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Reise Bangkok-China .bei Bahn/Auto

Erstellt von Otto-Nongkhai, 23.07.2002, 22:27 Uhr · 59 Antworten · 5.226 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Reise Bangkok-China .bei Bahn/Auto

    © Isanfreund

    Teil 6

    Da ich Mittag schon aus dem Hotel ausschecken muß , verbringe ich die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges in einem netten Lokal in Bahnhofsnähe . Hir herscht ein reges Treiben und ich habe etwas Zeit alles auf mich wirken zu lassen.

    Der Hauptbahnhof von Ho Chi Minh City liegt ca 3 km außerhalb der Stadt und sieht aus wie ein kleiner Dorfbahnhof .

    Für Ausländer gibt es einen extra Schalter mit englischsprechendem Personal
    Im Kommunismus gibt es keine Zugklassen .

    Der billigste Platz ist der Hardseat = 3 Klasse ,
    dann kommt der Softseat = 2 Klasse dann
    die Betten mit Ventilator auf 3 Etagen/6 St. im Abteil ,
    alles sehr eng und im oberen Bett solte man so flach wie eine Flunder sein .
    Die teuren Klimaanlagen Soft Betten ,mit 4 Stück im Abteil ,sind im Preise so teuer wie ein Flug .
    Ich bevorzuge den Softseat ,weil ich auch etwas von der Landschaft sehen möchte.

    Der Zug setzt sich um 9:15 p.m in Bewegung .

    Mein ertes Ziel ist die Küstenstadt Nha Trang ,
    Nha Trang liegt in einer Entfernung von ca 520 km ,
    für die der Zug 10 Stunden braucht ,und die 100.000 Dong kostet .
    1000 Dong =3 Bath = 7 Cent

    Was im Zug sofort auffällt , sind die vergitterten Fenster .
    Die Gitter wurden angeblich wegen steinewerfenden Kindern angebracht.
    Auch die Türen werden mit einem dicken Vorhängeschloß verschlossen .

    Ich denke sofort daran ,was passieren würde ,wenn ein Brand im Zug ausbrechen sollte , wie damals in Afrika .

    Nachts sieht man leider nicht viel von der Landschaft ,aber es gibt etwas zu Essen
    ( im Fahrpreis eingeschlossen ) und es ergibt sich immer eine nette Unterhaltung mit einem englischsprechenden Einheimischen .
    Neben mir sitzt eine huebsche ,vietnamesische Studentin und so vergeht die Zeit wie im Fluge.
    Durch das für mich angenehme monotone Rattern des Zuges falle ich , trotz Sitzabteil ,spaeter in einen erholsamen Schlaf und erwache erst morgens , kurz vor Ankunft in Nha Trang auf.
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    Ich sehe das viatnamesische Meer und gegen 7:30 a.m. läuft der Zug in Nha Trang ein .
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    Nha Trang ist eine Hafenstadt mit ca. 315.000 Einwohner .

    Es liegt direkt am Meer und hat einen sauberen weißen Sandstrand .
    Das Beste aber an diesem Ort ist das kristallklare Wasser ,
    das blau-grün schimmert und bei 25 C Wassertemperatur zum Baden einläd.
    Dieser schöne Strand ist fast menschenleer .
    Man sollte sich aber vor Dieben in acht nehmen.



    In dieser Stadt gibt es einige gute Seafoodlokale ,und wer sagt es denn ,einen Deutschen Wirt ,der hier ein Bierlokal betreibt .Eisbein und Sauerkraut sind auch vorrätig .
    Die Welt ist eben klein !

    Übernachtung in einem sauberen Hotel für 6 $ im Doppelzimmer .
    Wäsche waschen im Hotelzimmer verboten ,steht in enlischen Lettern auf einem großem Schild .

    Sofort wird man von den geschäftstüschtigen Hotelangestellten zu Inselfahrten und Besichtigungen aufgefordert/genötigt .

    Ich lehne höflich ,aber energisch ab .
    Daran muß man sich hier in Viatnam gewöhnen ,überall wo Touristen auftauchen werden sie von Bettlern ,Verkäufern ,Reiseführern und sonstigem Gesindel belagert .

    Darum reisen viele Touristen in Viatnam nur in Gruppen .
    Das ist sicherer ,aber man befindet sich wie in einer Hammelherde und sieht weniger .
    Auch das schönste auf einer Reise ,der Kontakt zu Einheimischen
    hat man in einer Gruppe seltener .

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    Direkt am Meer gibt es einige Hotel-Club-Anlagen ,
    wo Übernachtungspreise von 200 $ nicht selten sind .
    Eine Tassse Tee kostet hier schon alleine 8 $ .
    So etwas kann man sich ja für das Alter aufheben ,
    wenn das Geld etwas lockerer sitzt.

    Von Nha Trang aus ist es möglich , Ausflüge ins Gebirge zu machen und dort u.a.die
    auf 1475 m Höhe liegende Kurstadt Dalat zu besuchen.

    In dieser hochgelegenen Stadt ist es immer angenehm kühl .
    Hier wohnen die reicheren Vietnamesen und Funktionäre und dementsprechen sind auch die Hotel-und Verpflegungspreise .

    In Dalat gibt es eine alte Zahnradbahn ,die für Touristen 8 km weit fährt .
    Die Anlage und die Bahnhofsgebäude stammen aus der Zeit um 1928 und sind sehenswert .
    In der Umgebung liegt noch ein See ,der malerisch zwischen den Bergen eingebettet ist .

    Nach 3 Tagen Aufenthalt zieht es mich weiter und ich fahre die nächste Etappe ,bis nach

    Hoi An .

    Der Zug fährt fast nur an der Küste entlang und man sieht laufend die Schaumkrohnen ,
    die die großen Wellen zieren ,und das so nahe ,als würde der Zug durchs Wasser fahren.

    Für diese 510 km, braucht der Zug knappe 11 Std und kostet im Softseat 95.000 Dong

    Hoi An ist ein teurer ,von Künstlern und Händlern bewohnter ,
    Ort am Meer .

    Wenn hier Kongresse statfinden ,oder mal wieder ein Film gedreht wird ,ist kein Hotelzimmer unter 50 $ frei .
    Wer sich auskennt ,könnte hier einige berühmte ,vietnamesische Schauspieler sehen.

    Der Ort besteht aus chinesischen Gebäuden und Tempeln und einer berühmten ,alten ,japanischen ,hölzernen Brücke .

    Der Ort liegt an einem grossen Fluss an dessen Ufer viele bunte Fischerboote liegen ,die auch Touristen befördern.

    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/viatHeuAnn3.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/viatHoAnn3.jpg


    Da es in Hoi An zu viele Touristen gibt ,fahre ich am Nachmittag weiter zu der alten Hafenstadt Danang ,die 30 km von Hoi An entfernt liegt .

    Hier übernachte ich für 6 $ .

