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Khao San road, auf ein neues

Erstellt von kodiak, 01.08.2006, 22:50 Uhr · 20 Antworten · 2.215 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von kodiak

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    Khao San road, auf ein neues

    auch wenn der Startthread und die folgenden Posts sicher aneinander vorbei liefen, laßt es uns doch nochmal versuchen! Jeder eine Erfahrung, ohne Kommentare, die nicht dazugehören, aber mit allen lustigen oder bedenkenswerten Begebenheiten.

    Gruß Kodiak

  2.  
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  3. #2
    Avatar von kodiak

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    Re: Khao San road, auf ein neues

    Khao San, die Freak Show -

    Mir gefällt die Khao San Road und die Umgebung. Unsere Freunde lieben es, sich die Farang anzusehen, besser wie in jedem Zoo!

    Mit unseren Freunden starten wir je Aufenthalt in BKK unseren Trip zur Khao San im Restaurant am Tha Phra Athit. Erstmal schmeckt das Gung Haeng (rohe shrimps mit chili) dort sehr gut, zweitens ist es ideal, um sich das Treiben am Fähranleger anzuschauen und einige Zeit zu verweilen.

    Weiter geht es dann die Phra Athit Rd entlang um dann links in das Backpacker Viertel hinter dem Wat einzutauchen. Beim schlendern an den Kaffeebuden und Buchgeschäften vorbei, lässt sich das eine oder andere, natürlich auch CDs ergattern. Erstaunlich ist, wieviel sich auch hier in dem Nebenschauplatz jährlich ändert.

    Weiter geht es dann zu einem kleinen Restaurant schräg gegenüber des Viengtai Hotels in der Rambuttri Road. Hier lässt es sich nach dem längeren Fußmarsch und bevor wir aus der Seitenstrasse kommend in die Khao San einbiegen, herrlich erfrischend unter Bäumen auf dem Bürgersteig sitzend, dem einen oder anderen BackPacker Geschwätz zuhörend, verweilen.

    Nach dem wir dann im Dunklen die Khao San durchschlendert haben, immer ein zwinkerndes Auge auf die Durchgeknallten, noch ein schnelles Guiness im Gulliver nehmend, dann noch in eine der Discotheken, geht es dann gegen 12.00 im Taxi wieder zurück auf die Suk.

    Nung, Noi und Pat irritiert immer am meisten, das die gepiersten Farang Frauen ohne BH durch die Gegend laufen. Ein für Sie geradezu ungepflegter und unmöglicher Eindruck.

    Was für ein herrlicher Nachmittag und Abend, um sich die Freakshow anzusehen. Uns und unseren Freunden bietet dies dann im Colloseum, wo wir die Nacht beschliesen, herrlichen Gesprächsstoff.

    JaJa Bangkok macht einfach Spass - und es wäre ohne die Khao San Freak Show um eine Attraktion ärmer.

    Gruß Kodiak

    PS:nur der vollständigkeit halber, nicht weil ich gerne meine stories lese

  4. #3
    Avatar von kodiak

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    Re: Khao San road, auf ein neues

    @Rene

    Eine kleine Junge, eine kleine Geschichte aus der Khao San Road

    Mein erster Urlaub in Thailand neigt sich unerbittlich dem Ende zu. Gegen Mittag sind wir von Ko Samet aufgebrochen in Richtung Bangkok. Auf der Fahrt mit dem Minibus gerieten wir 2 x in einen ziemlich starken Regenschauer. Es war übrigens der erste Regen nach 2 1/2 Wochen. Der Fahrer schien nur nach Gefühl zu fahren. Der Schauer war aber ziemlich schnell. Nach 2 kurzen Zwischenstopps erreichten wir gegen Abend die Khao San Road. Zu den anderen Leuten der Gruppe im Bus hatten wir keinen Kontakt und die Gruppe löste sich auch schnell auf.

    Ich hatte erstmal den Wunsch ins Hotel und dann was Essen. Wir bestiegen also ein Tuk Tuk und meine Frau erklärte dem Fahrer unseren Wunsch. Nach einer kurzen Fahrt hielt der Fahrer dann in irgendeiner dunklen Seitenstrasse. Ein Hotel, oder das was ich mir darunter vorstellte sah ich nicht. Irgendwie hatte der Fahrer da wohl eine andere Vostellung im Kopf als ich.

    Nach einem kurzen Disput zwischen dem Fahrer und meiner Frau ging die Fahrt dan weiter und endete dann vor einer großen Hotelanlage mit einem großen Singha-Beer-Garten. Rein vom optischen entsprach das schon eher meinen Vorstellungen.

