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Reise-Report März/April 2004

Erstellt von , 22.10.2004, 19:36 Uhr · 31 Antworten · 2.789 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von dschai jen

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    437

    Re: Reise-Report März/April 2004

    @yaso

    der Hammer ist die Wendeltreppe hoch zur Kuppel, wer da Höhenangst hat ist verloren

    Wir hatten Glück und waren, da relativ spät am Nachmittag, allein im Tempel.

    Die Wendeltreppe möchte ich nicht bei Massenandrang hochklettern und das noch Barfuß auf blankpolierten Steinboden.

    Wenn da jemand ausrutscht, gute Nacht

    dschai jen

  2.  
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  3. #22
    Avatar von

    Re: Reise-Report März/April 2004

    Hat einige Zeit gedauert bis ich mich durchringen konnte meinen Urlaubsbericht weiterzuführen. Der Grund dafür war, dass – na ja ich war schlicht zu faul. Wo ich aber heute Mittag lesen durfte, dass UAL und Mulat das NITTAYA-LITERATUR-WOCHENENDE ausgerufen haben, habe ich mir gedacht – jetzt oder nie. Auf jeden Fall versuche ich diese WE zum Ende zu kommen.

    TEIL IV – Der Transfer Ubon Ratchataini – BKK – Suratthani – Koh Samui

    Nach einer Woche im Isaan / Laos brachte uns Oui’s Verwandtschaft mit dem Pick-Up nach Ubon Ratchatani, von wo aus es dann via Bangkok nach Surathani gehen sollte, um von dort aus mit der Ferry nach Ko Samui überzusetzen.
    In Amnat Charoen wollte ich nach einem kleinen Snack noch schnell die Reisekasse auffüllen und suchte dazu den nächstgelegenen Bankomaten auf. Bei dieser Transaktion durfte ich mal wieder feststellen wie sehr uns in Deutschland tw. das Denken abgenommen wird und dass die Gewöhnung an narrensichere Systeme uns erst zu Narren werden läßt. Manche können sich sicher schon denken, was nun folgt: Ich stecke mein EC-Kärtchen in den Automaten und quake dabei fröhlich mit meiner Kleinen, die schon im Auto sitzt. Nach einigen Sekunden spuckt der Automat dann das Geld aus, ich greife es mir, drehe mich auf dem Absatz um und wundere mich beim weggehen noch warum der Automat mir so bescheuert hinterher piepst. Einen Tag später, bereits am Bahnhof in Bangkok schnalle ich dann warum – ich hatte das Geld aus dem Ausgabeschacht genommen, die EC-Karte aber nicht. Durch die jahrelange Konditionierung auf die Reihenfolge 1. Karte, 2. Geld, war ich mit der Umkehrung dieser Reihenfolge in Thailand geistig offensichtlich total überfordert.
    Ärgerlich war das zwar, eine Katastrophe aber nicht, da ich die EC-Karte sofort sperren ließ und ja noch meine Kreditkarte hatte (die habe ich auch immer noch).

    Im brütend heißen Ubon Ratchatani angekommen lösten wir dann unsere Zugtickets für den Schlafwagen, aßen noch ‚ne Kleinigkeit (ja, wir hatten schon wieder Hunger ) und dann am späten Nachmittag ging es auch schon los.


