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Manchmal kommen sie wieder!!!

Erstellt von Label1907, 14.11.2005, 18:09 Uhr · 115 Antworten · 12.581 Aufrufe

  1. #81
    Sioux
    Avatar von Sioux

    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Label, Klasse Bericht.
    Den Elvis habe ich in Pat Pong vor eineinhalb Jahren gesehen. Scheint ein Dauerlaeufer zu sein. Damals gabs da auch einen Tiger Jones-Imitator und der Gitarrist hatte den Eric Clapton klasse drauf.
    Den fand ich von den Jungs am besten.
    Schweinshaxe und Mc Donalds verstehe ich ja bei Langzeitaufenthalt mal als Abwechslung, aber bei ein paar Wochen Holiday :-(

    Sioux

  2.  
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  3. #82
    Avatar von Label1907

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Du hast Recht Sioux,

    diverse andere Imitatoren sind auch aufgetreten. Habe mir aber nicht alle angesehen.

    Mc Donals und Schweinshaxe, auch dies war nur ein Einzelfall. Schweinshaxe habe ich im Vergleich zu Micha nicht verzehrt. Mag ich nicht. Ich versuchte während meines ganzen Urlaubs immer nur Thaifood zu essen, aber einmal war mit der Sinn nach Fastfood.

    Gruß
    Sven

  4. #83
    Avatar von Der-Hilfesuchende

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Zitat Zitat von Sioux",p="301016
    Label, Klasse Bericht.
    Den Elvis habe ich in Pat Pong vor eineinhalb Jahren gesehen. Scheint ein Dauerlaeufer zu sein. Damals gabs da auch einen Tiger Jones-Imitator und der Gitarrist hatte den Eric Clapton klasse drauf.
    Den fand ich von den Jungs am besten.
    Schweinshaxe und Mc Donalds verstehe ich ja bei Langzeitaufenthalt mal als Abwechslung, aber bei ein paar Wochen Holiday :-(

    Sioux

    Ich hatte einen heiden Spass dabei das Gesicht meiner kleinen zu sehen als das schöne grosse Weizenbier mit der Bayernplatte (Sauerkraut, Bratwurst, Weisswurst und Haxe) serviert wurde.

    Aber die Krönung war als sie die Haxe probierte. Dieses Gesicht werde ich nie vergessen ! ! ! So etwas von süüüüüssssss !!! :-)

    Also, es ging mir nicht wirklich um das Essen (mag es eigentlich auch nicht so) !! Vom Weizenbier mal abgesehen.

    Wer mit seiner kleinen noch nicht in Deutschland war, sollte sich diesen Spass mal erlauben...

    Gruesse Micha

  5. #84
    Avatar von phi mee

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Also, in der der Tawandang German Brewery in Bangkok sind die Schweinshaxen wirklich klasse! Die Mädels wollten da am Anfang auch nicht so recht dran und dann haben sie mir doch die halbe Haxe weggefuttert. Meine Mia hat sich sogar beschwert das ihr Anteil kleiner war. :schuettel:




    Vor allen Dingen der [s:5b3867a400]Natokitt[/s:5b3867a400] Kartoffelpüree hatte es der älteren Tochter angetan.

    Nur das frische Fassbier blieb für mich alleine!


    Jetzt will ich Label aber nicht länger davon abhalten weiter zu berichten!

    Vielleicht gibt es im nächsten Jahr, wenn Noi auch hier ist, mal Gelegenheit zu einem Treffen. Vielleicht bei der nächsten großen Gartenparty "Rock beim Bock". Soll im Juli 2006 stattfinden.



    phi mee

  6. #85
    Avatar von Label1907

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    402

    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!



