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Reisebericht Mai/Juni 2004

Erstellt von UAL, 25.08.2004, 17:46 Uhr · 94 Antworten · 4.373 Aufrufe

  1. #21
    woody
    Avatar von woody

    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Pustebacke
    UAL
    mucki

    :bravo: :bravo: :bravo: :bravo:

  2.  
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  3. #22
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    @ Woody, :-)

    auch Dir ein Danke

  4. #23
    Avatar von Pustebacke

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    @UAL

    wir warten aber jetzt schon wieder auf Deinen nächsten Bericht!

  5. #24
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Da isser...

    Teil 4

    "Auf" der Deutschen Botschaft und im Goethe-Institut...

    ...Wir haben an diesem Abend relativ früh das Bett aufgesucht, weil wir am anderen Morgen zur deutschen Botschaft wollten, um den die Sache mit dem Besuchervisa für Eh-Eh klar zu machen...

    Und da wir relativ früh dort auflaufen wollten, um nicht all zu lange warten zu müssen, hieß das aufstehen um 6.00 Uhr. Ist ja fast wie zu Hause, wenn ich arbeiten muss...

    Wider Erwarten hat das mit dem Aufstehen auch gut geklappt, sind um 7.30 Uhr ins Taxi gestiegen und haben trotz der relativ kurzen Strecke 20 Minuten gebraucht (Traffic Jam...).

    Ich hatte in einem Beitrag schon einmal gelesen, wie es um das „Outfit“ der Botschaft bestellt ist, also war ich vorgewarnt. Von außen hat es den Anschein eines Knast´s, innen alles äußerst schlicht. Nach dem Eingang wird man durch zwei Zuwege, die durch verrostete Ketten getrennt sind gelotst. Die angebrachten Schilder sind einfach und einfachst, „Ausgang“ z. B. ist auf ein Pappschild drapiert. Am Eingang muss der Pass vorgezeigt und die Kamera abgegeben werden, das Handy durften wir behalten. Dann geht es weiter zu einem Schalter mit Trennscheibe. Hier müssen die erforderlichen Papiere (Verpflichtungserklärung etc. pp.) vorgezeigt werden. Bei uns war bis dahin alles in Ordnung, was man nicht von allen Antragstellern behaupten konnte. Im Innenhof weitere Schalter, einige Bänke und Stühle unter dem Dach. Na ja, ich habe nicht das Paradies erwartet, aber irgendwie hat mich das alles an den Innenhof eines Gefängnisses erinnert.

    Man bekommt, wie an der Fleischtheke, einen Zettel mit einer Nummer. Wenn diese Nummer auf der Anzeigetafel aufleuchtet ist man dran. Dass die Anzeigetafel an diesem Tag außer Funktion war, hat mich eigentlich nicht besonders überrascht, passte schon...

    Trotz des frühen Zeitraumes hielten sich ca. 100 Leute im Hof auf, davon bestimmt 90% Frauen, die allein aufgelaufen sind, aber auch einige Paare. Manche Männer spotten, altersunabhängig, jeglicher Beschreibung: ärmelloses Shirt, durchgeschwitzt bis zum Bauchnabel, Bermudas, Badelatschen und im Gesicht deutlich die Spuren des Suffs der letzten Nacht oder Jahre... Ich habe vorgezogen, mich „ordentlich“ anzuziehen, was ich eigentlich sonst eh tu, hatte ich es doch mit einer deutschen Behörde zu tun...

    Schließlich kamen wir in das Gebäude am Ende des Hofes, wo wir unseren Antrag vorlegen konnten. Es gibt dort fünf Schalter. Schalter 1 „Sonderfälle (da wäre ich richtig als Sonderling...), dann „Business-Visa“, „Besucher-/Schengen-Visa“. An den Wänden von Schalter 1 bis 3 befinden unterhalb der Talk-Zone Schmutzspuren. Ich vermute mal hervorgerufen von den Tritten enttäuschter Antragsteller. Dann endlich unser Aufruf, Vorlage der Dokumente, zum Glück als vollzählig akzeptiert.