    Der Schlafwagen war eng, stickig und heiß. Da ich an Schlaf vorerst nicht denken konnte, begab ich mich zunächst in den in den Zwischenraum der Wagons und rauchte eine Zigarette, als ein junger Thai kam und mich in einen Smalltalk verwickelte. Als er mich fragte, ob wir uns nicht ein paar Döschen LEO in den Kopf stellen wollten, nahm ich, nichts böses ahnend, sein Angebot dankend an, da ich dachte diese könnten meinem Schlaf nur förderlich sein. Wir unterhielten uns einige Zeit bis ich an meinem Schlafplatz für Zigaretten-Nachschub sorgen wollte. Dabei unterrichtete mich Oui, dass mein Gesprächspartner wohl ein tiefergehendes Interesse an mir hätte als nur eine gepflegte Konversation zu führen. Ungläubig entgegnete ich ihr, dass ich mir das nun gar nicht vorstellen könnte und kehrte (jetzt aber mit einer gesunden Portion Skepsis) zurück um die letzte Löwen-Dose zu köpfen. Nun fielen mir aber plötzlich die leicht amüsierten Blicke der passierenden Bahnangestellten auf und mein Gesprächspartner (der natürlich gesehen hatte wie ich mich mit meinem Schatz unterhalten hatte) dachte wohl er müsse nun alles auf eine Karte setzen. Seine Frage nach meiner Telefonnummer konnte ich aber abbblocken und als er dann begann englische Liebslieder ("More than words" - Mann, ich hasse dieses Lied sowieso)zu intonieren, wurde mir das ganze zu peinlich und ich verabschiedete mich schleunigst mit dem Verweis auf die mich plötzlich übermannende Müdigkeit. Das war also schon die zweite Lehrstunde, die ich an diesme Tag erhalten hatte. Oui nahm die ganze Aktion mit einer nicht zu verbergenden Schadenfreude zur Kenntnis.

    Am nächsten morgen so gegen 7:00, nach einer mäßig geruhsamen Nacht kamen wir dann am der BKK Central Station an, packten uns Gepäck und machten uns auf zum Ticketverkauf um das Billet für die Weiterfahrt nach Suratthani zu lösen. Hier dann der nächste Schock. Songkran stand vor der Tür und so teilte uns die Ticketverkäuferin mit, dass die nächsten freien Plätze erst für den Zug um 22:30 verfügbar wären. Frustriert, aber ohne Alternative kauften wir dann diese. Total übermüdet und verklebt verbrachten wir dann die nächsten 15 Stunden in Bangkok. Meine erste Begegnung mit meinen Freunden der Thai-Police, von der ich hier schon einmal berichtet habe, durfte ich dann auch noch machen. Als wäre meine Laune nicht schon schlecht genug gewesen.
    Nach einer ausgiebigen Shopping-Tour und einem Kinobesuch („Texas Chainsaw Massacre“ – ein brutaler, ekelhafter Film, der aber gut zu meinem Gemütszustand passte) ging aber auch dieser Tag vorbei. Die folgende Nacht schliefen wir dann in einem sehr angenehmen, weil gut klimatisierten Zug, so gut wie durch. Am nächsten morgen ging es dann mit der Fähre nach Ko Samui, wo ich mich schnell von den Reisestrapazen erholen konnte.

    Aber davon später mehr. Mit weniger Worten und mehr Bildern - versprochen.

  4. #23
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Reise-Report März/April 2004

    @Yaso

    nochmal ein Kompliment für Deinen Bericht, auch Du genießt dieses Land ja offensichtlich von der interessanten Seite.

    Für mich aufschlußreich ist die Beschreibung der Bahnfahrt, da ich dies möglicherweise im März auch machen werde, und zwar für ein paar Tage nach Samui. In diesem Zusammenhang, beschreibe doch mal wie es weitergeht nach der Ankunft in Suratthani, mit der Fähre.

    Freue mich auf die Fortsetzung.


    Karlheinz

  5. #24
    Avatar von Stefan

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    753

    Re: Reise-Report März/April 2004

    Hi Yaso

    Ich bin jetzt erst auf deinen REisebericht gestossen und muß sagen es hat Spaß gemacht diesen zu lesen ....ich hoffe auf mehr
    auch wenn bei deinem Bericht wieder jede Menge SEhnsucht nach LOS hochkommt, aber bis zum März noch, dann wird diese wieder gestillt

    Gruß
    Stefan

  6. #25
    Avatar von

    Re: Reise-Report März/April 2004

    @ mrhuber

    In diesem Zusammenhang, beschreibe doch mal wie es weitergeht nach der Ankunft in Suratthani, mit der Fähre.
    Erstmal danke für die verbalen Blumen. :-)

    Das mit der Fähre war eigentlich ganz einfach. Kaum aus dem Zug ausgestiegen wurden wir förmlich überrannt von Transportdienstleistern, die uns ihre Angebote unterbreiteten. Die Verhandlungen hat aber Oui übernommen. Ich kann nicht mal mehr sagen wieviel wir löhnen mussten (viel war es nicht). Dann folgte eine recht lange (ca. 1 Stunde) Busfahrt zum Hafen und dann nochmal ca. 1-2 Stunden auf der Fähre. Die Fähre verfügte auch über eine klimatisierte VIP-Lounge mit TV-Versorgung. Ich habe es allerdings vorgezogen mir gleich einen Sonnebrand am Oberdeck zu besorgen.