    Die Nacht über wütete ein Unwetter. Die Gewitter über Samui fand ich schon radikal, doch das hier schlug es um Längen. Meinen letzten Tag galt es noch einmal besonders zu genießen und vor allem einiges zu klären. Der Gedanke Noi nicht mehr wieder zu gehen verursachte ein erneutes Gewitter in meiner Magengegend und das einige Grad stärker als vergangene Nacht. Wir schliefen etwas länger und erwachten so gegen 11 Uhr. Die Putzfrau signalisierte durch Lärm, lautes Saugen vor der Zimmertür, ihrer Arbeit nachzugehen und unseren Raum aufräumen zu wollen. Nun gut, wir reinigten uns, warfen entsprechende Kleidung über und bereiteten uns moralisch auf eine Shopping Tour vor. Micha rief in der Zwischenzeit an und vereinbarte einen Treffpunkt. Noi kramte nach ihrer ATM Card. Ich hatte alle wichtigen Wertsachen im Safe deponiert. Sicher ist sicher. Vergeblich durchwühlte sie alle Möglichkeiten, aber leider fand sie sich nicht auf. Ding Dong schallte es durchs Zimmer. Anscheinend hatte die kleine Prinzessin ihre Bankkarte beim Geldabholen in Khoen Kaen im Automaten stecken lassen. Sie fasste sich entnervt an den Kopf. Ich konnte mich an die Situation erinnern. Sie besorgte sich Geld/ Unterhalt für ihre Familie. Da wir damals unter Zeitdruck gstanden, bat ich sie leo leo. Im Eifer des Gefechts musste sie wohl etwas vergessen haben. Um möglichen Schaden gering zu halten rief sie ihre Mutter an, die eine Sperrung vornehmen sollte. Meine kleine Noi, so liebevoll sie auch ist und so dankbar ich für ihre Fürsorge „i take care of you“ bin, in Zukunft ist es wohl besser manche Bereiche selber zu übernehmen. Noi brachte manchmal ein wenig Schuselligkeit an den Tag. Ich mochte diese Art an ihr, wenn mich zwei suchende verlorene Äuglein fragend ansahen. Kann halt nur in manchmal Fällen teuer enden.

    Nach kurzen Telefonaten schnappten wir uns ein Tuk Tuk und fuhren zum Treffpunkt. Eines sei noch erwähnt, Noi telefonierte sehr viel. Ich hatte schon aufgehört zu zählen wie oft sie mit Mutter, Papa und Freunden gesprochen hatte. Diese Gebimmel entnervte mich. Micha erging es mit Jaeb ebenso. Mir fiel es während unseres ersten Urlaubs nicht so auf, obwohl Micha oftmals darauf hinwies. Jetzt konnte ich es verstehen.

    An den Verkehr werde ich mich nie gewöhnen. Wer hier arbeitet und durch die Stadt streifen muß, benötigt ein dickes Nervenkostüm. Da ist es schon ratsam den Sky-Train zu benutzen. Wir kreuzten unsern Weg mit Jaeb und Micha am Sheraton. Unsere beiden Wegbegleiter nächtigten dort und auf Wunsch mit dem Schiff zu fahren, das direkt hinter dem Hotel stoppte, cruisten wir dort hin. Bevor unsere Shopping Tour starten sollte, beschlossen wir uns auch kulturell einen kleinen Einblick zu verschaffen. Laut unseres Stadtplaners empfahl sich eine Tempelanlage. Als bestes Transportmittel kristalisierte sich für uns ein Sight Seeing Schiff heraus. Beim Anblick des Wassers stutzte ich ein wenig, denn einen schwarz braunen Fluss kannte ich zuvor nicht. Das hier jemand seinen Körper in dieses Gewässer begeben würde konnte ich nur schwer nachvollziehen. Später belehrte man mich eines besseren.

    Der Tourist Guides des Schiffes erläuterte uns während der Fahrt einige Sehenswürdigkeiten. Verstanden habe ich leider nichts. Ich kannte das schlechte Thaienglisch der Bargirls, doch der hier nuschelte jede Silbe und ähnelte eher einem Betrunkenen.









    Nach zwei oder drei Haltestellen, ich weiß es nicht mehr genau, stiegen wir von Bord. Das Wetter, vielleicht durchs Gewitter vergangene Nacht verstärkt, erschwerte mir und Micha den Tag. Ein nass heißes Klima ließ uns große Wassermengen ausschwitzen. Die Tempelanlage wirkte von außen sehr gewaltig. So leid es mir tut, wahrscheinlich liegt es an meinem mangelnden Interesse an kulturellen Einrichten, den Namen des Gebildes weiß ich nicht mehr. Thais bekamen freien Eintritt. Wir Farangs bezahlten einen kleinen Betrag.











