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Jugendtraum erfüllt

Erstellt von khon jöhraman, 12.02.2004, 10:11 Uhr · 34 Antworten · 2.514 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von khon jöhraman

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    Jugendtraum erfüllt

    Angkor Wat war mir schon als 12-jähriger ein Begriff aus Geographie- und Geschichtsbüchern. 1968 aber erhielt ich erstmals einen Lifebericht über Angkor im Geographieunterricht. Das waren wirklich drei begeisternde Unterrichtsstunden. Ab diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dass ich Kambodscha irgendwann besuchen muss.

    Nach jetzt 36 Jahren erfüllte ich mir diesen Jugendtraum. Drei Tage Besuch in Angkor. Jeder dieser Tage war überwältigend. Hatte in den Jahren vorher schon einige Khmer-Tempel im Isaan gesehen. War da schon begeistert. Aber diese sind im Vergleich zu Angkor kaum der Rede wert. Die Größe und die Architektur in Angkor sind umwerfend. Angkor Wat selbst ist für mich eine der größten Bauwerke in der menschlichen Geschichte. Der Besuch ist nun seit fünf Wochen Vergangenheit. Trotzdem sind die Erlebnisse und Eindrücke immer noch gegenwärtig.

    Zur Zeit kämpfe ich immer noch gegen Salmonellenvergiftung und eine Grippe, die ich mir am letzten bzw. vorletzten Tag in Thailand geholt habe an. Wenn ich dies überwunden habe, werde ich vielleicht einen ausführlicheren Bericht mit Fotos über die Fahrt von Pattaya – Aranyaphratet – Poipet – Siam Reap und Angkor (alles Bus) - Phnom Penh (Speedboot) bringen. Wird bestimmt nicht so interessant wie die Berichte von Otto, da ich seine Art auf Touren aus gesundheitlichen nicht mehr durchführen kann. Aber vielleicht sind meine Berichte und evt. auch Hotel-Empfehlungen für andere ja auch von Interesse.

    Ab Mai bin ich für über ein Jahr in Thailand. Für mich steht daher fest, dass ich Siam Reap und Phnom Penh in dieser Zeit nochmals besuchen werde. Diesmal evt. in der Regenzeit. Ist für mich in Südostasien eh eine der schönsten Zeiten.

    Ganz kurz noch zu Phnom Penh: Dies ist eine Großstadt, die trotz ihrer Jugend so ganz anders ist als die anderen asiatischen Städte, die ihren eigenen Reiz und Flair besitzt.

    So, jetzt melde ich mich für die nächste Zeit – abgesehen von vielleicht kurzen Besuchen – ab. Melde mich wieder, wenn es mir besser geht.

    Euer
    Khon jöhraman

  2.  
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  3. #2
    Avatar von MichaelNoi

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    Re: Jugendtraum erfüllt

    Hallo Berti, gute Besserung

  4. #3
    Mandybär
    Avatar von Mandybär

    Re: Jugendtraum erfüllt

    Hi Khon Jöreman

    ich kann Dir die Begeisterung für Kambodscha, im speziellen für Ankor Wat nur allzugut nachempfinden.
    War auch von 4 Jahren dort und da fühlt man sich in einigen Tempeln ( speziell bei denen mit den riesigen Würgefeigen, die durchs Gemäuer wachsen) schon etwas von der Welt entrückt.
    Werd mir diesen Trip mit Sicherheit auch noch mal gönnen, weil man ja oft erst beim zweiten oder dritten mal die ganze Schönheit etwas besser verinnerlichen kann.

    Grüße aus Salzburg
    Mandybär

  5. #4
    Avatar von MenM

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    Re: Jugendtraum erfüllt

    @ Khon Joeremann

    Ich freue mich schon auf deinen bericht ! :O
    Muess mir Ankor Wat auch noch 'antuen' habe ich bis jetzt (aus beruflichen gruenden) immer aufschieben muessen :-(

    Speziell deinen tips zum transport und hotel interessieren mir, weil ich mit meine frau (und vielleicht mit kindern oder eine der eltern) diesen trip machen werde kann ich nicht mehr einen auf backpacker machen (schade schade....)

    Bas dahin, gute besserung !!!!

