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Juni 2005 - ... volle Pulle Leben ... Version 2.0

Erstellt von Stalker, 13.03.2007, 09:51 Uhr · 37 Antworten · 4.349 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Stalker

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    Juni 2005 - ... volle Pulle Leben ... Version 2.0

    ... vieles was es hier in diesem Thread zu sehen gibt, war schon in einer ersten Version vorhanden, die man im Forum noch finden kann. Und denkt daran, dass hat sich zeitlich
    vor den 2006er Threads abgespielt ....

    1. Ankunft .... Dank an City

    Einmal wissen dieses bleibt für immer
    ist nicht Rausch der schon die Nacht
    verklagt
    ist nicht Farbenschmelz noch
    Kerzenschimmer
    Von dem Grau des Morgen längst
    verjagt

    Im Juni 2005 trieb es mich wieder nach Thailand. Bin doch eher ein Low-Season-Freak, da dann auch mal so ....... wie ich auf ihre Kosten kommen.
    Der Flug mit THAI – wie immer zu voller Zufriedenheit – brachte mich wieder ein Stück näher ans nächste Business-Class Upgrade.



    ... raus aus dem Flieger ...



    ... Suvarnabhumi ??? Wat is dat denn...

    Überraschung war geplant. Auch dieses Mal erzählte ich Su vorher nicht von meinem Erscheinen. Nun wird sich mancher fragen, wie der Stalker reagiert wenn er feststellt, dass die „Mia Noi“ mit einer anderen Love-Machine unterwegs ist??

    Und da kann ick Euch sagen, eher die coole Sau raushängen zu lassen:
    1. Will ich die Su nicht heiraten…
    2. Bin ich lange genug in Thailand um intellektuell zu begreifen, dass die Bargirls mitunter mehr als einen Kunden im Jahr haben - obwohl das zugegebener Maßen für Einige ziemlich unwahrscheinlich klingen mag, besonders wenn man von seinen eigenen Qualitäten und seinem eigenen Sendungsbewusstsein überzeugt ist.
    3. Wenn die liebe Lotusblume – die ich ja mit 5.000 Baht monatlich alimentiere, und die sich bei meinem Erscheinen deswegen verdammt noch mal nur mir zur Verfügung halten darf, inklusive anspruchsvollem und wiederholungsarmen Kulturprogramm – der Meinung ist zu gleichen Zeit ihr Herz einem besseren Boyfriend zu schenken, auch egal, es rennen ja genug geile Girls durch die Gegend, die ohne Weiteres in mein Beuteschema passen. Obwohl der Begriff Beuteschema Schwachsinn ist, da ich der Meinung bin eher Gejagter als Jäger zu sein („Hello 5exyman, come in ….“).
    Fazit: Bin nicht eifersüchtig, wenn's eben nicht mehr läuft, gibt’s genug Alternativen …

    Ist allerdings nur halbe Wahrheit. Hatte diesmal noch einen besonderen Coup vor. Da mich Su in den vergangen 18 Monaten nicht versucht hatte zu verarschen (bzw. dies mich nicht spüren ließ),wollte ich ihr diesmal ein Bärendienst erweisen. Im Berufsleben hatte sich ein gewisser Stalker mit einer Glanzleistung profiliert, der ihn in die Lage versetzte ordentlich auf den Putz zu hauen. Die „Hauptfrau“ bekam aus diesem Anlass einen Kleinwagen japanischer Bauart und auch die liebe Su sollte bedacht werden – natürlich nur bei guter Führung die nicht die Nettiquette des Punktes 3 der o. g. Aufzählung verletzte.

    Mein Basislager schlug ich dieses Mal in der Soi 11 in einem Topaz-Studio der Grand President Executive Serviced Apartments auf. Hochtrabender Name für ein Mittelklassehotel. Besteht aus 2 Gebäuden auf gegenüberliegender Straßenseite.



    Grand President ... abends sieht’s besser aus....



    Topaz Studio ... naja ... geht so



    ... Yeah DWTV...



    ... Rudimentärküche ... vom Kühlschrank fiel man direkt ins Clo, hier wurde ich durch eine Freelancerin vergiftet, dazu später mehr

    Nach Auspacken und Duschen hatte ich erstmal Bock auf eine Massage. Was tun? Bodymassage kam nicht in Frage. Wollte mit Su ja ausgiebig Wiedersehen feiern. Also wählte ich eine Servicenummer im Hotel. Die Massage sollte 600 Baht kosten, naja nicht gerade preiswert, aber ich hatte momentan keinen Bock mich zu bewegen. Su wollte ich am Abend im Internetcafe überraschen, wir hatten uns zum monatlichen Webcamchat verabredet und ich freute mich schon über ihr erstauntes Gesicht, wenn ich dann real und hochauflösend vor ihr stehen würde.

    Der Plan wurde aber leicht abgeändert als es an meiner Tür kloppte und Bee vor mir stand. Eine zierliche Lady, die aber trotzdem richtig gut massieren konnte. Irgendwann berührte sie dann „versehentlich“ meinen .......bereich….

    So verließ ich gegen 19.00 Uhr sehr entspannt mein Hotelzimmer und ging erstmal ins Gulliver einen Happen pappen, da der Webcamtermin mit Su erst gegen 21.00 Uhr stattfinden sollte. Heroisch wehrte ich die Angebote der Ladies im Gulliver ab und traf Su dann - für sie ungeplant - im I-Net-Cafe. Das Gesicht hättet ihr mal sehen sollen – Ungläubigkeit, Fassungslosigkeit und am Ende Ekstase (tja die Yings haben es eben drauf…).



    ... zugegeben sieht etwas bedeppert aus, hatte einfach den Arm ins I-Net-Cafe gehalten und abgedrückt...

