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Leben in Chiang Mai

Erstellt von x-pat, 03.04.2012, 06:01 Uhr · 2.143 Antworten · 186.786 Aufrufe

  1. #1551
    Avatar von papa

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    Ein Hardtail-Bike ist unter normalen Umständen nicht langsamer als ein "richtiges" Rennrad - vorausgesetzt es ist nicht erheblich schwerer (und damit scheiden Räder mit Federgabel aus). Ich konnte schon immer sehr gut mit Rennrädern mithalten - Rennradler gehen ja auch nur vorübergehend in die tiefe Position, wenn sie angreifen. Normalerweise fahren sie aufrechter sitzend, wie auch auf einem guten Straßenrad.

    Um die Gewichtsfrage ins rechte Licht zu rücken, muss man sich mal vorstellen, man isst am Abend vor der Fahrt etwas viel Salz. Der Körper hält daraufhin mit Leichtigkeit ein bis anderthalb Liter Wasser mehr, als ohne das Salz. Bang, 1,5 Kilo. Dann macht man noch eine zweite Trinkflasche ans Rad und hat auf einen Schlag insgesamt 2 Kilo Mehrgewicht. Die merkt man - kaum ... sogar leicht bergauf fällt der Windwiderstand mehr ins Gewicht als ein halbes oder ein Kilo.

    Also, 10 Kilo sind ein guter Richtwert, und man kriegt preiswerte, gute Räder mit diesem Gewicht. Ich würde sagen, ab 9 Kilo werden die Räder teuer - unter anderem auch, weil an die Leichtgewichte dann von Haus aus teuerere Komponenten angebaut werden, und die braucht kein Mensch wirklich. Allerdings halten die teueren Komponenten erheblich länger (Kette, Kassette, Kettenräder aber auch die Derailleure).

    Wo man ganz schnell Gewicht sparen kann ist wenn man sich die gefederte Gabel spart. Also vorne und hinten ohne Federung, so wie's früher üblich war. Und das klappt auch heute noch sehr gut. Eine gefederte Gabel ist. m.E. überhaupt nur bei schnellen Downhills von Nutzen, und dort wiederum braucht man dann eine teurere, bei der die Losbrechraten so gering sind, dass bei dem geringen Fahrradgewicht überhaupt schon eine nennenswert kontinuierliche, sanfte und dem Oberflächenprofil tatsächlich folgende Federbewegung stattfindet.

    "Hardtail" bedeutet lediglich, dass es hinten ungefedert ist. Es muss kein Mountainbike sein. Aber - Hardtail sind eigentlich alle Straßenräder, auch die meisten guten Mountainbikes. Die sind ja meistens auch nur vorne gefedert.

    Das Gewicht eines guten, schnellen und in unserem Privatiersumfeld konkurrenzfähigen Bikes sollte um die 10 kg liegen. 9 bis 10,5 würde ich sagen. Man darf ja nicht vergessen, dass Gewichtsersparnis manchmal auch mit weniger Stabilität einhergehen kann.

    Ich fahre ein Merida Speeder 300 D, und Räder dieser Klasse und Bauart sind für mich ein guter Kompromiss zwischen Preis und Leistung (vorher hatte ich ein Trek 7900). Das 300 D wiegt um die 10 Kilo, die Felgen sind ausreichend stabil auch für schlechte Wege und Schlaglöcher. Bei Rennrädern sind sie etwas weniger stabil, auch weil die weniger Speichen haben. Ich bin schon durch etliche Löcher geknallt (aus Versehen) und habe weder Ei noch Achter in den Felgen (70 Kilo Fahrergewicht).

    Das Merida (das ich hier nur stellvertretend für eine ganze Produktklasse von Fahrrädern nenne, es gibt viele andere Räder dieser Klasse und Bauweise von anderen Herstellern), funktioniert für mich seit ca. 4500 Kilometern sehr gut. Es kostet neu je nach Bezugsquelle zwischen 20000 und 23000 Baht, wobei Sparfüchse es sicher auch noch billiger finden.

    Das einzig Unzulängliche war für mich der Sattel, den ich durch einen Selle Italia Flite ersetzt habe. Die Reifen (Conti Sport Contact II) sind schon ab Werk mit einer Schutzlage ausgestattet und man kriegt nicht so schnell einen Platten. Ich habe jetzt Conti Gator Hardshells drauf, die sind noch besser geschützt.

    Um eine Hausnummer zu nennen, ich fahre über eine ziemlich hügelige 30 km-Straßenstrecke (Rundkurs) ca. einen 27,5er Schnitt. Also dieser Radtyp ist schnell genug.

