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Leben im Isaan

Erstellt von waanjai_2, 01.03.2009, 12:47 Uhr · 9.456 Antworten · 845.377 Aufrufe

  1. #1421
    Avatar von Phommel

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    Im übrigen bin ich der Meinung, dass wer im Isaan bzw. in Thailand leben möchte prinzipiell einen breiten Rücken braucht und nicht für alles was im Leben so anfällt einen Paten. Eigenständigkeit ist gefragt

  2.  
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  3. #1422
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Tipps zum richtigen Umgang mit Isaan-Ladies

    DER FARANG - Zeitung fr Urlauber und Residenten in Thailand

    Ratschläge für das Gelingen einer exotischen Thai-Farang-Beziehung

    Der Isaan, der Nordosten des Königreiches, gilt als das Armenhaus des Landes. Das unfruchtbare Land, verstärkt durch die langen Trockenperioden, gestattet nur eine Reisernte im Jahr. Dies jedoch nur auf den tiefergelegenen Feldern, auf denen sich das in der Regenzeit reichlich niederströmende Wasser lange genug sammeln kann. Außerdem mangelt es hier auch an besonderen Naturschönheiten, weshalb der liebe Gott das Land mit - zumindest für unsere Augen - besonders vielen hübschen Mädchen gesegnet haben mag.

    Als Folge der natürlichen Armut und dem Überschuss an hübschen jungen Mädchen rekrutieren sämtliche Bars in Bangkok und Pattaya ihr Personal fast ausschließlich aus dem Isaan. Der Farang, der sich hier in ein hübsches Barmädchen verliebt und ein paar Wochen oder vielleicht auch länger mit ihr zusammenlebt, wird es also mit großer Wahrscheinlichkeit mit einer Isaan-Lady zu tun haben. Im Folgenden sollen ein paar Ratschläge gegeben werden, die es dem Iiebeshungrigen Fremden erleichtern sollen, das Mädchen, das mit ihm nun nicht nur jede Nacht das Bett teilt, sondern auch tagsüber mit ihm zusammenlebt, zumindest etwas zu verstehen. Auch kann er sich selbst vielleicht manchen Ärger und Enttäuschung ersparen.

    Zunächst muss er sich erst einmal klar darüber sein, in welchem sozialen und kulturellen Umfeld das Mädchen aufgewachsen ist. Sie hat in einem kleinen Dorf gelebt, wo man zwar nicht gerade Hunger leiden musste, Reis pflanzt man selber an, und ein paar Fische aus den Tümpeln und Flüssen, wie auch Feldratten - das einzig jagdbare Wild - sorgten für die nötigen Beilagen. Aber Bargeld war hingegen immer äußerste Mangelware. Das Mädchen ist zwar sechs Jahre in die Dorfschule gegangen, aber gelernt hat sie in einer Klasse mit fünfzig Mitschülern außer Lesen und Schreiben nicht gerade viel.