    Alles wunderbar, große Freude trallala, Küsschen hier und Küsschen da. Sie hatte noch eine Freundin dabei. Es handelte sich um Gat – ein Biergartenazubine, von der mir Su schon per E-Mail erzählt hatte und die von Su eingefreelanct wurde. Wir verbrachten einen lustigen Abend im Biergarten, wo ich auch wieder meinem Kumpel Lung Choon – den Manager des Ladens traf. Der Biergarten in der Sukhumvit Soi 7 ist immer wieder einer meiner Anlaufpunkte. Ein Freelancerinnen-Treffpunkt, also Ladies die hauptberuflich oder nebenberuflich (sporadisch) der Prostitution nachgehen, nicht jedoch in der Bar angestellt sind. Deswegen gibt’s auch keine Barfines oder Ladydrinks. Er wird neben Touristen auch von vielen Farangs die in BKK arbeiten frequentiert. Da Su auch damals zu sporadischer Freelancer-Tätigkeit neigte, war das hier sozusagen ihr Arbeitsplatz. Die Küche bietet deutsche und thailändische Gerichte und hat imo ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.
    Ähnlich bekannte Location ist der Thermae Coffee Shop in der Suk Soi15

    Su tuschelte mit Gat und fragte mich schließlich, ob diese uns nicht heute ins Hotel begleiten darf, da sie „jwd“ (janz weit draußen) wohnt und sonst mit Su ins Appartement nach Saphan Kwai gefahren wäre. Hatte prinzipiell nichts dagegen, obwohl das intime Wiedersehensprogramm nun natürlich nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Sag Euch meinen Dank.



    Bargirlworkshop ... "Ach, das ist also kein Luftballon...." – wir hatte uns viel zu erzählen …

    Die Mittagssonne ließ den zweiten Tag beginnen ... Gat war schon gegangen und in unserer kleinen Küche hatte Su schon Nescafe angerührt....

    ... die Ankunft ist vorbei ... aber das ist einerlei...

    Fortsetzung folgt
    Stalker

  2.  
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  3. #2
    pef
    Avatar von pef

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    Re: Juni 2005 - ... volle Pulle Leben ... Version 2.0

    Was hast du denn damals für das Studio bezahlt? Die gleiche Rate wie auf der website?

    Ich bin immer ein paar Meter weiter im Federal, natürlich nicht so komfortabel.

  4. #3
    Avatar von Stalker

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    Re: Juni 2005 - ... volle Pulle Leben ... Version 2.0



    Ich glaube es waren so um die 2000 Baht ....

    Stalker

  5. #4
    Avatar von Stalker

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    Re: Juni 2005 - ... volle Pulle Leben ... Version 2.0

    2. My two Cents – Überlegungen zum System … immer noch Dank an City …

    Einmal fassen tief im Blute fühlen
    Dies ist mein und es ist nur durch Dich
    Nicht die Stirne mehr am Fenster kühlen
    Dran ein Nebel schwer vorüber strich

    Wer die Beziehung zu einer Barlady aufbaut, bekommt unter günstigen Umständen einen tieferen Einblick in diese Welt. Dinge die man als reiner Kunde nicht wahrnimmt rücken näher heran. Auch wenn die Yings mitunter übertreiben, wer genau hinsieht hat Einiges zu entdecken. Voraussetzung ist natürlich, dass einem ein solcher Blick auch gewährt wird. Hat die Lady kein Interesse daran, wird es schwerer die Dinge zu erkennen.

    Meiner Meinung nach ist es letztendlich das System der gesellschaftlichen Zustände in Thailand, die dafür Sorgen, dass ein so großer Strom junger Frauen ihr "Glück" in der Prostitution sucht.

    Spiel-, Drogensucht, oftmals das – bei Reisfeld- oder Fabrikarbeit - unerfüllbare Bedürfnis nach Konsumgütern, aber eben auch der Zwang die Eltern und Kinder zu versorgen, vom Partner verlassen zu sein, einen neuen Mann – mit Kindern vom Ex – schwerer zu finden, gehören hierbei zu den begünstigenden Faktoren.
    Wenn sich das dann noch mit einer Schulbildung paart, die einen nie mehr als vielleicht 5.000 – 7.000 Baht im Monat verdienen lässt, fällt es schwer diesen Wünschen, Verpflichtungen oder Zwängen nachzukommen.
    Die oben genannten Zustände werden dann zu den Navigationssystemen, die die Yings nach Pattaya, an die Sukhumvit oder nach Patong führen. Am Ende kommt eine goldbehangene Blauziegelhausying, die mit gesponserter Kohle um sich wirft oder als vermeintliche Mama-San gleich auf Werbungstour ist und es erfolgt eine Initialzündung, die die Rakete in das 5exbusiness starten lässt.

    Viele „gestandene“ Barladies, die ich im Laufe der Jahre kennen lernte, bemühten sich um eine gute Ausbildung ihrer Kinder. Leider ging in den Fernbeziehungen (Mutter in Pattaya, Kinder bei den Großeltern o.ä.) oft das Familienleben in die Brüche. Kinder, die in zerrütteten Familien aufwachsen können oder wollen die Chancen, die ihnen offenbart werden mitunter nicht wahrnehmen. Und das „bessere“ Leben, für das die Mutter jedem Touri den Urlaub verschönte findet nie statt.
    Viele werden nun argumentieren, dass man in Thailand nicht an Hunger sterben muss, dass es auch andere Möglichkeiten gibt seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Hintergründe sind aber immer subjektiver Natur und derjenige der nie in eine solche Situation versetzt ist wird wohl kaum in der Lage sein eine faire Beurteilung abzugeben.



    The Fantastic Four ...

