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Reisebericht Mai/Juni 2004

Erstellt von UAL, 25.08.2004, 17:46 Uhr · 94 Antworten · 4.366 Aufrufe

  1. #81
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Hallo UAL,

    Super Bericht

    Wäre schade wenn sich diese Art von Hotelbauten auf der Insel durchsetzten kann. Wieviel Tea-Money ist da wohl wieder geflossen?

    Grüße
    Mandybär

  2.  
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  3. #82
    UAL
    Avatar von UAL

    Registriert seit
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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Teil 11

    Bangkok, Asia-Hotel, Kneipen, Flußfahrten und der BTS

    In Bangkok angekommen haben wir flugs ein Taxi geentert, das uns zum Asia-Hotel chauffierte. Eh-Eh leistet dem Fahrer gute Dienste, indem sie ihn auf schmale und gaaanz schmale Straßen dirigierte, die zum Ziel führten.

    Das Asia-Hotel hatten wir im Dezember schon bewohnt und vom Preis-Leistungsverhältnis her gesehen finde ich es absolut in Ordnung. Mag sein, dass der eine oder andere die nicht mehr ganz so taufrischen Zimmer bemängelt, aber es war sauber und alles funktionierte.



    Bild vom Asia-Hotel (Postkarte)



    Die Lobby (Prospekt)

    Einer der großen, wenn nicht gar der größte Vorteil dieses Hotels besteht darin, dass es einen direkten Zugang zum BTS gibt. Den haben wir weidlich genutzt.



    Streckenplan vom Asia

    Ich bin in diesem Urlaub ohnehin zum BTS-Fan geworden, auch wenn ich so meine Schwierigkeiten beim Umsteigen habe, die richtige Ebene zu finden. Tückisch finde ich auch die Durchgangssperren, wo man das Ticket in den Schlitz schieben muss um das Drehkreuz frei zu schalten. Wenn man nicht schnell genug sich durchschlängelt kriegt man einen der Knüppel ins verlängerte Kreuz. Gut, dass sie nicht von vorne kommen...

    Die Gegend um das Asia ist nicht besonders erwähnenswert, oder ich habe etwas verpasst, mag sein. In der Seitenstraße rechts, wenn man das Hotel frontwärts betrachtet, gibt es eine kleine Seitenstraße mit Restaurants, Beauty- und Massage-Salons (seriös). Bei letzteren ist allerdings das Preis-Niveau etwas hoch, 450 – 500 Baht für die Oil-Massage. Ein Plus ist auch die Nähe zum MBK-Center, das wir an diesem Tag ausführlich besuchten. Bekannterweise gibt es dort so ziemlich alles, was des Käufers Herz begehrt. So auch eine Karaoke-Ecke, wo man zu zweit auf dem Sofa sitzen konnte und sich dem singen in höchster Form hingeben konnte. Haben wir natürlich auch getestet, wobei Eh-Eh mich fast wahnsinnig gemacht hat, weil nahezu keines der Lieder ihr zugesagt hat. Erst als ich die Karte mit der seelischen Grausamkeit zog und unplugt angefangen habe zu singen, hat sich der Auswahlvorgang beschleunigt...

    Abends sind wir dann wieder in ein Kino gegangen und haben uns den Film „The day after tomorrow“ angesehen. Die Thematik des Films und die Wirkung der Klimaanlage haben bei mir ein totales Eiszeit-Feeling erzeugt. Danach sind wir wieder heimwärts gezogen und haben uns noch in einem Restaurant in der Nähe des Asia niedergelassen. Erstens war es noch nicht spät genug und zweitens rief der Magen. Das Restaurant war mäßig besucht, es gab laute Life-Musik und man konnte an den unter die Decke geschraubten TV-Monitore einen Film ansehen – gott-sei-dank mit englischen Untertiteln, denn der Ton war wegen der Mucke nicht zu verstehen.

