Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 19 von 19

Organspende

Erstellt von moselbert, 12.12.2004, 17:36 Uhr · 18 Antworten · 1.365 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Organspende

    VII

    Als ich wieder aufwachte, war mir kalt. Ich zitterte am ganzen Körper. Kein Wunder, denn nackt wie ich war, lag ich in der Badewanne. Ein Gemisch aus Wasser und Eis umspülte meinen Körper. Ich wollte mich aufrichten, rutschte allerdings wieder zurück. Wie ich jetzt erst merkte, waren meine Hände und Füße gefesselt.

    Ich schaute mich um. Auf dem Toilettendeckel stand eine Schachtel aus Styropor. Sie war halb geschlossen. Auf dem Boden lag ein geöffnetes Köfferchen mit Scheren und Messern. Es erinnerte irgendwie an ein Arztbesteck.

    Ich hörte Stimmen aus dem Zimmer. Zum Glück sprachen sie Englisch. Ich erkannte Mai. Sie redete mit zwei Männern. Gesprächsfetzen gelangten an mein Ohr.

    „Er war wirklich sehr nett. Es ist das erste Mal, dass ich es bedauere.“ hörte ich Mai sagen.

    „Irgendwann würdest Du Dich in ein Opfer verlieben, das hatten wir befürchtet. Aber das geht vorbei. Außerdem werden wir gut bezahlt.“ erwiderte einer der Männer.

    „Ist alles vorbereitet?“ fragte der zweite Mann.

    „Ja. Wir können gleich anfangen.“ antwortete der erste. „Mal sehen, wie seine Nieren sind. Es wäre schade, wenn sie kaputt wären. Aber er ist in der Blüte seiner Jahre. Ich habe eigentlich keine Bedenken. Eine halbe Stunde, dann haben wir die Nierchen, für die manche gutes Geld bezahlen. Den Rest entsorgen wir dann wie gehabt. In kleine Stücke teilen und den Krokodilen in der Farm geben.“

    Mir lief ein Schauer den Rücken herunter. Ich nestelte an den Handfesseln. Zum Glück waren die Schnüre nicht allzu fest angezogen. Mit ein bisschen Mühe bekam ich meine Hände frei. Jetzt war es kein Problem auch die Füße zu befreien. Vorsichtig stieg ich aus der Wanne. Was nun?

  2.  
    Anzeige
  3. #12
    Avatar von MenM

    Registriert seit
    30.07.2001
    Beiträge
    2.624

    Re: Organspende

    Du machts es ja wirklich spannend Bert de Mosel

  4. #13
    Avatar von ChangLek

    Registriert seit
    01.06.2004
    Beiträge
    4.161

    Re: Organspende

    .....spannend, eine tolle Geschichte.


    Ab sofort jeden Morgen Nierenappel. ;-D

  5. #14
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Organspende

    VIII

    Langsam öffnete ich die Badezimmertür. Die Tür zum Zimmer stand dummerweise offen. Die Tür zum Hotelflur war natürlich geschlossen. Der Schlüssel steckte von innen. Jetzt musste alles ganz schnell gehen.

    Ich stürzte aus dem Bad, drehte mit der Hand den Türknauf. Die Tür ließ sich einfach öffnen.

    „S.heiße!“ rief einer der Männer. „Er flieht.“

    Ich rannte auf den Flur und in Richtung Treppe. Hinter mir hörte ich eilige Schritte. Meine Verfolger. Am schlafenden Portier hastete ich vorbei und riss die Hoteltür auf. Ich lief so wie Gott mich geschaffen hatte auf die Nebenstraße. Es war dunkel und niemand war unterwegs. Die schwülwarme Nacht erwärmte meinen ausgekühlten Körper langsam. Ich rannte so schnell ich konnte die Nebenstraße herunter, wobei ich mit einer Hand meinen Schritt vor eventuellen Blicken verbarg, und erreichte nach 200 Metern die Hauptstraße, eine mehrspurige Stadtautobahn mit Grünstreifen. Ich wandte mich nach links, weil dort ein leuchtendes Rotes Kreuz auf ein nahes Hospital hinwies.

