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MadMovie hat sich getraut*

Erstellt von MadMovie, 19.12.2006, 23:38 Uhr · 71 Antworten · 8.354 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von E.Phinarak

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    Re: MadMovie hat sich getraut*

    Gratulation und alles Gute für die gemeinsame Zukunft

    :bravo:

  2.  
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  3. #22
    Avatar von MadMovie

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    Re: MadMovie hat sich getraut*

    Vorbereitungen auf das grosse Fest



    Noch sah es auf dem künftigen Festplatz so aus – aber nicht mehr lange...



    „Khun thai tam ngan – farang take photo!“ (Lin)



    Später kam dann auch noch schwere Technik zum Einsatz





    Baed bereitet die Gästeliste vor – noch stehen nur fünf Namen drauf



    Pan präsentiert die Einladungskarten (die für uns umsonst gedruckt wurden)



    Eine meiner besten Freundinnen in Thailand – Jahlawee – hilft meiner gestressten Frau



    In der Grundschule von Ban Lup Pho wurde ein Teil der Bühnendekoration gefertigt – meine beiden Vornamen auf Thai


    wird fortgesetzt...

  4. #23
    Avatar von MadMovie

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    Re: MadMovie hat sich getraut*

    Vielen Dank für deine Glückwünsche, Eddy!

  5. #24
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: MadMovie hat sich getraut*

    Auch von mir alles Gute - behalt deinen Humor...

  6. #25
    Avatar von MadMovie

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    Re: MadMovie hat sich getraut*

    @ Kali,

    eine Danksagung von Karlheinz, ein Glückwunsch von dir - es bedeutet mehr, als manch einer glaubt...

  7. #26
    Avatar von MadMovie

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    Re: MadMovie hat sich getraut*

    Tambun für einen Heiligen

    Pho Khun Lae war um 1820 der örtliche Befehlshaber, gilt als Begründer der heutigen Stadt Chaiyaphum (bis 1824 Ban Luang) und stellte sich 1826 laotischen Truppen zum Kampf. Am heutigen Kreisverkehr kam er bei Gefechten ums Leben. Das schwach befestigte Chaiyaphum wurde von den Laoten zwar eingenommen, der weitere Vormarsch auf Bangkok, wo sie König Rama III. stürzen wollten, vereitelt. Der gefallene Gouverneur erhielt den Ehrennamen Phraya Phakdi Chumphon und wird heute immer noch als Schutzheiliger verehrt.
    Als günstigstes Heiratsdatum wurde der 02. Dezember 2549 errechnet und so machten wir uns am Vortag auf, um im Chao Pho Phraya Lae Shrine am Ufer des Pla Tai Teiches um Glück und Segen zu bitten.















    Dann wurde – zu meiner nicht gelinden Überraschung - alles wieder eingesackt



    In Deutschland hätte man Schweinekopfsülze draus gemacht – hier wurde alles in feine Streifen geschnitten und mit viel Zwiebeln gebraten.
    Tippel und ich waren uns einig: „May aroi!“



    wird fortgesetzt...

  8. #27
    pef
    Avatar von pef

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    Re: MadMovie hat sich getraut*

    Wie sich die Bilder doch ähnlch sind.
    Geisterbeschwörung im Isaan mit anschließendem vertilgen der Köpfe.



  9. #28
    Avatar von MadMovie

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    Re: MadMovie hat sich getraut*

    Letzte Vorbereitungen



    Die Hauptstromleitung wird angezapft







    Unglaublich, wie schnell das alles ging!



    Die ersten Zaungäste



    wird fortgesetzt...

  10. #29
    Avatar von ChangLek

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    Re: MadMovie hat sich getraut*

    .....das läßt ja auf eine tolle Feier schließen - recht so, denn das kann Euch keiner nehmen..... :-) :-)

  11. #30
    Avatar von MadMovie

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    Re: MadMovie hat sich getraut*

    Tanzen bis die Bühne wackelt

    Ich stand am 02. Dezember früh auf, weil ich der irrigen Meinung war, gleich würden neun Mönche erscheinen und ein paar hundert Strophen auf Pali singen.