    Danang ist eine typische alte ,düstere ,internationale Hafenstadt mit viel Verkehr und großen Schiffen ,die am Kai liegen .

    Dieser Hafen wird auch vom angrenzenden Land Laos benutzt ,
    das selbst keinen Meeranschluß hat .
    Danang war schon immer eine freie Stadt und hat sich als erste Stadt gegen den Komunismus aufgelehnt .
    Die Zentral-Regierung in Hanoi läßt Danang gewähren ,um den $-Segen dieser Stadt ,die eine große Handelsmetropole von Vietnam ist ,nicht zu gefährden .
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...gMeerBerge.jpg
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    Sonst gibt es hier nichts Besonderes ,außer das man im Laos Konsulat sein Visa für Laos machen kann ( 2 Wochen-Visa für 35 $ ),
    wenn man vorhat ,
    in das 100 km entfernte ,noch verschlafene Laos einzureisen .
    ( Ich weise auf meinen Reisebericht über das jungfräuliche Laos hin. )

    Am nächsten Tag fahre ich weiter in das 100 km entfernte Hue ,
    eine früheren Kaiserstadt ,mit alten ,teils noch erhaltenen Palastgebäuden.
    Hier lohnt ein Aufenthalt von mehreren Tagen .

    © Isanfreund

    Fortsetzung folgt

    PS.Wer Fehler finden sollte ,darf sie natürlich behalten .

  2.  
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  3. #42
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Reise Bangkok-China .bei Bahn/Auto

    Teil 7

    © Isanfreund

    Da es nach Hue nur ein kurzes Stück ist,benutze ich dieses mal den Bus .
    In der Nähe von Danang ,auf dem Wege nach Hue ,befindet sich der Ort My Son .

    My Son ist das wichtigste interlektuelle und religiöse Zentrum der Cham Volksgruppe in Viatnam und dort befinden sich auch die Begräbnisstätten der Cham Herrscher.



    Hinter My Son liegt ein 1600 Meter hohes Gebirge ,der Hai Van Pass.
    Die Passtra0e windet sich in Terpentienen nach oben und der sicher fahrende Busfahrer steuert schnell und abenteuerlich in die Kurven .


    Auf der Höhe noch tolle Fernsicht in Richtun Süden ,und dann fängt die Waschküche ( Nebel ) an .
    Richtung Norden = Hanoi ist alles zu .

    Tja ,das Zentrum des Kommunismus wirkt kalt und unfreundlich .

    Hier ist regelrecht die Wetterschneise ,die den heißen Süden von dem kalten Norden trennt .
    Schnell wird eine dickere Jacke aus dem Rucksack geholt und schon geht es wieder ab in die Tiefe .
    Die Strecke nach Hue führt vorbei an menschenleeren Sandstränden und kleinen Hütten .
    wo Viatnamesen frierend vor Lagerfeuern sitzen .

    Am Strand von Lang Co machen wir im Thanh tam Ressort Rast ,wo die Rucksacktouristen ihr Paradies gefunden haben.
    Hier sind schoene Sandstraende ,tuerkiesblaues Wasser und Bungalows mit Kliemaanlage fuer 10 $.

    Nach 3 Std erreichen wir die alte Kaiserstadt Hue .

    Hue hat ca 250.000 Einwohner und war 1802-1945 unter den 13 Kaisern der Ngu-Yen Dynastie die politische Hauptstadt Viatnams. ( 1802 -1945 )


    Noch heute trägt jeder Viatnamese das Ngu-Yen als Namensteil in seinem Namen.

    Hue ist ein kulturelles ,religioeses und wissenschaftliches Zentrum und wi9rd neben Ho Chi Minh Stadt und Saigon als dritte Hauptstadt angesehen.

    Hue war auch Schauplatz der blutigsten Schlachten während der Tet (Neujahrs) -Offensive in 1968 ,wo die Kommunisten die Stadt 25 Tage eroberten ,bis sie von den Amerikanern wieder befreit wurde

    Hue liegt 16 km vom Südchinesischem Meer entfernt und wird von dem Pafümfluss in 2 Teile geteilt ,Neustadt und Altstadt mit Palastanlagen.
    In der Neustadt liegen die Hotelunterkünfte von 3 - 300 $.

    Ich übernachte in einem sauberen Guest House für 5 $ ,wo der ältere Besitzer noch fliessend französisch sprechen kann.

    In Hue kann man besichtigen:
    Die buddhistische Pagode Thien Mu ,das kaiserliche Stadtviertel und das Grabmahl
    des Koenigs Kai Dinh.

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    Auch sind sehenswert :
    Gräber der 13 Kaiser ,Pagoden und die Ruienen der Zitadelle aus dem Jahre 1804 ,
    der Kaiserpalast ,wo Viatnamesen 5.000 Dong ,Ausländer aber 65.000 Dong Eintritt zahlen,
    ( 1000 Dong =3 Bath = 7 Cent )

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    einem 37 Meter hohem Flaggenturm und 9 heilige Kanonen.
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    Auch sollen die Frauen in Hue einer der schönsten im Lande sein.!?

    Regenzeit und relative Kühle 5-10 C ist im Januar-März.

    Hier wird auch das Tet Fest gefeiert ,was als chinesischest Neujahrsfest bekannt ist und in der ersten Vollmondnacht im Jan/Febr stattfindet .
    Dieses Fest dauert mehrere Tage und endet mit prachtvollen Umzügen .
    Zu dieser Zeit ( eine Woche vor und eine Woche nacht dem Tet Festival ) sind die Züge/Busse sehr voll und es ist auch schwer eine Unterkunft zu finden .

    Da es in Hue viele Kulturtouristen gibt zieht es mich meistens ans Meer .
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    Hier ,in kleinen Fischerdörfern ,tauchen wenige Ausländer auf und man bekommt schnell netten und neugierigen Kontakt.
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/ViatHueKinder.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...eLeuteDorf.jpg






    Waschmaschienen sind hier noch unbekannt.
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    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...henWaschen.jpg

    Auch gibt es einige schöne ,einsame Sandstrände und das Meer läd ,bei Sonnenschein ,
    zum Baden ein.
    Das Wasser ist sauber und kühl.
    In Hue muß ich auch mein Visa verlängern ,was ohne Probleme für 25 $ innerhalb eines Tages erledigt ist
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    Die Küche Hues ist weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt.
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...tischHotel.jpg

    Mit leckerem Näm ( gegrillte Fleischspiesse ) mit verschiedenen Beilagen ,Krep und verschiedene Süsspeisen
    kann man sich hier verwöhnen lassen .

    Auch das Huda-Bier wird in der Stadt gebraut und braucht sich vom Geschmack her nicht vor dem deutschen Bieren verstecken ,
    die Flasche zu 5000 Dong= 30 Cents.
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/ViatBierHuda.jpg

    Ausflüge von Hue zu Thermalbädern/Quellen sind angesagt .