    Nach einigen Metern hielt ein Streifenwagen neben mir an. Man bedeutete mir stehenzubleiben. Vor Angst schlotternd stand ich nun da und wartete was passieren sollte. Ein Polizist stieg aus, öffnete den Kofferraum des Wagens und nahm eine dunkle Decke aus dem Wagen. Ich legte sie mir um.

    „Danke.“ stammelte ich. Der Polizist, wohl des Englischen nicht mächtig, machte Zeichen, dass ich einsteigen solle. Dann fragte er etwas, was ich nicht verstand.

    „Ich spreche kein Thai. Nur Englisch und Deutsch.“!

    „Ankrit?“ fragte er.

    „Nein, nur Deutsch und Englisch. Können Sie mich in ein Hospital oder eine Klinik fahren?“

    „Klinik? Klinik, krab, krab.“ Er sagte etwas zu seinem Kollegen und zeigte dabei auf das Gebäude mit dem Roten Kreuz in einiger Entfernung. Dieser fuhr daraufhin los. Der andere holte das Funkgerät heraus und machte Meldung.

  6. #15
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Organspende

    IX

    Dienststellenleiter Wirapat vom Polizeirevier Omnoi bekam in jener Nacht eine etwas seltsame Meldung von einem seiner Streifenwagen. Sie hätten einen unbekleideten Ausländer auf der Petkasem aufgefunden. Sie seien auf dem Wege in das Krankenhaus. Der Ausländer könne kein Thai. Sie hofften, dass zum einen dem Mann im Krankenhaus geholfen werde könne, und sich zum anderen eventuell jemand mit Sprachkenntnissen in der Klinik aufhalten würde.

    Der Fall war so ungewöhnlich, dass sich Wirapat entschloss, selber nach dem Rechten zu sehen. Außerdem konnte er ganz leidlich Englisch sprechen. Er sagte seinen Untergebenen Bescheid und setzte sich auf sein Motorrad. Kurze Zeit später war er an der Klinik. Er sah den Streifenwagen. Ein Polizist saß drinnen.

    „Wo ist der Ausländer?“ fragte er.

    „In der Klinik. Mit meinem Kollegen.“

    „War er betrunken?“

    „Nein. Er schien etwas unter Schock zu stehen, aber er konnte uns nicht sagen, was passiert ist. Vielleicht ist ja oben jemand der Englisch kann.“

    „Danke, warten Sie hier.“ Wirapat betrat das Gebäude. Am Empfang sagte ihm eine Krankenschwester, dass der Fremde und der Polizist am Ende des Ganges in einem Zimmer auf einen Arzt warteten.

    Wirapat machte sich auf den Weg. Kurz vor dem angegebenen Raum, traf er auf einen Arzt, der mit großen Schritten auf das gleiche Zimmer zusteuerte.

    „Herr Doktor, darf ich mich Ihnen anschließen? Ist dort der Fremde drin?“

    „Ja. Kommen Sie.“ Der Arzt öffnete die Tür. Wirapat sah seinen Kollegen mit einer Decke auf einem Stuhl sitzen. Ein Farang lag auf einer Liege, mit einem Nachthemd des Krankenhauses bekleidet. Der Arzt wandte sich dem Fremden zu. Wirapat fragte seinen Kollegen was passiert war.

    „Die Schwestern haben ihm ein Nachthemd gegeben. Wir hatten ihn zunächst in unsere Hundedecke eingewickelt. Er macht einen sehr nüchternen aber auch geschockten Eindruck.“

    „Vielleicht hat ihn ein Bargirl ausgeraubt. Die Farangs sind immer so unvorsichtig.“

    Der Arzt wandte sich Wirapat zu.

    „Ihm fehlt nichts. Er ist ein bisschen erregt, geschockt, und unterkühlt. Aber das gibt sich von selber. Sie können Ihn befragen.“ Er verließ den Raum.

  7. #16
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Organspende

    X

    Wirapat holte sein Englisch aus der Schublade und fragte den Fremden was passiert war. Er erzählte eine sehr abenteuerliche Geschichte. Eine sehr unglaubwürdige zudem.

