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Lied von Ban Na Sai

Erstellt von Tschaang-Frank, 28.10.2005, 21:59 Uhr · 11 Antworten · 1.092 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Lied von Ban Na Sai

    Ich Versuche es mal - in der Hoffnung das keine Diskussionen hier stattfinden

    Einfach nur ein Gedicht - ein Gedicht aus einer Zeit die gar nicht solange her ist - Realitaet die zu TH gehoert UND "man" (TH) ueberlegt jetzt, nach 30 Jahren - dieser Realitaet ins Auge zu schauen und "diese Zeit" in den Geschichts/Schulbuechern aufzunehmen.

    Vielleicht einfach nur lesen, aufnehmen und ein biessel mehr ueber Land und Leute kennenlernen ( ich will damit nicht sagen das es hier keine Member gibt die die Zeit nicht kennen und sich damit beschaeftigen - aber wohl nicht unbedingt alle )

    Lied von Ban Na Sai

    Der Reis war noch nicht gar gekocht,
    die Gemuese noch nicht zum Essen bereit,
    Ein sengend heisser Windstoss kam,
    und unsere Huetten stuerzten ein.

    Noi blieb keine Zeit sich aufzurichten,
    zwischen den Pfaehlen wurde ihr Koerper verschuettet,
    Hoch loderten die Flammen.
    Warum verbrenne sie u n s ??

    Das Krachen der Gewehre,
    wie das Rollen des Donners,
    es schmerzt bis tief ins Herz,
    Warum nur? warum gerade so?

    Schau auf zum Himmel er ist noch da,
    Schau in ein Gesicht und du siehst nur Haut,
    Unsere Traenen sind eingetrocknet
    zu Klumpen von rotem Blut.

    Unsere Knie schwanken,
    den Kopf moechten wir vergraben,
    unsere Haende sind kraftlos,
    ueberall Knochen auf der verbrannten Erde.

    Unsere Herzen sind wie Sand,
    Bis zum letzten Korn werden sie aushalten
    bis zu dem Tag wo sie es nicht mehr ertragen
    IHR da, das wird UNSER Tag sein!!


    Ich weiss nicht ob sowas hier erwuenscht ist es ist juengste THlaendische Geschichte und dies ist ein Gedicht von Menschen / von Thais geschrieben. Mich Interessiert "auch" diese Epoche des Landes meiner Frau - andere vielleicht auch? Ich will nicht Werten, gar ( ob konstruktiv oder auch nicht ) darueber diskuttieren - es ist einfach "Geschichte" die man vielleicht kennen sollte ( oder auch nicht )!?

    Kurze Erklaerung zu Ban Na Sai, das kleine Dorf wurde 1974 verdaechtigt kommunistisch unterwandert zu sein und dem Erdboden gleich gemacht!!
    Regierungstruppen setzten im Rahmen der "Aufstandsbekaempfung" saemtliche Haeuser in Brand, erschossen die meisten der Bewohner darunter auch Frauen und Kinder. Als "My Lai von TH" erregte die "Saeuberungsaktion" die im nachhinein von einem offiziellen Sprecher als "VERSEHEN" deklariert wurde, viel Aufsehen.

    Ach so, das ganze wurde von Naowarat Pongpaiboon geschrieben - falls es interessiert kann ich noch kurz was zu ihm schreiben - ist aber nicht so wichtig - zumindest einer der bekanntesten Lyriker Thailands.

    Falls Interesse an weitern Gedichten oder auch kleinen Geschichten aus dieser Zeit besteht Gerne !

  2.  
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  3. #2
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Lied von Ban Na Sai

    Eine Bericht von Seksan Prasertkul Okt.1973



    Mein Vater ist jetzt beinahe siebzigjahre alt. Es bleibt ihm nicht mehr viel Zeit, sein Leben zu ändern, nachdem er über vierzig Jahre lang im Geruch des Motorenöls auf seinem Boot und in der Gischt des Salzwassers gelebt hat. Im vergangenen Jahr verließ er endgültig das Meer, um auf dem Land zu bleiben. Der einzige Besitz, der ihm geblieben ist, ist seine Armut. Mein Vater bewahrt sich diesen Besitz, bis er eines Tages ein anderes Ufer erreicht... das Ufer seines Lebensmeeres.
    Als wir noch zusammen waren, erzählte er mir einmal, daß er nach Bangkok gegangen war, um zur Schule zu gehen. Dort hatte er bei einem Mönch im Tempel Iemworanut in Bangkhunphrom gewohnt. Alle Leute in seinem Heimatort hatten gewußt, daß er ein guter Schüler war. Großmutter hatte bestimmt gewollt, daß er so lange wie möglich zur Schule geht.
    "Warum hast du dann die Schule verlassen?´ fragte ich ihn ohne besondere Hintergedanken.
    "Ich konnte die Bestrafungen des Mönchs nicht mehr ertragen´, antwortete er leicht verärgert. "Er hat mich so hart geschlagen. Deshalb bin ich nach Bangpagong geflohen. Er hätte mich doch verstehen müssen. Ich kam vom Land und war zum ersten Mal in der Hauptstadt. Da will man doch etwas sehen und erleben."
    "Wenn ich die Schule zu Ende besucht hätte, müßte ich jetzt nicht so viel schuften´, murmelte er traurig zu sich selbst. Ich schwieg dazu, da ich an etwas denken mußte.
    Dies war damals der Wendepunkt im Leben meines Vaters gewesen, der aus einer kleinen Auflehnung in seinen jungen Jahren entstanden war. Viele Leute haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Und alle können sich an den Tag, an dem sich ihr Schicksal entschieden hat, gut erinnern. So auch ich.