    Auch in diesem Forum lese ich oft von abgezockten und berechnenden Barfrauen. Solange aber mancher Pauschaltourist hier für 11 € 5exuelle Dienstleistungen in Anspruch nimmt, die er sich zu Hause nicht mal wagen würde auszusprechen, halte ich dieses „Abgezocke“ in bestimmten Grenzen für mehr als legitim. Die Blauchdachziegelfraktion sticht nicht nur vom Flugzeug aus ins Auge, schafft meiner Meinung nach jedoch nur ein Zerrbild der Situation. Am längeren Hebel sitzt letzten Endes der Costumer, der die Ying und ihre Dienstleitungen auf reinen Warencharakter reduziert und somit eine menschenunwürdige Inhumanisierung darstellt. Mag das ganze mit noch soviel Weichzeichner-Mia-Noi-Just-for-Fun-Gequatsche verharmlost werden. Die Sache ist ganz einfach: Wieviel der Mädels würden sich denn für Geld ...... lassen, wenn sie finanziell ausgesorgt hätten? Klar gibt’s Nymphen, gibt ja auch Leute die schon auf dem Mond spazieren waren.

    Natürlich kommt es vor das eine Ying-Costumer-Geschäftsbeziehung in eine andere Richtung abdriftet und am Ende auch eine funktionierende Ehe daraus entstehen kann. An dem letzten Endes inhumanen System ändert sich dadurch aber nichts.
    Wer nun meint ich will als Mitglied der Heilsarmee agitieren irrt, ich ..... in jedem Thailandurlaub bis mein Schwanz glüht und nutze das finanzielle Nord-Süd-Gefälle aus. Es hindert mich aber nicht daran diese Dinge zu thematisieren.
    Ich bin immer auf Seiten der Ladies. Man sollte sich doch einmal vergegenwärtigen in welchem System man da abtaucht. Neben den Kunden sind natürlich die Yings die Hauptdarsteller in diesem großen Theater, von Drehbuchautoren und Regisseuren kann ich nicht allzu viel berichten, kenn diese nur sehr oberflächlich.



    Stellvertretend einmal vier Hauptdarstellerinnen mit kurzem Blick in ihre ganz individuellen Lebensgeschichten (von links nach rechts).

    1. Gat (aka I love Buzz Lightyear) – 26 Jahre eine 6jährige Tochter, Vater der Tochter hat sich aus dem Staub gemacht, Familien-Autounfall letztes Jahr. Einige noch heute sichtbare, aber kaum störende Verbrennungen und eine Narbe am Auge. Ihr Stiefvater (Haupternährer der Familie) hatte größeres Pech: Wirbelsäulenschaden, kann kaum noch laufen. Arbeit in Papierfabrik weg, natürlich keine Sozialleistungen. Gat arbeitete in einer Textilfabrik. 7.00-19.00 täglich Mo-Sa, 30 Minuten Pause mit Work over 6000 Baht im Monat. Zu wenig für die Familie. Schafft nun seit ca. 2 Monaten im Biergarten.

    2. Kaew aus Sisaket (aka SomTam all day, all night) – 32 Jahre, hat sieben Jahre als Somphanee gearbeitet. Erst als Servicegirl in der Safari Agogo auf der Patpong, später als Freelancerin in der Thermae und im Biergarten. Eine schon fast erwachsene Tochter (16). Vater letztes Jahr an Darmkrebs gestorben. Hab Ihn noch kurz vor seinem Ende kennengelernt. Kein schöner Anblick, Katheder im Bauch usw. ….damals lebte die ganze Familie bei Kaew, da die medizinische Versorgung in Bangkok besser ist, als in Sisaket. Ein alter Franzose war jahrelang ihr Sponsor. Sie macht ihm heute noch sein Condo sauber.
    Er mal eine Bar in Bangkok nach europäischem Muster, also ohne Bargirls in der Suk Soi 33 und immer gut Kohle (so was soll es auch geben), so dass er sich jeden Tag kleine Manga-Tussys aus der Thermae holt. Ist aber ein ausschließlicher Schnecken- und Austernlecker, da nix anderes mehr geht. O-Ton Kaew „... believe me he gin hoi every day, I think if he can not eat he will die jing jing." Inzwischen gibt es einen Boyfriend aus Schottland, bei dem im Juli schon mehrmals Mal Visaalarm sein war. Gemeinsame Zukunft nicht ausgeschlossen …. wünsche Ihr alles Gute.

    3.) Mae (aka I am a crazy Cat) – 28 Jahre alt, zierliche Lady die Michael Jackson hoffentlich nicht den Rang abläuft, was Schönheits-Op angeht. Nase, Kinn, verschiedenfarbige Kontaktlinsen – mal sehen was als Nächstes kommt.
    Älteste von 6 Geschwistern. Bezahlt die Schule für die Jüngeren. Hat in der kleinen Soi zwischen Soi5 und Soi7 einen Shop eingerichtet, in dem auch ihre taubstumme Schwester (Mitte) nach der Schule noch etwas Geld verdienen kann.



    Maes Schwester in ihrem Shop

    4.) Su - (aka .......) – hab sie ja schon im 2004er Thread genauer vorgestellt, 34 Jahre jung, nur 2 Jahre Schulbesuch, Mutter ständig vom Vater verprügelt haute ab, Vater suchte sich dann Ersatz in meiner Mia, wurde mit 8 entjungfert, als sie 12 war haute sie ab. Kein Glück mit Thaiboys, mit 27 Jahren angefangen als Somphanee zu arbeiten, davor Maid bei Telekom Asia und Arbeiterin in einer Druckerei. 3 Jahre lang Pause im Business (Sponsor aus Kanada). Ihr Sohn besucht inzwischen eine technische Fachschule (I sell ..... until he finished school). Das ist inzwischen vorbei, nicht weil die Schule schon beendet wurde, sondern weil der Absprung "vorerst - auch wegen Stalkers Sponsoring" geglückt ist.



    Su mit ihrer Freundin Nam (Mitte) die an diesem tollen Shop Thaifood verkauft - Phaneng Gai für 30 Baht ... sehr lecker, Nams Schwester (rechts) schafft in Bad Taya und machte Fronturlaub...



    Su mit ihrem Sohn, der an der "Army Transportation Engineering School" in Bangkok Elektrotechnik studiert. Im Hintergrund Gat ...

