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Einer trage des anderen Last

Erstellt von Stalker, 17.01.2012, 08:14 Uhr · 184 Antworten · 33.754 Aufrufe

  1. #161
    Avatar von Chak

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    Zitat Zitat von ChangLek Beitrag anzeigen
    ..........ja, so sind sie: innerhalb einer Sekunde vom schnurrenden Kätzchen zum Feuer spuckenden Drachen - und dann wieder zurück..........

    ...
    Wen meinst du mit sie?

  2.  
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  3. #162
    Avatar von Stalker

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    Immer diese rhetorischen Fragen...

  4. #163
    Avatar von Stalker

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    Einer trage des anderen Last - Epilog

    Vor einiger Zeit hatte ich „Last Exit to Paradise“ geschrieben. Damit war alles gesagt und ich versprach der Leserschaft oberflächliche Berichterstattung, ohne die Untiefen dieser unmöglichen Beziehung auszuloten.

    Es war mir nicht gelungen. Wieder verlor ich mich in„Wildnis, Moloch und Zärtlichkeiten“.
    Der genaue Leser dieses Threads wird die Tendenz schon damals herausgelesen haben. Aber das Eingestehen der Sinnlosigkeit solcher Beziehungen war bei mir doch ein längerer Prozess, der bis heute anhält.

    Vor kurzem ist in einer Gogobar in Pattaya wegen mir Arsch wieder eine Frau in Tränen ausgebrochen.

    „Ich bin der Geist, der stets verneint – und das mit Recht, denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zu Grunde geht.“ Goethe

    Es handelt sich dabei um N. Eine 23jährige Gogotänzerin aus einer Gogobar in der Soi 7.
    Ich habe bei ihr die Notbremse gezogen. Der Zug ist mit quietschenden Bremsen zum Stehen gekommen. N. sitzt hier in dieser abgefuckten Gogo neben mir zwei Freunde, sind Zeuge dieser surrealen Szene. Ich zahle für N. die 500 Baht Barfine, so muss sie in diesem Zustand nicht tanzen. Ich hatte mit ihr im letzten Urlaub, dem ersten ohne Kid, eine schöne Zeit. Hab ihr immer gesagt, dass ich weder Mia Noi noch Gig brauche, dass ich nicht mehr oder weniger als jeder x-beliebige abgefuckte Customer bin. Irgendwie hat sie es nicht verstanden. Und ehe ich mich wieder in Abgründe begebe die ich gar nicht erforschen will, hab ich das Ganze in der Gogo auf den Boden der Tatsachen geholt.

    Ein Kumpel meinte zu mir, dass ich doch die Weiber Scheibe spielen lassen soll… aber das kann ich nicht. Bin wohl „Frauenversteher“ oder Weichei und fahre auch bei ........n die laissez-faire Tour. Mitunter greife ich da auch gehörig in die Kie-Kwai, wie ich am Ende meines letzten Pattayaaufenthaltes erfahren musste, aber dazu an anderer Stelle mehr.

    Wie ging es nun mit Kid weiter?

    Nachdem mir Vivian den Abschiedsschmerz nahm, bemerkte ich doch, dass ich diesen auch ohne Vivian diesmal gar nicht so stark empfunden hätte. Die Beziehung zu Kid war an einem toten Punkt angelangt. Ich hatte viel für sie empfunden, ich hatte sie geliebt… Aber es war nicht die Liebe, die mich alles andere aufgeben ließ. Weder meine Ehe (was niemals zur Diskussion stand), noch meine Allüren im Disneyland für Erwachsene hin und wieder eine Shorttime mit einer anderen Lady zu genießen. Während Kid mit dem ersten Aspekt noch gerade so klar kam, verkrampfte sie sich beim zweiten zusehends. Ständig war sie in Angst, mich durch die Shortys zu verlieren und machte mir die entsprechenden Vorhaltungen.

