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meine Geschichten

Erstellt von Tingtong_Jack, 25.04.2007, 17:34 Uhr · 16 Antworten · 3.181 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Stalker

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    Re: meine Geschichten



    Das ist veröffentlichungsreif ...

    Stalker

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Tingtong_Jack

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    Re: meine Geschichten

    ich sollte vieleicht noch erwähnen dass meine Geschichten bereits in einem anderen Forum zu lesen sind
    aber etwas Schmunzeln kann niergendwo Schaden anrichten und darum habe ich mit gedacht, dass es nicht falsch sei, diese auch hier zu posten
    leider braucht es bei mir immer lange Zeit bis ich wiedermal was aufschnappe oder erlebe aus dem ich dann eine neue Geschichte "spinnen" kann

    mal eine Geschichte die wirklich so erlebt wurde


    Somtam
    Su (meine Freundin) und ich begaben uns zum Markt.
    Da sich bei ihr der Hunger meldete, bestellen wir Essen.
    Patsiju oder so ähnlich wird meine Speise benannt, breite Nudeln mit Gemüse und Fleisch.
    Schmeckt gut.
    Sie bestellt sich Somtam, dass ich zu der Zeit noch nicht kannte.
    Das Somtam wird serviert.
    Oh mein Gott, was für ein Geruch.
    Ich bin froh, noch nicht viel einverleibt zu haben da mein Mageninhalt am liebsten den Rückweg antreten will.
    Nun schliesse ich den Riechkolben mit meinen Fingern.
    Das aber ist doch wirklich unanständig, so was sollte ich doch nicht machen.
    Su macht mich darauf aufmerksam, dass es beleidigend wirken könnte.
    Also Finger weg von meinem geplagten Lufteinlass.
    Die Köchin reagiert mit einem Lächeln.

    Zu Hause suche ich im Internet nach geeigneter Literatur“.
    Nun wird mir einiges klar, Somtam beinhaltet fermentierte Fischsosse.
    Fisch riechen ist für mich schon eine Plage.
    Beinahe täglich nun Somtam.
    Will mal nicht so sein, umklammere mein Riechorgan mit zwei Fingern und probiere ein wenig.
    Brrrrrrrr, Bääääääääh, Schauder.
    Wieder benehme ich mich nicht gerade so, wie es der Anstand gebietet.
    Nun spricht die Herstellerin dieses stinkenden (Entschuldigung) Etwas ein paar Worte zu Su.
    Sie ist verständlicherweise leicht verärgert.
    Ok OK, will mich bessern und setze mich so hin dass der Geruch mich nicht erreichen kann.
    Wie es hier nun mal so ist, sind innert kürzester Zeit die meisten Leute im Dorf über mein Verhalten informiert.
    Gelächter ist zu hören.
    Die Köchin wedelt mir noch die nach Somtam riechende Luft zu.
    Soll ich jetzt die beleidigte Leberwurst spielen?
    Nein, jetzt wird auf Rache gesinnt.
    Da mir mein Sohn noch diverses aus der Schweiz schicken will, bestelle ich auch etwas "räsen" Appenzellerkäse.
    Das ist das am stärksten riechende Milchprodukt der Schweiz.

    Erklärung:
    Für alle, die nicht wissen wie sich das Käsearoma auf die Geschmacksnerven auswirkt, eine kurze Anleitung zur Herstellung dieses Wohlgeruchs.
    Dazu sind absolut keine Vorkenntnisse als Käser nötig
    Als erstes zieht ihr euch feuchte Socken über die am weitesten vom Kopf entfernten Körperteile.
    Danach schlüpft ihr in ältere, aber wasserdichte Gummistiefel.
    Nun das wichtigste... während ca. einem Monat dürft ihr dieselben nicht von den Füssen entfernen.
    Nach Ablauf der vorgegebenen Zeit ist es endlich soweit.
    Entfernt die Gummistiefel von euren Füssen (ev. mit Hammer und Meisel)
    Nun haltet euch die übriggebliebenen Reste der Socken unter eure Nase.
    Nach dem Aufwachen aus der Ohnmacht brauchen die deformierten Nasenschleimhäute vermutlich einige Zeit, um sich zu erholen
    Anmerkung: sollten irreparable Schäden auftreten wird kein Schadenersatz geleistet.
    Auch werden weder Stiefel noch Socken ersetzt
    Erklärung Ende

