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Reift beim Kunden...

Erstellt von a_2, 21.08.2005, 23:56 Uhr · 9 Antworten · 1.136 Aufrufe

  1. #1
    a_2
    Avatar von a_2

    Reift beim Kunden...

    Das Tropenfrüchte grün und unreif auf die Reise gehen, damit sie wenn sie beim Kunden eintreffen grade den richtigen Reifegrad haben ist schon seit Jahren nichts neues mehr.

    Nur scheinen die Produzenten von Elektronikprodukten sich dies abgeschaut zu haben.

    Das einzige Problem was sich dabei auftut, ist das Mutter Natur elektronische Geräte nicht mit der Fähigkeit ausgestattet hat durch längeres rumliegen zu reifen.

    Firmwareupdate heisst hier das Zauberwort(Reizwort).

    Mir scheint das in letzter Zeit kaum ein Handy, MP3 Player, Laptop, DVD-Player, etc. auf den Markt kommt der den kompletten auf der Packung aufgeführten Funktionsumfang fehlerfrei ausführen kann, ohne das man vorher mindestens einmal ein sogenanntes Firmwareupdate durchgeführt hat.

    Nach dem 2. Firmwareupdate funktioniert mein Handy endlich länger als 24h ohne Absturz und synchronisiert sich mit Outlook ohne dabei Vor- und Nachname der Kontakte zu vertauschen.

    Mein neuer MP3 Player spielt nach einem Firmwareupdate endlich OGG Files ohne sich zu verschlucken.

    Nach einem Firmwareupdate funktioniert endlich die Drehzahlreglung meines Notebooklüfters und macht dem nervigen Dauerrauschen ein Ende.

    Umlaute in Untertiteln werden von meinem DVD-Player korrekt angezeigt, nachdem ich ein ... jawohl Firmwareupdate eingespielt hatte.

    Als letztens mein Auto einen Motorsteuerungsfehler meldete, was meint Ihr was der Meister getan hat um den Fehler zu beheben?
    Richtig, ein Firmwareupdate des Motorsteuergeräts...

    Ich bin mal gespannt was ich als nächstes Updaten darf.. Es ist wohl nur eine frage der Zeit wann in meiner Küche ein Reiskocher mit USB Anschluss zum installieren des Firmwareupdates Einzug hält.

    Hier mal eine Auflistung der Dinge ich ich in der letzen Woche mit einem Firmwareupdate beglückt habe:

    -Samsung MP3 Player
    -HP Netraid Controller
    -HP 72 GB SCSI Festplatte
    -Sony Ericsson Handy
    -Fujitsu Siemens Notebook
    -Audi Motorsteuergerät
    -Linksys Wireless Router

    Stefan

  2.  
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  3. #2
    Avatar von MenM

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    Re: Reift beim Kunden...

    Dewegen verzichtet ja der eine oder andere auf diesen hochtechno"logischen" Schnick-schnack

    Und ich muss sagen, vermissen tut man es nicht....

  4. #3
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Reift beim Kunden...

    Was ist mit einem Firmware-updates für unreife und bisweilen verantwortungslose Menschen, die nur unkomprimierte Standardfiles lesen und schreiben können und scheinbar eine 'schreibgeschützte' Festplatte haben?

  5. #4
    Avatar von dr_farnsworth

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    528

    Re: Reift beim Kunden...

    Dein Vergleich mit den Südfrüchten trifft ganz gut zu. Für Elektronik hat sich deshalb schon der Begriff "Bananenprodukt" eingebürgert.

    Gruß
    Martin

  6. #5
    Avatar von Mr_Luk

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    Re: Reift beim Kunden...

    Nach dem WIESO fragt aber keiner!

    Entwicklung der neuesten "features" (zusätzliche) Möglichkeiten) eines Geräts dauert eben seine Zeit und die Konkurenz schläft nicht, beschäftigt eventuell doppelt sovie Programmierer die die einzelnen Features in das Minibetriebssystem des Geräts intemplieren. Mit der Möglichkeit eines Firmware Updates kann man diese Features halt nachliefern und sie somit zeitgleich oder sogar vor der Konkurenz anbieten. Man verkauft das Produkt halt mit zeitverzögerten Möglichkeiten

    Wenn ein Hersteller das anfängt, dann müssen die anderen eben folgen, so einfach ist das. Aber schlussendlich ist es der Konsument der alles haben möchte und alles mit seinem Spielzeug machen möchte, - auch wenn er die hälfte der 'Fietschers' nicht einmal nutzt ;-D

  7. #6
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Reift beim Kunden...

    Naja, ein Firmwareupdate zu installieren um neue Funktionen verwenden zu können oder um ein paar Fehler zu beseitigen die erst im nachhinein entdeckt wurden lasse ich mir ja noch gefallen.

    Nur sollte das Gerät nach der Entnahme aus dem Karton die Funktionen auffweisen die auf dem Karton angepriesen wurden. Zudem sollten die Hauptfunktionen des Geräts zumindest in 90% aller Fälle einwandfrei funktionieren.