    Nachdem am 13. Oktober der Demonstrationszug gegen die Regierung gegen Mittag die Thammasat-Universität verlassen hatte, war der Kontakt zwischen mir und dem Zentralkomitee der Studenten´, den ich bis jetzt in Abständen aufrechterhalten hatte, abgebrochen. Daher bemühte ich mich, den Zug so langsam wie möglich vorwärts zu führen. Im Innersten hoffte ich, bald wieder Nachrichten zu bekommen.

    Der Demonstrationszug, der aus Schülern, Studenten und Bürgern bestand, hielt am späten Nachmittag kurz vor Einbruch der Dämmerung am Demokratiedenkmal´* an. Tatsächlich war erst das Fahrzeug, in dem die Anführer saßen, dort angekommen. Die eigentliche Spitze des Zuges befand sich bereits an der Phanfa-Brücke, und die Masse der Demonstranten füllte die ganze Länge der Rajdamnern-Straße bis zurück zur Thammasat-Universität.
    Vom Dach des Lautsprecherwagens aus, den wir allgemein als Führungsfahrzeug bezeichneten, überblickte ich die Menschenmenge, die sich auf den Straßen, die die Rajdamnern-Avenue genau am Denkmal kreuzten, von der Chalömwanchat-Brücke bis zur Großen Schaukel drängte. Der Anblick bot nicht das Bild einer Schlange von Menschen, sondern das eines Kreuzes.

    Wir beschlossen, bis fünf Uhr nachmittags hierzubleiben, um die Zeit zu strecken. Inzwischen verteilten die Studentenaktivisten Essen. Es war die letzte gemeinsame Mahlzeit der Menschen, die zusammengekommen waren, um gemeinsam die Verfassung zu fordern.

    "Eßt euch bitte richtig satt jetzt. Wir wissen nicht, wann wir die nächste Mahlzeit bekommen´, rief ich der Menge durch den Lautsprecher zu. Als ich dies gesagt hatte, bekam ich Zweifel, ob ich sie damit entmutigt oder ermutigt hatte. Wenn ich heute zurückdenke, so stimmt mich traurig, daß diese Mahlzeit tatsächlich die letzte war für viele Menschen.


    Zur festgesetzten Zeit kletterte ich wieder in den Führungswagen. Die Sicherheitstruppe, die ausschließlich aus Berufsschülern bestand, mußte mir zuvor den Weg durch die Menge bahnen. Vieles ging mir auf diesem kurzen Wegstück durch den Kopf. Ich war mir nicht sicher, wie lange es uns gelang, den Demonstrationszug geordnet und ruhig zu halten. Ich selbst befand mich nicht in einer Position, um Entscheidungen treffen zu können. Ich mußte auf Nachrichten vom Zentralkomitee der Studenten warten.

    Sehr langsam bewegte sich der Demonstrationszug vorwärts. Als er den Platz vor dem Reiterdenkmal´erreichte, war es bereits dunkel. Der Führungswagen blieb nicht direkt am Denkmal stehen, sondern in der Nähe. Die Demonstranten füllten den Platz; der größte Teil befand sich noch auf der Rajdamnern-Avenue. In der Dunkelheit konnte ich es nicht genau erkennen, aber man sagte mir spater, daß das Ende des Zuges immer noch an der Phanfa-Brücke stand. Meine Aufgabe damals bestand darin, die Menschen ruhig zu halten, bis Nachricht vom Zentralkomitee eingetroffen wäre. Ich hatte keine Ahnung davon, was die ermächtigten Studentenführer mit der Regierung ausgehandelt hatten.
    Während die Lage immer gespannter wurde, berichtete ein Berufsschüler, er habe Leute gesehen, die auf die Demonstranten einredeten, nach Hause zu gehen. Er meinte, es seien Saboteure. Ich beschloß sofort, dies zu beenden.
    Ich befahl der Sicherheitstruppe, mit allem Nachdruck gegen diese Leute vorzugehen, damit sie aufhörten. Viele Tage später erfuhr ich erst, daß diese Leute, die die Menschen nach Hause schicken wollten, tatsächlich vom Zentralkomitee gekommen waren, das mit der Regierung verhandelt hatte. Ich habe nie verstanden, warum sie nicht zuerst uns im Führungswagen informiert hatten. Damals wußte kaum jemand, wie die Studentenführer aussahen.
    In jener Situation galten nur die Bekanntmachungen aus dem Führungswagen als offizielle Erklärung der Studenten. Anderen Quellen vertrauten die Menschen nicht.

