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Leben im Isaan

Erstellt von waanjai_2, 01.03.2009, 12:47 Uhr · 9.456 Antworten · 844.912 Aufrufe

  1. #1991
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von lucky2103 Beitrag anzeigen
    - Unterhaltungsbetrieb nach Paragraph 3
    Wohl der Gaststätten-Verordnung. In die man eben Nahrungsmittel oder Getränke mitbringen darf. Da aber Thailand die Prostitution nicht kennt, waren es halt immer Gaststätten der besonderen Art. Und Essen und Trinken kann man dort wirklich ordern.

    Das was uns wohl im direkten Vergleich mit Bangkok irgendwie fehlt, sind die Masse an GoGo-Bars dort. Mit den schönen stainless Stangen, die dort die Welt bedeuten. In Udon habe ich bislang nur eine gesehen. Hier die Innenaufnahme.


  2.  
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  3. #1992
    Avatar von waltee

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    Ich hab die Udonerinnen huebscher in Erinnerung!

    Allerdings war ich schon sehr lange nicht mehr dort. Und alles veraendert sich mit der Zeit....

  4. #1993
    Avatar von eber

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    Hallo, wo ist der neue Schuppen in Udon mit dieser Alte an der Stange.

  5. #1994
    Avatar von waanjai_2

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    Massage auf der Massage-Meile in Udon Thani

    Wir haben am Nong Prajak, dem größten städtischen See, eine Massage-Meile, die man allen Besuchern von Udon nur empfehlen kann.

    Hier ein paar Photos, wie es dort einhergeht, und was es dort kostet. Wüßte jetzt nicht, ob es für die Cheap Charlys noch preiswertere Möglichkeiten gibt. Die werden die aber sicherlich selbst finden.








  6. #1995
    Avatar von waanjai_2

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    Gestern war Familientag. Den organisieren wir einmal im Jahr. Und laden dazu die Brüder und Geschwister meiner Frau nebst Anhang und Sprößlingen ein. Also ein Familientreffen, welches über eine Vollversammlung der 4 Generationen, die - teilweise nur vorübergehend - in unserem Haus wohnen, hinaus geht.

    Die drei Geschwister meiner Frau - eine aus Bangkok, die andere aus Supanburi, die dritte aus der Nachbarprovinz - konnten kommen. Zuerst auch den Besuch in Udon mit einem Besuch im Wat Pa Ban Tad Wald-Tempel verbanden. Wo doch dort der 97jährige Luangta Maha Bua Yannasampanno eingeäschert - postmortal - wurde.

    Die Kernfamilie war komplett vertreten: Großvater/Großmutter, Meine Frau und ich, unsere Kinder, unser Enkelkind.

    Immer nett, so sehen, was aus dem Nachwuchs wird und mit denen zu versuchen, Englisch zu reden. Was in der Regel schiefgeht. Können ja nur lesen oder schreiben.

    Eine Kiste Bier in die Runde, Morlam-Sieng-CD in den Spieler, und schon fängt der lustige Teil des Abends an. Vorher gab es zunächst Suki Isaan, danach ein Lab Nüa, was lange nicht mehr so lecker geschmeckt hat. Dazu Muscheln und natürlich Klebereis und diverse Nam Priks. Gegrillte Gungs essen die Isaaner für ihr Leben gern. Dazu gibt es Nam Plao.

    Dann schmiß ich meine neue Kaen in die Runde und schon begannen die ersten Vorführungen. Während ich versprach, bald möglichst einen Kurs zu besuchen. Ein aufkommendes Gewitter vertrieb die Gesellschafter immer mehr in den Zwischengang, danach gar zurück ins Haupthaus. Wo alle halt auch übernachteten.

    Heute früh vormittags ging es dann zurück nach Supanburi und Bangkok. Freue mich auf das nächste Treffen im nächsten Jahr. Nachher fahren die letzten noch in Richtung Nachbarprovinz.

  7. #1996
    Avatar von waltee

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    ... Udon mit einem Besuch im Wat Pa Ban Tad Wald-Tempel verbanden. Wo doch dort der 97jährige Luangta Maha Bua Yannasampanno eingeäschert - postmortal - wurde.
    Für mich war dies eine weitere Offenbarung dass der Budhismus in Thailand auf Schein statt Sein ausgerichtet ist.

    So wurde die Million Thais, welche bei der bombastischen einem Koenig wuerdigen Bestattung dabei waren, per letztem Wille des 97jaehrigen Luangta Maha Bua Yannasampanno aufgefordert Gold zu spenden (und falls Geld dann damit Gold zu kaufen). Der Mammon soll dann der Nationalbank gestiftet werden.

    Wenn man nach 97 Jahren buddhistischer Lebenweise nur die Erleuchtung hat dass Gold/Geld wichtig ist dann stimmt etwas nicht. Und komm mir jetzt nicht mit der Begruendung dass es den Aermsten zu gute kommt. Eine Bank zaehle ich nicht zu den Aermsten!

    PS: Aber wenigstens durfte sich bei dieser Veranstaltung wieder Mal die Koenigin in der Hochburg der Rothemden praesentieren.

  8. #1997
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von waltee Beitrag anzeigen
    Für mich war dies eine weitere Offenbarung dass der Budhismus in Thailand auf Schein statt Sein ausgerichtet ist.
    Eher ein Beweis, wie schwer es den Farangs fällt, ein wenig von Thailand zu verstehen und zwar richtig.

    Ja, das Wat hat vorher schriftlich erklärt, dass alle Spenden, die die Gläubigen machen würden - und das Spenden ist ja wirklich ein Tambun, ein sich Verdienste verschaffendes Verhalten, das alle im Grunde ihres Herzens wollen, nur oft wegen einem Mangel an Geld nicht können - nicht dem Wat zugute kommen würden. Sie selbst leben ja bewußt in ganz ärmlichen Verhältnissen und kleinen Unterkünften.

