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Meine Einführung ins Paradies

Erstellt von Label1907, 10.10.2005, 14:28 Uhr · 95 Antworten · 9.055 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von Label1907

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    Re: Meine Einführung ins Paradies

    Hier noch mal in groß



    Gruß
    Label

  2.  
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  3. #72
    Avatar von bigchang

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    Re: Meine Einführung ins Paradies

    danke label,an der zweiten bar von links hatten wir damals viel spass,waren ein paar englaender und ich,die eine besitzerin des ganzen komplexes war auch oefter da

    gruesse matt

  4. #73
    Avatar von Label1907

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    Re: Meine Einführung ins Paradies


    Unser zweiter Tag in Pattaya brach an. Die Frühaufsteher tummelten sich schon am Pool. Ich hatte es bisher nie geschafft vor 11 Uhr zu erwachen. Warum auch. Na’s Gemütszustand schien besser als vorherige Nacht. Sie könnte vom Sternzeichen her Waage sein. In einen Moment bester Laune und im anderen Moment zu Tode betrübt. Dieses Wechselbad der Gefühle kannte ich aus meiner vorherigen Beziehung. Ich scheine solche Frauen wohl anziehend zu finden, anders konnte ich es mir nicht erklären. Die beiden Turteltäubchen Micha und Jaeb klopfen an unsere Zimmertür. Ich registrierte ein lautes AAAAbbbbbffaahhhrrrt!!!. Da schien einer unternehmungslustig. Micha wies darauf hin heute ein wenig zu shoppen, schließlich standen einige Besorgungen auf der Liste. Ein Tag Bangkok würde bestimmt nicht reichen um allen in der Heimat ein Mitbringsel zu überreichen. Da es hier Nas Revier ist, führte sie uns in ein entsprechendes Einkaufszentrum. Ich deckte mich mit reichlich Schuhen ein. Adidas und Puma-Duplikate für 8 Euro aufwärts. Den Tag über schlinderten wir von einem Geschäft ins andere. Na wollte sich gerne neue Unterwäsche zulegen und ging in ein entsprechenden Laden. Ich schaute mir das Spektakel an. Ihren Geschmack konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Sie bevorzugte eine Art Bomberunterwäsche. Meine Oma fänd dies bestimmt modisch. Ich zeigte ihr die etwas ansprechendere Unterwäsche. Sie zirrte sich und lachte lauthals. Sie ließ mich zu verstehen wissen, das sie so etwas nicht möge. "To shy". Sehr komisch, arbeitet in der "Toruistenbranche" und schämt sich so etwas zu tragen. Anscheinend störrte es die Vorgänger nicht. Muß wohl am Alkoholspiegel gelegen haben.



    Am späten Nachmittag kehrten wir wieder ins Hotel zurück. So lange Einkaufstouren erschöpfen mich immer. Keine Ahnung woran das liegt. Nach 90 Minuten Fußball bin ich nicht so kaputt wie nach einem Einkaufsmarsch. Liegt wahrscheinlich auch an der psychischen Belastung. Damen-Boutiquen und vor allem Schuhläden haben eine beängstige Wirkung auf mich. Wir ruhten uns ein wenig aus. Draussen dunkelte es schon. Micha und ich berieten uns in Bezug auf das nächtliche Programm. Die Einigung erfolgte schnell. TK. Uns gefiel die Musik der Lokalität nicht sonderlich, aber Na würde bestimmt gerne ihren Geburtstag mit Freundinnen feiern. Uns dürstete es ein wenig. Die beiden Mädels baten uns in einen Beauty-Salon zu gehen. Micha und ich guckten uns nur skeptisch an. Nein danke. Also gingen sie alleine. Treffpunkt 20 Uhr am Hard Rock Cafe. Also genug verblieb uns genügend Zeit die Gegend ein wenig alleine zu erkunden. Wir schlinderten durch die Straßen und suchten nach einem geeigneten ruhigen Etablissement. Dies erwies sich als schwer. An jeder Bar die wir streiften schossen uns 10 bis 20 Frauen entgegen. Es ist sehr angenehm so bezirpt zu werden, doch auf Dauer kann dies nerven. War es denn so schwer gemütlich einen Drink zu sich zu nehmen. Wir liefen zirka 30 Minuten durch die Gegend um eine etwas ruhigere Bar zu finden. Das darauffolgende Bier erwies sich als köstlich erfrischend. Die Bardamen,zwei sehr hübsche junge Frauen, zuckten die "4-Gewinnt-Spiele" heraus. Do you want to play games. Aber natürlich. Einige Biere und Long-Drinks streiften über die Theke. Meine Spielgenossen wirkte sehr sympathisch und vor allem attraktiv. Ich tippte Micha auf die Schulter. "Wir sind wirklich saublöd", erwähnte ich ihm. "Da fahren wir mit Begleitung in dieses Frauenparadies". Micha schüttelte ebenfalls den Kopf. Die Zeit verstrich. Ich fragte meinen Kumpanen wie spät es sei. Er brauchte etwas länger doch dann sprang er wie von der Terantel gestochen auf. Zwanzig nach Acht. Ach Du Schreck. Kaum zu glauben das es schon zur vorgerückten Stunde war. Nun ja, bei dem Anblick der Bardame konnte ich so einige vergessen.



