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Leben im Isaan

Erstellt von waanjai_2, 01.03.2009, 12:47 Uhr · 9.456 Antworten · 845.407 Aufrufe

  1. #3021
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Nichtmal das dürfte ich.
    Ich erinnere mich noch an einen entfernten österreichischen Freund in Pattaya, der peinlichst darauf achtete, NIE innerhalb seiner Bar zu sitzen.
    sitzen darfst du schon. Gab mal einen Fall in Phuket - da sass der Barbesitzer auch in seiner Bar. Dann ging seine Frau mal kurz raus und erbrachte den Kaffee schnell zum Gast. Der war halt leider von der Immigration - das war dann das Ende seines Aufenthalts in Thailand.

  2.  
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  3. #3022
    Avatar von wasa

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    wanni's schoener Isaan thread voll in der Hand der "Klugscheisser".
    Die Besserwisser sind mal wieder alle voll dabei.

  4. #3023
    Avatar von waanjai_2

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    Meine Frau war heute schon wieder im Reisfeld. Gäbe da immer viel zu tun. Hier und dort Hindernisse, die das Wasser nun beim Abfließen in den Klong hindern würden, beseitigen. Kontrolle hier und dort. Nimmt mich gar nicht erst mit. Ich würde "nicht sofort sehen, was zu tun sei". Klar, bin ja auch nicht als dschau na aufgewachsen und natürlich weiß ich ja, dass sie dann "eben 'mal schnell das Nötige selbst macht", und mich nicht erst einarbeiten will. Außerdem wäre es im Feld einfach zu heiß für mich. Das weiß Sie halt und will mich nicht in die dortige Sauna schicken. Sie selbst ist übrigens schwer vermummt und trägt ständig einen großen Sombrero. Arbeitskleidung im Feld eben. Entsprechend dem rheinischen Sprichwort: "Was gut ist gegen de Kält, ist auch gut gegen de Hitz". (Mehrere Lagen plus die Luft dazwischen verhindern das Eintreten der Kälte und der hohen Außentemperatur.). So kennt man dies im Isaan auch von den Baukolonnen (Männlein wie Weiblein) und wie die es lösen, selbst in sengender Hitze weiter zu arbeiten. Kriegt man natürlich nur mit, wenn man selbst baut. Durchreisende Touristen nehmen so etwas ja gar nicht wahr.

    Was mich - nicht heute - aber bald einmal dazu veranlassen wird, etwas über die unterschiedliche Wahrnehmung von Thailand zu schreiben. Klar, Touris sehen nur einen Bruchteil dessen, was die Einheimischen sehen. Und Elektriker von Berufswegen, denen fällt das absolute Stromleitungs-Chaos in den Großstädten natürlich sofort auf. Buchhaltern die Farbe des Kugelschreibers. Und einigen auch gar nichts, zumindestens nicht sofort.

    So als kleines Nebenergebnis des heutigen Besuchs des Reisfeldes - eigentlich wollte ich ja mit ihr zur Massage am Nong Prajak fahren - halt wieder ein paar Hunderte (oder Tausende) der kleinsten Fische aus dem Reisfeld. Die Sorte wird nicht größer als was hier auf dem Bild zu erkennen ist. Die leben auch schon seit Beginn der Regenzeit vor ca. 6 Monaten. Jetzt wird der Fang kurz durchgekämmt, Fremdkörper entfernt. Diejenigen, die sonnengetrocknet werden sollen, aussortiert. Die große Masse kommt dann in den "Sauerkraut-Topf" - zum Fermentieren zu Pla Ra und Fisch-Sauce. Braucht man ja massenhaft für das leckere Isaan-Essen, den Som Tam und anderen. Und gut 25 jetzt voll tragende Papaya-"Bäume" haben wir auch im Garten. Habe mir für heute abend wieder einen Som-Tam Baby (also den Som Tam Thai) gewünscht.


  5. #3024
    Avatar von waanjai_2

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    Fischfang und Fisch-Essen sind dann oft unmittelbare Folgen. Zumindest für den Isaaner. Der entweder aus Überzeugung ein Freund des Fisch-Essens ist. Halt so etwas wie ein Gourmand. Oder, was häufiger vorkommt, weil man das von früher einfach so gewohnt ist. Fleisch während der Regenzeit war halt nur der Fisch aus dem Reisfeld. Und auch immer billig.

    So wie bei uns in D der Hering nach dem 2. Weltkrieg. Ein wahres "Arme Leute-Essen". Und was kostet der heute? Echtes Geld. Die Hausfrau auf Heringsart war schon einmal leichter erschwinglich.