    Der Kunde als Betatester, so kann man auch Geld im eigenen Hause sparen. Nur ob man so langfristig Kunden halten kann?

    Das beste Beispiel für Bananensoftware ist wohl NT 4.0 das erst nach installieren vom Servicepack 3 ernsthaft verwendbar.

    Aktuelle Beispiel aus der Praxis:

    Habe heute versucht mit der beiliegenden Treiber CD eine Creative USB Webcam zu installieren. Erfolglos! Erst nachdem ich einen neuen Treiber aus dem Netz geladen hatte hat die Installation funktioniert.

    Ich überlege mir schon eine Private Firmware und Treiber Blacklist aufzustellen, damit ich daran denke von diesem Hersteller nur im Notfall nochmal was zu kaufen.

    Stefan

  8. #7
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    11.01.2005
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    Re: Reift beim Kunden...

    Zitat Zitat von a_2",p="268461
    Das beste Beispiel für Bananensoftware ist wohl NT 4.0 das erst nach installieren vom Servicepack 3 ernsthaft verwendbar.
    Bei Windows Nice Try war es eine Servicepackspringprozession

    - ein Stück besser
    - wieder mal ein bißchen schlechter
    - ein Stück besser
    - wieder mal ein bißchen schlechter
    ...

    Haben seinerzeit alle, die damit zu tun hatten reichlich dumm ausgesehen!

  9. #8
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Reift beim Kunden...

    Ach Ralf, es gibt genügend Zeug was als halbgare Ware den weg zum Kunden findet.

    Das beschränkt sich nicht nur auf Software.

    Zum Glück kann man beim BlödMarkt und Co. die Sachen ja nach 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurückgeben.

    Davon habe ich schon öfters gebrauch gemacht. Hat immer einwandfrei funktioniert.

    Ich meine 1) find Du mal in solchen Läden jemanden der Dich beraten kann und 2) stellt man meist erst später raus, das das Ding was man grad gekauft hat nicht so funktioniert, wie es auf der Packung angepriesen wurde.

    Stefan, der ein Auto mit elektrischen Fensterhebern hat, die nur manchmal funktionieren...

  10. #9
    Avatar von Ralf_aus_Do

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    3.787

    Re: Reift beim Kunden...

    Zitat Zitat von a_2",p="269721
    [...]
    1) find Du mal in solchen Läden jemanden der Dich beraten kann
    [...]
    Da gibt es etwas die Dich, mich und auch alle anderen, die gelegendlich etwas genervt sind helfen kann:

    Mein Erlebnis bei Sturn Hansa in Dortmund

    Saturn Hansa ist einer der nervigsten Elektromärkte überhaupt. Irgendwo in dem Dortmunder Markt durfte ich einen Hilfsbereiten und freundlichen Verkäufer kennenlernen. Ich wollte einen Akku für meinen Fotoapparat kaufen. Ich griff zum Fremdfabrikat (Hama) und ging zur Kasse. Der Verkäufer an der Kasse sagte zu mir:

    "Gehen Sie doch bitte zurück zum Kamaratresen, ich verstehe das auch nicht, aber die Nikon-Akkus sind derzeit bei uns billiger als die Fremdfabrikate, die Nikon Akkus können sie aber leider nur am Kamaratresen kaufen"

    Der freundliche Kassierer hat mich doch tatsächlich davor bewahrt 10 Euros zuviel auszugeben.

  11. #10
    a_2
    Avatar von a_2

    Re: Reift beim Kunden...

    Hi Ralf,

    sowas ist mir noch nie bei MediaMarkt/Saturn/Kaufhof/Hertie/etc passiert.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich versuche besonders die grossen Elektronik Märkte zu meiden.

    Viel zu viel troubel und keine Beratung.

    Beispiel: Saturn in München (der in der Fussgängerzone)

    Mein Bruder will sich ein neues Notebook kaufen.

    Wie immer fingern 1000 Leute an den Notebooks rum. Kein Verkäufer in Sicht.

    Ich sehe einen Verkäufer und spreche ihn an. Antwort: "Ich habe jetzt Feierabend!" Ich. "Welcher Kollege kann uns denn helfen?" Antwort: "Keine Ahnung!"

    Ziemlich genervt gehe ich zurück zu den Notebooks wo mein Bruder wartet. Da sehe ich einen Verkäufer der Augenscheinlich in einem Gespräch ist.

    Ich stelle mich dazu und bemerke das er mit einem anderen Verkäufer quatscht. Mein Versuch ihn anzusprechen wird ignoriert.

    Als mein Bruder neben mir steht sage ich besonders laut: "Komm, wir gehen! Die wollen uns hier kein Notebook verkaufen! Die 150 EUR mehr im MediaMarkt machen uns dann ja auch nix mehr aus."

    Das hat gewirkt und der Verkäufer dreht sich um: "Sie möchten also ein Notebook kaufen...?" (Schlaues Kerlchen...)

    Dieses Posting würde auch gut zum Thread "Armes Deutschland" passen.

    Stefan

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