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Manchmal kommen sie wieder!!!

Erstellt von Label1907, 14.11.2005, 18:09 Uhr · 115 Antworten · 12.585 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Der-Hilfesuchende

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Zitat Zitat von UAL",p="299793
    @ Label, :-)

    handelte es sich bei dem Hotel zufälligerweise um das "Cheewing Palace"? :???:
    Hallo UAL,

    nein das war es nicht habe gerade nochmal Rücksprache mit Mia gehalten. Es hieß wohl LeLimit.

    Sie sagte aber im gleiche, Atemzug, dass wir im Januar nicht dort wohnen werden, sondern in dem von Dir genannten.

    Hast Du da Infos für mich ? Wäre

    Grüße

    Micha

  2.  
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  3. #62
    Avatar von Label1907

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!



    Ein großer Tag stand bevor. Eher für Micha, denn zwei Ereignisse standen an. Zum einen traf er zum ersten mal seine „vielleicht“ Schwiegereltern (er fand es nicht witzig, das ich mich darüber amüsierte) und zum anderen stand sein Geburtstag an. Wir nahmen uns vor nachts, also kurz vor zwölf, in der hauseigenen Disco im Hotel hineinzufeiern. Jaeb hatte uns einen Fahrer organisiert. Jemand aus ihrem Dorf hätte sich bereit erklärt uns aus Chaiyaphum abzuholen und wieder Retour zu bringen. Abfahrt also 13 Uhr. Zuvor ging ich mit Noi eine Kleinigkeit im Hotelrestaurant speisen. Die Karte beinhaltete ein großes Arsenal an Köstlichkeiten. Für jeden Gaumen was dabei. Vor allem sehr preiswert. Ich probierte die Green-Curry-Soup, die sich als köstlich heraus kristallisierte. Am Tisch nebenan schien ein älterer Farang geschäftlich tätig zu sein. Seine Thaifrau dolmetschte für in. Noi berichtete mir, das im Laufe der Zeit mehrer Farangs hier geschäftlich tätig werden. Vor allem in Khon Kaen ihrer Heimatstadt. Chaiyaphum sei im Vergleich eine Kleinstadt. Nun, das werde ich ja sehen, dachte ich mir. Gegen 1 Uhr trudelte auch unsere Mitfahrgelegenheit ein. Jaebs Söhne sowie ihre Schwester und eine weitere Freundin nahmen uns in Empfang. Ein Pick-up sollte uns nach Pong Nok bringen. Jaebs Schwester legte uns Nahe in der Fahrerkabine Platz zu nehmen, da es auf der Ladefläche heiß werden könnte. Farangs wären so etwas schließlich nicht gewöhnt. Wir verzichteten darauf und setzten uns nach hinten. Auf der Ladefläche dienten zwei Bänke als Sitzfläche. Gegen die pralle Sonne schütze ein Dach. Mit dem Fahrtwind ließ es sich gut aushalten. Bevor es aber nach Pong Nok ging hielten wir an einer nahe liegenden Schule für Gehörlose. Der Sohn von Jaebs Freundin ging hier in so eine Art Internat. Die Einrichtung sah sehr interessant aus. Spielmöglichkeiten für die Kiddis gab es zu genüge. Als wir stoppten strömte eine Horde Schüler uns entgegen. Wir waren anscheinend die ersten Farangs, die sie erblickten. Jeder wollte uns mal die Hand schütteln.







    Nachdem der Sohneman eingesammelt wurde ging es dann erstmal zum nächstliegenden Supermarkt. Da der Ernährer also Micha zu Besuch kam, sollte fürstlich gespeist und getrunken werden. Jaeb und Konsorten kauften Fleisch, Gemüse und kühle Getränke ein. Und wer musste das ganze bezahlen. Na klar der Micha. Was ja nur einen kleinen Betrag beanspruchte.