    Das steigerte sich soweit, dass sie mir auch Dinge unterstellte die nie stattfanden. Bei jedem Telefonanruf kam sie nach dem Austausch von Höflichkeitsfloskeln und dem neuesten beiderseitigen Tratsch doch immer wieder auf etwaige Mia Geps oder Gigs in Bangkok, Pattaya oder Deutschland zu sprechen. Sie hatte mich als Butterfly kennengelernt, zugegeben. Ich hatte mich diesbezüglich eingeschränkt, war aber letzten Endes nicht bereit mich für sie zu verbiegen. In Deutschland läuft nix nebenbei. Bis auf die 2-4 Wochen pro Jahr, hatte ich mir keinen Fehltritt geleistet. Aber hier, in diesem Schlaraffenland des 5extourismus nicht von einer anderen Blume zu kosten, ist für mich eine inakzeptable Vorstellung.

    Dies alles brachten die Gefühle, die ich ihr gegenüber empfand zum Abkühlen. Ich unterstützte sie weiterhin monatlich mit 5.000 Baht, die sie mit meiner DKB-Karte abhob, aber der Kontakt wurde geringer. Mails oder SMS schrieb ich keine mehr, zumal sie nur auf dem Land war und kaum einen Zugang zum PC und hatte. Die Abstände zwischen den Anrufen die anfangs wenige Tage, später eine Woche andauerten, waren schließlich 2 - 3 Wochen lang. Die Anrufe wurden mir zusehends zur Qual, weil Kid jedes Mal wieder mit ihren Eifersüchteleien anfing.

    Als ich mich dann einmal 3 Wochen gar nicht meldete, zog sie anstatt der vereinbarten 5.000 Baht die doppelte Summe mit der Karte ein. Als ich sie zur Rede stellte, meinte sie mich damit ans Telefon locken zu müssen. Ich machte ihr klar, dass es so nicht geht und teilte ihr mit, dass ich im Wiederholungsfall die Karte sperren würde. Kid merkte wie ich ihr zunehmend entglitt. Trotz allem plante ich einen Überraschungstrip im Anschluss an eine Dienstreise. Ich wollte eine Woche in Bangkok verbringen und die zweite Woche mit der Black Magic Cambodian Woman zusammen sein. Ich hatte sie doch geliebt, ich wusste, dass ich dem Phantom dieser Liebe hinterher jagte und buchte dennoch wider besseren Wissens. Mein Freund Dragon war auch zu gleichen Zeit vor Ort, allerdings genoss er vier Wochen Urlaub. Es war sein letzter Thailandaufenthalt. Er war zwischenzeitlich schwer erkrankt und die Ärzte rieten ihm von weiteren Reisen in die Tropen ab.

    Am Tag vor meiner Abreise nach Thailand kam zu bereits bestehenden familiären Problemen noch die Hiobsbotschaft, dass mein Sohn an der Schweinegrippe erkrankt sei. Ich überlegte was ich tun sollte. Alles war organisiert. Ich befand mich bereits auf der Autobahn Richtung Frankfurt. Meinen Wagen konnte ich bei einem Forenmitglied abstellen. An einer Raststätte mitten in Deutschland machte ich Halt und überlegte. Ich überlegte solange, bis ich sicher war, den Flieger verpasst zu haben. Scheiß auf die über 700 € für das Ticket. Ich konnte einfach nicht. Ich fuhr zurück zu meiner Familie, kümmerte mich um meinen Sohn und andere Angelegenheiten.

