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Einen Monat im Isaan...

Erstellt von hello_farang, 26.12.2003, 18:46 Uhr · 84 Antworten · 5.256 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von UweFFM

    Registriert seit
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    Re: Einen Monat im Isaan...

    @Hello_Farang,

    das ist ein sehr schöner Bericht, ich freue mich schon auf die Fortsetzung. :bravo:
    "Mutti und Vati" - du klingst schon wie ein Thai. Ich weigere mich nun schon seit fast 7 Jahren die Eltern meiner Lebensgefährtin so zu nennen.

    Gruß Uwe

  2.  
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  3. #22
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Eine Monat im Isaan... (Teil 10)

    Nach der Fahrt legen wir erstmal eine Pause ein, im Schutze von Baeumen auf dem Gelaende des Klosters. Natuerlich nicht, ohne vorher vor dem grossen Buddha zu beten, Raecherstaebchen zu entzuenden, und dem Wat einige Baht zu spenden.



    Mugdahan ist zwar keine besonders huebsche Stadt, aber es gibt dort viel zu entdecken. So trennen sich unsere Wege, denn alle wollen verschiedene Sachen sehen, und unterschiedliche Plaetze besuchen. Meine Freundin und ich schnappen sich erstmal ein TukTuk, um damit in Richtung des hohen Aussichtsturm zu fahren. Da den Leuten anscheinend nichts passenderes eingefallen ist, heisst er ´Mugdahan Tower´. Aber Namen sind Schall und Rauch, und das Teil ist wirklich beeindruckend.



    Der Turm dient in erster Linie der Aussicht, aber es befindet sich auch ein nettes kleines Museum darin, dessen Besuch in den 10 Baht Eintritt inbegriffen ist. Ausgestellt werden religioese Artefakte aus vergangenen Zeiten, Kleidungsstuecke aus verschiedenen Epochen, Musikinstrumente, sowie Geldscheine und Muenzen. Dort sehe ich zum ersten Mal 1-Baht-Scheine, die nach augenblicklichem Umtauschkurs den Gegenwert von 2 Cent haetten, jedoch unbezahlbar sind.
    Viele uralte Buddha-Statuen sind ausgestellt, es ist eine ware Reise in die Vergangenheit dieser Gegend. Neben diesen Exponaten gibt es auch einige, die aus vor-buddhistischen Zeiten stammen, und ebenso beieindruckend sind.

    Auf der Aussichtsplattform gibt es eine Tuer, welche ins Freie fuehrt. Ein schmaler 360°-Rundgang eroeffnet sich, und ich bin begeistert. Meiner Freundin hingegen ist die Sache ueberhaupt nicht geheuer, und sie bleibt lieber dicht an der Turmwand, um dann doch recht schnell wieder im Inneren zu verschwinden, und dort auf mich zu warten.

    Auf der offenen Plattform sind viele Glocken aufgehaengt, in verschienene Groessen. Diese zu schlagen bedeutet im Buddhismus Glueck. Also gebe ich jeder der Glocken 3 Schlaege mit einem daneben haengenden Holzstock. Es ist einfach nur wundervoll, dort oben zu stehen, und die Toene langsam davonschweben zu hoeren.

    Bevor ich wieder zu meiner Freundin gehe, mache ich von diesem wundervollen Platz noch den Versuch, einen 180°-Eindruck mitzunehmen, fotografisch. Der Blick weit nach Laos hinein ist grandios, und macht mich sprachlos. Ich bin seit 10 Minuten alleine auf der Aussenanlage des Turmes, und es sind nur gelegendliche Hupen aus der Stadt zu hoeren, ansonsten herrscht absolute Ruhe. Das Bild erschliesst sich in Vollkommenheit, vor mir der gemaechlich dahin fliessende Mekong und Laos, hinter mir die unendlich gruenen Waelder der Landschaft des Isaan dort...