    Gruss,
    Yaso

    War ja mal wieder heiße Luft mit meiner Ankündigung den Bericht am vergangenen Wochenende fertigstellen zu wollen. Ich habe aber eine Entschuldigung. Am Wochenende wurde mir mein drei Monate altes Fahrrad gestohlen und da mußte ich meinen Groll auf die "Beitzstandsumverteiler "(Zitat Woma)pflegen. Die notwendige Entspanntheit für die Fortsetzung fehlte mir natürlich.

  7. #26
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Reise-Report März/April 2004

    @Yaso,

    sei bedankt. Ich habe mal irgendwo hier gelesen, ich glaube von @dawarwas, daß man da auch ganz schön reinfallen kann, als der Sprache nicht mächtiger Farang. So nach dem Motto, haben sie dich erstmal geködert, kannste lange warten, bis die Fähre geht, weil sie selbige erst mal voll kriegen wollen. Kann mich aber auch täuschen.


    Karlheinz
    PS: Kauf Dir ein neues Fahrrad und schreib weiter ;-D

  8. #27
    Avatar von

    Re: Reise-Report März/April 2004

    @mrhuber

    Gern geschehen.
    Das mit der Abzocke, hat mir meine Liebste auch erzählt. Deswegen habe ich mich bei den Verhandlungen auch dezent im Hintergrund gehalten. Generell hat meine Liebste die Preisverhandlungen geführt. Nur ein Beispiel: Hat sie am Strand die Ananas gekauft, bekamen wir sie für 20 Baht, einmal kam ich dazu - schwups schon hatte sich der Preis verdoppelt.

    Gruss,
    Yaso

    PS: Ein neues Fahrrad gibt´s erstmal nicht (fahren ja mittlerweile schon 4 Ex-Räder von mir durch die Gegend). Ich bleib´ lieber zuhause, schone meine Bronchien und schreibe meinen Bericht zu Ende.

  9. #28
    Avatar von

    Re: Reise-Report März/April 2004

    Teil V - Koh Samui

    Nach der Landung in Ko Samui stiegen wir ins Sammeltaxi und ließen uns zum Evergreen Resort in Chaweng chauffieren.
    Die knappe Woche in Koh Samui war zwar sehr erholsam, jedoch war ich noch schwer beeindruckt von der Woche real-Thailife im Isaan und wurde durch Chaweng schnell wieder desillusioniert. Hitoris Vergleich mit Las Palmas aus dem Ko Samui-Thread ist zwar etwas überzogen, ganz verschließen kann ich mich dem aber nicht.

    Was genau mir an Chaweng mißfiel?

    - das falangisierte Essen in den Restaurants am Chaweng Beach, welches für den westlichen Magen im wahrsten Sinne des Wortes entschärft wurde. Auf die Som-Tam-Anfrage meiner Freundin wurde ihr mitgeteilt, dass es sowas hier nicht gebe. Naja, wir haben unser Geld dann auch lieber in ein kleines Restaurant in einer dunklen Ecke hinter dem Green Mango getragen. Ich würde es als kulinarische Oase Chawengs bezeichnen, ein kleiner Laden in dem überwiegend Thais verkehrten, da es für den mitteleuropäischen Pauschaltouristen wohl etwas zu siffig war. Die Gerichte waren aber köstlich - besonders die höllisch scharfen Curries.

    - der völlig überfüllte Chaweng Beach - weißes Fleisch soweit das Auge reicht. Hätte ich nicht wenigstens ab und zu mal einen der thailändischen "Bediensteten" erblickt, so hätte ich wahrscheinlich mit fortschreitendem Sonnenstich gedacht ich wäre in El Arenal und hätte angefangen den Ballermann 6 zu suchen (zu meiner Ehrenrettung: ich war noch nie am Ballermann).