    Dragon konnte mein Hotelzimmer übernehmen. Das schon angezahlte Geld sollte er dann der Kid im Dorf geben und ihr erzählen, dass ich sie überraschen wollte, dann aber nicht kommen konnte. Sie glaubte ihm das nicht. Für sie war die Sache klar. Ich war in Bangkok gewesen oder geblieben und hatte eine neue Lady kennengelernt. Nun wurde ich bei jedem Anruf, ob bei „Happy New Year“ oder ihrem Geburtstag mit dieser Geschichte konfrontiert. Es ist merkwürdig wie sich Gefühle und Empfindungen verändern können. Noch vor drei Jahren war sie - neben meiner Nr.1 - die interessanteste Frau die ich in meinem Leben kennengelernt hatte - Black Magic Cambodian Woman. Aber nun empfand ich das alles nur noch lästig. Im Februar eröffnete sie mir, das sie mit dem Geld nicht auskomme, das ihr Neffe, der bisher die Kühe hütete - während sie ihren Shop führte - Arbeit in Rayong, in der gleichen Firma in der auch ihr Bruder beschäftigt war, gefunden hatte und sie erwäge wieder nach Pattaya zu gehen.

    Ich fragte sie, was das bringen würde. Sicher würde sie da mehr Geld verdienen, aber das Geld wäre am Ende genauso aufgebraucht wie jetzt. Ich gab ihr zu bedenken, dass sie sich weder um ihre invaliden Eltern, noch um ihren Sohn kümmern könnte. Sie ließ mich ausreden, ich merkte, dass sie betrunken war. Ich versuchte ihr die Situation aus meiner Sicht der Dinge zu erklären, musste aber feststellen, dass sie mir nicht zuhörte. „If I go, you cut my Money, because you angry I .... farang!“, war ihre Antwort auf mein Plädoyer auf dem Land zu bleiben. Sie hatte nichts verstanden.

    Dass sie eine Barlady war, hatte ich intellektuell schon vor Jahren in der Goldfinger Agogo in der Soi 7 erkannt. „Farang Daah Nam Khao“, bekam ich oft zu hören. Aber von einem Durchblick war sie in diesem Moment weiter entfernt. Mindestens genauso, wie ich mich nun von ihr entfernte. Ich legte auf und rief sie nicht mehr an. Anfang März hob sie - wie vereinbart - wieder ihre 5.000 Baht ab. Zwei Wochen später erfolgte die Kartenabrechnung. Am Tag vorher checkte ich mein Konto, alles bestens. Ich war stolz, vielleicht hatte sie sich gefangen und ich beschloss sie in den nächsten Tagen anzurufen und ein klärendes Gespräch zu führen.

    Drei Tage später bemerkte ich, dass der Verfügungsrahmen der Partnerkarte voll ausgeschöpft war. Sie hatte noch einmal 15.000 Baht abgehoben, kurz bevor die Abrechnung erfolgte. Meine letzte SMS lautete: „You sell my friendship for 15.000 Baht. Good Deal?“ Anschließend sperrte ich die Karte. Letzten Ende war ich sogar dankbar, hatte sie mir doch einen Vorwand geliefert den Schlussstrich zu ziehen. Es kamen noch drei SMS und einmal versuchte sie mich anzurufen. Seit dem habe ich nichts mehr von ihr gehört. Und auch bei den beiden Aufenthalten in Pattaya, bei denen ich eher unbewusst auch ihre alten Wirkungsstätten durchstreifte ist sie mir nicht über den Weg gelaufen.

    Ich hege keinen Groll gegen diese Frau. Ich habe sie geliebt. Ihr Feuer hatte mich fast verbrannt. Ein starker Charakter mit vernarbtem Herzen. Eine weitere Narbe ist durch mich dazugekommen. Auch wenn ich mir sage, dass ich sie nie im Unklaren über meine Person ließ, habe ich ihr doch Zeit gestohlen. Die Zeit die sie vielleicht benötigt hätte einen Mann zu finden, der sich ganz auf sie einlassen würde. Nicht einen wie mich, der nur kurzfristige finanzielle Versorgung bieten konnte und wollte. Vergessen werde ich sie niemals und wenn es irgendjemanden geben sollte, der unser Geschick zum Besseren wenden kann, so bitte ich darum, dass er auch ihr seine Zuneigung zukommen lässt.

    Sie geben, ich nehme, ich gebe, sie nehmen - Einer trage des anderen Last.

