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Es geschieht einfach ... 2004 ... es geht weiter ...

Erstellt von Stalker, 20.09.2006, 18:49 Uhr · 37 Antworten · 7.210 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Stalker

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    Re: Es geschieht einfach ... 2004 ... es geht weiter ...

    Kaew und Su könnte man schon fast als gespaltene Persönlichkeiten bezeichnen. Beide gehen tagsüber den Tätigkeiten in ihren kleinen Läden nach. Su hatte und hat immer noch ihren Shop mit lauter zähnezerfressenden Nachtischen, Süßigkeiten, Zuckersandwiches, Fettgebäck und vor allem ihrer selbstgemachten Sojamilch.
    Kaew war damals Inhaberin der „Sawadee Wäscherei“, die sich gegenüber vom Biergarten auf einem Parkplatz neben dem offenen Restaurant an der Soi 7 befand. Ihre jüngere Schwester und eine kleinwüchsige Nachbarin arbeiteten hier. Die Kleinwüchsige nahm die Wäsche an, gab diese auch heraus. Bei größeren Posten wurde auch geliefert. Transport in Kaews Haus und Auslieferung der Wäsche wurde von der Schwester und ihrem Boyfriend erledigt. Kaew selbst verbrachte ihren Tag mit waschen, trocknen bügeln.



    Bei Kaew in der Küche ... nach dem Einkauf werde ich von Su & Kaew bekocht ...

    Als ich bei Kaew zu Besuch war, lernte ich ihre ganze Familie kennen. Der Vater hatte Darmkrebs im Endstadium. Er war zum Sterben nach Hause geschickt worden. Mehr als Schmerzmittel verabreichen war nicht mehr möglich. Meine Großmutter war ähnlich qualvoll gestorben und da meine Mutter als Krankenschwester auf einer „Krebsstation“ gearbeitet hatte waren meine Berührungsängste zu Kaews Vater, der nur noch vor sich hindämmerte und auf die regelmäßige Leerung seiner Katheder angewiesen war, nicht sehr groß. Kaew kümmerte sich fast im Alleingang um ihren Vater. Der Art und Weise wie sie ihr Leben im Griff hatte zollte ich meinen Respekt.

    Nachts zogen die Beiden dann los, machten sich zurecht, um letzten Endes die finanziellen Grundlagen zu schaffen um all ihren Verpflichtungen nachzukommen.

    Nut war dann wieder das ganze Gegenteil. Um einiges jünger als Kaew und Su, viel es ihr viel leichter Customer zu finden. Sie verdient Monat bis zu 40.000 Baht. Lebt aber in den Tag hinein. Ich nannte sie scherzhaft Misses Heineken. Ich selbst kann diese niederländischen Brühe nicht viel abgewinnen, Nut schaffte es aber mitunter an einem Abend bis zu 1.000 Baht in diesem Bier anzulegen, was sie mitunter sogar allein bezahlte.
    Nuts Eltern sind schon länger tot, auch zu den Geschwistern hat sie keinen Kontakt. Sie ist ein Art Alien aus dem Isaan mit recht wenigen Sozialkontakten. Sie wohnt in Saphan Kwai, nur einige Meter von Sus Wohnung entfernt. Als sich die Beiden dann einmal auf der Suk im „Nachtarbeitsoutfit“ trafen, war keine Möglichkeit zum Spielchen spielen und man freundete sich schließlich an.

    Ich beobachtete das Treiben im Biergarten, genoss Nuts Theatervorstellung und das Zusammensein mit Su und Kaew. Man unterhielt sich über dies und das. Nut konnte sich gar nicht mehr einkriegen, wenn man sie an die schwere Geburt von Su’s und meinem zweiten „Date“ erinnerte (2003er Thread) und gackerte demzufolge den ganzen Abend vor sich hin.

    Schließlich verabschiedeten wir uns von Kaew und Nut. Die Beiden waren ja nicht zum Vergnügen hier. Meine Anwesenheit störte real betrachtet ihre Arbeit und so wechselten Su und ich die Örtlichkeit.







