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"Kann Glauben heilen?" -Eine story aus dem Leben!

Erstellt von Fandao, 21.04.2004, 19:07 Uhr · 31 Antworten · 2.502 Aufrufe

  1. #1
    Fandao
    Avatar von Fandao

    "Kann Glauben heilen?" -Eine story aus dem Leben!

    Hallo members,
    muss doch auch mal ne kleine, vielleicht unterhaltsame Geschichte ins Forum einbringen!
    Also, checkt das mal ab, ob euch das interessiert und ankommt!


    „Kann Glauben heilen?“

    Diese wahrheitsgetreue Geschichte wurde vor ca. 12 Jahren erlebt.

    Ich stehe am Phuket-Airport, nach langem Flug in froher Erwartung, endlich die Frau meines Lebens nach zweimonatiger Wartezeit in die Arme zu nehmen und zwecks Ehelichung mit nach Deutschland zu nehmen. O. K., noch 2 Stündchen Fahrt bis Patong-Beach, wo sie mich in ihrem Zuhause freudig erwarteten wird.

    In Patong Beach endlich angekommen, suche ich mir ein Tuk-Tuk, das aber wohl hier offensichtlich nicht so einfach zu bekommen ist, wie in Bangkok. Aber, erfolgreich steuere ich das Zuhause meiner Braut an.

    Schock – sie ist nicht da!!!

    Das Klopfen an der Tür ihrer Nachbarn führt zu der Information, dass sie ca. 450 Kilometer entfernt bei der Familie weilt!

    Ich steuere fassungslos das gegenüberliegende Haus in der thaiüblichen Reihenhaus-Siedlung an, wo ein vorher besuchter Bekannter einen kleinen Thai-Imbiss betreibt. Das grosse „Einmach-Glas“ mit dem nach Familienrezept aufgesetzten „Tiger“ sticht mir ins Auge.

    „Tiger“ ist meine persönliche Kurzbezeichnung für die kaufbare getrocknete Kräutersammlung, die man - je nach Bedarf und Verträglichkeit - mit den verschiedenen Thai-Rum-Marken oder auch mit dem blindheitsgefährdeten original Thai-Reisschnaps aufsetzen kann.

    O. K. - das Begrüssungsglas in „Wasserglasformat“ erreicht mich und wird nach Niedersitzen am Tisch bei zwei Landsmännern aus Österreich im Laufe der nächsten 2 Stunden noch mal kräftig erneut aufgefüllt, bis ich mich alk-seelig zurück zu den Nachbarn meiner Holden begebe.

    Überraschung - die haben überhaupt kein Problem, das Schloss an der die Haustür meiner Holden aufzubrechen, um mir eine Übernachtungsstätte anzubieten.

    Gesagt, getan, Einbruch verübt und ich liege wohlig in einem Bett, ohne mir weitere Gedanken darüber machen zu können, wo meine Holde verblieben ist!

    -----------
    Ähm, das wird doch wohl ne längere story, bis ich zum Titel-Thema komme – aber, bitte verzeiht, ich bin kein Schriftsteller.

    Also, wenn’s euch gefällt, schreib ich morgen weiter. Das Mysterium der Geschichte kommt leider erst zum Schluss, bietet dann aber wohl auch wieder Gesprächsstoff zum einem neuen Thema in einem neuen Thread.

    In spannender Erwartung eures feedbacks
    Fandao

  2.  
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  3. #2
    Johann43
    Avatar von Johann43

    Re: "Kann Glauben heilen?" -Eine story aus dem Leben!

    Jetzt mach weiter, ich bin auch kein Schriftsteller und habe mich daran gewagt. :bravo:
    gruss Johann
    ab jetzt aus LOS

  4. #3
    Avatar von dr_farnsworth

    Registriert seit
    07.03.2004
    Beiträge
    528

    Re: "Kann Glauben heilen?" -Eine story aus dem Leben!

    Logisch! Mach weiter! :bravo:

  5. #4
    Marco
    Avatar von Marco

    Re: "Kann Glauben heilen?" -Eine story aus dem Leben!

    Zitat Zitat von Fandao",p="128420
    ..... Das Mysterium der Geschichte kommt leider erst zum Schluss, bietet dann aber wohl auch wieder Gesprächsstoff zum einem neuen Thema in einem neuen Thread.
    Guten Morgen Fandao
    Das hört sich auf den ersten Blick an, ich hoffe, dass die ersten 5642246786654 Folgen nicht total langweilig sind . Also carunaa.....schreib weiter.