    Die einzelnen Gebilde empfand ich als sehr beeindruckend. Da scheint jemand viel Wert und Geld in diese Kunstwerke gesteckt zu haben. Teilweise wirkten sie etwas protzig, aber jedem das seine. Die Einrichtung mit Touristen übersäht vermittelte nicht die dazugehörige Besinnlichkeit. Nachdem wir alle begutachtet hatten und uns der Hunger übermannte, steuerten wir ein nächstliegendes Restaurant an. Im direkten Umkreis fanden wir aber keine entsprechende Lokalität. Wir orderten ein Taxi das uns innerhalb von 30 Minuten zwei Kilometer weit brachte. Zu Fuß wären wir schneller unterwegs gewesen, diese Erkenntnis kam leider erst zu spät. Wir speisten in einem kleinen bescheidenen Restaurant. Ich fragte Noi während dessen was für Verehrer sie vor mir hatte. Sie teilte mir mit immer nur kurze Aufeinanderkünfte gehabt zu haben. Ich sei der erste, dem sie mehrer Tage ihre Zeit widmete. So so, innerhalb von drei Monaten kann ja auch nicht so viel passiert sein, resümierte ich. Micha wusste anscheinend mehr. Er sprach Noi auf einen gewissen Cedric an. Einem Franzosen mit dem sie zwei Wochen zuvor ein Arrangement hatte. Sie wirkte unvorbereitet auf diese Frage, denn woher hatte Micha diese Information? Von ihrer Freundin Nana natürlich aus dem Massagesalon, Er hatte ja bekanntlich das Vergnügen in den Genuss einer Massage bei ihr gekommen zu sein. Noi ahnte nicht wie viel er wusste. Eigentlich nur Namen, Herkunft aus Frankreich und das er zuvor auf Samui seinen Urlaub verbrachte. Ich stellte Noi die Frage wie viele Tage sie mit ihm verbracht hatte. Sie war in der Sackgasse und gestand mir zwei Wochen. Ah ha, also hatte sie mir erneut die Wahrheit verschwiegen. Micha pokerte weiter mit der Ungewissheit und gestand ihr Nanas Behauptung Noi hätte kein gutes Herz. Entsetzen zeichnete sich im Gesicht meiner kleinen ab. Noi versuchte telefonisch ihre Freundin zu erreichen, aber vergeblich. Kurz darauf stand sie auf und wirkt im Begriff zu gehen. Ihre Person schien verletzt. Ich fragte Micha nach dem Grund und dem Wahrheitsgehalt seiner Aussage. Er erwiderte mir dies ein wenig übertrieben zu haben. Und warum??? Na ja, wenn sie wirklich mit ihm zusammen war und du nicht möchtest das sie zurück nach Samui geht, wäre ein Streit genau die richtige Lösung. Zu erwähnen sei noch das ich Micha zuvor von meinen Plänen Noi nach Hause zu schicken eingeweiht hatte.

    Meine Kleine wirkte ziemlich enttäuscht, verletzt. Warum eigentlich, nun gut das mit ihrer Freundin kann ich verstehen, aber über die sozusagen Notlüge müsste ich angesäuert sein. Noi teilte mir mit ihre Sachen aus dem Hotel holen und abzureisen zu wollen. Wie was warum, diese Situation kam mir bekannt vor. Dejavue, nur das Gesicht war ein anderes. Ich übermittelte ihr meinen Unmut über ihre Äußerungen und das das gar nicht in Frage komme. Ich teilte ihr mit das Micha übertrieben habe und das es mich nicht interessiert was vor meiner Zeit ablief. Sie ließ ihre mandelbraunen Augen kreisen und lockerte die angespannte Situation mit einem lächeln. Gott sei Dank schien sie besänftigt, doch einiges bedarf einer Erläuterung. Ich wollte alles über diesen Cedric wissen.

