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Leben im Isaan

Erstellt von waanjai_2, 01.03.2009, 12:47 Uhr · 9.456 Antworten · 845.935 Aufrufe

  1. #8721
    Avatar von hari55

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Nach ein paar Tagen Sonnentrocknen kamen die grünen Baumblätter in die Küchenmaschine zum zerkleinern.



    sieht aus wie Marum (Malum), Der deutsche Name Meerrettichbaum Meerrettichbaum

    Moringa oleifera der Wunderbaum


    Inhaltsstoff Moringa andere Nahrungsmittel
    Vitamin A 6,780 mg Karotte: 1,890 mg
    Vitamin C 220 mg Orange: 30 mg
    Kalzium 440 mg Kuhmilch: 120 mg
    Kalium 259 mg Banane: 88 mg
    Protein 6,7 g Kuhmilch: 3,2 g

    besorgen wir uns immer am Markt in Nong Prue

  2.  
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  3. #8722
    Avatar von waanjai_2

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    Danke für die Info. Interessanter Baum. Ja, Malum, so nannte es meine Frau.

  4. #8723
    Avatar von clavigo

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    Jetzt geht mir eine Latüchte auf: Ich kenn das aus der indischen Küche. Scheint ja für alles Mögliche gut zu sein:
    Verwendung

    Sehr junge, unreife dunkelgrüne Früchte werden wie Grüne Bohnen verwendet, indem man sie in kleine Stücke schneidet, kocht und als Gemüse verzehrt. In Südindien sind "Drum Sticks" in Kombination mit einer speziell gewürzten Linsensuppe (Sambhar) beliebt. Diese Früchte werden bereits 40 Tage nach der Blüte geerntet. Ältere Früchte müssen wie Spargel von ihrer holzigen Hülle befreit werden und werden vorzugsweise in bestimmten Gewürzmischungen (Curry) verarbeitet. Die jungen Blätter werden wesentlich seltener als Gemüse gegessen, weil der Aufwand bei der Ernte doch relativ hoch ist. Allerdings wird der Saft der Blätter in ganz Indien weitverbreitet und regelmäßig als Zusatzgetränk oder in der in ganz Asien verbreiteten Saft-Diätetik zur Vorsorge und Bekämpfung von Mangelernährung und deren Folgen eingesetzt. Dies betrifft in Asien und Afrika vor allem die ernährungsbedingte Anämie oder den sogenannten Alterszucker. Saft-Diäten werden vor allem bei Kindern und älteren Personen angewendet, deren Körper rein chemische Substanzbehandlungen nur schlecht oder auch gar nicht vertragen.
    Moringa hat einen ganz eigenen Geschmack und braucht wegen seines hohen natürlichen Salzgehaltes nicht nachgesalzen zu werden und enthält auch Nicotinsäure.
    Die rübenartigen Wurzeln junger Pflanzen mit einer Höhe von etwa 60 cm werden ausgegraben oder aus dem Boden gezogen und müssen anschließend gut von ihrer leicht giftigen Rinde (Alkaloide) befreit werden. Die Wurzeln enthalten unter anderem Benzylsenföl, das für den Meerrettich-artigen Geschmack verantwortlich ist.
    Der Meerrettichbaum ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein relativ populäres Gemüse in Asien und Afrika von hohem Nährwert sein kann. Die farnartigen, jungen, an Vitamin A, B, C und Mineralien (Magnesium [Mg2+], Calcium [Ca2+], Natrium [Na+], Phosphor und Eisen [Fe2+], [Fe3+]) äußerst reichen Blätter des Meerrettichbaumes sind in Süd- und Südostasien als Gemüse weit verbreitet. In Thailand werden die jungen grünen Zweige wild wachsender Arten ebenfalls als Gemüse verwendet, das man meist blanchiert und dann zu einer würzigen Dipsoße reicht oder zu Suppen gibt.
    Aus den Samen wird eines der besten und stabilsten Pflanzenöle gepresst, das sehr lange haltbar ist und nicht ranzig wird. Es wurde früher als Grundlage zur Herstellung von Salben oder als feines Schmieröl in der Uhrenindustrie verwendet und auch als Salatöl, oder zur Herstellung von Seife und Kosmetika verwendet. Als Behenöl kann es auch zu Brennzwecken und als Biodiesel genutzt werden. Der wasserlösliche Rindengummi des Meerrettichbaums wird in Indien auch als desinfizierende Appretur verwendet.
    Forschungen in den letzten Jahrzehnten haben gezeigt, dass die Samen zur Aufbereitung von Trinkwasser verwendet werden können [1]. Dabei werden die Samen von den Flügeln befreit, geschält und getrocknet und dann zu Pulver verrieben. Dieses wird dann in Wasser gegeben, das etwa aus Flüssen entnommen wurde und deshalb noch einen hohen Anteil an Schwebstoffen und Bakterien hat. Ein Fass voll mit diesem trüben Wasser kann mit 200 bis 300 mg des Pulvers völlig geklärt werden, wenn dieses 15–20 Minuten langsam und gleichmäßig gerührt wird. Dabei werden die Schwebstoffe und Bakterien durch das Samenpulver ausgeflockt und sinken so zu Boden. Nach eingehenden Untersuchungen kann eine Schadwirkung durch das Pulver auf den Menschen oder auf Fluss- und Zuchtfische ausgeschlossen werden. Eine entsprechende Klärwirkung wurde auch bei M. stenopetala (Baker f.) Cufod. / auch M. oleifera Lam. von der deutschen Biomass, von Optima of Africa Tansania Ltd. (J.Sutherland & Cheyo) oder CUFOD aus Kenia und Äthiopien untersucht, wobei sich gezeigt hatte, dass dessen Samenpulver wirksamer ist als das von Moringa oleifera Lam. in Tansania war, was offenbar von den unterschiedlichen Bodenverhältnissen herrührte.
    Inhaltsstoffe

