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Leben im Isaan

Erstellt von waanjai_2, 01.03.2009, 12:47 Uhr · 9.456 Antworten · 845.572 Aufrufe

  1. #8271
    Avatar von gerhardveer

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    Zitat Zitat von rolf2 Beitrag anzeigen
    ist das bei dir umme Ecke wo sich die Reisbauernmädel und Jungs abends nach getaner Arbeit der Pflege ihrer heimatlichen Kultur hingeben?
    Das ist hier - zum Glück im äußersten Osten des Isaan, das hält unangenehme Farangs ab, deshalb zieht es mich immer wieder da hin......

    http://www.nittaya.de/literarisches-...moenche-40171/

    http://www.nittaya.de/literarisches-...terwegs-40173/

    http://www.nittaya.de/literarisches-...sichten-40177/

    http://www.nittaya.de/literarisches-...ne-ende-40187/

  2.  
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  3. #8272
    Avatar von strike

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    Leute, bitte.
    Lasst @waanjai_2 in Ruhe seinen Thread weiter pflegen.
    Diskussionen zum Thread können dann in dem geschaffenen Thread Diskussionen zum Thread "Leben im Isaan" geführt werden.
    Danke.

  4. #8273
    Avatar von Yogi

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    zu 1) von den 10 Querstreben sind 5 so verstärkt worden, die anderen 5 verblieben unverstärkt. Das Veranda-Dach hat eine Breite von ca. 8 m. Also 10 Querstreben auf 8 Meter. Die beiden äußeren sind auf jeden Fall verstärkt.
    Ich greife hier noch mal an, waanie.
    So ein Fachwerk hat schon seine Berechtigung. Da gibt es Druck und Zugstäbe.
    Während meiner Tchnikerausbildung konnte ich die sogar berechnen. (sind Generatoren her)
    Im Normalfall laufen die Stäbe von den Auflagern von oben nach unten und zwar beidseitig. Schrägstreben nur in eine Richtung geben keinen Sinn, ausser ästhetisch.
    Noch mal, von den Belastungen kein Thema.
    Noch etwas zu den Schweissungen. Ich hoffe doch, dass deine Jungs die Schweissstellen vorher von der Beschichtung befreit haben. Ansonsten hast du später gerade dort einen Korrosionsangriffspunkt.

  5. #8274
    Avatar von Ban Bagau

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    Arrow

    Zitat Zitat von Yogi Beitrag anzeigen
    ...Im Normalfall laufen die Stäbe von den Auflagern von oben nach unten und zwar beidseitig. Schrägstreben nur in eine Richtung geben keinen Sinn, ausser ästhetisch.
    Dies war auch das erste was mit ins Auge fiel.
    Die Schrägstreben müßten an den Knotenpunkten gegeneinander zusammenstoßen |/|\|/|\|/|\| um die Last aufzunehmen. In der aktuellen Konstruktion liegt die ganze Kraft auf den Schweißnähten und nicht auf den Versteifungs-Schrägstreben. Was bei Belastung zu Rissen in den Schweißnähten führt. Im ungünstigsten Fall auf Dauer schon durch Klimatische Wärme-Kälteausdehnung des Materials. Im Prinzip in der gegenwärtigen Installation nur eine unnütze Gewichtserhöhung der Konstruktion durch die Schrägstreben selbst.
    Klimatische Wärme-Kälteausdehnung des Materials sollten bei der Konstruktion auch beachtet werden, wenn noch andere Anbauten wie Schiebe- und Rolltore daran angebracht werden sollen und nicht auf den Komfort der leichtgängigkeit verzichtet werden will bzw. nächtliche Störgeräusche durch thermische Kontraktionen des Materials vermieden werden sollen.

  6. #8275
    Avatar von wasa

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    Nun macht mal nicht hier zu sehr auf "Diplom Ingenieur",ist jetzt eh alles zu spaet.
    Wannis Sohnemann hat sicher studiert "learning by doing" auf einer thailaendischen Uni.

  7. #8276
    Avatar von waanjai_2

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    Ich habe noch einmal nachgeguckt. Die Querstreben sind tatsächlich so verschweißt wie auf den Bildern gezeigt.

    Im übrigen ist Warten angesagt. Der Mähdrescher ist noch nicht am Feld angekommen. Zunächst hieß es 9:00, dann 12:00. Aber das sind alles "Thai-Zeiten". Weniger chronographisch als eher chronologisch im Verständnis. Man nennt dies auch "lineare Zeit", B kommt nach A, wenn A fertig ist. Ist aber nicht nur in Thailand bekannt. Aus Italien kennt man es auch aus vielen Regionen dort.

    Der Besuch aus Bangkok kam gegen Mittag. Also heißt es Matten auslegen und gemeinsam essen. Im Hintergrund die 5-koepfige Familie plus Enkeltochter am Boden essend. Im Vordergrund am Tisch sind meine Jüngste, eine Tochter des jüngeren Bruders meiner Frau, die in Udon studiert, sowie - nicht auf dem Bild - meine Frau und ich der Chronist.



    In einem Mehrgenerationen-Haushalt verändert sich die Zusammensetzung der anwesenden Personen eigentlich ständig. Da bekommen wir Besuch und dieser Besuch führt dann dazu, daß auch noch andere an der family-reunion partizipieren wollen. Fällt alles nicht ins Gewicht, weil die bringen dann immer gleich was zu essen mit. Und das gemeinsame Essen ist das stets gepflegte einigende Band im Clan. Ich liebe es, dann unter diesen freundlichen Leuten zu sein.

