger ist ein Glückspilz

    Zitat Zitat von alhash",p="100296
    tut mir leid, aber diese Geschichte ist aus dem Buch von Dennis Hage abgekupfert!

    Gruß
    AlHash
    Auch mir tut es leid, aber das habe ich hier schon geschrieben.

  11. #20
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Rüdiger ist ein Glückspilz

    Das meinte ich doch mit der ISBN Nummer

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