    Endlich bringt der Postbote das erwartete Paket.
    Den Käse kann man schwach durch die Verpackung riechen.
    Wunderte mich ehrlich, dass die Post das Paket nicht vernichtet hat.
    Doppelt eingeschweisst und trotzdem ist dieser Wohlgeruch deutlich wahrnehmbar.
    Mhhmmmm...
    Su bittet mich, dieses Schweizer Produkt doch draussen meinem Körper zuzuführen.
    Kein Problem für mich.
    Ich bewahre den Käse incl. der Käserinde in einem Kunststoffgefäss auf.
    Nun, irgendwann bleibt leider nur noch die Rinde übrig.
    Jetzt ist die Zeit meiner Rache in Reichweite gerückt.
    Gefäss einige Zeit der Sonne ausgesetzt, damit sich das Aroma voll entfalten kann.
    Dann zum Markt, Somtam-Shop.
    Die Neugierde hat die Inhaberin gepackt und sie fragt mich, was sich in der Box befindet.
    Ich öffne diese und halte sie ihr unter die Nase.
    Die kulinarischen Aromen werden eingeatmet.
    Ein Schrei lässt die Luft erzittern.
    Mit einer Geschwindigkeit, die ich ihrem Körper nie zugetraut hätte, flieht sie nach hinten.
    Sie fuchteln mit den Armen in der Luft und die Leute schauen erstaunt zu ihr.
    Nun ist die Zeit für mich gekommen, um ein Gelächter anzustimmen.
    Nach einigen Minuten traut sie sich wieder etwas in die Nähe.
    Mit ungewohnt lauten Worten macht sie ihrem Unmut Luft.
    Nun muss Su die Dolmetscherin spielen.
    Ich frage die Somtam-Zubereiterin, ob ihr dieser Duft zusagt.
    Su übersetzt mir die vielen entgegengeworfenen Worte mit einen einfachen "nein".
    Gut für mich (in diesem Moment), dass ich der thailändischen Sprache nicht mächtig bin.
    Ich mache ihr nun klar, das Somtam für mich in etwa so riecht, wie sie den Geruch des Käses einstuft.
    Jetzt bekomme ich ein Lächeln zugeschickt, das ich selbstverständlich erwidere.
    Mehr als eine Stunde lang wird noch geredet und gelacht.
    Und immer wieder riechen die Leute an der Käsebox, jedoch öffnen durfte ich sie nicht mehr.

  4. #13
    Avatar von Tingtong_Jack

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    Re: meine Geschichten

    Die Entscheidung

    Es war drückend heiss, als ich beinahe bewegungslos vor dem Haus sass und mich ein wenig umschaute.
    Mein nichts speziell suchender umherirrender Blick erfasste sie.
    Sie stand einfach so da, schlank, allein.
    Ihre Erscheinung zog meine Blicke immer wieder zu ihr hin. Meine Kehle fühlte sich plötzlich trocken an, meine Augen wurden unstet, meine Wangen waren vermutlich etwas gerötet.
    Meine Gedanken drehten sich nur noch um sie.
    War es Voraussehung, dass sie allein vor mir stand, brauchte sie Gesellschaft?
    Je mehr ich sie anstarrte desto unsicherer wurde ich, was ich als nächstes unternehmen sollte.
    Ich konnte schon nicht mehr klar denken.
    Zweifel stieg in mir auf, ob ich das richtige machen werde.
    Es gab für mich nicht allzu viele Möglichkeiten, was in so einem Fall zu tun sei.
    Sollte ich nun meinem Instinkt nachgeben oder meine um sie kreisenden Gedanken einfach ignorieren?
    Den einfachen Weg gehen oder erst mal abwägen, was besser ist?
    Eine Entscheidung musste getroffen werden, nur dasitzen und anstarren schien nicht der Zweck des Lebens zu sein.
    Meine Finger machten unbewusste Bewegungen.
    Ich berührte ihren Hals, er fühlte sich kühl an.
    Dann legte ich meine Hand an ihren Bauch, er war feucht.
    Ich hielt sie fest.
    Eine gewisse Erregung machte sich in mir bemerkbar.
    Ein leichter Schleier wie der Nebel an einem frühen Oktobermorgen lag über meinem Denken.
    Meine Lippen berührten sie aber ich konnte nichts aus ihr herauslocken.
    Endlich hatte ich einen Entschluss gefasst, die Entscheidung war gefallen.

    Ich stand auf und holte nochmals eine volle kühle Flasche Bier aus dem Kühlschrank.
    Jetzt stand die andere Flasche nicht mehr allein auf dem Tisch, und ein bisschen mehr betrunken sein wird wohl nicht allzu viel Schaden anrichten.