    Von hier ist es bis zu den Bergen nur noch 20 km .Dahinter liegt das Land Laos.
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/ViatHueWegLaos.jpg

    Auch die Demillitarisierten Zohne ,wo Viatnam zwischen 1954-1975 in 2 Teile geteilt war und wo noch heute viele Mienen liegen , kann man besichtigen.
    Hier beginnt auch der berühmte Ho Chi Minh Pfad ,wo die Kommunisten über Tunnel und Gräben ihren Nachschub aus Laos bezogen haben .
    Diese Gegend wurde eingehend von den Amerikanern bombadiert und mit Chemie besprüht ,damit alles Grün abstirbt und so der Ho Chi Minh Pfad besser zu sehen war.
    Noch heute laufen hier ,durch die Chemiebomben verursacht ,
    viele missgebildete Menschen herum .

    Nach einigen Tagen fahre ich im Zug ,gegen 15 p.m. ,weiter
    nach Hanoi = 650 km =Softseat zu 160.000 Dong.

    Vorbei geht die Fahrt an den Touristenstädten
    Vinh = Geburtsstadt Ho Chi Minh .
    In dieser Gegend treten jedes Jahr starke Taifune auf ,also Vorsicht.

    Eine weitere interessante Stadt auf dem Wege nach Hanoi ist Ninh Binh mit einigen sehenswerten Nationalparks und Minoritis (Ureinwohner).

    Gegen 10 a.m fährt der Zug in den Hauptbahnhof von Hanoi ein

    © Isanfreund

    Fortsetzung folgt

  4. #43
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Reise Bangkok-China .bei Bahn/Auto

    Teil 8

    © Isanfreund

    Gegen 10 a.m fährt der Zug in den Hauptbahnhof von Hanoi ein
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    Hanoi ,die kommunistische Hauptstadt Viatnams hat 950.000 Einwohner und liegt am roten Fluss .
    Hanoi wird auch die Stadt der Parkanlagen genannt.
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    In dieser Stadt gibt es wenig ausländische Investoren ,doch die Marktwirtschaft wird unaufhaltsam ,aber auf leisen Schritten ,eingeführt .
    Überall schießen Läden und Restaurants aus dem Boden und an fast jedem Hauseingang wird irgend etwas verkauft.

    Angenehm sind die kleinen Bierlokale .

    Da hat eine Oma ein 50 Liter Fass hingestellt ,ein paar kleine Hocker darum und es wird fleissig das leckere Bier Hoi gezapft ,das 0,3 l Glas für 1.500 Dong .( ca.11 Cent )

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    Dazu gibt es gegrilltes Fleisch und Bagetts mit Gemüse oder Käse gefüllt.
    Jeder der vorbeikommt kann sich hier "auftanken" und weitergehen.
    Selbst die Greise trinken ihr halbes Glass.
    Bier scheint in Viatnam eine Art Vitamine zu sein ,um ein hohes Alter zu erreichen.

    Da Hanoi eine Hauptstadt ist ,sind dort fast alle Botschaften dieser Welt angesiedelt.
    Darum ist Hanoi keine billige Stadt.

    In der Hung Bac /Hung Bo Street ,dem Touristenviertel ,findet man aber auch einige preiswerte Hotels ,für 5 $ aufwärts .

    Ich wohne in einer romantischen Dachwohnung in der 7 ten Etage ,
    ein Zimmer mit TV und Rundblick auf die alten Häuser und Hinterhöfe von Hanoi.
    Bei Wind erübrigt sich das Einschalten des Ventilators .
    Auch das Treppensteiogen ist eine gute Möglichkeit ,seinen Bierbauch ein wenig zu reduzieren.

    Wer in den Wintermonaten nach Hanoi kommt ,erhält keinen schönen Eindruck von dieser
    sonst so grünen Stadt.

    Ab Dezember bis April ist hier Dauernieselregen angesagt ,
    von den Viatnamesen auch Sonnenstaub genannt, dazu kühle 5-10 C.

    Vor jedem Hauseingang wird ein Feuer geschürt um sich zu wärmen.
    Da schmeckt das Bier auch nicht mehr so gut ,man braucht eher etwas zum Kuscheln .

    Der Strassenverkehr ist in Hanoi fast genauso schlimm wie in Saigon ,hier nur mehr Mopedfahrer .
    Da aber an allen Ecken Polizei steht ,fahren die Hanoier vorsichtiger und verantwortungsbewuster als ihre Brüder in Saigon ;
    aber bei diesem Mopedkneul auf den Strassen findet der Spaziergänger fast nie eine Lücke .

    Um auf die andere Straßenseite zu gelangen hilft nur eins ,
    Kopf runter und sehr langsam ,aber ohne Stop , die Straße überquerren .
    Das geht zu 99,9 % gut.
    Wenn man etwas getrunken hat geht es noch einfacher .


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    Das laufende Gehupe der Fahrzeuge geht mit der Zeit ganz schön auf die Nerven und nach einigen Tagen ist man froh ,wenn man einen Ausflug aufs Land machen kann.

    An Sehenswürdigkeiten hat Hanoi folgendes zu bieten:

    Seen,Tempel Pagoden ,hier die Einsäulenpagoden aus dem Jahre 1035 ,
    dem Literaturtempel aus dem Jahre 1070.
    Mehrere Museen ,das Saigon Hilten = ein früheres Gefängnis für amerikanische Kriegsgefangene ,
    das alte Viertel , der Dong Xuan Markt und im Zentrum ein großer See mit Insel und Parkanlage .
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    Hier befinden sich einige gute Cafes mit leckerem Kaffee und Schlagsahne ,
    fast wie im alten Wien .

    Als eine Art Wallfahrtsort gelten das Ho Chi Minh Mausoleum und der Präsidentenpalst.
    Im Mausoleum kann man Ho Chi Minhs einbalsamierten ,hilflosen Körper mit seinen wuscheligen ,weißen Haar bewundern.
    Das Mausoleum ist jeden Di,Mi,Do,Sa von 7:30 -11 Uhr geöffnet.

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    Hanoi ist eine Stadt mit freundlichen Leuten die an einem Gespräch mit einem Ausländer interessiert sind .
    Einige Viatnamesen sprechen sogar Deutsch ,da viele in der früheren DDR gearbeitet haben.
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    Früher war der Reisende ,gerade hier in Hanoi ,Schikanen der Behörden ausgestzt,
    besonders am Flughafen ,wo Reisende erst nach Zahlung einer saftigen
    $-Strafe ins Flugzeug gelassen wurden.
    Das hat sich zum Glück ,nach Beschwerden der Botschaften ,geändert.

    In Hanoi gibt es viele Straßenrestaurants und als Delikatesse zählt hier der gegrillte Hund .
    Er soll sehr Vitaminhaltig sein und ist fast auf jedem Tisch zu finden .
    Guten Appetit.