    Noi berichtete mir also, das er vor zwei Wochen mit ihr 14 Tage verbracht hätte. Ingesamt eine schöne Zeit. Er hatte ihr einiges versprochen zum Beispiel erneut zu kommen, sie zu Besuch zu holen und täglich anzurufen. Diese Vorhaben kamen mir bekannt vor. Auch ich kam zu dieser Aussage in Bezug auf Na. Ich denke dies ergeht vielen im Rausch der Glücksgefühle. Ende vom Lied, er kehrte Heim und nicht ein Anruf traf auf Ihrem Handy ein. Seid dieser Zeit Funkstille. Ob das der Wahrheit entsprach, konnte ich nur vermuten. Er wäre auf jeden Fall der Grund, warum sie so lange überlegte nicht nach Samui zurück zu fliegen. Verständlich wie mir schien. Also mussten Nägel mit Köpfen gemacht werden. Ich stellte Noi vor die Wahl, entweder Du kehrst zurück und hörst nie wieder etwas von mir oder Du begibst Dich nach Khon Kaen zu Deiner Familie, suchst Dir eine Arbeitsstelle und ich unterstütze Dich monatlich. Ihre Wahl schien schnell getroffen. Khon Kaen. Jetzt feilschte sie mit dem Geld. Klar ein bisschen Geschäftfrau steckt halt in ihr. Eine Summe von 8000 Baht warf sie mir an den Kopf. Ich summierte das ganze im Kleinhirn. Das plus dies und zwei im Sinn. Micha kann es sich erlauben 10000 Baht im Monat zu überweisen ohne seinen Lebensstil einzuschränken. 200 Euro mal eben weg sind schon nicht wenig. Ich fragte Noi nach einer Arbeitsstelle für sie. Sie bestand drauf nicht wieder bei Panasonic arbeiten zu wollen. Das konnte ich sehr gut verstehen. Dieses verlangt großen Substanzverlust. Also stellte ich ihr die Frage nach einer Alternative. Im Restaurant könne sie 150 Bahrt am Tag verdienen. Zusammengerechnet wären das knapp 4000 Baht. Eine mögliche Variabel wie mir schien. Ich unterbreitete ihr das Angebot zu diesem Geld monatlich 5000 Baht drauf zu legen. Sie feixte mit 6000 stellte sich dann aber zufrieden. Eine passende Lösung. 100 Euro kann ich verschmerzen und sie liegt nicht auf der faulen Haut.

    Somit gehörte ich ab diesen Tag zu den vielen Männern mit monatlicher Überweisung nach Thailand. Hätte ich mir vorher nie erträumen lassen. Noi wirkte sehr erleichtert nicht mehr in die Massagebar zurückkehren zu müssen. Ein bisschen traute sie dem Braten aber immer noch nicht. Erzählen konnte ich viel. Glücklich auf beiden Seiten widmeten wir uns jetzt dem Shopping. Michas breites Grinsen entging mit natürlich nicht. Sieh an, säuselte er mir ins Ohr. Der Kamerad lässt jetzt auch Geld nach Los fließen. Und mich hat er damals ausgelacht Jaeb nach Hause geschickt zu haben. Ja ja, Recht hatte er. Jetzt steckte ich ebenfalls im Sumpf. Das heißt nicht wirklich.

    Gute Einkaufsmöglichkeiten ergaben sich für uns in Form dieser kleinen Märkte in Bangkok. Schnäppchen konnten ergattert werden. Was mir besonders ins Auge fiel, war ein Mini-Deutschand-Trikot-Set für Kinder. Ich dachte da sofort an King, Nois 2 jährigen Sohn. Nicht lange gezögert kaufte ich Trikot plus Hose für 150 Baht. Der Nachmittag dümpelte vor sich hin. Der Einkaufsmarathon erschöpfte uns ein wenig. Gegen Abend fuhren wir getrennter Wege ins Hotel. Eine Stunde Pause sollte als Verschnaufpause dienen, ehe wir in den letzten Abend/Nacht stürzten. Micha besaß das Glück länger in Los verweilen zu können. Meine Maschine ging am morgigen Tag also Mittwoch. Sein Flug startete am Samstag. Sprüche die nicht gerade zur Steigerung meiner Laune beitrugen prasselten den ganzen Abend über mich. Zum Beispiel „Grüß mir die Heimat, ich werde dann morgen ein Singha für dich mittrinken“ schwirrten durch die Luft. Der Sausack, dachte ich mir nur, irgendwann streift die Retourkutsche an Dir vorbei.