    „Sind Sie soweit fit, uns zu dem Hotel zu geleiten?“ fragte er den Fremden.

    „Ich hoffe. Wir können es versuchen.“

    „Können Sie in diesem Nachtkittel mitkommen? Oder macht Ihnen das etwas aus?“

    „Nein. Wenn wir das Hotel finden, müssten meine Sachen ja auch noch da sein.“

    „Wissen Sie was? Ich glaube Ihnen die ganze Geschichte nicht. Aber wir gehen jedem Hinweis nach. Vielleicht sind Sie auch nur ausgeraubt worden. Das wäre allerdings schlimm genug. Los, gehen wir.“

    Die beiden Polizisten verließen mit Ingolf zusammen die Klinik. Sie setzten sich zu dem draußen wartenden Kollegen in den Wagen, bis auf Wirapat, der sein Motorrad bestieg. Zunächst wollten die Polizisten zu der Stelle fahren, wo sie Ingolf aufgegabelt hatten. Kurz vorher erkannte er die Einmündung. Er machte Zeichen und der Polizeiwagen bog ab. Nach 200 Metern ließ Ingolf das Auto vor dem Hotel halten.

    Wirapat stieg vom Motorrad und bedeutete Ingolf, zu ihm zu kommen. Die beiden Streifenpolizisten holten ihre Pistolen aus dem Gürtel und entsicherten sie. Mit vorgehaltener Waffe betraten sie das Gebäude. Wirapat folgte mit Ingolf in einem kleinen Sicherheitsabstand. Die Waffen waren aber nicht vonnöten. Bis auf einen schlafenden Portier sahen die Polizisten niemanden. Wirapat weckte den Portier. Dieser schrak auf und schaute ziemlich verdattert drein. Als sein Blick auf Ingolf fiel, fing er an zu betteln.

    „Tun Sie mir nichts. Ich kann doch nichts dazu. Die hätten mich doch sonst umgebracht.“

    „Wer wollte sie umbringen? Dieser Farang hier?“

    „Nein, die anderen. Ach, bin ich nervös. Sie gestatten, dass ich einen Schluck nehme.“

    „Erstmal gehen Sie vor und schließen uns das Zimmer auf, wo der Farang gewesen ist. Aber ein bisschen hopp hopp.“

    „Ja, ja.“ Der Portier beeilte sich hinter dem Tresen hervorzukommen und ging die Treppe hinauf. An der Tür von Zimmer 112 angekommen, steckte er den Universalschlüssel in das Schlüsselloch. Die Tür ging nicht auf.

    „Ein Schlüssel steckt von innen.“ erklärte er.

    Die beiden Streifenpolizisten stellten sich vor die Tür. Die anderen Personen hielten sich etwas im Hintergrund. Ein Polizist trat die Tür ein, der andere stürmte mit Pistole im Anschlag in das Zimmer.

  8. #17
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Organspende

    XI

    Sie öffneten alle Türen, aber es war niemand da.

    „Okay, kommen Sie.“ forderte Wirapat sowohl den Portier als auch Ingolf auf. Sie folgten ihm ins Zimmer. Wirapat bemerkte ein zerwühltes Bett, einige Gläser, ein paar Kleidungsstücke.

    „Sind das Ihre?“ fragte er Ingolf. Dieser nickte. „Okay, ziehen Sie sich ordentlich an, aber sonst fassen Sie nichts an, vor allem die Gläser nicht.“ Er wandte sich dem Portier zu. „Und nun erzählen Sie mal. Was meinen Sie, ist hier wohl passiert?“

