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Griechische Mythen und unser Leben

Erstellt von Marco, 17.04.2004, 19:35 Uhr · 9 Antworten · 1.359 Aufrufe

  1. #1
    Marco
    Avatar von Marco

    Griechische Mythen und unser Leben

    Die Griechen hatte eine der ersten Hochkulturen auf der Welt. Viele Grundsätze, Werte und Normen haben sich bis heute gehalten.

    In diesem Threat möchte ich den Einfluss der Griechen und der griechischen Mythen, im Besonderen, aufzeigen.

    Ich habe (habe ist gut, ich bin doch erst zu zwei Geschichten gekommen) die einzelnen Geschichten aus Büchern zusammengefasst und versucht sie soweit zu kürzen, dass der Sinn aber noch ersichtlich ist.

    Ich wünsche Euch beim Lesen viel Spass!

    Gruss khontingtong

  2.  
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  3. #2
    Marco
    Avatar von Marco

    Re: Griechische Mythen und unser Leben

    Chaos und Kosmos oder die Entstehung der Welt

    Vor aller Zeit war für die Griechen Chaos, Unordnung. Dasselbe wie das "Tohuwabohu", das im Schöpfungsbericht der Bibel vor der Erschaffung der Welt herrschte.
    Das Chaos war kein Nichts. Aber auch nichts Besseres, den es gab kein Vorher und kein Nachher, kein Oben und kein Unten, kein Rechts und kein Links, kein Vorne und kein Hinten. Es gab auch keine Regeln, die Richtig und Falsch trennten. Es gab nicht mal Richtig und Falsch.
    Damit die Welt Welt werden konnte musste Ordnung geschaffen werden. Diese Ordnung nannten die Griechen Kosmos. Kosmos bedeutet auch so viel wie "etwas Schönes" etwas das schmückt.

    Aber keine Ordnung besteht für immer. Das wussten die Griechen und sie fürchteten sich vor der Rückkehr des Chaos. Aus dem Chaos des Anfangs entstand Gaia, die Erde, ferner Tartaros, die Unterwelt und Eros, die Liebe. Später entstand Uranos, der Himmel. Damit existierte eine erste Ordnung, nämlich die von Oben und Unten, Himmel, Erde und Unterwelt.
    Jetzt konnte Eros aktiv werden und Himmel und Erde vereinigten sich in Liebe und zeugten lebende Wesen, die bereits eine Ähnlichkeit mit Menschen hatten: die Titaninnen und Titanen.
    Uranos, der Himmel herrschte als Patriarch über die Erde und seine Kinder, die Titanen. Auch Herrschaft bedeutet Ordnung, denn sie sorgt für Frieden; sie birgt stets aber auch den Keim des Chaos in sich, denn wer die Macht innehat, greift leicht zu unrechten Mitteln, um sie zu erhalten und untergräbt sie dadurch selbst.

    Uranos fürchtete einen Aufstand seiner Kinder und versuchte zu verhindern, dass es zu viele wurden. Also verschloss er Gaias Schoss und sperrte so die Zyklopen -Riesen mit einem einzigen Auge - und die Hekatoncheiren, die "Hundertarmigen" in ihrem Leib ein.

    Verständlicherweise empörte sich Gaia, die Mutter Erde, darüber. Sie fertigte eine Sichel aus Stein und gab sie ihrem jüngsten Sohn, dem Kronos, in die Hand. Dieser wartete, bis Uranos sich das nächste Mal zu seiner Frau legte und kastrierte ihn mit der Sichel.

    Uranos war als Herrscher nun ausgefallen und es drohte alles drunter und drüber zu gehen. Kronos ging sofort daran, eine neue Herrschaft aufzurichten. Er sperrte die wilden Zyklopen und Hekatoncheiren, die er gerade befreit hatte, umgehend wieder ein. Diesmal in den Tartaros. Seinen Geschwistern überliess er jeweils ein eigenes Herrschaftsgebiet, sodass sie sich mit seiner Regierung abfanden.

    Mit dem Aufstand des Kronos gegen seinen Vater war etwas Neues in der Weltordnung eingetreten: die Abfolge der Generationen, die geschichtliche Zeit. Und die war eine so grosse Macht, dass auch Kronos ohnmächtig war gegen sie. Auch ihm drohte ein Aufstand seiner Kinder und deshalb verschlang er sie, sobald seine Frau Rhea sie geboren hatte.

    "Die Zeit frisst ihre eigenen Kinder" - diese Spruchweise war den Griechen genauso vertraut wie uns.