    Da zum Essen auch ein Getränk gehört orderte ich ein Beer Chang, gab es leider nicht „nur“ Singha. Große Portion oder kleine war die Wahl, o.k. ich hatte Durst, also eine ½-Liter-Pulle. Gesagt, getan die „große“ kam und entpuppte sich als Pitcher, also eine 1-Liter-Karaffe. Uuuppss, gut dass Eh-Eh mir geholfen hat...

    Wir sind dann auch zügig ins Bett verschwunden, da wir vorhatten, morgen eine River-Tour nach Kho Kred zu unternehmen.

    Am anderen Morgen, der Pitcher hatte nicht die befürchteten Wirkungen hinterlassen, sind wir dann gestartet und haben mittels Boot die Tour gestartet. Die Preise sind wirklich erstaunlich niedrig 15 Baht mit den Booten mit der gelben Flagge, nur 10 Baht mit denen, die eine rote Flagge tragen.



    Bilder vom Boot (Wat Arun –oder?)

    Die Fahrten auf Booten gefallen mir außerordentlich gut, nicht nur in Thailand, man sitzt auf seinem Platz oder wandert auf dem Boot ein wenig herum und nimmt die Ufer-Landschaft in sich auf.



    Bild vom Boot






    Looking for hong nam…

    Man sieht Häuser, Fabriken (auch die Singha-Destille) passiert andere Boote, Bötchen und Schleppkähne u.s.w.





    Bilder vom Boot



    Mit Gegenverkehr

    Mir sind unterwegs zwei Hochhaus-Rohbauten aufgefallen, die ca. 20 oder mehr Stockwerke aufwiesen, bei denen die Bautätigkeit allerdings eingestellt worden war. Warum auch immer, jetzt stehen sie da hässlich in der Gegend und warten, dass es weitergeht oder der Verfall sich einstellt...Sieht nicht so toll aus.



    Bild von einer Bauruine

    Schließlich haben wir unsere erste Etappe erreicht und es hieß umsteigen und einen Mini-Bus besteigen, um weiter zu kommen. Der Fahrer wartete natürlich so lange bis die Kiste ausgebucht war, kann man ja verstehen. Der Ort heißt übrigens " Tha-Nam-Non" is mean Nonthaburi Pier (Zitat Eh-Eh, die ich eben bemühen musste, da mir der Name entfallen war – Khob khun krab khun Eh-Eh)



    Anlegestelle mit Anschluß- Bus

    Außer uns Touris bestiegen noch andere Leute und vor allem Schüler den Bus. Dann ging es weiter, ca. eine halbe Stunde lang. An der Endstation in xxx? Angekommen, bemerkten wir, dass der Himmel sich ziemlich bewölkt hatte und schließlich die Schleusen öffnete. Nix wie rein in das nächste Thai-Kitchen, Hunger hatten wir ja sowieso. Dann ging der Wolkenbruch los...




    Bild vom Restaurant



    Bilder von der Rast mit Regen, man beachte die Wassermassen, die vom Schirm mittig stürzen...



    Bild von Eh-Eh im Restaurant, ist doch nur ein bischen Regen...

    Nachdem es sich witterungsmäßig einigermaßen beruhigt hatte sind wir dann weiter zu Fuß zum Anlegepunkt der Fähre nach Khon Kred gegangen.



    Schild am Ablegepunkt (what mean?)



    Schönes Haus need a little bit painting

    Die Fähre, 2 Baht, setzte dann zur Khon Kred über, wo wir feststellen mussten, das unter der Woche dort absolut nichts los war. Es ist ein kleines Inselchen, wo die größte Attraktion eine Töpferei ist. An diesem Tage natürlich außer Betrieb. Wir haben dann später im Fernsehen einen Bericht über die Pottery gesehen. Durch die anhaltenden Regenfälle waren fast alle „Straßen“ besser Wege dort unter Wasser gesetzt und wir haben uns an den Rändern oder über ausgelegte Planken gehangelt.



    Kho Kred mit Wat –ziemlich dunkel (Regen)

    Den Aufenthalt haben wir recht kurz gestaltet und haben bald wieder die Heimreise angetreten. Anstelle des Minibus haben wir diesmal allerdings die Dienste eines Taxi in Anspruch genommen.