    In den nächsten Beiträgen geht’s dann wieder mehr um die Schilderungen von Erlebtem, als meine Nachts-nicht-schlafenn-können-Ergüsse ...

    Fortsetzung folgt...
    Stalker

  6. #5
    pef
    Avatar von pef

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    Re: Juni 2005 - ... volle Pulle Leben ... Version 2.0

    @stalker,

    das war

  7. #6
    Avatar von Stalker

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    Re: Juni 2005 - ... volle Pulle Leben ... Version 2.0

    3. Bangkok-Impressionen

    Mein Tag beginnt hier mit Körperertüchtigung im Hotel-Pool. Es wird einem ein schöner Blick über die Betonklötze Bangkoks geboten.



    Postkartenidylle ... naja

    Man hört den Straßenlärm, die Pfiffe von Sicherheitsleuten, kann beobachten wie die Leute ameisengleich ihrem Tagwerk nachgehen. Die Sonne verwandelt alles in hellen Sonnenterror, der noch von den zumeist hellen Fassaden der Hochhäuser reflektiert wird. Regelmäßig wirst du geblendet, wenn du einem beschatteten Bereich Lebewohl sagst. Obwohl ja im Sommer schon Regen mit auf Petrus Programm steht, hatte ich damit nur 4x das Vergnügen und war eigentlich immer im Trocknen.

    Zurück von dem angenehmen Guten-Morgen-Bad im Hotelpool, zeigt mir Su erst mal die Stelle wo ich sie gerne mal so richtig kann ….



    Wat is der Stalker fürn Arsch ... -..........

    Das Frühstück nehme ich mit Su im German Beerhouse ein, das sich gleich mit im Hotel befindet. Und was gibt es in diesem exotischen Land, 10.000 km von der Heimat entfernt? Käsebrot und Erdinger Weißbier - willkommen in Bangkok!!!



    ... exotisches am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen ... Su ist zu aufgeregt etwas zu Essen ... wenn es hier einige Unstimmigkeiten auf dem Foto geben sollte… No comment.

    Nach erfolgter Stärkung geht’s erst einmal an illustre Orte zum Shoppen, Spielen und glücklich sein. Habe eigentlich keinen genauen Plan und lasse mich treiben … einfach mal ein paar undokumentierte Fotos aus dem Bangkoker Alltag …



    ... vom-Skytrain-runterguck-Idylle ...



    ... ick bieg dann mal ab...



    ... On the Road to Nowhere



    ... unterwegs gibt’s überall leckere Sachen...



    ... noch mehr leckere Sachen ...



    Su trifft einen alten Boyfriend ... knuffig wie immer...



    ... (Su)rrealistisch, aber doch wahr...

    Abends sitzen wir dann öfter im Biergarten. Meistens gesellen sich auch Gat und Mae dazu, die ich auch erst bei diesem Trip frisch kennen gelernt habe. Nach einigen Bieren werde ich mutig und frage die Girls ob wir nicht Richtung Soi Cowboy abdüsen wollen. Meine Idee wird überaus wohlwollend angenommen und schon wenig später stellt die laue Bangkoker Abendluft im zugigen TukTuk unsere Fönfrisuren auf die Probe …


    ... auf zur Soi Cowboy ...



    .. Bangkok 22.30 Uhr, 29°C, Windstärke 12, die Frisur sitzt



    ... Soi Cowboy ...

    Nach einigem Durchqueren der Gogos kommen wir in einen Club, in dem nicht gleich das Servicegirl overpushed nach Getränken fragt und ich von den Hupfduhlen auf Grund meiner Bodyguards ignoriert werde. Es wird ein netter Abend, Mae kriegt sich gar nicht ein, weil sie mich ständig an die zweite Etage der letzten Gogo erinnern muss, genauer gesagt an die Damen, die auf dem durchsichtigen Boden Schneckenschau betrieben. Als Su ihr dann zu vorgerückter Stunde vorschlägt in die Gogo-Ying-Szene zu wechseln, ist Mae mutig genug sich ihre Schuhe auszuziehen, die nächstbeste Stange anzuspringen und dort Mae das Gogogirl zu spielen.



    ... nee der Tip ist nicht von mir...

    Die ganze Sache war so geil, dass ich ein paar Tage später mit Su, Gat und Mae noch mal losziehe. Irgendwann verarschen mich diese „.........“ dann aber - wie man auf den Bildern sehen kann. Da sie in ihre Dunkelthailanddialekte fallen, nützen mir auch meine Minimalstthaikenntnisse nicht, um zu wissen über wat die sich nun lustig machen …



    ... rotzfrech³



    ... was tue ich mir hier wieder an...

    Fortsetzung folgt…
    Stalker

  8. #7
    Avatar von Stalker

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    Re: Juni 2005 - ... volle Pulle Leben ... Version 2.0

    4. Extrem kurzer Besuch eines Gourmettempels ..

    … der leider so mittelmäßig ist, dass ich den Namen bereits vergessen habe.

    Als ich im November 2004 im Ambassador abgestiegen war, interessierte ich mich für das Restaurant, welches auf der anderen Seite der Soi 11 liegt und an dem wir recht oft vorbeiliefen. Gerade abends macht dieses Restaurant einen gediegenen Eindruck. In einem Vorgarten ertönt ansprechende Lifemusic der unaufdringlichen Sorte und so dachten wir daran, ganz im Sinne von Wine und Dine … dieses Schmuckstück anzutesten.





    ... ich mag ihr Lächeln...

    Wir … insbesondere Su … machten uns also „schrittfrisch“ … und betraten wenige Minuten später frohen Mutes das Lokal.



    Das Foto habe ich im Dezember 2004 aufgenommen. Vermutlich hatte die Niederschlagswahrscheinlichkeit dafür gesorgt, dass bei unserem Besuch keine musikalische Untermalung der kulinarischen Genüsse geboten wurde.