  2.  
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  3. #1552
    Avatar von papa

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    Hab noch was vergessen - die Radgröße (26, 28, 29) hat nichts mit deiner Körpergröße zu tun. 28er und 29er sind sicher die schnellere Wahl, außer wenn es im Gelände auf extreme Wendigkeit ankommt. Für die Eignung für Dich ist die Rahmengröße wichtig.

    Bei einer Körpergröße von knapp über 170 cm passt eine Rahmengröße von ca. 49 cm/19 Zoll. Ich fahre im Moment 47 cm weil's die 49 nicht gab, und bin auch zufrieden. Kleinere Rahmen sind ja auch immer etwas leichter (ok, ein paar Gramm ).

    Eigentlich kommt es gar nicht auf die Rahmenhöhe an (das stellt man ja dann mit der Sattelstütze ein. Obwohl es natürlich nicht schlecht ist, wenn man auf dem Boden stehend noch ein paar Millimeter Pufferzone zum Oberrohr hat ). Wichtiger ist der Abstand zwischen Lenker und Sattel, aber den misst man normalerweise nicht, sondern geht halt nach der Rahmenhöhe (funktioniert ja auch seit Jahrzehnten sehr gut so).

    Ich würde mir auch mal den Radstand anschauen, die Schrägstellung der Gabel oder noch besser wenn denn mit Maßen angegeben, den Nachlauf In englischen Tabellen wahrscheinlich castor genannt). Ein langer Radstand und eine schräge Gabel/ein größerer Nachlauf sorgen meistens für guten Geradeauslauf, aber auch für ein wenig weniger Wendigkeit.

    Wichtig ist auch die Steifigkeit des Rahmens und der Gabel. Wenn die Rohre nicht verwindungssteif sind, hilft der längste Nachlauf nichts, das Rad wird bei schnellen Bergabstücken schlingern.

  4. #1553
    Avatar von x-pat

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    Man merkt, dass @papa aus der der Rennradwelt kommt. Die genannte Rahmenhöhe von 19" gilt nämlich für Rennräder. Auf dem Mountainbike wäre bei einer Körpergröße von 170cm ein 16"/41cm Rahmen die richtige Größe. Besser wäre es die Schrittlänge zu messen und den Wert mit 0.665 (für Rennräder) bzw. 0.226 (für MTBs) zu multiplizieren, dann erhält man die Rahmenhöhe in Zoll. Noch besser: ausprobieren und/oder vermessen lassen.

    Was Federgabeln angeht, könnt ihr euch ja mal den Videoclip anschauen. Das ist ein Rennen aus den 90ern, als man noch mit starren Gabeln unterwegs war. Da legen sich die Teilnehmer gleich reihenweise auf den Schotter, obwohl das wirklich keine technisch anspruchsvolle Strecke ist. Das liegt teilweise am fehlenden Können, aber zum größeren Teil an der fehlenden Federung.

    Natürlich braucht man auf glatten Asphaltstraßen keine Federung. Wenn es allerdings auch nur ein wenig rauher wird, erhöht eine Federgabel Fahrkomfort, Traktion, und Fahrsicherheit. Jeder der schon mal zwei Stunden auf steinigen Wegen unterwegs war und dann mit schmerzenden Handgelenken absteigt, wird das nachvollziehen können.



    Cheers, X-pat

  5. #1554
    Avatar von papa

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    Eigentlich keine Rennräder, aber sportliche Straßenräder. Die 19 Zoll gelten tatsächlich für Straßenräder. Ich würde aber auch beim MB zu 17 Zoll raten. Mir sind 16-Zöller zu klein, aber ich fahre auch hauptsächlich auf der Straße

  6. #1555
    Avatar von lucky2103

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    Also, ich glaube, es wird das hier werden (aber mit Zeitfahrlenker):




    http://www.amazon.de/Rennrad-Da-Vinc...hu-rd_add_1_dp

  7. #1556
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von papa Beitrag anzeigen
    Eigentlich keine Rennräder, aber sportliche Straßenräder. Die 19 Zoll gelten tatsächlich für Straßenräder. Ich würde aber auch beim MB zu 17 Zoll raten. Mir sind 16-Zöller zu klein, aber ich fahre auch hauptsächlich auf der Straße
    Bei 170cm Körpergröße geht sicher auch ein 17" MTB Rahmen, aber dass ist dann etwas weniger sportlich und wendig zu fahren. Für Abfahrten mit hoher Geschwindigkeit ist ein größerer Rahmen/Radstand wiederum gut.

    @lucky: möchtest du das Rad denn in Thailand kaufen oder in Deutschland? Wenn du es in Thailand kaufst, wird der Versand bestimmt teuer.