    Dann wieder per Boot zurück nach Bangkok und zum Hotel. Abends sind wir dann per BTS zum Victoria-Monument gefahren und haben dort in der Nähe das „Saxophone Pub & Restautant“ genossen. Siehe auch

    der/das Saxo-Pub

    Die Location soll ziemlich bekannt sein und jeden Abend wird live Jazz und Blues dargeboten. Ist nicht unbedingt meine Lieblings-Musik aber an diesem Abend fand ich es sehr angenehm zumal der Geräusch-Pegel sich in Grenzen hielt.

    Nach einer guten Stunden sind wir dann rausgegangen und haben auf dem Platz vor dem Pub noch einen kleinen –alkoholfreien- Drink eingenommen. Der letzte BTS war mittlerweile durch, so dass wir mittels Taxi zurück zum Hotel sind. Na ja nicht ganz zurück, unterwegs sahen wir einige Garküchen am Straßenrand, und da wir nun ungefähr 3 Stunden nicht gegessen hatten haben wir dort uns niedergelassen. Eh-Eh erzählte mir, dass sie dort in der Nähe gearbeitet und immer ihre Mittagspause verbracht hat. Der Stand war noch da und die alte Chefin erkannte Eh-Eh wieder. May be...Jedenfalls gab es Som Tam vom feinsten.. Es war erstaunlich wie viele Menschen sich um die Zeit, es war gegen 2 Uhr nachts, noch so aufhielten und Hunger hatten. Einfach dasitzen und schauen wie die Müllabfuhr kommt oder ein Kleinlaster, dessen Besatzung ihren Müll einfach au den Gehsteig kippt und dann weiterdüst. Irgendeiner wird den Dreck schon wegräumen...Oder die Menschen, die anscheinend kein Dach über dem Kopf ihr eigen nennen können und inmitten des donnernden Verkehrs an den Brückenpfeilern schlafen, manchmal hatte ich den Eindruck, auch wohnen.

    War jedenfalls wieder ein Tag mit vielfältigen Eindrücken. Gegen 3.30 Uhr sind wir dann in die Federn gefallen.

    Für morgen war eine Fahrt auf dem Fluß mit der Familie, inklusive Essen an Bord angesagt. Ich freute mich schon.



    Eh-Eh freute sich auch

    Ende Teil 11 von....?

    Weiter geht es mit Shopping, einer Schuhreparatur und einer weiteren Fahrt auf dem Fluß

  4. #83
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Teil 13 von, na ja dem letzten...

    Den nächsten Tag haben wir dann wieder größtenteils in einem Shopping-Center verbracht. Ich habe natürlich nach 5 Minuten die Orientierung verloren, Rolltreppe rauf und runter und das über Stunden. Die Augen werden einfach besoffen, bei all den Angeboten. Kleidershops, Fotoshops, Kunstwerkshops, Elektronikshops, Schmuckshops und na endlich, auch ein Thai-Food-Shop... Gut mal wieder Som Tam zu genießen. Eh-Eh hielt sich an Kaffee und Kuchen – die Geschmäcker sind halt verschieden.

    Dort haben wir auch folgende Gestalten getroffen:





    ehe einer fragt, ich stehe in der Mitte...

    Zwischenzeitlich hatte der Absatz von Eh-Eh´s Schuh sich aufgelöst. In Deutschland ein Grund sich vom Schuhwerk zu trennen, nicht so in LOS, schnell einen Schuster aufgesucht, die haben ihre „Geschäfte“ ambulant eingerichtet, und nach dem Preis gefragt. Eh-Eh bat mich, zurück zu bleiben, da der Preis für eine Reparatur in Begleitung eines Farang in die Höhe schnellen würde. Na gut, ich hielt mich zurück und Eh-Eh hatte für 50 Baht am nächsten Tage intakte Schuhe.

    Für den Abend war dann eine Fahrt auf dem Chao Phraya angesagt mit „the largest river side luxury cruise ship“ warum denn kleckern...