    Am Eingang des Restaurants konnte man an einem Schild lesen, dass es sich hierbei um eines der besten und mehrfach preisgekrönten Restaurants Thailands handelte. Unsere Vorfreude wuchs ins Unermessliche.

    Der Staff beeindruckte uns auch so gleich durch das Fehlen an jeglicher Herzlichkeit, die bspw. beim Personal im Biergarten verströmt wurde. Vielleicht mochte man uns auch nicht, oder schob uns gleich in die richtige Schublade „5extourist und Somphanee on the Road“, jedenfalls dauerte es eine Ewigkeit bis wir die Speisekarte erhielten und uns trotz ziemlicher Leere etwas bestellen konnten. Ambiente und Speisepreise waren dafür umso erstklassiger. Ich überlegt schon das ganze komplett abzublasen, hatte aber noch Hoffnung der ganzen Auszeichnungen wegen, somit ja die Küche vorzüglich sein müsste.



    Noch sind wir guter Dinge...

    Wunschvorstellung, wie sich herausstellte. Salzig, lauwarm, einfach schlecht. Es dauerte nicht lange und wir verließen ohne Tipp diese Mogelpackung, nicht ohne dem Staff zu versichern, das letzte Mal hier gewesen zu sein. Wenig später wurde adäquater Ersatz an einer Garküche in der kleinen Verbindungsgasse zwischen Soi 5 & 7 gefunden. Man konnte uns freundlich und flott ein opulentes Mahl auftischen und wir gingen am Ende um eine Erfahrung reicher, ein paar hundert Baht ärmer, aber gesättigt und nun auch zufrieden zurück.

    Fortsetzung folgt
    Stalker

  9. #8
    Avatar von Stalker

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    Re: Juni 2005 - ... volle Pulle Leben ... Version 2.0

    5. Ein schwüler Nachmittag im Biergarten

    jeder tag ist offen wie ein krug
    und am morgen leer daß man ihn füllt
    hat man ihn am abend voll genug
    wird der durst der träume gefüllt .... Dank an Lift

    Eines schönen Tages sitze ich sehr einsam an meinem Tisch in der vorderen rechten Ecke des Biergartens. Su musste nach Saphan Kwai, um ihren Bengel mal gehörig den Marsch zu blasen und sich neue Klamotten zu holen. Es ist Nachmittag und recht schwül draußen und es herrscht im Biergarten ziemlicher Ying-Überschuss. Da ich mich aber mehr auf die aufsteigenden Blasen meines Singha-Drafts konzentriere, statt die holde Weiblichkeit zu beobachten, bleibe ich unbehelligt. Asma, die nette Kellnerin fing eine kurze Plauderei beim Servieren des Bieres an, konnte mich aber nicht aus meiner Lethargie reißen.



    Meine Lieblingskellnerin ... Foto ist allerdings aus 2006

    Eigentlich wollte ich gegenüber im Internet-Cafe Mails checken, aber es scheint, dass der Stuhl inzwischen mit meinen Hosen in Symbiose lebt und mich am Aufstehen hindert. Kurz bevor ich mit meinem Kopf auf den Gewürzständer schlage und sich die Ketchup-Flasche in meine Augenhöhle bohrt, fragt mich eine weibliche Säuselstimme, ob denn an diesem Tisch (mit 6 Stühlen wobei ich nur einen Stuhl brauche) noch Platz sei.



    Die Ladies aus dem hohen Norden...

    Und schon sitzen zwei Ladys, die ein bisschen wie Mutter und Tochter aussehen, an meinem Tisch. Spendiere beiden einen NamSom und wir beginnen eine zwanglose Unterhaltung. Die beiden kommen aus Chiang Mai. Da ich im letzten Jahr das Vergnügen hatte, mich unter Sus Führung dort etwas umzusehen, findet sich doch schnell interessanter Gesprächsstoff. Am Nebentisch sitzen zwei weitere Ladies und nachdem ich ein weiteres Bier ausgetrunken habe und diese Beiden immer noch buchstäblich auf dem Trockenen sitzen, beginnt mein weicheiiges Herz zu schmelzen. Schließlich werden die Zwei von Asma „verscheucht“, da sich im nun langsam voller werdenden Biergarten zwei Farangs für diesen Tisch interessieren, ohne aber auf die Gesellschaft der Yings wert zu legen. Als die Beiden sich schon vom Podest in Richtung Rundgang verkümmeln, biete ich die zwei nächsten Plätze an „meinem“ Tisch an. So lerne ich Bee und Dao kennen. Als ich kurze Zeit später eine weitere Runde Getränke bestelle, sind die Yings doch alle gut gelaunt. Wissen sich zu benehmen und bestellen nur Soda oder Säfte … Gen Dschai maak…



    Bee ... links neben ihr Dao, die nicht mehr aufs Bild passte...

    Bee meint, dass ich doch etwas müde aussehe und sie da einige Ideen hätte um mich wieder zu beleben. Ich kann meine Augen gar nicht von ihrem sichtbaren Tatoo abwenden, Alarmstufe ROT Stalker. Gedanklich greife ich mir das Sodaglas der jüngeren CM-Lady und kippe es mir ins Gesicht, nun bin ich wieder etwas klarer. Anschließend teile ich den Mädels erstmal mit, in welchen soliden Verhältnissen ich hier lebe und galaxienweit von einem Butterfly entfernt bin. Während Dao mir als Antwort eine entspannende Schultermassage (Vollprofi) angedeihen ließ, sah mir Bee weiter verträumt in die Augen und beinahe wäre ich schwach geworden.



    Dao ... eine nette Massageexpertin

    Bee gefiel mir sehr gut. Ein Vollblutweib, nicht mehr die Jüngste, mehr als 40kg inklusive Schulranzen - genau meine Kragenweite … schade (aber in diesem Moment weiß ich eben noch nicht, dass ich sie noch einmal wieder sehen werde).

