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Einen Monat im Isaan...

Erstellt von hello_farang, 26.12.2003, 18:46 Uhr · 84 Antworten · 5.269 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von dschai jen

    Registriert seit
    13.10.2003
    Beiträge
    437

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Gruß an alle ,
    bin schon lange "stiller" Mitleser in diesem Forum und habe viele, viele unterhaltsame und informative Stunden hier verbracht.

    Nun also mein erstes Posting:

    @ hello farang,

    :bravo: :bravo: :bravo:

    dein Bericht ist echt super und weckt viele Erinnerungen an letztes Jahr als ich für ein paar Tage in der Nähe von Sakhon Nakhon war.
    Wir haben auch einen Ausflug gemacht der uns über Tat Phanom und Mugdahan zu der riesigen Tempelanlage Wat Panam Tib geführt hatte.
    Den Namen der Anlage hatte ich zuhause in Deutschland schon wieder vergessen und auch längere Suche auf Landkarten und im Internet brachte kein Ergebnis.
    Daher bin ich echt froh über Deinen Bericht und die Erinnerungen die wieder geweckt wurden.
    Es ist wirklich überwältigend wenn man auf dem Parkplatz steht und die riesige Kuppel sieht, aber erst recht wenn man diese Kuppel über die schmale Wendeltreppe erklimmt, für mich sowieso, da ich schon bei der 2. Stufe einer Leiter Höhenangst bekomme :O

    Bin gespannt auf die Fortsetzung, RESPEKT!!

    Gruß,

    Andreas

  2.  
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  3. #32
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Eine Erlaeuterung zu meinem letzten Beitrag:

    Da ich diese Informationen erst nach meiner Rueckkehr nach Deutschland gefunden habe, sind sie ganz bewusst nicht in den obigen Reisebericht eingeflossen. Aber ich moechte es trotzdem schreiben.

    Die Pagode selber hat einen eigenen Namen, sie heisst Phra Maha Chedi Chaimongkol, und hat eine Hoehe von 101 Metern, sowie die Grundflaeche von 101 x 101 Metern. Die haengt damit zusammen, das sie in der Provinz Roi Et liegt.
    Roi Et bedeutet uebersetzt 101.
    Es ist die groesste Pagode Thailands, jedoch nicht die hoechste. Der Phra Pathom Chedi in Nakhon Pathom ist mit knapp 116 Metern etwas hoeher...

    Das Wat Panam Tib heisst in voller korrekten Laenge "Wat Pha Nam Thep Pradit Wararam".

    hello_farang

  4. #33
    Avatar von E.Phinarak

    Registriert seit
    24.03.2003
    Beiträge
    1.516

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Hello hello_farang,

    erstemal vielen Dank für deinen Erlebnisbericht. :bravo:

    Wenn wir das nächste Mal wieder bei "uns" in Maha Sarakham sind, werde ich mir auf jeden Fall den Wat Phan-am Tib ansehen.

    Gruß Eddy

    aber,sag mal, mit kurzen Hosen in den Wat ? tztztz

  5. #34
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Zitat Zitat von E.Phinarak",p="103498
    aber,sag mal, mit kurzen Hosen in den Wat ? tztztz
    Hallo Eddy,

    die Hosen gehen mir bis zur Haelfte des Schienenbeins, wenn ich stehe. Aber im Schneidersitz rutschen sie unzuechtig weit nach oben. Das ist mit bei Durchsicht der Bilder leider auch aufgefallen...

    Seit damals gehe ich nur noch mit richtigen langen Hosen in ein Wat! :-)

    Hast ein gutes Auge!

    Tschuess hello_farang

  6. #35
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Einen Monat im Isaan... (Teil 14)

    Am morgen macht meine Freundin den Vorschlag, das wir nach Roi Et fahren koennten. Der Ausflug in das Wat Panam Tib hatte uns allen soviel Spass gemacht, das wir nun den grossen Buddha im Wat Bura Pha Phiram besuchen wollen. Ich schlage in meinem Reisefuehrer nach, und lese, das es sich dabei um die laengste Buddha Statue handelt, mit einer Hoehe von unglaublichen 67,85 Metern. Leider ist keine Abbildung in meinem Buch, also ist klar: Diese Statue will ich sehen!