    Des schönen Geldes willen nach Pattaya

    Um in ihrem Dorf ein bisschen Bargeld zu verdienen, muss sie sich vielleicht den ganzen Tag für 150 Baht bei glühender Hitze auf einer Zuckerrohrplantage abquälen. Oder wenn sie Glück hat für auch nicht mehr Geld in der nächsten Stadt in einer Fabrik arbeiten. Doch eines Tages trifft sie plötzlich eine Freundin, die in Pattaya arbeitet und für ein paar Tage zur Mönchsweihe ihres Bruders nach Hause gekommen ist. Sie zeigt ihr nun stolz ihre Goldketten und schönen Kleider vor und erzählt ihr, wie leicht es ist, ohne schwer zu arbeiten in Pattaya ein Vielfaches dessen zu verdienen, wofür sie hier den ganzen Tag hart schuften muss. Auch die Familie ist sofort damit einverstanden, dass sie sich nun entschließt, mit ihrer Freundin in die Touristenmetropole zu gehen und dort viel Geld zu verdienen. Denn davon wird sie wie üblich einen Teil nach Hause schicken und so zum Unterhalt der gesamten Familie beitragen. Der Umstand, dass das liebe Kind nun, um das schöne Geld zu verdienen, mit jedem x-beliebigen Farang ins Bett zu gehen, ist der Familie zwar durchaus bewußt, wird jedoch einfach verdrängt. Warum dieser uns Farangs besonders befremdende Aspekt - denn wer von uns würde schon seine Tochter auf die Straße schicken, um für die Familie Geld anzuschaffen - die Familie überhaupt nicht stört, ist mir auch nach vielen Jahren im Isaan immer noch nicht klar geworden. Aber es ist nun mal so, und der Farang tut gut daran, sich daran nicht zu stören, sondern es als Fakt hinzunehmen. Genau so wie viele andere Dinge, die dem Europäer zwar mehr oder weniger gegen den Strich gehen, für seine Isaan-Lady hingegen selbstverständlich sind, und sie sauer reagieren lässt, wenn sie deswegen dauernd korrigiert wird. Oder wenn man ihr zu verstehen gibt, dass bestimmte thailändische Darstellungen und Gebräuche lächerlich oder gar abscheulich sind.

    Nun kommt dieses von der europäischen Kultur noch völlig unberührte Mädchen an eine Bar und sieht dort, wie die Farangs für ein Getränk genauso viel ausgeben, wie sie bisher mit harter Arbeit den ganzen Tag verdient hat. Sie gewinnt also sofort den Eindruck, dass die Farangs nur so vor Geld stinken. Zwar ist sie noch recht schüchtern. Aber wenn sie zu viel Probleme hat, ihre natürliche Schüchternheit zu überwinden und mit ihrem ersten Kunden ins Hotel mitzugehen, helfen die anderen Bar-Mädchen und die Mamasan mit massivem Zureden nach. Wenn diese Schwelle aber erst einmal überwunden ist, dann hat sie zumindest keine moralischen Bedenken mehr, ihren Körper zu verkaufen. Oder zutreffender gesagt, zu vermieten. Doch steckt immer noch ein Teil natürlicher Scham in ihr drin. Das erkennt der Farang leicht daran, dass, selbst wenn er ein Mädchen abschleppt, das in einer Go-Go-Bar halb - oder auch ganz nackt tanzt, wenn sie im Hotelzimmer aus der Dusche kommt, ihre hübschen Brüste unter einem Handtuch versteckt und stets darauf besteht, das Licht auszumachen, bevor es „zum Geschäft” geht. Andere Mädchen, die vielleicht schon seit vielen Jahren im Bar-Gewerbe arbeiten, bringen ihr nun nicht nur die nötigen paar Brocken Englisch, wie „What is your name?” oder „Where you come from?” bei, die sie für das Geschäft braucht, sondern auch, dass sie aus dem europäischen Kunden viel Geld rausholen kann und wie sie das am geschicktesten anstellt. Das Mädchen lernt sehr schnell, und je länger sie in diesem Geschäft drin ist, desto besser gelingt es ihr, den Farang abzuzapfen. Denn dazu ist sie ja schließlich hierher gekommen.

    Oberstes Ziel: Bargeld und Goldketten

    Auch der Farang, der sich eventuell in sie verliebt, ist für sie zunächst nur ein Objekt wie all die anderen, denen sie vorher ihre Gunst geschenkt (verkauft) hat. Zwar wird sie ihr hübsches Äußeres und die anschmiegsame Art der Isaan-Mädchen mehr unbewusst einsetzen, vielleicht ist der Farang auch ein netter Typ, und es bereitet ihr selber Spaß, dabei vergisst sie jedoch nie ihr eigentliches Ziel: Nämlich möglichst viel aus ihm rauszuholen. Das sind zum Beispiel Bargeld und Goldketten. Oder aber - wenn ihr Kunde gut bei Kasse und schrecklich verliebt ist – auch ein Handy oder gar ein Motorrad.