    „Vor einigen Monaten kamen Gäste ins Hotel. Es waren mehrere. Eine sehr schöne Frau, ein Arzt und ein anderer Mann. Sie empfahlen mir, über alles was ich in den nächsten Wochen und Monaten hier an Ungewöhnlichem erleben würde, zu schweigen und vor allem der Polizei nichts zu sagen. Ansonsten wäre ich die längste Zeit Portier gewesen. In den folgenden Monaten kam immer mal wieder die Frau mit irgendwelchen ausländischen Männern vorbei. Sie ließ sich das Zimmer 112 geben, das ich auf Anweisung der Personen auch nicht mehr an andere Gäste vermieten durfte. Die männlichen Begleiter habe ich alle nie wieder gesehen. Wenn die Frau mit ihrem Begleiter im Zimmer verschwunden war, kamen etwas später offenbar nach dem Anruf der Frau die anderen Männer vorbei. Sie hatten jedes Mal Plastiksäcke mit Eis dabei. Einmal habe ich sie unfreiwillig belauscht. Sie unterhielten sich darüber, wie viel Geld sie wohl für einige Organe des Opfers bekommen würden. Herr Kommissar, Sie müssen mir glauben, ich hatte Angst um mein Leben.“

    „Ich glaube Ihnen.“ Wirapat wandte sich Ingolf zu, der sich wieder angekleidet hatte. „Ihnen glaube ich inzwischen auch. Ich hatte ja anfangs Bedenken, weil mir die Geschichte zu abenteuerlich erschien. Aber es gibt Dinge, die sind schlimmer als die Phantasie sie es sich ausmalen kann. Entschuldigen Sie bitte.“

    „Gern. Ich bin froh, dass ich da lebend wieder herausgekommen bin.“

    „Offenbar hat man Ihnen KO Tropfen im Getränk verabreicht. Was wohl mit den Opfern geschehen ist.“ sinnierte er.

    „Ich habe gehört, dass die Kerle sagten, sie wollten meinen Körper zerkleinern und den Krokodilen vorwerfen. Welch ein Gedanke! Grässlich!“

    „Hm, ja. Krokodile. Das ist natürlich eine Möglichkeit. Da bleiben keine Überreste.“

    Wirapat nahm sein Funkgerät und forderte einige Spezialisten der Spurensicherung aus Samut Sakhon an. Kurze Zeit später bekam er einen Rückruf. Danach wandte er sich Ingolf zu.

    „Haben Sie morgen Zeit?“

    „Ja, morgen ist Sonntag, da habe ich frei.“

    „Sie sind kein Tourist?“

    „Nein, ich bin Ingenieur und arbeite mit an einem Autobahnprojekt.“

    „Na gut. Dann kommen Sie doch bitte am Sonntag zur weiteren Vernehmung nach Samut Sakhon.“

    „Nicht nach Bangkok?“

    „Nein, wir sind hier nicht mehr in Bangkok. Sie wohnen in Bangkok? Darf ich Sie in Ihr Hotel bringen?“

    „Danke, das ist sehr freundlich von Ihnen. Ich wüsste nicht, wie ich jetzt mitten in der Nacht dorthin finden sollte.“

  9. #18
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: Organspende

    XII

    Am Sonntag hatte ich mich dann auf den Weg zur Polizei in die benachbarte Provinz gemacht. Man stellte mir einige Fragen. Ich erzählte die Geschichte. Erinnern konnte ich mich noch sehr gut daran. Ich hatte keinen Filmriss oder eine Amnesie. Obwohl, die Geschehnisse waren so furchtbar gewesen, dass ich gerne eine solche gehabt hätte.

    Inzwischen, so die Beamten, hätten Ermittlungen ergeben, dass in den vergangenen Monaten einige Ausländer spurlos verschwunden waren. Sie waren alle zuletzt in irgendwelchen Bars in der Sukhumvit Area gesehen worden. An eine Begleitung konnten sich nicht alle Zeugen erinnern. Aber wer sich erinnern konnte, beschrieb die begleitende Dame in etwa so wie ich. Sie vermuteten auch, dass der Taxifahrer, der uns aus der Stadt in das andere Hotel gefahren hatte mit eingeweiht gewesen war. Denn nach Angaben des Portiers habe er zu den betreffenden Zeiten öfter ein und dieselbe Taxe vor dem Hotel gesehen. Wenn er nicht gerade schlief. Nach seinen Aussagen waren es insgesamt etwa 8 bis 10 Opfer gewesen.