    Nein, es sollte für "Thailand" gespendet werden. Auf dass es dem Müang Thai zur Verfügung stehen würde. Also anderen Thais, die dieses Geld bedürften aber evtl. auch Hilfeleistungen an von Tsunami betroffenen ausländischen Ländern. Halt für alle möglichen sozialen Projekte. Thai helfen Thai. Nicht nur lieben, denn da gibt es ja auch schon mal Verirrungen, die zur mia farang führen.

    Nun ist das Vertrauen - erst recht nicht im Isaan - in die nationale Regierung unter Führung des Britten Mark und seiner Gang nicht so groß, dass man vorschlagen würde, das Geld dem Finanzminister zu geben. Vielmehr kommt eine weitere Symbolik zum Tragen: Die thail. Zentralbank. Die gilt als unabhängig und unparteiisch und ist es ja auch als Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Also heißt es für die armen und ungebildeten Thais: Wir zahlen das in "unsere Bank" ein, die Bank der Thailänder. Vermutlich kriegt die öfter so Spendengelder und wenn dann gar noch ein regionalisierter Beirat existiert, dann haben die Geber-Provinzen sogar einen Einfluß darauf, wohin das Geld wieder zurückfließt.

    Wir hätten in D vielleicht auch die Deutsche Einheit durch Spendenaufrufe finanzieren sollen. Waren aber wohl uns zu sehr sicher, dass dies nicht lange vorhalten würde, das mit der plötzlichen Solidarität.

    Und was bei uns im Wald-Kloster ablief, das ist durchaus vergleichbar mit den gemeinnützigen Spendenaufrufen der kirchlichen aber auch privaten Wohlfahrtsverbände. Also Miserior, Adveniat, Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariterbund etc. etc. Die gibt es halt auch nur deshalb, weil selbst in D Spenden an die Regierungen so gelten, als könnte man die gleich abschreiben. Sind aber zumindest steuerbegünstigt.

    Und wenn dann in Thailand für die Verteilung der Spendengelder auch keine hauptberuflichen und hochbezahlten Funktionäre - wie bei den deutschen Wohlfahrtsverbänden - ihre Finger drinne haben, dann kann das die Thais bleibend überzeugen, dass die Spenden später auch die zu Begünstigenden erreichen. Was ja gerade in Thailand nicht ganz einfach ist, da doch jeder weiß - nur anscheinend die Farang IthOO nicht - dass der gesamte Staatsapparat von Korruption zerfressen ist.

    So bringen dann gar noch 97-jährige thail. Mönche evtl. die Farangs dazu, erst einmal zu beobachten, zu hören und dann zu verstehen, was wie in Thailand abläuft. Doch ein schöner Erfolg für den verstorbenen Mönch.

  9. #1998
    Avatar von waltee

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    ... und wenn dann gar noch ein regionalisierter Beirat existiert, dann haben die Geber-Provinzen sogar einen Einfluß darauf, wohin das Geld wieder zurückfließt.
    Eben, wenn (die Korruption in Thailand nicht waere) ...

    Und was haeltst du von der unverhaeltnismaessigen Show welche so gar nicht der buddhistischen Bescheidenheit und Tugend entsprach?

    PS: Letzte Woche wollte ich einen Deckenpadlom tambunen, wie frueher ein einfaches Modell ganz in Weiss. Es sollte aber einer mit geschmueckten (vergoldeten) Fluegeln sein auf die man den Spendernamen schreibt. Fuer ein schlichtes Modell muss 'man' sich anscheinend heutzutage schaemen. Also Schein ist wichtig, moeglichst golden!

  10. #1999
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von waltee Beitrag anzeigen
    Und was haeltst du von der unverhaeltnismaessigen Show welche so gar nicht der buddhistischen Bescheidenheit und Tugend entsprach?

    PS: Letzte Woche wollte ich einen Deckenpadlom tambunen, wie frueher ein einfaches Modell ganz in Weiss. Es sollte aber einer mit geschmueckten (vergoldeten) Fluegeln sein auf die man den Spendernamen schreibt. Fuer ein schlichtes Modell muss 'man' sich anscheinend heutzutage schaemen. Also Schein ist wichtig, moeglichst golden!
    Ich habe meine Frau schon angewiesen, dass man in meinem Falle bloß nicht so einen Aufwand betreiben soll. Meine Urne soll in den großen Betonsockel hinein, worauf der Hanuman steht. Davon habe ich dann die Küche und den Zwischengang immer im Blickwinkel.

    So etwas wie Deine Geschichte mit dem Padlom, und was dabei als schön oder als "angemessen" gilt, habe ich bislang noch nicht miterlebt. Wir machen hier auch weniger Sachspenden. Aber mir ist schon bewußt, dass das thailändische Schönheitsverständnis ein anderes ist als im postmodernen Europa. Und was früher als Minimum galt für ein Marien-Altärchen oder bloß ein Weihwasserbecken ist mir auch noch dunkel in Erinnerung. Da mußte die Spende "etwas hermachen" - mit anderen Worten: Spenden ist Sozialverhalten und eben nicht eine rein ökonomische Nutzenmaximierung.

  11. #2000
    Avatar von waltee

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Ich habe meine Frau schon angewiesen, dass man in meinem Falle bloß nicht so einen Aufwand betreiben soll. Meine Urne soll in den großen Betonsockel hinein, worauf der Hanuman steht. Davon habe ich dann die Küche und den Zwischengang immer im Blickwinkel.
    Hast recht, wichtig ist dass man seinen Humor nicht verliert wenn man auch manches Verhalten der Thais nicht verstehen kann: mai pen rai!

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