    Alle Besorgungen erledigt ging es dann nach Pong Nok. Der Fahrtweg erstreckte sich an die zwei Stunden. Tja mit der Uhrzeit hatte es Jaeb nicht so. Die Umgebung versetzte mich ein wenig in diese Kriegfilme aus Vietnam. Eines stand fest, wenn mich hier jemand zurück lassen würde, ich wäre heute noch nicht zu Hause. Ich wartete nur darauf das Rambo aus einem dieser Tümpel mit seinem Gewehr sprang. Die Fahrt erwies sich als ziemlich holprig. Kein Wunder, wir kurvten über unbetonierte Wege. Eine Baustelle versperrte uns kurzweilig den Weg. Was dort gebaut wurde, konnte ich nicht erkennen. Zumindest keine Asphaltierung der Straße.





























    Nach zwei Stunden durchschüttelter Reise trafen wir in Pong Nok ein. Der Anblick dieses Dorfes ließ uns ein wenig erstarren. Gut wir hatten damit gerechnet, aber das es so ärmlich aussah nun nicht. Eine Bretterbude nach der anderen zierte die Straße. Ich kam mir vor wie im wilden Westen, fehlte nur noch der Saloon. Ein Bild von Jaebs Haus habe ich leider nicht zur Freigabe für die Öffentlichkeit. Kurz beschrieben sah es wie die üblichen Bauten aus. Ein zwei Etagen Haus aus Brettern, zur Hälfte stützend auf Stelzen, so daß das Wohnzimmer unten offen Stand. Micha hatte monatlich etwas Geld für Jaeb überwiesen. Jetzt wusste er auch wozu es diente. Es Fernseher plus DVD-Player inklusive Mikrofon zum Karaoke singen befand sich im Wohnzimmer. Micha galt im Dorf als Farang Nr. 1. Wen wunderts, wahrscheinlich ernährte er das ganze Dorf. Nein, so schlimm ist es nicht, aber ich machte mir Späßchen daraus. Viele Freundinnen von Jaeb erkannte ich wieder. Es schien als käme halb Samui aus Pong Nok. Einige der Mädels trafen wir während unseres Urlaubs im Mai. Jaebs Schwester hatte auch einen deutschen Freund, der zur Zeit auch in Deutschland verweile. Die Familienmitglieder begrüßten uns. Ich durfte bloß nicht die Hand darreichen wie in der Heimat. Immer schön die Hände falten und brav Sawaatdi Khap entgegenbringen. Noi teilte mir mit, das dies ein Zeichen der guten Gäste sei. Sie zwickte mich immer im richtigen Zeitpunkt. Bei den vielen Personen, die uns umkreisten konnte ich nicht mehr einordnen wen ich schon begrüßt hatte. Nach und nach kamen die Familienmitglieder zu uns und banden uns ein Stück Kordel um den Arm. Es bringe Glück teilte Noi mir mit. Nun ja, nach einer halben Stunde ähnelte ich Wolfgang Petry.

    Die Armut der Leute beängstigte mich und zugleich erweckte es Bewunderung. Es ließ mich vor Augen halten wie gut es mir eigentlich ging. Hier kämpfen die Menschen täglich ums Überleben und trotzdem scheinen sie gewissermaßen zufrieden zu sein. Kaum zu glauben mit wie wenig man auskommen kann. Und ich jammer manchmal wegen Lapalien. Micha und ich guckten uns nur fassungslos an. Die ganze Situation ging uns an die Nieren. Im laufe des Nachmittags/Abends bereiteten die Frauen das Essen vor. Immer mehr Dorfbewohner strömten zu uns und labten sich am Bier. Wir kamen uns wie Ausserirdische vor. Alles saß um uns herum und diskutierte. Informationen wurden ausgetauscht. Ich verstand immer nur Gereleman. Zum Wasserlassen begab sich ein Thai an einen Stützpfeiler des Hauses und entleerte sich."Sieh mal Micha", rief ich "der pinkelt in sein Wohnzimmer." Jaebs Schwester fragte mich ob alles in Ordnung sei. Sie kannte anscheinend den versteinerten Blick von Farangs die ihre Mias in der Heimat besuchten. Bisher hatte ich nur die Touristenbranche mitbekommen. Farangs die ihre Kohle quasi zum Fenster raus warfen. Dies ist der andere Teil Thailands, die Realität. Viele Frauen strömen aus dem Hinterland in die Touristenhochburgen um genügend Geld zum Unterhalt der Familien zu verdienen.