    Die Sicherheitstruppe für die Führungswagen bestand aus fünfzig Berufsschülern von der Ganok Achiwasüksa Schule. Wir nannten sie deshalb die 50 Ganok. Ich kannte keinen von ihnen persönlich. Wahrscheinlich kannten sie mich damals ebenfalls nicht, interessierten sich auch nicht dafür, wer ich war. Aber diese jungen Leute nahmen ihre Aufgabe sehr ernst. Sie ließen niemanden ohne Erlaubnis an den Wagen herankommen.

    Einmal führten sie einen kräftigen, jungen Mann zu mir, der versucht hatte, zum Fahrzeug durchzudringen. Dieser Mann war Somkhit Singsong, ein Kommilitone von der Thammasat-Universität, der in unserem Nachrichtendienst arbeitete. Erst als festgestellt war, wer er war, ließ ihn die Sicherheitstruppe wieder frei. Sicher stand auch diese Truppe unter starker Anspannung.
    Nach neun Uhr abends bekam ich erst Nachrichten über die Verhandlungen zwischen dem Zentralkomitee der thailändischen Studenten und der Regierung. Die Regierung hatte sich einverstan-
    den erklärt, die 13 Verhafteten freizulassen und innerhalb eines Jahres die Verfassung auszuarbeiten. Den Demonstranten gab ich noch nichts davon bekannt, da ich meinte, zuvor mit den Mitgliedern des Zentralkomitees sprechen zu müssen, die bei der Verhandlung dabei waren.
    Einmal, um mich von der Wahrheit dieser Nachricht zu überzeugen, und zum anderen, um das weitere Vorgehen abzusprechen. Es war nicht einfach, die Menschen wieder nach Hause zu schicken. Dies erforderte eine wohlüberlegte Methode, da es über 100.000 Demonstranten waren, die sich unterschieden in ihren Gefühlen und Meinungen. Wie hätte man es anstellen müssen, damit sie alle zu der gleichen Ansicht gekommen wären!

    Aus diesen Gründen heraus ließ ich ständig über den Lautsprecher ausrufen, daß sich ein Mitglied des Zentralkomitees bei mir melden sollte. Doch es war wie verhext: die Situation entwickelte sich genau umgekehrt.
    Es war gegen 22 Uhr, glaube ich, als Chiranan Phitpricha, eine Studentenführerin von der Chulalongkorn Universität, die im Führungswagen saß, ohnmächtig wurde, weil sie zu viele Abgase aus dem Generator eingeatmet hatte. Ich kletterte daraufhin eilig vom Wagendach herunter, um ihren Zustand zu überprüfen.
    In genau diesem Augenblick erschien jedoch plötzlich Sombat Thamrongthanyawong. Er wollte auf das Dach steigen, um von dort aus zu den Menschen zu sprechen.
    Ich war froh darüber, gleichzeitig aber auch recht besorgt. Es freute mich, daß der Generalsekretär des Studentenzentralkomitees gekommen war. So konnte ich endlich genau erfahren, was geschehen war. Ich machte mir jedoch Sorgen, weil Sombat zu den Leuten reden wollte, ohne zuvor mit uns zu sprechen. Da ich mich gerade um Chiranans Zustand kümmerte, wollte ich, daß Sombat einen Augenblick wartete.
    Als ich erkannte, daß der Generalsekretär nicht daran dachte zu warten, rief ich den Kommilitonen auf dem Wagendach zu: "Laßt ihn noch nicht sprechen! Haltet ihn zuerst fest!´
    Die größte Sorge bereitete mir nämlich, was geschehen w-ürde, wenn die aufgebrachten Menschen, die schon Tage und Nächte versammelt waren, den Aufforderungen durch den Lautsprecherwagen, auseinanderzugehen, nicht Folge leisteten. Hätte jedoch die Führungsmannschaft im Wagen die Situation nicht mehr unter Kontrolle, dann würde im gleichen Augenblick alles zusammenbrechen. Ich hätte deshalb gerne zuvor mit Sombat über dieses Problem gesprochen.




    geht weiter....

  4. #3
    Avatar von Micha

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    Re: Lied von Ban Na Sai

    Wer hat denn diese Texte übersetzt ?