    Doch auf Dauer konnte auch Kronos nicht regieren, denn das verschlingen der eigenen Kinder musste gesühnt werden. So kam es, dass sein Sohn Zeus, den er nicht verschlungen hatte, weil Rhea ihm statt seiner einen in Windeln gewickelten Stein untergeschoben hatte, erneut den Aufstand wagte. Er befreite seine Geschwister. Dann schlug er mit deren Hilfe los. Es folgte ein Kampf zwischen den olympischen Göttern und den Titanen, der so gewaltig war, dass die Welt aus den Fugen zu gehen und das Chaos des Anfangs wiederkehren drohte.

    Erst als die Titanen sicher im Tartaros eingesperrt waren, kehrte Ordnung zurück.

  4. #3
    Avatar von dr_farnsworth

    Registriert seit
    07.03.2004
    Beiträge
    528

    Re: Griechische Mythen und unser Leben

    Kleiner Programmhinweis von mir: Auf alpha kommt zur Zeit eine Serie über (griechische) Mythen. Infos gibts hier

  5. #4
    Marco
    Avatar von Marco

    Re: Griechische Mythen und unser Leben

    Wer kennt es nicht, wenn man von einer Frau bezirzt wird. Was bedeutet beziren? Woher kommt dieses bezirzen?


    Circe war eine Nymphe. Odysseus war auf dem Rückweg von Troja. Troja war gefallen und die Griechen haben die Reichtümer unter sich aufgeteilt. Er wollte schnellstmöglichst nach Ithaka (sein Königreich) zurückkehren. Dort erwartete ich seine Frau Penelope und sein Sohn Telemach.

    Poseidon, der Gott der Meere und auf Seiten der Trojaner, verzögerte die Fahrt immer wieder. Odysseus hatte bis auf sein Schiff die ganze Flotte verloren. Poseidon zwang ihn, auf der Insel Aiaia zu landen. Hier lebte die Zauberin Circe, eine Tochter des Sonnengottes Helios. (Der berühmte Schriftsteller Homer beschrieb Circe wie folgt: " ...die mit den schönen Flechten, die Redebegabte")

    Odysseus sollte von Circe verzaubert werden. Rechtzeitig erhält er von Hermes (dem Götterboten) ein Gegenmittel. Als Circe den Fremden nicht verzaubern kann, weiss sie, dass es Odysseus ist. Hermes hatte ihr geweissagt, dass ein Odysseus kommen wird, der gegen alle ihre Zauberkraft immun ist. Circe kniete vor Odysseus nieder und sprach: "Lass uns zusammen das Lager der Liebe besteigen, damit wir, in Liebe vereint, Vertrauen zueinander fassen!"

    Circe konnte Odysseus mit ihrer Liebe verzaubern und für ein Jahr von seiner Weiterreise abhalten. Erst als seine Mannschaft auf die Heimreise drängten, fuhr Odysseus weiter.


    Und dann kommt noch ein P.S.
    Als ich das so schreibe, kommt mir unweigerlich Thailand mit seinen Frauen in den Sinn. Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, ob in der Grundschule in Thailand griechische Mythologie unterrichtet wird ;-D

  6. #5
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Griechische Mythen und unser Leben

    @Khontingtong,

    mach weiter, auch wenn es noch an Beiträgen fehlt.

    Ich geniesse sie und muss zugeben, dass ich so einige dieser alten Weisheiten verdrängt habe, aber...

    bei so mancher Thai Holden an Penelope gedacht habe...

    Und dass hat mich vor so manchem Ungemach gerettet.

    Wir sind gerüstet

  7. #6
    Avatar von woma

    Registriert seit
    20.01.2004
    Beiträge
    3.243

    Re: Griechische Mythen und unser Leben

    auch eine schöne Seite zum Thema, nur leider in engl. ;-D winged sandals

  8. #7
    Marco
    Avatar von Marco

    Re: Griechische Mythen und unser Leben

    Die Achillesferse

    Achill, auch Achilles genannt ist der berühmteste unter d griechischen Helden, die gegen Troja kämpften, war kein gewöhnlicher Sterblicher, sondern der Sohn einer Göttin – der Meeresgöttin Thetis und des Königs Peleus, eines Sterblichen.

    Nach ihm wird Achill auch „der Pelide“ genannt. Ihm war ein früher Tod in der Schlacht um Troja geweissagt worden, und obwohl seine Mutter nur zu gut wusste, dass man dem Schicksal nicht entrinnen kann, setzte sie doch alles daran, dem Lauf seines Schicksals eine andere Wendung zu geben.

    Genau diese Begebenheit macht die Achilles-Geschichte in Homers Illias so spannend: Kann Achill es schaffen, dem vorbestimmten Los eine schnippchen zu schlagen?

    Thetis, die wusste, dass ein Bad im Styx, dem Fluss der Unterwelt im Reich des Hades, Unverwundbarkeit verleiht, stieg mit Achill, als er noch ein Kind war, in die Unterwelt hinab und tauchte Achill ins Wasser des Styx ein. Doch die Ferse, an der sie ihn festhielt, blieb unbenetzt, also verwundbar.