    Mehr Information unter www.riversidebangkok.com

    Normalerweise wollten wir nach dem Besuch des Shopping-Tempels noch ins Hotel, um uns frisch zu machen, aber die Zeit rannte uns davon, so dass wir beschlossen, direkt zum Ablegepunkt zu fahren. Leider hatte es wieder angefangen zu regnen, na was soll´s. Das letzte mal hatten wir von der Fahrt abgesehen, nun war es für mich die letzte Gelegenheit zusammen mit der Familie von Eh-Eh einen Abend auf dem großen Fluß zu verbringen.

    Per Taxi machten wir uns auf, den Treffpunkt zu erreichen, aber Traffic-Jam...es ging nur noch im Schritttempo wenn überhaupt vorwärts. Das Handy glühte, die Familie wartete. Ach was, fangt mit dem essen ohne uns an, wir nehmen den Rest. Wir haben das Schiff dann doch noch erreicht, 10 Minuten später legte es ab.

    Im Saal gab es viele Tische, an denen man sich stärken konnte. Da die Family noch nicht alles verzehrt hatte reichte es für uns noch gerade... Das Schiff an sich war ein recht großer Brocken, der sich gemächlich vom Ufer bewegte und dann durch den Chao Phraya pflügte. Es ist eine besondere Atmosphäre bei Dunkelheit mit dem Schiff über das Wasser zu geleiten.



    Das ist Sister Oh-Oh



    Mal eine Gelegenheit abgepasst als Eh-Eh nicht zugesehen hat..



    Mama wollte auch..

    Man passiert Hotels (z. B. Paeninsula), Wats und auch Schiffe, auf denen repariert und geschweißt wird. Fantastische Momente, die in meinem Gedächtnis bleiben und für die ich keine Fotos brauche. Nachdem wir uns gestärkt hatten, sind wir auf das Deck gegangen und haben die Fahrt einfach nur genossen..



    Eh-Eh und der Wind...

    Es war zwar ziemlich kalt für Thailand-Verhältnisse, aber alle hatten ihren Spaß.
    Unter Deck hatte man auch die Möglichkeit einer Rockband zu lauschen und zu tanzen



    Treppe runter zum Dancefloor

    Die ganze Fahrt dauerte ca. 3 Stunden und wir haben ungefähr 3000 Baht für Fahrt und Essen bezahlt.

    Dann ging es nach „Hause“, total erschöpft, aber glücklich.

    Weiter geht es mit dem „Rest“ Friseurbesuch und UAL/Uli lernt kochen und Abschied nehmen, kommt bald...

  5. #84
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Teil14 von 14...

    Die letzten verbleibenden Tage haben wir recht entspannt zugebracht. Keine großartigen Unternehmungen mehr, nur Zeit für uns.





    Die Bilder stammen zwar vom Dezember, aber ich mag sie.

    Es gab dann aber doch noch zwei oder drei Episoden, die ich noch loswerden muss. Nach einem der obligatorischen Shopping-Exzesse strebten wir eine Sky-Train-Station an. Ich hatte im Shop von Ah-Ah, der ältesten Schwester, ein großes Paket an Textilien deponiert, das wollte ich jetzt zum Hotel bringen. Einkäufe hatten wir auch getätigt, so dass ein weiteres Paket hinzukam, und meinen Bodybag hatte ich auch noch auf dem Buckel. Eh-Eh wollte ich keine Last zumuten, so dass sie ziemlich unbeschwert losmarschieren konnte.

    Das hat sie dann auch genutzt... Als der Bahnsteig erreicht war, sahen wir, oder besser Eh-Eh, dass „unser“ Zug bereits abfahrbereit dastand. Scheinbar ist nichts für eine/n Thai schlimmer als den Zug zu verpassen und geschlagenen 2 – 5 Minuten auf den nächsten zu warten. Also Eh-Eh flink voraus, sich durch die Menschenmassen schlängelnd , die zur anderen Seite strebten. Der Farang hinterher beladen, ausweichend, strauchelnd und Eh-Eh aus den Augen verlierend.