    Da in Hanoi alle Einkäufe teuer sind und auch das Angebot nicht so gross ist ,kaufen Touristen ihr Urlaubsmitbringsel besser in Saigon.
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    In der weiteren Umgebung von Hanoi kann man besichtigen :

    Die Duftpagode und große Höhle sind in einer wunderschönen Naturlandschaft und im Kalksteinfelsen des Gebirges mit dem Namen ,der wohlrichende Pfad ,eingebettet.

    In der Grotte befinden sich viele Budda Figuren und Schreine .
    Die Gläubigen sind davon überzeugt ,das die Götter hier die Seele reinigen ,Krankheiten heilen und kinderlosen Paaren Nachkommen bescheren.
    Man wird auf einem Fluss ,von Frauen ,zu den Höhlen gerudert .

    Natürlich ,wie immer ,Touristenläden und Verkäufer hoch 3.
    Ruhe bewaren und lächeln !



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    Ein Muss ist auch die weltberühmte Halong Bay (Bucht)
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    Diese Bucht mit ihren 3000 Inseln und Grotten , die aus dem klaren ,smaragtgrünen Wasser des Golfs von Tonkin herausragen , gehört zu den größten Naturschönheiten Viatnams.

    Man sollte sich hier einer organisierten Gruppe anschliessen die 1/2/3 Tagestouren und Übernachtung auf einer Schunke (=kleines Schiff ) anbieten.
    Auf eigener Faust kommt der Tripp um einiges teurer.

    Im Norden ist noch die Bergstadt Sapa besuchenswert .

    Hier gibt es noch seltene Bergvölker ,die am Samstag auf dem Markt
    farbenprächtig angezogen,ihre Waren verkaufen.

    Das Gebiet um Sapa war noch 1979 umkämpft ,als die Chinesen 7 Tage lang Nordviatnam besetzten ;
    eine Vergeltung für den Einmarsch der Viatnamesen in Kambotscha.

    Für Sapa sollte man Wintersachen mitbringen ,denn diese Gegend ist für sein kaltes ,nebliges Wetter bekann.
    Als ich im Februar /März hier war ,
    bekam ich meine Klamotten nicht trocken und hätte im Hotelzimmer fast eine Rauchvergiftung von dem Heizstrahler bekommen . Also Vorsicht !
    In der Regenzeit ist die Umgebung Sapas auch sehr schlammig.

    Hinter dem Ort Lao Cai ,ca 30 km von Sapa entfernt ,ist Viatnam zu Ende .
    Hier befindet sich auch eine längere Brücke
    und dann kommt das Tor zu China.


    In Hanoi beantrage ich das Visa für China in der Botschaft .
    Einen Monat für 30 $ , 5 Tage Wartezeit .
    In Reisebüros liegt der Preis um das 2-3 Fache höher .

    Ich kaufe mir ein Ticket für den Schlafwagenzug Hanoi - Kunming ,
    eine 40 Stunden lange Zugfahrt ,zu 32 $

    Die Strecke Hanoi direkt nach Peking , zu 55 $ ,60 Stunden Fahrt war schon Wochen im Voraus ausgebucht und auf eine Busfahrt hatte ich keinen Bock.

    Der Zug setzte sich abends um 10 p.m. in Bewegung .
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/ViatHanoiGleise.jpg

    Ein 4 Betten Abteil mit internationaler Belegung ,ein Franzose,eine Japanerin ,
    ein Malaysia/Chinese und ein Deutscher.

    Die Landschaft :Berge ,Regenwald und alles im Nebel und Nieselregen eingehüllt .

    Trotz Jacke lief es mir oft kalt den Rücken herunter .
    Überall kleine Hütten der Eingeborenen ,die vor ihrem Feuer saßen und sich wärmten .
    Sie trugen teils bunte Trachten und einige rauchten eine Opium (?)-Pfeife.
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    Gegen 8 Uhr a.m. erreichen wir den Grenzort Lau Cai .
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...nzeZuChina.jpg

    Nach Zahlung an die Teekasse des Zöllners von je einem $ fährt der Zug über die Brücke ,

    und das Tor Chinas ,diesem drittgrössten Land der Welt ,
    öffnet sich kurz und läßt uns ein.

    China ,das Land meiner Träume ,daß mir noch so viele Überraschungen bescheren soll ,liegt vor mir und wartet nur darauf entdeckt zu werden.

    Fortsetzung folgt

    © Isanfreund

    PS.Wer Fehler finden sollte ,darf sie selbstverständlich alle behalten.

  5. #44
    Avatar von Otto-Nongkhai

    Registriert seit
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    Beiträge
    12.292

    Re: Reise Bangkok-China .bei Bahn/Auto

    Teil 9

    © Isanfreund

    und das Tor Chinas ,diesem drittgrößten Land der Welt ,öffnet sich kurz und läßt uns rein.


    Wir befinden uns am südlichen Zipfel eines 9,5 Millionen Quadratkillometer großen Landes ,
    daß in Mittelasien liegt ,
    einer Welt noch fast touristisch unerforscht und so fremd ,wie ich es bis jetzt auf meinen Reisen noch nicht erlebt hatte.
    Wir befinden uns in der Grenzstadt Hekou.
    Die Grenzformalitäten laufen ,anders als im Reiseführe beschrieben ,
    ohne Probleme ab .
    Eine hübsche Chinesin in Uniform ist uns beim Ausfüllen der Einreise- und Zollkarte behilflich . Sie spricht ein gutes Englisch.
    Nach einer Stunde ist alles erledigt und wir haben unseren Einreisestempel für das Lamd der Mitte im Pass.

    Unser Kurswagen wird an den China Express nach Kunming angekoppelt,aber bis zur Abfahrt um 2 p.m. ist es noch etwas Zeit.
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...uenerWagon.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...enzeGwagon.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...nzeWagongs.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...eZugschild.jpg


    Wir schliessen uns einem China Gey mit dem vertrauten Namen Edi an ,
    der uns in ein Esslokal führt ,
    wo wir für teure 2 Euro eine Suppe mit Reis und Gemüse bekommen ,die sonst nur 50 Cent kostet..

    Ich glaube dieser Gey finanziert sein Leben mit diesem "Betrug" an unerfahrenen Touristen.

    Auf sein Gerede ,das er ein Playboy sei , gehe ich nicht ein.
    Er bat mich noch seinen Namen nicht zu nennen ,da er um das Ende seiner "Geschäfte" fürchtet.

    In einer Bank tausche ich $ gegen den Juan ,das chinesische Geld .

    Ich freue mich über jede neue Währung ,
    nur hier in China komme ich erst einmal durcheinander .

    Es gibt die großen Juan Scheine ,von 1, 5 ,10 ,20 ,50, und 100,
    und eine 1 Juan-Münze ,
    dann die kleinen Scheine ,die Mao/Jiao heißen ,von 1, 2, ( 1 Juan = 10 Jiao ) ,
    und dann noch das Münzgeld ,das Fen heißt , 1 Jiao = 100 Fen
    und damit es noch "einfacher" wird ,alles doppelt ,alte =größere, neue =kleinere Scheine .

