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Last Exit to Paradise ...

Erstellt von Stalker, 27.12.2007, 18:48 Uhr · 43 Antworten · 4.148 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Stalker

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    Re: Last Exit to Paradise ...

    6. Und das Leben geht immer weiter …

    Endlich ist es soweit. Ich hab meine Black Magic Cambodian Woman wieder. Da bei uns alles in Ordnung ist unterlasse ich es, die Dinge zu ausführlich darzustellen. Und werde in diesem Thread nun eher Fotos sprechen lassen …

    Treffen am Flughafen ist problemlos und nach einem gegenseitigen übereinander Herfallen muss Kid zuerst zum Stamm-Beauty-Saloon um sich ihres pflegeleichten und extra für Holland zugelegten Afro Looks wieder zu entledigen. Das macht sie nicht meinetwegen, bin aber über diese Entscheidung nicht traurig.



    Raus mit dem Bob-Marley-Look



    Extremer WuchtbrummenLukKünn

    Da Aey - wie sich schon andeutete - nicht mit zum Flughafen gekommen war, besuchten wir sie als nächstes in ihrer kleinen Wohnung. Letzte Woche hat eine 21jährige Lady hier vom 19. Stock aus Flugübungen gemacht und musste dann von der Straße gekratzt werden. Sie hatte eine Vorliebe für Yaba und arbeitete in der Soi Hok … das beweist natürlich gar nichts, ist aber andererseits ein Hardcoreplace.



    Blick von Aeys Balkon ...



    Aey, Kid und Apple ...



    Apple und Kid haben ihren Spaß ...

    Am nächsten Tag möchte Kid gerne wieder ihre Familie sehen. Drei Monate waren schließlich eine lange Zeit und sie vermisst den Sohn und die Eltern sehr. Umso mehr hat sie sich gefreut als ich ihr mitteile, dass wir das Loy Krathong in Sakaeo verbringen werden. Aey hat eine ihrer Schwester angerufen und einen Tourservice nach Sakeo organisiert. Angeblich soll ich nur das Benzingeld bezahlen - sicher ist auch ein kleiner Imbiss für den Fahrer drin … ich lasse mich überraschen.



    Kid schnitzt mir 'nen Apfel ...



    Anschließend geht es wieder zurück ins Hotel wo wir mit dem Vormittagsprogramm weitermachen. Der Holländer hat ihr nicht einen Cent mitgegeben, aber dafür hat sie unter anderem 4 Flaschen deutschen Wein (2xweiß, 2xrot), belgisches Konfekt und Äpfel mitgebracht. Von dem Haushaltsgeld, das ihr der Holländer für kleine Einkäufe usw. gab, hat sie in den drei Monaten doch tatsächlich 210 € sparen können.



    Auf zum Kulturprogramm ...

    Später laufen wir zum Lotus und kaufen noch ein paar Mitbringsel für unseren Trip zum Dorf.



    War eine schöne Zeit hier ...

    Nächste Station ist schließlich der Susibar Executive Club. Wir stehen vor verschlossener Tür. Das zur 2nd Road gerichtete Hinweisschild ist ausgeschaltet. Letzten Endes bleiben wir an einer der Bars im Drinking Street Komplex hängen. Wir spielen Pool, Kid lässt eine langbeinige Lady am Tisch alt aussehen und wir haben viel Spaß mit der Belegschaft der Bar, die zu 50% aus Kathoys besteht. Es ist nicht die Bar vom YouTube-Video, denn diese befindet sich nur in 20 Metern Luftlinie von uns emtfernt.

    Kid wählt immer Bars aus, an denen sich keine Gäste aufhalten. Ihre Art von Songsarn, da sie den Girls per Dinks und kleinen Tips etc. weiterhelfen kann, wo sonst gar nix passiert.



    Als wir dann nach Mitternacht gemeinsam im Bett liegen fühlt sich Kid für meine prekäre Situation verantwortlich. Bis jetzt, da ich diese Zeilen schreibe konnte ich ihr das nicht ausreden … Kid und Stalker - frei nach Bollywood „Bis das das Glück uns scheidet!“

  2.  
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  3. #32
    Avatar von Stalker

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    Re: Last Exit to Paradise ...

