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Hermann, On & Paul...

Erstellt von Kali, 23.01.2004, 18:11 Uhr · 48 Antworten · 4.157 Aufrufe

  1. #41
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Hermann, On & Paul...

    Also ich finde es Klasse, wie sich der ein oder andere durch Kali ermutigt fühlt, sich auch mal in Satire versuchen.

    Das kann ja nur besser werden. :-)

    @Kali, hast du dein kartografisches GPS mapping mit "Voice Ein- und Ausgabe" in deinem Auto auch schon auf die Nittayanische Technology umgebastelt? Während deiner Arbeitszeit natürlich.

    Oh Mann, hätte ich das mit dem Quentchen Wahrheit, welches um die Ecke lugt, nur vorher nicht gesagt...

    Aber mir fehlt halt die Gabe vom Domi: einerseits, andererseits...völlig unsatirisch eben

    ...und schon wieder wech

  2.  
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  3. #42
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Hermann, On & Paul...

    ...so saßen sie also auf der Ladefläche des Pickups, allerdings nicht allein, ein paar FreundeInnen (Nachbarn) hatten sowieso gerade nichts zu tun und begleiteten sie höflicherweise:


    Es war tatsächlich einer von Ons Brüdern, Ham, – Paul überlegte, wo er den Namen bereits einmal gehört hatte. Übrigens ein pfiffig Kerlchen, bei den Damen sehr beliebt, gab Luk Thung (Volksmusik) zum Besten und sorgte auch sonst mit neckischen Bemerkungen für Erheiterung. Ein arbeitsamer Mensch, ist mit dem Anbau, mit der Ernte und dem Vertrieb von eigenem Zuckerrohr beschäftigt – hatte extra einen Tag frei genommen.
    Eine weitere Schwester, Nop, war auch noch mit – ´Arme Kinder, die Eltern so früh verloren,´ dachte Paul für sich, ´der Vater scheint ´zu Lebzeiten´ allerdings ziemlich emsig gewesen zu sein.´ -, hatte kein einfaches Leben gehabt. 4 Jahre im Gefängnis gesessen, war vor vier Monaten entlassen worden. Eine dumme Geschichte: Ihr damaliger Lebensgefährte hatte mit Ya: Ba: gehandelt, auch mal gekostet, und weil man das Zeugs bei der Durchsuchung ihres gemeinsamen Häuschens gefunden hatte, wurde sie gleich mit eingebuchtet. Ihr Ex-Lebensgefährte hat auch nicht mehr lang, wird wohl so in 15 Jahren wieder nachhause können. Nun bekam sie partner- und gesichtslos ihr Gnadenbrot bei den Eltern, die zur Zeit bei Mutters Schwester – doch davon wußte Paul bekanntermaßen nichts. Sie solle es allerdings On so schnell wie möglich nacheifern – für Pattaya ist sie mit ihren 41 Jahren bereits ein wenig zu alt. "Nach der Hochzeit werden wir ihr eine Einladung schicken." hatte On die Eltern instruieren lassen.

    So ging´s dann los, die schwatzende Truppe auf der Ladefläche, jeder ein Handtuch wegen der Sonne um den Kopf geschlungen.
    Schon ein erhabendes Bild, als sie denn nach ca. 50 km von der Landstraße abbogen und in einiger Entfernung neben anderen einen besonderen Hügel in der Landschaft erspähten: Tham Erewan, nicht ´ den Erewan machen´, sondern die Erewan-Höhle, wie sich dann herausstellte.


    Eine große Buddha-Statue in luftiger Höhe, eine tief liegende domartige Höhle dahinter, und wenn man sie schaffte, die Höhle, bot sich einem nach dem Emporklimmen auf der anderen Seite ein erhabender Blick auf die Landschaft.


    Wie gesagt, wenn man es schaffte...


    ...dann traf man in der Höhle auch schon mal jemanden. "Wohnt der immer hier?" wollte Paul wissen, während Hermann sich kreidebleich nach unten tastete...