    Der kleine Fisch wird frittiert serviert. Sieht und schmeckt so, wie kleine Sardinen, Saiblinge, Eperlan, Sparlinge (Sperlinge, esperlinge) mit Gräten frittiert. Die mochte ich aber schon nicht in den mediteranen Ländern Europas. Also sieht man auf dem nächsten Foto meinen Som Tam Thai sowie einen Erbseneintopf, den meine Frau nun in Thailand für mich kopiert.
    Aber ansonsten - die durchaus fettigen! - kleinen Fische (2 x), 1 x größere sonnengetrocknete Fische, ein thail. Gemüsegericht gekocht, einmal Schweinebällchen mit Glasnudeln (Wunsen), den Som Tam Lao, jede Menge Gemüse als Rohkost. Dazu gibt es "schönen Reis".


  6. #3025
    Avatar von wasa

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    Nimmt mich gar nicht erst mit. Ich würde "nicht sofort sehen, was zu tun sei".
    Zitat
    Hast ja wohl einen richtigen Gluecksgriff mit deiner Mia gemacht?
    Oder stellst du dich nur absichtlich DOOF,damit du von der Arbeit verschont wirst?

    PS.
    Wenn unten links auf dem Bild es sich um die TH Erbsensuppe handeln soll,die sieht eher nach einer Bohnensuppe aus.
    By the way ? kg bringst du eigentlich auf die Waage,Essen entwickelt sich wohl bei Euch zu einer Vollzeitbeschaeftigung,wenn ich mir so deine letzten Posts ansehen.
    Kommste ueberhaupt noch vom Sofa runter,reicht nur noch zum PC?

  7. #3026
    Avatar von Volker M. aus HH.

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Eben nicht!
    Der englische Ausdruck "whether or not" heißt ins Deutsche übersetzt: unabhängig davon, ob Gehälter oder andere Vorteile gewährt werden.

    Es ist auch bekannt, dass einige glaubten, kostenloses Arbeiten (wie freiwilliges soziales Jahr, wohltäterisches Handeln etc) müsse doch wohl nicht genehmigungspflichtig i.S. eines work permits sein. Aber da irrten sie sich.
    Es geht doch wohl um Erwerbstaetigkeit. Das deckt sich auch mit der Aussage von unserer Immi.
    O-Ton: ich darf meiner Frau helfen, aber nicht im direkten Kontakt zu Kunden.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ausgewiesen wurde oder das der Sinn des Gesetzes waere, weil
    jemand in seinem Garten wurstelt.

  8. #3027
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Zitat Zitat von Volker M. aus HH. Beitrag anzeigen
    Es geht doch wohl um Erwerbstaetigkeit. Das deckt sich auch mit der Aussage von unserer Immi.
    O-Ton: ich darf meiner Frau helfen, aber nicht im direkten Kontakt zu Kunden.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ausgewiesen wurde oder das der Sinn des Gesetzes waere, weil
    jemand in seinem Garten wurstelt.
    Nein, es geht definitv um "Arbeit" und nicht "Erwerbstaetigkeit". Zustaendig fuer alle Fragen sind die hier http://www.mol.go.th/en/anonymouse/home und nur die. Immigration sagt auch schon mal, dass es bei einem Tag "overstay" rausgeschmissenes Geld sei, dass Geld fuer eine Verlaengerung auszugeben. Ist aber ansich ein Baerendienst, weil KEIN Beamter bestehende Gesetze aushebeln kann. Bereits eine Minute overstay ist bereits ein Verstoss gegen das Aufenthaltsgesetz. Letztendlich bleibt es aber dabei, dass es eine Klage ohne Klaeger gibt. Kommte es zur Klage, dann entscheidet das Gericht.

    Die Berufung, dass ein Beamter aber etwas gesagt haette ist in diesem Fall unerheblich. Unwissenheit schuetzt vor Strafe nicht. Was bleibt? Nicht vermuten, sondern im Zweifelsfall sich vorher schlau machen oder alternativ eben darauf setzen, dass es nie zu Problemen kommen wird. Alles eine Frage der pesoenlichen Philosophie. Spielernatur oder nicht und natuerlich auch Abwaegung der Chancen.

    Ja, es ist unwahrscheinlicher, dass sich am Gesaess von Thailand jemand fuer "kleinkarierte" Vorschriften interessiert als z. B. in Chiang Mai City oder Bangkok City. Ausser es verschlaegt mal einen "kleinkarierten" Beamten aus der Zivilisation an das Gesaess von Thailand. Aber letztendlich, wie wahrscheinlich ist das und dass man selbst dann ausgrechnet zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Ein bisschen wie beim Roulette. Ist ja sehr unwahrscheinlich, dass ausgerechnet die Zahl kommt, auf die man sein ganzes Hab und Gut gesetzt hat. Aber trotzdem gibt es Spieler und manche verlieren sogar ihr ganzes Hab und Gut, weil sie auf das falsche Pferd gesetzt haben. Egal, letztendlich ist natuerlich immer jeder selbst fuer sich verantwortlich und genau hierauf basiert dann auch die Gesetzgebung.