    7. Rückkehr nach Sakeo

    Aeys ältere Schwester und ihr Mann holen uns pünktlich am nächsten Morgen ab. Der Mann ist Berufssoldat, hat den höchsten Unteroffiziersrang, macht auf mich aber eher den Eindruck eines Triadenmitglieds, das einem John Woo Film der 80er Jahre entsprungen zu sein scheint. Einem ersten, kraftaufbauenden Bierchen am frühen Morgen ist er - wie ich - nicht abgeneigt und schon ist das Eis gebrochen.

    Der dunkle, lackierte Wagen passt sehr schön zu seinem Fahrer. Während die Damen sich auf dem Rücksitz begeben und Kid ungefragt eine cambodschanische Hymne nach der anderen schmettert, habe ich mir die Überfahrt zwischenzeitlich durch das Anheuern als Copilot gesichert.



    Schwarzes Auto mit coolem Fahrer ...

    In bester Ich-hab-einen-großen-schwarzen-Pickup-und-damit-Vorfahrt-Manie will der Sergeant anscheinend einen persönlichen Rekord brechen, und so lassen wir die Reisfelder, Dörfer, Städte, Kühe, Wasserbüffel und vieles mehr an uns vorbeifliegen.

    Es dauert keine zwei Stunden und wir sehen uns mit einem braunweißen Pickup konfrontiert aus dem zwei Thaipolizisten aussteigen, um uns zu der gezeigten, reichlich unkonventionellen Geschwindigkeitsperformance zu gratulieren. Farang im Gepäck, das könnte noch ein ganz netter Abend in einem Karaokeschuppen werden.

    Der Sergeant lässt wie durch Magie per Knopfdruck das Seitenfenster verschwinden. Er lächelt die „Kollegen“ an und stellt fest, dass er wohl etwas zu schnell gefahren ist. Einer der beiden Polizisten schnappt nach Luft aber der Sergeant hat seinen Militärausweis gezückt und man stellt fest, dass diese geringe Überschreitung der Geschwindigkeit kaum der Rede wert war.



    Das Clo als Zentrum der Pflege von Sozialkontakten - jedenfalls bei Langhaarigen...

    An einer Raststätte muss ich feststellen, dass Frauen weltweit gleiche Handlungsmuster an den Tag legen. Auch hier im schönen Thailand können die langhaarigen niemals kaum allein auf die Toilette gehen.

    Schließlich bin ich wieder in Sakaeo im Ban Xxx. Nachbarn und Freunde begrüßen uns. Ich bin gerührt als ich Kid im Umgang mit ihrer Mutter beobachte. Neben gestern im Lotus gekauften Süßigkeiten für die Kinder - die bereits erst Abnehmer finden -, hat Kid ihrer Mutter aus Holland Belgische Schokolade mitgebracht, die sie sich bei einem kurzen Trip mit dem Holländermichel dort gekauft hatte.



    Das offizielle Kid-Stalker-Begrüßungskomitee

    Wir erfahren, dass Kids Sohn Bon und auch ihr Vater auf dem Reisfeld sind und beschließen uns sofort dahin auf den Weg zu machen. Kid bemüht ihr altersschwaches Mofa, liegen die Reisfelder der Familie doch fas 2 Kilometer vom Dorf entfernt.



    Sieht etwas mitgenommen und altersschwach aus - das Moped natürlich ...



    Mutter und Sohn - wieder einmal vereint

    Bon sieht uns schon von Weitem und kommt barfuss auf uns zugerannt. „Nun sie dir an was ich für ein Äffchen als Sohn habe“, bemerkt Kid. „Ja, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm“, gebe ich zu bedenken.



    Böse Zungen behaupten, dass die Black Magic Cambodian Woman sich ihren Sohn aus rein egoistischen Aspekten „zugelegt“ hat. So kann er die Kühe am Wochenende beaufsichtigen, einkaufen gehen und seine Mutter durch die Gegend tragen.

    Kid begrüßt ihren Vater angemessen mit einem tiefen Wai, während er mir dann - ganz staatsmännisch die Hand reicht. Er ist ja schließlich der Schamane des Dorfes und ich bin nicht der erste Farang der hier erschienen ist, aber erst der zweite, der mehr als einmal kam.



