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Reisebericht Mai/Juni 2004

Erstellt von UAL, 25.08.2004, 17:46 Uhr · 94 Antworten · 4.374 Aufrufe

  1. #1
    UAL
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    Reisebericht Mai/Juni 2004

    So, da ist er nun der diesjährige Bericht, habe schon mal viel vorgeschrieben, so dass ich Stück für Stück die Story hier reinstellen werde. Viel Spaß beim lesen...


    Reise-Bericht Bangkok, Isaan, Phuket, Samui, Bangkok

    Abflug Ffm, Ankunft Bkk

    Es ging wieder mal los, nach LOS, zum zwölften Mal, aber jedes mal bin ich aufgeregt und freue mich. Das einzige, was in der Zeit abgenommen hat ist, dass mir der Flug nicht mehr solang vorkam.

    Ich startete diesmal per Zubringerflug von Münster-Osnabrück nach Frankfurt, da ich bei meinem Rückflug Anschlussschwierigkeiten mit der Bahn gehabt hätte. In Münster meinen Koffer aufgegeben, hat den Vorteil, da er nach Bangkok durchgecheckt wird, unbelastet durch die Gegend schlendern zu können. Die Boarding-Karte für Frankfurt bekam ich auch gleich.

    Ich bin nach einigem Fremdgehen, was die Fluggesellschaften betrifft, diesmal wieder mit der Thai geflogen, da der Preis noch vertretbar war (im Dezember sieht es wahrscheinlich anders aus...)

    Der Flieger in Frankfurt war zu ca. 90% besetzt und somit gut ausgelastet. Glücklicherweise blieb der Sitz neben mir leer, so dass man mehr Bewegungsraum hatte. Ich hatte den Abend-Flieger, der um 21.15 Uhr startet. Von der Zeit her eigentlich ideal, da man an Bord noch eine Kleinigkeit essen kann, sich den Spielfilm antut und dann, quasi wie im normalen Tagesrhytmus schlafen kann. Wenn man es kann. Ich hatte totale Schwierigkeiten, auch keinen Bock mich mit Alk zuzuschütten und kam ziemlich gerädert in Bkk an.

    Die Abfertigung ging recht flott vonstatten und so zog ich guter Dinge zum Ausgang, wo mich meine Freundin Suthiwa erwarten wollte. Ich hatte sie letztes Jahr im Inter-Net durch eine email-Bekanntschaft kennen gelernt und dann mich auf Phuket mit ihr getroffen. Wir haben uns so gut verstanden, dass wir den ganzen Urlaub miteinander verbracht haben. Ich hatte sogar alles behördliche vorbereitet, um ein Besucher-Visum mit zu beantragen (auf diese Story kommen wir noch)

    Na ja wollen wir mal sehen, ob wir uns immer noch verstehen.... Sie war tatsächlich da und die Freude war groß. Ein Taxi hatte sie auch schon organisiert, dass irgendwo draußen mit Ihrem Gepäck durch die Gegend schwadronierte. Also standen wir am Ausgang und warteten und langsam merkte mein Körper die Außentemperatur...Glücklicherweise hatte Suthiwa die Handy-Nummer des Fahrers und erreichte ihn auch. Der Gute wartete und spähte sich ebenfalls die Augen aus, bis die beiden drauf kamen, dass er auf einer anderen Ebene wartete... Na ja keine 5 Minuten später war es dann endlich soweit, wir waren an Bord und ich genoss die Air-Condition .

    Jetzt konnten wir erst mal ein bischen in Ruhe quatschen, ohne dass ich mir die Bilder rechts und links entgehen liess. Seit ich Bangkok kenne, bin ich zum Hochhaus-Freak geworden- und auch dem Straßen-Verkehr kann ich etwas abgewinnen.

    Gewohnt haben wir im Trinity-Hotel, da das Hotel recht nahe an dem Shop von Suthiwas Schwester lag. Keine 5 Minuten Fussweg davon ist auch ein BTS-Anschluss. Die Gegend ist nicht so prall, aber ganz in der Nähe ist täglich ein Markt und zahlreiche kleine Shops. Zum Asia-Hotel selbst gibt es nicht viel zu sagen, es hat nur 5 Geschosse, ist also relativ klein und übersichtlich. Im Vergleich zum Asia-Hotel, wo wir letztes Jahr abgestiegen waren zieht es deutlich den Kürzen, was das Preis-Leistungsverhältnis und auch die Atmosphäre angeht.