    Gruss MArco

  6. #5
    Avatar von Pustebacke

    Registriert seit
    15.01.2002
    Beiträge
    3.277

    Re: "Kann Glauben heilen?" -Eine story aus dem Leben!

    na dann mach mal weiter Fandao

  7. #6
    Fandao
    Avatar von Fandao

    Re: "Kann Glauben heilen?" -Eine story aus dem Leben!

    Moin Leute,
    o. k., hier gehts weiter:


    Ich verbringe die Nacht in sicherer Umgebung - erschöpft von der Reise und den Riesengläsern „Tiger“.

    Am Morgen wache ich trotzdem sehr früh gegen 6.00 Uhr auf und lasse eine ausgiebige Dusche im Bad über mich ergehen.

    Ein Lokal, wo ich mir einen guten Kaffee reinziehen kann, ist in der Gegend nicht vorhanden, also begebe ich mich zu einem Tee beim Thai-Imbiss gegenüber. Das erneut gefüllte Einmach-Glas mit dem aufgesetzten „Tiger“ lässt mich kalt erschaudern und ich wärme mich in der Morgensonne auf.

    Plötzlich tippt mir jemand auf die Schulter!
    Ich drehe mich um und sehe - nur nach unten blickend, einen kleinen kleinen bunten Rucksack stehen. Und neben dem Rucksack - meine Holde!!!

    Sie umarmt mich herzlich und teilt mir eingängig mit, dass sie bei den Eltern auf dem Land wegen dringender Anschaffungen (Palmenkauf, Düngungsmittelkauf etc.) aufgehalten wurde. Das spielt jetzt alles für mich keine Rolle mehr und überglücklich ziehe ich mit ihr los ins traute Heim um mit ihr „DAS“ zu geniessen, worauf ich lange warten musste. Nee – ich meine nicht „REDEN“.

    Nachdem wir uns frisch gemacht haben, beschliessen wir, zum Strand zu fahren. Am Patong Beach werden wir freudig an unserem Stammplatz bei einem mittlerweile befreundeten Liegestuhlverleiher begrüsst. Der lässt es sich nicht nehmen, mich zu einem eiskalten „Beer Chang“ einzuladen, was ich mir auch genüsslich an seiner grossen Kühlbox-Theke reinziehe.

    Doch plötzlich durchfährt mich ein stechender Schmerz im Kopf. Es fühlt sich so an, als hätte mir einer eine Axt mitten durch die Schädeldecke getrieben und ich hätte es überlebt. Ein Kopfschmerz, wie ich ihn noch nicht erlebt habe und nicht zu vergleichen mit den Nachwirkungen eines feuchtföhlichen Bierabends. Sind das die Nachwirkungen des reichlich genossenen „Tiger-Gebräus“ mit den unbekannten Kräutern? - geht es mir durch die vom Schmerz noch nicht befallenen restlichen Hirnzellen. Egal, denke ich mir und geniesse trotzdem ein paar weitere Bierchen im Laufe des Strandtages. Der Schmerz schwillt ab und zu ab und es ist erträglich.

    Am späten Nachmittag begeben wir uns zurück ins traute Heim, wo mich eine weitere schmerzliche Überraschung erwartet.

    -------------------------------------------
    So, ich muss auf die Arbeit und schreibe in der Mittagspause weiter. Ich denke, dass ich dann auch zum Schluss der Kurzgeschichte komme. Soll ja kein Roman werden. :-)

    Gruss vom Fandao

  8. #7
    Fandao
    Avatar von Fandao

    Re: "Kann Glauben heilen?" -Eine story aus dem Leben!

    So, wie versprochen pünktlich zur Mittagspause den Rest der Kurzgeschichte:

    Kaum auf dem Bett niedergelassen, scheint mir jemand die eingebildete Axt aus dem Kopf zu ziehen – um gleich darauf erneut zuzuschlagen! „Verdammt, was geht denn bloss in meinem Kopf vor?“ – brülle ich schmerzerfüllt los. Jetzt greift meine Holde ein und verpasst mir zwei Tütchen Thai-Aspirin in einem Wasserglas. Ich lasse das Aspirin einige Minuten auf meinen Körper einwirken und der „Höllenschmerz“ geht in ein erträgliches „Wummern“ im Kopf über.

    Wir verlassen das Haus und gehen eine Kleinigkeit im Thai-Imbiss essen. Noch zwei Bier und ich bin plötzlich so total fertig, dass ich mich wieder ins Bett verziehen möchte. Ein Abendbummel durch Patong fällt aus und ich schlafe erschöpft im trauten Heim ein.