    Der erste Reis. Der Vater betrachtet mit seiner einzigen Tochter das Ergebnis einer harten Pflanzsaison. Die Familie hat nur wenig Land, nur wenn die Ernten gut sind reicht der Reis für ein gesamtes Jahr.

    Da Kids Brüder vom Wind verteilt mit ihrem eigenen Leben klar kommen müssen, ist es ihre Aufgabe hier den größten Beitrag zum Wohlergehen der Eltern zu leisten. Die Arbeit kann vom Vater und seinem Enkel unmöglich allein geschafft werden. Deshalb reist er zur Erntezeit nach Kambodscha um dort Tagelöhner für die Aberntung der Felder zu finden. Diese bekommen 80 Baht pro Tag.



    Nachdem mir Kid nun noch stolz einen Chilibusch und seine feurig scharfen Schoten gezeigt hat, bemüht sie sich doch tatsächlich und Khmer-sprechend ins Reisfeld hinunter, um selbst die Sichel zum Abernten zu schwingen.





    Der Nachwuchs hilft natürlich auch mit ...



    Pausen müssen sein ...



    Kid mit ihrer Subotnikgruppe ...

    Fortsetzung folgt

  4. #33
    Avatar von fontog

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    Re: Last Exit to Paradise ...

    Hallo Stalker

    Vielen Dank für die Fortsetzung. Ich verfolge deine ehrlichen und offenen Reportagen mit Interesse und auch leichter Wehmut, da ich 'diese Zeiten' bereits hinter mir habe.

  5. #34
    Avatar von bromo

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    Re: Last Exit to Paradise ...

    Bilder, die einem fast das Gefühl geben dabei zu sein.
    ...Erinnerungen werden wach....

  6. #35
    Avatar von Stalker

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    Re: Last Exit to Paradise ...

    8. Pasta in der Provinz

    Auf dem Weg zurück ins Dorf schlägt die BMCW vor, heute etwas Exotisches zum Dinner zu essen. Im April konnte ich ihr Schlangenragout genießen, aber diesmal sollen es Nudeln mit einer Soßen-Variation an Nachtschattengewächsen und Chilischoten sein.



    Am Anfang ahnen die Dorfbewohner noch nicht was auf sie zukommt und laben sich an imperialistischem, zahnzerstörendem Süßkram

    Als Kid im holländischen Exil mitunter den fernmündlichen Kontakt zu mir pflegte, hatte sie mich mit ihren im Tulpenland erworbenen Kochkünsten in Sachen Farangküche bedroht. Da ich sie als eine Frau kenne, bei der Wort und Tat übereinstimmen, war ich nicht sonderlich überrascht, als dann bei unserem Einkaufstrip in den Lotus am gestrigen Abend auch ein paar Nudeln in den übergroßen Einkaufswagen purzelten. Kid hatte hinter dem Einkaufswagen gewisse Ähnlichkeit mit den Gladiotoren-Streitwagenlenkerinnen im Russel Crowe Hit Gladiator. Und da ich dem „Tribun“ in gewisser Weise sehr ähnlich war - lediglich cooler und besser aussehend - passte das auch gut zusammen.
    Bei den Vorbereitungen besann sie sich ihre dunklen, magischen Mächte und plante irgendetwas mit einem Baby, um dem Essen eine besondere Geschmacksrichtung zu geben.



    Engagiertes Eingreifen der Dorfbewohner konnte zum Glück schlimmstes verhindern. Der aufmerksame Kind-Erkenner wird feststellen, dass es sich hierbei um Kids kleine Nichte handelte, die schon einmal Gegenstand des Fotoshootings im Bericht „Road to Nowhere“ war.
    Nun galt es die Konsequenzen dieses Handelns zu ertragen und ich beobachtete augenscheinlich wohlwollend - im Inneren jedoch im höchsten Maße skeptisch - wie Kid sich an einer mittelalterlichen Feuerstelle mit einem völlig verrußten Küchenequipment bemühte, italienisches Flair mit einer kambodschanischen Note in die thailändische Ostprovinz Sakeo zu bringen.