    Der erste Tag und Abend verlief relativ ereignislos und meine Müdigkeit und der einsetzende Regen taten ein übriges, sich nicht gleich ins pralle Leben zu stürzen.

    Ende Teil 1 von?...

  2.  
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  3. #2
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Teil 2

    Ein Farang bei glühender Hitze im Labyrinth des Chatuchak-Markets :O

    ...Der erste Tag und Abend verlief relativ ereignislos und meine Müdigkeit und der einsetzende Regen taten ein übriges, sich nicht gleich ins pralle Leben zu stürzen...

    Es empfahl sich auch und gerade, sich ordentlich auszuruhen, da wir am nächsten Tag zum Chatuchak-Weekend-Market wollten. Auf diesen Markt war ich schon heiß, da ich viel darüber gehört und gelesen hatte. Außerdem betrieb Suthiwas Schwester dort einen weiteren Shop, der natürlich besucht und gewürdigt werden musste.

    Bevor wir uns aufgemacht haben, sind wir noch ins little Garden-Restaurant eingekehrt (ist eine Restaurant-Kette) und haben das Family-Menü für 199 Baht genossen.

    Den Markt haben wir per BTS angesteuert, praktischerweise ist direkt am Eingang dort eine Haltestelle. Was mir beim Aussteigen, der BTS war gut gefüllt, sofort auffiel war die unglaublich große Menschenmasse, die sich zu und von dem Areal bewegte. Der Markt selbst ist wie ein riesiges Stadion in Ameisenhaufenform gegliedert. Er ist in mehrer Sektionen gegliedert, es gibt auch einen Plan, wo (wie?) man sich orientieren kann. Es gibt Möbel und Haushaltswaren, Lebensmittel, Textilien, Tiere (tote und lebendige) und Menschen, Menschen überall. Es gibt Gänge und Quergänge, nicht die Rundgänge zu vergessen. Die gab es aber glaube ich nur bei mir, wenn ich mal wieder feststellen musste, dass ich in der Runde marschiert bin. Ich weis nicht wie Suthiwa sich orientiert hat, aber sie hat auf jeden Fall den Shop der Schwester gefunden. Die Bezeichnung Shop bei diesem Markt ist etwas hoch gegriffen. Es sind meist vergitterte Zellen 2x2 m oder in ähnlichen Dimensionen , ein paar Strahler versuchen die Waren in rechtes Licht zustellen und die Verkäufer(innen) harren der Interessenten. Natürlich musste ich sämtlichen Verkäufern der Nachbarstände vorgezeigt werden. Foto hier und da. Mittlerweile war meine Kondition im roten Bereich angelangt, netterweise bekam ich einen der kleinen Plastikschemel unter den Allerwertesten geschoben und ein Ventilator versuchte mich zu trocknen.

    Dann ging es weiter, wo nahm Suthiwa nur die Kondition her, und warum schwitzt die kaum? Wir waren insgesamt so um die 4 Stunden auf dem Markt und glaubt mir, ich habe mit Sicherheit nicht alles gesehen. Man sollte den Markt unbedingt besuchen, aber nicht gleich am ersten oder zweiten Tag. Am Schluß schwankte ich zwischen Hysterie und Ohnmacht.

    Ich konnte mich gerade noch zum BTS schleppen. Unterwegs sah ich eine Touri-Frau, die sich mit Mühe am Treppengeländer festhielt und von ihrem Begleiter getröstet wurde. Schien ihr ähnlich zu gehen wie mir...


    Wie es mir "gelang", mich wieder zu erholen und wie sehr Füße und Rücken leiden im "Urlaub", das lest ihr morgen :

    Ende von Teil 2 von...?

  4. #3
    Avatar von bigchang

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    :bravo: faengt super an,warte schon ungeduldig auf die fortsetzung


    gruesse matt

  5. #4
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    @ Matt, :-)

    danke, ich denke, es wird für jeden etwas dabei sein, ist ja erst Teil 2 von..?