    Nah ,das fängt ja gut an.

    http://us.f1.yahoofs.com/users/2a642...nzW59AXScKF3_s
    http://us.f1.yahoofs.com/users/2a642...nzW59Aax3teiVM
    http://us.f1.yahoofs.com/users/2a642...nzW59AnrIj0xJz
    http://us.f1.yahoofs.com/users/2a642...nzW59APDtPWG4H
    Auch achtet die Schalterbeamtin darauf ,daß die $ Scheine nicht geknickt oder verschmutzt sind und auch ältere $ Scheine werden nicht für den Tausch akzeptiert .

    1 Juan = 5 Bath =12,5 Cent.

    Trotzdem wir die einzigen Ausländer waren ,erregten wir unter den vielen Chinesen keine Aufsehen.
    Man tat so ,als würden man uns nicht sehen.
    In früheren Jahren war es für einen Chinesen verboten ,mit einem Ausländer zu reden und eine Chinesin ,die nur die Einladung eines Ausländers zum Essen annahm ,
    galt als Prostituierte und kam ins Umerziehunhslager.


    Pünktlich um 2 p.m. setzt sich der Expresszug in Bewegung .

    Wir befinden uns auf einer Passstraße /Schiene .

    Im Tal schlängelt sich ein Fluss .
    Überall Geröll und nackte Felsen und unser Zug bahnt sich seinen Weg hindurch .

    Man kommt sich vor ,als säße man in einem Flugzeug .
    Die Landschaft ist wild und einzigartig.

    Da Kunming auf 2000 Meter liegt ,Hekou aber nur auf 850 Meter hoch ist ,hat der Zug einiges zu steigen.
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/ChinaZugBerge.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...hrtKunming.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...Landschaft.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...NachTunnel.jpg

    Das Essen wird im Speisewagen serviert .
    Für 25 Juan gibt es ein Tablett voll mit fetten Sachen ,
    hier ist nur der Reis zu geniesen .
    Die Chinesen essen gerne sehr fett und süß ,besonders Schweinefleisch .
    Nur das Getränk ,eine Flasche Yunnan Bier ,das 14 % Alkohol hat ,tröstet mich etwas über den halbleeren Magen hinweg.


    Im Zug befindet sich ein junger Chinese ,der gerade zum Millitär eingezogen wurde .
    Er trägt einen hübschen Tropenhelm.
    Er hat Interesse am Englisch und ich will ein paar Worte Chinesisch lernen .

    Nach ein paar Stunden qualmt mir der Kopf und ich verziehe mich und trinke noch ein Schlummerbier.
    Die Nacht wird ziemlich kalt und ich wickele mich in meine Decke .
    Die Japanerin über mir hustet die ganze Nacht,hat sich vermutlich eine Erkältung eingefangen .
    Der Malaysia/Cinese ist mit Medikamenten behilflich .

    Gegen 6 a.m rollt der Zug in Kunming ,
    einer 3.838.000 Einwohner zählenden Hauptstadt von Yunnan ,ein.

    Natürlich an einem anderen Bahnhof als im Reiseführer beschrieben ,
    so daß ich zum ersten mal in meinem Leben in Asien ein Taxi besteigen muß, um zu einem Hotel zu fahren.
    Übernachtung im Kunming ist teuer und in der Spitze für 300 $/Tag zu bekommen.
    Dabei ist Kunming in China noch eine billige Stadt .
    In Peking soll man ,laut Reiseführer froh sein ,wenn man eine Absteige für 100 $ finden kann.

    Es gibt Ausländerpreise ,besonders bei der Unterkunft und beim Restaurantbesuch.
    In Kunming kann man zwar in billigen Dormitorius zu 70 Juan übernachten ,
    aber das ist nicht meine Sache ,mit 5-8 Mann in einem Raum zu schlafen.

    Ich nehme ein Zimmer ohne Dusche /Toilette ,aber mit TV für 1oo Juan .

    Der erste Schock ,es gibt keine Zimmerschlüssel .

    Auf jeder Etage "thront" eine chinesische Madam in Uniform mit einem großen Schlüsselbund und schließt murrend die Zimmer auf .
    Je öffter das am Tag vorkommt ,je schlechter wird ihre Laune .
    Gehe ich auf die Toilette , oder zum Duschen lasse ich die Tür angelehnt ,
    Wertsachen nehme ich natürlich mit.

    Der zweite Schock sind die Toiletten .

    in einer Reihe befinden sich dort 6 Hockklos ,mit einer halben Meter hohen Trennwand dazwischen.

    Man kann also beim Geschäft verrichten seinen Leidensgefährten ins Gesicht schauen und anhand der Miemik feststellen ,ob es bei ihm läuft ,oder nicht .
    Bei den öffentlichen Toiletten hocken alle hintereinander über einer langen ,abfallenden Rinne ,
    wo laufend Wasser durchläuft und beim letzten in der Reihe fließt dann Alles ,wie am Fließband ,vorbei .
    Am Besten man trägt eine dunkle Sonnenbrille.
    Tja ,im Kommunismus sind alle gleich ,auch beim Sch....
    Es gibt keinen Thron.

    Da ich bei dem wichtigsten Geschäft am Tag Konzentration brauche ,
    habe ich meinen Stuhlgang auf die Zeit nach Mitternacht verschoben.

    Wer natürlich ein Hotelzimmer für über 1.000 Juan nimmt ,hat diese Probleme nicht.

    Auch die Duschen sind etwas sonderbar .
    Entweder kommt nur ganz heißes ,oder ganz kaltes Wasser raus.
    Da es morgens Außentemperaturen von 0 C hat ,belasse ich es bei einer Katzenwäsche.
    Im Zimmer steht eine große Thermoskanne mit heißem Wasser und ein paar Krümel grüner Tee liegen auch bereit .
    Für die Gesundheit ist also gesorgt.

    Natürlich ist der einzige Aufzug in dieser billigen Absteige kaputt ,muss man eben die 6 Etagen nach oben/unten laufen .


    Vorsichtig wage ich mich auf die Straße .
    Alles ist sauber und pinngelig geordnet .

    Auto ,Radfahrer ,Fussgänger ,Abbieger ,( Strassenhunde lol.) jeder hat seine Spur.

    Überall stehen Uniformierte herum ,welche Funktion sie ausüben bleibt mir schleierhaft.
    Ich bewege mich Richtung Hauptbahnhof .
    In der Stadt emsiges ,ja hektisches Treiben.
    Trotzdem ich der einzige Tourist weit und breit bin ,werde ich in dieser Masse Chinesen nicht wargenommen.

