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Krabi - Ein Reisebericht (II)

Erstellt von Jinjok, 20.04.2003, 13:20 Uhr · 3 Antworten · 2.152 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Jinjok

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    Krabi - Ein Reisebericht (II)

    Fortsetzung von Teil I

    Ausflug nach Ao Phra Nang
    Am nächsten morgen wachten wir gegen 7 vom Gebrummel auf der Straße auf, wo die Fahrzeuge jetzt in nur einer Fahrspur in lockerer Folge aber dennoch unablässig in beiden Richtungen fuhren. Uns war klar, daß wir hier keinen Wecker brauchen würden um früh aus den Federn zu kommen. Wenigstens waren wir so relativ zeitig fertig und machten uns auf den Weg zum 7Eleven auf der Th. Maharaj . Dort halten die Songteaws regelmäßig und warten auf Fahrgäste. Eigentlich steht immer eines davor. Hier hält auch die rote Linie zum Wat Tam Süa. Jiap fragte den Fahrer, was die Fahrt nach Aonang koste, worauf der erwiedert "30 Baht pro Person". Das klingt ja ganz passabel für die 40 minütige Fahrt. Nach einer Weile setzte sich das Gefährt in Bewegung und begann langsam, gelegentlich hupend, die Th. Maharaj entlangzufahren, bog dann in die Soi 6 ab und fuhr die Th. Khongkha zum Pier hinunter, wo wir es gestern abend auch gesehen hatten. Dann ging es die Th. Chaofah hinauf und weiter den Berg auf der anderen Seite auf der Th. Utarakit wieder hinuter. Als wir aus dem Stadtzentrum und damit dem Guesthouse-Gebiet heraus waren, begann das Vehikel zu zeigen was unter seiner alten Haube steckte. Außerhalb der Stadt heizte der Fahrer über die geschwungen Landstraße durch Kautschuk-Plantagen, vorbei an sureal und apruppt aus der flachen Landschaft unmittelbar neben der Straße hunterte Meter hoch aufragende Kalkfelsen. Dazwischen immer wieder Ananasfelder gesäumt von Kokospalmen und Zuckerpalmen.

    Das Songteaw war außer uns nur mit 3 weiterne Leuten besetzt eine muslimische Frau mit Pudelmütze stieg an einer grünen Moschee in einem winzigen Dorf an derStraße mit ihren Markteinkauf in durchsichtigen Plastiktüten unterwegs aus, zwei Männer steigen dafür ein. Nach 40 Minuten bog die Straße in einer weiten Kurve unter Nadelhochwald auf den Strand von Hat Nopparat ab. Jetzt sahen wir zwischen den Bäumen auch zum ersten mal die Andaman See hellblau durchschimmern und die kleinen Wellen im Sonnenlicht glitzern. Nach weiteren 5 Minuten war die Endhaltestelle in Ao Phra Nang erreicht. Vor mir bezahlte ein Weißer, der auch seit Krabi mitfuhr nur mit einem Zwanziger. Als ich bezahlte und "song khun khrap" sagte, tönte es erneut "hoksip baht kapp" zurück. Wer weiß, dachte ich mir und wandte mich dem Panorama der Aonang-Bucht zu. Unter Palmen stehend lag unter uns ein hellbrauner Strand, an dem zig Longtailboote auf Fahrgäste warteten, in einer Bucht, die sich in weitem Bogen kilometerlang bis zu den sie begrenzenden steil aufragenden Felsen hinzog.

