Niemand kam mir zu Hilfe
Am 12. Juli morgens
um 4 Uhr ging ich zum Nordausgang der
Walking Street.
Gegenüber sah ich ein Motorradtaxi stehen. Ich fragte in Englisch: Ich gebe dir 20 Baht, reicht dir das? Keine Antwort. Also begab ich mich zurück auf den Bürgersteig und ging Richtung South Pattaya Road. Auf Höhe des Massagesalons traf mich ein heftiger Schlag von hinten auf mein linkes Ohr. Sofort folgte ein Schlag auf die rechte Seite meines Kopfes. Ich fiel um. Und als ich mich auf den Rücken drehte, spürte ich Fußtritte an der Wirbelsäule und im Nierenbereich. Ich hatte unglaubliche Schmerzen. Ich konnte den Angreifer sehen, er hatte eine Taxi-Weste an.
Ich setzte mich geschockt an den Fahrbahnrand. Niemand kam mir zu Hilfe. Dann schleppte ich mich zurück in die Walking Street, um nach der Polizei zu schauen. Niemand da. Nur die Taxifahrer beobachteten mich. An den Taxifahrern im gesunden Abstand vorbei erreichte ich die Second Road. Wenig später quälte ich mich auf ein Motorradtaxi. Nach kurzer Zeit folgte ein Polizist auf einem Moped. Ich stoppte das Taxi, und der Polizist fragte mich was passiert wäre. Ich schilderte es ihm. Dann fuhren wir beide auf seinem Moped zurück in die Straße des Geschehens, wo keiner mehr zu erkennen war. Dann schaffte der Polizist mich bis zu meinem Hotel. Er meinte, ich sollte am selbigen Tage zur Polizeistation kommen und eine Anzeige erstatten. Da ich sehr große Schmerzen hatte, zog ich es vor, im Hotel zu bleiben. Außerdem war es mein vorletzter Tag in Pattaya. Und was hätte eine Anzeige gebracht? Die Folgen der Schläge: Nierenprellung, Trommelfell geschädigt, Prellungen am Körper. Ich war drei Wochen arbeitsunfähig.
DER FARANG - Zeitung fr Urlauber und Residenten in Thailand