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Kambodscha, ein schönes, freundliches Land im Wandel!

Erstellt von Otto-Nongkhai, 15.12.2003, 00:14 Uhr · 186 Antworten · 21.539 Aufrufe

  1. #61
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    re: Kambodscha, ein schönes, freundliches Land im Wandel!

    @Otto,

    mehr und mehr bekomme ich grosse Lust, auch mal durch Cambodia zu reisen, je laenger ich Deinem Bericht folge...!

    hello_farang

  2.  
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  3. #62
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    re: Kambodscha, ein schönes, freundliches Land im Wandel!

    Ja ,hello farang ,

    dass genau ist ja der Sinn meines Berichtes !!!

  4. #63
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    re: Kambodscha, ein schönes, freundliches Land im Wandel!

    Farmer ,Studenten ,Buddhas in ihren saframgelben Umhängen ,alte Leute mit zerfurchtem Gesichtern ,Soldaten ,Polizisten und immer wieder Essverkäufer mit ,für mich ,merkwürdigen Sachen in ihren Körben von einer Pfliegenherde belagert.
    Mal Obst ,Gemüse ,kleinen und grossen Eiern und Süssigkeiten.

    Eine Khmer versucht verzweifelt die Challosien runterzulassen um die Sonne auszuschalten ,aber zum Glück klappt das nicht und ich kann weiter die beeindruckende Natur beobachten die am Fenster vorbeigleitet.








    Weiter geht die Fahrt an bizarr geformten Felswänden vorbei ,dann wieder weite Felder ,Gestrüb und einige Büffelherden die im kärglichen Gras weiden ,dass von verbrannte Baumstümpfe eingerahmt wird.
    Auch einige Strohhütten mit kleinem Garten liegen romatisch an den Gleisen.








    Kinder die im Wasser platschen und ihr Geschrei ist weit zu hören und übertöhnt sogar das Gerattere des Zuges.

    Jetzt fährt der Zug durch teilweise menschenleere Gebiete ,wo sich ein Überfall direkt anbietet ,wenn überhaupt etwas zu hohlen wäre.
    Die Fahrt und das Rattern des Zuges wirkt einschläfernd und ich ziehe eine Coke rein um nicht wegzunicken.
    Langsam erscheint die Sonne als gelbroter Ball am westlichen Horizont und es fängt an zu dämmern.

    Ein beeindruckendes Schauspiel wenn die Sonne gegen 6 p.m. hinter den Hügel versinkt und in West-Europa gerade den Mittag einleutet.

    Gegen 8 p.m., mit einer Stunde Verspätung ,erreichen wir Batdambang HBF und ich verabschiede mich vom Schaffner und dem Lehrer ,die gut auf mich aufgepasst haben und verdrück mich an den wartenden Moped-Taxis vorbei in Richtung Chaya Hotel ,
    wo ich ein karges Zimmer ohne TV für 4 $ anmiete.

    Kurz geduscht und ab zu meinem bevorzugtem Speiselokal am Fluss ,wo ich das Fischessen und einige Flaschen Chang Bier nur so verdrücke nach der entbehrungsreichen Zugfahrt eine Delikatesse.

    Danach falle ich ins Bett und gleite in einen tiefen Schlaf ,
    nicht aber vorher den für 2 $ gekauften Wecker auf 6,30 a.m gestellt zu haben.

    Fortsetung Folgt !

  5. #64
    Avatar von Bökelberger

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    re: Kambodscha, ein schönes, freundliches Land im Wandel!

    @Otto
    Wahnsinn dein Fotomaterial...diese hätten sicher auch verdient gehabt, eine Nummer größer eingestellt zu werden. Bei manchen find ich es wirklich echt schade, dass sie nicht ein paar Nummern größer sind...
    Bin von diesem Bericht echt beeindruckt !
    Dein Reisebericht wird im Nitty mit Sicherheit in die Geschichte eingehen und zukünftigen Kombodscha-Reiseinteresierten eine willkommene und bildhafte Hilfestellung und vieles darüber hinaus bieten !
    Einfach Klasse ! :bravo:

  6. #65
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    re: Kambodscha, ein schönes, freundliches Land im Wandel!

    Ich wache pünktlich auf und bekomme noch gerade den Air Con Bus zurück nach Phnom Penh ,aber diesmal steige ich auf halber Strecke aus ,um den verschlafenen Ort Pursart zu besuchen.