    Wir hüpften auf das nächste Fortbewegungsmittel und nahmen Kurs aufs Hard Rock. Fünf Minuten später trudelten wir dann auch ein. Jaeb und Na saßen wartend auf einer Bank. Der Anblick haute mich direkt aus den Schuhen. Ich traute meinen Augen nicht. Meine Knie schienen wackelig und das lag nicht am Bier. Der Beauty-Salon verrichtete erstaunliches. Das heißt er verpaßte nur den letzten Schliff. Beide im ähnlichen Look. Langes gewelltes Haar und ein schwarzes Outfit. Die braune Haut ließ den Gesamteindruck erschimmern. Jetzt wußte ich warum ich in Begleitung hier strandete. Na sah bezaubernd aus. Die beiden schienen nicht verärgert, Gott sei Dank. Wir aßen anschließend eine Kleinigkeit und lauschten der Live-Musik. Überwiegend Farangs besuchten an diesem Abend das Hard Rock. Es tat richtig gut zur Abwechslung den Klängen der Rockmusik zu lauschen. Für mich als Elvis Sympathisant, fiel natürlich sofort der King of Rock in Glas verewigt hinter der Bühne auf. Michas Gefühlszustand schien vor Glückshormonen überzusprudeln. Er erwähnte mir ständig Jaeb mit nach Hause nehmen zu wollen. "Warum nicht, dann vollziehe es doch", erwiderte ich ihm.

    Der Weg führte uns weiter in die Walking Street. Na wirkte sehr begeistert von unserem Anliegen ins TK zu gehen. Die Musik erwies sich am heutigen Abend besser als zuvor. Zum Glück. Der Abend schritt voran. Zwölf Uhr. Zu meinem erstaunen tat sich nichts. Wir sangen Na ein Ständchen, drückten Sie kräftig und gratulierten. Es wirkte ein bisschen peinlich für sie. Aber warum. Ich fragte warum ihre Freundinnen keine Rührung zeigten. Selbst ihre Zimmergenossin schien in Vergessenheit geraten zu sein. Na erwähnte das dem keine sonderliche Bedeutung gewidmet wird. Komisch, komisch. Eine Stunde später verließen wir das TK und besuchten eine andere Discothek. Diese gefiel uns sehr gut. Hervorragende Musik und bestens klimatisiert. 2 Uhr, die Musik erlosch. Daran kann ich mich einfach nicht gewöhnen. Wir wirkten alle noch frisch. Na führte uns weiter. Nach Ladenschluss der normalen Lokalitäten öffnet immer ein Technobunker. So, so das hörte sich gut an. Wir liefen ein Stück und maschierten in eine Art Pfarrzentrum. So sehen die zumindest bei uns aus. Dort ließen wir den Abend ausklinken. Bevor wir ins Hotel zurückkehrten, besorgte Na noch ein wenig Barbecue. Wir aßen im Hotelzimmer und liebten uns anschließend. Na sagte zu mir während dessen "Take out Condome". Wie take out, bist Du besoffen dachte ich mir. Dies schien sie wohl von mir zu denken. Das kommt gar nicht in die Tüte, daß heißt es kommt nur in die Tüte. Sie ließ nicht locker. Me not come when do not take out. Dein Pech erwiederte ich. Das fehlt mir noch mit einem kleinen Mitbringsel nach Hause zu kommen. Guter Versuch, sie akzeptierte es. So endete unser kurzer Besuch in Pattaya. Am nächsten Tag sollte es nach Bangkok gehen.