    „Stalker!!!“, etwas aufgesetztes Gekreische holt mich aus meiner Bee-Anhimmelei zurück. Es ist Uan, die ich schon etwas länger kenne. Eine recht freche Maid, die hier immer schwer am „nerven“ und gut im Geschäft ist. Ungefragt setzt sie sich auf Daos Platz und ich bin so baff, dass ich auch noch einer Bestellung eines Barcadi Breezers zustimme. Schon ist Uan dabei mich zuzutexten. „How long stay?“, „Where is your Girlfriend?“und als absolute Krönung „You go with me?“. Zum Glück muss Uan irgendwo dann doch nach Luft schnappen und ich kann sie schonend davon in Kenntnis setzen, dass ich hier auf Su warte - Bee nimmts lächelnd zur Kenntnis, während Uan nun nicht mehr ganz so aufgedreht ist. Aber sie gibt noch nicht auf …



    Uan lässt nicht locker, ihr Mundwerk ... ohne Worte...

    „Stalker, me very lon, I want shower. Can I go with you to hotel? I want shower, you must not pay, if you want bumbum, ok you can pay - up to you.“ Sie kommt nah an mich heran und gewährt mir tiefe Blicke in ihr Décolleté. Was für ein toller Vorschlag. Ich muss nicht mal dafür bezahlen, dass ich sie bei mir duschen lasse, wie kulant. Das mit dem „BumBum“ ignoriere ich. Uan ist wohl der Meinung, dass ich sie nicht verstanden habe und spielt die Platte erneut ab.
    Nun werde ich gemein. „Uan!“ „Yes, Stalker (freu)!?“ „Look outside, you see the clouds, I think today we will have Fon maak maak. If you want take a shower, simply go outside!“ Bum, das sitzt, genau zwischen die Augen getroffen, die anderen Ladies grinsen. Uan spingt auf .. „You waste my time, Stalker!“ und zieht von dannen. Sehe sie in diesem Urlaub auch nicht wieder. Als wir uns im Januar 2006 über den Weg laufen und ich sie frage, ob sie wieder duschen möchte, kann sie sogar darüber lachen.

    Nach diesem spektakulären Auftritt verabschieden sich die beiden Ladies aus Chiang Mai. Plötzlich sehe ich Mae, sie kommt winkend mit einem Toastbrot unterm Arm auf mich zu.



    Mae und das Brot...

    Setzt sich zu Dao, Bee und mir. Mae will aber nichts trinken, sie hat nur wenig Zeit. Su hat mit ihr telefoniert, wir wollen heute zusammen ins Tawan Daeng gehen. Dabei handelt es sich um eine Art Disko und Musikclub mit feinster Isaanmucke. Als großer Morlarm-Fan hab ich natürlich Bock drauf. Mae hat eine Bekannte namens Eahm, die kennt wohl da denn Manager und wir wollen später mit ihr zusammen dorthin fahren. Bee und Dao bedanken sich nun für die Drinks und verabschieden erst einmal bis auf weiteres.

    Kurze Zeit später klingelt mein Mobile. Su ist schon auf dem Rückweg und möchte mich im Hotel treffen. Ich zahle also bei Asma meine Rechnung, stimme noch einmal den Treffpunkt mit Mae ab und laufe zurück zur Soi 11 um mich bei Su von diesem anstrengenden Nachmittag zu erholen.

    Fortsetzung folgt
    Stalker

  10. #9
    Avatar von Stalker

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    Re: Juni 2005 - ... volle Pulle Leben ... Version 2.0

    6. Eahm und das Tawan Daeng

    Als ich ein Kind noch war
    da war mir gar nicht klar
    wohin die Vögel gehn
    wenn kalt schon die Winde wehn
    Der Vater lachte leis
    die fliehn vor Schnee und Eis
    die ziehn nach Süden
    um immer die Sonne zu sehn .... Dank an Lift

    Gegen 20.00 Uhr sind wir wieder zurück und werden schon von Gat und Mae erwartet. Vielleicht fragt sich hier nun mancher, wo denn eigentlich Kaew bleibt. Sus herzallerliebste Busenfreundin war zu dem Zeitpunkt in Sisaket und Chiang Mai unterwegs. Die Fotos aus meinen „Two Cents“ vom Anfang dieses Threads wurde fast am letzten Abend gemacht. Die ersten 8 Tage war sie leider nicht mit von der Partie.

    Wir setzen uns erstmal zu Gat und Mae. Mae teilt mit, dass Eahm noch nicht auf der Bildfläche erschienen ist, aber bald kommt. Sie wird auch eine Freundin mitbringen. Ich bestelle mir erstmal ein Filetsteak a la Biergarten und stille die Ansprüche meines knurrenden Magens. Die Yings wollen lieber im Tawan Daeng essen, da ist es wohl preiswerter. Da ich sowieso die Zeche zahlen werde, kann ich damit leben. Werde von den dreien umhegt und gepflegt, am liebsten würden die mich wohl füttern. Bin schon bei der zweiten Moods, als Eahm schließlich die Bühne betritt. Eine sehr schlanke, dunkelhäutige Ying, Ende 20, etwas unreine Haut. Sie scheint schon etwas zugedröhnt zu sein, spricht sehr langsam, aber das Beste Bargirlenglisch, das ich bisher gehört habe. In ihrem Fahrwasser befindet sich ein recht jung aussehendes Mädel, gerade erst 19 Jahre alt, deren Name ich inzwischen vergessen habe … nennen wir sie mal … Ing.

    Eahm freut sich mich kennenzulernen. Das Tawan Daeng befindet sich gleich in der Nähe ihres Appartements und sie erwähnt mehrfach den Manager zu kennen. Das ist für mich momentan noch Freelancerinnengeprotze, aber lassen wir die Dinge auf uns zukommen.
    Su teilt mir folgendes mit: Eahm hat einen Uniabschluß, ist geschieden, Mutter einer 6-jährigen Tochter, und hat bis vor kurzem noch einen reichen Japaner an der Leine gehabt. Nach einem Autounfall (man kann noch ein paar Narben sehen) lag sie monatelang im Koma, verlor Job, Mann, hatte jede Menge Schulden und ist dann irgendwann hier gelandet.

