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Leben im Isaan

Erstellt von waanjai_2, 01.03.2009, 12:47 Uhr · 9.456 Antworten · 843.715 Aufrufe

  1. #2391
    Avatar von waanjai_2

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    Mögen ja die Wahlen in Thailand dort von großer Bedeutung sein. In dem viel fortschrittlicheren D ist und war es das Ende der Spargelsaison am Johannistag. „Stich den Spargel nie nach Johanni.“ oder „Kirschen rot, Spargel tot“. Dennoch, gestern auf dem täglichen Markt, den wir noch in unserer Wohngegend haben, sah ich noch ein wenig Spargel. 1 kg zu 3.50 Euro. Ich bezweifele, ob es den auch noch frisch am Montag gibt.

    Schon seit Tagen essen wir nicht nur jede Menge Erdbeeren. Die, die nicht so hart sind, wie die Erdbeeren, die es in Thailand zu kaufen gibt.



    Meine Frau backt sehr gerne den Mürbeteig-Boden für Obsttorten. Ob in Köln oder Udon. Bleibt sich gleich, weil wir auch in Udon einen Backofen (Gas) haben.

    Gestern also wieder jede Menge Erdbeeren und süße Kirschen gekauft. Kosten bei uns 1 kg = 3.50. In Udon eher teurer. Allerdings - die Erdbeer-Saison neigt sich auch ihrem Ende zu. Bedingt durch das warme Wetter im Frühjahr, hatte die früher als sonst, begonnen.



    Also werde ich im Juli hauptsächlich zwei Eintöpfe meiner Frau schmackhaft machen: Erbsen- und Linsensuppe. Die Appetizer sind eingekauft. Wenn es schmeckt, will ich diese Suppen mit getrockneten Erbsen und Linsen ausprobieren. Die könnte ich schließlich im Koffer mitnehmen.

    Übernächste Woche geht es erst einmal in die Toskana - von Köln via München nach Florenz mit dem Flieger. Von dort mit dem Bus nach Siena. Wenn wir wieder zurück sind, dann wollen wir all die "Bären" geniessen, die es typischer Weise im Juli gibt. Der einmal jährliche "Waldbeer-Pfannenkuchen" reizt uns sehr.

    Aber der Hammer war die Beobachtung meiner Frau von gestern: Beim Bäcker gab es den ersten Pflaumenkuchen! Früher gab es die ersten Zwetschgen im September, nie früher. Aber in den letzten Jahren, gab es sie schon ab Anfang August. Und so konnten wir den Rückflug nach Thailand immer so für Mitte August planen. Wenn aber jetzt bald die ersten Zwetschgen - und nicht etwa nur die Bühler Pflaumen - erhältlich werden, dann könnte ich für das nächste Jahr den Europa-Aufenthalt verkürzen. Mal sehen, was passiert.

    Der Isaan ruft ohnehin. Und nicht nur unsere 6 Hunde. Die ziehen auch ganz kräftig.

  2.  
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  3. #2392
    Avatar von wasa

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    Also werde ich im Juli hauptsächlich zwei Eintöpfe meiner Frau schmackhaft machen: Erbsen- und Linsensuppe.
    Zitat waanjai_2
    Du hast noch die Serbische Bohnensuppe vergessen.
    Ich bin ja erstaunt wie du deine Frau verwoehnst,indem du kochst oder willst du deine Kueche schonen?
    Vermisst den Mia nicht Nam Prik und weitere Leckereien von daheim oder waren die Koffer prall gefuellt?

    Da ich meistens alleine auf Heimaturlaub fahre,stehen diese leckeren Suppen auch immer auf meinem Speiseplan,allerdings sollte man hier schon,wie du es auch machst,auf Qualitaetsmarken achten.
    Ich verfeinere die Suppen noch durch eine Einlage von Pfefferbeiser oder Carbonossi,dazu nachwuerzen nicht vergessen.Weiterhin gibt's dazu ein kuehles Bier aus der Flasche getrunken.