    Am Bahnhof geht es wild zu .Grosse Schlangen drängeln vor Schaltern mit ,für mich ,unverständlichen Schriftzeichen .
    Englisch =0 .
    Nur eine Tafel weckt meine Aufmerksamkeit.
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...nmingSchid.jpg

    Auch kann mir keiner Auskunft geben ,da mich keiner versteht .
    ich werde aber oft auf Chinesisch angequatscht und kann nur hilflos mit der Schulter zucken .

    Ich flüchte in ein Restaurant ,wo über der Tür ein paar englische Buchstaben stehen.
    Es gibt sogar eine englische Speisekarte.
    Ich versuche ein paar Gerichte ,aber nichts mundet mir ,alles zu süß oder zu fett .
    Der Käse schmeckt nach verschimmeltem Brot ,das Brot nach Pappe und im Reisgericht ist wohl ein Zuckerpot umgekippt .
    Das einzig genießbare ist der grüne Tee und den gab es sogar gratis !

    Mit knurrenden Magen und 100 Juan ärmer verlasse ich diese "gastliche" Stätte und finde einen Nudelladen ,wo ich dann irgendwann bei einigen hilflosen Versuchen ,nach ca.einer halben Stunde ,eine große Schüssel dampfender Glasnudel mit Fleischstücken bekomme, die ich gierieg verschlinge .
    Als ich nach diesem sättigenden Mahl zahlen will ,wird abgewunken und mir angedeutet ,daß schon ein Chinese für mich gezahlt hat.
    Aber welcher ???
    Ich bedanke mich in der Runde ,mit einem Lächeln ,und verschwinde.

    Später finde ich einen Supermarkt und kann mich wenigstens mit dem Nötigsten eindecken ,
    dazu gehört u.a.Bier und Kartoffelchips.
    Nur der Wein aus Dali ist nicht so mein Geschmack ,
    auf Zuckerwasser stehe ich nicht so .

    Das wird ja noch heiter werden hier .
    Ich komme mir vor wie ein kleines Kind ,daß noch kein Wort aus dem Munde herausbekommt .
    Was nützt Geld ,wenn man nicht das Richtige dafür bekommt.

    Kunming ,in der Provinz Yunnan ,liegt auf 2000 Meter und ist von
    3 hohen Bergen eingeschlossen .
    Dadurch herscht hier immer ein angenehmes ,trockenes Wetter von tagsüber bis 25 C.
    Kunming wird auch die Stadt des ewigen Frühlings genannt .

    Kunming ist eine Stadt der ethnischen Vielfalt .
    Teils verschiedene Bergvölker ,teils Stadtmenschen tummeln sich hier und gehen ihren Geschäften nach.

    Fortsetzung folgt

    © Isanfreund

  6. #45
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Reise Bangkok-China .bei Bahn/Auto

    Teil 10

    © Isanfreund


    Kunming ,das 3.838.000 Einwohner zählt ,ist eine Trabantenstadt ,
    viele Hochhäuser fast wie in New York und überall wird gebaut .


    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...Geschaeft2.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...ngHochhaus.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/CKunmingPost.jpg

    Kunming kam mir sofort wie eine reiche Stadt vor ,wo Fortschritt und Geschäftsleben eng beisammen sind .
    Habe mir China immer ganz anders ,ärmer vorgestellt .

    Die Beijing Lu teilt Kunming in der Mitte und ist die wichtigste Straße in der Stadt ,
    wo auch die meisten Behörden und Unternehmen liegen.

    Wenn man sich verlaufen hat ,kann man sich an dieser Straße schnell orientieren.

    Überall stehen Uniformierte herum und ich komme mir vor ,wie in der früheren DDR ,
    unter Stasibeobachtung.

    Die Geschäfts-, Einkaufstraßen und Shoppincenter quellen über von hektischen Menschentrauben ,
    die wie wlid kauften ,als würde mnorgen ein Krieg ausbrechen.
    Es gibt verschiedene Heilkräuter ,Gewürze ,Tee ,Gebäck ,
    bestickte Schürzen ,Blusen ,Westen ,Tüscher ,Kopfbedeckung ,Stoffe ,Behälter und Geschirr aus Plastik ,Elektroartickel wie TV ,Video ,CD-Player und Handys in Massen.

    Nach einem 10 km, Rundgang hatte ich die Nase voll und verzog mich in mein "gemütliches" Hotel ,
    und nach einer Flasche Bier ( 14 % Alkohol ) fiel ich sofort in einen tiefen Schlaf.

    Im Hotel hatte ich einen Traveler aus Schweden kennengelernt ,der oft in China war und ganz gut Chinesisch schreiben ,lesen und sprechen konnte ,also ein Genie .
    Er sagte mir ,daß es ganz normnal ist ,das man als Fremder hier die ersten Tage einen Schock bekommt und sofort wieder abreisen möchte .

    Man braucht eben etwas Eingewöhnungszeit in dieser ,für uns, fremden Kultur .


    Am nächsten Tag nahm ich mir vor ,die Außengebiete von Kunming zu erforschen .
    Nach einem 10 km Marsch ,der bei der trockenen Kälte ,
    die hier auf 2.O00 Metern herschte ,sehr angenehm war ,
    kam ich zu einer großen Parkanlage ,wo vor ein paar Jahren die Expo/Weltausstellung stattfand .
    Eine schöne Anlage mit einem großen See.

    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...ParkBlumen.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...arkBlumen1.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...rkPavilion.jpg
    http://mitglied.lycos.de/lambrecht8/...RoteBlumen.jpg

    Auch die Blumenpracht in allen erdenklichen Farben ist überwältigend.
    http://www.cuihupark.com/
    Ein Platz zum relexen und länger zu verweilen.


    Auf dem Rückweg werde ich von einer Studentin auf Englisch angesprochen.
    Sie bittet mich darum ,das ich abends zu einem Englisch Meeting kommen soll.
    Dort treffen sich jeden Abend Studenten und Lehrer um Englisch zu praktizieren und das freie Sprechen zu üben.
    Es soll auch ein guter Platz sein ,Freunde zu finden .
    Da zusätzlich noch Essen und Trinken frei ist ,gehe ich hin und bin so begeistert ,
    viele nette Chinesen zu treffen ,daß ich jeden Abend während meines Aufenthalts in Kunming dort bin .

    Unterdessen ist auch eine Visumverlängerung angesagt ,
    die ich ohne Probleme beim Büro of the Foreigen Affaires, Branch of the Public Security Bureau
    ( PSB ) für 30 $ = einen Monat erhalte.

    Auf Empfehlung der Studenten finde ich In der Altstadt auch ein gemütliches Dachrestaurant ,
    daß gute Pizza und Spagettigerichte hat .

    Von dort hat man eine gute Aussicht auf das lebhafte Treiben in den Strassen .
    Im Hintergrund erstrecken sich die Berge und das bei strahlend blauem Himmel.
    Hier habe ich oft gesessen und einige nette Chinesen getroffen.


    Die Verständigung geht teils über Zeichensprache ,denn die paar Wörter ,die ich unterdessen gelernt habe , betone ich noch nicht richtig.