  6. #5
    waanjai
    Avatar von waanjai

    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Netter Bericht über den Marktbesuch :bravo:
    Die folgenden beiden Karten mögen vielleicht noch nicht die Umbaumaßnahmen zeigen, die erst kürzlich durchgeführt wurden. Aber sie ergänzen die Erzählung etwas und geben einen Überblick über das Gelände.

    Chatuchak Market Map1
    Chatuchak Market Map2
    :-)

  7. #6
    UAL
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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    @ Waanjai, :-)

    vielen Dank dafür!

  8. #7
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Teil 3

    Ein Farang (=UAL) verliert die Contenance oder keine Massage in ganz Bangkok?


    ...Ich konnte mich gerade noch zum BTS schleppen. Unterwegs sah ich eine Touri-Frau, die sich mit Mühe am Treppengeländer festhielt und von ihrem Begleiter getröstet wurde. Schien ihr ähnlich zu gehen wie mir...

    Als wir dann an unserer Station ankamen goss es aus Kübeln. Auch das noch; alles was ich jetzt brauchte war eine Oil-Massage. Ich hatte höllische Schmerzen im Rücken und meine Füße kochten. Also durch den Regen zum Hotel, kurz duschen und dann zur Massage im „Trinity-Komplex gegenüber. Im 9. Stock war die Massage-Abteilung. Nur noch wenige Augenblicke trennten mich vom Paradies. Angekommen wurden wir freundlich empfangen. Massage? „Oh sorry impossible, have no staff, because it is sunday“ Langsam fing ich an zu kochen und meine Gleichmütigkeit schwand. Nur nicht platzen, nicht den Farang herausbrechen lassen...

    Eh-Eh hatte die Idee die Straße hinunter zu gehen, um in der Gegend nach einem geeigneten Ort der Entspannung zu suchen, kann ja nicht weit sein in Bangkok, gibt es doch an jeder Ecke eine Massage-Bude. Die Suche gestaltete sich schwierig und die Herausforderung an Rücken und Füße wuchs ins unermessliche. Jedenfalls gibt es rund um das Trinity-Hotel im Umkreis von mehreren hundert Metern definitiv mehr 7-11-shops als Massage-Angebote...

    Ich will es nicht zu lang machen (war es aber), wir wurden doch noch fündig. In der Silom-Road ereichten wir schließlich die Chang-Massage (opposite Narai-Hotel, betreiben übrigens auch die Massagetempel im Airport).

    Alles sehr freundlich und gediegen. Vorher und nachher die Möglichkeit zu duschen, eine Oase der Entspannung. Eh-Eh ließ sich doch tatsächlich zu der Bemerkung hinreißen: „sagte ich doch, dass hier in der Nähe was ist“... Jede Aktion gegen sie würde als Notwehr gewertet werden...

    Massiert wurde ich von eine Jüngling, der mit hoher Stimme sprach und sich Oktaven tiefer räusperte, aber er hat seinen Job gut gemacht, obwohl –blöd eigentlich- ich eine weiblich Massagekraft vorziehe. Nach der Massage fragte Eh-Eh mich, sie hatte eine Masseurin: was it a she or a him. Meine Antwort: i think it was an it... You baa kam es prompt zurück.

    Wir beschlossen, ein wenig die Silom runter zu flanieren, die Füße machten es wieder mit. An der Straße und auf den Gehsteigen das typische Bild von Verkaufsständen aller Art mit CD´s, Ferngläser, Spielzeug, Textilien aus Seide und Essensständen. Und alle 10 m junge Männer, die einem mit verschwörerischem Blick bierdeckelgroße Karten hinhalten, auf denen „DVD/VCD Life 5ex/.....“ steht. Es spielt dabei keine Rolle, ob man eine Frau an der Hand hat oder nicht. Wir sind dann kurz ins Patpong-Viertel eingeschwenkt, weil Eh-Eh es anregte. Ich kannte es nur von diversen Berichten. Als dann die Schlepper der diversen Etablissements auch noch mit ihren Zetteln und Versprechungen kamen, beschloss ich diesem Bereich den Rücken zu kehren.