    Die Zahl der Handwerker hatte sich inzwischen auf 4 erhoeht. 5 Mopeds stehen nun schon unter der Veranda. 2 weitere stehen noch woanders. Der Besuch aus Bangkok kam mit einem silberfarbigen D-Max.



    3 von den 4 übernachten bei uns. Die ziehen sich ab Dunkelheit auf die Veranda des Haupthauses zurück und essen und feiern ein wenig. Ein wenig heißt: 1 Flasche Leo Bier pro Person. Deren Musik etc. hoere ich jedoch nicht, weil die Veranda ist von meinem office oder unserem Schlafzimmer max. weit weg. Geplanterweise.


  8. #8277
    Avatar von wasa

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Ich liebe es, dann unter diesen freundlichen Leuten zu sein.
    Zitat @wanni
    Herz was willst DU mehr,jeder nach seinem Gusto.

  9. #8278
    Avatar von waanjai_2

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    Als wir gegen 15:00 zum Feld mit khau niau kamen, war der Mähdrescher so ca. eine 3/4 Stunde am arbeiten.





    Zu Mittag hatte ich bloß eine Suppe gegessen, also nahmen Enkeltochter und ich eine Jausen-Mahlzeit mit. Muu däng - Schweinebraten rot. Bei Lotus hieß das Chinese Style Barbecue Pork. Schmeckt lecker und will auch keinen Senf dazu.



    War die gleiche Maschine wie letzten Sonntag. Man sieht, da arbeiten eigentlich 3 Leute ständig drauf. Der Fahrer - der den Mäh-Teil der Maschine steuert - sowie 2 Mann, die ständig neue leere Säcke an die Dreschmaschine anklemmen.



    Ein anderer, wichtiger Aspekt ist das Einsammeln, der vom Mähdrescher an wenigen Stellen abgeworfenen gefüllten Säcke. Die Fahrt mit dem Kubota Walk-Behind-Traktor und Anhänger erinnert an das Bullenreiten in Texas.



    Wir sind mit Klebereis sehr zufrieden. Gut gewachsen. Der Ertrag wird entsprechend auch groeßer als beim "schoenen Reis".





    Als es bald dunkel werden sollte, bin ich mit Enkeltochter und 8 prallen Säcken schon los nach Hause.


  10. #8279
    Avatar von waanjai_2

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    Ungefähr 110 Säcke allerbester Klebereis (kau niau, "schoener", weißer Reis, heißt ja kau suai) wurden heute geerntet. 35 Säcke davon gleich verkauft. 75 Säcke heute nach Hause gebracht - 2 Touren mit einem etwas älteren Pick-Up - und sofort entleert. Der Ernte dieses Jahr bekäme es besser, wenn man sie nicht lange in Säcken lagern würde, man solle sie besser gleich trocknen. So sagen die Leute der "Gegend". Also wurden die Säcke gleich wieder entleert. Zum Trocknen. 3 Tage.

    Wie man sieht, Erntedank-Stimmung kommt auf. Insbesondere bei meiner Enkeltochter.



    Und alle helfen mit, den Reis zu verteilen.



    Er soll trocknen, keinen Sonnenbrand bekommen. Erster Einsatz für die neue Veranda.
    Und was Erntedank angeht - End' der Woche ist Loy Krathong. Und ab 1. Dezember ist Landeskirmes auf dem Tungsri Müang. Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.

    Noch einmal im Ausschnitt. Freude im Kindergesicht über so viel Reis. Ausdruck einer Stimmung im Isaan. Ein Smartphone und ein Tablet hat sie ja auch schon.


  11. #8280
    Avatar von waanjai_2

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    Um den Tag abzurunden, noch kurz eine Ergänzung zur unmittelbaren oekonomischen Bedeutung der Ernte. Wir haben aus 7 Rai ca. 2.750 Tonnen Reis geerntet. Davon wurden heute 965 kg direkt verkauft - ist ja auch Sonntags auf. Der Klebereis unterliegt nicht dem Reissubventionsprogramm der Regierung, sondern wird nach Marktpreisen vergütet. Wir bekamen heute 9 Baht für das Kilo ungeschälten und ungetrockneten Klebereis. Ca. 8.700 Baht. Da wird man nicht reich von.

    Klar, für unsere 75 Säcke für den Eigenverbrauch und zum Verschenken müßten wir, wenn wir ihn kaufen müßten, auch Bares zahlen. Fällt flach, Teil der Selbstversorgung.

    Dann weiß man, was man hat, ich meine zum essen. Die Arbeit, die zählt nicht so richtig. An die ist der Isaaner, die ich so kenne, gewoehnt.

    So hätte man auch das Geld fürs Reisfeld auf der Bank lassen koennen, oder im Ausland putsch-sicher anlegen koennen. Aber Udon expandiert ständig. Die Reisfelder um Udon werden schon heute wie Bauerwartungsland gehandelt. Soll heißen, im Vorgriff darauf steigen die Grundstückspreise. Wir bekämen wohl schon heute weitaus mehr Geld als wir damals bezahlt haben. Darin liegt die von mir intendierte "Zusatzversorgung" meiner Frau.

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