    ( Diese zusammengeschipserte Panorama-Aufnahme habe ich in wesendlich groesser auch ins Netz gestellt, da es mir wichtig erscheint. Aber Achtung, es ist wie gesagt recht gross, und die Ladezeit ist -relativ- lang! A.d.V. )

    Mekong-Panorama 3395x401

    Mein Schatz wartet eine Etage tiefer auf mich, und als ich zu ihr komme, steht sie vertraeumt am Fenster, und blickt gen Laos. Ein sehr schoener Anblick, den ich leider nicht fotografiert, sondern nur in meinem Gedaechtnis gespeichet habe. Ebenso wie die Aussicht in den Isaan hinein, aber das ist fuer mich ein guter Grund, nochmal nach Mugdahan zu kommen.

    Da wir unserem TukTuk-Fahrer gesagt haben, er soll warten, besteigen wir wieder sein riesiges Gefaehrt und lassen uns irgendwo in der Stadt absetzen. Mittlerweile erneut hungrig, gehen wir in ein kleines Restaurant.

    Auf mein "Khao pad pak, mang sawilat, mai sai khai, mai sai nam plaa" ernte ich ein freundliches Laecheln von der Bedienung. Dennoch bekomme ich die Mahlzeit MIT Ei. Auch wenn es mir unangenehm ist, lasse ich den Teller zurueckgehen, und betone abermals: "Mai sai Khai na khrap!" (= Ohne Ei bitte!), denn anstatt keinem Ei muessen wohl mindestens 3 Eier in meinem Essen gelandet sein... Fuer die huebsche kleine Kellnerin tut es mir zwar leid, aber ich beharre darauf. Mit einem kurzen Wai nimmt sie das falsche Essen wieder mit, um einige Minuten spaeter mit einer sehr leckeren riesigen Portion zurueck zu kehren. Das sage ich ihr auch, als sie die Teller abraeumt. "Aloi maak!", und sie strahlt ueber das ganze Gesicht.

    Danach laufen wir etwas durch Mugdahan, in Richtung Fluss. An der Uferpromenade sowie den umliegenden Strassen befinden sich ein day-market, beziehungsweise viele Geschaefte. Neben 2 grossen Handtuechern mit dem Aufdruck von ´Puh´ dem Baeren und anderem Unsinn, kaufe ich auch einen Plastik-VW-Bus, inclusive 3 Batterien fuer 100 Baht.



    Wenn man einen Schalter umlegt, dann gehen die Lichter an, er rast wild zuckend los, und laesst dabei die Melodie ´Bailando´ erklingen. Wieder bin ich fuer mein thii rak einfach nur "baa" (= verrueckt), aber die Kids sind begeistert, als der Bulli spaeter blinkend und musizierend ueber die Ladeflaeche des Pickup rumpelt. Fuer Mutti sucht meine Freundin einen schoenen kleinen Beutel sowie einen neuen Regenschirm aus, Vati bekommt ein Hemd, die 2 Nachbarskinder jeweils ein Spielzeug.

    Nachdem die Einkaeufe im Wagen verstaut sind, schlendern wir alle zusammen noch etwas am Ufer des Mekong entlang. Da sich die Sonne bereits langsam dem Horizont naehert, verandert sich das Licht staendig, bis der ganze Fluss in ein grandioses lila-rot getaucht ist. Mich ueberkommt ein Gefuehl aus Schwermut und Zufriedenheit. Ich ertappe mich bei dem Gedanken, ob ich wirklich sehe, was ich sehe? Es ist einfach zu schoen, als das es wirklich wahr sein kann...
    Das Schauspiel ist nach einigen Minuten vorbei, schnell senkt sich Dunkelheit ueber die Szene, und es wird langsam Zeit, sich auf den Heimweg zu machen.