    Wenn jedoch der Geldfluss nicht oder nicht mehr so richtig fließen will, dann gibt es, natürlich ebenfalls von den lieben Freundinnen beigebracht, bewährte Standardrezepte, wie die Mitteilung, dass die Mutter plötzlich schwer erkrankt ist oder der einzige Wasserbüffel gestorben ist, um das Mitleid des Farangs zu erwecken und seine Brieftasche zu öffnen.

    Som Tam statt edlen Hummer

    Was aber in ihren Augen gar nicht zählt, ist zum Beispiel, wenn der Farang sie mit in ein nobles Restaurant schleppt und sie mit Steak oder sonstigen teuren Delikatessen voll stopft. Denn viel lieber würde sie eine Portion ihres Nationalgerichtes Som Tam (scharfer Papaya-Salat mit Fischsoße) für 20 Baht die Portion verputzen. Der Farang muss sich jedoch von Anfang an darüber klar sein, dass die gegenseitigen Gefühle und Motive auf zwei völlig verschiedenen Ebenen liegen. Während er sich in das Mädchen verliebt hat und das Zusammensein mit ihr und natürlich besonders das Zusammenschlafen genießt, ist für sie hingegen die ganze Beziehung vor allem Arbeit. Natürlich ist auch sie lieber mit einem netten Kerl zusammen, der sie verwöhnt und wie ein rohes Ei behandelt, als mit einem Rüpel, der sie lediglich als 5exualgegenstand betrachtet. Doch wird sie nie ihr Ziel, Geld zu verdienen, aus den Augen verlieren. Wenn sie etwas länger zusammen sind, wird er sie irgendwann fragen, ob sie ihn wirklich liebt. Dann wird sie, wenn sie ehrlich ist, antworten: ,,Warum sollte ich dich nicht lieben, wo du mir doch Geld gibst und mich gut behandelst“.

    Eine Thai, die an einer Bar arbeitet, verkauft zwar ihren Körper, aber mitnichten ihr Herz. Das heißt jedoch nicht, dass sie nicht auch schrecklich eifersüchtig sein und dabei sogar richtig ausrasten kann. Doch nicht aufgrund der Furcht, den geliebten Menschen, sondern vielmehr den Finanzierer und dazu noch ihr Gesicht zu verlieren, wenn ihre Freundinnen sehen, dass ihr Mann sie für eine andere Frau sitzen ließ. Nach nur wenigen Wochen ist das erste Stadium abgeschlossen. Der Farang fliegt zurück in die ferne Heimat, wo er dann jede Nacht von seiner Liebsten in Thailand träumt, vor Sehnsucht fast vergeht und ihr lange Briefe schreibt. Sie hingegen wird den Briefkontakt nutzen, um den Geldsegen nicht abreißen zu lassen. Dazu dienen dann wieder die bekannten, an das Mitleid appellierenden Phrasen: Mutter im Krankenhaus, Kind muss operiert werden u.s.w. Vielleicht wird sie am ersten Tag seiner Abreise betrübt sein oder auch ein paar echte Tränchen vergießen. Denn nun ist ja der nette Typ und mit ihm das schöne Geld nicht mehr da. Sie muss wieder an der Bar hocken und versuchen, einen neuen Kunden einzufangen. Dabei wird ihr aber keinesfalls das Herz brechen. Dies umso weniger, je schneller sie Ersatz findet.

    Natürlich möchte er, dass sein Schatz nicht mehr jede Nacht an der Bar hockt und mit x-beliebigen Männern schläft. Dazu ist sie auch gerne bereit, wenn er ab sofort für ihren Unterhalt aufkommt. Also verspricht er, ihr jeden Monat einen ausreichenden Betrag für ihren Lebensunterhalt zu überweisen. Sie verspricht ihm dafür, sofort an der Bar aufzuhören und nach Hause zu fahren. Oder er nimmt sie mit nach Europa: Entweder für einen dreimonatigen Aufenthalt, oder gar um sie zu heiraten. Dabei müssen ihm jedoch folgende Szenarien bewusst sein...

