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Mein Privates Tagebuch

Erstellt von Serge, 11.05.2004, 08:30 Uhr · 1.164 Antworten · 64.307 Aufrufe

  1. #941
    Avatar von nana

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    Re: Mein Privates Tagebuch

    @ Serge

    zu 1.
    von Karlheinz......

    Das ist für mich, neben den Informationen, der noch wichtigere Teil Deiner Präsenz im Forum.

    Wer einmal mit Dir dort unterwegs war, und Dich nur ein wenig beobachtet, lernt mehr als durch das Lesen dessen, was so manch "Wissender" geschrieben hat
    ...............

    und ja ich hoffe du nimmst mich mal mit ins CM 2.....

    Appropo wie hießen denn die 3 Engel (in den schwarzen Kostümen vor allem die mit den gewellten Haaren ganz rechts aussen)....die dich den nächtens bzw. morgens begrüßten oder verabschiedeten....... ;-D

    Gruß Ted

  2.  
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  3. #942
    Avatar von Serge

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    Re: Mein Privates Tagebuch

    Zitat Zitat von nana",p="319091
    und ja ich hoffe du nimmst mich mal mit ins CM 2.....
    Gibst einen aus? ;-D

  4. #943
    Avatar von Serge

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    Re: Mein Privates Tagebuch

    Donnerstag, 2 Maerz 2006
    In aller Herrgottsfruehe, um 5.30h, sind wir aus Bangkok los. Unser Ziel, Kanchanaburi, besser gesagt Amphoe Saiyoke.


    Gemeinsam mit Tui war ich auf einer Reise durch verschiedene Ressorts in der Gegend, so eine Art Marktstudie, und zu dieser Rundreise nehme ich Euch einfach mal mit.

    Erste Station war das Legacy Ressort, am River Kwai Noi.

    Ein etwas aelteres Ressort, ca. 15 Jahre alt, mit einem recht weitlaeufigen Garten und direkt am Fluss gelegen.

    Hier das Flu(o)ssrestaurant.


    Und so wird Reet gesteckt. Reetdach von hinten. Strang fuer Strang ueber eine Latte geknickt und dann gekontert.


    Die Haeuser im Legacy sind alle im Blockhausstil. Entweder, wie dieses hier, als Einzelhaus, oder

    als Doppelhaus, also zwei Familien pro Haus. Es gibt hiervon diverse Varianten, dieses sind nur zwei Beispiele.




    Hier die Zimmer von innen.

    Badezimmer.


    Betriebseigene Eisenbahn. Das Gelaende ist recht weitlaeufig, da macht dieses Gefehrt schon echt Sinn.

    Der ueppige Garten des Legacy.

  5. #944
    Avatar von Serge

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    Re: Mein Privates Tagebuch

    Dieses Gebaeude im Legacy hat mir sehr gefallen. Es ist das Massagehaus, und ganz per Hand aus Lehm gebaut. Drinnen immer recht kuehl, leider wurde das Foto nichts.

    Das naechste Ressort war dann das
    ebenfalls am Kwai Noi gelegen.

    Aber halt - wenn man in dieser Gegend ist, muss man immer auch an zwei Dinge denken - den Fluss
    der nicht nur durch den zweiten Weltkrieg beruehmt wurde, der River Kwai,
    und die fast noch beruehmtere Eisenbahnstrecke, die sogennante Death Railway - Eisenbahn des Todes am River Kwai.

    Wie man leicht sehen kann befindet sich das Ressort, alle Haeuser sind sogennate Rafts oder Floesse, genau gegenueber der beruehmten Strecke.

    Restaurant am Fluss.

    Lobby

    Von der Bruestung des Restaurants konnte man hunderte Fische im Wasser sehen. Man haette diese geradezu mit der Hand fassen koennen. Faszinierend. Der Fluss ist voll davon.

    Aber nochmal zur Eisenbahn. Irgendwie kommt man nicht umhin, wenn man sich an den Ufern des Kwai bewegt, sich von dieser in den Bann ziehen zu lassen. Ich habe mal mit Khun Charoon, siehe oben, eine Recherche ueber die Eisenbahn am River Kwai gemacht, unfassbar, was da so alles passierte. In diesem Zusammenhang haben wir Japaner, Neuseelaender, Australier, Hollaender, Briten und Thais, alles Zeitzeugen, interviewt. Ich werde dazu mal bei Gelegenheit etwas mehr schreiben.

    Und wie auf Bestellung, kam dann auch noch ein Zug vorbei.
    Wie immer im Schrittempo kraechzte und aechzte sich der Zug ueber die mehr als 60 Jahre alten Brueckenpfeiler. Unglaublich das diese Arbeit so lange haelt! Wenn man zudem noch bedenkt, auf wieviel Blut diese Strecke steht.

  6. #945
    Avatar von Serge

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    Re: Mein Privates Tagebuch

    Nach dem Besuch im Jungle begaben wir uns in das Hinterland von Saiyoke.