    Am nächsten Morgen stehe ich – irgendwie physich fertig – auf und wir machen uns nach dem Frühstück wieder auf den Weg Richtung Patong Beach. Schon im Sammeltaxi kündigt sich unheilvoll ein neues „Wummern“ in meinem Schädel an, das ganz schnell in den bekannten „Höllenschmerz“ übergeht.
    Ich habe die Schnauze voll und suche eine Ärztin gegenüber der Strandstrasse auf. Diese Ärztin spricht perfekt deutsch, da sie in Heidelberg ihr Studium absolviert hat. Ich schildere ihr mein –bisher mir unbekanntes – Krankheitsbild. Nachdem sie ein paar der üblichen Bodychecks durchgeführt hat, fragt sie mich, ob ich mir in den letzten Tagen irgendwelche eindringlichen Gedanken über ein Problem gemacht hätte. Dies kann ich ihr dahingehend versichern, dass ich über Wochen mit der Planung zum Zusammenkommen mit meiner Holden beschäftigt war.

    Kurzum – sie verpasst mir ein Tütchen mit ein paar bunten Pillen, die sie einer Packung entnimmt, wo ich in deutscher Schrift gerade noch so den Namen „Höchst“ und „Psyton“ entnehmen kann. Scheint also ein Mittelchen zu sein, das auf die Psyche Einfluss nimmt. Egal, rein mit einer Pille und nach wenigen Minuten lässt der Schmerz nach.

    Jetzt trotten wir so zum Strand und während ich anschliessend im Liegestuhl so vor mich hindöse, stelle ich fest, dass die „Axt“ ja eigentlich noch da in meinem Kopf sitzt – es ist mir nur wurscht! Also nehme ich zur Mittags- und Abendzeit brav meine Pillchen, und bin irgendwie erheitert, so dass sogar der sehnlichst erwartete Abendbummel durchs nächtliche Patong erfolgen kann. Spätnachts ab in die Heia und seelig abgedöst – bis zum späten Morgen.

    Ich wache auf und stelle fest, dass ich allein im Bett liege. Bevor ich mir Gedanken über den Verbleib meiner Holden machen kann, schlägt der unheimliche „Axtträger“ wieder zu! Schnell eine Pille rein und abwarten. Aber - nichts passiert – ausser, dass die „Axt“ offensichtlich in Bewegung ist. Ich schlendere rüber zum Thai-Imbiss-Nachbar und frage – den ganzen rechten Arm pressend über den Kopf gelegt – nach meiner Holden. Er gibt mir gestikulierend zu verstehen, dass sie mit seinem Motobike zum Einkaufen gefahren sei.

    Zurück im Bettchen denke ich, dass der mich mit meinem über den Kopf gepressten Arm für ganz schön bescheuert gehalten haben muss. Egal, irgendwie hilft diese Akupressur und ich warte geduldig auf die Einkäufe.

    Plötzlich – nach 2 ca. Stunden „knallt“ es irgendwie in meinem Schädel, ein befreites Gefühl, wie ich es noch nicht erlebt habe, tritt in meinem Hirn ein. Schmerz? Nee – nix mehr zu spüren!

    Freudestrahlend begebe ich mich vor die Haustür und sehe dort meine Holde am Strassenrand knien. Vor ihr ein Tablett mit einer grossen Citrusfrucht – Pampelmuse oder Riesen-Orange – ich weiss nicht. Das Früchtchen ist künstlerisch mit einem Messer zurechtgeschnitten und darin stecken 3 Räucherstäbchen und Lotosblumen. Meine Holde ist mit gefalteten Händen in Andacht versunken.

    Kurze Zeit darauf bemerkt sie mich und erkennt an meinem Gesicht, dass ich wohl sehr gut drauf bin. Ich frage sie, wo sie so lange war und was sie da macht.

    Sie teilt mir mit, dass mein Kopfschmerz eigentlich nur eine noch in Frage kommende Ursache gehabt haben könnte. Das fehlende Einverständnis des Hausgeistes, dass ich mit ihr unverheiratet in ihrem häuslichen Bett nächtige! Das muss ihn so erregt haben, dass er zu einer so rabiaten Strafe griff. Um Besänftigung zu erreichen, war dann natürlich eine besondere Opfergabe angesagt. Diese bestand im vorliegenden Fall aus einer in Phuket wohl selten zu kaufenden Citrusfrucht, so dass meine Holde sämtliche Märkte bis Phukettown abgeklappert hatte.
    Tja, was soll ich noch sagen? In den letzten 12 Jahren ist mir solch ein Schmerz nie mehr widerfahren.