    Natürlich bin ich vor lauter Liebeskasperei nur bedingt kritikfähig, was die Beurteilung der Kochkünste der Black Magic Cambodian Woman angeht und so ist meine Behauptung, dass dieses Mal vorzüglich war, mit Vorsicht zu genießen.



    Es scheint jedoch auch den vielen anderen Bekannten, Verwandten und Freunden (hab wie gewöhnlich schnell den Überblick verloren) geschmeckt zu haben, oder sie machten gute Miene zum ungenießbaren Spiel.





    Besonders Kids Sohn schien entzückt zu sein, steht er jedoch auch sehr unter Fuchtel seiner Mutter … wie man ja schon weiter oben sehen konnte.

    Nachdem die Leute satt und abgefüllt waren, statteten wir Kids Tante noch einen Besuch hat. Der aufmerksame Leser wird sich an die Dame mit dem verletzten Arm erinnern, der Kid schließlich ihr Reisfeld abkaufte, um den Schulbesuch der Tochter weiter zu finanzieren. Die Tochter begrüßte Kid mit einem sehr untertänigen Wai und ich konnte mich in Tantes Behausung umsehen.



    Besuch bei der Tante …

    Der Fußboden in dem einstöckigen Bretterverschlag ist nur teilweise betoniert. Ansonsten handelt es sich dabei um denselben festgetretenen Staub, der auch den Straßenbelag darstellt. Im vorderen Bereich spielt sich das Leben ab. Hier hat auch der älteste Sohn der Tante eine mehr schlecht als recht laufende Mopedreparaturwerkstatt.



    Wohnzimmer mit Mopedwerkstatt …

    Schließlich ist es Zeit Abschied zu nehmen. Als wir zum Haus zurückkommen haben sich die Nachbarn alle schon längst verabschiedet. Kids Mutter und Bon sind bereits schlafen gegangen und nur der Vater sitzt noch nachdenklich vor einem Glas roter Fanta (Nam Daeng) - dem Alkohol entsagt er schon seit Jahren - und erwartet uns. Kid öffnet für mich ein letztes Bier. Am nächsten Tag ist Loy Krathong und da Kids Vater der Dorfschamane ist, grübelt er wohl noch über die Dinge die er den anderen Dorfbewohnern verkünden wird.
    Später, sitzen wir gemeinsam, den Sternenhimmel betrachtend auf der Veranda im ersten Stock und lassen den Tag bei leisen Gesprächen und Moods langsam ausklingen.

    Für alle Zweifler die meinen das Kid nur ein blaues T-Shirt hat, präsentiert sie mir am nächsten Morgen eines ihrer besonders geschmackvollen Lieblings-T-Shirts - zum Glück kommt es hier - wie bei den meisten Dingen - auf den Inhalt an. Aber so uncool ist das Shirt natürlich auch wieder nicht.



    Vorsicht - Killerspiel-Spielerin …

    Stalker

  7. #36
    Avatar von Stalker

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    Re: Last Exit to Paradise ...

    9. Loy Krathong

    Die Zeit des Monsuns ist vorüber. Die Vollmondnacht des 12. Mondmonats steht bevor - Loy Krathong, mein thailändisches Lieblingsfest.

    In der Provinz ist ja Songkhran auch noch sehr traditionell. Aber diese Wasserschlachterei im April war mir noch in unangenehmer Erinnerung. Loy Krathong ist mir da schon angenehmer.

    Kid wollte nach ThaPhraya, um dort auf dem Markt Blumen zu kaufen, um die Kratongs selbst herzustellen. Diese kann man zwar auch fertig kaufen, sie will das aber selber anfertigen. Ich bin wieder Sozius auf ihrem alterschwachen Moped und lasse mir ihre zu einem Zopf zusammengebundenen Haare ins Gesicht peitschen.