    Na mit Zimmergenossin (links)









  5. #74
    Avatar von phi mee

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    Re: Meine Einführung ins Paradies

    Die Unterwäschegeschichte wiederholt sich wohl öfters in der einen oder anderen Art.

    Meine Frau wollte sich in LOS auch mit Unterwäsche eindecken, weil es dort natürlich erheblich günstiger ist. Allerdings hat sie sich zu meinem Glück dem europäischen und meinem Geschmack angepasst. Unsere beiden Mädels waren mit dabei. Mir wurde bei der stundenlangen Wühlerei meiner Frau allerdings ein wenig langweilig also schaute ich mal was die Töchter so trieben.

    Die Unterwäsche die sie so durchwühlten laufen hier unter dem Sammelbegriff "Liebestöter" ;-D . Einige schicke Strings die ich ihnen zeigte erzeugten nur entsetztes Kopschütteln.

    Da es Nachts in Bangkok ja so entsetzlich kalt ist bekundeten sie interesse an langen Nachthemden. Schön bunt mit Bilder wie sie Kinder halt gerne tragen. Also habe ich jeder ein Nachthemd mit einem großen aufgedrucken Teddybären gekauft. Gehört sich für meinen Fanclub auch so.

    Als ich den Mädels dann noch ein Negligé zeigte und bemerkte, dass das die Nachtkleidung wäre sobald sie verheiratet sind erntete ich wieder nur entsetzte Blicke und die Aussage so etwas würden sie niemals anziehen. :schuettel:

    Wohlgemerkt die Mädels sind auch schon 21 und 22.


    phi mee

  6. #75
    Avatar von Label1907

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    Re: Meine Einführung ins Paradies

    Hallo phi mee,

    Du hast also auch mit den Liebestötern bekanntschaft gemacht.

    Witzig witzig.
    Zum Glück teilen nicht alle Frauen diese Meinung. :bravo:

    Schönen Abend noch.

    Gruß
    Label

  7. #76
    Avatar von Label1907

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    Re: Meine Einführung ins Paradies


    Noch zwei Tage blieben uns im wunderschönen LOS. Den Einblick ins Paradies "Samui" hatten wir bekommen. Mit dem Ballermann Thailands "Pattaya" wurden wir ebenfalls konfrontiert. Jetzt fehlte noch ein kleiner Einblick ins Großstadtleben. Den sollten wir bekommen. Früh morgens startete unsere Weiterfahrt nach Bangkok. Das Hotel orderte uns ein Taxi. Es erwies sich als etwas beengt mit 4 Personen plus Taxifahrer. Ich saß hinten mit den Mädels J. Das Gepäckproblem (Michas und mein kompletter Hausrat) wurden so gut es ging verstaut. Nun ja, die Kofferraumhaube ließ sich natürlich nicht schließen. Ich hatte ein bisschen bedenken. Kein Wunder bemerkt hätten wir einen Verlust während der Fahrt bestimmt nicht. Von Pattaya bis Bangkok brauchten wir mit Pause etwa 2 Stunden. Preis 1.300 Baht, müßten es gewesen sein. Micha hatte uns vorher ein Hotel gebucht. Bei der riesigen Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten war es auch gut so. Der Fahrer setzte uns am Hilton Hotel ab. Typisch Amerikaner, schon witzig vor der Einfahrt via Metalldetektor durchleuchtet zu werden. Jaeb und Na’s Augen funkelten beim Einlauf in die Empfangshalle. Die Preise des Hotels sind natürlich enorm. Mit entsprechendem Rabatt aber tragbar. Jaeb nahm an, das eine Übernachtung cirka 10000 Baht kosten würde. Wir ließen sie in dem glauben und schauten uns die verwunderten Gesichter an. Unsere Zimmer lagen in der 18. Etage. Von dort aus ein herrlicher Blick über Bangkok.









