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Leben im Isaan

Erstellt von waanjai_2, 01.03.2009, 12:47 Uhr · 9.456 Antworten · 844.190 Aufrufe

  1. #2311
    Avatar von lucky2103

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    Also, wir wohnen nicht im Isaan, sondern etwa eine dreiviertel Stunde von Chiang Rai entfernt.

    Was mache ich da ? Ich züchte Fleckvieh, Du hast es vollkommen richtig vermutet.
    Die Tierchen sind aber gekauft und nicht etwa von der Regierung "gespendet" worden.


  2.  
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  3. #2312
    Tramaico
    Avatar von Tramaico
    Haben wir auch hier in BKK:

    PandaSchlaeft.jpg

  4. #2313
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Also, wir wohnen nicht im Isaan, sondern etwa eine dreiviertel Stunde von Chiang Rai entfernt.
    da bist du ja schon in Tachilek - sind das etwa burmesische Schweine?
    Hatten wir auch mal, war aber immer schwierig Futter zu bekommen - wir fütterten Gäp - das ist der Abfall, wenn der Reis durch die Schälmaschine läuft.
    Ich habe unsere Eberchen sogar selbst kastriert.

  5. #2314
    Avatar von berti

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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    Ich habe unsere Eberchen sogar selbst kastriert
    "ja, wie denn?" "mit zwei Thai- Ziegelsteinen!"
    "tut das nicht weh?" "nur, wenn man den Finger dazwischenbekommt!"

    au weia, im Nittaya gibt es für jede Lebenslage jemanden...

  6. #2315
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von berti Beitrag anzeigen
    "ja, wie denn?" "mit zwei Thai- Ziegelsteinen!"
    "tut das nicht weh?" "nur, wenn man den Finger dazwischenbekommt!"

    au weia, im Nittaya gibt es für jede Lebenslage jemanden...
    einer hält es an den Hinterbeinen, mit Alkohol desinfiziert, kurzer Schnitt und dann das Ei rausdrücken, die Stränge durchschneiden, Desinfizier-Puder drauf und fertig. Wenn du schnell bist, schreit der Kleine nicht mal und springt dann wieder ohne Eier vergnügt rum :-)
    Mein Onkel hat eine grosse Schweinefarm, hab ihm mal geholfen...

    sieht dann so aus...


  7. #2316
    Avatar von lucky2103

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    Wir haben das anders gemacht:
    Einfach die Viecher an einem Balken abhängen lassen und das Gehänge abtrennen...nach 2 Tagen ist alles wieder oke.

  8. #2317
    Bukeo
    Avatar von Bukeo
    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    Wir haben das anders gemacht:
    Einfach die Viecher an einem Balken abhängen lassen und das Gehänge abtrennen...nach 2 Tagen ist alles wieder oke.
    habt ihr alles weggeschnitten, den ganzen .........? Müsst ihr nicht, ist ja die Wunde viel zu gross. Es reicht ein kleiner Schnitt, das ist am nächsten Tag schon wieder zu verkrustet.

  9. #2318
    Avatar von lucky2103

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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    da bist du ja schon in Tachilek - sind das etwa burmesische Schweine?
    Hatten wir auch mal, war aber immer schwierig Futter zu bekommen - wir fütterten Gäp - das ist der Abfall, wenn der Reis durch die Schälmaschine läuft.
    Ich habe unsere Eberchen sogar selbst kastriert.
    Nee, das sind keine burmesischen Schweine, sondern eine Duroc - Crossbreed.
    Wir haben noch einen weiteren Stall, in dem reine, weiße Hausschweinchen stehen - das Wachstum kommt an die Duroc- Crossbreed nicht heran - so seltsam es klingt.

    Und vergiss Gäb, denn das Zeug hat zu wenig Proteine, so dass sich die Mastperiode nur unnötig verlängert - Anfängerfehler unserer Kunden im Futterladen.
    Diejenigen, welche immer sparen wollten, bemerkten, dass sie am Ende mehr bezahlt haben...nein, die haben es eigentlich nicht bemerkt, denn sie kennen den Unterschied nicht und sind felsenfest davon überzeugt, dass Schweinezucht sich nicht lohnt.

    90% aller Mäster haben keine Ahnung von der Materie...sie wursteln einfach nur vor sich hin.

  10. #2319
    Avatar von lucky2103

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    Zitat Zitat von Bukeo Beitrag anzeigen
    habt ihr alles weggeschnitten, den ganzen .........? Müsst ihr nicht, ist ja die Wunde viel zu gross. Es reicht ein kleiner Schnitt, das ist am nächsten Tag schon wieder zu verkrustet.
    Wir trennen einfach nur den "Ham" ab.

  11. #2320
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    ....sie wursteln einfach nur vor sich hin.
    Ist doch sehr zielverwandt.

    Heute erzähle ich mal eine ganz unscheinbare Geschichte aus dem Alltag im Isaan. Bei uns ist nicht üblich, dass Leute unangemeldet zu Besuch kommen und plötzlich auf der Terrasse stehen. Es wird vorher angerufen, man will ja auch sicherstellen, dass der zu Besuchende auch wirklich zu Hause ist.

    Mit sehr kurzer Vorankündigung bekamen wir heute Besuch. Das inwzwischen schon lange erwachsen gewordene Ziehkind der Mutter meiner Frau. Ist im Isaan auch alles kein Problem: Reis hat man jederzeit selbst, gleiches gilt für alle möglichen Gemüse- und Obstsorten. Irgendwelche Getränke stehen immer in einem der 3 Kühlschränke. Das jüngste Töchterchen, das gerade von der Schule zurückkahm - in Begleitung von 2 Milch-Bubis, die wohl das "Umwerben" lernen wollten - mußte deshalb mit ihrer Fino nur schnell mal zum Talad, um nüa zu besorgen, plus nam kaeng plus ein paar Schlangengurken, die so billig sind, dass keiner sie selbst mehr - im eigenen Garten - anbauen will.

    Laab Nüa, noch eine andere Zubereitungsform mit viel Zitrone, Klebereis plus der Fusion-Salat meiner Frau: Kopfsalat, Gurke, Paprika, Oliven, Schafskäse und Tunfisch auf der Basis einer Sauce aus Olivenöl und Zitrone, Pfeffer und Salz, waren von 3 Frauen schnell gemacht. Dann werden 2 selbstgefertigte Strohmatten irgendwo dort ausgelegt, wo das gesamte Haus auf 3-4 m verfliest ist und schon fertig ist die Party.

    Wenig anspruchsvoll das alles und man denkt unwillkürlich daran, dass ja in Thailand wirklich kaum einer verhungert. Die Natur gibt unheimlich viel her. Das prägt den Lebensstil und die Lebensart der Thais in den Provinzen viel viel mehr als im Moloch Bangkok. Da dem Farang der Schneidersitz doch nach einiger Zeit zu beschwerlich wird, bekommt der einen der vielen Plastikstühle zugewiesen und einen Hocker als Eßtisch. So leicht ist das. Man ist aber in die Gespräche voll miteinbezogen. Nach 2.5 Stunden rufen die Anverwandten der Besucher an, wann denn Mama und Papa nach Hause kämmen würden. Und der Besuch endet in großer Freundlichkeit. Pop gan mai. Wir sehen uns wieder. Wann immer.

    Ein nettes Schwätzgen gehalten. Morgen lese ich halt weiter in Kants Kritik der reinen Vernunft.


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