    Alle Pflanzenteile, vor allem die rübigen Wurzeln, enthalten Senfölglykoside, aus denen sich bei Bearbeitung stechend scharfes Benzylsenföl entwickelt. In der Rinde der Wurzeln sind toxische Alkaloide, „Spirochine“ und „Moringinine“ enthalten, weshalb diese vor dem Verzehr entfernt werden muss.
    Die essbaren Pflanzenteile, vor allem die Blätter, haben einen hohen Gehalt an Proteinen, sind vitamin- (vor allem Vitamine A und C) und mineralstoffreich (Kalzium, Magnesium, Kalium, Eisen und Natrium ).
    Die folgende Tabelle zeigt verschiedene Inhaltsstoffe von Moringa im Vergleich zu anderen Nahrungsmitteln (bezogen auf 100 g essbarem Anteil;[2]).
    Inhaltsstoff Moringa andere Nahrungsmittel
    Vitamin A 6,780 mg Karotte: 1,890 mg
    Vitamin C 220 mg Orange: 30 mg
    Kalzium 440 mg Kuhmilch: 120 mg
    Kalium 259 mg Banane: 88 mg
    Protein 6,7 g Kuhmilch: 3,2 g
    Aufgrund des schnellen Wachstums, der relativ einfachen Kultivierungsmöglichkeiten (die Pflanze lässt sich leicht vegetativ durch Steckholz vermehren) sowie der vielfältigen Verwendbarkeit des Meerrettichbaums und anderer Moringa-Arten wurden in Entwicklungsländern der Tropen und Subtropen zahlreiche Projekte gestartet, bei denen Gemüse, Samenpulver oder andere Produkte erzeugt und vermarktet werden sollen.
    Heilkunde

    Alle Pflanzenteile des Meerrettichbaums werden in der lokalen, traditionellen Medizin Indiens, Sri Lankas, Javas und Afrikas eingesetzt. Der Saft wird verwendet, um den Blutdruck zu stabilisieren. Blätter wirken entzündungshemmend. Mit den Wurzeln werden rheumatische Beschwerden kuriert.
    Das in der Wurzel enthaltene Alkaloid Spirochin und Moringine wirkt bakterizid, weshalb zwischenzeitlich auch eine Verwendung als Antibiotikum sowie im biologischen Pflanzenschutz geprüft wird. Auch die langen unreifen Samenkapseln sollen medizinische Wirkstoffe enthalten.
    Courtesy Wikipedia

  5. #8724
    Avatar von waanjai_2

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    Heute wurde in Udon das 121 Jahre Stadtgründungs-Jubiläum gefeiert. Und zwar am Nong Prajak. Auf dem bis vor kurzem die Quietscheente Suthep schwamm. Für das Ereignis hat man ihr - wohl symbolisch - die aufgeblasene Luft abgelassen.