    Endlich den Sky-Train erreicht, Eh-Eh stand im Abteil an der Tür und winkte, um mich herzulotsen. Allein das „Flugzeug UAL“ schaffte es nicht mehr, den Touch-down zu realisieren. Piep-Piep-Piep machte es, ein Zeichen, dass die Türen sich bald schließen. Nur noch fünf Meter zur Landung, der Farang setzte zur Landung an, Eh-Eh versuchte die Türen aufzuhalten, aber „batsch“, closed.

    Die Tür war zu, der overloaded Begleiter draußen, der Zug setzte sich in Bewegung und alles was ich noch registrierte war eine entsetzte Freundin, die hinter dem colorierten Glas mich anschaute. Tschüß Eh-Eh, see you Ual… Na ja meine Panik hielt sich in Grenzen, obwohl ich bei den Skytrains was Verbindung, Umsteigen etc. so meine deutlichen Defizite aufweise...

    Für den Wachmann an der Station war ich eine willkommene Abwechselung, diese Jungs achten hauptsächlich darauf, das Ruhe und Ordnung herrscht und keiner beim Herannahen des Zuges die gelbe Linie überschreitet. Er kam auch gleich auf mich zu und fragte, ob alles in Ordnung wäre oder ich ein Problem hätte. Na ja, habe gerade meine Freundin verloren... Ach so, gleich darauf nahm er sein Funksprechgerät zur Hand und vermeldete die Sachlage weiter, ich vermute mal streckenweit: „heavy sweating farang lost connection to his girlfriend – over“. Die Antworten blieben nicht aus, das Funkgerät sprühte vor eingehenden Meldungen, schienen ne Menge Leute Anteil an meinem Schicksal zu nehmen, ich hörte allerdings auch Lacher. Insgeheim grinste ich mir auch einen.

    Was würde ich machen, wenn meine Freundin zurück bleibt, fragte ich mich. Logisches Denken war angesagt, ob das hier jetzt angebracht war...mmmhh? Na, ich würde an der nächsten Station aussteigen und warten. Gedacht, getan, der nächste Zug rollt ein und ich sicherte mir einen Platz an der Tür, um im Fall der Fälle schnell mit meiner Fracht von Bord gehen zu können.

    Nächste Station, ich spähte hinaus – keine Eh-Eh.... weitere Station, vor meiner Tür nur ein Passagier am Bahnsteig: Eh-Eh, die etwas verzweifelt dreinschaute, an ihrer Seite ein Wachmann. Ausstieg, Wiedervereinigung und eine bedröppelte Eh-Eh: „so sorry Tirak“.

    Sie hatte sich gleich nach dem Aussteigen einen Wachmann geschnappt und diesen mit dem Vorfall konfrontiert. Der gute war über seinen Kollegen, der sich meiner angenommen hatte, schon im Bilde und Eh-Eh erzählte mir, dass er und sein Kumpel in kurzen Zeitabständen den aktuellen Stand der Dinge austauschten. „Ja hier ist ein Farang in blauem T-Shirt und mit viel Gepäck – over“ „Hier steht seine Freundin, sie wartet 2 Stationen weiter – over“ ...

    Jetzt hatten wir uns wieder und ich musste unter meiner schweren Last doch noch grinsen. Eh-Eh ließ sich nicht abbringen, auch ein Gepäckstück zu tragen und lies mich ab sofort nicht mehr aus den Augen.

    Dass die ganze Familie am Abend über die Story bestens informiert war erklärt sich von selbst...

    Abends haben wir dann noch einen Massage-Shop in der Nähe des Hotels aufgesucht, der nicht so verdorbene Preise hatte. Die Qualität der Einrichtung hatte aber auch etwas für sich, wirkte alles ziemlich verwohnt. Aber duschen durfte man vorher in einer sehr spartanisch eingerichteten Nasszelle. Ich fühlte mich irgendwie beobachtet, konnte aber keine Kamera erkennen, also gut, Dusche aufdrehen und –zack- hatte ich etwas auf den Kopf bekommen. Nein, kein Schlag, aber auf dem Duschkopf hatte es sich eine monströse ......lake bequem gemacht, die nun mit dem Wasserstrahl auf mein Haupt geschossen wurde. Ein Wischer und das Viech lag am Boden und rannte davon. Ich war auch kurz davor...