    Mit der Zeit kamen wir mit einigen ins Gespräch. Nun gut, die meisten von Jaebs Freundinnen beherrschten Englisch. Immerhin verbrachten sie einige Zeit auf Samui. Das ein und andere Bier rinn in meine Kehle. 9 Flaschen Chang Bier a 0,7 kosteten 350 Baht. Günstig, günstig. Anscheinend schaute jeder Dorfbewohner vorbei und genehmigte sich ein Bier. Die Zeit verging. Jaeb zeigte uns ihren Chili-Anbau. Hinterm Haus befand sich eine Art Plantage. Nicht sehr groß aber für eine kleine Ernte reichte es. Das Zeug ist wirklich sauscharf. Ich habe einen großen Beutel mitbekommen und meine Dosierungen sind minimal. Das Zeug treibt einen sofort auf den Beuler. Jaebs Schwester präsentierte uns das neue Motorbike. Die Finanzierung erstreckte sich über eine Ratenzahlung.

    Gegen 9 Uhr abends wurden wir dann wieder Richtung Chaiyaphum gebracht. Das Erlebte musste erstmal sacken. Noi erzählte mir das ihre Stadt etwas größer sei. Ich sollte mir keine Sorgen machen. In Khon Kaen wäre alles asphaltiert. So so, dann bin ich mal gespannt dachte ich mir im Stillen. Um 23 Uhr trudelten wir dann in die Disco ein. Passend um in Michas Geburtstag zu feiern. Wie üblich orderten wir wieder Sang Som mit Cola. Die Nacht schritt voran. Micha trat in sein neues Lebensjahr. Gegen 1 Uhr beschlossen wir mal die Lokalität zu wechseln. Jaeb führte uns in eine Art Scheunenparty. Ich kenne diese Art Feten nur von Dörfern bei uns auf dem Lande. Eine Live-Band brachte die Menge zum kochen. Micha und ich kamen uns fehl am Platz vor. Immerhin waren wir die einzigen Weißhäutigen. Jaeb und Noi hatten ihren Spaß. Die Menge tanzte, sang und feierte bis der Arzt kam. Zwischenzeitlich wurden kleine Spielchen auf der Bühne veranstaltet. Karaoke wurde gesungen. Typische Isaan-Lieder trällerten durch die Boxen. Eigentlich ähnelte dies dem Oktoberfest nur halt Thai like. Gegen drei Uhr begab ich mich mit Noi zurück ins Hotel. Ich war ziemlich erschöpft. Micha und Jaeb blieben noch eine Weile. Wir verabschiedeten uns, denn die beiden wollten nicht mit nach Khon Kaen kommen. Wir beschlossen uns zwei Tage später in Bangkok wieder zu treffen. So endete die Nacht in Chaiyaphum.


    Scheunenparty


  4. #63
    Avatar von MadMovie

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    @ Label 1907,

    vielen Dank für die Impressionen von Chaiyaphum und Umgebung.
    Einige deiner Fotos erinnern mich sehr an die Pads (unbefestigte Straßen) in Namibia und bringen mich auf die Idee, im Febr. ´06 dort mal ein Fahrzeug zu mieten - am besten Four Wheel Drive! :-)

  5. #64
    Avatar von Jim Thompson

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Zitat Zitat von MadMovie",p="300036
    Einige deiner Fotos erinnern mich sehr an die Pads (unbefestigte Straßen) in Namibia und bringen mich auf die Idee, im Febr. ´06 dort mal ein Fahrzeug zu mieten - am besten Four Wheel Drive! :-)
    @MM, wo denn? In Namibia? Ich denke, Du willst nach Thailand zum Casting ...?

