Seite 125 von 211 ErsteErste ... 2575115123124125126127135175 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1.241 bis 1.250 von 2107

Leben in Chiang Mai

Erstellt von x-pat, 03.04.2012, 05:01 Uhr · 2.106 Antworten · 180.442 Aufrufe

  1. #1241
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.159
    Nachdem wir Chiang Rai, Mae Sai, und die nähere Umgebung von Chiang Mai erkundet hatten, verbrachten wir einige Tage des Familienurlaubs in Chiang Dao. Das Straßendorf liegt im Zentrum von Tambon Chiang Dao im gleichnamigen Amphur ca. 70 km nördlich von Chiang Mai an der Rd. 107. Es hat viele gut erhaltene Holzhäuser. Wir übernachteten jedoch nicht im Dorf, sondern in einem 6km entfernten Resort am Fuß des weithin sichtbaren Doi Luang Chiang Dao. Dort befinden sich die meisten Attraktionen von Chiang Dao und der Standort ist ideal als Ausgangspunkt für Wanderungen in der Umgebung. Unser erste Exkursion ging zum nahegelegenen Wat Tham Pha Plong.


    Auf dem Weg zum Tempel ragt die Nordseite des Doi Luang im Hintergrund auf.


    Vorbei an der alten Stupa...


    ...und vorbei am "Nature Trail" unterhalb des Doi Luang.


    Die Tempelanlage liegt am Berghang; man muss einige hundert Stufen bewältigen.


    An den Treppen ist die umgebende Vegetation und Landschaft liebevoll kultiviert.


    Die Hauptpagode des Wat Tham Pha Plong im Hintergrund.


    Am Wegesrand findet man blühende Sträucher und Bäume.


    Die Meditationshöhle ist mittlerweile ausgebaut und überdacht.


    Pagode aus der Nähe.


    Im Inneren der Pagode.


    Von der Platform der Pagode hat man eine gute Sicht über den Dschungel, Blick Richtung Westen zum Chiang Dao Tal.


    Wat Tham Pha Plong und Doi Luang Chiang Dao.

    Cheers, X-pat

  2.  
    Anzeige
  3. #1242
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.159
    Eine weitere Attraktion in Chiang Dao, die viele kennen werden, ist das Höhlensystem an der Westseite des Doi Luang, kurz die "Tham Chiang Dao". Von dem insgesamt 14 km langen Höhlensystem lassen sich ca. 2-3 km von Besuchern ohne Ausrüstung begehen. Zwei Höhlen (Tham Phra Nawn (360 m)) und die Tham Seua Dao (540 m) sind beleuchtet und lassen sich auf eigene Faust begehen. Der Boden ist dort mit Sand aufgeschüttet. Drei weitere Höhlen können optional mit Führer und Karbidlampe erkundet werden. Das kostet 100 THB für die Lampe und es wird eine Trinkgeldzahlung an den Führer erwartet.


    Wegweiser zur Höhle an der nahegelegenen alten Stupa.


    Am Eingang zur Höhle befindet sich ein Karpfenteich mit kristallklarem Wasser.




    Fledermäuse. Man riecht sie.



















    Der Besuch der Tropsteinhöhle lohnt sich auf jeden Fall. Ich war schon zum dritten Mal dort. Man sollte dafür ca. 2 Std. (mit Führer) einplanen. Für Wat Tham Pha Plong und Höhle braucht man etwa einem halben Tag. Leider sind die Führer nicht sehr kompetent. Das sind einfache Dorfbewohner die wenig bis gar nichts über die wissenschaftlichen Fakten wissen; stattdessen kennen sie die Phantasienamen jeder einzelnen Formation.

    Cheers, X-pat

  4. #1243
    Avatar von Maenamstefan

    Registriert seit
    20.06.2005
    Beiträge
    3.843
    Ich glaube, ich muss auch mal wieder deiner Gegend einen Besuch abstatten. War erst einmal dort, 2002.

  5. #1244
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.159
    Der Höhepunkt unseres Chiang Dao Aufenthalts war zweifellos die Bergwanderung zum Gipfel des Doi Luang Chiang Dao, der mit 2225m der dritthöchste Berg in Thailand ist. Der Kalksteinberg ragt fast 1700 Meter über das Tal, gehört zum Daen Lao Massiv und ist der markanteste und gleichzeitig der komplexeste Berg in Nordthailand. Die ca. 5 km langen Wände an der Nord- und Südseite sind sehr steil und zum Klettern riskant, da der verkarstete Stein brüchig ist. Früher gab es eine kurze Route von der Ostseite (Chiang Dao) zum Gipfel, die nach tödlichen Abstürzen geschlossen wurde. Die Normalroute beginnt heute in Pang Wua, an der Rückseite bzw. Nordwestseite des Bergs zu der eine sich windende Asphaltstraße führt. Von dort wandert man durch das innere Hochtal ca. 8 km (3-4 Std.) an mehreren Spitzen vorbei bis man zum Gipfel gelangt.