    Ich bin zu dem Entschluss gekommen, die „Beziehungen“ zu Barladies nie mehr so in die Tiefe gehen zu lassen. Aber das ist leichter gesagt als getan. Mich interessieren immer die Menschen hinter den geschminkten Fassaden.

    So lernte ich im letzten Urlaub eben N. kennen, die nun weinend in einer Agogo in der Soi 7 neben mir sitzt und nicht mal den Anfang einer Geschichte mit dem - ....... ....... Stalker - mitbekommen hat.
    So soll es generell auch bleiben… wäre da nicht Cleopatra…

    Damit endet das Kapitel Black Magic Cambodian Woman…
    Lange Tage, angenehme Nächte…
    Sag Euch meinen Dank.


  5. #164
    Avatar von Schwarzwasser

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    Guten Morgen,

    man mag es sich selbst wohl nicht eingestehen. Wenn man aber wieder und wieder von dieser einen Frau abgezogen wird, dann trägt man doch selbst seine Narben davon, oder ? Ich kann nicht nachvollziehen, wieso man immer wieder in dieses Hamsterrad steigt und seine Energie verpulvert für das dritte oder wievielte auch immer déja vu..

    Wie auch immer, danke für die Geschichte und alles Gute.

    Grüße

    Rainer

  6. #165
    Avatar von Yogi

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    Auch so kann das Leben spielen, Danke Stalker.

  7. #166
    Avatar von sunnyboy

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    Ich kann nicht nachvollziehen, wieso man immer wieder in dieses Hamsterrad steigt und seine Energie verpulvert für das dritte oder wievielte auch immer déja vu
    die Kidgeschichte dürfte ja ein paar Jahre her sein, allerdings (habe es glaube ich schon mal geschrieben) frage ich mich warum man sich den langweiligen Pattayaschrott immer wieder antut.

    Es ist einfach ein ständiges deja vu. Finde es vielmehr interessanter was aus den Ladies geworden ist, wenn sie in Eurpa gelandet sind und man mit Ihnen auf Augenhöhe Kontakt hat.

    Dir ist schon klar, dass Kid dir die Entscheidung der Trennung bewußt abgenommen hat, oder?

    Gruß Sunnyboy

  8. #167
    antibes
    Avatar von antibes
    Danke für deine Geschichte.

    Die Khid tat mir irgendwie leid. Aber selbst wenn sie mit dir nach ihren Vorstellungen zusammen geblieben wäre, hätte diese Lovestory keine glänzende Zukunft gehabt. Irgendwie fehlte da dieser unbedarfte, fast naive Glaube an das Gute.

  9. #168
    MUC
    Avatar von MUC

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    Freue mich schon auf Deine nächste Geschichte...(?!?!?)


  10. #169
    Avatar von sunnyboy

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    Die Zeit die sie vielleicht benötigt hätte einen Mann zu finden, der sich ganz auf sie einlassen würde.
    hätte sie das gewollt, hätte sie es längst getan, dafür war sie zu lange in Patty. Ein Farang ist nie ein Freund, sondern höchstens ein guter Kunde, dem gegen ein gew. Entgeld an seinem Leben teilhaben läßt.

    Die wenigsten Ladies in Patty (so nach meiner Einer Erfahrung) suchen eine feste Farangbeziehung. Es wird Geld gemacht und wenn es dann irgendwann ausreichend sein sollte, geht dann wieder zu einem Thai.

    Aber egal, hoffe es gibt einen neuen Photobericht.



    Gruß Sunnyboy

  11. #170
    Avatar von Stalker

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    Zitat Zitat von sunnyboy Beitrag anzeigen
    Dir ist schon klar, dass Kid dir die Entscheidung der Trennung bewußt abgenommen hat, oder?
    Na klar...

    Ich denke die Situation ist für die meisten ziemlich verfahren. Habe selten eine kennengelernt, wo es dann dauerhaft gut ging. Das das ganze System letzten Endes doch menschenverachtend ist steht wohl nicht zur Disposition.

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