    Alle Erhebungen scheinen hier senkrecht aus dem Boden gestampft worden zu sein. Kein sanfter Anstieg, der einen Weg geboten hätte. Nein, immer ragen die Wände steil nach oben, auch am Wasser schien das nicht anders zu sein. Wir gingen den Weg im Schatten der Palmen entlang des Strandes weiter geradeaus, während die Straße nach links abbog um sich den Berg hinaufzuziehen, wo bis zum Horizont ein Hotel/Guesthouse neben dem anderen steht. Unter uns am 5 Meter tieferliegend Strand waren nur wenige Menschen. Wir gingen noch ein paar Minuten weiter, bis wir ein schönes schattiges Plätzchen erreichten, wo noch niemand war. Liegestühle oder ähnliches gibt es in Aonang (noch) nicht. Aber der Strand wird permanent von verschiedenen Hausierern abgegrast, die aber nicht besonders aufdringlich waren. Ich erinnere mich noch an das alte Mütterchen mit der Rückennummer, die morgens um Acht am Strand von Hua Hin nicht von unserer Seite wich und unbedingt eine Massage an den Mann/ die Frau bringen wollte. Es störte sie auch nicht, als wir begannen unsere nasse Badekleidung gegen unsere Straßenkleidung zu tauschen.



    Der obere Teil des Strandes war von großen Steinen und geschroteten Muscheln bedeckt. Hier war dichter Schatten von Palmen und breitblättrigen anderen Bäumen. Unten am Wasser war feiner braungelber Sand, der aber mit der steigenden Flut mehr und mehr im Wasser verschwand. Nachdem die Jinjok-Haut gut eingefettet war, sind wir ins Wasser gegangen. Absolut klar und man kann nicht nur vor sich den Grund sehen, sondern auch schräg in jede Richtung im Wasser alles erkennen. Jetzt weiß ich was den Unterschied in der wasserqualität zwischen dem Golf von Thailand und der Andamenensee ausmacht! Wir schwammen eine Weile und ruhten uns wieder aus und schwammen wieder. Mit der Zeit wurde es immer voller am Strand. Hinter uns auf dem Palmenweg hatte ein fahrbarer Ro-Ti-Stand haltgemacht und die Frau bereitete alles vor.

    Aonang Beach ist alles andere als ein ruhiger Strand, passend zu unserem Hotel. Ständig kamen oder gingen Longtailboote in alle Richtungen der Bucht und auf die offene See und kaum daß die Boote genug Wasser unter der Schraube hatten, drehten sie ihre Dieselmotoren auf Vollgas. Das nervt mit der Zeit doch irgendwann. Auch kamen immer mehr Urlauber aus den Resorts und Hotels an den Strand. Die Sorte, die auf die 80%ige muslimische Majorität Krabis pfeiffend, sich barbrüstig an den Strand legen oder umherlaufen. Vom Anblick einiger in die Jahre gekommende Damen werde ich wohl noch eine Weile Alpträume haben.

    Als die Sonne am höchsten Stand, haben wir das an der selben Stelle wartende Songteaw bestiegen, an der wir angekommen waren. Mituns fuhren 2 Thaifrauen, die mit Jiap ins Gespräch kamen. Von ihnen erfuhren wir, daß der Fahrpreis nur 20 THB beträgt jedoch nach Einbruch der Dunkelheit 50 THB. Also hatte der Mistpilz von Fahrer uns heute Morgen trotz Nachfrage übers Ohr gehauen. In der Stadt angekommen, aßen wir Nudelsuppen in einem großen Foodshop in der Soi 4 Ecke Maharaj. Der Laden war bis auf den letzten Tisch besetzt, was wir als gutes Zeichen nehmen und da gerade ein Tisch frei wurde, setzten wir uns. Hier bekommt man auch typisch südthailändische Gerichte, für Freunde der Chili-Frucht und deren verschiedenen Verarbeitungsstufen ein absolutes Muß. Wir beschlossen zurück ins Hotel zugehen um eine kleine Siesta einzulegen und nachmittags einen Tour mit dem Longtailboot stromaufwärts in die Mangroven und zum Khao Kanapnam auf dem Krabi Fluß zu unternehmen.

  2.  
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  3. #2
    Avatar von seven

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    Re: Krabi - Ein Reisebericht (II)

    @Jinjok
    Dass mit dem Taxi waere mir auch fast passiert. Ich hatte nur vorher ueberall gelesen, dass es 20 Baht kostet und war ueber die Auskunft, dass es jetzt 30 Baht sein sollen, doch etwas verwundert. Als Thais, die vor uns ausstiegen jedoch nur 20 Baht zahlten, bekam der Fahrer auch nicht mehr von mir und er hat auch nichts weiter gesagt. Wieder bewahrheitet es sich, dass man am besten nicht so viel fragen soll.