    Fahrt per Skytrain zum Saxophonepub

    Der Saxophonepub in Nähe des Victory Monuments ist eine nette Location. Täglich gibt es hier sehr gute Lifemusic. Ich liebe diesen Club. Er ist auch mit dem Skytrain recht gut zu erreichen.





    Einige Tage später besuchten wir das Hardrock Cafe in Bangkok. Genossen zwar auch dort die Lifemusik einer guten Band, ansonsten ist der Laden mir aber zu kommerziell und ich bevorzuge lieber die kleinen und größren Clubs wie das Tawan Daeng oder - um auch mal westliche Lifemusik zu hören - den Club der auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt. Leider hab ich - obgleich inzwischen schon 3x dort gewesen - den Namen dieses Clubs vergessen, vielleicht kann ja jemand von Euch Angaben dazu machen.





    Hard Rock Cafe ... ganz nett, aber überzeugt mich nicht ...

    Mit ähnlichen Tagen wie diesem verging die Zeit in BKK und eines Morgens standen wir auf dem Bahnhof in Bangkok und warteten auf unseren Zug nach Lampoon.



    Ich musste ja noch einmal Su’s Eltern kennen lernen. Bahn fahren gefällt mir, konnte ich so doch auf @Otto spuren wandeln. Allerdings war meine Dekadenz so groß, dass ich Fahrkarten für einen Aircon-Wagon Waggon zum Preis von jeweils 500 Baht kaufte. Die Fahrt selber dauerte 11 Stunden und war doch sehr interessant. Die Rückweg legten wir dann zwar per Flug zurück, aber wer genug Zeit hat, sollte sich eine Eisenbahnfahrt in Thailand schon einmal antun.

    Beim nächsten Mal gibt es dann ein paar Bilder aus dem hohen Norden …

    Fortsetzung folgt ….

    Stalker

    PS.: War 2004 zweimal bei Su, werde in diesem Thread von beiden Reisen berichten und Fotos zeigen.

  2.  
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  3. #12
    Avatar von Mike_Thai

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    Re: Es geschieht einfach ... 2004 ... es geht weiter ...

    Hi Stalker,

    wann gibt´s denn die Fortsetzung?

    Michael

  4. #13
    Avatar von MadMovie

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    Re: Es geschieht einfach ... 2004 ... es geht weiter ...

    @ Stalker,

    ich persönlich ziehe das Tawandaeng Chaiyaphum dem Hard Rock Café Bangkok vor.
    Ebenso wie Mike Thai und viele andere warte ich auf die Fortsetzung...

  5. #14
    Enrico
    Avatar von Enrico

    Re: Es geschieht einfach ... 2004 ... es geht weiter ...

    Will ich auch mal druck aus üben :-) Weiter :bravo:

  6. #15
    Avatar von Stalker

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    Re: Es geschieht einfach ... 2004 ... es geht weiter ...

    Mit dem Tawan Daengs sind wir ja einer Meinung ... ich liebe den Schuppen in der Pattanakarn Road in Bkk.

    Fortsetzung gibts natürlich. Hatte nur in den letzten zwei Wochen sehr viel um die Ohren. Die ersten Zeilen vom Nordtrip sind aber schon auf der Platte.

    Bis die Tage
    Stalker

  7. #16
    Avatar von Stalker

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    Re: Es geschieht einfach ... 2004 ... es geht weiter ...

    Die Bahnfahrt verläuft fern jeder Hektik, da der Zug nur ca. wahnwitzige 80 km/h schnell ist. Die Stationen auf dem Weg nach Chiang Mai lassen einen in die siamesische Geschichte eintauchen. Ayutthaya, Phitsanulok die Fahrt ist gemächlich aber trotzdem angenehm. Kommen mit einer jungen Familie aus Australien ins Gespräch, deren zwei noch recht kleine Kinder die Zugbegleiterin ganz schön auf Trapp bringen.