  5. #4
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Lied von Ban Na Sai

    Gute Frage - naechste Bitte ;-D

    Du findest die Geschichten u.a im Siamesischen laecheln von Hella Kothman - die gute ist aber nicht in der Lage zu uebersetzen, glaube ich zumindest icht das Sie so gut Thai kann, wenn sie ueberhaupt ein bissel Thai spricht

    Muesste man mal recherchieren wer die Berichte und Gedichte die es so gibt tatsaechlich uebersetzt hat

    Falls dich das weiter Interessiert - kannst dir die Geschichte okt.73 auch als THAIvideo/DVD anschauen - also als Spielfilm aber Grundlage sind die tatsaechlichen begebenheiten.

  6. #5
    Avatar von Loso

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    Re: Lied von Ban Na Sai

    Zitat Zitat von Micha",p="288565
    Wer hat denn diese Texte übersetzt ?
    "Aus dem Thailändischen übersetzt von Sangsri und Xaver Götzfried,..." Buch
    Film The Moonhunter

  7. #6
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Lied von Ban Na Sai

    Loso

    Sangsri und Xaver Götzfried
    woher hast du den die Namen? Sind das die Uebersetzer fuer die Gedichte/Lieder/Berichte die Hella Kothmann in ihrem Buch bringt??
    Ich habe noch keine Quelle gefunden wer die Sachen mal ins deutsche uebersetzt hat :???:

  8. #7
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Lied von Ban Na Sai

    Als ich wieder auf das Wagendach geklettert war, mußte ich aber feststellen, daß der Generalsekretär bereits verschwunden war, und als ich mich daraufhin zurück zu Chiranan wandte, war diese ebenfalls nicht mehr da. Sombat war gegangen, weil er sich geärgert hatte, daß man seine Arme festgehalten und ihn daran gehindert hatte zu sprechen. Ich weiß nicht genau, wer das getan hatte.
    Chiranan war in ein Krankenhaus gebracht worden, wie ich später erfuhr.Ich konnte kaum mehr einen klaren Gedanken fassen.