    Mir lief es nachträglich noch eiskalt den Rücken herunter, wenn ich daran dachte, wie knapp ich dem Tode entkommen war. Ob es nun an meiner guten körperlichen Konstitution lag, ob mir Mai, absichtlich oder versehentlich, zu wenig KO Tropfen ins Getränk gegeben hatte, ob ich zu wenig getrunken hatte, ob sie zu spät ihre Kumpane herbeigerufen hatte, oder ob es einfach Zufall gewesen war. Auf jeden Fall war ich dem Tod noch mal im letzten Moment von der Schippe gesprungen.

    Die Polizisten in Samut Sakhon sagten, sie hätten bereits das Ministerium von den Vorfällen unterrichtet. Von diesem hätten sie die Weisung erhalten, den Medien nichts von den Verbrechen zu erzählen, weil es schlecht für das Ansehen Thailands in der Welt sei. Außerdem würden eventuell die Einnahmen aus der Touristikbranche, die sowieso wegen der Vogelgrippe und den Unruhen im Süden in einem labilen Zustand waren, einen Einbruch erleiden. Auch mir legte man nahe, diese Vorgänge in meinem privaten Umfeld möglichst nicht zu erwähnen, der Presse hingegen bitte überhaupt keine Informationen zu geben. Denn sonst könnte es sein, dass ich meine Arbeit in Thailand nicht mehr ausüben könne. Man zwinkerte mir zu und ich verstand.

    Am Montag ging ich dann wieder zur Baustelle an der Stadtautobahn. Ich war zwar körperlich fit, aber hatte dennoch die letzten beiden Nächte nicht besonders gut geschlafen. Das war verständlich. Meine Kollegen sahen auch, dass ich mich am Wochenende irgendwie verändert hatte.

    „Na, was machen die Frauen?“ fragte mein bester Freund.

    Ich traute mich, ihm in einer Pause die ganze Geschichte zu erzählen.

    „Weißt Du, Ingolf, Du kannst ruhig sagen, wenn Du bei einer Frau nicht zum Zuge gekommen bist. Passiert mir auch ab und zu. Brauchst nicht so eine wilde Story zu erfinden.“

    „Ach, das ist aber wahr. Alles so passiert.“

    „Mensch, das hätte doch schon längst in den Zeitungen gestanden. Thailand hat doch eine unabhängige Presse.“

    Ich sollte nicht die Wahrheit erzählen, sagte die Polizei. Und wenn ich sie erzählte, glaubte man mir nicht. Vielleicht war es aber auch gar nicht passiert und ich hatte alles nur geträumt? Hatte ich mich an einem Abend ohne Bekanntschaft sinnlos betrunken und Albträume gehabt?

    Wie auch immer. Bei den nächsten Barbekanntschaften werde ich ein bisschen vorsichtiger sein.


    E N D E


    Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

    Hier noch ein Hinweis für alle diejenigen, die noch nicht in Thailand waren und vielleicht von dieser Geschichte abgeschreckt werden könnten dorthin zu fahren:
    Meine Frau bat mich dringend, darauf hinzuweisen, daß sich der dieser Geschichte zugrundeliegende Vorfall zwar in einem asiatischen Land abgespielt habe, daß es sich bei diesem Land aber nicht um Thailand handelt. Aus Thailand sind uns solche Vorkommnisse nicht bekannt.


  10. #19
    Avatar von Tomad

    Registriert seit
    08.01.2004
    Beiträge
    549

    Re: Organspende

    Zitat Zitat von moselbert",p="198997
    Aus Thailand sind uns solche Vorkommnisse nicht bekannt.
    Und was sagt uns das jetzt?
    Dass es dort nicht vorkommt, oder
    dass dort die "Schweigepflicht" besser funktioniert?

    Ist natürlich eine üble Geschichte, aber ich könnte mir ähnliches auch in dem ein oder anderen europäischen Land vorstellen. Was kann man machen . Letzten Endes nichts, ein wenig vorsichtig sein, auf gleiche Gläser achten? - aber eine Garantie ist auch das nicht. Das Leben ist halt lebensgefährlich.

    Danke für die Story.

    Thomas

Seite 2 von 2 ErsteErste 12

Ähnliche Themen

  1. Organspende/Transplantation
    Von strike im Forum Politik und Wirtschaft außerhalb Thailands
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 31.05.12, 23:05