    ...Beispiel 1: Besuch der Eltern

    Zunächst fährt er mit seiner Freundin nach Bangkok und von dort mit dem Überlandbus fünf bisn zehn Stunden nach Korat, Surin, Ubon oder Udon. Wenn das Heimatdorf des Mädchens in der Nähe eines Flughafens liegt, wird eventuell auch geflogen. Vom Busbahnhof oder dem Flughafen geht es dann mit dem Taxi in das Heimatdorf des Mädchens. Im Dorf angekommen, wird er von der gesamten Familie sowie den Nachbarn, das ist in der Regel auch alles Familie, herzlich willkommen geheißen. Die clevere Tochter hat es nun nicht nur geschafft, in Pattaya Geld zu verdienen. Ihr ist es sogar gelungen, einen leibhaftigen Goldesel mit in ihr Dorf zu schleppen. Die Familie setzt jedoch in der Regel voraus, dass der Farang, der die Strapazen der weiten Anfahrt und des Aufenthalts in einer Thai-Hütte auf sich genommen hat, auch beabsichtigt, in Zukunft mit der Tochter zusammen zu bleiben oder sie gar zu heiraten. Nach Thai-Selbstverständnis bedeutet das wiederum, dass er den Eltern eine beträchtliche Geldsumme zukommen lässt. Denn auch heute ist es in Thailand immer noch Brauch, die Braut den Eltern abzukaufen. Schließlich haben sie sich ja viele Jahre Mühe gegeben, das Kind groß zu ziehen. Vielleicht wird er auch einen Motorpflug kaufen oder eine fällige Hypothek bei der Bank ablösen. Aber auch der Bau eines Eigenheimes für die Tochter wird in der Regel diskutiert. Eventuell wird sogar ein Grundstück besichtigt und für diesen Zweck gekauft.

    Wie lange er es unter den wohnungsmäßigen sowie hygienischen Verhältnissen eines Thai-Haushaltes aushält, hängt von seiner Konstitution ab. Sieben Tage dürften - von Ausnahmen einmal abgesehen - die Schmerzgrenze sein. Denn der Farang langweilt sich zu Tode: Er kann zwar jeden Tag mit der Familie und den Nachbarn saufen, aber sich mit niemandem außer seiner Freundin unterhalten, da kein Mensch Englisch spricht. Auch das Mädchen ist froh, wenn es nach ein paar Tagen wieder nach Pattaya zurückkehrt, denn das Dorfleben ist auf die Dauer auch nicht mehr ihr Geschmack. Vor allem dann, wenn sie anstatt mit ihren Freundinnen zu klönen den ganzen Tag den Farang mit sich rumschleppen und ihm alles erklären muss. Zurück in Pattaya, geht der Betrieb wie gehabt weiter, nur dass jetzt die Bindung des Farangs an seine Herzallerliebste noch enger geworden ist, mit allen finanziellen Folgen. Häufig ergibt sich dann daraus das...

    ...Beispiel 2: Die „brave“ Frau

    Die Isaan-Lady verspricht dem verliebten Farang, der natürlich nicht möchte, dass sein Mädchen weiter mit anderen Männern schläft, ab sofort ganz an der Bar und mit dem unmoralischen Leben aufzuhören und in ihrem Heimatdorf auf seinen nächsten Besuch zu warten. Oder aber sie wird zwar in Pattaya auf ihn warten, aber ebenfalls sofort aufhören, an der Bar zu arbeiten und ihr Geld damit zu verdienen, mit Kunden zu schlafen. Sie wird ihm versprechen, sich in Zukunft brav auf ihrem Zimmer aufzuhalten und dieses nur einmal täglich für den Englischuntericht zu verlassen. Er verspricht ihr dafür, in Zukunft für ihren Unterhalt und den ihrer Kinder aufzukommen. Denn er wird an der Bar kaum eine Frau kennenlernen, die nicht ein oder mehrere Kinder hat und diese bei der Mutter deponiert hat.