    Noi wirkte wirklich erleichtert. Sie teilte Nana telefonisch mit erstmal Urlaub in Khon Kean bei ihrer Familie machen zu wollen. Den Job kündigen beabsichtigte sie erst nach Gewissheit meiner Unterstützung. Der Tag mit ihr und die Tatsache bald abzureisen erweckte einige Gefühle in mir. Ich hatte das starke Bedürfnis sie bald mal nach Deutschland zwecks Urlaub einzuladen. Ideen setze ich oftmals direkt in die Tat um und fragte sie nach ihrer Meinung. Noi strahlte über beide Augen, ein Anblick der mir das Herz aufgehen ließ. Sehr gerne bestätigte sie mir, und fragte nach dem Zeitpunkt. Ich summiert wieder. Ein, zwei, drei Monate und zwei im Sinn. Nächstes Jahr April gab ich ihr zur Antwort. Sie freute sich wie ein Schneekönig. Da sie noch keinen Reisepass besaß, versprach sie mir den schnellstens zu beantragen. Mein Gott, dachte ich mir, bis April fließt noch viel Wasser den Bach entlang. Aber über ein verfeinertes Konzept wollte ich mir erst in der Heimat Gedanken machen.

    Fortsetzung folgt.....

  7. #86
    Avatar von Label1907

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Hallo phi mee,

    von Deinen berüchtigten Gartenparty's durfte ich ja hier im Forum einige Bilder betrachten. Würde mich freuen wenn sich das ergeben würde. Juni wäre eine passende Zeit wenn die Behörden mir keine Steine in den Weg legen.

    Gruß
    Sven

  8. #87
    Avatar von Label1907

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!



    So nun werde ich mal zum Ende meines Berichts kommen.
    Den Abend verbrachten wir erneut in Pat Phong 1. Die rockige Elvis Presley Show gefiel mir sehr gut. Der King of Rock bringt sozusagen das Blut in Wallung. Da mir noch zwei paar neue Schuhe fehlten, schaute ich an den entsprechenden Ständen vor den Bars. Ein paar Speedcats fielen mir ins Auge. Der Verkäufer wollte 900 Baht dafür haben. Was für ein Wucher. 5 Minuten später schickte ich Noi los und sieh da, eine Preisminderung von 400 Baht. Diese Erfahrung machte ich des öfteren in Thailand. Für uns gelten Farangpreise. Witzig ist es sich aus dem Handeln einen Spaß zu machen und die Verkäufer leicht zu verwirren. Man suche sich zuerst einen Artikel aus für beispielsweise 500 Baht. Dazu einen zweiten der gleichen Preisklasse, nennt schnell einen zu bezahlenden Preis 600 Baht, dazu einen dritten und vierten Preis 700 Baht. Das ganze muss ziemlich schnell von statten gehen. Der Verkäufer wittert zuerst ein Geschäft, tippt wild auf seinem Taschenrechner herum, kommt mit dem Addieren nicht nach und lässt sich im nach hinein auf einen für ihn nicht respektablen Preis ein. Das Spielchen haben wir öfter ausprobiert und es klappt meistens. Den weiteren Abend streiften wir durch einige Bars, tranken Cocktails und ich genoss die letzten Stunden. Da ich nicht zu spät in die Kojen wollte und Noi sehr müde wirkte, kehrten wir gegen halb eins ins Hotel zurück. Micha und Jaeb blieben noch eine Weile. Wir verabschiedeten uns von den beiden. Micha sollte ich dann in Essen wieder sehen. Bei Jaeb dagegen stand es in den Sternen. Sie wirkte auch sehr mitgenommen, da sie ein emozionaler Mensch ist. Noi und Jaeb versprachen Kontakt zu halten uns sich mal im Isaan zu treffen.