    Die Insel gegenueber des Ao Nang ist uebrigens wesentlich schoener zum baden geeignet. Der Ao Nang ist selbst ganz am aeussersten Ende laut und nicht besonders sauber. Fuer 200 Baht kommt man in 25 Minuten zu der Insel und wird zur vereinbarten Zeit abgeholt. Am Felsen im Norden kann man prima schnorcheln. Erst habe ich gar nichts gesehen, bis von ueberall her ein Schwarm gelb-schwarz-gestreifter Fische auf mich zuschwomm und mich genauso neugierig anschaute wie ich die Fische. :O

    Wir sind jetzt ein paar Tage hier. Krabi ist wirklich schoener als der Ao Nang Beach, was die Atmosphaere anbetrifft. Wir wollten aber naeher am Strand sein und nicht jeden von Krabi hierher fahren. Gestern waren wir aber mal zum shoppen in Krabi. Was ich auf den ersten Blick vermisst habe sind die billigen Staende an der Strasse, an denen man auch Seafood und Fisch bekommt. Bisher habe ich nur die teuren Touri-Restaurants gesehen.

  4. #3
    Avatar von Jinjok

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    Re: Krabi - Ein Reisebericht (II)

    Mae Nam Krabi
    Das Schwimmen hatte uns müde gemacht aber ein Mittagsschläfchen brachte unsere Kräfte zurück und der Cappuccino macht uns wieder munter. Wir gingen mit frischen Kräften den selben Weg wie gestern Abend zum Fluß hinunter.
    Das Niedrigwasser war noch nicht so weit fortgeschritten, aber die Boote lagen doch schon halb auf dem Trockenen. Wie gestern schlenderten wir Hand in Hand die Uferpromenade in Richtung der Skipper entlang, als wenn wir kein festes Ziel hätten. Wieder löste sich einer der Bootsmänner aus dem Pulk der ihrerseits gelangweilt herumhängenden Männer und lief uns ein Stück hinterher und offerierte sein Boot für 300 THB pro Stunde. Meine Frau sagte ihm, daß wir gestern von seinem Kollegen 200 THB geboten bekommen hätten und wir eigentlich lieber mit dem fahren würden. Da reagierte der Skipper blitzschnell und antwortete: "Der Kollege gestern hat 200 THB pro Person für eine Stunde verlangt, er verlange aber nur 300 THB pro Stunde für das Boot." Das Angebot haben wir natürlich angenommen.


    Achtung Thais bei der Abendtoilette voraus

    Er führte uns hinunter zu den Booten und sagte dem Käptain unseres Longtails bescheid, der herbeieilte um uns über lose Planken auf dem schlammigen Hafenboden ins Boot zu geleiten. Wir hatten auf dem Weg zum Fluß ganz schön gebummelt und so war es nun schon 10 nach halb 5. Das Boot nahm Kurs flußaufwärts in Richtung Khao Kanapnam und hielt auf das Mangroven-bewachsene rechte Ufer zu. Ein paar Affen waren dabei im vom Niedrigwasser freigelegten Schlamm nach Krebsen zu suchen. Mit ihren scharfen Gebiß knackten sie dann die Panzer und leckten des Krebsfleisch heraus. Bei Hochwasser sieht der Fluß wie ein breiter Strom aus, aber jetzt erkennt man, daß die Fahrrinne sich mäanderförmig von einer Seite zur anderen schlängelt. In einer großen Flußschleife sah ich 2 Männer im flachen Wasser stehen, die Handnetze immer wieder geschickt ausgeworfen um sie dann langsam aber unter einer stetigen Bewegung wieder einzuziehen. Was sie dabei fingen sah ich im Vorbeifahren allerdings nicht.