    Kurz vor ThaPhraya passiert etwas, mit dem ich schon länger gerechnet habe. Beim überfahren einer Betonwelle gibt es einen Knall und der Schlauch des Hinterrades gibt seinen Geist auf. Die letzten 500 Meter schiebe ich die Karre zur Mopedwerkstatt. Während sich dort ein 11jähriger feister Knabe mit geschickten Händen der Sache annimmt gehen wir zum Markt, auf dem Madame auch fündig wird. Neben Blüten, Palmen- und Bananenblättern kauft Kid noch Kerzen, Räucherstäbchen und Bananenbaumscheiben, die später den Rumpf der Kratongs darstellen.

    Inzwischen hat das Moped einen neuen Schlauch bekommen. Wir zahlen einen - für mich - lächerlichen Betrag für die Mopedtour. Und unser Monteur erhält 100 Baht extra, was ihn strahlen lässt. Kid meint, das dies verständlich ist, da er sonst in einer kompletten Nachmittags-Schicht nach der Schule gerade mal 50 Baht verdient. Die Rückfahrt mit dem neunen Schlauch verläuft problemlos.

    Kid will insgesamt drei Kratongs anfertigen. Einen für die Eltern, den zweiten für ihren Sohn und den Letzten werden wir beide zu Wasser lassen. Hinter dem Tempel befindet sich ein See, in den die Kratongs abgesetzt werden sollen. Den Nachmittag verbringt die BMCW mit dem Schmücken der Kratongs. Eigentlich soll ihr ihre Nichte Ming zur Hand gehen. Ming ist ein intelligentes Mädchen und gute Schülerin. Sie geht - wie Kids Sohn Bon - nicht mehr im Dorf zur Schule, sondern hat ihren Unterricht in Tha Phraya. Völlig wissbegierig fragt Ming mich über die große weite Welt und Deutschland aus, dabei bleibt die Arbeit an Kid hängen, die sieht das Ming aber nach.

    Nachdem ich das Fest schon öfter in Bangkok und Pattaya erlebt hatte, war ich auf die Aktivitäten in Kids Dorf doch sehr gespannt.





    Kids Vater rechts und der äleste Bruder von Aey (der Mönch) ....

    Es ist kein reiches Dorf. Das erkennt man schon an dem recht armseligen offenen Holzvirharn auf dem Gelände des Tempels. Hier beginnt dann auch das Fest. Kids Vater hält eine Ansprache.



    Letzter Feinschliff ....

    Auf meine Wenigkeit wird hingewiesen und schließlich zieht das ganze Dorf zum Tempeltümpel um die Wassergeister zu besänftigen, sich für die reichhaltige Wassernutzung und Verunreinigung des Wassers zu entschuldigen sowie die Reisgöttin zu besänftigen.









    Den Vogel schießen aber ein paar halbwüchsige Jungs ab, die nach dem Einsetzen der Kratongs diese nach Geld abgrasen.
    So zeigt am Ende auch Bon voller Stolz die "7 erbeuteten Cents" vor.



    Interessant ist die Brücke die über den See führt und eine neue DIN für morsches Holz definiert. Beim Versuch mich am Brückengeländer festzuhalten, habe ich immer noch keinen Halt, aber darfür eine sehr leichtes weiches Holzgeländerteil bekommen.



    Auch dieser Abend lässt keinen Zweifel an der Richtigkeit meines Hierseins aufkeimen. Kid betet lange bevor sie unseren Kratongs ins Wasser setzte und hat mir den Inhalt ihres Gebetes auch nicht mitgeteilt - Black Magic Cambodian Woman.



    Ferrari sponsored by Stalker

    Der folgende Tag ist ein Tag des Abschiedes. Verwandte und Bekannte kommen noch einmal zusammen, aber die Stimmung ist ausgelassen. Kein Abschiedsschmerz wie bei dem Holland-Trip, Kid bleibt ja hier.

    Einige Buskilometer später sind wir wieder in Aran und essen eine Kleinigkeit - genau wie beim letzten Mal.



    Dumm ist nur, dass wir diesmal bei dem Bus nach Pattaya auf einer Warteliste stehen. Die Leute die gestern Nacht ihre Kratongs ins Wasser gesetzt hatten wollen natürlich genau wie wir wieder zurück - eher natürlich um am Montag wieder zu arbeiten, anstatt Stalker-like Urlaub zu machen. Vielleicht war ja der Rückreisetag am Tag nach Loy Krathong doch keine so clevere Wahl.