    Ein letztes Mal schlief ich mit der kleinen Noi im Arm ein. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker gegen 9 Uhr. 13.15 Uhr startete mein Flieger. Wir erfrischten uns an einer Dusche, checkten anschließend aus und orderten ein Taxi zum Flughafen. Noi dusselig wie sie manchmal ist, hatte bekanntlich ihre ID-Card verloren. Somit blieb ihr ein Heimflug verwehrt und eine unangenehme Busfahrt stand ihr bevor. Sie erörterte mir das es nur Farangs etwas ausmachen würde diese Verkehrmittel über längere Strecken zu beanspruchen. Das mag stimmen.

    Eine Stunde zirka benötigte der Taxifahrer. Gegen 11 Uhr trudelten wir am Airport ein. Ich checkte meinen Koffer ein und nahm ein Ausgiebiges Mahl mit Noi zu mir. Ein Abschiedessen sozusagen. Ihre kleinen traurigen Kulleraugen verursachten ein großes Herzstechen in meiner Brust. Mein Vorhaben vor dem Urlaub nicht erneut zum Liebeskapser zu mutieren wurde über Bord geworfen. Bin ich ein Masochist oder warum tat ich mir dies erneut an. Ich versprach Noi jeden Tag anzurufen und E-Mails mit aktuellen Bildern aus der Heimat zu versorgen, um ihr einen Eindruck von meiner Umwelt zu vermitteln. Sie teilte mir mit einmal die Woche nach Khon Kaen zum Internet Shop zu fahren. Da sie eine halbe Stunde vom Stadtkern entfernt wohnt und in Zukunft ihrer Arbeit im Restaurant nachgehen würde, wäre dies öfter nicht möglich. Ich gab Noi mein restliches Geld. 5000 Baht für den nächsten Monat und 1500 für die Rückfahrt. 500 Baht brauchte ich noch an Flughafengebühr oder wie das heißen mag.12.30 Uhr es wurde Zeit Abschied zu nehmen. Ein letzter Kuss in einer herzlichen Umarmung folgte. Langsam taperte ich dem Gate entgegen. Noi kullerten Tränen aus den Augen. Mir drückte es ebenfalls auf die Drüse. So einen Gefühlausbruch hatte ich schon lange nicht mehr. Ich dachte mir, bloss nicht heulen, das Flughafenpersonal hat doch bestimmt irgendwo eine Kamera aufgestellt und lacht sich tot über die dämlichen Touristen. Wäre auch ein guter Tipp für „Bitte lächeln“. Mit letzter Disziplin gelang es mir die Tränendrüse zu stoppen. So schlenderte ich wie ein Verlierer beim Fußball-WM-Finale dem Flugzeug entgegen. Eine Flut an Fragen schwirrte mir durchs Gedächtnis, doch beantworten ließen sich keine. Im Wartebereich keine 10 Minuten später schrieb ich Noi schon eine SMS. Sie begab sich gerade mit dem Taxi zum Busbahnhof.

    Eine Stunde später saß ich am Boden zerstört im Flugzeug. Diesmal hatte ich einen Platz am Gang. Ein Non-stop Flug mit der LTU brachte mich sicher nach Düsseldorf. Der Flug ereignete sich als den schlimmsten, der mir bisher untergekommen war. Service in Ordnung, keine Turbolenzen, kein unangenehmer Mensch neben mir. Mich plagten Sorgen, Sorgen wann ich Noi wieder sehen werde. Jetzt gerade nachdem ich Pleite aus dem Urlaub kam. Sorgen wie das ganze weiter gehen sollte, wie es mit Na endete schwebte mir vor Augen. Noi schätze ich anders ein. Diesmal könnte es klappen, aber wollte ich das?? 10000 Kilometer Distanz. Ich trabte ständig durchs Flugzeug den Gang auf und ab. Manch einer dachte bestimmt was für Hummeln ich im Ar*** hätte. Mein äußerlicher Zustand wechselte von kreidebleich zu tintenblau. Irgendwie nach 12 Stunden endete dieser grausame Flug. Ein Freund von mir holte mich vom Airport ab. Er berichtete mir eine äußerst witzige Erfahrung gemacht zu haben im Wartebereich. Nachdem man das Flugzeug verlassen hatte und sein Gepäck angeeignet hatte, musste man durch eine Glastür in die Freiheit. Draussen standen die Angehörigen und Freunde wartend auf die Ankömmlinge. Ich kam mir vor wie bei diversen Casting Shows. Eine kleine Gruppe präsentierte ein Schild mit folgenden Worten „Willkommen 5exgott zu Hause“. Andere warteten voller Freude auf die Ankunft ihrer Mia. Dieser Anblick verursachte ein erneutes Stechen in meiner Frust. Das Gefühl der Freude konnte ich gut nachvollziehen.