    Englisch-Unterricht “mal anders”

    Der Farang kommt auch für die Kosten ihres Zimmers auf, und meist auch noch für die Kosten eines Englischunterrichts, damit er sich bei seinem nächsten Besuch in Thailand besser mit ihr unterhalten kann. Sie verspricht ihm hingegen, ihr in seinen Augen unmoralisches Leben aufzugeben und sofort mit der Arbeit an der Bar aufzuhören. Das Mädchen denkt jedoch gar nicht daran, in ihr Dorf zurückzukehren und dort zu versauern, sondern arbeitet, wenn ihr Freund weg ist, wie bisher an der Bar und wohnt weiterhin mit zehn Freundinnen in der vom Barbesitzer kostenlos zur Verfügung gestellten Unterkunft. Nur der Englischunterricht wird nicht gestrichen, wobei aber in der Regel alle 14 Tage der Lehrer wechselt. Dafür nehmen die Farangs dann aber auch kein Geld, sondern bezahlen sogar noch dafür.

    Die Briefe, die ihr Freund an ihre Heimatadresse schickt, in der Meinung, dass sein Schatz nun dort auf ihn wartet, werden von einer Freundin mit nach Pattaya gebracht und von dort beantwortet. Allein der Umstand, dass die Perle einen halbwegs verständlichen Brief schreibt, kann als Indiz dafür gelten, dass sie Pattaya nicht verlassen hat. Denn sie kann nicht genug Englisch und würde auch in ihrem Dorf niemanden finden, der solch einen Brief schreiben könnte. Ich habe selbst einmal erlebt, wie ein Mädchen mit fünf Briefen von fünf verschiedenen Farangs zu mir kam und mich bat, sie ihr vorzulesen und zu beantworten. Aus dem lnhalt der Briefe begriff ich recht schnell, dass sie bei allen Männern auf der Gehaltsliste stand. Als ich sie fragte, was ich denn nun in den Antwortbriefen schreiben sollte, meinte sie: ,,Schreib du doch einfach, was du denkst. Du weißt doch besser als ich, was in so einen Brief rein gehört”. Mir blieb dann nur übrig zu fragen, ob denn nun der tote Büffel oder die kranke Mutter als Grund für eine zusätzliche Geldüberweisung herhalten sollte.

    Dazu gehört natürlich ein gutes Dispositionsvermögen, um zu verhindern, dass sich zwei Farang-Besuche überschneiden. Doch ab und zu kommt es dann mal dazu. Man kann nicht ein paar Tage in Pattaya sein, ohne einen Typ zu treffen, der am Boden zerstört ist, weil er voller Sehnsucht und Vorfreude nach Pattaya kam, nur um seinen Schatz fest in den Händen eines anderen Farangs anzutreffen. Solch ein Jonglieren mit verschiedenen festen Bekanntschaften erfordert natürlich auch eine entsprechende Anzahl verschiedener Sparbücher, damit der Farang nicht bei der Kontrolle über Geldüberweisungen stolpert, die nicht von ihm stammen. All diese Probleme vermeidet man natürlich bei...

    ...Beispiel 3: Ab nach Deutschland

    Man lässt das Mädchen nicht alleine zurück, sondern nimmt sie zum Besuch mit nach Deutschland, oder um dort mit ihr zu leben beziehungsweise zu heiraten. Empfehlenswert ist zunächst immer nur ein Besuch, damit die Zukünftige feststellen kann, ob sie sich in der Heimat ihres Bräutigams überhaupt wohlfühlt. Ist dies der Fall und kommt es wirklich zu einer Ehe, dann muss er sich vor allem bewusst machen, dass, wer eine Thai-Frau heiratet, auch zwangsläufig die ganze Familie mit heiratet. Damit sind nicht nur etwa vorhandene Kinder, sondern auch Vater und Mutter sowie jüngere und ältere Brüder gemeint. Er hat, als er die Eltern besuchte und ihre Erlaubnis einholte, ihre Tochter zu heiraten, eine beträchtliche Geldsumme abgedrückt. Nun sieht er es nicht ein, dass er auch weiterhin der Zahlmeis ter der Familie sein soll.