    Ich schecke im New Inperations Hotel an der Hauptstrasse ein und bekomme für 5 $ ein grosses, komfortables Zimmer ,mit 2 Doppelbetten ,TV, Badezimmer mit Badewanne und heissem Wasser ,Handtüschern ,Seife ,Schampo ,Kamm.
    Da hätte ich doch meine Frauen alle mitbringen können ,
    so gross war das Bett und Badewanne im Zimmer.

    Pursart ist ein kleiner ,gemütlicher ,ruhiger Ort an dem ruhig dahingleitenden Fluss Stang Pursart mit vielen Tempeln und kaum Touristen.

    Auch einige alte Villen und grosszügig gebaute Hozhäuser sind zu sehen.













    Habe gleich einen amerikanische Missionar der in der Kinderarbeit tätig ist getroffen ,der mich ein bischen herumgefahren hat.

    Abends bin ich dann in das Restaurant neben meinem Hotel gegangen und musste feststellen ,dass die Essensauswahl nicht so gut ist wie in der Hauptstadt oder Batdambong.
    Zuerst konnte man die Speisekarte bei dieser Schummer-Pettingbeleuschtung kaum lesen.
    Dann bekam ich so ein Splitterhuhn in saurer Sause ,dass jedem Grätenfisch grosse Konkurenz gemacht hätte.
    Nur der Reis hat einigermassen geschmeckt.
    Das Bier war doppelt so teuer wie in P.P. und so hielt ih mich zurück.
    Also habe ich mich aufs Zimmer verdrükt und mir einen UBC-Film reingezogen ,denn mit Sat sind hier alle Hotels versehen.

    Am nächsten Tag um 7.30 a.m. fuhr dann mein Bus Richtung P.P weiter für 3 $ und erreichte die Hauptstadt gegen Mittag.






    So ,jetzt bin ich wieder in Trubel ,Staub ,der Hektik und muss aufpassen ,dass mir kein Moped über die Füsse fäht und ich unbeschadet die andere Strassenseite erreiche.



    Der Strassenverkehr geht mir langsam auf den Keks.
    Ihr müsst euch das so vorstellen ,da sind je Fahrtrichtung 3 Spuren und auf jeder Spur fahren die Mopeds ,die versuchen auf die andere Seite zu kommen gegen die Fahrtrichtung.
    Dann gibt es auch kaum Ampeln.
    Willst du also auf die andere Seite kommen bis du laufend den Kopf hin und her am bewegen ,damit du alles im Blick hast.
    Schritt vor Schritt und nie zurück sonst liegst du unter den Rädern.
    Die Mopeds weichen irgendwie schon aus ,aber wenn ein Auto kommt hast du nur eine Chanse ,
    Füsse in die Hand und nichts wie weg.
    Abends ,so ab 22 sind die Strassen dann fast leer und jetzt würde das Laufen spass machen ,aber ich verspüre zu dieser Zeit kein Verlangen in eine kleine ,unbeleuschtete ,schmutige von Schlaglöschern wimmelnde Strasse einzubiegen und über Obdachlose zu fallen.
    Ich laufe gern ,aber 2-5 km in Phnom Penh gehen ganz schön an die Nerven und jede Minute musst du auch den Kopf schütteln ,da dich ein Mopedtaxifahrer fragt ,ob du mitfahren willst.

    Ab und zu flippe ich dann doch aus ,nach je 1.000 Kopfschütteln und dass kann hier gefährlich sein ,denn man sollte einen Khmer nicht reizen ,oder etwas schlechtes über Kambodscha sagen.
    Die Khmer's sind ,wie auch die Thais ,sehr stolz auf ihr armes ,aber schoenes Land.
    Da versteht der Khmer keinen Spass ,genauso wie ein Thai.

    Fortsetung Folgt !

  7. #66
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    re: Kambodscha, ein schönes, freundliches Land im Wandel!

    Hallo Klaus !
    Grösse Bilder habe ich hier alle auf CD gespeichert und die kannst du dir mal bei einem Treffen anschauen.
    Hätte ich diese Bilder hier reingestellt ,dann wäre das Forum bei einem Seitenaufruf den Bach runter gegangen und das wollen wir doch nicht.

    Muss z.Z ärztlicherseits etwas kürzer treten und weiss nicht ,wie lange ich mit der Einstellung des Restberichtes noch brauche.

    Gruss

    Otto

  8. #67
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    re: Kambodscha, ein schönes, freundliches Land im Wandel!

