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Leben im Isaan

Erstellt von waanjai_2, 01.03.2009, 12:47 Uhr · 9.456 Antworten · 843.857 Aufrufe

  1. #621
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Leben im Isaan

    ich muss member @sleepwalker schon recht geben.
    man gibt sich als farang bei den morlam und luktungtänzen eher den clown oder als witzfigur, worüber sich die thais lustig machen und ihren spaß haben.

  2.  
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  3. #622
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Leben im Isaan

    Wenn ich so bedenke, was die Thais in aller Oeffentlichkeit an Standardtaenzen und an lateinamerikanischen Taenzen im Freien - vor den Augen der Oeffentlichkeit - erlernen und dann in die Praxis umsetzen, dann glaube ich eher, dass die eine voellig andere Einstellung zum sanuk haben als wir Farangs. Wenn beim Morlum oder Loogthung der Farang ebenfalls mit sorgsam gesetzten Beinbewegungen und Bewegungen der Arme und Finger "mittanzt", dann ist das ein Lachen, eine Freude mit dem Farang. Kein Lachen ueber den Farang und seine Ungeschicklichkeit.

    Gleiches kann man doch bei der Karaoke beobachten. Da kann doch jeder, selbst der Farang, noch so schief singen oder leiern, es ist immer sanuk maak maak. Warum wir Farangs immer denken, dass man beim Kopieren von Liedern nur dann Spass haben kann, wenn man mindestens ein Deutschland sucht seinen Karnevalsprinzen-Niveau hat, muss wohl an unserer Leistungsgesellschaft und unsere Sozialisation in diese liegen.

    Thais sind da viel kindlicher und einfacher gestrickt. Ist wie beim typischen Volkskarneval in Koeln. Man hat Spass an seiner und des anderen Freud. Und da ohnehin jeder Jeck anders ist, gibt es keinen Referenzmassstab fuer gut oder schlecht.

    Also ich glaube, das gemeinsame Empfinden von sanuk bei Farang und Thais ist Ausdruck gemeinsamer Freude und kein Auslachen.

  4. #623
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Leben im Isaan

    Frische Farben braucht der Mann.

    Wir haben uns entschieden, unsere Aussenmauer neu zu ueberstreichen. Duerfte so etwas ueber 800 qm sein. Nachdem ein Anstreicherteam als gebucht gelten konnte, sind wir zu Udons beliebtesten Farblieferanten gefahren. Die Firma Beger, gegenueber von Global House auf der anderen Seite der Ringroad.

    Die Mischen frisch und computerunterstuetzt. Hier sieht man das Hinzufuegen der Farbe und des neuen Antifungus-Zusatzes.
    Mauerwerk, welches waehrend der Regenzeit nass wird und dann mit dem feinen Sandstaub des Isaan - derselbe, der fuer die Rote Sonne - Tawang Deng - des Isaan ursaechlich ist - in Beruehrung kommt, bei dem bleibt auf den rauhen Oberflaechen Naehrstoffe fuer die Mikroben/Kleinstpilze haengen, die dann letztlich zum "Schwarzwerden" des Mauerwerkes fuehren. Kann man bei mir ganz gut vergleichend untersuchen. Wir haben die gleiche Farbe auf Umfassungsmauer und Mauern des Hauses. Wegen des grossen Dachueberstandes werden die Aussenmauern des Hauses nicht nass. Trotz ansonsten gleicher Ausgangslage bilden sich nur auf der Umfassungsmauer schwarze Flecken vom Pilzbefall.

    Hier sieht man das aktuelle Zusammensetzen der insgesamt 8 grossen Eimer Farbe.



    Klar Weihnachten naehert sich.

    Dann kommt der Eimer in so eine Art Waescheschleuder oder -zentrifuge



    und wird geschleudert und gedreht in alle Richtungen. Waere ich die Farbe, ich kaeme da echt mischugge heraus.


  5. #624
    woody
    Avatar von woody

    Re: Leben im Isaan

    Zitat Zitat von waanjai_2",p="800667
    ... Trotz ansonsten gleicher Ausgangslage bilden sich nur auf der Umfassungsmauer schwarze Flecken vom Pilzbefall....
    Wenn du an der Mauer beidseitg eine Drainage oder andere Abflussmoeglickeiten hast, erst dann ist die Ausgangslage vergleichbar.

  6. #625
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Leben im Isaan

    Zitat Zitat von woody",p="800681
    Wenn du an der Mauer beidseitg eine Drainage oder andere Abflussmoeglickeiten hast, erst dann ist die Ausgangslage vergleichbar.
    Verstehe ich Dich richtig. Du meinst, die Mauer zieht sich Feuchtigkeit auch aus den inzwischen unterirdischen Mauerteilen?