    Wieder kommen wir an der Strassensperre vorbei, alle PKW werden durchgewunken. Dafuer stehen mehrere LKW´s und ein Bus an der Seite, und werden auseinander genommen. 2 Soldaten erkennen das Auto mit dem farang hinten drauf wieder, und nicken uns kurz laechend zu. Ich gruesse auch, indem ich die Hand etwas hebe, und entspannt zurueck laechele. Man haette uns auch gerne durchsuchen koennen, an dem Tag wird mich nichts mehr aus der Ruhe bringen.
    Nichtmal der Regen, welcher kurze Zeit spaeter mit Heftigkeit einsetzt, und uns auf der Ladeflaeche binnen weniger Minuten komplett durchnaesst. Auch der neue Schirm bringt nix, denn bei 80 km/h kann man ihn nicht aufspannen. Also klopfen wir auf das Kabinendach des Wagen, und signalisieren, das der Fahrer irgendwo anhalten soll, wo es trocken ist.
    Nach einigen hundert Metern kommt ein kleines Restaurant auf der linken Seite, welches jedoch anscheinend geschlossen hat. Kein Licht, niemand zu sehen, aber wenigstens koennen wir uns unterstellen, sogar der Pickup passt unter ein Dach.
    Kaum ist der Motor aus, erscheint die Besitzerin der Gaststaette, sichtlich erfreut ueber so viel unerwartete Kundschaft. Wir ordern Getraenke, und die 2 auf thai handgeschiebenen Speisekarten machen die Runde. Der Herr des Hauses kommt mit einer grossen Portion Erdnuessen, als ersten Snack. Ausserdem hat er einige Kerzen dabei, und erklaert, das es momentan keinen Strom gibt. Daher also die Dunkelheit bei unserer Ankunft. Essen ist aber kein Problem, da mit Gas gekocht wird. Also wird bestellt, denn alle haben schon wieder Hunger, und schliesslich ist das ja ein Restaurant hier.

    Ich renne nochmal schnell zurueck zum Auto, und hole die Tuete mit den Winni-Puh Handtuechern. Das wir sie so rasch gebrauchen koennten, dachte ich natuerlich nicht vorhin in Mugdahan.

    Wieder einmal schmeckt es sehr gut, wie eigentlich ueberall im Isaan. Nach einer guten Stunde hoert es auf zu regnen, und wir machen uns auf gen Heimat. Noch liegen 50 Kilometer vor uns, und das dauert seine Zeit, da der Fahrer nun etwas langsamer faehrt. Es steht viel Wasser auf der Strasse, und zusammen mit dem Sand auf der Piste wird es rutschig. Die eine oder andere Dusche bekommen wir noch ab, wenn uns ein LKW entgegen kommt.
    Um 22:00 Uhr sind wir dann aber wieder wohlbehalten in Ban Sam Kha. Bei einem Schlummerbierchen lasse ich den Tag nochmal an mir vorueberziehen, und bin sehr zufrieden, es war ein toller Ausflug.

  4. #23
    Avatar von phimax

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    Re: Einen Monat im Isaan...

    Kolja,

    trotz 20 Jahre Bildschrim, mag ich an diesen immer noch nicht lesen, zumindest keine langen Sachen. Hatte es mir bis Teil 9 ausgedruckt und gerade am Stueck gelesen...

    Kompliment

    Ich war noch nie im Isaan, kenne ihn nur vom erzaehelen und lesen. Deine Geschichte deckt sich mit meinen Vorstellungen, die ich mir ueber das Leben (als Besucher) dort so mache. Und mehr als Besucher koennte ich dort nicht sein.

    Die Geschichte ist ja noch nicht zu Ende und ich weiss nicht, was noch hinzu kommt. Doch falls nicht, hast du dir schon mal Gedanken gemacht, sie aus einer anderen ´Erlebnisschicht´ zu schreiben? Ich meine schon Andeutungen gelesen zu haben

    Michael

  5. #24
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Einen Monat im Isaan...

    Danke fuer den Tipp mit dem Mugdahan Tower,
    dieses Ding habe ich auch noch nicht bestiegen ,hello farang.

    Mugdahan ist eine schoene Stadt und ich bin sofort in meinem Laos Lieblingsort ,Sawannaket.