    Wir brechen unsere Zelte ab und wollen ein Taxi nehmen. Su meint das auf der Rückbank die 5 Yings durchaus Platz haben. Gesagt getan alle rein ins Taxi und ich bin um ein paar schöne Schnappschüsse und der Taxifahrer um ein lautes Fahrerlebnis reicher.



    ... Eine geht noch, Eine geht noch rein.... (Gat, Eahm, Ing, Su, Mae)

    Nach Süden, nach Süden
    wollte ich fliegen
    das war mein allerschönster Traum
    Hinter dem Hügel
    wuchsen mir Flügel
    um vor dem Winter abzuhaun
    abzuhaun



    Mae zeigt mir, was sie von meinen Paparazzi-Allüren hält...

    Angekommen am Tawan Daeng werden die Flügeltüren für uns aufgerissen und wir werden mit Taschenlampen in den recht dunklen, leicht verrauchten Saal geführt. Die meisten Tische sind schon besetzt, aber wir haben Glück und bekommen einen größeren Zehnertisch ganz für uns allein. Das Publikum besteht zum größten Teil aus jüngeren Thais. Dominiert wird der Saal durch eine große Bühne auf der sich die Musik- und Tanzeinlagen abspielen. Isaan-Power at the Best. Eine Menge Angestellte wuseln emsig umher und sorgen dafür, dass der Getränke- und Essenschub nicht nachlässt. Die Preise sind sehr moderat, das Draftbeer fließt nur so aus den Kannen und es dauert nicht lange bis meine Yings in Wallung kommen.





    Eahm und Ing...



    Gat läuft schon warm...



    Man tanzt am Tisch oder kann zu einem kleinen Bereich vor der Bühne gehen, sich dort einen abhampeln. Es dauert nicht lange und wir bekommen Kontakt zu unseren Nachbartischen und ich habe selten mit so vielen wildfremden Leuten zusammen das Glas erhoben.

    Irgendwann greint meine Blase nach Leerung und ich begebe mich Richtung Toiletten. Glücklicherweise sind diese trotz des relativ dunklen Raumes wegen ihrer knallig gelben Beleuchtungsschilder sehr gut zu sehen. Auf dem Clo begrüßen mich schon zwei Thais mit freundlichem Wai. Nichts ungewöhnliches, denke ich bei mir. Aber mit dieser Vermutung liege ich falsch. Als ich es mir gerade so vor dem Pissoir bequem gemacht habe, gerade der Moment ist, an dem einer Erlösung gleich das Bier meinen Körper wieder verlassen soll, klatsch mir jemand von hinten ein feuchtwarmes Handtuch ins Genick und beginnt damit mir die Schulter zu massieren. Es gelingt mir gerade noch nicht die Kontrolle zu verlieren, anschließend ist es mir nicht mehr möglich, einen Geschäftsabschluss im Beisein des um Komfort am Kunden bemühten jungen Mannes zu tätigen. Höflich, aber bestimmt weise ich ihn daraufhin diese Sache in möglichst privater Atmosphäre selber auszukämpfen, was ihn traurig stimmt, aber letzten Enders akzeptiert wird. Vor Jahren hatte ich ein ähnliches Erlebnis, auch damals gelang es mir nicht mich relaxt zu geben, hatte dies nur weit verdrängt.

    Die diese Jungs eben auch nur ihren Job tun, nahm ich den Service des Handtuch-Rüberreichens nach dem Waschen dann gerne an und verabschiedete mich artig mit der Abgabe von 20 Baht - man ist ja schließlich Farang und Tourist in Personalunion und sollte mit dem Tips dem eingeborenen Servicepersonal gegenüber nicht geizen. Ich war froh nach diesem Abenteuer wieder bei „meinen“ Yings immer noch in einem Stück Platz nehmen zu können.

    Als eine sehr schöne Sängerin in weißem Abendkleid sich isaantypisch auf der Bühne eine abjodelt, fasse ich mir ein Herz und bringe ihr eine 100 Baht-Tipp. Später kommt diese engelsgleiche Gestalt an unseren Tisch und bedankt sich nochmals mit tiefen Wai, nippt höflich an einem Bierglas und wir führen ein kurzes, aber gepflegtes Gespräch … Wie ich so blöd sein konnte, diesen Moment nicht auf den Chip meiner Canon zu bannen, ist mir bis heute ein Rätsel geblieben.



    Umso mehr Bilder mach ich von Maes Faxen...



    Die 3 von der Soi 7 ....

    Bin schon voll auf meine Kosten gekommen und frage Eahm - mehr aus gehässiger Absicht - warum sich denn der „Manager“ noch nicht bei ihr gemeldet hat? Richtig, da war doch etwas, Eahm hatte gar nicht mehr daran gedacht. Sie rauscht davon (noch etwas angeschlagener als im Biergarten) und kommt kurze Zeit später in Begleitung zweier Thaimänner zurück. Den Einen der Beiden habe ich schon als talentierten (soweit ich es beurteilen kann) Sänger wahrgenommen, der Eahm dann auch nicht mehr von der Seite weicht (und Su dann später im Hotel ein paar Mutmaßungen anstellen lässt). Der zweite Herr wird mir als der „Manager“ vorgestellt - man da bin ich baff, nach kurzer Unterhaltung mit ihm schwinden auch jegliche Zweifel. Eahm ist sichtlich stolz auf ihre „Connections“ und wird von mir im Club der tollen Bräute aufgenommen.