    Es versteht mich ,nach 4 Wochen China ,immer noch Keiner.

    Wer ein Visa für die Nachbarländer braucht ,
    in Kunming sind auch Consulate von Thailand ,Laos und Myammer ( Burma )

    Im Ort entdeckte ich auch ein großes Reisebüro ,daß Fahrten mit der Transibirischen Eisenbahn ,über Peeking --die Mongulai --Rußland --Moskau ,
    bis nach Berlin anbot .
    Für diese 9289 km weiten Reise ,die ca. 10 Tage dauert ,
    hätte ich 590 $ zu zahlen .
    Eine Fahrt die ich in meinen Zukunftsplänen schon vorgemerkt habe.

    http://www.train.cei.gov.cat/

    http://www.travelinchina.com/

    Es gibt einige ,etwas versteckte ,Internet-Cafes für 2 Yuan /Std.
    Während des Servens muß man seinen Reisepass abgeben.

    Man hat gerade erst die www Adresse eingetippt ,
    schon ist die Seite aufgebaut .
    Viele Seiten sind zensiert und lassen sich nicht aufrufen ,
    wie z.b. freenet.de .
    Das Internet ist der Chinesischen Regierung in Beijing ein Dorn im Auge ,verdirbt es ja nach ihrer Meinung nur die Jugend.
    Es werden auch immer mehr Internet Cafes von der Polizei geschlossen.

    Was gibt es noch in Kunming ?
    Einige alte Pagoden , Museums , ein Zoo , Parkanlagen mit See ,wo man Boot fahren kann
    und einen Vogelmarkt .

    http://mitglied.lycos.de/ChinaKunmingTor.jpg
    http://mitglied.lycos.de/ChinaKunmingTor2.jpg
    http://mitglied.lycos.de/ChinaTempelKorat.jpg
    http://mitglied.lycos.de/ChinaTempelKorat2.jpg

    Nachts kann man in eine der vielen Karaoke Bars sich begeben und bei Begleitung einer Band selbst singen und bakannte Sänger nachahmen.

    Alles ist mit Stadtbussen für 1 Y pro Fahrt zu erreichen.

    Was gibt es in der Umgebung Kunmings noch zu besichtigen ?

    Den goldenen Tempel in 10 km Umgebung ,
    die heißen Quellen von Anning die 44 km weit liegen.
    Fahrt zu den schlafenden ,schönen Bergen ( Xi Shan )
    Steinwald (Shi Lin ) das 120 km entfernt liegt
    und viele Nationalparks mit bezaubernder Landschaft.


    Nach 4 Wochen Kunming fahre ich mit dem Zug Richtung Dali.

    Eine Studentin aus dem Englisch-Treff war mir bei der Berschaffung des Zugtickets behilflich.

    Der Zug braucht 10 Stunden bis Neu Dali und eine Fahrkarte im Hardsleeper kostet 71 Yuan.

    Von New Dali ,wo das Geschäfts- und Businesszentrum ist ,fährt regelmäßig ein Bus nach Old Dali .

    Old Dali ist ein großer Touristenplatz.
    Hotels ,Gastthäuser ,Einkaufs- und Souvenierschops ,Restaurants ,Bierlokale und Pizzarias gibt es in Massen .
    Hier befindet sich auch das Travelerzentrum ,ähnlich der Kao San Road in Bangkok ,nur noch etwas kleiner .

    Im Hintergrund von Dali erstreckt sich ein mächtiges Bergmassiv ,
    das bis zu 4000 Meter hohe Berge hat.
    In den Bergen ist mit Überfällen zu rechnen ,
    besonders wenn man alleine auf Tour ist .

    In der Umgebung von Dali liegt ein großer See.
    Das Wasser ist für mich leider etwas zu kalt für ein Bad.

    Dali ist auch ein Ort zum ausruhen und relexen.

    Ich übernachte im Siji Kezhan ,Old Dali Four Seasons Inn Nr.5 Gasthaus für 40 Y in der Nacht.

    Nach einer Woche wird es mir etwas zu ruhig hier und ich fahre morgens um 7 a.m. bei wolkenlosem ,blauen Himmel mit dem Bus weiter nach Lijiang .Fahrpreis 28 Y.

    Um 11 bin ich in Lijiang ,eine kleine touristische Stadt an der Grenze zu Tibet.
    Lijiang liegt eingebettet in einer wunderschönen Landschaft mit Bergen im Hintergrund.

    Ich übernachte in einer Art Gasthaus mit Namen Dong Ba für 50 Y /Nacht.

    Einige Bauwerke und Tempel wurden in Lijiang während der Kulturrevolution zerstört ,andere sind wieder resturiert oder aufgebaut .
    Besonders interessant sind die Tempeltänze am Abend anzuschauen ;wir graziös die jungen Chinesinnen ihren schönen Körper bewegen.Ihre Kleidung ist farbenprächtig.

    Man kann in Lijiang mehrtägige Trekking Tours in die Berge unternehmen ,aber nur mit Führer ,
    da die Bergwelt hier gefährlich ist ,wegen wilden Tieren und auch mit Überfällen ist zu rechnen.
    Es hat schon einige tötliche Unfälle von Touristen gegeben.

    Von Lijiang kann man auch ,unter der Hand ,
    Touren nach Tibet machen.
    Tibet ,das sagenumwogene Land ,das von China gewaltsam und blutig unter Protektorat genommen und ausgeplündert wurde.
    Dieses Land hat mich schon immer fasziniert ,besonders nach Lesen des Buches ,
    die Tibeterin von Federica De Cesco.

    Der Besitzer des Gasthauses besorgte uns eine Fahrgelegenheit ,einen alten Armeelastwagen nach Lhasa ,der Hauptstadt von Tibet ,nicht ohne uns vorher zu warnen ,
    daß der Landweg für Touristen verboten ist und wir Schwierigkeiten bekommen könnten.

    Wir ,eine Grouppe von 5 Travelers schlagen seine Warnung aber in den Wind und steigen auf die Ladefläche des Lasters ,mit genug Proviant versehen.

    Es kam wie es kommen mußte ,nach 150 km wurde der Laster von der Polizei gestoppt und durchsucht und wir landeten auf der Polizeiwache .

    Dort wurden wir 10 Stunden festgehalten ,unsere Pässe koppiert
    und mir wurde eine Video Filmcassette weggenommen.
    Irgendwann gab es eine Möglichkeit in einem Armeelaster wieder nach Lijiang zurückzufahren .
    Wir wurden noch verwarnt ,und uns wurde beim nächsten mal mit Ausweisung gedroht .

    Ich hatte eigentlich vor ,auf dem Landweg über Jinghong ,Mengla District im Süden Yuman ,
    über Boten/Luang Namtha nach Laos zu fahren ,

    aber irgendwie war die Luft aus dieser Fahrt.