    Da ich Uhr 21 zeigte, beschloss ich mit meinem Abholer kurz in den Biergarten zu gehen um einen Urlaubsbericht abzugeben. Die unfreundlichen Gesichter, als hätte es 10 Jahre in Deutschland geregnet, ließen mich in Erinnerungen an die vergangenen Tage schwelgen. Gegen 22 Uhr traf ich zu Hause ein. Schnell zum Hörer gegriffen (natürlich vorher eine Telefonkarte besorgt) rief ich Noi an. Da sie sich noch auf der Busfahrt nach Khon Kaen befand, hatte ich Glück sie zu erreichen. Sie freute sich sehr meine Stimme zu hören. Ihre Zweifel schienen erstmal beseitigt mich nicht wieder zu hören. Völlig erschöpft legte ich mich zu Bett. 10 Minuten später heulten sämtliche Sirenen vor meinem Schlafzimmerfenster. Drei Feuerwehrwagen versuchten die halbe Nacht eine gegenüberliegende Wohnung zu löschen. Willkommen in der Heimat. Am darauf folgenden Tag teilte mir meine Nachbarin mit, das mein Keller ausgeraubt worden ist. Traumhaft, das steigerte mein Bedürfnis direkt wieder ins Flugzeug einzusteigen.

    Micha verbrachte die folgenden zwei Tage in Pattaya.
    Hier ein paar Fotos von dem Hard Rock Hotel in dem er verweilte.


    TK-Discothek


    TK-Discothek











    Seither sind dreieinhalb Monate vergangen. Es hat zwei Monate gedauert bis ich wieder einen klaren Gedanken fassen konnte. In den ersten Tagen erwies sich das Arbeiten als erschwerlich. Ständig schwirrten mir Gedanken durch den Kopf. Wann siehst Du sie wieder und wie finanzierst Du das. Diese Ungewissheit brachte mich um. Micha erging es nach seiner Heimkunft ebenfalls so. Wir telefonierten manchmal mehrmals täglich. Gut einen Leidensgenossen zu haben. Im ersten Monat vermied ich es im Nittaya Forum zu lesen. Es weckte nur Erinnerungen. Jetzt nach dieser langen Zeit habe ich es geschafft im Januar erneut nach Los fliegen zu können. Auf Wochenendexzesse wie in der Vergangenheit verzichtete ich komplett. Da kommt einiges an Geld zusammen. Mit Noi telefoniere ich jeden Tag. Sie schickt mir ab und an Fotos über die ich mich wie ein Kleinkind freue. Ich stelle später mal ein paar Online. Ein Paket von ihr versüßte mir den Alltag. Sie schickte mir CD’s und einen Schal, der mich vor der Kälte in Deutschland schützen soll. Zeimlich süß von ihr wie ich fand. Frage mich nur wo es so etwas in Thailand zu kaufen gibt. Meine Freude über dieses Geschenk versetze sie in einen fröhlichen Zustand .I’m so happy that you like my this,“ ihre Worte. Zwischenzeitlich hat sie sich auch einen Passport angeeignet. Über einen Besuch ihrerseits im April oder besser gesagt Mai freut sie sich riesig und kann es kaum erwarten. Ein bisschen Ungewissheit trügt ihre Freude. Ihre Freundin Nana, hatte versucht ein Visum für Kanada zu bekommen. Sie hatte alle nötigen Materialien beisammen und bekam eine Absage. Jetzt meint Noi eventuell das gleiche Schicksal zu erleiden. Im Gegensatz zu Nanas Gesuch gehe ich mit Noi zusammen zur Botschaft. Mal sehen was das gibt. Erstmal heißt es den nächsten Urlaub zu genießen. Die Sorge wieder den Kopf zu verlieren bereitet mir einige schlaflose Nächte. Ich versuche es diesmal nüchtern zu betrachten und den Kopf einzuschalten. Die Chance auf Gelingen liegt vielleicht bei 10 Prozent. Hoffentlich brauche ich nicht wieder 2 Monate zum Aklimatisieren. Jaeb besuchte letzten Monat Noi. Die beiden verstehen sich bestens und telefonieren öfter.