  7. #626
    woody
    Avatar von woody

    Re: Leben im Isaan

    Zitat Zitat von waanjai_2",p="800684
    Zitat Zitat von woody",p="800681
    Wenn du an der Mauer beidseitg eine Drainage oder andere Abflussmoeglickeiten hast, erst dann ist die Ausgangslage vergleichbar.
    Verstehe ich Dich richtig. Du meinst, die Mauer zieht sich Feuchtigkeit auch aus den inzwischen unterirdischen Mauerteilen?
    Richtig, sie steht sozusagen im Wasser.

    Abhilfe: Freilegen und die unterirdischen Teile mit wasserfestem Zement verputzen, evtl. noch Terosoanstrich und auf alle Faelle Drainage legen.

  8. #627
    Doc-Bryce
    Avatar von Doc-Bryce

    Re: Leben im Isaan

    Zitat Zitat von woody",p="800688

    Abhilfe: Freilegen und die unterirdischen Teile mit wasserfestem Zement verputzen, evtl. noch Terosoanstrich und auf alle Faelle Drainage legen.
    es würde evtl. auch ein betumenanstrich abhilfe schaffen.

  9. #628
    woody
    Avatar von woody

    Re: Leben im Isaan

    Zitat Zitat von Doc-Bryce",p="800698
    es würde evtl. auch ein betumenanstrich abhilfe schaffen.
    Ich hab Teroson geschrieben, das ist wohl nur ein Brand Name fuer wasserfesten Bitumen.

    Da ich annehme, dass waanie eine Mauer aus 'Hohlblocksteinen' zwischen Betonstuetzen hat, so wie das im Isaan ueblich ist, wuerde ich doch, wenn die Mauer schon mal freigelegt ist, zuerst einen vergueteten, wasserdichten Zementputz auftragen und dann erst Bitumen streichen.

  10. #629
    Avatar von waanjai_2

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    Re: Leben im Isaan

    Bin mir noch nicht sicher was zu tun ist. Mache z.Zt. die folgenden Beobachtungen:
    Nahezu alle Mauern, die man so in Udon sieht und die nicht Farangs gehoeren, sehen nach einigen Jahren so fleckig aus. Klar, dies kommt in der Masse daher, dass die thailaendischen Hausbesitzer im Isaan wohl nie das Wort "Maintenance" - Erhaltungsmassnahmen gehoert haben.

    Auch unsere Erfassungsmauer ist nahezu an allen Kanten auch von aussen angeschuettet worden. Von innen ohnehin, da wir durch mehrmaligen Aufschuetten erst die gewuenschte Hoehe des Gartens erhalten haben. Das Haus war selbst schon waehrend des Bauens nochmals hoehergelegt worden. Dies alles hat zur Konsequenz, dass in der trockenen Jahreszeit auch der beidseitig der Mauer entlanglaufende Erdwall keineswegs vor Naesse trieft. Waehrend der Regenzeit trifft aber woodys Diagnose mit Sicherheit zu.

    Nun scheinen allerdings die schwarzen Flecken - die Pilze also - ein eher ephemeres, aeusserliches Problem zu sein. Denn man kann, wenn man so will, den Pilzbefall von aussen durch wegputzen wegmachen. So bereits in sehr sichtbaren Teilen der Innenseite der Umfassungsmauer gemacht. Das heisst, Feuchtigkeit von innen geraet garnicht durch die Acrylhaltige Farbe, die als abwaschbar bezeichnet wird, nach aussen, sondern es scheint einzig und allein die Aussennaesse durch neuen Regenfall zu reichen, um den Naehrboden fuer die Mikroben zu schaffen. Wenn wir nun auch noch 2x darueber streichen (Erstanstrich war: 1. Primer 2. 1. Hauptanstrich 3. 2. Hauptanstrich) dann verstaerkt sich die in Schichten aufgetragene Kunststoffschicht noch zwei weitere Male. Ein Austreten von Feuchtigkeit durch Verdunsten erscheint mir eher unwahrscheinlich.

    Wenn es allerdings zutreffen sollte, dass es rein auesserliche applizierte Feuchtigkeit ist, die zaehlt (also der Regen), dann koennte ich mir so aufwendige Massnahmen wie eine Drainage sparen. Die Umfassungsmauer von knapp 1 Rai Land ist unabhaengig vom Zuschnitt immer schon per se eine nette Strecke.

  11. #630
    thurien
    Avatar von thurien

    Re: Leben im Isaan

    Zitat Zitat von woody",p="800715
    Da ich annehme, dass waanie eine Mauer aus 'Hohlblocksteinen' zwischen Betonstuetzen hat, so wie das im Isaan ueblich ist, wuerde ich doch, wenn die Mauer schon mal freigelegt ist, zuerst einen vergueteten, wasserdichten Zementputz auftragen und dann erst Bitumen streichen.
    wer diesen Aufwand nicht mag kann die Mauer auch in einem lebendigen Grauschwarz streichen (da ist dann auch für Waanie nicht so viel Pigment einzumischen )

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