    Schließlich sitzen wir im Gang eines völlig überfüllten VIP-Busses. Irgendwann ist mein auf einem Plastikschemmel ruhendes Sitzfleisch eingeschlafen und ich stehe lieber. Die letzten zwei Stunden haben wir dann Glück, als wir uns endlich auf die bequemen Sitze im Bus begeben dürfen.

    Fortsetzung folgt
    Stalker

  8. #37
    Avatar von bkk999

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    Re: Last Exit to Paradise ...

    Die letzten zwei tage habe ich deine Berichte von anfang bis zum jetzt gelesen. Zu beginn war ich doch schon irgendwie sehr neugierig und hatte eine gedämpfte positive meinung zu deinem Bericht und was du da so tust. Bis zu deinem letzten Besuch bei Su und dann das video von Kid bei "youtupe". Macht mich doch jetzt arg betroffen wie weit man (Du) in Öffentlichkeit geht um sich und sein leben und der Mädchen zu Präsentieren. Leider, so denke ich wird sich die Geschichte so geschehen wie mit Su auch mit Kid in nächster Zeit wiederholen. Die Mädchen tun mir leid, obwohl du ja offensichtlich mit offen Karten spielst. Aber Hoffung haben diese Mädchen immer.

  9. #38
    Avatar von Stalker

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    Re: Last Exit to Paradise ...

    @bkk999

    Ich bemühe mich darum, dass dies die letzte Liason dieser Art ist, versprechen kann ich es nicht.

    Stalker

  10. #39
    Avatar von Stalker

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    Re: Last Exit to Paradise ...

    10. Anfang vom Ende

    Wir laufen den Weg vom Busterminal zurück zum Hotel und kommen am beeindruckenden Informationszentrum für russische Touristen vorbei. Ein deutsches Infozentrum habe ich in Naklua bis heute nicht gefunden. Nachdem wir angekommen und freundlichst vom Hotelpersonal begrüßt worden sind (hatten wohl Angst, dass wir flitzen), bleibt Zeit für Entspannung zu zweit und eine kleine Tanzeinlage.



    Anschließend machen wir uns auf den Weg zu Aey, die immer noch Babysitter für die kleine Apple spielt. Kid hat sich in ihrem Dorf natürlich mit Lebensmittelprodukten aus der örtlichen Agrarproduktion eingedeckt und will nun auch der Aey etwas von diesen Köstlichkeiten zukommen lassen. Für die kleine Apple ist der Schlammfisch aber noch nix und so beschließe ich spontan im Lotus den Megapack Windeln, ein Kleidchen und etwas Spielzeug zu kaufen.
    Aey ist über unser Kommen sehr erfreut und bricht im Angesicht der mit ihrem Spielzeug herumquietschenden Apple in Tränen aus.

    Kid und Aey kredenzen mir später ein leckeres Phaneng Gai. Nach dem Essen - inzwischen ist es dunkel geworden - sitze ich mit Kid auf Aeys Balkon und wir genehmigen uns etwas Rauchspaß. Schließlich verabschieden wir uns von Aey, fahren die 17 Stockwerke nach unten und passieren den stets grimmig dreinschauenden Security-Guy.

    Was macht man mit seinem Girlfriend in Pattaya am Abend? Wir sind recht einfallslos und gehen Bowling spielen, danach kommen in der Soi 7 DejaVu Gefühle auf. An der Pokkie-freien Eagle Bar genehmigen wir uns ein paar Drinks, während Kid den Angestellten die Grundlagen von „Vier gewinnt“ beibringt und 17:3 gewinnt.



    Kid erteilt Unterricht an der Eagle Bar ….