    Die Massage an sich war ohne Fehl und Tadel, das Erlebnis mit dem Insekt hätte ich mir schon gern erspart.

    Dann gab es noch die Begebenheit, dass ich verzweifelt versucht habe, zwei Tage vor Abflug in der Nähe des Hotels eine Laundry zu finden, die ja mit Spottpreisen waschen. So machten wir uns auf, in der Nähe des Hotels eine zu finden. Ich mit dem x-Kilo-Sack Wäsche und Eh-Eh als Scout. Keine Chance, hunderte von Metern bei glühender Sonne die Gassen abgeklappert, nichts gefunden. Jeder Wäscheständer vor einem Gebäude nährte die Hoffnung in mir, aber alles private. Es gab zwar Wasch-Salons, die es im Zeitrahmen geschafft hätten, aber nur mit unakzeptablem Express-Zuschlag. So begab es sich, dass ich die Klamotten zuhause waschen konnte.

    Dann gab es noch den obligatorischen Friseur-Besuch. Nach anfänglichen Bedenken Jahre zuvor, lasse ich mittlerweile sehr gern mein Haupthaar in LOS stutzen. Mehrmaliges waschen und spülen und eine super-Kopfmassage für 100 – 150 Baht. Danach haben wir im selben Salon uns noch eine Fußmassage gegönnt.



    Das ist die Straße, wo der Friseursalon liegt, hinter der weißen Plane



    Immer wieder erstaunlich: die Verkabelungstechnik

    Den nächsten Tag ging es wieder zum Heim von Eh-Eh, einem properen Haus außerhalb von Bangkok im Ortsteil (?) Talingchan (Bangkok 10170). Die Fahrt per Taxi dorthin dauert bei guten Verhältnissen 30 Minuten, bei “normalen” mit traffic-jam auch mal das dreifache. Kurz bevor wir das Ziel erreichten, gab es eine Einfädelungsspur, ähnlich den Beschleunigungs-streifen unserer Autobahnen. Hinter uns auf dem Highway brauste ein LKW heran, so dass der Taxi-Fahrer voll in die Eisen steigen musste

    Eh-Eh hat es nicht kommen sehen, so dass sie sich unvermittelt im Fußraum der Rücksitze wiederfand.

    Dann haben wir das Haus ohne weitere Zwischenfälle erreicht.



    Es ist wirklich nett

    Ich habe mich gleich wohl gefühlt.



    Oben auf dem Sideboard sieht man übrigens den Teller mit dem Foto unserer Riverside-Fahrt.

    Die Wohnung war frisch gestrichen, verfügte über zwei Bäder mit Hong-nam, zwei Fernseher und zwei Computer



    Durchgang zur Küche, gleichzeitig Trocknungs- und Aufbewahrungsraum für die Wäsche



    Mama im Garten

    Dann wurde gekocht und ich in die Kunst der Zubereitung von „Sticky-rice“ = Klebereis eingeführt. A und O ist das waschen des Reis. Das ganze habe ich mir auch sorgsam aufgeschrieben, um es daheim nachzukochen, es wurde ein Desaster, aber ich bleibe dran.

    Dass das Mahl eine absolute Gaumenfreude wurde bedarf keiner weiteren Erklärung.

    Der nächste Tag war der des Abschiedes. Wir hatten uns nochmals im Ban Khun Mae-Restaurant, Siamsquare Soi 7, verabredet. Abschiedsessen hat für mich immer den Charakter einer Henkersmahlzeit, aber man kann nun mal die Zeit nicht anhalten.

    Ich will mich über die kulinarischen Genüsse nicht weiter auslassen, sie sind unbeschreiblich. Das Treffen an sich war wundervoll, alle hatten sich Zeit genommen, obwohl sie teilweise lange arbeiten mussten.