    Nachdem wir ca. 45 min mit dem Songthaeo zum Einstieg fuhren beginnen wir die Wanderung um 8:30 morgens. Der Weg ist matschig und steil.


    Da der Einstiegspunkt auf ca. 1100m Höhe liegt, bieten sich schon nach 30 Minuten weite Ausblicke über das Daen Lao Massiv. Hier sieht man (Richtung Nordwesten) das gegenüberliegende Lisu Dorf.


    Nach einer knappen Stunde erreichen wir auf ca. 1500m Höhe das Hochtal.


    Danach geht es Richtung Westen langsam bergauf weiter durch eine abwechslungsreiche Landschaft.


    Kleine Wäldchen wechseln sich mit Fels und Wiesen ab.


    Der Doi Luang Kamm an der Nordseite ist durch einen steilen Grat definiert und ca. 2100m hoch.


    Die Doi Sam Phi Nong Gruppe im Hintergrund befindet sich an der Südwand.


    Die Zahl der kleineren Gipfel und Türme ist beachtlich.


    Blick nach Westen auf die zurückgelegte Strecke.


    Hier ist der Doi Nua (Pyramid Mountain) links und die Sam Phi Nong Gruppe im Hintergrund zu sehen.

  6. #1245
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.159

    Noch einmal Sam Phi Nong. Wir kommen der Gipfelregion näher.


    Blüte am Wegesrand.


    Das letzte kleine Wäldchen wird durschritten. An dessen Ende befindet sich das Lager der Träger.


    Blüte am Wegesrand. Im Hintergrund der wenig imposante Gipfel.


    Aufstieg zum Gipfel über ein kurzes steiles Stück. Gleich hinter mir kommt ein amerikanisches Paar hochgeklettert.


    Auf dem Gipfel: Blick in das innere Hochtal.


    Die Pflanzenwelt hier oben ist beeindruckend.


    Blick auf Doi Nhok und die anderen kleineren Gipfel an der Nordseite.


    Am Gipfel.


    Blick Richtung Westen.


    Die Nordwestseite des Gipfels fällt steil ab. Viele Blumen verzieren das schrofige Gelände.

  7. #1246
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.159

    Blick nach Nordwesten Richtung Wiang Haeng: Die Grenze zu Mae Hong Son liegt ungefähr am Horizont.


    Die Pflanzenwelt in der Gipfelregion des Doi Luang ist genial.


    Man sieht viele blühende Hochlandpflanzen, die man sonst kaum antrifft.


    Blick Richtung Westen. Hinter der Gibirgskette am Horizont liegt Pai.


    Viel weiter konnte man nicht gehen weil der Hang zu steil abfällt.


    Blühende Pflanze in der Gipfelregion.


    Auf dem Rückweg.


    Im Hochtal ist es gefühlte 10 Grad C wärmer als auf dem Gipfel.


    Noch einmal ein Blick über das innere Tal Richtung Pai / Westen.


    Diese Pflanze ist eine Ingwer-Art und blüht am Boden. Die Blüten sollen noch schärfer sein als Chilischoten und werden von den Locals für das Würzen von Speisen verwendet.


    Noch eine unbekannte Blüte. Könnte auch eine Ingwerpflanze sein.

    Cheers, X-pat

  8. #1247
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.159
    Unsere nächste Tour in Chiang Dao führte uns zum Sleeping Lady Mountain, ein ca. 6km langer Bergkamm gleich nördlich des Doi Luang, dessen Gipfel bis auf 1750m ansteigen. Ähnlich wie beim Doi Luang handelt es sich um einen ca. 250 Millionen Jahre alten Kalksteinberg mit teils steilen Wänden an der Nord- und Südseite. Er ist fast vollständig von Dschungel überwachsen. Im Unterschied zum Doi Luang Chiang Dao wird dieser Berg sehr wenig besucht und hat weder ein Hochtal noch einen Trail. Den Namen "Sleeping Lady Mountain" gaben ihm die Einwohner von Chiang Dao, die in der Silhouette des Berges eine auf dem Rücken liegende Frau sehen. Gemeinsam mit Kurt vom Malee Resort stiegen wir an der Westseite des Berges auf. Kurt erzählte uns von versteckten Mohnfeldern, ein Relikt des einst verbreiteten Opiumanbaus.


    Von der Rd. 107 Bypass Route hat man einen hervorragenden Blick auf den Sleeping Lady Mountain.


    Unser Trip begann um 8:30 morgens an einer Viehkoppel in Muang Ngai in der Nähe von Wat Sahakon.