    Dann kam das berühmte Interview, in thailändisch von einer Thailänderin geführt. Das fand ich für Eh-Eh schon mal positiv, hatte sie doch einen gewissen Bammel vor den Fragen eines Farang-Beamten. Die Fragen fingen ganz belanglos an, „seit wann und wie kennen Sie sich, seit wann persönlich?“ Fehlanzeige bei Eh-Eh (und ich dachte immer Männer vergessen Jahrestage...) Der 12.12.2003 war es, kann man(n) sich doch merken... Dann Fragen an mich, „sind Sie Deutscher“ (häh, warum sollte ich dann hier sein? Habe ich natürlich nicht gefragt, sondern höflich geantwortet), „wie oft waren Sie schon in Thailand?“, „dieses ist das zwölfte Mal“, was ein Hochziehen der Augenbrauen zur Folge hatte. Ich habe dieses als positiv verbucht. Dann wurde Eh-Eh wieder befragt, auf Thai und ich habe natürlich nichts verstanden. Später hat sie mir erzählt, dass es hauptsächlich um finanzielle Aspekte ging.

    Nun, dann waren wir durch mit der Befragung und haben einen Zettel, mit Nummer, bekommen. Wir durften zwei Tage später noch einmal zu weiteren Fragen bzw. der Verkündung des Ergebnisses kommen.

    Bloß raus hier! Wir waren um kurz vor acht Uhr dort und sind um viertel vor zwölf wieder raus. Einen Tag vorher hatte ich nach unserem Bummel am Pratunam-Market noch ein villenähnliches Gebäude mit nettem Garten erblickt. Das war die indonesische Botschaft, ach so...

    Als ich wieder auf der Straße war, musste ich erst einmal tief durchatmen und das bei Bangkoks Luft, aber zu bedrückend war der Aufenthalt in „meiner“ Botschaft.

    Wir sind dann zu Fuß zum nahegelegenen Goethe-Institut gewandert. Eh-Eh wollte es mir unbedingt zeigen, da sie einige Wochen zuvor dort den „Deutsch-Kurs1“ belegt hatte. „Wir gehe zusamme“ sagte sie mir...

    Mir war ein wenig mulmig, da die deutsche Botschaft sich ja nun nicht wirklich als Perle ihrer Zunft erwiesen hatte und fürchtete eine Fortsetzung am Institut Goethe. Aber Eh-Eh wollte unbedingt ihre Lehrerin und die alten Klassenkameraden, die nun „Deutschkurs2“ absolvierten, besuchen. Das Gebäude des Institutes vermittelte einen weitaus wohlwollenderen Anblick als die Botschaft. Das Thema war nun mal positiv erledigt. Eh-Eh fragte im Sekretariat nach, wo ihre Lehrerin gerade unterrichtet und ging schnurstracks zum betreffenden Raum. Sie klopft an, öffnet die Tür und sagt „Entschuldigung bitte..“, was folgt ist ein Jubelschrei aus dem Klassenraum, der noch einmal anschwillt als ich im Schlepptau auftauche. Eh-Eh ist sehr beliebt bei ihren „Ehemaligen“ und alle freuen sich, dem „echten“ Deutschen Fragen stellen zu können. Die Lehrerin hat das ganze noch gepuscht, indem sie sagte: „Sie haben jetzt eine einmalige Gelegenheit, einem Deutschen Fragen auf deutsch zu stellen“. So wurde der Besuch zur kleinen Klassenarbeit, aber alle hatten ihren Spaß und ich versuchte möglichst deutlich und langsam zu sprechen.

    Da merkt man mal wieder wie sehr man seine eigenen Sprache im allgemeinen Gebrauch verstümmelt. Na ja, dann hatte ich an diesem Tag das zweite Interview, allerdings der angenehmen Art. Ich halte ja eigentlich, aus leidvoller Erfahrung, nicht viel von Schulen, aber ein Job hier...da kommt man schon in´s Grübeln.

    Wir sind dann den ganzen Weg per Pedes zurück gegangen, haben mal hier mal dort geschaut. Unterwegs habe ich auch die australische und die französische Botschaft gesehen. Wieder kein Vergleich zur deutschen, was das Äußere angeht.