  6. #65
    Avatar von alhash

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    9 Flaschen Chang Bier a 0,7 kosteten 350 Baht. Günstig, günstig.
    Nein nicht günstig, zumal ihr es aus dem Supermarkt geholt habt. Beispiel: 1 Kiste a 12 Flaschen = 335 Baht, oder vom örtlichen Shop 3 mal 3 Flaschen a 100 Baht = 300 Baht, wer hat Euch übers Ohr gehauen ;-D

    Der Anblick dieses Dorfes ließ uns ein wenig erstarren. Gut wir hatten damit gerechnet, aber das es so ärmlich aussah nun nicht.Die Armut der Leute beängstigte mich
    passt irgendwie nicht zu dem folgenden:

    Viele Freundinnen von Jaeb erkannte ich wieder. Es schien als käme halb Samui aus Pong Nok. Einige der Mädels trafen wir während unseres Urlaubs im Mai.
    Was haben die Mädels wohl in Samui gemacht, oder wird dort kein Geld mehr verdient

    Sorry, habe heute meinen Mäkeltag ;-D
    AlHash

  7. #66
    Avatar von Label1907

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Hallo,

    Anmerkungen und Kritik sind immer erwünscht.
    Du hast Recht alhash es könnten auch 12 Flaschen gewesen sein in der Preisklasse. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr so genau daran erinnern. Ich hatte vorher nicht geplant einen Reisebericht zu verfassen, deswegen ergeben sich kleine Gedächtnisslücken.

    2 Freundinnen von Jaeb und ein ich sag mal homo5exuellen kannten wir aus Samui. Natürlich haben sie dort Geld verdient, aber wie so oft haben sie einen Farang kennen gelernt, der monatlich einen gewissen Betrag überweist und nicht möchte das seine Herzdame in der Branche weiter arbeitet. Jaebs Schwester zum Beispiel hat ebenfalls einen deutschen Freund, der kurz zuvor in Pong Nok einen Besuch abstattete und den Eltern präsentiert wurde. Sie war vorher auch kurzweilig auf Samui.

    Pong Nok ist wirklich ein ärmliches Dorf. Ich habe kein vernünftiges Haus gesehen. Natürlich verdienten die Mädels verhältnissmäßig sehr gut Geld auf Samui, aber wie viele können Thaimädels nicht sonderlich gut mit Geld umgehen. Die einen sparen und die anderen werfen es aus dem Fenster. Als Anmerkung sei gesagt das ich diese Erfahrungen gemacht habe. Eine Familie ist natürlich auch nicht gerade günstig zu ernähren.

    Ich hoffe ich konnte ein wenig Licht in die Unstimmigkeiten bringen.

    Werde heute abend versuchen fortzuführen. Spätestend morgen geht es dann weiter.

    Schönen Tag noch.

    Gruß
    Label

  8. #67
    Avatar von MadMovie

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Zitat Zitat von Jim Thompson",p="300445
    Zitat Zitat von MadMovie",p="300036
    in Namibia und bringen mich auf die Idee, im Febr. ´06 dort mal ein Fahrzeug zu mieten
    @MM, wo denn? In Namibia? Ich denke, Du willst nach Thailand
    Du hast Recht, Jim T., war missverständlich ausgedrückt - das "dort" bezog sich auf die Umgebung Chaiyaphum - Khon Kaen.

  9. #68
    Avatar von Label1907

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!



    Der Tag begann für mich und Noi sehr früh. Na ja nicht so wirklich, aber für Urlaubsverhältnisse schon. Wir checkten um 9 Uhr aus und orderten ein Taxi, das uns nach Khon Kaen kutschieren sollte. Micha und Jaeb lagen zu dem Zeitpunkt noch in den Kojen.