    Unsere Zugstewardess ist aber ausgeglichen und ihr Gemüt der Zuggeschwindigkeit angepasst. Zweimal bringt sie uns Speisen und Getränke und hat für jeden ein freundliches Lächeln parat. Ich möchte den Service der deutschen Bahn nicht Kleinreden, aber wenn die solches Zugpersonal hätten, wäre ich sicher auch Bahncardbesitzer und würde mich nicht an den LKWs auf der A2 oder A1 vorbeiquälen.

    Die traditionelle Hocktoilette stellt bei Benutzung während der Fahrt eine Herausforderung dar. Glücklicherweise helfen mir die Zeiten die ich bei meiner Schwiegermutter im Isaan verbringen durfte auch diesmal dabei, dieser gewachsen zu sein.

    Su verfolgt die „vorbeifliegende“ Landschaft in drei Phasen. Anfangs, noch sichtlich aufgekratzt mal wieder nach Lampoon zu fahren und mir die tollsten Storys aus ihrer Kindheit erzählend, wird sie irgendwann zum schmusebedürftigen Kuschelkätzchen und rollt sich schließlich in Phase zu einer solchen zusammen, um dann die nächsten Stunden schlafend zu verbringen.

    Als es dann endlich in die Berge geht, büßt der Zug noch einmal einiges an seiner halleschen Geschwindigkeit ein. Allerdings wird Madame nun wach und ich stelle mir selbst die Frage, ob sie der Hunger (macht sich über unsere letzten Nahrungsmittel her) oder die Witterung der Heimat zum beenden ihres „Fastkomas“ bringt. In diesem Zusammenhang muss ich neidlos anerkennen, dass die Thais ja nun wirklich in fast jeder Körperhaltung und Situation in der Lage sind, Augenpflege zu betreiben. Es ist schon stockdunkel, als wir schließlich in Lampoon eintreffen.

    Nach einem kurzen Moment der Bewegung und nach Weiterfahrt unseres Zuges kehrt wieder Ruhe auf dem Bahnhof ein, die lediglich von weit entferntem Motorradlärm unterbrochen wird. Su führt ein Telefonat und ca. 10 Minuten später werden wir von zwei Mopedfahrern abgeholt. Wir fahren direkt zum Haus der Eltern. Es ist sehr dunkel, nur im Eingangsbereich flackert eine Neonleuchte vor sich hin. Die Eltern begrüßen mich mit großem Hallo. Ich werde ausgefragt, kann mich aber dennoch etwas umsehen. Sieht man nach oben, gewährt man sich selbst einen Blick auf den Dachstuhl des Hauses. Es gibt zwar 4 verschiedene Räume, die durch einzelne Bretterwände voneinander abgetrennt sind, jedoch gibt es keine Decke in unserem Sinne. Die Einrichtungsgegenstände sind provisorisch, uralt und die Sauberkeit des Hauses lässt arg zu wünschen übrig.

    Das stört mich zwar nicht, aber es ist doch schon ein großer Unterschied zu Sus Appartement. Nun könnte man ja meinen, dass Su ihre Wohnung absichtlich auf Vordermann gebracht hatte, weil ich sie besucht habe. Bin aber in den letzten Jahren stets unangemeldet gekommen und habe nie ein anderes Bild vorgefunden. Die Tristesse im Haus wird durch einige „Highlights“ unterbrochen die so gar nicht zum Rest der Einrichtung passen und man schon fast als außerirdisch bezeichnen könnte. Dazu gehört ein großer, recht schicker Fernsehschrank, in dem neben dem recht modernen Fernseher auch eine große Karaokeanlage Platz findet. Chulalongkorn, Hausaltar und Bhumiipol umrahmen dieses Götzenbild des Konsums und ich muss wieder einmal feststellen das Prioritäten hier anders gesetzt werden. Su teilt mir dann auch sehr stolz mit, dass sie ihren Eltern all diese Juwelen der Zivilisation geschenkt hat. Ich versichere besonders Sus Mutter darauf hin, dass ihre Tochter schwer in Ordnung ist. Da ist er wieder, dieser Thai-Style. Warum sollte ich mich hier aufbäumen. Es würden mir viele andere Dinge einfallen, die es eher wert wären im Haus der Eltern zu investieren. Aber es ist nicht mein Leben und Su gestaltet nur einen relativ überschaubaren Teil ihres Lebens mit meinem Geld. Das Geld bekommt sie, weil ich ihr etwas Gutes tun will, aber ich werde ihr nicht meinen Willen aufzwingen, wie sie dieses Geld verwendet. Bei einer Partnerin, mit der man dauerhaft zusammenlebt sollte das natürlich anders laufen. Kompromissbereitschaft von beiden Seiten … das Finden eines gemeinsamen Nenners.