    Dort gab es ein Ressort, welches mir persoenlich sehr gut gefiel, wenn es auch seine besten Zeiten wohl eher hinter sich hat - oder aber noch vor sich?


    Dieses Ressort gehoert zu einem der immer noch vielfach anzutreffenden Krisenobjekten. Toll gelegen, meiner Meinung nach, befindet es sich nach wie vor in dem beruehmten Zwist zwischen Bank, Ex-Eigentuemer und Glaeubigern. Wenn man sich nur mal vorstellt, was aus diesem Grunde in Thailand alles noch brach liegt, ein Jammer.

    Jugendherberge im Thai Style.

    Dieser Swimming Pool hat auch schon mal bessere Zeiten gesehen.

    Der Lobbybereich aus Naturstein gebaut.

    Nach dem Besuch im Family Resort ging es zu einem anderen Krisenobjekt, das sich aber langsam wieder faengt.

    Khun Juay hatte dieses Projekt in 1996 begonnen, es dann abrupt in 1997 beenden muessen und in der Folge bankrott gegangen. Fing dann an, mit Fertig-Sandwiches, essbereit zubereitet und auf der Strasse verkauft, ein Vermoegen zu machen, und kaufte dann alles von der Bank in einer Auktion zurueck.

    In den letzten vier Jahren hat er dann nach und nach die Haeuser renoviert und jetzt schon in einem Jahr vier von 20 verkauft. 2 davon an deutsche.

    Den Garten hat seine Tochter neu gestaltet.

    Und auch schoen gelegen, an der gleichen Biegung wie das Family Ressort, im Hintergrund zu sehen.

    Aber nicht nur schoen,
    sondern auch Geschichts- oder Legendentraechtig. Denn an dieser Stelle ereignete sich einst....

    Es war um die letzte Jahrhundertwende, als Rama V sich auf der Rueckreise von den Provinzen befand. Mit seiner Bootseskorte war er flussabwaerts auf dem River Kwai unterwegs. Naturlich sprach sich herum, das der Koenig auf dem Fluss sein wird, allerdings war es zu dieser Zeit verboten sich dem Koenig zu naehern. Wer sich dem widersetzte wurde auf der Stelle erschossen. Ein Farmer jedoch, Gaeng Awiram (oder so aehnlich...) wollte davon nichts wissen, und er hatte nur einen Traum, einmal Rama V aus naechster Naehe sehen.

    Also machte er sich auf den Weg, und studierte den Fluss, als er schliesslich auf diese Stelle traf. Bei Niedrigwasser kommen hier die Felsbrocken zur Oberflaeche, und der Schiffsverkehr gehoerig ins Stocken. Da, als der Koenig sich auf dem Fluss befand, Niedrigwasser herrschte, befand Gaeng, dies sei der geeignete Ort. Er packte sich einen riesigen Korb, bis an den Rand gefuellt mit dem besten Obst, auf den Kopf, als der das Boot sich naehern sah. Als dieses die Stelle erreichte und gaenzlich zum stoppen kam, naeherte sich Gaeng dem Boot des Koenigs. Dieser erkannte die gute Absicht des Mannes, und befahl seinen Wachen, nicht zu schiessen. So kam es, das Gaeng und der Koenig mitten auf dem River Kwai ein kleines Schwaetzchen hielten und der Koenig die von Gaeng angebotenen Fruechte genoss. Der Koenig sagte, auf die nahegelegene Vogelinsel zeigend, dass dies ein besonderer Ort sei, voller Leben, und als er Gaeng als einzigen an dieser Stelle sah, er wusste, es sei ein gutes Zeichen. Seit dieser Zeit heisst die Stelle des Flusses hier Gaeng Awiram und die Insel Ko Nok oder die Vogelinsel.

    Warum diese Geschichte? Khun Juay ist der Ueberzeugung, das dieser Platz nicht untergehen kann (darf!!), da er vom Koenig gesegnet - als gut befunden - wurde. Darum wollte er auch mit aller Macht dieses Projekt zurueck, da er hofft, das so seine Familie noch ueber Generationen den Segen Rama V's erhalten wird. Karmische Geschaefte.

  7. #946
    Avatar von Serge

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    Re: Mein Privates Tagebuch

    Da hier ja gerade ein wenig der Maerchenonkel durchkommt, gleich noch eine Geschichte. Dieses ist der Ton Nguw - Nju gesprochen. Bei diesem Baum hat es eine besondere Bewandnis.

    Ein Ehebrecher, der entweder neben seiner Frau eine weitere hat oder aber die Frau einem anderen entreisst, muss zur Strafe in der Hoelle bis zum Ende seiner Schuld den Ton Nguw heraufklettern. Von unten bedrohet ihn dabei zaehnefletschend eine Hundemeute und von oben hacken Kraehen auf den Suender ein. Mit dem Erfolg, das er eine Ewigkeit auf diesem doch recht schmerzenden Baum kletternd verbringen darf. Man denke an die Haltung beim klettern und die meist schmerzende Stelle...

