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Hermann, On & Paul...

Erstellt von Kali, 23.01.2004, 18:11 Uhr · 48 Antworten · 4.152 Aufrufe

  1. #11
    irrlicht
    Avatar von irrlicht

    Re: Hermann, On & Paul...

    kali, wieder mal :bravo: :bravo:

    ich wollte, ich haette nur einen bruchteil deines talentes...

    freue mich auf die fortsetzung.

    irrlicht

  2.  
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  3. #12
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Hermann, On & Paul...

    Soon Quatsch, das war Kali´s schwächster Beitrag im Vergleich zu den anderen in dieser Reihe.

    Was wollt ihr eigentlich sagen, wenn Kali wieder zur Hochform aufläuft?

    Geht sparsam mit euren Worten um.

  4. #13
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Hermann, On & Paul...

    Kreuzberg, Samstagmorgen gegen 09:30, der Muezzin hatte bereits was gesagt, heute ist’s Hermann durchgegangen, die Nacht war doch ziemlich anstrengend. Von dem Sechser-Pack war auch nichts mehr übrig, der fahle Geschmack in seinem Mund war wohl intensiver als er vorher angenommen hatte.
    Mit recht verquollenen Augen stand er auf, stolperte ins Bad und sah’ sein zermatschtes Konterfei erst einmal etwas desorientiert im Spiegel an. ‚Morjen,’ dachte er, ‚kennen wir uns ?’.
    Blase entleeren, Zähne putzen, Rasieren – alles ziemlich schleppend. 20 Minuten später saß er unlustig vor seinen drei Spiegeleiern, die er sich auf die Schnelle in die Pfanne gehauen hatte, einen Kanten Brot in der Linken, mit stierem Blick dem aus der Kaffeetasse steigenden Dampf nachblickend versuchte er den Tag ins Auge zu fassen. ‚Na ja, ruf’ ich gleich den Paul an, soll mich holen kommen, dann noch schnell was für On besorgen, will ja nicht mit leeren Händen kommen.’ mit diesen Gedanken im Kopf griff er zum Hörer. „Moin, Paul...“ „Jou...“ „Hör, Alter, kannst Du mich abholen ? Würde gerne heute bei Euch vorbeikommen, wenn’s nichts ausmacht.“ „Jou, mok wi, bin gegen clock 11 doa...“
    Hermann sah’ auf die Uhr, 10:15...’Na, kann ich noch was beim Fleischer besorgen...’ Waren nur 5 Minuten zu seinem Stammmetzger, noch’n kleiner Laden, hatte so was Tante-Emma-Mäßiges. „Mojn,“ der Laden war noch leer, hatte er Glück gehabt. Manchmal war’s schlimmer als beim Friseur, die Morgenzeitung konnte man sich in der Regel sparen. „Morje,“ strahlte ihn Frau Schipanski, die Fleischergattin an, “na, wieder versackt ?!“ Hermann ignorierte diesen überholten Spruch: “Ich hätte gern ‚n Viertel Hühnerleber...“ „Für’ne Suppe ?“ „Neee, für’n Hund...“ „Na, da hätte ich doch was Besseres...“, flötete sie, schob ihre 106 Kilo durch die Tür ins ‚Private’ und kam mit einer kleinen Plastiktüte wieder raus, “hier, das mag er bestimmt. Vom Schwein. Neee, lassen’se ma’, als Hermann seine Geldbörse ziehen wollte. “Tja, denn tschüs auch...“

    Wieder zuhause, wartete er gleich vor der Tür auf Paul, der gegen 11:10 h bei ihm eintraf. Die Fahrt über Potsdam, Caputh nach Ferch verlief recht schweigend – in Caputh hatte sich einiges verändert, ganz schön aufgepeppt. In Ferch einlaufend, ging’s dann li. gleich eine recht steile serpentinenartige Straße – mehr mit Feldwegcharakter – hoch, und da waren sie dann, an dem ehemaligen Häuschen des russ. Generals, der die Wende verpennt hatte, und das nun Paul, unser Ostfriese, sein eigen nannte. Ein hübsches kleines Häuschen – ca. 8 x 3 im Quadrat, allerdings auf 600 Quadrat Grundstück. Die Garage gleich zur Linken an der Straße, zu Zweidrittel fast bunkerartig in den Berg eingelassen. „Schön hass’s hier...“, meinte Hermann, nachdem er einen Blick aus dem kleinen Küchenfenster geworfen hatte...