    Wir legten eine Stunde Entspannung ein. Mir ging es nicht sonderlich gut. Mein Magen schien einen Krieg auszufechten. In 30 Minuten mußte ich 8 mal die Toilette besuchen. Ich ließ Mahlzeiten am Vortag revue passieren. So scharf war es doch gar nicht. Shopping stand auf dem Programm. Bangkok sollte dafür ja ein passender Ort sein. Wir nahmen den Shuttlexpress vom Hotel in Anspruch, der uns zum Skytrain beförderte. Die Bitte nach einem Taxi wurde uns abgeschlagen. Wir sollten lieber den Train nehmen. Das wäre eine enorme Zeiteinsparung. Während der Fahrt wußte vernahm ich warum. Kaum zu glauben wie viele Autos sich durch die Straßen schlengelten. Taxifahren erfordert hier eine Menge Geduld. Wir führen mit dem Skytrain drei Haltestellen und nahmen Kurs auf ein Einkaufszentrum. Wo es sich genau befindet kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Mir schwebt nur noch vor das das Hard Rock sich in unmittelbarer Nähe befand. Mein Magen machte sich wieder bemerkbar, diesmal verstärkt von Krämpfen. Ich dachte mir nichts dabei. Die nächsten drei Stunden verbrachten wir in diesem Shopping Center und deckten uns mit reichlich Klamotten ein. Eine rosa Kabinenreihe verwunderte mich. Siehe Foto.



    Nach genaueren Hinschauen mußte ich lachen. Da saßen in den einzelnen Kabinen drei bis vier Personen und sangen Karaoke. Bei genaueren Betrachten schienen auch noch alle Möglichkeiten besetzt zu sein. Ein komisches Völklein. Gehen beim Shoppen einfach mal eine Runde singen. Bei uns wäre das gar nicht vorstellbar. Während des 3 Stunden Shopping-Marathons (die Füße streikten so langsam ihren Dienst) mußte ich erneut fünf mal das örtliche WC aufsuchen. Die Krämpfe verschlimmerten sich. Ich schien etwas verdorbenes gegessen zu haben. Wahrscheinlich das Barbecue vom Vortag. Micha und die beiden Mädels überkam der Hunger. Wir legten einen Stop bei Pizza Hut ein. Beim Anblick des Essens überkam mich eine Übelkeit. Ich bekam nicht einen Bissen runter. Mein Zustand verschlechterte sich. Meine Sitzhaltung nahm so langsam den 90 Grad Winkel ein. Es hatte keinen Sinn mehr und ich fragte Na ob es in Ordnung wäre zum Hotel zu fahren. Sie willigte ein. So endete meine Einkauftour. Micha hatte noch einige Besorgungen auf seiner Liste und blieb. Bei der nächstliegenden Apotheke besorgte Na mir ein paar Medikamente und wir fuhren anschließend mit dem Sky Train zurück. Wie lang eine Haltestelle sein kann wurde mir da bewußt. Ein verdorbener Magen ist kein Zuckerschlecken. Angekommen legte ich mich ins Bett.
    Na kümmerte sich wirklich reizend um mich. Frische Umschläge sorgten für eine Erfrischung. Micha und Jeab trudelten zwei Stunden später.