    Gruss

    Otto

  6. #25
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Eine Monat im Isaan... (Teil 11)

    Wieder eine Nacht, in der es heftig stuermt, und viel Regen faellt. Auch der Strom schaltet sich um 1:00 Uhr ab, was wir daran merken, das der Ventilator ausfaellt. Das Hausinnere bleibt diesmal aber trocken, denn vor der Eingangstuer hat Vati eine Barriere aus Sand und Kunststoffplanen errichtet.
    Das Ban Sam Kha noch glimpflich davon gekommen ist, sehen wir auf dem Weg nach Kuchinarai, als wir am Morgen dorthin fahren. Je naeher wir der Stadt kommen, desto schlimmer sieht es aus. Einige Haeuser und Staelle haben keine Daecher mehr, ueberall liegen umgestuerzte Baeume und und abgebrochene Aeste herum, die Strasse ist an einer Stelle unterspuelt und abgesackt. Mit riesigen Stahlplatten versuchen Bauarbeiter, wenigstens die eine Fahrspur wieder befahrbar zu machen. Fuer Autos, Lastwagen und Busse ist hier Wenden angesagt, sie muessen einen grossen Umweg fahren. Ein Moped ist aber leicht und schmal genug, sodass wir irgendwie durchkommen.
    In Kuchinarai selbst sieht es aus wie nach einem Angriff. Scheiben kaputt, Daecher und Haeuser stark beschaedigt, der Markt liegt in Truemmern, und es liegen Unmengen von zersplittertem Holz und Muell umher. Auch hier sind einige Strassen gesperrt, weil Baeume quer darueber gefallen sind. Die ganze Stadt scheint auf den Beinen zu sein, um die Schaeden irgendwie in den Griff zu bekommen. Mit Baumaschinen rueckt man den Baeumen zu Leibe, Elektriker versuchen die zerrissenen Stromleitungen zu flicken, ueberall wird aufgeraeumt.

    Irgendwie nicht so prickend, denke ich mir. Die letzten Tage waren so unglaublich heiss, das sich nun die Natur in einem schweren Unwetter richtig ausgetobt hat, und Kuchinarai muss wohl das Epizentrum gewesen sein. Wir fahren zwar noch zur Bank, aber nur um dort festzustellen, das die auch keinen Strom mehr hat. Somit ist sie geschlossen, und auch die ATM davor ist lahmgelegt. Meine Freundin unterhaelt sich mit einigen Leuten und erfaehrt, das es in der Nacht sogar 3 Tote gegeben hat. Ein Mann ist mit seinem Motorrad in ein Schlagloch gefahren, war gestuerzt, und ist im vollgelaufenen Strassengraben bewusstlos ertrunken. Einen alten Mann hat es erschlagen, als ein Baum auf sein kleines Holzhaus fiel. Und ein Kind war bei einem Kurzschluss gestorben.

    Unter diesen Eindruecken stehend fahren wir also wieder in unser Dorf. Die Sonne scheint, als sei nichts gewesen, aber dennoch werde ich das merkwuerdige Gefuehl nicht los, das das ein schlechtes Omen ist. Auch meine Freundin ist erstaunlich still, sonst so gar nicht ihre Art. Selbst der Appetit ist uns vergangen, und ohne die obligatorische Essenspause erreichen wir unser Heim.

    Dort soll sich dann meine Vorahnung bewahrheiten, denn es herrscht eine sehr eigenartige Stimmung. Einige Thaifrauen sitzen bei uns vor dem Haus, und mit erster Miene wird ruhig, aber intensiv geredet. Meine Freundin setzt sich dazu, ich halte mich erstmal abseits und versuche dem Sinn der Zeilen meines Buches zu folgen. Nach einer guten halben Stunde kommt meine Freundin zu mir, und fragt mich ob ich etwas essen moechte.
    Nein, ich will wissen was los ist. Sie berichtet mir, das eine Bekannte ueber 20.000 Baht beim Gluecksspiel verlohren hat am Abend zuvor, und nun ihr Moped abgeholt wurde, um einen Teil der Schulden zu begleichen. 1000 Mark, in einer Nacht, im Isaan? Oje, das ist wirklich ein Problem! Nicht nur, das die Bekannte nun enorme Schulden hat, das Zweirad weg ist, und sie auch ohne Job ist, sondern allem Anschein nach spielt sie auch noch mit dem Gedanken, sich ob der Schande das Leben zu nehmen. Im Isaan werden alle Neuigkeiten sofort durch das ganze Dorf getratscht, und somit ist sie nun als Spielerin entlarft, dazu noch als eine ziemlich schlechte. Nichtmal ihre Eltern laesst sie zu sich, was den Ernst der Lage offenbart.