    Zusammenfassende Ratschläge:

    Wenn Du mit einer Isaan-Lady zusammen bist, nimm sie so wie sie ist und versuche, daraus soviel Freude zu gewinnen wie möglich. Wenn Du jedoch in Versuchung kommt, das Tun und Lassen Deiner Freundin, oder auch das allgemeine Verhalten der Barmädchen mit unseren westlichen Moralvorstellungen zu be- oder gar zu verurteilen, liegst Du völlig daneben und wärst besser in Frankfurt, Hamburg oder München geblieben. Tipp: Sei vorsichtig mit dem Verlieben. Mache Dir immer bewusst, dass Du für das Mädchen der Geldbringer und nicht die große Liebe bist. Sollte Dir das schwer fallen, dann stell Dich einmal im Spiegel neben Dein Mädchen und versuche, Dir selbst nichts vorzumachen. Solltest Du aber wirklich eine ernsthafte und dauerhafte Beziehung beabsichtigen, dann kann das nur gelingen, wenn beide Partner sich ernsthaft bemühen, in etwa ein Gleichgewicht in den gegenseitigen und oft völlig unterschiedlichen Anforderungen an den anderen zu halten. Versuche, die Lebensart der Thais im Allgemeinen, und das Verhalten Deiner Freundin im Besonderen aus ihrer Herkunft und Umwelt zu verstehen oder zumindest zu dulden. Dazu zählt auch, dass Du nicht knickrig bist, die Taschen aber nur so weit aufmachst, dass es Dir nicht weh tut oder gar Deine Ersparnisse ruiniert. Dazu gehört aber auch, dass Du Dir ihre Familie vorher ansiehst. Denn Du hast sie in Zukunft am Hals, ob Du willst oder nicht. Das Dümms-te, was ein Farang tun kann, ist, sich in Pattaya in eine Barlady zu verlieben und sie zum Heiraten nach Deutschland zu entführen, ohne ihre Familie zu kennen und zumindest ein paar Tage bei ihr zu Hause verbracht zu haben.

  4. #1423
    Avatar von waanjai_2

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    Zitat Zitat von Bajok Tower Beitrag anzeigen
    Wenn Du mit einer Isaan-Lady zusammen bist, nimm sie so wie sie ist und versuche, daraus soviel Freude zu gewinnen wie möglich.
    Ja, so ist das Leben mit seiner Frau im Isaan.
    Die Farangs kaufen sich zumeist auch ein Baströckchen, um dann im Uni5ex-Stil herum zulaufen. So ein Baströcken kann man auch schneller herunterlassen als eine ordinäre Unterhose.

    Das Leben in D ist allerdings kaum zu empfehlen. Da fehlt es einfach an Nachschub an Grundlebensmitteln. Zwar gehören in jede gute deutsche Küche einige Küchenschaben und eine Handvoll Mehlwürmer. Aber das alles ist nichts gegen die Artenvielfalt und Geschmacksintensität thail. Insekten und Ungeziefer. Von daher empfiehlt es sich, dort zu wohnen und zu essen. Die Ameisen-Saison (Rote Ameisen) ist jetzt zwar vorbei, aber die Saison der ganzen Frösche steht kurz bevor. Die Reisfeld-Ratten kommen noch später.

    Früher sagte man in Europa zu Leuten mit Lebensqualität, die lebten wie Gott in Frankreich. In Thailand lebt man im Isaan wie die Made im Speck. Einfach köstlich.

  5. #1424
    Bajok Tower
    Avatar von Bajok Tower
    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen
    Das Leben in D ist allerdings kaum zu empfehlen
    In Deutschland lebt man ja auch nicht, in Deutschland existiert und arbeitet man.

  6. #1425
    Avatar von Phommel

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    Ich habe ein aktuelles Statement von jemandem gefunden, welches zeigt wie glücklich man im Isaan leben kann.