    Unweit davon war eine Familie Oma, Opa, Mutter und die Kinder beim Bade mitte im Fluß, der augenscheinlich nur noch genau in der Mitte der Fahrrinne etwas tiefer war. Sie standen bis zum Oberkörper mit Kleidung im Wasser und wuschen sich. Als wir mit unserem Boot vorüber fuhren winkten uns alle man fröhlich lächlnd zu. Auf der anderen Seite des Flusses lief ein Vater mit zwei Kindern durch den Schlamm, nahe der Wasserkante. Die Knaben schienen vergnügt durch den Schlamm zu stapfen während einige Meter zurück der Vater sich immer wieder bückte um eine Muschel aus dem Schlamm aufzuheben und im mitgebrachten Plastikeimer warf. Die beiden Felsendöme des Khao Kanapnam kamen immer näher. Direkt davor war wieder eine Familie beim abendlichen Bade. Auch sie begannen uns freundlich zuzuwinken, als wir auf ihrer Höhe waren. Der Opa anglete etwas mit dem Fuß vom Grund des Flusses hoch und hielt es triumphierend und darauf mit der anderen Hand zeigend in die Luft. Ich vermute, daß es eine besondere Muschel war.



    Als wir zwischen den beiden Felsklippen des Khao Kanapnam waren, jeder steht auf einer Seite des Flusses, hielt das Boot auf das rechte Ufer zu und glitt mit einem zischenden Geräusch mit dem Kiel auf den Strand. In luftiger Höhe von ca. 10 Metern sahen wir dunkle Löcher einer Höhle. Der Kaptain sagte, wir könnten die Höhle anshen. So stiefelten wir den ausgetretenen Pfad zum Felsen hinüber. Am Berg hatte man aus Baumstämmen Leitern und Podeste gebaut, über die man einen der Eingänge erreichen konnte. Über dem Eingang ahhte man im Inneren einige Segnungen auf den Fels gemalt. Weiter drinnen herrschte Finsternis, es war feuchtwarm und stellenweise roch es beißend nach Fledermau5exkrementen. Erstaunlciherweise war es nicht vollständig dunkel in der Höhle, denn nach wenigen Minuten konnten wir Konturen und einen schwachen Lichtschein wahrnehmen. Außer uns war kein Mensch zu sehen oder zu höhren.



    Es ging weiter bergauf und hinter dem nächsten Felsvorsprung standen wir in einem gigantischen Felsendom. Der Boden war bedeckt mit z.T. riesigen Trümmern, die von der Decke gestürtzt sein mußten. An der gegenüberliegenden Seite in der Decke klaffte ein rundes Loch von mehreren Metern Durchmesser, durch welche Blätter und Zweige zu sehen waren, die das Licht filterten. Als ich mich nun umdrehte erkannte ich im schwachen Licht, welches durch das Loch weit oben in der Deckes der natürlichen Felsenkuppel schien, einige Tropfstein-Wasserfälle. Vor einem hatte man die in Thailand üblichen Steinpyramiden aufgeschichtet. Der Aberglauben sagt, je länger die Türmchen aufgeschichtet stehenbleiben, desto länger würde ihr Glück anhalten. Auch gab es einen der häufig in Höhlen zu findenen Altäre zu Ehren der Göttin der Erde (die aus ihrem Haar wasser herauswringt) an denen typischrweise Wasserflaschen geopfert werden.



    Gern hätte ich die der Deckenöffnung gegenüberliegende Seite der Höhle auch untersucht, denn hier ging es in mehreren Plateaustufen immer tiefer. Aber dort war es stockfinster und überall lagen die großen Bruchstücke im Weg. Außerdem wußte ich nicht, wie das weitere Programm der Tour aussehen würde und ob wir bei Verspätung für 2 Stunden bezahlen müßten. So kehrten wir um und steigen in der Abendsonne und an der frischen Luft der Mangroven wieder über die Plattformen und Leitern nach unten. Unser Skipper erwartete uns mit seinem Boot. Als ich auf die Uhr sah, war ich erstaunt, daß wir erst 20 Minuten unterwegs waren. Die Fahrt ging weiter flußaufwärts. Die Flußschleifen wurden immer enger und die trockenenliegenden Sandbänke dazwischen immer höher, da die Ebbe rasch fortschritt. Nach 5 Minuten Fahrt wendete das Boot und fuhr mit voller Fahrt wieder flußabwärts.