    Ich schnappe mir erstmal ein bia chang, und muss ueber das eben Berichtete nachdenken. Bezahlen werde ich nix, soviel ist mir sofort klar, aber da mein Schatz und die Bekannte gute Freundinnen sind, muss sie da hin, und mit der verzweifelten Spielerin reden. Um solche Aufgaben drueckt man sich gerne, so auch meine Freundin. Ich bestehe aber darauf, und mache das mit farang-Logik und Nachdruck deutlich. Sie ist davon ueberhaupt nicht angetan, jedoch willigt sie schliesslich ein, mit einer ziemlich versteinerten Miene, die ich von ihr bisher nicht kenne.

    Nach einer Stunde kehrt sie zurueck, und anscheinend hat sie einiges erreicht. Zumindest die dusselige Idee mit dem Selbstmord scheint vom Tisch zu sein. Dafuer beginnt nun eine Diskussion mit mir, denn sie ist ziemlich aufgedreht.
    "What you do when I loose money?" will sie unter anderem von mir wissen.
    Ich bin ehrlich, und erwidere, das ich das dann nicht bezahlen wuerde, sondern sie sich einen Job suchen muesse. Das ist zwar leichter gesagt als getan in den Reisfeldern des Isaan, aber es ist mein Standpunkt. Ich lehne Spielen grundsaetzlich ab, die einigen Ausnahmen sind Fussball und Schach. Mir geht schon das Gewinnen-wollen/Nicht-verliehren-wollen bei solch Kartenspielen wie Mau-Mau maechtig gegen den Strich, und daher brauche ich ueber Gluecksspiele gar nicht erst zu diskutieren. Zu allem Ueberfluss bringe ich dann auch noch die Extra-Kosten fuer das Moped ins Spiel, die durch den Leasing-Vertrag entstanden sind. Es handelt sich um einen Unterschied von ueber 13.000 Baht, der somit an die Besitzer des Ladens geht. Das ´Auf-Pump-kaufen´ ist eben eine weiter Unsitte in Thailand, auch wenn es voellig normal ist. Irgendwie bekommt meine Freundin das alles aber komplett in den falschen Hals, oder versteht einfach nur nicht richtig ob der dafuer mangelhaften Englisch-Kenntisse, und so reagiert sie ziemlich bockig, und verschwindet wild schnaubend und zeternd im Haus.

    Na Bingo, da ist wohl irgendwas maechtig aus der Spur gelaufen, ich mache mir noch ein Bier auf, da ich weiss, das in den naechsten Stunden eh nicht mehr mit ihr zu reden sein wird. Auch ihre Cousine hatte der Streiterei beigewohnt -sie kann recht gut englisch- und meint zu mir, ich solle meine Freundin erstmal wieder abkuehlen lassen. Also gehen wir zusammen zu dem Haus der Cousine, und sitzen einige Stunden davor und reden. Nach einigen weiteren bia chang, und Zigarette im Minutentakt, gehe ich wieder rueber. Da sich beide Haeuser in Sichtweite zueinander befinden, erkenne ich das Mutti zusammenraeumt, und schlafen gehen will. Ich nehme eine schnelle Dusche, und lege mich hin. Meine Freundin schlaeft bereits tief und fest, zumindest macht es ganz den Anschein, denn sie ruehrt sich kein Stueck.

    Ein ziemlich crasser Tag, aber ich habe wieder viel gelernt ueber das Leben im Isaan, hoffe ich zumindest...

  7. #26
    Festus
    Avatar von Festus

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Danke auch wieder

    aber ich denke gerade bei dem letzten Teil an die Wiedervereinigung. Was hatten sich da viele Menschen "drüben" alles mögliche auf Pump gekauft, um ja auch gleich ! alles zu haben, was man im TV so in den Serien sah. Und wie vielen wurde das zum Verhängnis, weil sie auch die neuen Ausgaben noch nicht überblicken konnten.