    Landleben:
    80 % der Khmer leben von der Landwirtschaft.
    Das Hauptanbauprodukt ist Reis bei 1-3 Ernten im Jahr je nach Bewässerungsmöglichkeit.
    Man baut aber auch Süsskartoffeln ,Maniok ,Bohnen ,Zuckerrohr ,und Mais an.

    Um die Hütten werden Obstbäume wie Palmen ,Mango ,Jackfrüchte ,Bananen und Papays angepflanzt.
    In Batdambang gibt es die Pursat-Orange.
    Die Farmer züchten Kühe ,Wasserbüffel ,Schweine ,Enten und Hühner.

    Für die Bauern ,die am Fluss leben ist der Fischfang eine grosse Einnahmequelle ,besonders wo der Fischpreis immer mehr steigt und heute ist Fisch bestimmt kein Armerleute Essen mehr.

    Das Krama ,ein meist rot-oder blau-kariertes Baumwolltuch ist eine Art Wahrzeichen des Landes.
    Es wird zur Abdeckung gegen Sonne und Staub ,als Zwischentuch beim Tragen schwerer Lasten ,als Taschentuch ,als Badetuch und sogar zum tragen von Kleinkinder ist dieses Tuch geeignet.
    Unter Pol Pot war dieses Tuch fester Bestandteil der Uniform der Soldaten.

    Die Bambushütten auf dem Dorf machen einen sauberen ,ja idyllischen Eindruck.
    Die meisten Häuser stehen auf Holz oder Betonstelzen.
    Unter dem Haus können sich die Haustiere ,aber auch landwirtschaftliche Geräte verstaut werden.
    An jedem Haus ist eine Treppe an deren Fuss die Schuhe ausgezogen werden.
    Das Haus besteht aus einem grossen Raum ,in der auf dem Boden Platz genommen wird.
    Man schläft auf geflochtenen Bastmatten.
    Jedes Gebäude ist mit einem Garten ,der schattenspendende Bäume enthält umgeben.


    Fahrt in ein kleines Khmer Dorf am Rande der Berge !

    Das ist für mich immer ein Wagnis ,vor einer Woche lernte ich einen Khmer Studenten ,so 22 Jahre ,kennen und dann fahre ich mit ihm schon 100 km ausserhalb Phnom Penh's in sein abgelegenes Heimatdorf.

    Ab morgens um 6 mit einem Moped für 1.500 Riel zum Taxi Bahnhof hinter der Tonlep Brücke im Osten.
    Von dort mit einem Taxi für 5 Sitzplätze ,aber mit 9 Mann Besatzung für einen $ ca. 70 km zu der Mekhong Fähre in Pummi Banam.







    Hier beginnt der PREY VENG DISTRIKT.

    Bei der Anlegestelle der Fähre sind immer sehr viele aufdringlische Händler Bettler und Kinder .
    Auch Geldwechsler für das nahe Vietnam versuchen krampfhaft ,ihre Dong überteuer an Mann und Frau zu bringen.
    Das hier der Taschendiebstahl blüht ,brauche ich wohl kaum zu erwähnen.








    Übersetzung auf einer verrosteten ,vollgepfropften Fähre kostet gerade mal 1 Bath = 100 Riel.

    Fortsetzung Folgt !

  9. #68
    pef
    Avatar von pef

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    re: Kambodscha, ein schönes, freundliches Land im Wandel!

    @Otto-N.

    hast du eigentlich deine Marktfrau nochmal getroffen?

  10. #69
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    re: Kambodscha, ein schönes, freundliches Land im Wandel!

    Genau, die "Berichterstattung" über diese Begegnung wurde ganz unschuldig abgebrochen

    :-)
    Karlheinz

  11. #70
    woody
    Avatar von woody

    re: Kambodscha, ein schönes, freundliches Land im Wandel!

    Zitat Zitat von mrhuber",p="103967
    Genau, die "Berichterstattung" über diese Begegnung wurde ganz unschuldig abgebrochen...Karlheinz
    Ja das ist mir auch aufgefallen. Otto, hat´s etwa nicht geklappt????

    Deine Schilderung vom [highlight=yellow:6987062ffa]Landleben[/highlight:6987062ffa] passt auch ohne Abstriche auf das Thailand der 70er Jahre. Selbst das karierte Tuch (pa knma) hatte damals jeder Bauer ständig dabei.

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