    Die beiden hatten natürlich vor das Nachtleben zu erkunden. Schließlich ging morgen der Flug nach Hause. Mein Wohlbefinden ärgerte mich, den ich mußte passen. Ich konnte keine drei Meter ohne gekrümmte Haltung laufen. Ich schlug Na vor mitzugehen. Sie streubte sich ein wenig, aber auf meine Bitte ging sie mit den beiden. Drei Stunden später gegen 0 Uhr kamen die drei wieder. Schien ja kein erfolgreiches Unterfangen gewesen zu sein. Sie besuchten zwei drei Lokalitäten die von ihnen nicht sonderlich Zuspruch fanden. Mir ging es immer noch nicht besser. Micha schlug vor einen Arzt zu ordern. 12 Stunden Flug können furchtbar lang werden. Nach guter Überlegung stimmte ich ein. Der Arzt traf direkt nach einer halben Stunde ein. Einige Tabletten und Spritzen sollten mich aufpeppeln. Lebensmittelvergiftung die Diagnose. Viel bekam ich so von Bangkok nicht mit.

    Der Abschiedstag brach an. Kaum zu glauben wie schnell manchmal die Zeit vergeht. Ein Taxi kuschierte uns zum Airpot. Wir aßen eine Kleinigkeit und nahmen so langsam Abschied von den beiden. Eine Welt brach für mich zusammen. Noch nie zuvor hatte ich so Probleme loszulassen. Na sagte mir das ich nicht trauern sollte. Schließlich würde sie mich in 3 Wochen besuchen. Einfach gesagt als getan. Sie legte mir Nahe die Einladung schnell zu besorgen. Kein Problem dachte ich mir. Der Zeitpunkt war gekommen. Wir verabschiedeten uns. Innige Umarmungen folgten. Jaeb konnte ihre Trauer nicht verbergen und ließ ihren Tränen freien Lauf. Wir checkten ein. Das saßen wir nun. Trauer und Weide. Zusammen eine riesige Trauerweide. Noch nie zuvor im Leben waren wir so am Boden zerstört. Das Erlebte schien zu überwältigend. Nach zirka 13 Stunden landeten wir in Frankfurt. Der nächste ICE brachte uns dann in die Heimat.

    Da wir Samstag hatten schwebte uns vor ein paar Bierchen zu trinken. Die Reisestrapazen machten uns ein Strich durch die Rechnung. Am nächsten rief ich Na an. Ich hatte mir zuvor eine günstige Vorwahl aus dem Internet heraus gesucht.
    Sie erwähnte wieder quickly quickly in Sachen Einladung. Ich ging direkt Montag morgen zur Ausländerbehörde. Ich dachte mir die kurz vor der Arbeit zu besorgen. Falsch gedacht. Die Gang durch den Metalldetektor versetzte mich ein wenig ins Grübeln.8 Uhr öffnete das Amt. Ich kam eine Viertelstunde früher. Ich tölpel stellte mich zuerst in der falschen Etage an. Hatte nicht auf den richtigen Asienbereich geachtet. Nach kurzer Erläuterung des Beamten ging ich eine Etage tiefer. Der Anblick versetzte mich in Schrecken. Zirka 40 Personen standen vor der einen Tür. So Mist, das konnte doch nicht wahr sein. Ich verlegte mein Vorhaben auf den nächsten Tag. Schließlich konnte ich am ersten Arbeitstag nicht zu spät erscheinen. Am Dienstag ging ich dann ein wenig früher los. Betrat die Räumlichkeiten des AA um viertel nach Sieben. Und wieder erschrak ich. 20 Personen trudelten vor mir ein. Ich trug mich in die Liste ein und wartete. Nach zwei Stunden und 8 Leuten vor mir beschloss ich zu gehen. Das konnte doch nicht wirklich alles wahr sein hier. Ich teilte Na mein Problem mit. To much customer. Sie wirkte sehr verärgert. In ihrem Thai-Englisch warf sie mir "you speak lie" an den Kopf. Ihr vorheriger Freund aus England hätte das gleiche behauptet. Ihm fehle die Zeit dafür. Ich versprach ihr eine Woche darauf mich darum zu kümmern. Ich telefonierte täglich mit Na. Sie wirkte oft sehr launisch. Ich solle schnell machen, sie könne nicht so lange warten. Komisch, komisch.