    Beim Einschecken gab es dann zuerst auch ein paar komische Blicke an der Rezeption. Aber nachdem man einen Blick in unsere Pässe geworfen hatte und mitbekommen hat das ich mich mit meiner Frau auf deutsch unterhalte, kamen dann ein paar Fragen, woher wir aus Deutschland kommen, wie lange wir bleiben möchten, etc. Wir hatten geplant 5 Tage in BKK zu bleiben und einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

    Eine Hotelangestellte bat uns dann unser Gepäck beiseite zu stellen und zeigte uns ein paar Zimmer im Hotel. Wir haben uns dann für ein recht großes, schönes Zimmer entschieden. Ein kurzer Anruf und unser Gepäck wurde nach oben gebracht.

    Kurz unter die Dusche und dann wieder los, ich hatte mittlerweile ziemlich großen Hunger. Meine Frau hatte es sich aber in den Kopf gesetzt mir erst einmal die Khao San Road zu zeigen. Also wieder ein Tuk Tuk geentert und nach kurzer Zeit waren wir wieder da.

    Dort tobte natürlich das pralle Leben. Unzählige Strassenhändler, Musik aus den Lokalen und jede Menge Imbissstände. An einem beschloss ich mir ein paar Sateh Gai zu holen um den bohrenden Schmerz in der Magengegend etwas zu betäuben.

    Da hatte ich nun endlich in der einen Hand meine Tüte mit der Cola und in der anderen Hand mein Essen, das zupft jemand hinten an meinem T-Shirt. Ich drehe mich um und sehe einen kleinen Jungen so ca. 7-8 Jahre alt der mich mit seinen grossen Augen ansah. Was er wollte war mir sofort in diesem Augenblick klar ohne abwarten zu müssen, das meine Frau übersetzt. Ich kaufte also noch eine Portion Reis dazu und gab das ganze weiter an den kleinen Jungen der sich sofort in einem etwas ruhigerem Hauseingang zurück zog. In der Zwischenzeit hatte meine Frau mit dem Jungen etwas gesprochen und erzählte mir, das er hier auf seine Mutter wartete und es manchmal sehr spät wird bis sie kommt.

    Wir sind dann noch ein wenig durch die Strasse geschlendert und so 10 Minuten später steht der kleine Junge wieder vor mir. Ein kleines verschmitztes Lachen im Gesicht, schon etwas gesättigt aber nicht alleine. Hinter im eine Meute von 5-6 Kindern alle so in seinem Alter, Jungen und Mädchen. Das Anliegen war klar und die Handzeichen des Jungen auch. Meine Frau fragte eine Strassenhändlerin und so zogen wir also mit der Meute irgendwo um die Ecke in einen Imbiss.

    Es ist schon erstaunlich was eine Rasselbande so verdrücken kann. Nach anfänglicher Zurückhaltung wurde dann meine Frau gerade von den Mädchen mit Fragen bombardiert. Das saß ich nun in mitten einer Kinderschar in kleinen Imbiss beim Abendessen. Irgendwie hatte ich mir einen romantischen Abend mit meiner Frau anders vorgestellt. Ein Junge rubbelte verstohlen mit seinem nassen Daumen an meinen Unterarm, wohl um zu prüfen, ob es unter dem Rot auch noch eine andere Farbe gibt. Die Mädchen übten sich als Kellnerin und schleppten immer weiter die kleinen himmelblauen und rosa Teller mit Essen heran.

    Nach gut einer Stunde schien dann auch das letzte Loch in den Bäuchen der Kinder gestopft zu sein. Meine Frau gab dann noch jedem Kind 20 Bath, die mit einem tiefen Wai dankend entgegen genommen wurde. Meine Frau unterhielt sich noch etwas mit der Inhaberin und erzählte mit später das viele Kinder hier in der Khao San Road betteln.

    Wir sind dann noch einmal durch die Strasse gelaufen ich habe mir ein paar T-Shirts gekauft. Auf dem Rückweg auf der Suche nach einem Taxi oder Tuk Tuk sahen wir dann den kleinen Jungen. Er lag auf einer auseinander gefalteten Pappkiste an einer Strassenecke vor einem heruntergelassenen Rolladen und schlief. Was er heute wohl macht?

    Ich war später nie wieder in der Khao San Road.


    René

  5. #4
    UAL
    Avatar von UAL

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    Re: Khao San road, auf ein neues

    verschiebs ins Literarische...

  6. #5
    Avatar von kodiak

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    Re: Khao San road, auf ein neues

    Hallo, auf den Rat von UAL beantrage ich die Verschiebung dieses Themas in den Bereich LITERARISCHES. Ich Hoffe das sich dann auch MEMBER dana wieder meldet.

    Gruß Kodiak

  7. #6
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Khao San road, auf ein neues

    Ab ins Literarische

  8. #7
    Avatar von avak

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    Re: Hundert Stunden Einsamkeit...