    “...der Rasen könnte aba ma’ gemäht wer’n.“ „Jou...“ „Hier, das is für on, wo iss’er denn?“ „Sitzt im Wohnzimmer, guckt Fernsehn...“, meinte Paul, einen skeptischen Blick in die Tüte werfend. „Sach’ ma, Hermann, hass’n Schuss nicht gehört !?“ „Wieso Schuss...?“, war Hermann irritiert, „aber die Fleischerin hat doch je....“ „Die Fleischerin, die Fleischerin, was versteht die schon davon...?“ Paul war etwas ungehalten, „’n paar Blumen wären netter gewesen.“ „Blumen...?!“, jetzt verstand Hermann überhaupt nichts mehr, stiefelte langsam Richtung Wohnzimmer, wollte mal sehen, wie On aussieht. „Oh, Du hast ja gar nichts gesagt, dass Du Besuch hast“, meinte er, sah ein kleines Persönchen mit langen schwarzen Haaren auf’m Sessel hocken, das ihn freundlich lächelnd ansah. ‚Mein Gott, die hat ja gar keine Beine’, zischte es durch sein Hirn, ’so ein hübsches Mädchen. Armes Kind.’ ging etwas unsicher auf sie zu, schmiß’ ihr die re. Hand entgegen: “Tach auch.“ ‚Scheint ein wenig ängstlich zu sein’, konstatierte er, als sie erschrocken beide Hände an sich zog und die Handflächen vor ihrem Gesicht zusammenlegte, wobei sie den Kopf ein wenig neigte. ‚Wahrscheinlich sind die Arme auch zu kurz’, überlegte er weiter, aber so tapfer, hört einfach nicht auf zu lächeln. „Sawad di: kha:.“ tönte es zu ihm. “Jaa, äähhh, auch, natürlich, jaa,…”stotterte er und sah’ sich unsicher zu Hermann um. „Se hat tach’ geseggt.“ strahlte Paul, “na, wat segg’se nu’.“ „Jaa, ääh, aba wo is’ On ?“ „Wie, wo is’ On ? dat iss’se..!” “Daaas iiiss Oon ? Heeermaaann…”, ziemlich geschafft bekam er nur noch ein kurz gehauchtes “Tschulligung…” raus und ging etwas angebleicht in die Küche, riß das kleine Küchenfenster auf und versuchte den falschen Storch im Vorgarten zu fixieren. „Trink’ er’s ma ‚n Köm,“ spürte Hermann Pauls Hand auf seiner Schulter. „Paul, ich konnte ja nicht wissen. Tut mir leid. Aber ich bewundere Dich, Du hast ja ein großes Herz. Das arme Ding, keine Beine und die Arme zu kurz.“ „Keine Beine ?“, Paul schmunzelte, “ach so... Nöö, die tun immer so sitzen, verknoten die Beine unter’m Mors. Un de Arme sin auch nich zu kurz. Die machen das immer so, wenn sie ‚Moin’ seggen. ‚Na, da kann ich dem Hermann ja noch einiges erzählen, bevor wir dann nach Thailand fahren,’ dachte er weltmännisch bei sich.

    Hermann hatte sich nach dem sechsten Köm ein wenig beruhigt, sah sich ein wenig unauffällig in der Küche um. Hatte sich etwas verändert, ein paar Flaschen mit einer fremdländischen Aufschrift – hatte er wohl neulich noch in einem Kung-Fu-Film gesehen -, unbekanntes Gemüse im Waschbecken, ja und das, was ist das ? „Praktisch, habe ich doch neulich im Weltspiegel gesehen, ‚n Bericht über Reisbauern, setz’n sich so’n Ding auf’n Kopp, wegen der Sonne...Klar, hier ist’s ja kälter, werden die Dinger vorgewärmt...’