    Wohin das ganze führen soll???? Keine Ahnung. Diese Frage zieht sich über Monate. Was passiert nach meinem nächsten Urlaub? Was passiert nach vielleicht gemeinsamen drei Monaten?? Will ich sie nicht mehr gehen lassen??? Welche Klippen liegen mir dann zu Füßen?? Noi möchte gerne nach Europa. Hier arbeiten und Geld zum Unterhalt ihrer Familie verdienen. Aber was passiert mit ihrem jetzt dreijährigen Sohn. Ich bin überhaupt nicht reif, meiner Ansicht ein Kind aufzunehmen. Während der gemeinsamen Zeit mit Noi hatte ich das Bedürfnis sie heiraten zu wollen. Aber jetzt mit klarem Kopf beschert der Gedanke mir einigen Kummer. Fakt ist, die Kleine hat große Erwartungen. Wie weit das führt wird die Zeit zeigen. Wahrscheinlich habe ich dann einen Haufen Fragen an Euch. Wer weiß.

    An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Interessenten meiner Geschichte für die Aufmerksamkeit bedanken. Vor allem für die ehrlichen Meinungen, auch die kritischen natürlich. Es hat Spaß gemacht das erlebte noch einmal zu durchleben. Beim Verfassen meiner beiden Reiseberichte ist mir aufgefallen wie schwer es ist, etwas schriftlich nieder zu legen. Meine letzten Werke solcher Art liegen schon eine Weile zurück.

    Somit hat jeder einen Überblick meiner momentanen moralischen Verfassung. Am 6. Januar geht es also wieder los und ich werde jede Minute genießen. Micha fliegt schon eine Woche eher. Da wir beide eine explosive Mischung abgeben, werden uns mit Sicherheit einige Missgeschicke unterlaufen. Geplant sind ein Besuch auf Samui und Khon Kaen. Mal sehen ob es dabei bleibt. Während meines Rückflugs verbringe ich 10 Stunden Aufenthalt in Dubai. Das auch noch nachts. Manche sagen verrückt, aber 200 Euro sind schon ein Unterschied und meine Sehnsucht nach Noi wird mich das überstehen lassen. Ist ja genügend Zeit für einen ausgiebigen Reisebericht während dessen.

    Wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


  9. #88
    Avatar von martinus

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    @ Label

    na da hats dich aber ganz schön erwischt...

    schön erzählt!

    Martin

  10. #89
    Avatar von UweFFM

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Danke für den kurzweiligen Reisebericht. Ob jung oder alt, die kleinen Drachen kriegen (fast) jeden.
    Zu deinem nächsten Trip: Der Dubaiairport ist groß. In der Quietlounge gibts Liegestühle for free (nahe Marhabalounge) bzw. lohnt sichs fast für ein paar Euro in eine der kostenpflichtigen Lounges einzuchecken. Wenn du so weitermachst kriegste als Goldmember dann eh mal freien Eintritt in edlere Ecken. ;-D
    Viel Spaß Uwe

    PS: Meine Regel, keine Bilder oder Daten von aktuellen Girls.

  11. #90
    Avatar von Label1907

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    402

    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Danke Uwe für Deinen Tipp. So eine Lounge hört sich für mich interessant an.

    In Bezug auf Bilder von aktuelllen Girls gebe ich Dir Recht, darüber habe ich lange nachgedacht. Eigentlich sollte man dies vermeiden. Ich habe den Schritt gewagt. Ob sich ein Strick daraus entwickelt?? Die Zukunft wirds zeigen, ich sehe das aber gelassen.

    Gruß
    Sven

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