    Nach einer gewisse Anstandszeit bei den Eltern, bringt uns der Ehemann von Sus Tante mittels Minibus nach Chiang Mai in unser Hotel, das Empress. Su teilt mir mit, dass er auch an den nächsten beiden Tagen gerne unser verlässlicher Fahrer sein würde und wir so die Fahrzeugbucherei in einem Reisebüro sparen könnten. Als „Lohn“ möchte er 1000 Baht + Benzingeld pro Tag. Damit kann ich leben.

    Nachdem wir uns in unserem Zimmer halbwegs eingerichtet haben, geht es noch auf den berühmten Nachtmarkt. Der auch meinen Erwartungen entspricht. Viele interessante und exotische Dinge warten darauf entdeckt und gekostet zu werden. Unterwegs helfen mir 2 Büchsen Bier aus einem 7Eleven nicht vor der Insektenverkostung zu kneifen. Am Ende unseres Trips bleiben wir dann noch in einer Bierbar nicht weit vom Kanal hängen. Ich frage Su, warum sie nicht hier arbeitet. Sie schätzt die Anonymität der Suk in BKK. Hier könnte sie immer irgendwelchen Bekannten oder Familienmitglieder über den Weg laufen. Die meisten Leute machen sich keine Illusionen über ihren Job, aber man muss denen das ja auch nicht bildlich vorleben und auf den Riechkolben binden. Auf der anderen Seite des Kanals befindet sich noch eine Gogobar mit Wildwest-Ambiente. Wir sind allerdings schon müde und verschieben den Besuch auf den nächsten Abend.

    Nach einem angenehmen Frühstück am nächsten Morgen bringt uns der Mann von Sus Tante Moi mit seinem Minibus zum Wat Phratathai. Den Luxus der vom Farang gesponserten Rundreise gönnen sich dann auch Sus Schwester und die besagte Tante.Der Wat befindet sich auf dem 1530 Meter hohen Doi Suthep. Der Wat selbst liegt ca. 1070 Meter über dem Meerespiegel. Im Zentrum des im 14. Jhd. erbauten Tempels befindet sich eine goldene Pagode, in der heilige Relikte Buhdas aufbewahrt sein sollen. Das macht diesen Tempel zu einem Pilgerort für Budhisten aus aller Welt.

    Der Weg zum Tempel führt über eine Treppe mit ca. 300 Stufen. Schrittfaule können sich auch eine Zahnradbahn nach oben fahren lassen. Die Hoffnungen meiner thailändischen Begleiterinnen versickert wie Wasser im Wüstensand, als ich zielgerichtet die Treppe emporsteige. Es kostet zwar etwas Anstrengung bei den heißen Temperaturen (wir schreiben den 01.05.2004), aber oben angelangt, wird man mit einem herrlichen Ausblick auf Chiang Mai belohnt.









    Als wir dann in den Innenhof des Tempels gelangen, müssen wir uns die Schuhe ausziehen. Der Fußboden ist sehr heiß und ich bin froh irgendwann mit leicht angesengten Fußsohlen in einem schattigen Bereich zu landen und sehe mir dann auch denn schönen grünen Buhda sehr lange an. Su nimmt die Gelegenheit war ein paar buhdistischen Riten zu frönen.