    Die Fahrt erstreckte sich über 2 Stunden. Kann auch etwas weniger gewesen sein. Noi gab mir zwei Hotels zur Auswahl. In ihrer Behausung zog ich es nicht vor zu nächtigen. Ohne Air Condition hätte ich es nur im äußersten Notfall ausgehalten. Eine Kostprobe dessen bekam ich in Samui, als eine Nacht die Air Condition ausfiel. Dies galt es zu vermeiden. Ich entschied mich für ein Royal Hotel. Der komplette Name fällt mir jetzt leider nicht mehr ein. Der Preis pro Nacht belief auf 1300 Baht. Vom Ambiente her gefiel mir das Hotel sehr gut. Eine etwas gehobenere Lokalität. Gegen 11 Uhr bezogen wir das Hotel. Noi lag mir Nahe ein Auto zu mieten. Ihr zu Hause wäre eine halbe Stunde entfernt. Wir wären mit einem Gefährt flexibler. Einen Verleih gab es direkt zum Hotelservice. Preis pro Tag 1.300 Baht. Ich musste nur meinen Reisepass vorzeigen um ein Auto zu mieten. Das ganze ging ziemlich schnell von statten. Was für ein Modell dieser Wagen jetzt war, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr. Ein vier Türer, gleichzusetzen mit einem beispielsweise Opel Astra. Ich bestand auf einen Automatikwagen. Linksverkehr kannte ich aus Groß Britannien, doch das Lenkrad auf der anderen galt es neu zu erkunden.

    Ich nahm mit Noi im Auto Platz. Sie fragte mich ob ich auch wirklich eine Fahrerlaubnis habe. Ich wirkte nicht gerade Sicher vor Noi. Wie sollte es auch, ich musste mich erstmal an die andere Seite gewöhnen. Bei den Taxifahrten in Los kam es mir oft vor beim Fahrer einsteigen zu wollen. Meine letzte Fahrt mit einer Automatik Einrichtung liegt schon etwas zurück. Die ersten gefahrenen Meter wirkten erschwerlich. Ich Depp bremste auch noch mit dem linken Fuß. Das führte zu einem ruckartigen Stopp. Habe halt kein Gefühl im Linken. Noi guckte mich nur änstglich an und stellte mir erneut die Frage; „you can drive.“ Als Scherz setzte sie noch drauf selber zu fahren. Meine Nackenhaare stellten sich auf. Ein Tiefschlag für jeden Mann. Als ob Frau besser fahren könne ?. Das hatte bisher noch keine zu mir gesagt. Ich plapperte die Worte vor mich her. Soll ich fahren. Ha das wäre doch gelacht. Nach kurzem Überlegen erinnerte ich mich wieder. Mit rechts bremsen Junge. Noi wirkte wirklich besorgt, denn das Parkhaus hatten wir noch nicht verlassen.

    Eigentlich planten wir das Shooping Center in Khon Kaen zu besuchen, doch auf Bitte von Noi nahmen wir Kurs auf ihre alte Arbeitsstelle. Ab 12 Uhr hätte ihre Freundin Mittagspause, die sie gerne besuchen wollte. Also gut dachte ich mir, dann sehe ich ihr vorheriges Arbeitsfeld. Das Fahren gelang mir ganz gut. Der Linksverkehr störte eigentlich nicht, ausser der Tatsache, das alle Verkehrteilnehmer wie die Henker kutschierten. Das Steuer auf der linken Seite ist wirklich gewöhnungsbedürftig, zumal die Scheibenwischer öfter als der Blinker in Aktion traten. Noi schien im Getümmel ein wenig die Orientierung verloren zu haben, denn der Weg zu Panasonic war ihr entfallen. Kurzer Hand wegen des Zeitdrucks auch rechtzeitig zur Pause zu erscheinen, orderten wir ein Tuk Tuk das voraus eilte. Gegen viertel vor eins trafen wir dann endlich ein. Das Gelände war wirklich sehr gut bewacht. Das ganze ähnelte einer Dokumentation, die ich zuvor mal im Fernsehen sah. Wir mussten an der Pforte warten. Alles schien unter Geheimhaltung zu stehen. Große Fabrikhallen sowie eine Kantine ließen sich erkennen. Eine Mauer umzäunte das Grundstück. Noi hatte hier zuvor sechs mal die Woche gearbeitet. Von morgens 8 bis abends 20 Uhr. Eine Stunde Pause von 12-13 Uhr diente zur Entspannung. Meine Güte, dachte ich mir nur, bei uns wäre das kaum denkbar. Ein harter Job wie mir schien. Ihre Freundin traf nach weiteren fünf Minuten ein. Noi hatte zuvor für sie ein wenig frisches Obst besorgt. Ihre Freundin, der Name ist mir entfallen, stand kurz vor der Entbindung. Der kugelrunde Bauch ließ sich schwer kaschieren. Die beiden tauschten sich ein wenig aus. Viel Zeit hatten sie nicht, denn eine Überzeihung der Pause war nicht gedultet.