  4. #2393
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Als Fernisaaner mag ich das ruhige Leben in der Provinz Surin. Isaanfood & Mamuangs sind günstig bis billig. Es gibt allerdings keine Strände, die Landschaft ist ganz normal. Trotzdem fühle ich mich sicher und ausgeglichen, wenn ich meine Zeit mit den Menschen in der Gegend verbringe. Einzig zu viele Autounfälle machen mir abundzu Sorgen....

  5. #2394
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Du hast noch die Serbische Bohnensuppe vergessen.
    Vermisst den Mia nicht Nam Prik und weitere Leckereien von daheim oder waren die Koffer prall gefuellt?
    Der Isaan ist überall. Erstens waren die Koffer mit Mitbringsel für die (noch-nicht übergesiedelten) Thais im Freundeskreis gefüllt. Nam Prik gab es teilweise als Gegengeschenk oder auch als Mitbringsel. Freund aus dem Isaan kam eine Woche später nach Köln und hatte einen kleinen Plastikbehälter mit Extras von der daheimgebliebenen Ehefrau mit. Klebereis hatten wir selbst mitgebracht. Somit gibt es auch in Köln prinzipiell auch Isaan Küche. Also echten Som Tam plus Gurken-Som-Tam. Aber nicht jeden Tag, denn meine Frau ißt auch gerne Farang-Essen.

    In den letzten Tagen gab es die folgenden Dinge, die sie noch nicht kannte aber gerne probiert:
    Brötchen mit Scheibe Leberwurst drauf. Lecker. Halbes Brötchen mit Mett und Zwiebeln. Roch Ihr zu anders. Denn rohes Schabefleisch kennt der Isaaner ja auch. Gestern: Matjes. Nicht so ganz ihr Geschmack. Obwohl sie inzwischen voll auf Sushi steht. In Udon.

    Bewährtes schon seit Jahren: Heringfilets in Sahnesauce - da ist sie ganz dolle hinterher. Insbesondere halt die Sahnesauce mit Äpfeln, Zwiebelstückchen etc. Die Mehrzahl der eingelegten Heringe ist für mich. Weichkochende Kartoffeln zum Spargel. Spargel gleich 3-4x. Erdbeertorte mit selbstgebackenen Tortenboden. Zum Italiener gehen: Pasta und Pizza. Knackige Brötchen mit Kirschmarmelade. Roggenbrot mit Kruste. Darauf Räucherlachs mit Meerettich. Ich scharf, Sie: Sahnemeerrettich. Rote Beete als Abschluß beim Frühstück, von wegen Beta-Karotin. Roggenbrot mit dänischen Frühstückspeck und Ei.
    Bereits eingekauft: Camenbert zum Überbacken plus Preiselbeeren.

    Einsame Entscheidungen: Für mich Kartoffelsalat. Gewürzgurke, Schnitzel in Paniermehl gebraten vom Metzger. Schinkenspeck. Für beide: Gekochter Bauernschinken zum Spargel. Lecker.

    Und dann zum frische Brötchen-Frühstück: Unbedingt Aioli. Nicht nur seit Spanien der Renner. Und natürlich der selbstgemachte Griechische Bauernsalat mit Oliven vom Türken und bulgarischem Schafskäse ebenfalls vom Türken.

    Nun will ich also die Geschichte mit Linsen und Erbsen anfangen. Getrocknete Erbsen habe ich in Udon noch nicht gesehen. Linsen, allerdings kleinere Ausführung schon. Dazu schon gekauft: Mettwürste. Wo ich Schwierigkeiten habe, so etwas in Udon zu bekommen. Weil die thail. Würste zu süß sind. Nur die sofort eßbaren Krakauer, Kabänes etc., die könnte ich nehmen. Ein teurer Ersatz. Wenn's es nicht klappt, auch nicht schlimm.