    Und als der grosse trojanische Krieg ausbrach, steckte Thetis ihren Sohn in Mädchenkleider, damit er dem Soldatenlos entging. Doch der gerissene Odysseus, der für Agamemnon, den Anführer der Griechen gegen Troja, Truppen sammelte, lockte Achill mit einer List in die Schlacht. Er liess die Trompeten so blasen, wie wenn ein feindlicher Überfall abzuwehren wäre – und schon warf Achill die Mädchenkleider ab und eilte mit Schild und Speer herbei.

    Der grosse trojanische Krieg wütete bereits zehn Jahre und es hatte Abertausende von Toten gegeben, als es zum Zerwürfnis zwischen Agamemnon und Achill kam. Denn Agamemnon hatte nicht nur ein Auge auf Achilles schöne Sklavin Briseis geworfen, sondern nahm sie ihm einfach weg.

    Daraufhin grollte der entehrte Achill und zog sich vom Kampf zurück. Selbst als es so aussah, als ob die Trojaner die Oberhand gewönnen, blieb Achill beleidigt in seinem Zelt sitzen. Erst als die Griechen den Kampf schon fast verloren hatten, gab Agamemnon die Sklavin zurück. Entschuldigen wollte er sich aber nicht. So schmollte Achill weiter in seinem Zelt.

    Patroklos, der beste Freund Achilles nahm dessen Rüstung und stürzte sich heldenhaft in den Kampf. Er wollte die Griechen ermutigen, denn er spielte ja die Rolle des Achill.

    Doch Patroklos wurde von Hektor, Achills grossem Gegenspieler auf trojanischer Seite getötet. Als Achill vom Tod seines besten Freundes erfuhr, stiess er einen entsetzlichen Schrei des Kummers und des Zorns aus, dass die Trojaner sofort von der Leiche abliessen.

    Nun stürmte Achill auf das Schlachtfeld und erschlug unzählige Feinde, bis er endlich Hektor gegenüber stand. Sie kämpften stundenlang und waren sich ebenbürtig. Zeus, der Göttervater musste die Entscheidung fällen. Er lies Achill leben und Hektor sterben.

    Achill war immer noch blind vor Wut und vergass seine gute Kinderstube. Er band Hektor an seinen Wagen und schleifte ihn hundertmal um die Stadt. Dann lies er Hektor achtlos beim Lager liegen.

    Bevor Achill wieder in die Schlacht zog, liess Thetis vom Schmiedegott Hephaistos eine neue Rüstung anfertigen, die ihm ganz besonderen Schutz verleihen sollte.

    Aber das Schicksal Achills nahm seinen Lauf. Beim Sturm auf die Mauern der statt, traf Paris, der jüngste Bruder Hektors, der durch den Raub der schönen Helena den ganzen Krieg ausgelöst hatte, mit einem Pfeil die verwundbare Ferse des Helden.
    Der Gott Apoll, der mächtige Verbündete der Trojaner, hatte persönlich dafür gesorgt, dass das Geschoss sein Ziel nicht verfehlte.

    Siebzehn Tage dauerte das Totengedenken für Achill. Thetis und ihre Meerjungfrauen, die Nereiden, überwachten die Trauerfeierlichkeiten, und Atheme selbst salbte den Körper des Achill mit Ambrosia. Am achtzehnten Tag wurde er feierlich verbrannt.

  9. #8
    Avatar von odysseus

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    Re: Griechische Mythen und unser Leben

    Servus khontingtong
    Hut ab, Griechische Mythen sind recht spannent, ;-D besonders gut geschrieben von Gustav Schwab, die schönsten Sagen des Klassischen Altertums, und besonders Homer Illas in Deutsch ist ein schlager in diesen Bereich.

  10. #9
    Avatar von Jinjok

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    5.556

    Re: Griechische Mythen und unser Leben

    Hallo Odysseus
    Wir haben am Freitag die Hollywood-Version der Geschichte von Trojas Untergang gesehen. Da wurden die Überlieferungen etwas vernändert, damit das Drehbuch für bessere Kassenchancen sorge. Naja Pech für die Macher von Troja um Petersen, daß sie ausgrechnet gegen Shrek II antreten müssen.

    Hatte mir danach auch vorgenommen, meinen alten Schinken von Gustav Schwab aus der Bücher-Kiste zu kramen und noch mal die Quelle zu studieren. Das Mythentor ist auch eine gute Seite.

    Viele Grüße
    Jinjok

  11. #10
    Avatar von odysseus

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    2.275

    Re: Griechische Mythen und unser Leben

    Servus Jinjok
    Ja, die alten Sandalfilme werden wieder in, und ich finde das gut. Gladiator war nicht schlecht, aber Troja hat den Gladiator ein wenig übertroffen.

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