    ...dachte es, nahm es und stülpte es sich auf seinen nicht mehr so ganz haarreichen Ostfriesenschädel.
    Die letzten Reiskörner hatte er Wochen später aus einer Hosenfalte entfernen können.

    Na, ja, die Anfangsschwierigkeiten waren überwunden, Hermann wusste nun definitiv, wer On war, nahm sich vor, das mit den Blumen nach zu holen, wusste, dass On Beine hat und die Arme nicht zu kurz sind, und so saß man anschließend einträchtig im nicht so großen Wohnzimmer – aber für zwei Personen muß’s reichen – und speiste auf etwas fremdländische Art. Hermann war erstaunt, das Essen schmeckte ihm dann gut, nachdem er nach dem Genuß eines Pilzes in einer etwas stark gewürzten Sauce zunächst für eine Viertelstunde sprachlos war und vor lauter Angst die Atmung einstellte, um die auftretende Panik zu vermeiden. ‚Das könnte Dir gefallen,’ dachte er so bei sich. „Tja, Paul, lecker war’s,“ sagte artig „Kob khun khrab.“ zu On, nachdem er vorher einen Bekannten aus diesem Thailand-Internet-Forum angerufen hatte und von ihm wissen wollte, wie man sich auf Thai bedankt, “dann können wir ja in nächster Zeit die Reise planen, oder ?“ „Jou...“, meinte Paul, ob der Anstrengung dieses Redeflusses sichtlich gezeichnet, “mok wi.“

    Gegen 20:00 h brachte Paul Hermann wieder nach Hause, nicht, ohne zwischendurch noch schnell den Rasen mit dem Trecker zu mähen, mit dem sein Urgroßvater 1896 das Emsland entwässert hatte, bevor er sich denn in Ostfriesland niederließ.


    Die Rückfahrt war wie die Hinfahrt: Man ging sich nicht durch ununterbrochene Laberei auf die Nerven, jeder schwelgte so in seinen Gedanken – man war sich aber einig, mal die Vorplanungen in Angriff zu nehmen.
    “Ich melde mich...“, meinte Hermann zum Abschied. „Jou...“ Paul sprach’s und machte sich wieder auf den Heimweg, in Gedanken schon in Ferch bei seiner On, die ihn sicher schon sehnsüchtig erwartete. Und wie er so an sie dachte zuckte nur ein erfrischendes ‚Dammich auch...´ durch sein Ostfriesenhirn.


    To be usw.

  5. #14
    MrLuk
    Avatar von MrLuk

    Re: Hermann, On & Paul...

    @Kali,

    hoffe inständig und rein egoistisch motiviert daß du das Niveau halten kannst!!! Wo kramst du das bloß alles hervor?

  6. #15
    PETSCH
    Avatar von PETSCH

    Re: Hermann, On & Paul...

    und wenn es nervt:
    und nochmal

    Schönen Sonntag nach Ferch/Caputh äähh: Heinsberg

  7. #16
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Hermann, On & Paul...

    köstlichst amüsiert

    Da kommen garantiert noch ein paar super Klopper...

  8. #17
    Avatar von Micha

    Registriert seit
    28.01.2003
    Beiträge
    15.938

    Re: Hermann, On & Paul...

    Kali, einer der tief in die Menschen hinein schaut und mit Worten unnachahmlich widerspiegelt.

    Könnte einem fast unheimlich werden.

  9. #18
    pef
    Avatar von pef

    Registriert seit
    24.09.2002
    Beiträge
    3.974

    Re: Hermann, On & Paul...

    tja jahrelang als Knackischliesser hat man ein tiefenpsychologischen In- und Output!
    Mach weiter so Kali

  10. #19
    irrlicht
    Avatar von irrlicht

    Re: Hermann, On & Paul...

    einfach

    so eine schoene story hellt den sonst so trueben tag doch erheblich auf...

    weiter so.

  11. #20
    Kali
    Avatar von Kali

    Re: Hermann, On & Paul...