    Anschließend ging die Fahrt weiter und ich sollte Mama und Papa kennen lernen. Nicht zu vergessen ihr kleiner Sohn King. Auf dem Weg kreuzten wir eine Elektrofirma. Noi berichtete mir das ich Bruder dort arbeite. Er befände sich gerade in einer Lehre als Elektriker. Zwanzig Minuten trafen wir ein. Das Stadtviertel ähnelte nicht Pong Nok, es war wie Noi zuvor erwähnte etwas gehobener. Trotzdem die Behausung bestand zwar zur Hälfte aus Stein im Gegensatz zu Jaebs Haus, aber nicht komfortabler. Direkt nach Einschaltung des Parkzustands strömte meine Kleine ihren Eltern entgegen. Ihre Mutter wirkte überrascht. Es sei dazu gesagt, das Noi nichts von ihrem Besuch erzählt hatte. Deswegen die Freude umso größer. Ich begrüßte alle Anwesenden. Immer freundlich die Hände gefaltet und Sawatdii Khap. Ihre Erzeuger wirkten sehr sympathisch und stellten sich als gastfreundlich heraus. Für sie wie für mich eine neue Erfahrung, denn nach Nois Aussage schien ich der erste Farang gewesen zu sein der ihr Heim zu Gesicht bekam. Nachdem ich alle Familienmitglieder und Freunde kennen gelernt hatte, schlich sich bei mir ein wenig Langeweile ein. Was sollte ich jetzt den ganzen Tag anstellen. Noi war mit dem kommunikativem Austausch beschäftigt. Kein englisch sprechender Mensch kreuzte meinen Weg. In Pong Nok hatte ich zumindest Micha. Ich hätte mir am liebsten einen trinken können, aber das Auto sollte heute noch zum Einsatz kommen. Ich legte mich also in eine Hängematte und ruhte ein wenig. Die Moskitos in den ländlicheren Regionen scheinen auf Farangblut sehr heiß zu sein. Im Laufe des Tages zierten mich einige Stiche.

    Meine Magen knurrte ein wenig. Noi gab ihrem Bruder die Aufgabe, er als einziger über Besuch informiert hatte sich einen Tag Urlaub genommen, ein bisschen einzukaufen. In der Zeit sollte ich das Haus eines Holländers zu Gesicht bekommen. Eine Freundin hatte ein halbes Jahr zuvor hier im Dorf geheiratet. Sie lebe jetzt in Holland. Ihr Mann erbaute ein Haus für die Familie. Nun ja, Geschwister hatte sie anscheinend nicht und der Vater schien in die heiligen Jagdgründe eingegangen zu sein. Somit bewohnte Mutter alleine das Gebäude. Als ich den Palast erblickte viel ich aus allen Wolken. Welcher Fürst bewohnte denn dieses Gebilde, strömte der erste Gedanke durch meinen Kopf. Beim meinem nächsten Besuch im Januar werde ich ein Bild nachreichen. Ein großes gemauertes Haus mit sehr ansehnlicher gepflasterter Terasse und einem Springbrunnen ließ beim Anblick Neid aufkommen. So etwas hätte ich auch gerne. Die Inneneinrichtung stellte sich als luxuriös heraus. Noi und ich nahmen auf der Couch Platz und sahen uns auf DVD die Hochzeit der Töchter an. Mein Gott was der Bräutigam alles über sich ergehen lassen musste. Während der Vorführung vielen mir die Äuglein zu. Das Gedudel der Musik wirkte einschläfernd auch mich.