    Auch den Verlust meiner Video Cassette mit vielen Aufnahmen ärgerte mich sehr.

    Ich machte mich auf den Weg zurück nach Kunming ,
    ging dort direkt in ein Reisebüro und fragte den Angestellten ,wann der nächste Flug nach Bangkok geht.

    4 Stunden später und um 179 $ ärmer ,saß ich schon in einer Maschine der Thai Airway ,
    und nach 3 Stunden Flug landete ich wieder in Bangkok ,dem Ausgangspunkt meiner Reise durch
    3 asiatische Länder .

    Nach einer Woche Ruhe und Erhohlung bedauerte ich diese überstürzte "Flucht" aus China
    und ich nahm mir vor ,nach besserer Vorbereitung ,
    mit Erlernen der Grundzüge der chinesischen Sprache ,
    es erneut zu versuchen ,
    dieses große ,schöne Land der Mitte zu erforschen.

    Das Bild dieses geheimnisvollen Landes China ,mit seinen ,mir fremden Einwohnern ,
    hat sich tief im meinem Inneren verankert .

    ENDE

    © Isanfreund/Otto-Nongkhai

  7. #46
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Reise Bangkok-China .bei Bahn/Auto






  8. #47
    Avatar von abstinent

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    Re: Reise Bangkok-China .bei Bahn/Auto

    @ otto

    du kennst mich aus dem susiforum, wo ich mit knapp 3000 posts einer der schreiber von reiseberichten und erlebnisberichten bin. hier bin ich eher ein unbeschriebenes rookie-blatt

    zu deiner vorliegenden reportage: (und ich denke, daß ich nach vielen jahren permanentem reisen in südostasien ein kompetenter kommentator sein darf)

    :bravo: GANZ GROSSE KLASSE! :bravo:

    nur: den frust bei der lhasa-nummer hättest du dir ersparen können, denn ein tibet-visa ist so schwer gar nicht zu bekommen. du hattest echtes glück, daß deine inhaftierung nur 10 stunden währte

    zu poipet (cambodia): bei jeder meiner reisen in cambodia komme ich entweder durch cham yeam oder poipet. ich bezeichne etwas salopp in meinen reiseberichten poipet als das ......... cambodias, und kann deine schilderungen nur bestätigen.
    klitzekleine sachliche fehler sind einige preisangaben von dir.
    der bustrip von siem reap nach phnom penh kostet 4 dollar, das boot für die gleiche strecke 23 dollar. die frachtschiffe (hochinteressante variante) brauchen für die route 2 tage auf dem tonle sap und kosten 5 dollar.

    zu nordlaos: da ist dir wirklich 'was entgangen! die strecke zwischen boten und luang prabang gehört zu den reizvollsten, die ich in meinem leben durchquert habe. ein abstecher in die "plain of jars" nach xieng xay ist oberste bürgerpflicht!

    zu rattanakiri: das mit den überfällen stimmt, aber dort reiste ich in begleitung von 4 ex-US marines. wir waren auf der suche nach im vietamkrieg verschütt gegangenen airforce-crews. lustige anekdote von dort: für unsere Colt AR 15 rifles (amerikanische spezialgewehre)hätten wir jeweils 5 stück AK 47 (russische schnellfeuergewehre), 1000 schuss munition und eine kiste handgranaten ertauschen können

    zu kunming: preiswertere und saubere unterkünfte bekommst du bei deinem nächsten trip im "Ho Wieng Guesthouse" - 4 dollar die nacht, direkt hinter der polizeipräfektur.

    zu battambang: es ist empfehlenswert ab poipet nur bis sisophon zu fahren (hauptroute der poipet busmafia) und dann ab sisophon einen anderen pickup nach battambang zu nehmen. auf der weiteren strecke liegt dann mit pursat noch eine weitere stadt, die einen stopover wert ist. ein seitentrip nach pailin von battambang aus ist nicht nur wegen der edelsteine dort interessant. ich habe in pailin vor 3 jahren gemeinsam mit einem australier und einem italienischen pressemann 3 khmer rouge generäle interviewt. war eine höchstinteressante tour. in pailin regiert immer noch der khmer rouge, auch wenn das totgeschwiegen wird von der regierung dort

    ciao

    "abstinent"

  9. #48
    Avatar von Otto-Nongkhai

    Registriert seit
    05.11.2002
    Beiträge
    12.292

    Re: Reise Bangkok-China .bei Bahn/Auto

    Danke fuer dein Feedback ,abstinent.

    Ja ,diese Reise ist schon sooo lange her ,da wird sich viel geändert haben ,aber meistens nicht zum Besseren.

    Das man leicht ein Tibet-Visa bekommen kann ist mir schon klar ,nur der Landweg ist tabu
    Dort haben die Chinesen so gehaust und die Teakholzwälder abgebaut ,dass können die doch nicht einem Ausländer auch noch zeigen.

    Ich fühle mich in Kambotscha noch am wohlsten ,denn dort kann man sich noch am Besten entfalten.
    Ist auch kein Wunder ,dass alle "Thailandgescheiterten" und Leute auf der Thai Schwarzen Liste sich dort aufhalten.
    Wenn die Kambotschaner ausliefern würden ,ich glaube die deutsche Polizei könnte dort richtig fündig werden.

    Übrigends ,wer für die China-Tour eine chinesische ,oder japanische Freundin hat ,der besitzt sehr gute Karten im Lande zurechtzukommen.
    Sonst ist eine Chinareise sehr anstrengend als Individualtourist und der Kontakt zur Bevölkerung ist auch gering.

    Gruss

    Otto

  10. #49
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Reise Bangkok-China .bei Bahn/Auto

    Hi Otto,

    Deine Reiseberichte sind wirklich erstklassig. Vielen Dank daß Du Dir die Mühe machst, hier steckt wirklich sehr viel Arbeit dahinter.

    Transib bin ich übrigens vor 5 Jahren von Moskau nach Peking gefahren, ( 6 Nächte und selten soviel geschlafen )mangels Zeit bin ich durchgezischt, würde Dir aber empfehlen immer mal einen Zwischenstop mit einigen Tagen Aufenthalt einzulegen.

    Nochmals vielen Dank und mach weiter so. :bravo: :bravo:

    Grüße
    Mandybär

  11. #50
    Avatar von Otto-Nongkhai

    Registriert seit
    05.11.2002
    Beiträge
    12.292

    Re: Reise Bangkok-China .bei Bahn/Auto

    Danke fuer dein Lob ,Mandybär ,aber jetzt hast du dir etwas eingebrockt.

    Jetzt bestehe ich auf einen kurzen Bericht von dir wegen der Fahrt mit der Transibirischen.

    Ist die Gefahr des Diebstahls im Zug wirklich so gross und werden die Abteiltueren nachts aufgebrochen?

    Wie teuer kam damals die Fahrt und wie war das mit den Visas von Russland und der Mongulai ?

    Also rann an die Tasten.

    Gruss Otto

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