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Leben im Isaan

Erstellt von waanjai_2, 01.03.2009, 12:47 Uhr · 9.456 Antworten · 844.992 Aufrufe

  1. #3451
    Avatar von Dieter1

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    Waani hat hier ganz und gar nicht unrecht. Die Szene auf die Farangspots zu reduzieren hiesse, 95% einfach auszuklammern.

    Hatte ich an anderer Stelle schon mal erwaehnt.

    Das Spektrum in Bangkok reicht von der Farangbraut, deren in seinem Heimatland lebenden Mann nur jeweils fuer ein paar Wochen vorbeischaut ueber die gelangweilte Hausfrau bis zur Studentin, die einen Sugardaddy sucht und dazu kommen noch die ganzen von Waani aufgelisteten Lokationen.

    Die Liste ist uebrigens bei weitem nicht komplett.

    Weiter geht es mit der gesellschaftlichen Akzeptanz verschiedenster Nebenfrauen.

    Sodom und Gomora .

  2.  
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  3. #3452
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von waltee Beitrag anzeigen
    Waanjai, du machst es dir zu einfach wenn du die jüngste Geschichte Udons ausklammerst:
    Bis ca. 1975 waren um die 40'000 GIs in Udorn stationiert. Stell dir vor wie damals die Post abging, da war seinerzeit Pattaya ein unschuldiges Fischerdorf dagegen.
    PS: R&R war in Bangkok angesagt, deshalb boomten dort auch die entsprechenden Lokalitäten.
    Ganz im Gegenteil. Ich schrieb schon in diesem thread ganz ausführlich darüber. Hier ein Bild aus der damaligen Zeit: Osgar Bath - ein wahrhaftiger Traditionsbetrieb.



    Und hier ganz viel mehr darüber und wie schoen es damals doch gewesen sein muß, wo das Fischerdorf Pattaya nur U-Tapao hatte.

    http://www.nittaya.de/treffpunkt-16/...tml#post867640

  4. #3453
    Avatar von DisainaM

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    Ab welchen Zeitpunkt wurden in Thailand Liebesheiraten populär ?

    Das Wesentsmerkmal der Vernunftehe, wie sie von den Eltern arangiert wurde, war der Umstand, dass der Hintergrund passte.
    Wenn die Hochzeitsnacht verrichtet wurde, und im Wiederholungsfall, bis zum männlichen Stammhalter, alles erledigt war,
    hatte man ausser den Rollenspielen mit dem Ehepartner in der Regel nicht viel zu tun.

    Zur Vermeidung von psychosomatischen Erkrankungen wussten die Männer jedoch, dass sie sich auch um Gefühlsbeziehungen kümmern mussten,
    sodass der Teil, der es sich leisten konnte, sich eine Mia Noi nahm (wenn er sie nicht schon vor der Ehe hatte / Ehe kam jedoch nicht in Frage Hautfarbe ev. zu dunkel).

    Der Teil der Männer, die sich die Mia Noi nicht leisten konnten, mussten die Angebote der Zeitarbeitsfirmen in Sachen Liebe, in Anspruch nehmen.
    Hierbei kam für viele das japanische Gesha Prinzip zum tragen, dass sich die Männer eine Gesellschafterin mieteten, die sie unterhielt,
    mit der sie in abseitigen Stadtteilen die Restaurants besuchte, und wo die 5exuelle Verrichtung nicht primär auf dem Programm stand, sondern das Herstellen eines Gefühlskontaktes.

    Dieses Prinzip wird heute von den G-Clubs in Bkk angeboten, wo man eine Unterhalterin am Tisch hat, der alle 40 Minuten ein 10 Euro Drink bestellt werden muss, und wo es sehr strikte Regeln gibt (St. Moritz Bkk, Maiake Bkk, Royal Sports Club Bkk, usw)

    Richtig ist, das heutzutage sehr viel Kunden der Massagepaläste die Restaurantbesuche nicht mehr an erster Stelle mit ihrem Auslösepartner haben.

    Dennoch wäre es falsch, christliche Wertvorstellungen zu verabsolutieren und das Ehekonzept von zwei Liebespartnern auf Thailand zu übertragen.
    Es gibt Liebesehen, es gibt aber auch sehr viele Vernunftehen, und keiner kann sagen, dass die Anhänger einer Vernunftehe deshalb in einem zerissenden und nicht intaktem Elternhaus leben.

  5. #3454
    Avatar von waltee

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    Danke waanjaj, ich sehe dass du dich auch mit dieser (eher unrühmlichen) Geschichte beschäftigt hast. Gibt es eigentlich noch expats aus dieser Zeit?