  5. #14
    Avatar von songthaeo

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    Re: meine Geschichten

    Ich bedanke mich mal mit 'ner Gegengeschichte :bravo:






  6. #15
    Avatar von resci

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    Re: meine Geschichten

    wie niedlich

    resci

  7. #16
    Avatar von Tingtong_Jack

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    Re: meine Geschichten

    Angriff der Bestien

    Endlich verlassen die Arbeiter den Bau und es ist auch für mich an der Zeit, den Weg nach Hause (im Isaan) anzutreten.
    Etwas ironisch gemeint, da ich die kurze Strecke mit dem Auto zurücklege.
    Das Auto parkiere ich auf einem kleinen Nebenweg, der nach ca. 30 Meter endet.
    Auto verlassen und Türe abschliessen.
    Während ich mich umdrehe, springt mich unerwartet eine etwas gedrungene Hündin an und schnappt nach mir. Ihre Krallen hinterlassen Spuren auf meiner Haut.
    Schon sehe ich eine andere Hündin, die auf mich zurennt und mit voller Geschwindigkeit an mir hochspringt. Ich halte meine Arme abwehren gegen sie, damit sie mein Gesicht nicht erreicht. Kurz zugeschnappt aber ohne Folgen für meinen Arm.
    Da kommt auch noch ein magerer Rüde mit leicht tänzelnden Schritten und springt über die ältere Hündin an mir hoch. Das Maul geöffnet, so dass die Reisszähne im Licht aufleuchten.
    Ich drehe mich zur Seite, um die Hunde abzuschütteln.
    Leichter gesagt als getan.
    Schon schnappt die ältere Hündin nach meinem T-Shirt und die Jüngere will sich mein rechtes Bein vornehmen.
    Der Rüde steht auf seinen Hinterbeinen und versucht, sein Maul in die Nähe meiner Nase zu bringen.
    Da naht unerwartet Hilfe von der jungen Hündin.
    Sie schnappt nach dem Rüden und beide beginnen sich anzubellen und dann springen sie aufeinander los.
    Ich nutze die Gelegenheit und begebe mich über die Strasse zum Haus.
    Die ältere Hündin folgt mir unmittelbar.
    Da passiert mir ein Missgeschick.
    Ich stolpere und falle zu Boden.
    Sofort sind die Hunde über mir und es geht so richtig los.
    Gebell und Gejaule ist zu vernehmen
    Meine Freundin und ihre Mutter schauen, was los ist.
    Mit Tränen in den Augen liege ich am Boden und versuche mich zu wehren.
    Die ältere Hündin jault wie ein kleines Welpen, die Jüngere leckt mir das Gesicht, während der Rüde nach meiner Hand schnappt.
    Da lachen die beiden Zuschauer.
    Ich kann kaum aufstehen, so muss ich lachen.
    Meine Tränen sind vom Lachen.
    Es ist doch immer wieder schön, wie ich von unseren Hunden begrüsst werde, wie sie ihre Freude ausdrücken, dass ich wieder zu Hause bin.

  8. #17
    Avatar von Tingtong_Jack

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    Re: meine Geschichten

    Willkommen

    Früher, als ich noch in der Schweiz lebte, war sie willkommen und wir haben zusammen oft schöne Stunden verbracht.
    Stunden, die ich zum Teil nicht vergessen will.
    Sonnenschein, Regen, Hagel, Schnee, Sturm oder sonstige Unbill hat sie nie davon abgehalten, geduldig zu warten bis ihr Einlass gewährt wurde, und ich war nicht der einzige den sie besuchte.
    Ihre Anwesenheit war aber nie von langer Dauer.
    Nun lebe ich in Thailand und bin nicht sehr überrascht das sie seit einigen Tagen auch hier vor der Tür steht.
    Trotz ihrer Nähe wirkt sie nicht störend und wird oft gar nicht bewusst wahrgenommen.
    Oder man versucht es ein wenig zu verdrängen, was aber nicht so einfach ist.
    Nicht überall ist sie willkommen, bei anderen wiederum ruft sie Ungeduld hervor.
    Es wird viel über sie gesprochen, meistens positiv, jedoch sind in letzter Zeit auch vermehrt negative Äusserungen zu vernehmen.
    Früher war sie irgendwie mehr beliebt und ihre Anwesenheit bedeutete, wenigstens für mich meistens eine gute Zeit.
    An und für sich mag ich sie auch heute noch, betrachte ich sie aber aus anderen Augen, da die vielen vergangenen Jahre mich doch etwas ruhiger gestellt haben.
    Mit dem fortschreitenden Alter ist es auch nicht mehr so wichtig.
    Es gab Zeiten da liess ich mich von ihr stark beeinflussen, was mich doch hie und da etwas nervös gemacht hatte.
    Sie kostete mich auch immer mehr und das war etwas das mir nicht so gefallen hat.
    Nun, dieses mal wird sie mich nicht viel kosten, da ich ihr den Einlass zwar gewähre aber sonst ihretwegen nicht viel unternehme.
    Es werden ruhige Tage sein, ohne Stress, ohne rastlosem hin und herwandern zwischen den verschiedenen Einkaufsläden.
    Einfach nur ein wenig Gefühl aufkommen lassen, Gefühl von Liebe und Geborgensein, von Frieden und Zusammengehörigkeit.

    Und weil Weihnachten bei den meisten von euch auch wieder vor der Tür steht wünsche ich allen noch schöne und besinnliche Festtage.

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