    Aber es läuft ja nicht alles darauf hinaus, dass man versucht mit unzureichenden Mitteln Farang-Food in Udon nach zu machen. Der Geschmack ist in Köln anders als in Udon. Gestern aßen wir beide Beemster (allter Gouda, mindestens 10 Monate). Auf Schwarzbrot, lecker. Aber wir haben noch alten Gouda in Udon. Dort haben wir oft überhaupt keinen Appetit darauf. Liegt wohl zu schwer im Magen.

    So ist der Aufenthalt in Europa so wie ein langgestreckter Urlaub in einem anderen Land. Das Essen, das wir dort mögen, wird doch auch gegessen. Nicht unbedingt versucht, es nach Thailand zu exportieren. Zumindest solange, wie wir regelmäßig nach Europa kommen. So freuen wir uns in Udon auf Europa und in Europa auf Udon. Friedliche Koexistenz der Küchen wo wir gerade sind.

    Mit dem Hinweis auf das kühle Bier hast Du was angestoßen. Mal gucken. Bislang trinke ich seit Jahren nur leichten Weißwein in D. Bier jedoch in Udon und dort keinerlei Wein mehr. Mal gucken, bringe mir wohl mal 2 Flaschen Gaffel-Kölsch mit. Ist auch eine Frage der Logistik. Habe schon lange kein Auto mehr in Köln. Django und Thai-Frau fahren U-Bahn. Und tragen Einkaufstaschen.

  6. #2395
    Avatar von siamthai1

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    abend waanjai2

    sage mal, schämst du dich den gar nicht ! uns dies alles hier aufzutischen ? auch ich gebe zu daß mir das manchmal fehlt.

  7. #2396
    Avatar von waanjai_2

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    Nö. Meine Frau macht alles Isaan-like, wo immer wir sind. Erbsensuppe mit Mettwurst kam heute gut an. Sie meinte, bei Lotus same same wie "Mettwurst priau" - ja die dt. Mettwurst bezeichnete sie als leicht priau - gesehen zu haben. Und das mit den Erbsen in Wasser aufweichen lassen, das kenne sie doch auch vom Klebereis, je länger die Ernte vorbei sei.

  8. #2397
    Avatar von wasa

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    Mein lieber Scholi waanjai_2,

    ausfuehrlicher geht's ja garnicht mehr,Du solltest einen Gourmet Thread eroeffnen.
    Noch so ein Bericht aus der Toskana und ich setz mich gleich wieder in den Flieger.

    Aber Erbsen mit Mettwurst,sicher abgehangene,probier mal mit Carbonossi.
    Leberwurst ist auch mein Ding,besonders die grobe nach Gutsherrenart.Hatte auf meinem Rueckfug diesmal welche dabei und Salami.
    Aus Versehen in's Handgepaeck getan,beim Check sofort entdeckt und die eingeschweisste Leberwurst wurde entsorgt,die Salami konnte ich behalten.

    Kartoffelsalat nach Grossmutters Art macht wasa auch in TH,alle Zutaten gibt's ja hier zu kaufen.Dazu nicht Schnitzel sonder ein Kotelett von CP von den gluecklichen Schweinen mit Lebenslauf aus dem Computer.
    Bei der Einfuehrung von dem Gaffel Koelsch denk an das zulaessige Gepaeckgewicht von 23 kg/Person.
    Probier mal demnaechst gekuehltes Singha Bier aus der kleinen Flasche.
    Guter Wein ist einfach zu teuer hier und alles unter Baht 1000.- kannste vergessen.

    Mein Wohnort daheim ist in der Naehe wo der gute Pfaelzer und der schmackhafte Spargel angebaut wird.
    In unserem Maiurlaub gab es daher fast jeden Tag Spargel mit Schnitzel oder Schinken und dazu immer eine Flasche Pfaelzer Rosee.