    MFG

  6. #5
    Avatar von khon jöhraman

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    Re: Jugendtraum erfüllt

    Zunächst herzlichen Dank für die guten Wünschen. Es folgt doch heute schon Bericht über

    1.Etappe von Pattaya über Aranyaphratet und Poipet nach Siem Reap

    Nachdem wir unsere Tickets am Vortag für Visatrip nach Aranyaphratet und Poipet in Pattaya reserviert hatten, ging es am 07. Januar 2004 morgens um 7:00 Uhr Richtung Kambodscha. Übrigens: Kosten für Busfahrt bis zum Grenzübergang und Visagebühren insgesamt 1.800 Baht. Die Strecke, die ich von vorangegangenen Visa-Trips kannte, war für mich sehr langweilig. Um 13:00 Uhr schnell über die Grenze nach Poipet und Buchung eines Busses nach Siem Reap. Abfahrt um 15:30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt waren wir beide schon etwas erschöpft, da wir am Tag vorher zum Hochseefischen (aufgestanden morgens um 4:00 Uhr) waren und an diesem Tag auch schon um 5:00 Uhr aus den Federn. Begleiter war übrigens ein ehemaliger Mitschüler, mit dem ich schon Klettertouren im Gebirge und diverse Alpendurchquerungen hinter mir hatte.

    Nach Siem Reap sind es in etwa 180 km. Die ersten 100 km sind neu ausgebaut, die Straße hat einen Asphaltbelag. Wir benötigten für diese erste Etappe trotzdem zwei Stunden. Nach der ersten Rast ging es auf den zweiten Abschnitt, also nochmals ungefähr 80 km. Wegen diesem Streckenabschnitt legten wir die Reise mit dem Bus zurück. Ansonsten wären wir geflogen. Die „Straße“ war zwar befestigt. Dies aber nur dadurch, dass der Straßendamm durch täglich etwa 10.000 Fahrzeuge zusammengepresst war. Roter Staub drang durch die teilweise nicht ganz dichten Fenster. Auf eine Strecke von 10 m kamen etwas 5 Schlaglöcher von einer Tiefe von 40 cm bis ca. 1,20 m. Einschließlich einer weiteren Rast benötigten wir nochmals 6,5 Stunden, also eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von ca. 15 km/Std. Heute würde ich dies meinen Bandscheiben nicht mehr antun.

    Positiv angetan war ich von der Sauberkeit der Häuser. Selbst die Holzhütten und das Geländer darum sahen aus, als ob sie täglich 3 x gereinigt würden. Aber vollkommen überrascht war ich von den Sprachkenntnissen der jüngeren Kambodschaner. Selbst acht- oder zehnjährige Kinder sprachen zumeist nochmals zwei Fremdsprachen. Zumeist Englisch in Zusammenhang mit Thai, Japanisch, seltener jedoch Chinesisch. Ganz selten jedoch Französisch. Dies konnte ich schon bei der zweiten Rast feststellen, wo wir in kürzester Zeit von jugendlichen Händlern umringt waren. Die Erklärung ist jedoch einfach: Wir befanden uns auf einem gängigen Touristenweg. Allerdings war keine Bettelei, wie sie in den Grenzorten Poipet und auf der anderen Seite (Südkambodscha) in Koh Khong sowie in Phnom Penh üblich sind, festzustellen. Die Jugendlichen machten einen geschäftstüchtigen, aber kaum aufdringlichen Eindruck. Mit einem etwa elfjährigen Mädchen kam ich in Englisch und in Thai näher in Kontakt. Ihre englische Aussprache war übrigens nahezu perfekt und die Grammatik sehr gut. Sie erklärte mir, dass in ihrem Heimatdorf fast sämtliche Kinder ihre Schulpflicht erfüllten. Sie selbst gehe immer noch zur Schule, nebenher nehme sie noch Unterricht in Englisch und Thai. Ab dem späten Nachmittag ginge sie dann ihrem „Beruf“ als Händlerin nach. Das Einkommen, das sie und ihre Geschwister erzielten, reiche zur Deckung der Lebenshaltungskosten ihrer Familie und es würden noch Rücklagen (dieses Wort habe ich in Thailand – zumindest auf dem Land – noch nie gehört!!!!!) bleiben, damit sie später ihrem Wunsch zum Studium bleiben würden. Obwohl ich zum Schluss nur 3 Päckchen Angkor-Zigaretten kaufte – mir wohl bewusst zu einem überhöhten Preis von 50 Baht nachdem wir uns bereits auf 35 Baht geeinigt hatten, schenkte sie mir zwei Handbändchen. Eines für mich und eines für meine Freundin in Thailand.