    Nach der Tempelbesichtigung schnuppern wir erstmal ein bisschen Waldluft. Am nächsten Tag steht eine Fahrt in den Doi Inthanon Nationalpark an, wo ich dieses Feeling noch besser genießen werde. Aber die Beine hier in den kleinen Bach einzutauchen und den Kids beim Baden zu zuschauen ist auch schon recht amüsant.







    Fortsetzung folgt
    Stalker

  8. #17
    Avatar von Stalker

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    Re: Es geschieht einfach ... 2004 ... es geht weiter ...

    Wenn wir aber schon einmal beim Tempelkucken sind, muss man da auch weiter machen, komme ja nicht nur wegen des preiswerten 5ex nach Thailand … Schon geht es zum Wat Chedi Luang. Der Ende des 14. Jhd. erbaute Tempel, liegt mitten in der Stadt. Die Haupt-Chedi ist ca. 56 Meter hoch und hat an der Basis einen Durchmesser von ca. 60 Metern.







    Ca. 80 Jahre lang wurde in diesem Tempel der Smaragdbuhda aufbewahrt. Der Smaragdbuhda der heute im Wat Phra Kaeo angestaunt werden kann, ist aus Jade und hat eine bewegte Geschichte - hier lohnt es sich ein bisschen im Internet zu stöbern.



    Haupt-Viharn



    Die Haupt-Chedi war früher ca. 80 Meter hoch, wurde aber im 16 Jhd. durch ein Erdbeben zerstört. Das heutige Aussehen ist nicht zuletzt einer Restaurierung Anfang der 90er Jahre zu verdanken.



    Der 20 Meter breite und 50 Meter lange Haupt-Viharn beherbergt unter anderem Phra Attharasa eine 9 Meter hohe, stehende Buhdastatue aus Bronze.

    Nach all diesen grandiosen Eindrücken hat sich schon der erste volle Tag in Chiang Mai richtig gelohnt. Su gibt sich Mühe mir vieles zu erklären, aber an den Pilgerorten ist auch genug Infomaterial vorhanden, so dass eigentlich niemand der an diesen Dingen interessiert ist, dumm sterben muss.

    Am Abend zieht es mich nach erneutem Nachtmarktschlendern doch noch in die Wild-West-Agogo. Außer uns befindet sich nur ein asiatisches Pärchen - dem Anschein nach Japaner oder Chinesen - in der Gogo. Trotz alledem sind die Mädels bemüht für Stimmung zu sorgen. Wahrscheinlich ist es ihnen sonst auch zu langweilig. Während Su sich ausgiebig mit einer älteren Servicekraft unterhält (die Mamasan wie sich später herausstellt) albere ich mit den Mädels rum. Anscheinend ist hier immer Low Season, denn die sind alle mehr als angriffslustig, besonders als sie merken, das Su für ihre Gesundheit keine Gefahr darstellt.

    Mit ein paar Tips beflügele ich dann noch die tänzerischen Fähigkeiten und plötzlich verirren sich ein paar Backpacker in der Gogo, die nach anfänglichem Zögern und Studierens der Getränkepreise an den Wänden doch hier bleiben. Man kommt ins Gespräch und wir haben alle einen lustigen Abend. Wenn Sus Freundin Mae dabei gewesen wäre, hätte sie sicher auch mitgetanzt.

    Verabschieden uns dann gegen 2.00 Uhr ohne noch eine Lady auszulösen und wandern zu unserem Hotel zurück.

    Fortsetzung folgt.
    Stalker

  9. #18
    Avatar von Stalker

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    Re: Es geschieht einfach ... 2004 ... es geht weiter ...

    Der Tag steht ganz im Zeichen des Doi Inthanon. Er ist nicht nur mit 2565 Metern der höchste Berg Thailands, sondern auch Namensgeber für den 1005 km² großen Natioalpark (etwas größer als Berlin).