    Tippel scharrte schon die ganze Woche mit den Hufen, dem fiel langsam das blaue Blechvordach auf den Kopf.
    Auf seine Bitte hin fragte ich noch einmal bei meiner Süßen nach und sie beschied mir, es würde gegen 16 Uhr richtig los gehen.

    Bei Zeitangaben zwischen sieben und elf Uhr morgens und abends wird es für Farang richtig verwirrend, weil die Holde bei anderer Gelegenheit mal sagte: „Har mong chao!“ und ich murrte:
    „Um die Zeit stehe ich im Urlaub nicht auf!“
    Im Falle der traditionellen Hochzeitszeremonie war aber eindeutig 4 p. m. gemeint – wobei man in Thailand getrost immer noch eine halbe Stunde oder mehr draufschlagen kann.

    Ich spürte leichte Kopfschmerzen und dachte mir, das kann ja noch heiter werden.
    Mein Stiefsohn wurde mit dem Moped los gejagt um Aspirin zu besorgen, was Wilaiwan in ihrem Krämerladen nicht hat.
    Ich pfiff mir dann zwei Sala-Pillen ein, oder wie das Zeug heißt, und nach der Mittagsruhe waren die Kopfschmerzen weg. Dafür entwickelten die Pillen jetzt solche Nebenwirkungen, wie ein LMA-Gefühl (Leck mich am Allerwertesten); ich riss ein Glas Wasser um – Tippel voll auf die Hose.
    „Kein Problem, das trocknet bei dem Klima sofort!“

    So gedopt, stand der Feier nun nichts mehr im Wege!

    Bei ähnlichen Gelegenheiten in Deutschland haben wir Tage vorher den Rasen gemäht, ein Festzelt aufgebaut, Stühle und Tische herbei gekarrt, Kuchen gebacken usw.
    Ich bewundere den Gleichmut der Thais – hier geschah bis kurz vor 16 Uhr erstmal gar nichts.

    Okay, ein Stück Dschungel war platt gemacht und die Hauptstromleitung angezapft worden (Fotos siehe oben).
    Ein Traktor hatte mit einem Schild die Freifläche planiert, so dass sich über alles eine dünne, braune Isaan-Staubschicht gelegt hatte.

    Wenn die Thais einmal los legen, dann aber richtig:
    Im Handumdrehen wurden eine Bühne, 50 Tische und die Bestuhlung aufgebaut. Als ich vom Duschen kam, war der Catering-Service schon beim Brutzeln und die schöne Braut frisch frisiert im Anmarsch.

    Tippel und ich haben uns dann in Schale geschmissen, damit die Landbevölkerung einen vernünftigen Eindruck von den beiden Farang gewinnt.

    Matten wurden ausgebreitet, der Blumenschmuck aufgestellt, der Dorfälteste erschien und schon ging es los!
    Die ganze Zeremonie, wo die Geschwister der verstorbenen Eltern der Braut, die Trauzeugen Wan und Tippel und die Brautleute mit einem Bindfaden kreisförmig miteinander verbunden waren, dauerte nicht länger als 45 Minuten.
    Ich legte meiner Frau den in Bangkok gekauften Goldschmuck an und jeder Verwandte und Freund knüpfte dann einen Faden um das linke Handgelenk von Braut, Bräutigam und Farang-Trauzeuge.

    Von hinten wurde mir eifrig Luft von meiner persönlichen pad lom Assistentin Oh zugefächelt, weil ich auch ohne langärmeliges Hemd, Krawatte und Jackett geschwitzt hätte wie ein Pferd beim Steeplechase.

    Die Braut schlüpfte dann in ein schickes gelbes Kleid, ich befreite mich von der mörderischen Krawatte und zog ein kurzärmeliges weißes Hemd an. Wan schüttelte missbilligend den Kopf. Nun, in Deutschland hätte ich es in der Montur bis 22 Uhr ausgehalten – hier aber nicht.

    Das richtige Martyrium sollte für mich erst noch beginnen.
    Fotomodell ist ein sehr harter Job, wie ich bald erfuhr. In der ersten Stunde gelang es mir auch noch, das Lächeln im Gesicht festzutackern.