    zu Füßen des Khao Kanapnam

    Als wir den Mangroven-Ufer wieder sehr nahekamen, kuppelte er den Motor aus und ließ das Boot ruhig weitertreiben. Er flüsterte Nok nok und zeigte in Kronen der Mangroven. Dort saß ein hühnchengroßer goldschillernder Vogel. Aber als wir auf Fotoentfernung herangekommen waren, erhpb er sich in die Lüfte und entschwand ins Landesinnere. Jetzt erhob ich meinen Blick um noch mehr Vögel zu entdecken, dah aber nur einen Weißkopf-Seeadler über uns kreisen. Erstaunt war ich als wir schon auf den Pier zufuhren und meine Uhr erst 35 Minuten Fahrtzeit anzeigte. Da fragte der Skipper auch schon, ob wir noch zur muslimischen Fischersiedlung fahren wollten. Nun da ja noch Zeit war, wollten wir wohl.


    Mangroven-Wald

    Dieser Seitenarm des Maenam Krabi, der genau am Pier auf der gegenünerliegenden Seite der Stadt mündet, hatte die Dimension eines ausgewachsenen Sees, auch bei Ebbe. Darauf schwammen eine Handvoll Bungalows, an denen Fischfarmen im Wasser darunter hingen. Am Ende des Sees hatte der Seitenarm wieder die Breite eine Flüßchens angenommen. Hier hatte man ein ganz sprezielles Reusensystem in Benutzung. Entlang der Ufers ragten alle 5 Meter dünne Stangen in die Luft. Weiter vorn konnte ich sehen, daß Netze an den Stangen aufgehangen, dazwischen gespannt waren. Dann furhen wir anm dem Mann vorüber der die zischen den Stangen gespannten Netze herunterzog und mit Schlamm begrub. Ein wenig beneidenswerter Job. Trotz Gummihose war er über und über mit dem schwarzen Modder bedeckt und da laufen in der dicken Schlammschicht ist alles andere als einfach.



    Er zog also die Netzen an zwischen den Stangen herunter und legte mit den bloßen Händen Schlammklumpen darauf, damit das Netz flach am Boden leigen blieb. Oben an den Netzen sind kleine Bojen als Schwimmer angebracht. Wenn nun mit der Flut das Wasser steigt, ziehen die vom Schlamm unter wasser gehaltenen Schwimmer das Netz nach oben, was aber der Schlamm noch verhindert. Langsam lösen sich aber im Wasser die Schlammklumpen und nach ein paar stunden rutschen die Netze von den Schwimmern gehohen nach oben. Das Netz ist Kilometerlang am Mangrovenufer aufgestellt. Den Fischen die sich bei Hochwasser in den im Wasser freiliegenden Wurzelgeflecht der Mangroven-Bäume aufhalten, wird durch das hochgezogene Netz bei der nächsten Ebbe der Rückweg versperrt. Der Fischer bracht beim nächsten Niedrigwasser nur mit dem Kescher die dicksten Fische einsammeln und im Boot auf der anderen Seite des Netzes einsammeln.



    Wir näherten uns der Fischersiedlung, die auf der Insel im Flußdelta des Maenam Krabi gelegen nur vom Wasser aus zu erreichen ist. Die Häuser sind alle auf ca. 5 m hohen Stelzen am Flußufer gebaut und standen jetzt bei Ebbe auf dem Trockenen. Alles ist so gebaut, daß es sich den täglich zweimal um mehrere Meter ändernden Wasserständen anpassen kann. Überall brannten Holzfeuer in der Siedlung und der aromatische Rauch zog in trägen Schwaden über das völlig glatt daliegende Flußwasser. Allmählich sah es aus, als ob das ganze Dorf in leichten Nebel gehüllt war. Unser Skipper war anpassungsfähig und heilt jedesmal des Boot an, wenn ich meine Kamera zückte um ein Motiv auf Chip zu brennen. Aber noch nie habe ich wie diesesmal bereut, daß ich nur eine simple Kamera mit nur 1,3 MPixel habe. Thailand ist ja generell tropisch, von hohen Norden mal vielleicht abgesehen, aber hier im Süden ist die Flora und Fauna einfach atemberaubend. Man muß sich nur die Zeit nehmen und mal genau hinsehen.