    Hunger trieb uns schließlich ins Sand P-Restaurant. Es wurde gerade eine Fish-Promotion mit 20% Discount auf den Kartenpreis ausgelobt. Na ja, ist wohl nicht mehr so frisch der Fisch, dachte ich mir, aber was soll´s ich habe Hunger. Was dann aufgetischt wurde machte mich sprachlos. Der Fisch sah nicht wie ein Fisch aus, größenmäßig, sondern wie ein Spanferkel.

    Das ist natürlich übertrieben, aber für eine 4-köpfige Familie hätte er zur Ehre gereicht. Wir haben ihn zu zweit absolut nicht geschafft und geschmeckt hat er trotz Discounts. Hab auch später keine Nebenwirkungen verspürt. Dann raus aus dem Restaurant und back zum Hotel. Ich geh keinen Schritt mehr, Taxi gerufen und ab ins Hotel. Habe sehr gut geschlafen und an den Raum gewöhn ich mich auch langsam.

    Am anderen Morgen haben wir das Frühstücks-Buffet knapp verpasst (ging nur bis 10.00 Uhr). Später haben wir es dann ein paar Mal geschafft und es war nicht das schlechteste, allerdings je später man kam, umso kälter die Speisen.

    Wir sind dann in die Stadt zum Pratunam-Market gefahren, erst mit dem BTS, den Rest der Strecke per Tuk-Tuk. Zum BTS noch bemerkt: es empfiehlt sich hier der Kauf einer Mehrfach oder Tageskarte (One-day-Pass) für 100 Baht. Im Hotel lag noch ein Promotion-Folder, der einem 10 Baht Rabatt versprach.

    Wir haben das Viertel dann abgegrast, ich brauchte schließlich T-Shirts. Die Preis für ein und dasselbe Shirt varieren hier zwischen 120 und 250 Baht. Beim Kauf von 3 Stück habe ich schließlich 240 Baht bezahlt, handeln ist also angesagt... Im Center fiel mir auf, dass sich dort relativ viele Schwarz-Afrikaner aufhielten und in einer Ecke die Geschäfte ausschließlich von ihnen betrieben wurden. Ich schätze mal, es waren Nigerianer. Keiner unter 1,90 m und durchtrainiert.

    Bei unsere Rückkehr machten wir am Shop von Ah-Ah, der Schwester von Eh-Eh halt (die jüngste Schwester heißt übrigens Oh-Oh, the alphabetic family.) Der Shop wurde bald geschlossen und wir sind in der Nähe in einem netten Restaurant eingekehrt. Es hat keine 10 Minuten nach der Bestellung gedauert, bis von meinen Freunden reklamiert wurde, wo das Essen denn bliebe. Wenn die wüssten wie lange man in good old germany manchmal warten muss...

    Wir haben an diesem Abend relativ früh das Bett aufgesucht, weil wir am anderen Morgen zur deutschen Botschaft wollten, um dort die Sache mit dem Besuchervisa für Eh-Eh klar zu machen.

    Ende Teil 3 von...?

  9. #8
    Harry55
    Avatar von Harry55

    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    @UAL,
    Bericht, sehr anschaulich, wirklich gut!
    Massage (allerdings mit weiblicher Masseuse ;-D), Wochenmarkt, Silom Road, Patpong) - habe ich alles auch so ähnlich erlebt.
    Wie oft warst du schon in BKK, wenn ich fragen darf??
    Gruss, Harry55

  10. #9
    UAL
    Avatar von UAL

    Registriert seit
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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    @ Harry55, :-)

    Wie oft warst du schon in BKK, wenn ich fragen darf??
    Etwa zehn Mal, wenn ich auch die kurzen Aufenthalte zähle, sechs Mal länger als 1 Tag... warum fragst Du? :???:

  11. #10
    Avatar von Lao Wei

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    Re: Reisebericht Mai/Juni 2004

    Was das "Nichtschwitzen" angeht - Viele Asiaten (90 % der Chinesen)haben keine Schweissdruesen. Deshalb schwitzen sie nicht.
    Das heisst aber nicht, dass es ihnen besser geht. Im Gegenteil, sie empfinden die Hitze staerker wie wir Europaeer.

    Ansonsten

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