    Hätte ich hier in Thailand keine Internetverbindung, dann könnte ich mir gleich eine Kugel in den Kopf schiessen.
    Familie Lange in Thailand


    Ich mag seine Ehrlichkeit zu gewissen Themen.

  7. #1426
    Avatar von waanjai_2

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    Heute war mal wieder was Politisches los. Auf dem Tungsi Mueang, dem städtischen Festplatz. Das Innenministerium unter Kontrolle der einstigen Newin-Fraktion - der heutigen Bhumjaithai Partei - organisierte so etwas wie eine Kontrast-Demo zu den Rothemden-Demos. Dieses Mal tauchten sie nicht in blauen Hemden auf - ein wenig verpönt seitdem die in Pattaya beim ASEAN Meeting mit den Gewalttätigkeiten begonnen hatten - sondern wiederum dem König folgend in Rosa. Nachdem der sich wiederum nicht mehr in Gelb zeigt.
    Sie wurden mit einer großen Menge von Bussen herangekarrt. Da auch keine Garküchen mitgebracht wurden, muß es zusätzlich zum kostenlosem Transport Handgeld fürs Essen gegeben haben. Aber nicht alle blieben brav auf dem Festplatz, viele streunten durch die Stadt, wo ich mich am Nachmittag auch aufhielt.

    Wenn man sich ein wenig auskennt, dann hat man so seine Vermutungen, wenn man Grüppchen von Funktionären - an den Abzeichen zu erkennen - in ganz bestimmte Richtungen bummeln sieht. Ich denen nach und alles endete im größten Waschsalon für Männer. So hatten die Damen im Fischbowl auch etwas von den Königstreuen zu erwarten. Und die Demo bekam ihre unterhaltsame Seite.

    Aber das stand nicht in den Medien:
    http://www.bangkokpost.com/news/poli...o-counter-reds

  8. #1427
    petpet
    Avatar von petpet
    Zitat Zitat von Phommel Beitrag anzeigen
    Ich habe ein aktuelles Statement von jemandem gefunden, welches zeigt wie glücklich man im Isaan leben kann.



    Familie Lange in Thailand



    Ich mag seine Ehrlichkeit zu gewissen Themen.
    Wobei dann noch die Frage zu beantworten bleibt, warum er sich nicht in den nächsten Flieger Richtung Heimat schwingt! Muss sicherlich was mit einer intensiveren Form der Selbstkasteiung zu tun haben. Sicherlich einer der vermeidlichen Hauptgründe für die weit über 20.000 hier lebenden Expatriates, doch noch ein wenig durchzuhalten. Wo`s doch woanders soviel schöner und besser wäre!

  9. #1428
    Avatar von waanjai_2

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    Heute mal etwas ganz anderes. Thema Aufbewahrung von Hardware unter den klimatischen Bedingungen der Tropen - hier ganz besonders des Isaan, wo wir geradezu als Markenzeichen in der Trockenzeit sehr viel allerfeinsten Staub in der Luft haben. [Der ja bekanntlich bei Sonnenuntergang zu dem viel bewunderten Phänomen der "Roten Sonne - Tawang Daeng" führt].

    Ohne also hier großartig etwas zur Computerkunde beitragen zu wollen, nur ein Beispiel, wie ich inzwischen die Aufbewahrung meiner externen USB-Festplatten organisiert habe.

    Es gibt 3 Unterfragen
    1. Wie löse ich das jedes Jahr größer werdende Problem derZuordnung von Strom- und Verbindungskabel zu den einzelnen Festplatten, von denen ich jedes Jahr eine neue nach Thailand mitbringe, teilweise aber auch schon in Thailand kaufe?
    Für jede Festplatte gibt es ein zweckentfremdetes Mäppchen für Schreibutensilien für Schüler. Die billigste Ausführung, die hierfür erforderlich ist, kostet gerade mal 35 Baht bei Lotus/Tesco.
    Nach Auszeichnung der Schreibmäppchen sieht das so aus:



    2. Alle externen Festplatten kommen inkl. ihrer Standfüße mit den Mäppchen in eine größere, fahrbare Plastik-Kiste, die es in nahezu allen Superstores gibt. Die kann man nahezu staubfrei verschließen. Ob ich da auch noch besondere Maßnahmen zur Eindämmung von Luftfeuchtigkeit unternehmen werde, steht noch in den Sternen. Eine der Festplatten habe ich in Thailand gekauft. Erkennungsmerkmal? Bei der rosten die Schrauben des Gehäuses, nachdem die mehrere Monate neben dem PC gestanden hatte.