    Nachtfischerboot mit dutzenden 1000W Glühlampen am auf Auslegern

    10 Minuten vor Ende unserer Stunde wendete der Steuermann das Boot und fuhr schnurstracks zurück zum Pier von Krabi. Inwziwschen waren alle 3 Fahrgastschiffe eingetroffen und wurden für den nächsten Tag klar gemacht. Wir gingen an Land, bezahlten und bedankten uns für den hübschen Ausflug bei unserem Skipper. Da wir noch keinen Hunger hattten und der Nachtmarkt um die Pier noch nicht fertig aufgebaut hatte, gingen wir zum Internet-Shop, wo wir gestern auch ein Stündchen gesurft hatte, aber der Laden war heute dicht. So nutzten wir die Zeit um einen Spaziergang auf der Uferpromenade weiter in Richtung Flußdelta zu machen. Wir kamen am Sea View Hotel vorbei welches direkt am Fluß liegt umgeben von anderen kleinen Guest Houses in naturnaher Umgebeung, viele alte Bäume und Plamen, nur eine kleine Straße führt dort vorbei, hier hätte es uns besser gefallen.


    Die Flitzer haben nichts geklaut und flüchten, das sind Thai-Jogger
    links Sea View Hotel


    Auf der Uferpromenade stimmte etwas nicht. Völlig unthai! Hier flannierten nicht nur Mädchen und junge Männer mit ihren Pudeln, Dackeln oder Staffordshire Terriern an der Leine(!) nein, ständig kamen Jogger in munteren Galopp an uns vorüber gelaufen. Sowas geht in Düsseldorf oder Köln am Rheinufer aber doch nicht in Thailand! Was ist das für eine Stadt? Ich habe noch nie jemand einen Thai mit einem Hund an der Leine gesehen. Yorkshireterrier mit rosa Schleifchen von erwachsenen Männern mit der Frau an der Hand ausgeführt, das paßt doch nicht! Mag der Thai Jogger und der Hundefreund mir in Thailand aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen einfach malplaziert vorkommen, so ist das ein weiteres Mosaiksteinchen, warum wir uns so wohlgefühlt haben in diesem Städtchen.

    Nach dem Abendessen am geliechen Stand wie gestern und zwei Eisshakes mit verschiedenen Früchten fanden wir auf unsere Spaziertour durch die kleinen Straßen mit den vielen Kleinrestaurants und Shops fanden wir in der Maharaj Soi 2 den X-Zyte-Internetshop. Dort wurde an 20 Rechnern vorwiegend Ragnarök online gespielt. Im Hinterzimmer mit AC hat man ein ruhiges Refugium für internetsüchtige Farangs geschaffen. 40 THB pro Stunde für Braodband IT ist schon optimal.





    abendliche Heimkehr

  5. #4
    Avatar von Jinjok

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    Re: Krabi - Ein Reisebericht (II)

    Hallo Seven
    Tagsüber gibt es hier keine Straßenstände. Da mußt Du die Foodshops im Erdgeschoß finden. Z.B. an der Maharaj Ecke Soi 4. Abends gibt es zwei Nachtmärkte.. Einen am Pier und einen in der Maharaj Soi 10, wo allein vom Schlendern zwischen den vielen Ständen satt wirst. Bei letzteren gib es aber wenig Tische zum essen, hier nimmt man eher mit nach Hause.

    Meinst Du Koh Poda, wo es bei Ebbe eine Verbindung zur Koh Khai gibt? Oder seid ihr jetzt am Railay Beach links von Aonang?
    Viele Grüße
    Jinjok

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