    Im Doi-Inthanon-Nationalpark findet man zudem Arbeits-Elefanten und Bergdörfer der Karen und der Hmong. In den Wäldern über 1´800 Meter Meereshöhe sind die Bäume mit wilden Orchideen und Flechten in allen Variationen bewachsen.

    Die Thais sind erst einmal ganz erpicht darauf zu beweisen, dass imposante Chedis auch heute noch erbaut werden können und sich der Bauwahn nicht nur an fehlinvestierten Großprojekten im Raum Bangkok austobt.


    Die Freude über einen weiteren - vom Farang gesponserten - Ausflug steht allen im Gesicht geschrieben (Tante. Schwester, Su, Mr. Jackett)

    Zu diesem Zweck bringen sie mich zu den Chedis Nabhamenthanidon (für den König) und Nabhabolbhumisiri (für die Königin) die anlässlich des jeweils 60. Geburtstages am 5.12.1987 bzw. 12.08.1992 von der Royal Thai Air Force errichtet worden waren.


    Chedi Nabhamethanidon - die für den König


    Blick von der "Königin"-Chedi aus


    Im Innern der Königs-Chedi (bin mir aber nicht ganz sicher, könnte auch das Innere der Königin-Chedi sein)


    Sus Tante entdeckt die frappierende Ähnlichkeit zwischen ihrer modischen Kurzhaarfrisur und dem hier wachsenden Grünzeug


    Beim Ka ..... erwischt - nee, nee, Su wollte sich natürlich nur verstecken


    Su führt mich unter anderem an einem Relief vorbei auf der eine Frau zu sehen ist die von 2 Speeren horizontal bzw. vertikal durchbohrt ist.


    Novizen vor dem von "Su"-Relief, leider hab ich das von ihr angesprochenen Bildnis nicht auf den Chip gebannt

    Mit Hinblick auf ihre Tätigkeit als Somphanee meint Su dann, dass ihre Zukunft wohl so aussieht. Ich verspreche ihr dabei dann auch eine tragende Rolle zu spielen, Schmerz lässt sich ja gemeinsam viel besser ertragen.


    Das Foto von der Chedi Nabhabolbhunisiri - (die von der Königin) ... hat mir Su leider mit ihrem exhibitionistischen Rumgehampel vermasselt, ich hätte sie eben nicht zu sehr animieren sollen ....


    Die Chedi der Königin (oder umgekehrt) von innen

    Fortsetzung
    folgt

    Stalker

  10. #19
    Avatar von Stalker

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    Re: Es geschieht einfach ... 2004 ... es geht weiter ...

    Wir begeben uns schließlich aufs Dach der thailändischen Welt, genießen frischen Kaffee. Su hat großen Respekt vor den arktischen Temperaturen von 16° C.














    In der nähe des Kaffeeverkaufsstandes mit allen möglichen Sorten ...





    Nach der ausführlichen Bestaunung des Doi Inthanons werden mir nun 2 Wasserfälle präsentiert.



    Der optisch sehr ansprechende Vachiratan Wasserfall.



    Und der Siribhume Wasserfall, der eigentlich früher wegen seiner separat und parallel verlaufenden Ströme „Song Phi Nong“- Wasserfall genannt wurde. Er wurde dann aber auf Anregung eines Ministers für Landwirtschaft zu Ehren der Königin umbenannt.

    Am Fuße des Siribhume gönnen wir uns dann etwas "Exotisches" - Som Tam Gung.

    Nachdem wir uns von Sus Verwandten verabschiedet haben, verbringen wir den Abend wiederum mit einem Besuch des Nachtmarktes und einem Gang zu ein paar kleineren Bierbars - eher unspektakulär.

    ... letzte Fortsetzung des Threads in der nächsten Woche
    Stalker

  11. #20
    Tana
    Avatar von Tana

    Re: Es geschieht einfach ... 2004 ... es geht weiter ...

    Glückwunsch, Stalker, das nenn ich mal ne gute Investition. ist ja echt ne Süße.

    Alles Gute

    Gerd

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