    Fünf Tage und fünf Nächte lang waren mein Körper und mein Geist unter der größten Anspannung gestanden. In diesem Moment war ich nun wie vor den Kopf geschlagen, völlig verwirrt und durcheinander.
    Ich begriff nicht, was geschah... Was soll ich nur tun, fragte ich mich immer wieder.Schließlich faßte ich einen Entschluß. Ich wollte über den Lautsprecher die versammelten Menschen nach ihrer Meinung fragen.
    "Vergeßt nicht, wir stehen mit unseren bloßen Händen da!mahnte ich, nachdem ich versucht hatte, die Erregung zu dämpfen. "Wir müssen zwar noch ein Jahr lang auf die Verfassung warten, aber wir können später immer noch etwas bewirken. Wir brauchen nicht alles auf einmal zu erkämpfen. Überlegt es euch gut!
    Es war ungeheuer schwer, die kochende Menschenmasse dazu zu bringen, sich hinzusetzen und vernünftig nachzudenken. Doch ich hatte keine andere Wahl, als zu versuchen, sie mit allen Gründen, die mir einfielen, zu überreden. Nach einer Weile begannen tatsächlich die meisten, vernünftig zu werden, aber viele andere tobten noch wütend wie das Meer zur Zeit des Monsuns. Ich beabsichtigte, die Menge bis zum Anbruch des Tages zusammenzuhalten.
    Denn es wäre höchst gefährlich gewesen, wenn die Menschen in der Nacht auseinandergelaufen wären, weil wir nicht wußten, wer von ihnen was tun würde, und wir hatten ebenfalls keine Ahnung davon, was die anderen mit uns machen würden.
    "Sek, Sek, mach doch Schluß! Sag den Leuten, sie sollen nach Hause gehen.' Eine bekannte Studentin kam zum Führungswagen und klammerte sich vor Angst über die Entwicklung weinend daran fest.
    "Worauf wartest du denn noch? Stürmen wir ihre Häuser und zünden sie an!' schrie es mir aus einer Gruppe junger Männer entgegen. Dabei schwangen sie Holzstangen, die sie sich abgebrochen hatten, bevor sie die Thammasat-Universität verlassen hatten.
    Es war bereits fast elf Uhr nachts.
    Ich versuchte immer noch durch den Lautsprecher, ein Mitglied des Zentralkomitees herbeizurufen, bis meine Stimme versagte. Ich hatte keine Ahnung davon, daß der Regierungssender zu diesem Zeitpunkt bereits begonnen hatte, unseren Demonstrationszug zu verurteilen. Und ich wußte ebenfalls nicht, daß der größte,Teil der Mitglieder des Zentralkomitees bereits zur Regierungsseite übergelaufen war.
    Ich befand mich in einer Situation äußerster Unkenntnis und Verwirrung, während die schwerste Last meines Lebens erbarmungslos auf mich herabdrückte.
    Nur die Unnachgiebigkeit, eine Eigenschaft, die mich seit meiner Geburt begleitet, ließ mich auf dem Führungswagen ausharren. Tief im Innern hegte ich noch Hoffnung, daß sich alles zum Guten wenden könnte.
    Endlich tauchte Phiraphon Triyagasem auf, der Sprecher der Studentenschaft an der Thammasat-Universität.
    "Wo bleiben bloß die Mitglieder des Zentralkomitees?" fragte ich ihn sofort.
    "Sie sind alle tot!" antwortete Phiraphonleise. Erflüsterte beinahe und, bevor ich einen Gedanken fassen konnte, war er wieder verschwunden. Fast zur gleichen Zeit kam das Gerücht auf, daß sich die Regierung bereit machte, gegen zwei Uhr die Versammlung gewaltsam aufzulösen. Ich nahm diese beiden Nachrichten in mein wie betäubtes Gehirn auf.
    Ich erinnere mich noch jetzt daran, daß mich die Angst wie ein Leichentuch einhüllte. Kälte lief meinen Rücken hinab, und ich zitterte. Mußte ich jetzt sterben? Ich war doch erst seit 25 Jahren auf dieser Welt und sollte sie nun schon wieder verlassen?
    Warum ausgerechnet ich? Warum... ? Solche Fragen schossen durch meinen Kopf, ohne eine Antwort zu finden. Doch trotz meiner übergroßen Furcht schlich sich nicht der kleinste Gedanke an Flucht in meinen Kopf. Ich blieb eine Weile still sitzen, und als ich mich dann umblickte, bemerkte ich nur einige jüngere Studenten auf dem Wagendach, nicht einen einzigen offiziellen Vertreter der Studentenführung.
    "Gut! Wenn wir sterben müssen, dann sterben wir zusammen.' jemand faßte mich am Arm. Er hatte meine Einsamkeit erkannt. Ich nickte ihm zu, während sich die Studenten schätzend um mich herum aufstellten. In diesem Moment verflog meine Angst völlig. Nicht deshalb, weil mich Menschen mit ihren Körpern vor Kugeln schätzten, denn tatsächlich konnte dies kein Körper leisten. Es war die Freundschaft, die in mir den höchsten Mut entfachte. Nicht den
    Mut, mit jemandem zu kämpfen, ...sondern den Mut zu sterben.
    Denn jetzt hatte ich etwas, wofür es sich lohnte zu sterben.
    Als ich dies begriffen hatte, begann mein Gehirn wieder zu arbeiten. Ich überlegte, wie wir den Schaden möglichst gering halten könnten, wenn wir tatsächlich angegriffen würden.
    In der Position vor dem Reiterdenkmal, in der wir uns gegenwärtig befanden, konnten die angreifenden Truppen aus allen Richtungen auf uns einstürmen. Das bedeutete, wir würden völlig eingeschlossen werden.
    Der Chitralada-Palast' fiel mir ein, der von einem Graben umgeben war. Dort könnten wir etwas Schutz finden. Und ich glaubte fest daran, daß es kein Polizist oder Soldat wagen würde, in Richtung des Palastes zu schießen. Sie würden höchstens entlang der sehr engen Straße feuern, und mit Sicherheit würde nicht aus dem Palast geschossen werden. Wenn wir unseren Zug also dorthin lenkten, würde sich unsere Sicherheit erhöhen. Bei Anbruch der Dämmerung könnten wir dann überlegen, was wir weiter machen sollten.

    Als der Führungswagen vom Reiterdenkmal in Richtung des War Benchamabophit einschwenkte, sagte ein Student auf dem Wagendach zu mir: "Wollen wir mit General Krit reden? Ich könnte es organisieren.'
    "Nein, das ist unnötig', entgegnete ich kurz.
    "Warum denn nicht? Vielleicht kann er etwas für uns tun.' "Wenn er vorhat, etwas zu tun, dann ist er sicher bereits dabei. Wir sollten uns nicht einmischen.' Damit brach ich das Gespräch ab, da ich nicht wollte, daß das Ansehen der versammelten Studenten und Bürger dadurch beeinträchtigt wurde, daß sie sich mit irgendeiner Partei einließen. Es war damals bekannt, daß die Beziehung zwischen der Gruppe um General Krit Siwara'* und jener um Feldmarschall Thanom und Feldmarschall Praphat sehr gespannt war. Ich wollte nicht, daß den Studenten vorgeworfen werden konnte, in den Machtkampf unter den führenden Regierungsmitgliedern verwickelt zu sein. Dies traf nämlich tatsächlich nicht zu, zumindest nicht, was unsere Zielsetzung betraf.

    Der Wohnsitz des Königs und seiner Familie.
    Der Oberbefehlshaber des Militärs stellte sich gegen Thanom/Praphat und verweigerte die angeforderte Truppenverstärkung gegen das revoltierende Volk.