    Zunächst galt es allerdings die etwa 600 locker serpentinenartig angelegten Stufen zu erkraxeln, bei denen die beiden deutschen Herren bereits ziemlich ins Schwitzen gerieten. Paul erinnerte sich noch an die Besteigung des Michels in Hamburg vor ein paar Jahren – der Fahrstuhl war ausgefallen -, ein Klacks dagegen.

    die Mädels hingegen schienen derartige Besteigungen gewohnt:


    Nach diesem etwas ungewohnten Ausflug – alle waren heile nicht nur aus der Höhle wieder herausgekommen, sondern auch unter Einhaltung des Links-Geh-Gebotes unten angelangt - wurde am Fuß des Berges noch ein wenig ´tham bun´ geleistet durch den Erwerb von ein paar Amuletten und Buddhafigürchen, die ein eigens dafür abgeteilter Mönch in einem professionell aussehenden Verkaufsstand feil bot. ´Na ja, wenn´s dem Seelenheil dient,´ dachte Paul bei sich. Daß es sich dabei weniger um das Heil des jetzigen Lebens handelte, war Paul noch nicht so gegenwärtig.
    Nur gut, daß er Hermann dabei hatte, der nach diesen Strapazen einigermaßen ernüchtert schien, er vermißte On ja schon, aber so hatte er wenigstens einen, der dieselbe Sprache spricht. Wieder beim Wagen, holte Ham – Ons Bruder – erst einmal eine Kühltasche aus der Fahrerkabine und bot mit einem breiten Grinsen eine Flasche Chaang an -also eine für jeden, nicht eine für alle -, so ließ es sich doch ein wenig lockerer über die Notwendigkeit eines Handys für Ham plaudern, schließlich will man ja auch auf´m Feld tagsüber erreichbar sein. Paul verstand nicht viel von dem, was Ham sagte, doch soviel kam erstaunlicherweise rüber.

    Ein gelungener Ausflug, gegen 15:00 h Ortszeit war man wieder in Ban Thep, wie es von den Einwohnern unter schlichtem Weglassen des –Chili:´s neckisch genannt wurde. On war auch wieder da, saß schwatzend mit Pen auf dem human-port, auf welchem beide som-thamend die Zeiten zwischen den Mahlzeiten überbrückten.

    "Tham gradat set...," meinte On, weiter auf ihren Kok, also diesen thailändischen Mörser zur Zerkleinerung der optisch gewöhnungsbedürftigen Nahrungsmittel, blickend. ´Aah, die Papiere sind also fettich.´ Paul war´s zufrieden, einen sorgenvollen Blick zu Hermann werfend, der es teilnahmslos gerade noch geschafft hatte, sich eine weitere Flasche Chaang – die vierte ? – zu öffnen. ´Der wird doch nicht schlapp machen!?´, überlegte er, ´sollte vielleicht nicht so viel trinken...´ "Hermann, allens kloar?" "Aach, mir ist nicht so gut. Die Anstrengung, und die Hitze....", kaum hatte er´s ausgesprochen, öffneten sich die thailändischen Schleusen des Himmels, alle packten alles, was es zu packen gab und verlagerten die ganze Szenerie unter den überdachten Teil des Hauses.

    So verliefen die nächsten vier Tage im Hause der Eltern, von denen Paul annahm, daß sie bereits nicht mehr unter den Lebenden weilten. Paul war noch mal mit On auf´m Ampö:, es galt die Bearbeitung der Ledigkeitsbescheinigung, die man wegen der Fristen neu beschaffen wollte, zu beschleunigen. Nun, 500 THB erwiesen sich als probater Katalysator, der bei einem thailändischen Gemeindesachbearbeiter ungeheure Energien freisetzen kann. Hermann ging´s bereits am nächsten Tag wieder besser, war wieder ein wenig aufnahmefähig. War wohl alles ein wenig viel für´s erste. Hatte Paul seinen Anteil an den Unkosten gegeben – da läppert sich was zusammen -, beide erkundeten ein wenig die nähere Umgebung, während On die meiste Zeit mit Pen ´wichtige Familienangelegenheiten´ besprach: "Was macht die Nop noch hier," On zerkaute herzhaft eine kleine schwarze bebeinte Leckerei, "geht sie wenigstens arbeiten ? Liegt Euch doch nur auf der Tasche. Wir werden bald mal sehen, oder, sie soll sich mal ein wenig um Hermann kümmern, dann haben wir nachher nicht so viel Arbeit." Die so bereits gedanklich Verkuppelte hatte gerade die Grundreinigung des ho:ng na:ms abgeschlossen und kümmerte sich nun um das Geschirr, das ja ständig benötigt wurde. Außerdem war da noch ein Berg Wäsche zu erledigen.