    Als wir an der Goldfinger Agogo vorbeikommen kann ich mir kaum vorstellen, das dieser ranzige Schuppen die Stätte unserer ersten Begegnung und gleichzeitig das Arsen für den langsamen Tod meiner Beziehung zu Su gewesen ist. Kid, sieht sich in der Silverstar Agogo 2 ein paar ehemaligen Goldfinger-Kolleginnen gegenüber. Es folgt das übliche Geschnatter und so habe ich die Chance meinen Blick etwas schweifen zu lassen. In der Silverstar sitzen wir in der Nähe des inzwischen zum Standard werdenden Schaumtrogs und der Appetit auf mein Bier vergeht mir, als ich einen mindestens 130kg schweren Chinesen (Japaner) mit debil sabberndem Gesicht beobachten darf. Einer von der Sorte „anfassen, reinstecken, aber lieber nix dafür bezahlen“. Finde die Show und das Gemache und Gelärme ähnlich beschissen wie den letzten Gogobesuch im Club Boesche vor mehr als sechs Monaten.

    Der Gedanke das Kid nach meiner Rückkehr in die Heimat wieder ähnlichen „Spaß“ haben wird, setzt mir doch ziemlich zu. Dabei geht es nicht um die eigene, gekränkte Eitelkeit zu wissen, das Man(n) nicht die „Black Magic Cambodian Woman“ für sich allein hat, sondern um Kid selbst - alles andere wäre ein verlogener Widerspruch an diesem Ort und bei ihrem Job. Die Black Magic Cambodian Woman hat ein gutes Gespür für den Gemütszustand ihres kleinen Stalkers und wir verlassen den Platz des gepflegten Tanzes und Badespaßes. Sie meint es ist besser nicht zuviel darüber nachzudenken. Schließlich wird das gut bezahlt. Wieder findet sich das Sensibelchen Stalker in seiner Zwitterrolle wieder. Auf der einen Seite alles relativierend, verharmlosend, mit den exorbitanten Verdienstmöglichkeiten für das eigene Ego entschuldbar, aber andererseits diese totale und grenzenlose Entwürdigung, die mir Aeys leckeres Phaneng Gai fast nach oben treibt und einen kaum fassbaren Gegensatz zum am gestrigen Tage Erlebten darstellt.

    Kid möchte wieder Pool spielen gehen und diesen Wunsch kann ich ihr nicht abschlagen. Welch ein Glück. Die Nacht nimmt nach dem kurzen Gogotief noch eine erstaunlich positive Wendung. Die Drinking Street war auch beim letzten Poolabend unser letzter Absackpunkt und diesmal ruft an der letzten Bar jemand aufgeregt Kids Namen. Phi Kid, Phi Kid …. eine Nachbarin aus dem Nachbardorf. So lerne ich in Steinwurfentfernung vom inzwischen dunklen SEC die Nokbar kennen. Ich erkenne einen großen weißen Farang, Member @Dutchang, der mit seiner Freundin und weiteren Bekannten auch am feiern ist. Mit seiner Erlaubnis kann ich zwei Videos von Noks Bar hier einstellen, damit der interessierte Leser sich ein „bewegtes“ Bild vom Trubel an der Bar machen kann.





    Herzlich Willkommen - Nok eine charmante Gastgeberin

    Boss Nok, die BMCW selbst und ihre Provinzbekannte haben sich gleich einiges zu Berichten, während ich mich über die Schokomilch auf Dutchangs Tisch wundere. Dutchang erklärt mir, dass die Milch in Zusammenspiel mit Sang Som eine gute Mischung ergibt. Wieder was dazu gelernt und gestärkt um die BCMW beim Pool vom Tisch zu pusten. Klappt natürlich nicht und Nok meint mich ablösen zu können.



    Die Kamera kann ich noch halten, meinen Queue überlasse ich Nok



    Sie gibt alles … aber am Ende reicht es nicht …





    Siegerinnenehrung



    Kurz vorm Stuhlhochstellen …

    Mein letztes Getränk ist heißer Tee, weil ich vermute, dass mein immer stärker werdender Halsschmerz auf diese verdammten Eiswürfel zurückzuführen ist.

    Fortsetzung folgt
    Stalker

  11. #40
    Avatar von dr_farnsworth

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    Re: Last Exit to Paradise ...

    Zitat Zitat von Stalker",p="565261
    Dutchang erklärt mir, dass die Milch in Zusammenspiel mit Sang Som eine gute Mischung ergibt.
    Da hat er Recht. Allerdings schmeckt das nur in LOS.

    Gruß
    Martin

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