  9. #8
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Lied von Ban Na Sai

    Ich hatte überhaupt keine Ahnung davon, daß ich bereits in wenigen Minuten den schwersten Vorwürfen ausgesetzt sein würde.
    Die Anschuldigungen gingen aus den Mißverständnissen zwischen mir und den Angehörigen des Zentralkomitees hervor und wurden durch die Skrupellosigkeit der in solchen Dingen erfahrenen Machthaber verstärkt.
    "Schwestern und Brüder! Glaubt Seksan Prasertkul nicht! Vertraut den kommunistischen Terroristen nicht! Sie wollen euch dazu verfuhren, den König zu stürzen.' Von einer Seite her vernahm ich aus der Ferne solche Aufrufe, als sich unser Wagen durch die Straße am Wat Benchamabophit bewegte. Der Demonstrationszug stoppte kurz und marschierte dann weiter. Es war bereits nach Mitternacht.

    "Ich glaube, sie haben ihn vor seinem Tod gezwungen, das auf Band zu sprechen-, bemerkte ich zu einem Kommilitonen auf dem Wagendach, als ich die Stimme gehört hatte, die aus einem Lautsprecher im Dusit-Zoo kam und behauptete, ein Mitglied des Zentralkomitees der Studenten würde sprechen.
    "Oder sie machen die Stimme nach', meinte ein anderer Kommilitone. Wir waren fest davon überzeugt, daß die Mitglieder des Zentralkomitees, sofern sie nicht ermordet worden waren, irgendwo festgehalten wurden. Niemand von uns wollte glauben, daß einer von ihnen fähig war, das zu tun, was er nun gerade tat.

    Obwohl uns die Verleumdungen entgegenschallten, erreichte unser Zug sein festgelegtes Ziel. Schließlich hielt der Führungswagen an der Ecke des Chitralada-Palastes beim Wat Benchamabophit an.
    Als ich vom Wagen herab blickte, standen Achan* Üay Misuk und Achan Pramot Nakhonthap neben dem Fahrzeug. Sie sahen recht freundlich aus. Ich vermutete, daß sie aus dem Palast gekommen waren.
    "Seksan, haben Sie irgendeinen Vorschlag?' fragten die beiden mich wie einen alten Bekannten, da beide Dozenten an der Thammasat-Universität waren, wo ich studierte.
    "Nein! Wir wissen nur nicht, wohin wir gehen sollen', antwortete ich ehrlich. Obwohl ich wußte, daß die Verfassung, die die Regierung innerhalb eines Jahres auszuarbeiten versprochen hatte, nichts wesentlich Neues beinhalten würde, war mir doch klar, daß ich nicht in der Lage war, mit den Machthabern zu verhandeln. Für sie war ich nur irgendein Verrückter; wer von ihnen hätte schon mit mir verhandeln wollen.

    Die Verleumdungen klangen noch eine Weile aus dem Zoo herüber, dann verstummten sie. Ein Grund dafür war sicher das Protestgebrüll der Berufsschüler, die als Sicherheitstruppe dienten. Die Zeit verging; es war bereits nach drei Uhr morgens am 14. Oktober.
    Als wir still und ruhig die Entwicklung der Situation abwarteten, bemerkte ich einen jungen Mann, der sich seinen Weg von nördlich des Führungswagens heran durch die Menschenmenge bahnte.
    Bevor ich ihn noch erkannte, sagte mir jemand, es sei Thirayut Boonmee, der frühere Generalsekretär des Zentralkomitees der Studenten des Jahrgangs 1972. Er war einer der 13 Gefangenen, die eben freigelassen worden waren. Ich freute mich sehr, da wir uns seit mehreren Jahren kannten.

    "He! Die Stimme gerade, war sie wirklich von einem Mitglied des Zentralkomitees?' rief ich Thirayut als erstes zu, weil ich sicher war, daß er über die gesamte Situation Bescheid wußte.
    Einige hatten nämlich erklärt, die Stimme aus dem Zoo habe Thirayut gehört. Ich selbst hatte dies nicht feststellen können.
    "Es hat ein fürchterliches Mißverständnis gegeben, lieber Sek.' Thirayut klopfte mir auf die Schulter. Seine Antwort klang müde und
    erschöpft.
    "Haben sie mir das wirklich angetan!' Meine Stimme zitterte, als ich erfahren hatte, was geschehen war. Die angestaute Erschöpfung erreichte in diesem Moment ihren Höhepunkt.
    Mein Gemüt war erschüttert. Tränenströme flossen aus meinen Augen. Enttäuschung und Trauer, Wut und Ärger vermischten sich.
    Die Menschen, die um den Wagen herum standen, starrten mich verständnislos an. jemand war so mitfühlend und reichte mir ein Taschentuch, um die Tränen abzuwischen.