    Lag es also an den „guten“ Pillchen, die sooo spät ihre plötzliche Wirkung entfaltet hatten?

    Oder - kann Glaube heilen?

    Ich persönlich brauche mir diese Frage nicht mehr zu stellen! Und, den berühmten „Tiger“ genehmige ich mir heute noch ab und zu zum Wohlbefinden.
    -----------------------------

    Ich hoffe, es hat euch einigermassen unterhalten und ich habe mir erlaubt, die story auch gerade zusammenhängend in neuem Outfit auf meine HP zu stellen.

    Gruss vom Fandao

  9. #8
    Avatar von Bieris

    Registriert seit
    10.02.2003
    Beiträge
    135

    Re: "Kann Glauben heilen?" -Eine story aus dem Leben!

    Machen einen schon nachdenklich, solche Dinge.

    Bei mir im speziellen, da ich eigentlich ein Mensch bin, dem man etwas beweisen muss bevor er es glaubt.

    Seit jedoch meine Katze letzten Dezember gestorben ist, bin ich eher bereit zuzugestehen, dass es so etwas wie "übersinnliches" geben muss.

    - Als ich nämlich meine Katze am frühen morgen tot am Strassenrand fand (05.35 Uhr)ist meine batteriebetriebene Armbanduhr für ca. 1 Std. stehengeblieben. Als ich um 08.00 Uhr auf mein Handgelenk blickte ( :O 07.00 :O ) dachte ich: auch das noch. Jetzt ist auch noch meine Uhr dahin. Aber nein. Seither läuft sie wieder wie am Schnürchen.

    Kann sein, dass mein (echt schweizerisches Präzisionsteil.... ) voll auf meine Gemütslage abgefahren ist... wer weis?

    Also. Ich stehe deiner Geschichte jedenfalls aufgeschlossen gegenüber.

    Gruss, Bieris

  10. #9
    Avatar von moselbert

    Registriert seit
    15.09.2003
    Beiträge
    2.627

    Re: "Kann Glauben heilen?" -Eine story aus dem Leben!

    @Fandao
    Ich bin wissenschaftlich an der Uni ausgebildet. Wissenschafter sollten eigentlich versuchen eine logische Erklärung für solche Dinge zu finden.

    Aber ich bin immer fasziniert von diesen Geschichten, die es zuhauf gibt und die man sich eigentlich nicht erklären kann.

    Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die entziehen sich unserem Vorstellungsvermögen. Und ich versuche auch gar nicht sie erklären zu wollen.

    Meine Frau und ich waren im letzten Jahr in Lourdes. Auch da wird von ähnlich mysteriösen Dingen berichtet. Todkranke Krebspatienten erleben später eine Spontanheilung etc. Meine Frau hoffte da von ihrer Migräne befreit zu werden. Ich sage dazu immer, man kann ruhig hinfahren, schaden tut es ja nichts.

    Dort kann man das eventuell noch mit dem eigenen Unterbewußtsein erklären. Man glaubt so doll daran, daß man durch den Besuch und Gebete geheilt wird, daß man tatsächlich geheilt wird. (Autosuggestion).

    Bei Dir ist das was anderes. Du hast ja nicht bewußt als Kranker irgend eine mysteriöse Stelle aufgesucht oder gebetet um gesund zu werden. Du wußtest eigentlich überhaupt nicht, wie Dir geschah. Also ist da nichts mit Autosuggestion zu erklären.

    Waren es die Pillen oder die Spenden an den Hausgeist? Man ist versucht, auf die Medizin zu tippen. Aber, wer weiß.

    Ich fand die Geschichte unheimlich toll. Sowohl toll, als auch unheimlich. Das ist eine Kombination, die ich liebe.

    Herzlichen Dank, Fandao. :bravo:

  11. #10
    CNX
    Avatar von CNX

    Re: "Kann Glauben heilen?" -Eine story aus dem Leben!

    Zitat Zitat von moselbert",p="128641
    Aber ich bin immer fasziniert von diesen Geschichten, die es zuhauf gibt und die man sich eigentlich nicht erklären kann.

    Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die entziehen sich unserem Vorstellungsvermögen. Und ich versuche auch gar nicht sie erklären zu wollen.
    Wahre Worte.

    Gruss
    C N X

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