    Der Aufstieg ist durchgehend steil.


    Der erste Kilometer waren von diesen Pflanzen gesäumt, die wie orange Gartenlampen am Wegesrand standen.


    Wir gewannen schnell an Höhe und nach 30 Minuten hatten wir einen schönen Ausblick über das Chiang Dao Tal. Im Hintergrund erkennt man sogar die ca. 70 km entfernte Doi Angkang Gruppe an der burmesischen Grenze (letzter Bergkamm).


    Der anstrengende Aufstieg erforderte einige Trink- und Verschnaufpausen.


    Hier ist das thailändische Äquivalent zur deutschen Brennnessel, das auf dem Berg reichlich vorhanden war. Drei mal so unangenehm wie eine Brennnessel und in der Lage durch Kleidung hindurchzustechen.


    Kurz nachdem der Pfad abflachte erreichten wir nach 2.5 Std. Wanderung das erste Mohnfeld. Es war frisch bestellt und eingezäunt.


    Gleich daneben lag ein weiteres Feld, dass bereits in Blüte stand. Die Felder waren nicht größer als 1000-2000 qm.


    Da der Mohnanbau in Thailand illegal ist, war es nicht verwunderlich dass diese Felder versteckt im Dschungel liegen.

  9. #1248
    Avatar von Antares

    Registriert seit
    02.03.2014
    Beiträge
    1.406
    Papaver Somniferum wird doch zur Morphingewinnung offiziell bei Chiang Mai angebaut. Die beschriebenen kleinen Felder dürften lokalen Bauern gehören welche ihren Eigenbedarf an Rauchopium damit decken.

  10. #1249
    Avatar von x-pat

    Registriert seit
    06.11.2003
    Beiträge
    7.159

    Je weiter wir den kaum sichtbaren Dschungelpfaden folgten, desto mehr Schlafmohnfelder entdeckten wir.


    Auch dieses Feld stand in Blüte und der Boden war frisch gelockert und gejätet.


    Die für die Felder geschlagenen Lichtungen gaben den Blick auf die benachbarten Berge (Richtung Norden) frei.


    Diese Mohnkapseln wurden sicher bald geerntet.


    Nachdem der sichtbare Pfad verschwunden war, schlugen wir uns eine Weile mit der Machete durch das Gelände und machten mit Hilfe des GPS eine Schleife die zum alten Weg zurückführte. Am Ende hatten wir 11-12 Felder entdeckt.


    Botanisches Farbenspiel. Vor dem Abstieg machten wir eine ausgedehnte Mittagspause im Schatten eines Felsvorsprungs.


    Kurz nachdem wir den Abstieg begannen, stießen wir unvermittelt auf eine Gruppe Lar Gibbons, die ebenso überrascht war wie wir. Es müssen mindesten 5 Tiere gewesen sein. Nachdem sie uns wahrgenommen hatten, flüchteten sie in das Unterholz. Dies war das erste Mal dass ich wilde Gibbons in Thailand gesehen habe. Gehört hatte ich sie schon einige Male. Ein kurzes aber interessantes Erlebnis.


    Beim Abstieg blicken wir auf das Dorf Muang Ngai im Chiang Dao Tal.


    Bald kam der kleine Stausee am Fuß des Sleeping Lady Mountains in Sicht. Auf dem Weg nach unten begegneten wir sechs Leuten mit Macheten, offensichtlich Hilltribes, die teils mit Körben aufstiegen. Ob dies die Mohnbauern waren?


    Kurt deutete auf die nördlich gelegenen Berge und erzählte uns von seinen dortigen Abenteuern. Die Geschichte von dem Rasierklingengrat in luftiger Höhe (nicht im Bild) regte unser Interesse an und eine Idee für eine neue Wanderung war geboren.

    Cheers, X-pat

  11. #1250
    Avatar von papa

    Registriert seit
    25.06.2012
    Beiträge
    869
    Tolle Berichte und Bilder. Ich war gerade ein paar Tage in der Gegend von Chiang Rai. Schade, dass ich deine Berichte nicht vorher gelesen hatte, da hätte ich mir noch ein paar Anregungen holen können.

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 64
    Letzter Beitrag: 15.12.15, 11:58
  2. Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 06.11.12, 15:25
  3. wo leben Chiang Mai oder Pattaya
    Von baerli444 im Forum Treffpunkt
    Antworten: 99
    Letzter Beitrag: 20.06.10, 16:05
  4. Leben in Chiang Rai
    Von Christian1969 im Forum Treffpunkt
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 05.10.09, 14:58
  5. Mein Leben noch mal leben ...
    Von MichaelNoi im Forum Literarisches
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 03.03.05, 09:52