    "Ich glaube nicht, daß du tatsächlich so bist, wie man es dir vorwirft. Deshalb habe ich mich entschlossen, zu riskieren herauszukommen', berichtete Thirayut, während ich noch schluchzte wie ein kleines Kind. "Du mußt mit mir gehen, um dich mit den Leuten zu verständigen.'

    Als ich vom Wagendach heruntergestiegen war, holte ich alle Zettel aus meinen Jackentaschen. Es waren die Nachrichten, die ich mit den anderen Gruppen der Thammasat-Studenten ausgetauscht hatte, vor allem jene vom Nachrichtendienst, der mal richtige, mal falsche Meldungen zum Führungswagen durchgegeben hatte.
    Ich weiß heute nicht mehr, welche Namen auf den Zetteln standen. Außerdem gab es noch Zettel mit Gedichten, die uns unbekannte Dichter überreicht hatten, um sie vorzulegen. Es ist schade, daß ich diese Blätter nicht aufbewahrt habe.

    "Verbrennt sie alle!' bat ich die jüngeren Kommilitonen, darunter, soweit ich mich erinnere, Saman Lüatwonghat und Pricha Phongcharöngun. Ersterer wurde später zum Sprecher der Studentenschaft der Thammasat-Universität, Jahrgang 1975, gewählt, letzterer wurde Vorsitzender der Yungthong-Partei' an derselben Hochschule.
    "Wenn ich in drei Stunden nicht wieder zurück bin, bedeutet dies, daß ich verhaftet wurde oder schon tot bin...
    Haltet zusammen, verlaßt den Zug nicht! Überlegt euch eine neue Strategie für die Fortsetzung des Kampfes." Ich traf letzte Anordnungen für meine Gefährten im Führungswagen, weil ich nicht wußte, was mit mir geschehen würde.
    Ein Treffen mit den Mitgliedern des Zentralkomitees bedeutete, daß ich auch mit den Regierungsleuten zusammentraf. Diese konnten tatsächlich den Verdacht hegen, ich sei ein kommunistischer Terrorist, der sich unter die Studenten geschlichen habe.
    Ich hatte keinerlei Vorstellung davon, was sie mit mir tun wollten. Aber ich sah keinen anderen Ausweg mehr, ich mußte mit Thirayut Boonmee gehen.
    Als wir uns durch die Menschenmenge drängten, bekam ich noch einige Taschentücher. Ich weiß nicht mehr, von wem.
    Ich habe diese Tücher später noch jahrelang aufbewahrt, doch schließlich gingen auch sie verloren, weil mein Schicksal sich ständig auf und ab bewegte.

    Die Mitglieder des Zentralkomitees warteten bereits an einer Ecke des Chitralada-Palastes. Einige Minuten lang beschimpften wir uns hitzig gegenseitig. Danach gingen wir zusammen auf das Palastgelände.
    Ich sah viele Menschen in Uniform hin und her laufen. Ich erinnere mich noch gut, daß der Mann, der uns empfing, Oberst Wasit Detgunchon war, ein Offizier der Palastpolizei.
    Vielleicht waren auch noch andere Personen anwesend, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern, da sie mir vorher unbekannt waren.
    "Ihr seid doch die offiziellen Führer der Studenten. Sagt den Leuten bitte selbst, sie sollen nach Hause gehen.
    Ich hindere euch nicht daran... Es ist gut, daß ich mit euch gesprochen habe. Meine Aufgabe ist hiermit beendet-, erklärte ich den Komiteemitgliedern. Mein Zorn war noch nicht besänftigt.

  10. #9
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Lied von Ban Na Sai

    Aber niemand war bereit, ohne mich vor die Menschen zu treten um sie aufzufordern, die Versammlung aufzulösen. Auch Oberst Wasit vertrat die Ansicht, dies sei unmöglich. Schließlich erklärte ich mich einverstanden, mit ihnen zusammen aus dem Palast zu kommen.
    Meine letzte Aufgabe war es, die Situation unter Kontrolle zu halten, damit das Studentenkomitee und Oberst Wasit über den Lautsprecher die Auflösung der Versammlung bekannt geben konnten, und diese ohne Zwischenfälle vonstatten ging. Es begann gerade zu dämmern.

    "Ich habe doch vorhin versucht, die Ansprache des Königs der Versammlung vorzulegen, aber man hat mich daran gehindert', griff mich Sombat Thamrongthanyawong an. Sicher hatte sich auch sein Zorn noch nicht gelegt. Als ich das hörte, seufzte ich und dachte: "Ich könnte mir leid tun. «Das Fleisch habe ich nicht gegessen, die Haut habe ich nicht erhalten, um darauf zu sitzen, aber die Knochen muß ich mir um den Hals hängen.»"' Egal wie der Kampf auch ausging, ob Sieg oder Kapitulation, von nun an würde ich von der Regierung beobachtet werden.