    Mutti kann leider nicht mitkommen, denn sie erwartet Besuch von einer Bekannten, aber laute Britney Spears Musik macht uns klar, das die Cousine wach ist, ihr Freund dementsprechend vermutlich auch. Also schlaendern wir rueber zu deren Haus, und fragen ob sie mit wollen? Na und ob, sofort wird die Route geplant. Ich schlage vor, die Musik auszumachen, und dafuer mal lieber einen Blick auf die Nachrichten im TV zu werfen, von wegen dem Wetterbericht. Die Rueckfahrt gestern abend war doch ziemlich nass, und nochmal habe ich darauf keine Lust.
    Die Nachrichtensprecherin verspricht Regen, verbunden mit einer alle Zweifel ausraeumenden Satellitenaufnahme. So entscheiden wir uns einstimmig fuer den Bus nach Roi Et.



    Um den zu erwischen, muessen wir erstmal wieder nach Kuchinarai mit den Zweiraedern. Dort angekommen, stellen wir sie in der Naehe der Haltestelle ab, und kaufen 4 Tickets zu je 18 Baht. Es ist jedoch kein richtiger Bus, sondern ein Song Taeaeo, genauer ein LKW mit 2 Sitzreihen links und rechts auf der Ladeflaeche. Zudem gibt es noch eine weitere schmale Bank in der Mitte, quasi also ein Saam Taeaeo. Das sieht mal wieder nach sanuk fuer den farang aus, denn immer mehr Fahrgaeste besteigen das Transportmittel. Neben sich selber bringen sie noch Reissaecke, Kisten mit Obst, und reichlich anderes Gepaeck mit. Auch 4 Huehner kommen an board, die mich auf der Fahrt immer wieder zum Lachen bringen ob ihrer irren Kopfzuckungen.
    Der einzigste, der wirklich Platz hat, ist ein alter Moench am Heck des Wagens.

    Mit einer gigantischen schwarzen Dieselruss-Wolke setzt sich der Laster in Bewegung, und schnell merke ich wieder mal, das ich viel zu lang geraten bin fuer Thailand: Die Lehne befindet sich irgendwo an meinen Nieren, und mein Ruecken schlaegt staendig gegen die Eisenstreben der Seitenverkleidung, so wie mein Hinterkopf des oefteres Bekanntschaft mit der Dachumrandung macht. Wo ich ueber zwei Stunden meine Beine lassen soll, ist mir auch noch nicht so ganz klar. Aber lieber schlecht gesessen, als gut gelaufen, denke ich mir.

    Auf der Strasse 2046 geht es wie gestern nach Phon Thong, von dort aus dann auf der 2044 weiter in Richtung Sueden nach Roi Et. Auf der Strecke herrscht ein reges Kommen und Gehen, mal steigen 2 Personen aus, 3 kommen dazu, am naechsten Stop steigen 8 aus und niemand ein, dann wird auf offener Strecke gehalten, und das Verladen einer Frau mit ihren schweren Saecken voller Fruechte dauert gute 5 Minuten. Langweilig wird es nicht, das ist mal klar. Dennoch folge ich irgendwann dem Beispiel meiner Freundin, und schlafe ein.

    Als wir den Busbahnhof von Roi Et erreichen, schaue ich auf meine Uhr und stelle fest, das die Tour fast 3 Stunden gedauert hat - fuer 75 Kilometer! Zudem blicke ich in Gesichter voellig neuer Reisender, die mich begutachten. Ich laechele hoeflich, und wecke dann meine Freundin, die anscheinend in Tiefschlaf gefallen ist. Trotz der zahlreichen Schlagloecher, die mich zwischendurch immer mal wieder kurz haben hochschrecken liessen.

    Wir schnappen uns ein TukTuk, und lassen uns ins Zentrum fahren, an den See namens Bung Phlan Chai. Hier ist erstmal eine Erholungspause angesagt, und wir 4 steuern das naechstbeste kleine Restaurant auf der anderen Strassenseite an. Ausgiebiges Essen mit Blick auf das Freizeit-Treiben auf dem See. Man kann dort anscheinend Tretboote mieten, die die Form eines Schwans haben?! Nach kurzer Beratung ist aber zum Glueck klar, das wir uns diesen Spass nicht geben - wer in die Pedale haette treten muesse wurde mir schnell bewusst. Gucken reicht auch, schliesslich wollen wir zu dem grossen Buddha.
    Also halten wir das naechste TukTuk an, und lassen uns zum Wat Burapha Phiram bringen. Auf dem Weg versperren oft Haeuser irgendeinen Ausblick, aber dann kommt der Buddha kurz in Sicht. Mir entfaehrt ein "Ohh?!! Look, wow..., coooool!" und ich muss anfangen zu lachen vor Freude. Die riesige Statue steht gleissend glaenzend in der Sonne, und ist einfach nur gross, golden, und wunderschoen.