    3. Die externen Festplatten sind wie die Sammlungen von auf CDs/DVDs gebrannten Inhalten in einem Katalog-Programm erfaßt. Die Suche erfolgt also immer über die Kataloge diverser Inhalte - Movies, Dokumentationen, Software, E-Books, Photos etc. Dies ist unverzichtbar, denn ansonsten müßte jede externe Festplatte nur einen einzigen Typ von Inhalt haben, was ein nahezu ständiges Umkopieren zwischen Festplatten bedeuten würde. Ich verwende das Katalog-Programm WhereIsIt.

  10. #1429
    Avatar von franky_23

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    Zitat Zitat von waanjai_2 Beitrag anzeigen

    Ohne also hier großartig etwas zur Computerkunde beitragen zu wollen, nur ein Beispiel, wie ich inzwischen die Aufbewahrung meiner externen USB-Festplatten organisiert habe.
    Die zentrale Frage dürfte doch sein, für was die Mäppchen sind, da die HD´s ja nicht reinpassen

    braucht da jede eine Spannungsversorgung? Schlechter Kauf, ....

    [/QUOTE]

    Du agierst umständlich. Wenn diese hochmoderne Organisationionsstruktur auf die Isaaner abfärbt, dann wird die real existierende globale Welt zu einem nichtüberbrückbaren Quantensprung

  11. #1430
    Avatar von tomtom24

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    Zitat Zitat von petpet Beitrag anzeigen
    Wobei dann noch die Frage zu beantworten bleibt, warum er sich nicht in den nächsten Flieger Richtung Heimat schwingt!
    Ich hatte mal aehnlich gedacht. Und sich in ihn hinein versetzen faellt auch mir schwer, da die Gruende, die mich nach Asien gebracht haben ganz andere sind, da ich juenger bin und da ich schon immer Auswandern wollte. Ausserdem hatte ich nie die Art Lebenserfahrung wie er.

    Allerdings habe ich durchaus schon mit Leuten gesprochen, die vielleicht ein aehnliches Leben oder Lebensgefuehl haben. Und was bleibt ihm denn als Alternative? Deutschland hatten er und seine Frau ja versucht. Aber dort hatte sie sich nicht wohlgefuehlt. Somit kann man sagen, dass er aus Liebe zu seiner Frau in den (fuer ihn) sauren Apfel gebissen hat und sich fuer ein Leben in Thailand entschieden hat.

    Und so wie es scheint, ist das wohl das kleinere Uebel. Denn so wie ich das verstehe, bestuende bei einem gemeinsamen Leben in Deutschland die Gefahr, dass seine Ehe zerbricht. Und dann haette er - so wie ich es verstanden habe - ein sehr einsames Leben als Alternative in Deutschland.

    Und phommel bspw. weiss das. Warum er das also hier und jetzt wieder aufgewaermt hat, kann eigentlich nur daran liegen, dass er provozieren will. Aber wie auch immer. Gut, wer kritisiert (so wie derjenige, um den es geht), muss sich klar darauf einstellen, dass auch kritik dagegen kommen. Aber er hat ja auch schon mehrmals zu verstehen gegeben, weshalb er hier ist. Und ich finde, das sollte man auch anerkennen.

    Ich finde es gut, wenn jemand versucht, zu seinem Lebensabend nicht in der Versenkung zu verschwinden sondern versucht, ein einigermassen akzeptables Leben zu fuehren. Selbst wenn er dann Lebensumstaende akzeptiert, die ihm weniger zusagen

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