    7 Tage später nahm ich erneut Anlauf bei AA. Diesmal noch ein wenig eher konnte ich unter den ersten 10 Personen einen Platz finden. Nach einer Stunde Wartezeit kam ich endlich an die Reihe. Ich legte dem Beamten mein Anliegen vor und er verwies mich auf einen anderen Raum. Einladungen gibt es gesondert. Ja super, dachte ich mir. Erneut anstellen und warten. Woher sollte ich das vorher wissen. Zum Glück stand nur eine Frau auf der Warteliste. Nach weiteren 10 Minuten kam ich an die Reihe. Zirka zehn Minuten später hatte ich die Einladung. Na wird sich freuen dachte ich mir. Was für ein Hühnerhaufen dieses AA ist. Keine Wartemarken. Eine eigen angefertigte Liste und völlig überforderte Beamte. Ich fuhr zur Arbeit und rief Na an. Sie wirkte überglücklich. "I spend my life with you" ertönte es am anderen Ende des Hörers. Ich ließ ihr die Einladung via Post zukommen. 6,90 Euro ein akzeptabler Preis.

    Nach 5 Tagen hatte sie die Post in Pattaya. Ich fragte sie nach dem Ticket. Wie es jetzt aussehe. Ihre Aufbruchstimmung schien eingeschrenkt. Sie habe nur die Hälfte des Geldes. Ob ich ihr den Rest geben könnte. In meiner derzeitige abgebrannten Situation völlig unmöglich. Was erzählte sie mir da. Vorher hieß es sie habe die Hälfte und den Rest würde ihre Schwester in Berlin lebend mit eine Restaurantbesitzer bekommen. Schöne Geschichte. Anscheinend ein wenig weit hergeholt. Die darauffolgenden Telefonate endeten im Streit. Meine Telefongesellschaft meldete sich. Wenn ich so weiter telefonieren würde könnte ich für das Geld lieber darunter fliegen. Ich hätte ein erhöhtes Callvolume. Ja wie, ich hatte doch eine Vorwahl benutzt. Das täte ihnen leid aber bei meinem Uraltvertrag gelten diese Vorwahlen nicht. Spitzenmäßig. Meine Rechnung belief sich auf 550 Euro. Darauf mußte ich mir erstmal ein Faß Bier trinken. Am nächsten Tag maschierte ich in einen Callshop und besorgte mir eine Telefonkarte. 100 Minuten 3,50 Euro. Hätte ich das mal vorher gewüßt. Hinter her ist man immer schlauer. Teures Lehrgeld. Ich erzählte Na von meinem Maleur. "Sorry", sagte sie. Das hätte sie vergessen mir zu erzählen. Super.

    In den darauffolgenden Tagen erfuhr ich das Na auch die Hälfte des Ticket-Geldes nicht hätte. War klar, hätte ich mir denken können. Die Zeitraum zwischen unseren Telefonaten vergrößerte sich. Wir stritten des öfteren. Dann verlor sie ihr Handy und unser Kontakt brach ab. Micha und ich trauerten 8 Wochen lang LOS hinterher. So lange brauchten wir um uns zu aklimatisieren. Das nachtleben in Deutschland bereitete uns keinen Spaß. Wir brauchten ein Ziel. Also stand eine Buchung bevor. Nach genau drei Monaten unseres First-Contacts sollte eine erneute Einreise erfolgen. Micha hatte übrigens ähnliche Erfahrungen in Bezug auf die Telefonrechung gemacht. Seine belief sich aber nur auf 300 Euro. Nur ist gut. Er besorgte sich ebenfalls Telefonkarten und bleib mit Jaeb in Konatkt. Dies war unsere "Einführung ins Paradies" (Mai 2005). Im August ging es also wieder los. Ich für zwei Wochen und Micha für 3 Wochen. 7 Tage eher also. 4 quälende Wochen standen uns bevor. Das Ticket nagelte ich mir übers Bett. Es verursachte ein freudiges Lächeln am Morgen.