    Cheers, X-pat

  8. #1557
    Avatar von papa

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    Wird das denn von Amazon.de nach Thailand geliefert? Und hast du an die Versand- und Importkosten gedacht? Selber mitnehmen dürfte den Preis auch unwirtschaftlich machen, denn hier sind Räder ja um einiges billiger. Das Rad ist dieselbe Preisklasse wie meins, und meins kostet hier 200 Euro weniger als in Europa. Wenn du dann noch Transportkosten und Einfuhrsteuern dazurechnest, fährst du viel preiswerter, wenn du das Rad hier kaufst - oder ein ähnliches.

    That said - du kennst die Straßen bei euch besser als ich, aber mit diesen Felgen kriegst du bei Schlaglöchern und sowas ganz schnell mal ein Ei oder einen Achter in die Felgen, da musst du sehr aufpassen, wenn deine Straßen nicht topfeben sind.Offroad geht mit 32-Speichen-Felgen gerade noch, aber nicht mit diesen. Deswegen fahren die ja hier auch so viele MBs, glaube ich.

    Ich würde mir andere Felgen kaufen, wenn ich nicht nur auf perfekten Straßen unterwegs bin.

  9. #1558
    Avatar von x-pat

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    Manche Tage sind einfach perfekt. Als ich am Samstag kurz nach Sonnenaufgang durch San Pi Sua radelte wusste ich, dass es ein perfekter Tag sein wird. Die Berge waren nach den ersten Regentagen in leuchtendes Grün eingehüllt, und die komplexe Topographie des östlichen Doi Pui Massivs war deutlich erkennbar. Die vorbeiziehenden Reisfelder in Sansai standen kurz vor der ersten Ernte. Vereinzelte Cumuli waren wie Wattebäuschchen über dem tiefblauen Horizont angeordnet.

    Fünf Fahrer trafen sich um 7:30 Uhr auf dem Uni-Gelände und setzten die Fahrt nach Ban Hmong Doi Pui mit dem roten Songthaeo fort. Auf dem Plan stand die Eliminator-Route, so benannt von C.P. Devakul, dem Autor des bisher einzigen Buchs über Mountainbiken in Chiang Mai. Die Eliminator-Route ist eine All-Mountain Tour von 62 km Länge mit 1500 Höhenmetern, wovon die Hälfte Straße ist. Den Straßenteil haben wir uns gespart und sind stattdessen auf dem Rückweg den Dschungelpfad am Army-Camp vorbei gefahren.


    Startpunkt


    Von Ban Hmong Doi Pui auf dem Weg nach Doi Pha Klong


    Die gerissene Kette von Khun Ong war zum Glück schnell repariert


    Hier beginnt ein anstrengender Aufstieg von 300 Höhenmetern.


    Aufstieg zum Doi Pha Klong




    @Eutropis wäre auf diesem Trip auf seine Kosten gekommen


    Aussichtspunkt am "Buddha Footprint"


    Auf dem Doi Pha Kling Grat


    Statue am "Buddha Footprint"


    Der Gratweg verläuft nach Nordosten.


    Auf ca. 1500m Höhe


    Die Klippe am Doi Pha Klong


    Nach dem höchsten Punkt verläuft die Strecke über Feldwege...


    ...und Forststraßen.

  10. #1559
    Avatar von x-pat

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    Zitat Zitat von papa Beitrag anzeigen
    Wird das denn von Amazon.de nach Thailand geliefert? Und hast du an die Versand- und Importkosten gedacht? Selber mitnehmen dürfte den Preis auch unwirtschaftlich machen, denn hier sind Räder ja um einiges billiger. Das Rad ist dieselbe Preisklasse wie meins, und meins kostet hier 200 Euro weniger als in Europa. Wenn du dann noch Transportkosten und Einfuhrsteuern dazurechnest, fährst du viel preiswerter, wenn du das Rad hier kaufst - oder ein ähnliches.
    Billiger sind in Thailand nur Merida, Giant, Trek, und asiatische Marken. Fast alle amerikanischen und europäischen Marken (Specialized, Cervelo, Bianchi, GT, usw.) sind in Thailand teurer. Beim Versand bezahlt man 30% Einfuhr + 7% Mehrwertsteuer für Kompletträder, wobei Kaufpreis + Versandkosten berechnet werden. Also schweineteuer. Wenn man das Rad als Sportgepäck im Flugzeug mitnimmt, bezahlt man ggf. 50-100 EUR für den Transport und sonst nichts.

    Cheers, X-pat

  11. #1560
    Avatar von lucky2103

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    Also ich hab das jetzt noch nicht fuer 2015 gegengecheckt, aber 2012 hab ich mein Bike aus TH teilzerlegt mit dem Flugzeug kostenlos mitgenommen - und kostenlos in D eingefuehrt.
    Umgekehrt sollte es genauso gehen ?

    Und Raeder in TH kaufen wollte ich eigentlich vermeiden, denn ich vertrau den Verkaeufern nicht recht (verheimlichte Transportschaeden, etc)

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