    Hallo zusammen,

    echt schade, wie hier wieder aufeinander eingedroschen wird. Dabei ist es doch ein sehr interessantes Thema, und über Kleidung und Hygiene kann man nun einmal verschiedener Meinung sein, da muss man doch keine Religion draus machen

    Bei meiner ersten Thailandreise im Januar diesen Jahres hatte man mich vorgewarnt: Bangkok sei ein stinkender Moloch mit schlimmem Smog, Taschendiebe gäbe es überall, und die Khaosan sei total kommerziell und am besten bleibt man da nicht lange .

    Erlebt habe ich eine super spannende, lebendige Stadt mit weniger Müll auf den Straßen als in Köln, einer moderaten gut auszuhaltenden Luftverschmutzung und jeder Menge Überraschungen. Beklaut wurde ich nicht, bin es aber als Großstadtbewohner gewöhnt, auf meine Sachen aufzupassen

    Die Khaosan fand ich faszinierend!

    Die unzähligen Shops, wo man fast alles und viel überflüssiges bekommt.

    Eine tolle internationale Atmosphäre, die es so bestimmt nicht noch einmal gibt.

    Die vielen jungen Leute, die ich im Gegensatz zu meinen Altersgenossen (damals und heute!) als sehr gepflegt und gut gekleidet empfunden habe: Modische, körperbetonte Klamotten, Schmuck, Piercings, Tattoos. Viele junge Farangfrauen sind eine Augenweide! Wenn ich daran denke, wie körperfeindlich die Kampfemanzen der 80iger Jahre gekleidet waren (und als 40+ jährige auch manchmal heute noch sind), könnte ich Zustände bekommen . Und wäre heute gerne nochmal jung!

    Ich weiß nicht, woher das Negativbild kommt, das hier gezeichnet wurde. Gut, Armykleidung und Hiphop-Hosen sind nicht mein Geschmack. Aber das ist eben eine andere Generation! Verglichen damit waren meine Altersgenossen und ich mit unseren geschmacklosen und ungewaschenen Klamotten echte Gammelfreaks während der Jugendzeit. Dass sich hier über die Jugend so aufgeregt wird, zeichnet kein gutes Bild über die Toleranz und Weltoffenheit der Member. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Jugendlichen (natürlich) kein Interesse an uns "Alten" zeigen, da kann man sich schon mal einsam fühlen. Insbesondere die Ignoranz und Arroganz der schönen jungen Farangfrauen war auch für mich nicht leicht zu nehmen, die haben nämlich an einem über 40jährigen, der auch noch dem Dresscode nicht entspricht, NULL Interesse. Aber man fährt ja nicht wegen Farangfrauen nach Thailand

    Klar hat mir auch sonst einiges nicht gefallen: das europäisierte Essen in der Khaosan schmeckt mir zu fad.

    Die aufdringlichen Nippesverkäuferinnen in den Trachtenklamotten nerven gehörig.

    Manches ist überteuert (und manches auch erstaunlich billig für eine Tourimeile, Zimmer z.B.), manche Farangs sind durchgeknallt, voll Drogen, saufen zu viel , etc... aber das gibt es fast überall in Vergnügungsvierteln.

    Mei persönliches Fazit: Die Khaosan ist einen Besuch wert. Möge jeder sich sein eigenes Urteil bilden. Und wem es nicht gefällt, der kommt dank der unzähligen Reisebüros ja schnell wieder weg (wobei ich mit einer in der Khaosan gebuchten Busfahrt nach Pattaya einen üblen Reinfall erlebt hatte: 5 Stunden Fahrt im unbequemen Minibus, nie wieder! )



    Christof

  9. #8
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Hundert Stunden Einsamkeit...

    Christof,
    haste nett geschrieben, aber sei mir nicht böse
    einer moderaten gut auszuhaltenden Luftverschmutzung

    das ist einer der besseren Witze der letzten Zeit.
    ansonsten geb ich dir Recht, man geht mal durch, sieht sich das an, lässt sich treiben, nimmt Eindrücke auf und gut is. Man muss da keine Lebensphilosophie mit verbinden und sich demgemäß auch nicht kloppen deswegen.

  10. #9
    Avatar von avak

    Registriert seit
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    324

    Re: Hundert Stunden Einsamkeit...

    10000 Dank an AVAK fuer seine tollen Bilder, die sagen eigentlich Alles!
    Vielen Dank, ich freue mich immer, wenn meine Bilder gefallen!

    @guenny: Die Luftverschmutzung in BKK fand ich wirklich nicht so schlimm. Kein Vergleich jedenfalls zu dem, was meine Nase vor 20 Jahren in Bombay oder auch in der DDR im Winter aushalten musste! Wir sind da in D ganz schön verwöhnt...

    Ciao,

    Christof

  11. #10
    guenny
    Avatar von guenny

    Re: Hundert Stunden Einsamkeit...

    Naja, den Braunkohlegestank der DDR im Winter, den kenne ich auch noch, aber das ist doch lange her. Und selbst meine Frau findet die Luft in BKK zum uke:

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