    Anmerkung für MenM: Falls Kinder oder etwas ältere Personen dabei sein sollten, auf keinen Fall mit dem Bus von Poipet nach Siem Reap. Würde Flug von BKK vorschlagen.

    In Siem Reap übernachteten wir 2 Nächte im Hotel Yaklom Angkor Lodge. Dies ist eine Bungalow-Anlage. Besitzer ist ein Thai. Verständigung in Englisch und Thai möglich. Die Zimmer sind ordentlich, sauber und verfügen über Aircon, TV, Dusche, Toilette und eigene Hausschuhe(!). Die Zimmer sind über Fliesen vollständig mit Bastmatten ausgelegt. Sehr angenehm. Rattanmöbel im Zimmer. Auch im Lokal sehr angenehme Atmosphäre. Für 20 $ sind die Zimmer entsprechend. Da mit zwei Doppelbetten ausgestattet, für meinen Geschmack räumlich etwas zu klein. Außerdem klappte unsere Reservierung über E-mail nicht. Näheres unter: http://www.asianexp.net/cambodia/yaklom.html

    Die nächsten beiden Nächte im City River Hotel. Nach anfänglichen 45,-- $ einigten wir uns auf 35,-- $ für das Einzelzimmer. Diesen Betrag ist das Hotel auch Wert. Wurde erst im November 2003 eröffnet. Sehr freundlich Rezeption. Mit einer Angestellten stehe ich übrigens noch heute in Verbindung. Unauffälliger, freundlicher Service in allen Belangen. Die Zimmer sind sehr groß. Kleiner Schreibtisch, kleine Sitzecke, Minibar sehr gut ausgestattet, Trinkwasser kostenfrei, Aircon, großzügiges Bad und Toilette. Frühstück mit ebenfalls sehr freundlichem Service im Preis enthalten. Über Internet: http://www.CityRiverHotel.com

    Fortsetzung mit den Ausflügen zu Angkor und Abendausflüge in Siem Reap folgen Ende nächster Woche. Anschließend dann Phnom Penh.

    Wie das Einfügen von Bildern funktioniert, habe ich übrigens noch immer nicht gerafft. Vielleicht kapiere ich dies bis Ende nächster Woche.

  7. #6
    Avatar von phimax

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    Re: Jugendtraum erfüllt

    Interessant, werde ich mir für April/Mai vormerken.
    Auch die Links zu den Hotels finde ich

    thx
    Michael

  8. #7
    pef
    Avatar von pef

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    Re: Jugendtraum erfüllt

    @khon jöreman,

    schön zu wissen, dass die Straße bis Sisophon jetzt asphaltiert ist. Du hast Glück gehabt, dass die einzige Brücke auf der Strecke befahrbar war. Vor zwei Jahren hatten wir 2 Stunden Aufenthalt bis die Brücke repariert war.
    Den Rest der Strecke sind wir bei Dunkelheit gefahren. Das war echt gefährlich. Unbeleuchtete Fahrzeuge, Fußgänger alles war auf der Strasse am flanieren. Aber Angkor ist wirklich eine Reise wert.
    Nur der Flug ist ziemlich teuer, da die Airline ein Monopol hat.
    Ich freue mich auf weitere Berichte.

  9. #8
    Avatar von khon jöhraman

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    Re: Jugendtraum erfüllt

    @ pef,

    es gibt eine weitere Möglichkeit: Flug Bkk - Phnom Penh. Einzelstrecke kostet mit President Airlines 80,-- $, mit Bangkok Airlines ca. 95,--$ und Thai etwas über 100,-- $. Dann mit Speedboot nach Siem Reap. 15,-- $ für nicht reservierte Plätze auf Deck (teilweise nur Stehplätze), bzw. 25,-- $ für reservierte Sitzplätze unter Deck (klimatisiert, Nichtraucher). Für 2. Alternative ist natürlich Zugang an Deck möglich - wichtig für Raucher und Fotografen).

    Gruß
    khon j.