    Vielleicht macht sich ja jemand mal die Muehe beim Ministry of Labour anzufragen, ob man als Auslaender seiner Ehefrau bei der Haus-, Garten- oder Feldarbeit zur Hand gehen darf. Falls es eine Betaetigung gibt, bitte dann hier einstellen zwecks Andruck und zur Verwahrung in der Schublade. Sicherstellen, dass die Bestaetigung tatsaechlich in schriftlicher Form erfolgt und den Namen, Rang und die Unterschrift des Bestaetigenden traegt. Bin gespannt, ob sich ein thailaendischer Beamter hierzu hergibt. Ist schon ein gravierender Unterschied zwischen dem gesprochenen Wort und einer verbindlichen Bestaetigung. Ein Advokat wuerde sich niemals zu so etwas hinreissen lassen obwohl der ja eigentlich recht gut mit den Gesetzen vertraut sein muesste.

  9. #3028
    Avatar von Volker M. aus HH.

    Registriert seit
    22.02.2007
    Beiträge
    4.781
    Du fuehrst mich in Versuchung, Richard. Waere die Aussenstelle des Arbeitsministeriums in Na Thon aus deiner
    Sicht kompetent ?
    Bei deiner Auslegung der Gesetze duerfte ich ja nicht mal ein welkes Blatt aus meinem Garten entfernen.
    Ich koennte mir Vorstellen, dass es begleitend zum Gesetz noch Ausfuehrungsbestimmungen gibt.

  10. #3029
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von Volker M. aus HH. Beitrag anzeigen
    Du fuehrst mich in Versuchung, Richard. Waere die Aussenstelle des Arbeitsministeriums in Na Thon aus deiner
    Sicht kompetent ?
    Bei deiner Auslegung der Gesetze duerfte ich ja nicht mal ein welkes Blatt aus meinem Garten entfernen.
    Ich koennte mir Vorstellen, dass es begleitend zum Gesetz noch Ausfuehrungsbestimmungen gibt.
    ich bin hier ausnahmsweise mal nicht Richards Meinung - kann das aber momentan noch nicht nachweisen. Muss erst eine Menge googeln.

    Es gab hier unter der Abhisit Regierung ein Treffen des Foreign Clubs mit Beamte des Aussen- und Innenministeriums. Ich denke, die sollten auch Bescheid wissen, oder?
    Es ging dabei um die Erleichterung bei der Einbürgerung von Ausländern unter Aufgabe der alten Staatsbürgerschaft. Dabei kam auch zur Sprache, ob Arbeit, z.B. per Computer für ein ausl. Unternehmen möglich sei - oder ob für das eine WP nötig wäre.
    Die Antwort: nein, Arbeit ist nur dann WP-pflichtig, wenn sie für ein thail. Unternehmen erfolgt. Jetzt stellt man sich halt die Frage, für welches thail. Unternehmen bin ich tätig, wenn ich den Rasen meines gepachteten Grundstücks mähe?

    Die Antwort des Beamten klingt schon deshalb logisch, da ansonsten alle Messebesucher, die im Auftrag des ausl. Unternehmen Ware einkaufen - also arbeiten, verboten wäre. Messen in Thailand wären dann im Prinzip sinnlos - weil kein Ausländer mehr dort arbeiten bzw. einkaufen dürfte.

    Ich werde mich hier etwas schlauer machen, ev. auch anfragen - wo diese Bestimmungen, das kein Ausländer in seinem Haus z.B. Rasen mähen darf, vermerkt sind.

    Ach ja, übrigens die Farang Touristenpolizisten benötigen ebenfalls keine WP - sie müssen zwar eine vorweisen, aber nicht für die Tätigkeit als Touristenpolizei - da diese Arbeit unentgeltlich erfolgt.

  11. #3030
    Avatar von Socrates010160

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    8.370
    @ Bukeo

    Es wär auch für mich hilfreich, hierzu nähere Angaben zu erhalten. Bei selbstständiger- und unselbstständiger BEZAHLTER Arbeit kann ich mir vorstellen, dass eine WP Voraussetzung ist. Bei Arbeiten im/ am eigenen Haus/ Garten wohl eher nicht.

    Wenn Du Dich schon freundlicherweise mit diesem Thema auseinandersetzt, könntest Du bitte auch mal den Aspekt der ehrenamtlichen Tätigkeit beleuchten ? Z.B. Eröffnung einer kostenlosen Sprachschule (deutsch & englisch) für Kinder, Jugendliche u. Erwachsene oder eine Art Kinderkrippe oder Waisenhaus etc.

    Danke im voraus.

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