    Nach einer Stunde gab es endlich etwas zu Essen. Nois Familie besaß leider keinen Fernseher. Wie süchtig die Thais danach sind sah ich bei Jaeb. Ich fragte Noi wie teuer so ein Gerät wäre. 3-5000 Baht gab sie mir zur Antwort. Ich grübelte ein wenig nach. Soll ich einen kaufen oder nicht. Wäre bestimmt ein gutes Willkommens-Geschenk. Nicht lange gezögert wie ich nun mal bin, entschloss ich einen anzuschaffen. Für meine Noi würde ich doch alles tun. Sie freute sich über meine Entscheidung und wir fuhren zum nächstliegenden Geschäft. Ich beschaffte ein Exemplar für knapp 4000 Baht. Was machst Du nur für einen Käse, dachte ich mir im Stillen. Die braucht dich nur mit den Rehaugen anzusehen und Du wirfst alles über Bord. Der Fernseher wurde uns später gebracht. Die Familie freute sich. Danach sah ich auch keinen mehr wieder, das heißt alle verbrachten Ihre Zeit im Haus vor der Flimmerkiste. Tja und wieder eine gute Tat pro Tag, schwebte mir durchs Gedächtnis. Der Tag dümpelte vor sich hin. Langsamer als sonst, anscheinend verging die Zeit hier im Schneckentempo. Ich griff zum Telefon und kontaktierte Micha. Wir tauschten ein wenig Neuigkeiten aus. Die Fernsehaktion übermittelte er einem Freund in der Heimat. Dieser Antwortete entsetzt, wie will der den denn nach Hause kriegen. Ne ne, erwiderte Micha, der ist für die Familie. Man kann euch auch nicht alleine lassen, die letzten Worte des daheim gebliebenen.

    Gegend Abend beschlossen wir ein wenig Tanzen zu gehen. Noi fragte mich ob wir ein paar Freunde mitnehmen können. Kein Problem sind ja noch Plätze im Auto frei. Wir führen ein Stücken, denn ihre Klicke befand sich etwas außerhalb ihres Stadtteils. Als die Horde Einstieg entwickelten sich einige Sorgenfalten auf meiner Stirn. Ich hatte an höchstens 4 Personen Gedacht. Die Zahl erhöhte sich auf sieben. Drei vorne und fünf hinten. Man man, hoffentlich geht das gut dachte ich mir. Zu Hause wäre der Lappen weg. Ein hoher Lärmpegel entwickelte sich. Alles auf Thai. Ich stoppte kurz an einer Tankstelle um Sprit nachzufüllen. Micha rief während dessen an. Das Gequatsche ging mir auf die Nerven. Ich konnte mich kaum konzentrieren. Micha fragte nur was bei mir los wäre. Der Tankwart verlangte den Schlüssel und teilte mir mit den Deckel zu öffnen. Keine Ahnung wo der Schalter dafür war. Noi unterhielt sich mit ihren Kameraden. Die Situation überforderte mich ein wenig. Ich stieg aus setzte mich an die Seite und ließ dem Treiben freien Lauf. Ich gab Noi 300 Baht, mit der Bitte sich darum zu kümmern. Nach einem kurzen durchschnaufen ging es weiter. Wir trudelten in Khon Kaen City ein. Das Geplapper nahm kein Ende. Jetzt ging auch noch Nois Telefon. Ich fragte sie nach dem Weg, schließlich konnte niemand anderes mir das Verständlich erklären. Meine Geduld schien am Ende. Ich brüllte nur noch herum. Rechts, links, geradeaus, wo lang denn. Sie telefonierte weiter und registrierte meine Hilflosigkeit nicht. Mit den Nerven am Ende stoppte ich kurz und wies die kleine Dame in die Schranken, das es unverschämt wäre mich hier ahnungslos durch die Gegend fahren zu lassen. Sie zeigt Einsicht und versprach Besserung.