    Als erstes galt es Posten zu beziehen am Einlass. Alle eintreffenden Gäste – nur 200, die Nachbarprovinzen waren nicht eingeladen – waren persönlich zu begrüßen mit einem freundlichen „Sawadti khap!“, einem Wai und einem Dank für die großzügige Spende an das Brautpaar (es kam eine fünfstellige Summe zusammen, welche die Unkosten zu 1/3 deckte).

    Jede eintreffende Familie wollte natürlich ein Foto mit dem Brautpaar. Nur gut, dass Pan nur mit zwei Dörfern und einer Stadt im Isaan verwandt ist!
    Nach einer Stunde waren meine Beine zwei Zentimeter kürzer, ich hatte Hunger und Durst. Als der Besucherstrom ein wenig abriss, genehmigte ich mir heimlich eine Zigarette.
    Jahlawee reichte mir ein Glas Wasser.

    In Deutschland gehören dem Brautpaar die Ehrenplätze am Tisch – hier waren gar keine für uns vorgesehen – wir hatten ohnehin keine Zeit zum Rumsitzen.

    Wan führte mich dann zu ihrem Tisch und mein Blick ruhte sehnsuchtsvoll auf den köstlichen Speisen, welche der Catering-Service aufgetafelt hatte.
    Nach einem Schluck Whisky-Soda ging es mit den Foto-Shootings an den Tischen erbarmungslos weiter.

    Dann wurden wir auf die Bühne gerufen und es wurden drei (zum Glück) kurze Ansprachen gehalten. Tausende Insekten – von den Scheinwerfern angelockt – umschwirrten mich.
    Meine Frau bedankte sich auf Thai bei allen Gästen und reichte mir das Mikro.
    Da ich in den 80er Jahren selbst einmal Disko gemacht habe, fällt es mir nicht allzu schwer, von einer Bühne herab zu einem Publikum zu sprechen – allerdings in der Muttersprache.
    Aber das hier war etwas anderes. Ich behalf mich damit, drei Sätze auf Englisch zu sagen und ein „Khop khun maak khap!“ anzuhängen, wofür es immerhin Beifall gab.

    Zu den weiteren Pflichten gehörte es auch, an jedem Tisch mal präsent zu sein, so dass ich nie so recht wusste, wo sich mein Getränk gerade befand.
    Zwischendurch gelang es mir, an Wan´s Tisch ein Schälchen gebratenen Reis rein zu schaufeln, damit ich nicht aus den Latschen kippte.

    Auf der Bühne waren schon die ganze Zeit vier Tanzmäuse, eine Sängerin und ein Sänger aktiv.
    Zumindest die Sänger konnten nun ein Päuschen einlegen, denn ein paar Gäste wollten sich als Karaoke-Stars profilieren.
    Vor allem der Kathoey Jo lieferte eine spektakuläre Show ab. Mein mir angetrautes Eheweib kam auf die Idee, ebenfalls zu singen – nun, sie hat ja auch eine Stimme wie eine Nachtigall.

    Wie sollte ich nun agieren zwischen Millionen von Insekten auf einer wackligen Bühne?
    Mir blieb nichts weiter übrig, als gemeinsam mit den Hupfdohlen zu tanzen, wobei ich in etwa so talentiert bin wie ein Bär, den man gerade aus dem Winterschlaf geweckt hat.
    Einem Teil des Publikums scheint es aber gefallen zu haben, denn man reichte mir 20-Baht-Scheine auf die Bühne, einmal auch 100 Baht!

    Bloß schnell weg hier von den Scheinwerfern, die eine weitere Million Insekten angelockt hatten, welche sich bevorzugt auf meinem weißen Hemd nieder ließen.

    Nun konnten wir zum gemütlichen Teil übergehen, wobei aber ein Teil der Gäste schon wieder auf dem Heimweg war und die ersten Tische weggeräumt wurden.

    Das wurde noch ein richtig schöner Schwof vor der Bühne.
    Von den gespielten Titeln kannte ich nur einen wirklich gut (englische Popmusik hatte der DJ nicht im Gepäck).
    Lautstark sang ich mit: „Numbao Sao Parn!“ und mein Stiefsohn reckte den Daumen hoch:
    „Great! You know Carabao and Parn Thana....!“

    So ging ein ereignisreicher, anstrengender und schöner Abend zu Ende...


    wird fortgesetzt mit Fotos

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