    Der Fahrer blickt grinsend in den Rueckspiegel, und stellt eine Frage. Ich verstehe ihn zwar nicht, antworte ihm aber: "Leo leo na khrap!" und mache eine Handbewegung in Richtung des Buddha. Alle muessen lachen, aber er gibt wirklich Gas, unter Einsatz der Hupe, sodass wir einige Minuten spaeter vor dem Wat sind. Ich bin verbluefft, den die Statue wird nicht etwa kleiner -wie so oft wenn man naeher kommt- sondern immer groesser!



    Ich stehe da, und frage mich, wer wohl auf die Idee gekommen ist, solch eine Statue zu bauen? Meine Freundin bringt dazu dann noch den Spruch "Same same you! Long and thin!", und wir muessen wieder einmal herzhaft lachen, wenn auch etwas ruhiger, denn wir befinden uns in einem Kloster. Zusammen betreten wir den Innenraum unter der Statue, wo sich unglaublich viele klassische Buddhastatuen befinden, und einige Moenche gerade meditieren. Sie nehmen jedoch nur ganz kurz von uns Notiz, und fahren unbeirrt in ihren Gebeten fort. Es ist uns allen ein Anliegen, auch hier Raeucherstaebchen zu entzuenden, und vor den Buddhas zu beten. Leider ist wegen Bauarbeiten der Aufstieg innerhalb des grossen Buddha nicht moeglich, also werde ich wohl auch dort noch einmal hinfahren, irgendwann...
    Spaeter sehen wir uns noch auf dem Gelaende des Wat um, besonders interessant ist eine oberirdische Steingrotte. Ueber dieser steht ein grosser Baum, und es sind viele kleine Statuen des Buddha sowie andere Figuren aufgestellt. Alles sieht uralt aus, und ist schwer beeindruckend.



    Nach einem Bummel durch die Einkaufs-Strasse von Roi Et fahren wir zurueck zum Busbahnhof, um dort aber mitzubekommen, das der letzte Bus nach Kuchinarai weg ist. Er fuhr bereits um 15:00 Uhr. Also loesen wir Fahrkarten nach Selaphum, in der Hoffnung dort einen Bus zu erwischen. Diese Fahrt fuehrt uns nach Osten auf der 23, und wird recht schwarz-weiss, denn lauter 18-19 jaehrige Schueler und Schuelerinnen einer weiterfuehrenden lokalen Schule besteigen den LKW, was natuerlich wiederum fuer reichlich sanuk auf allen Seiten sorgt. Ich bin verbluefft, das wir anscheinend einen Schulbus erwischt haben, die jungen Thais wundern sich neugirig ueber den hellhaeutigen Mitfahrer, und wir kommen ins Gespraech. Meine Freundin muss -zig Fragen uebersetzen, obwohl sich die Teenager reichlich Muehe geben mit ihrem wenigen englisch. Zudem merke ich, dass meine Freundin mir fast den Arm abdrueckt, damit ich nicht auf dumme Gedanken komme. Dabei kann sie doch ganz beruhigt sein, denn ein Maedel aus dem Isaan reicht mir vollkommen...
    Nach 45 Minuten erreicht unser Lift den Ort, und wir steigen aus. Wie nun weiter? Die Cousine geht los, und fragt sich durch, um kurz danach mit der Nachricht zurueckzukommen, dass nach Kuchinarai kein Bus mehr faehrt. Also muss sie ein TukTuk ordern, was uns dorthin bringt, und ein paar Minuten spaeter hat sie eines gefunden. Sogar schon den Preis ausgehandelt: 400 Baht, also pro Person 100. Das ein farang dabei ist, hat sie natuerlich verschwiegen, sonst wuerde es mehr kosten. Als der Fahrer mich erblickt, muss er erstmal lachen, ich schnappe das Wort "thalueng" auf, und alle lachen. Meine Freundin nimmt schonmal Platz, aber zu meinem Entsetzen ist es kein Isaan-TukTuk, sondern ein ganz normales?!