    Thai Baumwolle. Das Zeug war so zaeh, das ich nachts noch Fasern in meinem Hemd fand.

    Modern Times...

    Zum Abschluss ging es dann noch in eines der erfolgreichsten Ressort in dieser Gegend - dem Pueng Waan - der suessen Biene.




    Tui beim Spaetnachmittag Nickerchen am River Kwai.

    Das Pueng Waan legt ungeheuren Wert auf seinen riesigen Garten, der praktisch als Ressorteigenes Naherholungsgebiet genutzt werden soll. Weiss nicht wieviel, denke aber der gesamte Garten ist gute 40 Rai gross.




    Der schoenste Moment einer jeden Thailand Reise, die Abreise.

    Wir haben noch ein paar mehr gesehen, aber bei einigen sind wir gar nicht erst ausgestiegen. Empfehlungen kann ich keine geben, da ich in keinem wirklich gewohnt habe. Preise sind so alle um die 1,000 Baht, allerdings vermieten die meisten nur im Paket, also Reiseveranstalter oder aber Seminare.

    Wirklich beeindruckend in der Gegend ist die Natur, insbesondere die Berketten Richtung Myannmar.

    Hier im Hintergrund der Nareesuan Elephantenberg. Es gibt auch noch das burmesische Gegenstueck, den Elephanten des damaligen Kronprinzen von Burma, Phra Mahauparacha. Der thailaendische zu Stein gewordene Elefant heisst oder hiess Khan Kluay, dessen Leben gerade, parallel zu dem neuen Megaproject von Tan Mui ueber Nareesuan selbst, verfilmt wird. Nach dem Sieg gegen die Burmesen wurde er nur noch Chao Phraya Prab Hongsa genannt, was soviel heisst wie der Fuehrer der Unbesiegbaren. Chao Phraya, wie ja auch der Fluss, ist uebrigens ein Titel. Der Chao Phraya ist der Anfuehrer einer Legion und direkt und nur dem Koenig unterstellt. Es gibt verschiedene Phraya, aber der Chao Phraya ist der erste.

  8. #947
    big_cloud
    Avatar von big_cloud

    Re: Mein Privates Tagebuch

    Woow ich bin mal wieder total geplaettet ob der Bilder Flut


    Danke @Serge
    der
    Lothar aus Lembeck

  9. #948
    Avatar von Serge

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    Re: Mein Privates Tagebuch

    Es wurde Zeit fuer den Heimweg, und so machten wir uns auf Richtung Bangkok. Dabei fiel mir dieses Haus auf, ein schoen gemachter Stein Holz Mix, und bis auf's Blaudach noch auf traditionelle Weise aber mit modernen Mitteln gebaut.



    Daemmerung in Nakhon Pathom.

    Aber zur Feier des Tages!! hielten Tui und ich noch bei einem unserer Leiblingsrestaurants an, das ich wirklich nur jedem hier dringendst empfehlen kann!!

    Gung Puk Khao Fai oder Vulkankrabben! So heisst das Topgericht aber auch das Restaurant. Direkt an der Phetkasem Road gelegen, der "Verlaengerung" der Rama VIII Bruecke.

    Hier die Gung Ob, also gebacken, die fast wie die Puk Kao Fai, also Vulkankrabben aussehen. Krabben - diese hier sind keine Riesen sondern riesige Garnelen. Sehr fein, in einer wunderbaren Oel-Gewuerz-Tinktur gebacken.

    Aber der echte Hit - die nach der Guernsey Variante zweitbeste Tom Yam Gung der Welt!! Thais kommen aus dem ganzen Land hierher, um diese Suppe zu geniessen. Erklaeren hilft nicht, muss man einfach mal probieren!! Genial sage ich Euch.

    Der Coffee-Shop vor dem Restaurant. Nach reichlich viel Tom Yam kommt man um den nicht herum.

    Die Bedienung. Besonders angetan hat mir das Gaeae - also das Pulen der Garnelen. Die Damen pulen die Garnelen rasend schnell und komplett servierfertig. Also unbedingt die Vokabel lernen: Gaeae Krub oder Kaa fuer pulen bitte.

    Gruss aus Bangkok, heute an dem Tag an dem die Grossdemos beginnen. Wir werden sehen na! Heute und Sonntag gilts.

  10. #949
    Avatar von Dieter1

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    Re: Mein Privates Tagebuch

    Serge,

    sehr schöne Bilder, sehr lebendig dargestellter Bericht !

    Gruss Dieter

  11. #950
    big_cloud
    Avatar von big_cloud

    Re: Mein Privates Tagebuch



    Serge ich will Deinen Thread ja nicht stoeren aber da wohn ich wenn ich in Phrae bin

    der
    Lothar aus Lembeck

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