    Was die 95% betrifft war ich schon bei meinem ersten Mal in Thailand erstaunt dass es Puffs in fast jedem Kaff gab (wo ein Falang nur schüchternes Kichern bewirkte, z. B. in Nathon).

  6. #3455
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    Dennoch wäre es falsch, christliche Wertvorstellungen zu verabsolutieren und das Ehekonzept von zwei Liebespartnern auf Thailand zu übertragen.

    Warum - waere das falsch ?

    Aus meiner Sicht bringt es der Ehefrau und den Kindern nur Vorteile.

    Eine Nicht-Ehefrau und uneheliche Kinder sind benachteiligt.



    Ist es Entscheidungsangst vieler Maenner den kaeuflichen AKT zu bevorzugen, weil es keine weitere Verpflichtung gibt oder nur Mangel an interessierten Frauen und somit

    eine Notloesung ?

  7. #3456
    Avatar von DisainaM

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    nochmal lesen,
    das christliche Ehekonzept einer Liebesheirat ./. die th. Vernunftehe

    nach der Zeugung gehen die Ehepartner in der Ehe ihre eigenen Wege,
    sie repräsentieren gemeinsam,
    doch der Mann holt sich seinen sanuk anderswo.

    In der th. Geschichte des Königshaus vor 100 Jahren, kann man gut verfolgen,
    wieviele königliche Nachkommen durch die zahlreichen Nebenfrauen entstanden sind,
    die dann eine eigene Adelsklasse in Thailand wurden (sadet - Prinzessin).

    Die oberen Schichten verfuhren ebenso, und wenn ein männlicher Nachfolge der ersten Wahl durch Unfalltod ausfiehl,
    wurde aus dem Heer der unehelichen Kinder einfach upgedatet.

    Das Prinzip der Vorratshaltung hat sich über viele Jahrzehnte bewährt.

  8. #3457
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von waltee Beitrag anzeigen
    Danke waanjaj, ich sehe dass du dich auch mit dieser (eher unrühmlichen) Geschichte beschäftigt hast. Gibt es eigentlich noch expats aus dieser Zeit?
    Was die 95% betrifft war ich schon bei meinem ersten Mal in Thailand erstaunt dass es Puffs in fast jedem Kaff gab (wo ein Falang nur schüchternes Kichern bewirkte, z. B. in Nathon).
    Es muß noch jede Menge dieser Expats geben. Waren ja damals sehr jung. Schau 'mal hier rein:

    Udorn Thani History : General Udon Thani Forum

    TLC Brotherhood

  9. #3458
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von DisainaM Beitrag anzeigen
    das christliche Ehekonzept einer Liebesheirat ./. die th. Vernunftehe
    Stimme Dir - selbst bei den Frotzeleien - überwiegend zu.
    Nur: auch im christlichen Abendland gab es über die Jahrhunderte hinweg eigentlich nur die Vernunftehe.
    Das christliche Ehekonzept war eher: Monogamie bis zum geht nicht mehr. Und alles exklusive.

    Liebesheirat ist eine Erfindung der Romantik im 19. C. Hat sich so kaum einer daran gehalten. Keiner war so doof, dies zu tun. Eheschließungen waren immer ein Ergebnis von Planungen (einer nach Moeglichkeit besseren Zukunft).
    Erst in der Neuzeit, als beide potentiellen Partner auch notfalls alleine überwintern konnten - also insbesondere die Frau im eigenen, guten Job - da konnten solche romantischen Vorstellungen auch zu Wirklichkeit werden.

  10. #3459
    Avatar von Waitong

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    @DisainaM

    Das ist in materiell sehr gut gestellten Kreisen kein grosses Problem, aber bei "Normalos" mit knappem Etat wirft das Probleme auf, unter denen die Familie leidet.

    Von daher ist es fuer "Normalos" fatal auf grossem Fuss zu leben.

    Kinder wachsen bei den Grosselter auf.

    Kinder haben keine Beziehung zu Vater oder Mutter.

    Es gibt eine Vielzahl von Verhaltensstoerungen die sich entwickeln koennen, wenn Kinder vernachlaessigt werden.

    Das sind mal ganz kurz einige Punkte die sich ergeben koennen, wenn zu freizuegig der eigenen Lust gefroehnt wird.

    Die Ueberzahl der Thai-Maenner ist doch arm und kaum in der Lage die Familie zu versorgen, lebt aber gerne auf grossem Fuss...

  11. #3460
    Avatar von Waitong

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Eheschießungen waren immer ein Ergebnis von Planungen (einer nach Moeglichkeit besseren Zukunft).
    Dann stellt sich die Frage - warum die "bessere Zukunft" durch zusaetzlichen Lustgewinn gefaerden.

    Ist das nicht DUMM ? (Nur weil der Schniedel es so will)

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