    Nach und nach zerstreuten sich die Menschen. Ich fragte Chiranan, die gerade aus dem Krankenhaus zurückgekommen war, und zwei weitere Kommilitonen, ob sie mit mir nach Hause gingen. Wir liefen zur Ratchawithi-Straße. Als wir die Spitze des Zuges erreichten, sahen wir bewaffnete Polizisten, die in zwei oder drei Reihen die Straße absperrten.
    Die Berufsschüler, die durch die Sperre mußten, um nach Hause zu gehen, äußerten sich sehr ungehalten und verlangten von den Polizisten, den Weg freizugeben.
    Ich befürchtete einen unnötigen Zusammenstoß. Dabei wären die Schüler und Studenten sicher nicht unverletzt geblieben. Deshalb trat ich zu den Polizisten und bat, mit ihrem Befehlshaber sprechen zu dürfen.
    Warum die Polizisten unsere Gruppe passieren ließen, weiß ich bis heute nicht. Hinter uns wurde die Sperre sofort wieder geschlossen. Ich sah einen Streifenwagen in der Nähe parken und nahm an, daß der Befehlshaber der Truppe darin saß.
    Ich bat darum, mit den Offizieren im Fahrzeug reden zu dürfen. Ich weiß heute nicht mehr genau, ob niemand mit mir sprechen wollte, oder ob sie es abgelehnt hatten, die Polizisten zurückzuziehen. Meine Aufmerksamkeit begann nachzulassen.
    Ich erinnere mich nur mehr daran, daß ich kurz danach auf das Dach eines Truppentransporters kletterte und von dort oben aus die Menschen bat, einen Zusammenstoß zu vermeiden.
    Meine Stimme war jetzt bereits so schwach, daß ich selbst sie kaum
    noch hören konnte, weil ich schon mehrere Tage hintereinander gesprochen hatte.
    Da ich feststellen mußte, daß keine Seite bereit war, mir zuzuhören oder die Absperrung zu öffnen, stieg ich wieder vom Dach herab.
    Von meiner geistigen Energie war nur noch ein kleiner Rest übrig. Ich schaffte es tatsächlich nicht, ohne Hilfe herabzusteigen.
    Ein groß gewachsener Polizist hob mich herunter.
    Meine Gruppe stützte mich auf beiden Seiten und schleppte mich die leere Straße hinter der Absperrung entlang. Ich hustete Blut.
    Bald darauf erreichten wir die Ecke des Chitralada-Palastes an der Ratchawithi-Straße. Plötzlich blieb ein Personenwagen bei uns stehen. Am Steuer saß ein Mädchen. Ich weiß bis heute nicht, wer sie war.
    "Du bist Seksan, richtig? Wohin wollt ihr? Ich fahre euch hin', fragte sie uns freundlich. Wir stiegen alle ein. In genau diesem Augenblick vernahm ich Geräusche wie von Explosionen. Aber mein Gehirn weigerte sich, wahrzuhaben, was passiert sein könnte.
    Ich legte fast bewußtlos meinen Kopf an die Sitzlehne.
    Später erfuhr ich dann, daß es der Anfang des letzten Aktes des Kampfes am 14. Oktober war.
    Und ich war dem Tod nur um Sekunden entronnen.
    Die Ereignisse im Oktober 1973 stellten einen Wendepunkt im Leben des Landes dar. Und auch einen Wendepunkt im Leben vieler Menschen, meinem eigenen eingeschlossen.
    Dieser Kampf war wohl unausweichlich, mit oder ohne mein Zutun. Zufällig war ich in eine Lage geraten, die mehr Auswirkung auf meine Person hatte als umgekehrt.
    Und wie mein Vater seine Zukunft weggeworfen hatte durch seinen kleinen Aufstand in seinen jugendjahren, so mußte ich danach mehr als zehn Jahre lang auf vieles verzichten.
    "Wenn ich die Schule zu Ende besucht hätte, würde es mir jetzt nicht so schlecht gehen", klagte mein Vater ab und zu.
    "Wenn ich die Schule nicht besucht hätte, würde es mir jetzt nicht so schlecht gehen', klage ich meinen Kindern, wenn ich deprimiert bin.
    Die Freiheit ist niemals umsonst!

    14. Oktober 1985


    Der Koenig spricht im Fernsehen und ruft zur Besonnenheit auf.

  11. #10
    Avatar von Tschaang-Frank

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    Re: Lied von Ban Na Sai

    @Micha

    Um es abzurunden - ich habe jetzt auch einen Hinweis gefunden:
    Aus dem Thailänd. übers. von Sangsri und Xaver Götzfried, aus dem Engl. von Hella Kothmann

    Sangsri und Xaver Götzfried sind anscheinend sehr aktiv im uebersetzen - also auch fuer Uni's usw.
    Ich gehe mal davon aus das sie richtig was drauf haben auf dem Gebiet deshalb setze ich mal den Link hier rein, falls jemand mal etwas komliziertere Unterlagen uebersetzen lassen muss.

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