    Vielen Dank allen Interessenten am Teilhaben meiner Geschichte.:bravo: :bravo: :bravo:

    Meine zweite Geschichte verfasse ich in Kürze.

    "Manchmal kommen sie wieder"
    Es sollte ein schönerer Urlaub werden und wurde es.
    Diese Erzählung unterlege ich mit mehr visuellen Eindrücken
    Inhalt unter anderem:
    - meiner erste Body to Body Oil Massage
    - aus dem Duo wurde ein Trio
    - meine erste Blackmoon-Party
    - meine erste Einreise in den Isaan (Chaiyaphum, Khon Kaen)

    Gruß
    Label

  8. #77
    Avatar von phi mee

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    7.486

    Re: Meine Einführung ins Paradies

    Hallo Label,

    danke für deine Story!


    Das mit dem Hühnerhaufen beim Ausländeramt Essen stimmt. Allerdings geht das mit der Verpflichtungserklärung doch verhältnismäßig schnell.
    Die Menschenmassen stehen auf der anderen Seite der Etage zwecks Verlängerung der Aufenhaltserlaubnis und ähnlichem.

    Da werden morgens auch Nummern vergeben, allerdings im Schneckentempo abgearbeitet. 2 - 3 Stunden Wartezeit sind dort leider normal.

    Was war das mit eurer Telefonrechnung???
    Mit den günstigen Vorwahlen wie z. B. 0 10 29 oder 0 10 81 bekommst du doch den Minutenpreis angesagt. Selbst bei einem uralt Telekom Analog Vertrag kein Problem. Einige Provider lassen diese Vorwahlen allerdings nicht zu. Dann sollten diese Nummern nicht funktionieren. Eine überhöhte Abrechnung des Providers ohne vorherige Information halte ich da aber für rechtlich sehr bedenklich.

    Schließlich geht es ja um eine Differenz von einigen hunder Euronen!


    phi mee

  9. #78
    Avatar von Label1907

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    402

    Re: Meine Einführung ins Paradies

    Stimmt die Einladungserklärungen bekommt man recht schnell. Meine Unwissenheit ließ einige Zeit verstreichen. Wie soll man auch Ahnen die Verpflichtungserklärung gesondert zu bekomen. Ja ich weiß Fragen bringt einiges. Lehrgeld sozusagen.

    Tja, die liebe Telefonrechnung. Mein Anbieter ist Arcor. Ich habe meinen Vertrag seit 2002. Ich benutzte die günstige Arcor-Vorwahl. Sollte angeblich 10 Cent die Minute kosten. Über Bandansagen wußte ich nicht bescheid. habe mich darauf verlassen bis Post kam. Der Servicemitarbeiter erläuterte mir das ich, glaube 2004 war es, erst die Vorwahlen gelten. Mein Vertrag sei zu alt. Somit hatte ich Pech. Bei meinem letzten LOS-Urlaub traf ich jemanden der das gleiche Problem hatte. Ebenfalls eine sehr hohe Telefonrechung. Sehr sehr teures Lehrgeld.

    Gruß
    Label

  10. #79
    Haatyao
    Avatar von Haatyao

    Re: Meine Einführung ins Paradies

    :bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo: :bravo:

    danke für die geschichte. hat wirklich spaß gemacht sie zu lesen und (fast) täglich von thailand und dem ersten eigenen mal zu träumen.

    jetzt warte ich erwartungsvoll auf die vortsezung!

    also schnell ran an die tastatur und schreiben


    bis dahin
    haatyao

  11. #80
    Avatar von Label1907

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    Re: Meine Einführung ins Paradies

    Im zweiten Urlaub sind zirka 500 Fotos entstanden.
    Das verursacht noch mehr Fernweh nach LOS.

    Versuche schnellstens was online zu stellen. Arbeite dran

    Gruß
    Label

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