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Früher in Thailand

Erstellt von Mang-gon-Jai, 21.12.2002, 18:14 Uhr · 33 Antworten · 5.066 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von odysseus

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    2.275

    Re: Früher in Thailand

    Servus MgJ :-)
    Ja, schreib weiter mit deiner Geschichte. Mus echt interesant gewessen sein. 1964, kein Massenteurismus und keine Entlosen Autoschlangen in Bangkok.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    Re: Früher in Thailand

    Teil 3

    Die Zimmer waren einfach, aber zweckmäßig eingerichtet. Großen Luxus brauchten wir nicht und so waren wir zufrieden.
    Mein Zimmer hatte sogar einen Balkon. Von dort aus hatte ich eine gute Sicht auf die kleinen verwinkelten Gassen in denen Tag und Nacht reger Betrieb herrschte.
    Dort, wo heute der „berüchtigte“ Biergarten ist, war damals ein kleiner Essensmarkt, auf dem bis fast zum frühen Morgen Speisen angeboten wurden.
    Im Hotel gab es einen Coffee-Shop. Hier saßen wir am ersten Abend um unsere frischen Eindrücke bei einheimischem Bier (Singha?) zu verarbeiten.
    Es war auffallend, wie viele weibliche „Coffee-Fans“ es in Thailand zu geben schien. Jedenfalls saßen dort bestimmt 20 junge und hübsche Frauen, die immer wieder zu uns herüber blickten und kichernd miteinander tuschelten. Der Grund ihres Aufenthaltes im Coffee-Shop war uns damals noch nicht ganz klar. Sollten sie etwa...? Nein, sicher nicht!
    In der folgenden Nacht, ich war gerade eingeschlafen, wurde heftig gegen die Tür meines Zimmers geklopft. Schlaftrunken öffnete ich.
    Eine der Frauen aus dem Coffee-Shop stand dort vor der Tür und blickte mich schüchtern lächelnd an.
    Was wollte sie nur?
    Ich war wohl damals noch zu dämlich. Zwar ahnte ich, was sie von mir wollte, aber so ganz sicher war ich mir auch nicht und um nichts falsch zu machen, schloss ich die Tür wieder.
    In dieser Nacht wurde ich nicht mehr gestört. Lange konnte ich jedoch nicht einschlafen. Mein Zimmer hatte keine Klimaanlage, es war schrecklich heiß und der Lärm vom Essensmarkt drang zu mir herauf.
    Außerdem hatte ich die vielen neuen Eindrücke zu verarbeiten und, ich muss es ehrlich zugeben, auch die hübschen Frauen gingen mir nicht aus dem Sinn.
    Irgendwann bin ich dann doch wohl eingeschlafen. Als ich erwachte, stand die Tropensonne schon hoch am Himmel. Es würde ein heißer Tag werden.
    Ich ging hinunter in den Coffee-Shop zum frühstücken. Hier wollte ich mich mit Peter treffen.
    Die Bedienung, eine Hübsche Thai, versuchte meine Bestellung aufzunehmen. Es schien jedoch an den Sprachproblemen zu scheitern.
    Sie ging und kam nach kurzer Zeit mit einem dicken Mann wieder, einem Chinesen. Er stellte sich als der Manager des Hotels vor und „oh Wunder“, dieser Mann sprach Englisch!
    Er empfahl mir, typisch Thai zu frühstücken. Ich war einverstanden und so wurde mir bald eine fade Reissuppe serviert. In etlichen kleinen Schalen wurden mir dazu fremde Gemüse, Gewürze und Fleisch gereicht, welche ich in die Suppe zu rühren hatte.
    Es war nicht ganz mein Geschmack, aber man konnte es essen.
    Mit Händen und Füßen gestikulierend, gelang es mir, der Bedienung zu vermitteln, dass ich gern ein gekochtes Ei haben möchte. Sie hatte es verstanden und brachte wirklich ein Ei.
    Weiterhin gab sie mir einen kleinen Zettel. Eine Nachricht von Peter.
    Er schrieb, dass es ihm in Siam doch nicht gefalle und er weiter nach Singapur fahre.
    Mehr nicht. Schon am frühen Morgen war er abgereist. Ohne Abschied. Etwas eigentümlich fand ich es schon.
    Der Manager kam noch einmal um mir zu empfehlen, was ich am heutigen Tag alles zu besichtigen hätte.
    Die einzelnen Stationen meiner Besichtigungstour besprach er mit mir und schrieb alles in thailändischer Schrift auf einen großen Zettel. Dann schickte er eine der Bedienungen, einen Fahrer zu holen. Nicht irgendeinen, einen ganz bestimmten Mann wollte er haben.
    Dieser Fahrer konnte etwas englisch sprechen, was die ganze Sache für mich natürlich ungemein vereinfachte. Einen ganzen Tag wollte er mit mir durch Bangkok fahren und mir alles zeigen. Als ich ihn nach dem Preis fragte, lächelte er verlegen.
    „Ist ein halber US-Dollar zuviel?“, brachte er schließlich heraus.
    Ein halber US-Dollar für einen ganzen Tag! Was war das nur für ein eigentümliches Land in das ich geraten war.

  4. #13
    Thaistar
    Avatar von Thaistar

    Re: Früher in Thailand

    @Mang-gon-Jai

    1964

    welche fluggesellenschaft ?

    wie kostet flugticket ?

    ob nach bangkok durchfliegen ? oder mit stop ?

    ohne visum oder mit visum ?

    ob flugsitze viel frei oder voll ?


    ich interesse mich sehr über alt geschichte 1960 zwischen 1975 über thailand.