    So haben sich die drei, die denn gemeinsam auf Entdeckungsreise gehen wollen, schon einmal beschnuppert, d.h., Hermann und Paul sind sich ein weiteres Stück näher gekommen. Das da so was wie eine Wellenlänge da war, sollte sich noch öfter herausstellen. Sicher, Paul war schon öfter in Thailand – allerdings wirklich nicht aus Pattaya hinausgekommen. Auf jeden Fall haben sie auch weiterhin ihre Absicht untermauert, gemeinsam nach Thailand zu fahren. Ons Visum lief ja sowieso nach 2 Monaten ab, so machten sie sich schon mal auf die Suche, ein Ticket für denselben Flieger zu bekommen.
    Sie trafen sich noch häufig, um die Einzelheiten zu besprechen, wobei es mehr Hermann war, der sprach, während On lächelnd die Diskussionen verfolgte, in denen sich Paul denn jeweils erschöpfend auf ein schelmisch eingeworfenes: "Jou, mok wi.." beschränkte.

    Die Zeit bis zum Flug war teils sehr informativ – auch für den Weltmann Paul – allerdings nicht ganz konfliktfrei. "Se hat da ´n paa Papiere mit, will schnell heiraten. Is man in so´ner fremden Sproach...", meinte Paul neulich noch mit etwas ratlosem Gesicht, "dabei will ick man erst än büschen die Familie angucken." Sein Vermittler, der in letzter auch noch von einer Gebühr sprach, die noch zu entrichten wäre, meinte, das wäre alles kein Problem. Das gehe auf jeden Fall. Er solle sich aber keine Gedanken machen, mit On hätte er die erste Wahl getroffen. Ein sauberes Mädel, trinkt nicht, spielt nicht, hat keine Familie und selbstverständlich keine Schulden. Das Geld für die Herfahrt hätte sie sich vom Munde abgespart. Na ja, Paul vertraut ihm, zumal On ja auch wegen seiner Menschlichkeit von ihm begeistert ist.

    So lernte Hermann im Verlaufe der zwei Monate auch die thail. Küche noch ein wenig kennen, oder, besser gesagt, das, was On gerne zu sich nimmt. Da gab´s ja nun wirklich die ausgefeiltesten Leckereien. Angelockt durch die Wohlgerüche warf er mehrmals, wenn er wieder bei Paul zu Besuch war – hatte auch Blumen für On besorgt –, einen neugierigen Blick in die Küche. Und was taten sich ihm da für kulinarische Genüsse auf:


    Ganz zu schweigen von dem Snack für zwischendurch:


    Hermann hatte über seine Internetbekanntschaften aus diesem Thailandforum bereits ein Paar Filme und ein bißchen Volksmusik bekommen, die er selbstverständlich bei Paul deponierte, weil sie sich sowieso in letzter Zeit meistens bei ihm aufhielten. Und so saß man öfter vor der Glotze und sah´ sich diese schönen Filme an. Natürlich wurde bei diesen Gelegenheiten auch dieses typisch thailändische Naschwerk gereicht:


    Am intensivsten wurde ihnen die tief empfundene Freundschaft deutlich, wenn sie dann aus gemeinsam Erlebtem schöpfen konnten. Eines Abends stieg sowohl Paul als auch Hermann ein wohlbekannter Duft in die Nase. Sie konnten´s noch nicht einordnen, spürten aber, fühlten es förmlich, daß da was Verbindendes war, was da unbekannterweise zu ihnen aus der Küche ins Wohnzimmer gekrochen kam:


    "Die Kieler Sprotten...", kam´s wie aus einem Munde, und vor lauter Rührung fielen sie sich in die Arme, jeder von beiden dieses erhebende Gefühl im Bauchbereich, daß da was auf Ewigkeit geschmiedet worden war. "Ich hätte sie man aufheben sollen...", meinte Paul nur, sich die letzten Tränen verschämt aus den Augenwinkeln wischend, "hätte ich On sicher ´ne Freude mit gemacht."