    Links der "Manager" (naja oder Eahms Bekannter von der Geschäfteleitung), rechts der Sänger.... der Eahm wohl den ... Abend verschönte ... darauf angesprochen bestritt sie das - NEIN, sie würde sich doch nie mit Thai-Männern einlassen .... ohje

    Der Smalltalk mit dem Manager bringt mir 20% Rabatt auf meine 3.000-Baht-Rechung ein. So kann ich den Yings noch was fürs Taxi geben, da wir diesmal alle mehr oder weniger getrennt zurückfahren ….

    Und heimlich in der Nacht
    hab ich mich aufgemacht
    wollte nach Süden gehn
    um immer die Sonne zu sehn
    so lief ich querfeldein
    wohl über Stock und Stein
    doch gar nicht weit hinterm Haus
    da fiel schon der erste Schnee

    Fortsetzung folgt
    Stalker

  11. #10
    Avatar von Stalker

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    Re: Juni 2005 - ... volle Pulle Leben ... Version 2.0

    7. Hua Lampong – Die 2.000 Baht-Bahnhofsbesichtigung

    Gut das die im Grand President keine Joiner Fee verlangen. Habe schon wieder einen Schlafgast.
    Geh zu ihr und lass Deinen Drachen steigen.
    Geh zu ihr, denn Du lebst ja nicht vom Muß allein.
    Augen zu, dann siehst Du nur diese eine !
    Halt' sie fest und lass Deinen Drachen steigen. Dank an die Puhdys ...

    Am nächsten Morgen bin ich als erster wach. Ich koche heißes Wasser für den Nescafe.



    Su wird vom Nescafegeruch und von meinem Rumgemore wach ...



    ... Gat ist wirklich ausgeschlafen ... das Hemdchen von Su passt ihr auch, so kann ich dieses Foto doch freigeben...



    ... lecker, ein fußlanges Sandwich...

    Su und Gat werden langsam wach. Wie gehen noch zusammen zu Subway frühstücken, dann verabschiedet sich Gat.

    Nach einigen Tagen Bangkok war es nun langsam Zeit für eine Luftveränderung. Beim letzten Mal war ich mit Su in Pattaya gewesen, bei der wir unter anderem die Susibar besuchten, um einen Sack Spielzeug für die Aktion „Unsere Kinder“ im Auftrag @Heinis dort abzugeben, da ein paar Internetfreunde (Forenmember) diese Sachen in den folgenden Tagen nach Rayong bringen wollten.

    Auch diesmal war für größere Touren nicht genug Zeit, und so beschlossen wir nach Hua Hin zu fahren. Ich hatte zuerst vor mit dem Zug nach Hua Hin zu fahren. Letztes Jahr hatten wir uns die Zugfahrt nach Lampoon (Su’s Heimatstadt) gegönnt, es kam jedoch anders. Wir wollten uns die Fahrkarten am Hua Lumpong besorgen und fuhren einen Tag vorher mit dem MTR von Asoke/Sukhumvit aus zum „Hauptbahnhof“.



    MRT-Asoke...



    Selbstmörder können sich hier nicht so einfach vor die Metro werfen

    Der Metrobau und die weiteren Ausbauplanungen sind am Hua Lumpong schön in Szene gesetzt worden. Das Treiben auf dem Bahnhof war, wie immer, sehr interessant.



    In der Haupthalle...



    Noch ganz entspannt auf dem Bahnsteig

    Anschließend wollte ich noch vor die gehen, um Bahnhofshalle ein paar Fotos machen.



    Bahnhofsgebäude...

    Su rauchte inzwischen eine Zigarette und wurde von einem Bahnhofspolizisten? angequatscht. Wo ich herkomme, ob sie meine Freundin wäre, das übliche blabla. Der Typ nickte mir auch noch höflich zu, als ich die Straße überquerend wieder zurückkam. Wir wechselten noch ein paar belanglose Worte mit ihm. Nachdem der Ordnungshüter gegangen war, knipste ich noch ein paar Fotos. Su wurde inzwischen mit dem Rauchen fertig. Ein Mülleimer war nirgends zu sehen und so ließ sie ihre Kippe in einen völlig versifften Gully fallen. Wenn ich eine meiner geliebten Moods im Mundwinkel gehabt hätte, wäre mir in diesem Moment auch nichts Besseres eingefallen.



    Su und ihr Freund und Helfer

    Darauf hatten die Gesetzeshüter gewartet. Die Aktion "Sauberes Bangkok" (in dem es nicht einen perfekten Bürgersteig gibt) schlug gnadenlos zu. Hinter einer Säule kam ein zweiter Polizist hervor, der uns aufforderte ihm zu folgen. Der „nette“ andere Sheriff trottete hinter uns her. Für diese frevelhafte Tat sollten nun 2.000 Baht bezahlt werden. Mir wurde ein mehrsprachiger Zettel mit der Rechtsgrundlage für die Sanktion vorgelegt.

    Meine vorsichtige Frage, warum denn keine Abfalleimer im Außenbereich des Bahnhofs vorhanden seien, wurde ignoriert. Also blieben wir ruhig und Su teilte dem Polizisten mit, dass es ihr unendlich leid täte , aber sie hatte wenigstens versuchte die Kippe in den Gulli zu werfen, es lagen ja auch genug daneben … kein schöner Anblick im blitzsauberen Bangkok. Der Polizist war sehr entgegenkommend. Weil Su so einsichtig war, müsse sie nur 500 Baht bezahlen. Allerdings könne er da keine Quittung ausstellen, da die Quittungen mit 2.000 Baht ausgestellt sind und es dann ja Probleme mit der Abrechung geben würde … logisch, dafür hatten wir ja Verständnis.

    Nach diesem Abenteuer hatten wir keine Lust mehr auf Bahnhof und entschlossen uns per Taxi nach Hua Hin zu fahren. Der Taxiservice auf dem Parkplatz des Park Hotels (Soi7) war nicht gerade günstig (2.000 Baht - dasselbe wie Su’s Kippenweitwurf) aber auf der Rücksitzbank des Schwedenpanzers war genug Platz zum Kuscheln.

    Fortsetzung folgt
    Stalker

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