  5. #14
    Avatar von Mang-gon-Jai

    Registriert seit
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    Re: Früher in Thailand

    @Thaistar
    Leider kann ich dir deine Fragen nicht beantworten.
    Es ist alles schon zu lange her. Wir flogen von Frankfurt aus über Teheran, wo wir einen sehr langen Aufenthalt hatten, nach Colombo. Fast 24 Stunden waren wir unterwegs.
    Ich glaube, es war die Lufthansa, mit der ich flog. Sicher bin ich aber nicht.
    Auch die Preise für den Flug und die Schiffsfahrt sind mir entfallen. Die Fahrt mit dem Frachter (über Singapur ) war jedoch wirklich spottbillig.
    Auch auf deine Frage, wie voll das Flugzeug besetzt war, kann ich dir leider nicht antworten.
    Es ist bald 40 Jahre her!


    Gruß

    Mang-gon Jai

  6. #15
    Thaistar
    Avatar von Thaistar

    Re: Früher in Thailand

    @Mang-gon-Jai

    ok....

  7. #16
    Joe-SixPack
    Avatar von Joe-SixPack

    Re: Früher in Thailand

    @thaistar.

    heute kommt "Anna und der König" im TV.

    Schau es dir an, dann weist du wie es früher war.

    da war es wirklich besser !!

    Joe

  8. #17
    Thaistar
    Avatar von Thaistar

    Re: Früher in Thailand

    @Joe-SixPackling !!!!!!!!!!!!!

  9. #18
    Avatar von sunnyboy

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    5.838

    Re: Früher in Thailand

    @MGJ, wann gehts weiter ?
    Gruß Sunnyboy

  10. #19
    Thaistar
    Avatar von Thaistar

    Re: Früher in Thailand

    @sunnyboy

    er fliegen nach thailand !!!

    kannst du 2 or 6 woche warten wenn er wieder da ist,.

  11. #20
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    Re: Früher in Thailand

    Teil 4

    Das Frühstücksei hatte ich, obwohl extra bestellt, doch nicht gegessen und so nahm ich es mit und steckte es in meine riesige Fototasche zur Spiegelreflex und etlichen Wechselobjektiven.
    In glühender Hitze, das Auto hatte selbstverständlich keine Klimaanlage, fuhren wir kreuz und quer durch Bangkok.
    Der Verkehr war deutlich anders als heute. Nur wenige Autos waren auf den Straßen, meist Busse und LKWs. Aber es gab Pferdekutschen und viele Elefanten. Auch etliche Fahrrad-Rikschas gab es dort. Der Hauptverkehr spielte sich jedoch auf dem Wasser ab, auf den zahlreichen Klongs.
    Wir stellten das Auto ab und mein Fahrer, leider habe ich seinen Namen vergessen, und ich bestiegen ein „Wassertaxi“, gerade groß genug für drei Leute.
    Dann ging es los. Erst die großen Klongs (Kanäle) entlang. Dann bogen wir ab und fuhren auf einem schmalen Klong in einen Tempel hinein.
    Als das Boot zum Aussteigen hielt, tauchten aus dem Wassere unzählige Schildkröten auf. Das Wasser in der Nähe des Bootes wimmelte von diesen Tieren.
    „Nicht anfassen, sie beißen!“, wurde ich belehrt.
    Der Tempel schien nicht mehr „in Betrieb“ zu sein. Er war schon uralt und recht verfallen. Ich glaubte Khmer-Elemente in diesem Tempel zu sehen. Ein Khmer-Tempel in Bangkok?
    Bei späteren Aufenthalten habe ich versucht, diesen Tempel wiederzufinden aber es ist mir leider nicht gelungen.
    Völlig ungestört, es gab hier keine anderen Besucher, kletterte ich in den halb verfallenen Ruinen herum. Etliche Eidechsen waren meine einzigen Begleiter denn die beiden Männer (mein Fahrer und der Fahrer des Bootes) waren am Boot zurückgeblieben und warteten dort auf mich.
    Zwischen den verfallenen Mauern stand eine Buddhastatue. Ein Arm und ein Fuß fehlten. Vor dieser Statue brannten ein paar Räucherstäbchen und jemand hatte einige Lotosblumen am Sockel der Statue abgelegt.
    Dann sah ich sie: Eine alte Frau kniete betend vor dieser alten Statue. Ein Stück einer halb verfallenen Mauer hatte mir bislang den Blick auf die alte Frau verwehrt.
    Weiter ging es mit dem Boot. Wir bogen von den größeren Kanälen ab in kleinere. Von dort aus ging es in noch schmalere Klongs. Bald waren sie so schmal, dass uns kein anderes Boot hätte begegnen können. Längst waren wir weit außerhalb Bangkoks. Um uns herum Reisfelder und kleine Kanäle mit kleinen Booten darauf. Nie begegnete uns ein anderes Boot. Die Klongs schienen so etwas wie Einbahnstraßen zu sein.
    An einem der Reisfelder stand ein recht großes Holzhaus. Dort hielten wir an. Es war ein Rasthaus.
    Auf einer schönen Holzterrasse aßen wir zu Mittag, mit Blick auf die Reisfelder – im Hintergrund die Silhouette der Stadt Bangkok – damals noch ganz ohne Wolkenkratzer.

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