    Ueber 70 Kilometer zu viert in dem Teil, na das kann ja lustig werden?!! Wird es auch, denn kaum haben wir Selaphum verlassen haben, faengt es an zu schuetten, und zwar richtig. Es dauert ewig, bis wir dann irgendwann endlich an den Motorraedern abgesetzt werden. Ich habe seit einer Stunde Mitleid mit dem Fahrer, und gebe ihm 450 Baht fuer den Horrortrip, was er mit einem erfreuten Grinsen zu schaetzen weiss. Kurz vor Kuchinarai hoerte es auf zu regnen, also trocknen wir unsere Saettel, steigen auf, und fahren zurueck nach Ban Sam Kha. Dort angekommen, ist erstmal ein Klamottenwechsel angesagt, denn alles ist durch die TukTuk-Fahrt klitschnass geworden.



    Ich lasse meiner Freundin den Vortritt beim aab naam, aber als ich dann nach meiner Dusche ins Freie trete, finde ich sie im Liegestuhl, einfach eingeschlafen ueber der Lektuere zum Wat Bura Pha Phiram...

  7. #36
    PETSCH
    Avatar von PETSCH

    Re: Einen Monat im Isaan...

    :bravo: und nochmal :bravo:
    für diesen super-Bericht.
    Sehr große Anerkennung für die Mühe, die
    Du Dir mit den Bildern und Karten machst.
    Es ist, als ob man selbst dabei ist.......
    mach weiter so

  8. #37
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Zitat Zitat von hello_farang",p="103500
    Zitat Zitat von E.Phinarak",p="103498
    aber,sag mal, mit kurzen Hosen in den Wat ? tztztz
    Hallo Eddy,

    die Hosen gehen mir bis zur Haelfte des Schienenbeins, wenn ich stehe. Aber im Schneidersitz rutschen sie unzuechtig weit nach oben. Das ist mit bei Durchsicht der Bilder leider auch aufgefallen...

    Seit damals gehe ich nur noch mit richtigen langen Hosen in ein Wat! :-)

    Hast ein gutes Auge!

    Tschuess hello_farang
    Wieso, ich hatte nie den Eindruck, das kurze Hosen ein Problem im Wat im Isaan sind.

  9. #38
    PETSCH
    Avatar von PETSCH

    Re: Einen Monat im Isaan...

    da magst Du recht haben @chak:
    in den "Dorf-Wats" ist das Tragen von
    kurzen Hosen nicht problematisch, da
    man meist eh der einzige Besucher ist.
    Ich habe das stets gemeinsam mit meiner
    Frau und dem jeweiligen Mönch vorher geklärt
    und immer ein verständnisvolles OK als Antwort
    bekommen.
    In den (ich nenne sie jetzt mal so)"touristischen Wats"
    würde ich aber von vornherein nicht auf die Idee kommen,
    in shorts aufzulaufen.Allein schon, wenn ich weiß, daß
    dort sicher auch Einheimische als Gäste sind.

  10. #39
    Chak
    Avatar von Chak

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Ich denke, meine Frau hätte mir das unmissverständlich klar gemacht, wenn Shorts nicht in Ordnung gewesen wären.
    Ich glaube im Pra That Kam Khen oder wie das heißt hatte auch einer meiner Schwager Shorts an, obwohl ich mir da nicht so sicher bin, denn die Thais ziehen ja immer ihre besten Sachen an, wenn man irgendwo hinfährt.
    Es scheint mir aber auch so zu sein, dass meine Frau selbst da als Sao Isaan etwas nachlässig mit ihrer Bekleidung ist. Das einzige Mal, wo ich darauf geachtet habe lange Hosen zu tragen, war Wat Pra Käo, da ich gelesen hatte, dass es da eine Kontrolle am Eingang gibt. Ich konnte da problemlos durch, nur auf meine Frau musste ich dann etwas warten, weil man der Meinung war, sie zeigt zuviel Arm.
    Aber alleine? Selbst im Dorftempel war ich noch nie alleine, irgenwie laufen da doch immer andere Menschen rum, und wenn es nur die Fußball-spielende Dorfjugend ist.

  11. #40
    PETSCH
    Avatar von PETSCH

    Re: Einen Monat im Isaan...

    ........und doch alleine:
    in unserem "Dorf-Wat"war ich schon
    mehrfach mit den Mönchen alleine.....
    (also keine Dorfjugend und keine anderen Thais)
    Unser Wat liegt aber auch ca. 1km vom Dorf-center
    entfernt............und den Berg rauf..........
    (Dorf liegt nicht im Isaan, sondern mehr südlich :-) )

    ..nun wollen wir aber wieder unserem Autor Platz machen,gell?

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