    Die Nacht verbrachten wir in einer Discothek. An den Namen kann ich mich nicht mehr erinnern. Es war eine lange Straße mit sämtlichen Tanzläden aneinander gereiht. Da Nois Freundinnen und Freunde nicht mit Geld überseht waren, fühlte sie sich verpflichtet alle Getränke zu bezahlen. Das Spielchen konnte ich mir nicht ansehen und bezahlte dies. Noi tanzte mit einer Freundin auf einem erhöhten Tanzsockel. Sie beherrschte einen erotischen Tanzstil. Mir gefiel dies sehr, aber da war ich nicht der einzige. Ein Thaiman warf einen Blick auf sie. Er bemerkte mich zwar, sah dies aber nicht als Gefahr an. Er versuchte mein Verhältnis zu ihr ein wenig zu erkunden und gestikulierte mit mir anzustoßen zu wollen. Na ja, was solls, ich ging auf das Spielchen ein. Bin ja ein freundlich gesinnter Mensch. Seine Annäherungsversuche Noi gegenüber nahmen Formen an. Tja nicht mit mir. Dem Mann müssen die Grenzen aufgezeigt werden. Ich baute mich kurz entschlossen vor dem Thai auf. Er wirkte ein wenig eingeschüchtert. Bisher wirkte ich klein in meiner Sitzhaltung. Jetzt ragte ich zwei bis drei Köpfe über ihm. Sein Mut schien entwichen und er nahm etwas Abstand. Insgesamt kam es mir vor das ich so ziemlich der größte in dem Laden war. Nach drei Stunden beschloss ich die Nacht enden zu lassen. Meine Müdigkeit nahm überhand. Noi erging es ebenfalls. Wir setzten ihre Freundinnen am Busbahnhof ab.

    Ein Pärchen blieb sitzen. Noi teilte mir mit das die beiden im Hotel übernachten würden. So so, dachte ich mir, die müssen ja doch Geld haben. Wir parkten im Parkaus des Hotels. Ich fragte Noi wie sie sich das jetzt vorstellen würde. Sie sollte das Zimmer nicht für die beiden bezahlen. Ich hatte mich geirrt. Sie beabsichtigte die beiden in unserem Zimmer mit schlafen zu lassen. Das Maß war voll. Die kleine Dame hatte meine Geduld diesen Tag zu sehr beansprucht. Bist Du verrückt entgegnete ich ihr. Wir sind doch nicht im Camping-Lager. Ich teilte ihr mit das es auf gar keinen Fall in Frage kommen würde. Ich hatte keinen Bock mehr auf jegliche Diskussionen, schloß das Auto ab und begab mich aufs Zimmer. Noi folgte 10 Minuten später alleine. Ich stellte mich stur. Sie versuchte den Arm um mich zu legen und fragte „are you angry“. Ja und wie gestand ich ihr. Was für eine Feststellung. Sie versprach keine weiteren solcher Zwischenfälle ohne meine Einwilligung. Die beiden wären auf dem Weg nach Hause. Sie habe ihnen Geld für den Bus gegeben. Ihre Hand flutschte unter die Bettdecke in meine erogene Zone. Zuerst wehrte ich mich, aber wie soll man da auf Dauer wieder stehen. Ich ließ mich breit schlagen. Typisch Mann. Frau baut Mist und so kommt alles wieder ins Lot. Mein Unmut hätte ein wenig länger anhalten können. Nachdem wir uns geliebt hatten viel ich in den Schlaf. Als ich zwischenzeitlich aufwachte lief der Fernseher. Irgendein Fussballspiel schimmerte auf dem Kasten. Ich blickte zu Noi rüber. Zu meinem Erstaunen verfolgte sie dem Geschehen. Wie Du magst das Gekicke fragte ich sie. „ I like“, entgegnete sie mir. Kaum zu glauben ein Frau die freiwillig Fussball schaut. Ein nervenaufreibender Tag endete.


    So, nun werde ich mich mal outen. Ein Bild von mir und Noi. Vielleicht könnt ihr dann nachvollziehen warum ich kopflos durch die Gegend laufe.





  10. #69
    Avatar von Der-Hilfesuchende

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    :bravo: :bravo: Könnte mich nach Deinen Erzählungen mal wieder
    :bravo: :bravo: wegschreien !!

  11. #70
    Avatar von Der-Hilfesuchende

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    Re: Manchmal kommen sie wieder!!!

    Ach hab noch eins vergessen zu sagen :

    HELLO HANDSOME MAN

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