  10. #9
    Avatar von khon jöhraman

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    Re: Jugendtraum erfüllt

    1. Tag in Angkor

    Nach einem gemütlichen Abend im Psar Chas-Viertel (gemütliche Restaurants und angenehme Bars) finden wir uns am nächsten Tag um 8:00 Uhr zum Frühstück ein. Unsere Moped-Taxis holen uns um 9:00 Uhr ab. Am Haupteingang zum Gelände lösten wir einen 3-Tages-Pass (40,-- $ einschließlich Passfoto). Nach der Weiterfahrt stehst Du nach ca. drei Minuten überwältigt dem majestätischen Angkor Wat gegenüber. Doch zu meinem Erschrecken ließen unsere Fahrer dies einfach rechts liegen und fuhren daran vorbei. Doch schon beim Passieren ließen sich die gewaltigen Ausmaße abschätzen. Am ersten Tag lag der kleine Rundweg auf dem Programm. Neben Angkor Thom (Bayon, Baphuon und Phimeanakas), Ta Keo und einiger kleinerer Tempel, steht hier Angkor Wat erst am Schluss auf dem Programm. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass wir von vornherein geplant hatten, ohne Guide die Tempel zu besichtigen. Nach unserer Meinung hat sich dies auch gelohnt. Denn da, wo wir länger verbleiben wollten, konnten wir dies tun. Falls ein Tempel nicht so sehenswert war, konnten wir schnell wieder aufbrechen. Wir hatten uns allerdings auch recht gut eingelesen. Empfehlen möchte ich „Kambodscha“, Stefan Loose TravelHandbücher, von Beverly Palmer. Mit den Loose-Reiseführern war ich früher schon recht gerne unterwegs.

    Ich könnte an dieser Stelle Ausführungen über Architektur, Religion, Geschichte. Bauherr und Baujahr der Tempel usw. machen. Doch wer hierfür Interesse hat, kann sich selbst kundig machen. Für künftige Besucher möchte ich nur die m. E. wichtigsten und interessantesten Tempel empfehlen. Das waren am ersten Tag Angkor Thom mit Bayon. Bayon besteht hauptsächlich aus 54 Türmen. Auf jedem dieser Türme sind jeweils 4 Riesengesichter abgebildet, also insgesamt 216. Die Gesichter sollen Mischungen der Portraits Jayavarmans VII. und Buddhas sein. Außerdem beeindruckende Flachreliefs.

    Ta Keo: Besteigung der Hauptstupa.

    Angkor Wat: Der Besuch am Ende dieses Tages war richtig. Für diesen Tempel alleine sollte man sich 3 – 4 Stunden Zeit nehmen, besser an zwei Tagen jeweils 2 Stunden. Auf jeden Fall aber einen Besuch, der den späten Nachmittag mit einschließt. Durch den Sonnenuntergang gibt es an dem Sandstein des Tempels unzählige Farbspiele. Auf keinen Fall zum Sonnenuntergang Fotos von einem der beiden, der dritten Einfassungsmauer vorgelagerten Seen versäumen. Die Fotos sollten alle 5 Türme und die vollständige Spiegelung im Bassin zeigen. Der Tempel nimmt ein Areal von 1500 m x 1300 m ein. Nach Überschreiten des Wassergrabens, 200 m breit, Folgt ein 350 m langer Dammweg bis zum Tempel. Die Ausmaße sind ganz einfach überwältigend. Neben den Reliefs und Figuren auf jeden Fall das Hauptheiligtum (mittlere und größte Stupa) besuchen. Aber Vorsicht: Sehr steil, die Trittstufen sind nur etwa 15 cm breit. Bei Auf- und Abstieg auch die Hände benutzen.

    Dies war ein grandioser Höhepunkt des ersten Tages.

    Ggf. folgt Fortsetzung.

  11. #10
    Avatar von khon jöhraman

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    Re: Jugendtraum erfüllt

    Hier ein paar Bilder zur Fahrt Poipet - Siem Reap und vom 1. Tag in Angkor:

    auf der Fahrt:



    Einfahrt zu Angkor Thom:


    Angkor Thom, Staatstempel Bayon


    Bayon, Portrait Mischung Jayavarman und Buddha


    Bayon, Portrait Jayavarman/Buddha


    Bayon, Apsara in Stein



    Angkor, Wat Ta Keo

    Ta Keo, Ansicht


    Ta Keo, Aufstieg zur Pagode


    Ta Keo, Aufstieg aus einer anderen Perspektive


    Weitere Bilder vom ersten Tag folgen demnächst. Ebenso Berichte über 2 weitere Tage in Angkor und Phnom Penh.

    Habe bei der Neuberechnung der Bilder versucht einen Kompromiss zwischen Zeit zum Öffnen und Qualität zu finden.

    Gruß

    k. j.

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