    Unterwegs sind wir dann im „Piranha-Restaurant“ eingekehrt, keine Ahnung warum das so heißt, hat halt als Logo den Fisch mit den netten Beißerchen. Einfache Tische und Bestuhlung und lecker Thai-Food. Das reicht mir.

    Im Trinity-Silom-Hotel haben wir dann beschlossen mal den Swimming-Pool auf der anderen Seite, d. h. im anderen Gebäudekomplex zu besuchen. Er ist, nagelt mich nicht fest, im 9. Stock, und es ist immer wieder herrlich vom Pool aus die Skyscraper, hier City-Bank, Bangkok Bank und andere zu sehen. Vor allem das Schwimmen war Balsam für meinen
    Rücken, der mir die Wanderungen immer noch nicht verziehen hatte. Eh-Eh zog es vor zu schlafen, war ja auch für sie ein anstrengender und aufregender Tag.

    Abend sind wir dann zum Dinner im Ban Khun Mae-Restaurant am Siam-Square eingekehrt. Das Gebäude selbst ist im traditionellen Stil, auch innen, gehalten und zweigeschossig. Drinnen gab es thailändische Life-Musik, dezent und schön. Über das Essen brauche ich keine Worte zu verlieren, es gibt zu wenig Sterne...

    Ende Teil 4 von....?

    Weiter geht es mit Kinobesuch, 2. Botschaftsbesuch und 3. (!) Botschaftsbesuch...

  6. #25
    Avatar von rudi

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    113

    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    hallo
    klasse geschichten und super geschrieben......
    vielen dank für diesen schönen beitrag
    mfg rudi
    :bravo:

  7. #26
    Avatar von Simmi

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    203

    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    BITTE MEHR BITTE MEHR!!!!



    :bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo:

  8. #27
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Wenig kann dem Abenteuer in der Deutschen Botschaft in Bangkok hinzugefügt werden, außer dieser offiziellen Karte, die mich eher an Lagepläne der großen Freizeitparks für Kinder in Deutschland erinnert. Mit Goofey und Mickey Mouse am Info-Schalter. :-)

    Ja, dies ist deutsche Wertarbeit, deutsche Selbstdarstellung im Disney Look. Überzeugend auch, wie den Thailändern der Deutsche Bundesadler näher und ans Herz gebracht wird.

    Zur Beschreibung des Innenraums der Deutschen Botschaft - sie wird ja ungern gesehen, warum werden wohl die Fotoapparate zeitweise konfisziert? - habe ich vor kurzem selbst noch einmal die Aufteilung des Geländes in die drei Häuser kurz skizziert. Haus 1 - 3 der Dt. Botschaft in BKK

    Zum Ban Khun Mae-Restaurant kann ich nur eine - wenn auch ungewollte - Posse nachtragen. Einen Bericht einer Amerikanerin, die vor einigen Jahren ebenfalls dort gegessen hat und ihre überaus fundierten Thailand-Erkenntnisse auf einer website verewigt hat. Wer Spaß versteht, lese einmal hier nach.

    Aufgrund ihres Berichts wissen wir z.B. nun die folgenden Fakten:
    1. Die thailändische Bevölkerung lächelt etwa 10% mehr als die US- Amerikaner ("The people in Thailand do smile about 10% more than Americans")
    2. Das MBK ist sehr zu empfehlen, wenn man Kleidung für klein-wüchsige Frauen kaufen will. Auch die Mobiltelefone und die Lampen sehen toll aus, aber funktionieren in den USA nicht (liegt bei letzteren wohl am Stecker )
    ("MBK is best for shopping for small-sized womans clothes,... The cell phone and lamps looked great - but they won´t work in the USA.")

  9. #28
    Avatar von phimax

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

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  10. #29
    Avatar von Serge

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    @UAL
    :bravo: - ja so ist es!

  11. #30
    Harry55
    Avatar von Harry55

    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    @UAL,
    wir warten auf die Fortsetzung!! Also
    Gruss, Harry55

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