    - die Halli-Galli-Zone am Green Mango ist zwar für zwei drei Tage ganz lustig, danach ging´s mir aber mächtig auf den Sender. Zumal nach 1 Uhr konsequent die Mucke abgedreht wurde und die Bürgersteige hochgeklappt wurden.

    Während der ausgiebigen Ausflüge mit dem Moped (zu dem Zeitpunkt saß ich noch hinten - war auch besser so, wie sich noch herausstellen sollte) konnte ich aber auch die schönen Seiten der Insel entdecken:


    Das größte Naturwunder Koh Samuis - die "Gender-Stones":


    Am Buddha Beach:


    Neben den Insel-Ausflügen, Sonnenbädern etc. gönnten wir uns auch einen Trip zur Full Moon Party nach Koh Panghan. Auch dieses Event hat wohl nach Aussage vieler, die wir getroffen haben, viel von seinem ursprünglichen Reiz verloren. Ich fand es trotzdem einzigartig, auch wenn ich nicht mehr viel dazu berichten kann, weil ich bzgl dieser Nacht ein paar mysteriöse Erinnerungslücken habe.

    Insgesamt fand ich Ko Samui sehr schön und werde sicher wieder kommen, allerdings nicht mehr nach Chaweng (außer für´n Tages-/Nachtausflug).

    Im nächsten Teil geht´s dann nach Koh Tao - für mich ein Paradies mit Korallenriffs, einsamen Stränden und leider allzu sandigen Straßen.

    Hasta luego,
    Yaso

  10. #29
    UAL
    Avatar von UAL

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    Beiträge
    8.198

    Re: Reise-Report März/April 2004

    @ Yaso, :-)

    erstmal super, dass Du weiter schreibst...

    Wie sich unsere Bilder gleichen...

    Nun mal zu Deinen Kritik-Punkten bzgl. Chaweng

    Vorerst: Du hast Recht :P

    Was genau mir an Chaweng mißfiel?

    - das falangisierte Essen in den Restaurants am Chaweng Beach, welches für den westlichen Magen im wahrsten Sinne des Wortes entschärft wurde. Auf die Som-Tam-Anfrage meiner Freundin wurde ihr mitgeteilt, dass es sowas hier nicht gebe. Naja, wir haben unser Geld dann auch lieber in ein kleines Restaurant in einer dunklen Ecke hinter dem Green Mango getragen. Ich würde es als kulinarische Oase Chawengs bezeichnen, ein kleiner Laden in dem überwiegend Thais verkehrten, da es für den mitteleuropäischen Pauschaltouristen wohl etwas zu siffig war. Die Gerichte waren aber köstlich - besonders die höllisch scharfen Curries.

    Jau, aber meide die "normalen" Restaurants, gehe in die Straße "hinter der Straße" z. B. den Fresh-Market, fast raus aus Chaweng Richtung Airport und dann die Straße links (gegenüber den O.P. Bungalows), 200 m links = :bravo:

    - der völlig überfüllte Chaweng Beach - weißes Fleisch soweit das Auge reicht. Hätte ich nicht wenigstens ab und zu mal einen der thailändischen "Bediensteten" erblickt, so hätte ich wahrscheinlich mit fortschreitendem Sonnenstich gedacht ich wäre in El Arenal und hätte angefangen den Ballermann 6 zu suchen (zu meiner Ehrenrettung: ich war noch nie am Ballermann).

    Komm mal in Low Season (Mai/Juni) to Chaweng....

    - die Halli-Galli-Zone am Green Mango ist zwar für zwei drei Tage ganz lustig, danach ging´s mir aber mächtig auf den Sender. Zumal nach 1 Uhr konsequent die Mucke abgedreht wurde und die Bürgersteige hochgeklappt wurden.
    Das mit der 1-Uhr-Regelung ist ein Skandal...

    P. S. nicht im Ninja-Restaurant gewesen???

  11. #30
    Avatar von

    Re: Reise-Report März/April 2004

    @UAL

    Du hast Recht :P
    Ahhhh tut das gut! Höre ich ja nicht so oft.

    P. S. nicht im Ninja-Restaurant gewesen???
    Nee, ist das an der Flaniermeile? Wie gesagt, wir haben uns dann fast auschließlich in der dunklen Kaschemme hinterm Green Mango verköstigen lassen.

    Gruss,
    Yaso

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