    Inzwischen waren auch Tickets für den Flieger nach Bangkok besorgt. Man wollte – Paul hatte die Verpflichtungserklärung für das Heiratsvisum bereits mitgebracht – zunächst nach Bangkok zum Zentralregisteramt und zur Deutschen Botschaft, um den ganzen Papierkram zu erledigen. Darin, daß Paul ein paar Tage allein nach Pattaya fahren wollte, sah´ On keinen Sinn, also war geplant, daß sie zu dritt hinfahren. Hermann bestand allerdings darauf, die Brücke am Kwai kennen zu lernen. ´Wenn ich schon mal in der Nähe bin...´.

    Die Party am Vorabend der Abreise war noch ein voller Erfolg, zumal Ham ausgiebig sein neues Handy testen konnte. Hermann schaffte es, bis zur 10. Flache mit zu zählen, wobei seine Versuche, Nop abzuwehren, immer schwächer wurden. Daß er ihr beim Aufwachen am nächsten Tag – die Morgenandacht des Mönches hatte er gar nicht wahrgenommen – direkt ins Gesicht sah, irritierte ihn, führte er allerdings auf mangelnde andere Schlafgelegenheit für Nop zurück. Trotz seines ´Black Outs´ fühlte er sich erstaunlich frisch und energiegeladen...

    On verabschiedete sich von Pen: "Red´ der Nop noch gut zu, daß sie am Ball bleibt, sonst kann sie sehen, wo sie unterkommt. Sie soll auch noch gründlich saubermachen hier. Und sag´ den Eltern, daß sie nochmal zur Tante fahren müssen – ich rufe aber vorher noch an, werden wahrscheinlich noch ein, zwei Tage vorbeikommen, bevor wir zurückfliegen.", gab ihr noch ein wenig Geld für die Kinder, Paul hatte vorher noch gehait ( von: hai ngoen (Baht), ´geben Geld´, vulgärsprachlich auch: ´Kohle abdrücken´ ), nachdem er seine EC-Karte an der Bank in Nong Bua Lamphu getestet hatte.

    Ham fuhr sie zum Flugplatz nach Udon, fröhlich in sein neues Handy schwatzend, nebenbei On fragend, ob er Paul die Kto.-Nr. der Telefongesellschaft bereits jetzt geben solle, nachdem er die ´Unkostenpauschale´ für den Taxi-Dienst verklärt lächelnd eingestrichen hatte...

  4. #43
    Harry55
    Avatar von Harry55

    Re: Hermann, On & Paul...

    @Kali, nach den flehentlichen Bitten und Drohungen der letzten Tage mal wieder eine Fortsetzung! :bravo:
    @Iffi, bisher gibt´s von mir nur die "Märchenstunde" (bei Literarisches eine Seite zurück), nehme aber an, das hast du schon gelesen. War kürzlich auch ein Thema beim Thread "War die Thai wirklich nie verheiratet?".
    Ich will erst LOS besuchen, äußere mich dann wieder literarisch.
    Gruß, Harry55

  5. #44
    Marco
    Avatar von Marco

    Re: Hermann, On & Paul...

    @Kali

    Vielen Dank , ich war schon auf Entzug .

    khontingtong

  6. #45
    waldi
    Avatar von waldi

    Re: Hermann, On & Paul...

    @kali

    wieso geht denn do nix weider?

    waldi

  7. #46
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Hermann, On & Paul...

    @waldi,

    zur Zeit koa Zeit :P

  8. #47
    Avatar von Willi-S

    Registriert seit
    11.09.2003
    Beiträge
    65

    Re: Hermann, On & Paul...

    Kali, selber schuld,

    du hast auf deine geschichte gelinkt, ich habe sie mir jetzt wieder (nach mehr als 3 jhr) durchgelesen und warte dringend auf fortsetzung.

    grz @all ... Willi

  9. #48
    Avatar von Sakon Nakhon

    Registriert seit
    25.09.2003
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    989

    Re: Hermann, On & Paul...

    jetzt merk ichs erst... von 2004

    ich will ne fortsetzung !!!

  10. #49
    Avatar von Yogi

    Registriert seit
    05.01.2007
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    27.537

    Re: Hermann, On & Paul...

    ich auch und möglichst schnell
    Gruss Jürgen

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