    Das Feuerwerk kam gut an. Ein paar wenige Bilder davon.











    Die Udoner wissen ihre Feste zu feiern. Danach sind wir dann noch zum Isaan-Spezialitäten Restaurant Krua Khun Nid gefahren und haben ganz besonders gut gegessen. Ich konzentrierte mich auf Pla Som Thod und einen Laab Hed.



    Der gebratene vorher gesäuerte Fisch mit cross gebratenen Lauchzwiebeln ist die Inkarnation von "Herzhaft" im Isaan - für mich.

  6. #8725
    Avatar von waanjai_2

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    Nicht meine Aufnahme. Aber sie soll in Udon Thani gemacht worden sein.



    https://twitter.com/mattzwheeler/sta...071616/photo/1

    Das Plakat muß wohl als sanfte Kritik an die Bangkoker Polizei gewertet werden.
    Denn auch heute versicherte Suthep, daß man ihn nicht festsetzen würde.

    @veen_NT Suthep says don't worry I will be with you all the way.

  7. #8726
    Avatar von Joerg_N

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    Der ist ja klein, gut, war Napoleon ja auch

  8. #8727
    Avatar von waanjai_2

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    Gestern veranstaltete man am 121. Jahrestag der Stadtgründung auch den "längsten Thai-Tanz", der ins Guiness Buch der Rekorde kommen sollte. Man hat es leicht geschafft.



    Diejenigen, die bei der Eintragung ins Rekord-Buch dabei sein wollten, mußten sich registrieren. Es war der bisherige Rekord von 5.120 Personen zu schlagen.



    Es haben sich 5.615 Tänzer registriert. Es haben aber weitaus mehr am Tanz teilgenommen. Nämlich 26.515 Personen.



    Und sie zogen alle zum Monument von Prinz Prajak, dem Stadtgründer von Udon Thani.





    Photos stammen nicht von mir, sondern von: https://www.facebook.com/photo.php?f...type=1&theater

  9. #8728
    Avatar von waanjai_2

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    Heute abend gab es zur Feier der Stadtgründung das Khon Drama, ein Drama der maskierten Figuren aus der thail. Ramakien, einer eingethaiten Version des indischen Dramas Ramayana. Auf den simpelsten Nenner gebracht ist es das thailändische Äquivalent zur mittelhochdeutschen Nibelungensage. Man stelle sich gedanklich vor, die Nibelungensage gäbe es als getanzte Pantomine. Die Geschichte, die erzählt wird, ist nur eine voellig andere. In der thailändischen Saga geht es um Goetter, Dämonen, Koenige und um den Hanuman.

    Die Bühne war vorbereitet.


    Bei den modernen Khon-Inszenierungen werden Hauptfiguren vorher vorgestellt. Und ihre Ausdrucksweise als Ersatz für Sprache, ihre Koerperbewegungen. Jede einzelne Aussage besteht aus einer anderen Bewegungsabfolge. Ein zentraler Sprecher übersetzt diese "Zeichensprache" in ein altes Hoch-Thai, wie man sich halt die Konversation der Goetter auf Thai so vorstellte.



    Von rechts nach links sieht man: Phra Ram (der Koenig von Ayuthaya), seine Geliebte Sida, den Dämonen Tosakanth sowie den Affenkoenig Hanuman.

    Frühe Thai Soap.











    Wer als DACHler mal was von traditioneller thailändischer Kultur - jenseits von Chang und Singha - mitbekommen will, der sollte sich solche Events nicht entgehen lassen. Morgen um 18:30 wird es wiederholt. Tungsi Müang Udon Thani City. Warmen Pullover mitbringen.

  10. #8729
    Avatar von rolf2

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    sowat tue ich mir vielleicht auch mal an, falls ich mal in Thailand leben sollte und mir die Decke auf den Kopf fällt, ich gehe allerdings auch nicht in die Oper oder ins Theater in Deutschland, selbst ein Musical ist mir zu blöd.

    oute mich sozusagen als Kulturverweigerer des Bildungsbürgertums.

  11. #8730
    Avatar von wasa

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    Kennen wir den nicht?

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