    In dem Sinne weiterhin "Lasst's Euch gut schmecken"!

    PS.
    Vergess mal nicht der Mia eine "Halve Hahn" anzubieten.

  9. #2398
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von wasa Beitrag anzeigen
    Vergess mal nicht der Mia eine "Halve Hahn" anzubieten.
    Hab' ich, hab ich. Dann sagt Sie immer "Tünnes" zu mir. Dat sei doch ein Käsebrötchen, Du Jeck.

  10. #2399
    Avatar von wasa

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    Tuennes und Schael,mal eine neue Variante.
    Ne besser Tuennes und dat Lischen.

  11. #2400
    Avatar von waanjai_2

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    Ein Bericht über Alltägliches sollte es werden, so war die Planung. Und es ist ja auch oft dazu gekommen. Aber die Momente "außergewöhnlicher" Ereignisse motivieren einen doch stärker, überhaupt zur Feder zu greifen.

    Am Montag kam ich dann endlich aus D zurück. Vier Wochen Verspätung wegen unvorhergesehenem Krankenhausaufenthalt. Umsteigen in Suvarnabhumi ist Routine. Aber der Anflug nach Udon, das "Eintauchen" in die faszinierende Vielfalt von "Grün" ist schon faszinierend. Der Reis steht grün voll im Wuchs, die Reisfelder stehen voll in Wasser. Die Fischfang-Saison hat begonnen. Gute Aussichten für die Sauerkraut-Kübel, in denen der neue Jahrgang des gärenden Fisches heranreifen wird.

    Gelandet, wendet sich das Bild. Die ernüchternde Wirklichkeit erfaßt einen. 3 Hunde unserer bestens gepflegten 6 sind tot. Unter ein Auto geraten. Hier bremst auf der Staatsstraße keiner für einen Hund. Ein Ende der Raserei ist nicht abzusehen. Und es werden uns entweder neue Hunde zulaufen oder gebracht werden. Von daher greift wieder die Zyklizität des Lebens in Thailand, der man sich in solchen Situationen wieder sehr bewußt wird.

    Auch die Fauna ist teilweise an einen kritischen Punkt gelangt. Nicht nur, dass uns 2 von 3 Jackfruit-Bäumen kaputtgegangen sind. Die schweren Früchte haben den schwachen Stamm in dem durch die Regenzeit weich gewordenen Boden entgleisen lassen. Was heißt: entwurzelt. Neuer Anlauf gefällig. Die Papaya-Bäume sind teilweise nun 6 Meter hoch und hängen voll. Da bekommt man Angst um seine Dachziegel. Aber auch die Mango-Bäume müssen kräftig geschnitten werden. Wie eigentlich alles in den nur 3 Monaten "aus der Facon" geraten ist. So ist es halt in den Tropen. Mich überrascht dieses Größenwachstum aber dennoch immer wieder jedes Jahr. Wird wohl erst dann anders werden, wenn wir nicht mehr längere Zeit nach Europa fahren, sondern Kurzurlaube von Thailand aus planen. Nächstes Jahr soll es deshalb auch nach Kathmandu gehen. Ein bißchen gebirgiger als sonst die Kurzurlaube am Strand.

    Zunächst heißt es aber: Den Tierarzt zu besuchen. Mittelchen in Sachen Fell-Pflege aber auch Flächenreinigung in den "Lieblingsecken" besorgen. Was nützte es, die Hunde zu waschen bzw. duschen, wenn sie danach sofort wieder in inzwischen verlauste Stellen begeben. Man sieht: Eigentlich bräuchte man übergangsweise einen Pflegedienst.

    Und das Wichtigste: In drei Monaten verstaubt ne Menge. Also heute und morgen eine 4-Mann-Putzkolonne angeheuert. Die kommen aber nicht, wenn es ständig regnet. Das war früher vielleicht mal so. Heute gucken die lieber dann Fernsehen aus Bangkok.

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