    Und dann bekam ich es knüppeldick: ich durfte nicht bezahlen, obwohl ich der Einladende war und sie hatten Geschenke für mich... Mama schenkte mir ein komplettes Set zum Sticky-rice kochen, Bastkorb mit Filter und einen großen und kleine „Topf“ für die Aufbewahrung des Reis, außerdem einen Metalltopf und 2 große 3-ecks-Kissen, ihr wisst schon...Ah-Ah und ihr Mann P´Piak trennten sich von ihrer Münzsammlung, die alle Münzen Thailands umfasst, die nicht mehr im Umlauf sind. Das konnte ich nicht annehmen, aber die beiden wurden für Thai-Verhältnisse ziemlich gereizt und so habe ich es dann doch noch angenommen. Alles in einem „Coin Album“ insgesamt 46 Münzen. Eh-Eh hatte mir vorher schon mal von der Sammlung erzählt, und nun trennen die sich davon – ich war fassungslos.



    Ausschnitt aus dem Coin-Album

    Etwas später schneite Oh-Oh noch herein, sie musste lange arbeiten. Ihr Geschenk war eine Thailand-Flagge, die ich so lange vergeblich gesucht hatte. Nun hängt sie in meinem Arbeitszimmer genau vis-a-vis am Computer und lächelt mir zu.

    Und manchmal lächle ich zurück und manchmal bin ich sehr traurig, dass ich nicht dort sein kann und jeden Tag fehlen mir diese wundervollen Menschen, die mich aufgenommen haben als sei ich kein Fremder, sondern ein Freund.

    Manche Dinge kann man nicht beschreiben, aber eines weis ich: Leute – ich vermiss euch...

    Das war es und es war schon wieder anders als sonst....



    So sieht das aus, wenn man mit 15 Kilo startet und dann zurück fliegt

    Ende Teil 14 von allem, hat mir Spaß gemacht darüber zu berichten, hoffe es hat gefallen...

    Next turn ab dem 16.12.2004

  6. #85
    PETSCH
    Avatar von PETSCH

    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    hat es, hat es Uli

  7. #86
    Avatar von phimax

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Danke

  8. #87
    Avatar von Dana_DeLuxe

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Danke. 1 A Reisebericht...




    Da hast du übrigens meine Lieblingsbauruine fotografiert, das Hochhaus mit dem verglasten Rondell darauf wurde ca. 1995 als Hotel erbaut, allerdings nie eröffnet. ´99 wurde dann nur der Schriftzug Sofitel abgeschlagen, jetzt sieht man von Mal zu Mal mehr zerbrochene Scheiben und blätternden Putz.

    Ist bei uns in der family schon zum Sprichwort geworden: "Ob wohl das Sofitel noch steht?"

    Danke für den aufwendigen und verlockenden Bericht, UAL!

    Ganz liebe Grüße,

    Dana

  9. #88
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    @ Dana, :-)

    jetzt wo Du es sagst...über die "Ruine" haben wir auch gesprochen.

    Mir war gleich das Rondell auf dem Dach aufgefallen. Meine Freunde haben mir erklärt, dass es bei den Bauarbeiten und sonstigen Regularien Unregelmäßigkeiten gegeben habe und noch gibt. Jetzt steht er da der Moloch, und das Ding ist leider nicht das einzige...erstaunlich, dass die Bauphasen so lange gedeihen bis der Riegel vorgeschoben wird

    Liebe Grüße nach HH

  10. #89
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Ich habe noch ein Bild vergessen, und das muss nun rein, die ganze Family:



    Der Reihe nach, von rechts nach links: P´Piak, der Comuter-Master, Ah-Ah, seine Frau, Oh-Oh, die kleine Schwester, Eh-Eh, mein Tirak, der bleiche Farang = UAL, MAMA, ein Cousin und unser Fahrer. Alles happy peoply, die in LOS (über-) leben. Ich -noch- nicht...Aber das kommt schon

  11. #90
    Berthold
    Avatar von Berthold

    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    @UAL

    :bravo: :bravo: :bravo: :bravo:
    freu mich schon auf deinen Dez./Jan.-Reisebericht



    Berthold

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