    So saßen sie häufig zusammen, Hermann erzählte von seinen Erlebnissen auf´m Fundbüro, mehrmals von Pauls pfiffigem "Jou." unterbrochen, On saß lächelnd dabei, um auch sofort zu reagieren, wenn Paul ihr mit verliebtem Blick ein neckisches: "Du holen Bier..." zukommen ließ. Mit einem zart dahingehauchten "Kha.." glitt On in die Küche, in einer Weise, die jedem Mannequin zur Ehre gereicht hätte. "Sie spricht schon," meinte Paul, "ein wenig Deutsch." , worauf hin Hermann krampfhaft überlegte, welches Geheimnis denn mit diesem ´Kha´ verknüpft wäre, hörte sich allerdings ziemlich zustimmend an. "Wenn wir aus Thailand zurückkommen tun, wollen wir heiraten. Die Papiere machen wir da unten dann fertig. Dann geht se auch in´n Deutschkurs. Muss ja auch alleine hier klarkommen." Dem geneigten Leser werden jetzt Pauls Bemühungen um das Hochdeutsche ins Auge fallen. Er ist ganz schön clever, hat sich gedacht, wenn schon, dann soll On schon ein vernünftiges Deutsch lernen. "Leessn kannse auuch scho," ergänzte er noch, nachdem er sich ein Löffelchen von dem Original-Thai-Naschwerk nachgeschoben hatte, "meinte, die Kontoauszüge sähen genau so aus wie in Thailand."
    Was er Hermann allerdings verschwieg, waren seine Sorgen um die angeblich noch ausstehende Gebühr bei dem Vermittler – der hatte ja bis neulich überhaupt nichts davon gesagt -, und auch die wesentlich erhöhte Telefonrechnung, vermutlich war das wieder so´n Hacker, der auf seine Kosten mal eben in 3 Wochen für 233,42 € telefoniert hatte. Muß er auch noch zur Telefongesellschaft. Aber sparsam ist die On ja, und so weitblickend. Hatte eine Freundin aus Berlin angerufen – ja, sie ist sehr kontaktfreudig, seine On -, und hat sie gleich das Angebot dieser todsicheren Lotterie angenommen. Zahlt nur 200 € im Monat ein und bekommt nach 2 Jahren einen ganz schönen Batzen raus. Er streckt ihr das erst einmal vor, will sie ihm dann von dem Lotteriegewinn zurückzahlen.

    So liefen denn die Tage dahin. Hermann hatte sich schon eingekleidet, ein paar Bermudas, und beim Aldi hatten sie einen Sonderposten Hawai-Hemden, ein paar Birkenstock-Sandalen – soll ja ganz schön heiß sein, wenn sie dann nach Thailand fahren. Mit dem Ticket hatten sie Glück gehabt. Kommen zwar Ende Juli noch ins Warme, aber man fährt ja auch nicht so oft dorthin. Regnen soll´s auch dann schon mal, na ja, wird er eben seinen Knirps noch einpacken müssen. Etwas aufgeregt is´ er ja schon.
    Paul überlegt derweil, wie er On verklickern soll, daß er ja gerne auch ein paar Tage nach Pattaya möchte. ´Nur mal gucken´, bereitet er sich gedanklich darauf vor, ´habe da noch ein paar wichtige Gespräche beim Stammtisch in der Susi-Bar. Is´ man nich´ einfach.´

    On macht sich nicht so viele Gedanken. Hat ihrer Schwester schon Bescheid gesagt, daß die beiden Mädels denn solange zu dieser gehen, die Eltern sind in der Zeit bei Mutters Schwester, so kann da schon mal nichts passieren. Und so denkt sie schon mal, auf Thai natürlich: ´Nur gut, daß wir damals nicht auf´m Ampö: geheiratet hatten. Gibt also mit den Papieren keine Probleme. Muß nur den Djaeb von der Bank erwischen, daß der sich nicht verquatscht. Die Nachbarn halten sowieso den Mund.´ Dann überlegte sie noch, wen sie denn alles zur Abschiedsparty nach Ferch einlädt, muß nächste Woche passieren, in 14 Tagen fliegen sie ja.
    Sie denkt allerdings nicht oft drüber nach, erst mal noch ein bißchen Thai-TV, Paul hatte selbstverständlich fix den Anschluß geregelt.

    Jeder hing seinen Gedanken nach, regelte noch das, was zu regeln ist, und so werden wir sehen, wie sie die nächste Zeit in Thailand verbringen.

    to be usw.

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