    Und im alten Westen war und ist es doch auch noch nicht viel besser. Man kauft größere und teurere Dinge, als es der Vernunft entspräche, nur weil man nach "außen" hin gut dastehen will.

    Teure Möbel - und keiner darf so richtig drauf sitzen.
    Teure Wohnung - und ja die Schuhe aus, und ja nix direkt draufstellen.
    Immer neues Auto ... etc.

    Und bei der Unterstützung stimme ich Dir zu - es bringt meist nix, denn nur eine saftige Strafe (Verlust) bringt einige wenn überhaupt zur Vernunft - wenn es auch noch so hart klingt und ist.

    Ich denke da so 15 Jahre zurück, als frühere Schulkameraden von mir in der Disco so richtig den Geldhahn aufdrehen konnten. Na klar, ohne Versichungen bleibt einiges mehr übrig. Aber als es dann zum Notfall kam, jammerten sie rum und schimpften teilweise sogar, weil man nicht helfen wollte. Ist doch heute noch so, wenn man sieht, wohin manche Bauen (Flutgebiete), und was manche trotz unsicherer Wirtschaftslage (Anstellung und Einkommen) so investieren ...

    Mach weiter mit Deinem Bericht - ich freue mich immer mehr auf meinen Urlaub ...

  8. #27
    Avatar von UweFFM

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    Re: Einen Monat im Isaan...

    @Hello_Farang
    Das ist ein sehr schöner Bericht. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und kann meinen Urlaub kaum noch erwarten.
    Hoffentlich hast du deine Freundin noch und nicht nur Vati und Mutti.

    @Festus
    Du hast recht, viele Ossis wurden von den Konsummöglichkeiten etwas wirr im Kopf. Es waren jedoch noch ein paar übrig, die rechnen konnten, glücklicherweise war auch mein Mathelehrer fleißig genug gewesen mir ausreichend rechnen beizubringen :bravo: . Ich erinnere mich noch an das eigentümliche Gefühl bei meinem ersten Supermarktbesuch im Westen. Bsp.: Gewöhnt, dass es entweder Nudeln gab oder nicht stand ich jetzt vor einem Regal mit ca. 100 verschiedenen Sorten . Gewöhnt, auf ein neues Auto ca. 15 Jahre warten zu müssen, standen die Dinger auf einmal frei verkäuflich rum. Sowas kann wohl nur jemand nachvollziehen, der eine Mangelwirtschaft erlebt hat.
    In Thailand scheint mir das ganze noch verschärfter zu sein. Keiner rechnet (Zinsen, Leasinggebühren...) auch die Banken nicht, wenn einer Arbeit hat kriegt er auch Kredit. Zukunftssicherung (finanzielle Reserve für Notfälle) scheint auch ein Fremdwort zu sein.
    Dort sehe ich Fahrzeuge, Handy, Fernseher, Musikanlagen ganz oben auf der Hitliste. Bei Verschuldungen werden z.T. Wucherzinsen genommen und so schnappt die Schuldenfalle zu.

    Gruß Uwe

  9. #28
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Einen Monat im Isaan... (Teil 12)

    Um 6:00 Uhr wache ich auf, weil meine Freundin ihren Arm um mich legt. Wir blicken uns an, und sie muss grinsen. Der Streit von gestern Abend ist also vergessen? Scheint so, denn auch in den naechsten Tagen wird darueber einfach nicht mehr gesprochen werden...

    Wir stehen auf, und nach dem morgendlichen Ritual aab naam, Kaffee, Zigarette und Fruehstuecksreis gehen wir zusammen rueber zur Cousine. Von dort ist laute Isaan-Musik zu hoeren, verbunden mit Gesang und viel Gelache. Sie hat einen VCD Player mit Mikrophon, sodass man damit das in Thailand so beliebte Karaoke praktizieren kann. Mir daemmert schon Schlimmes, denn ein Saenger bin ich bei Leibe nicht, wird das jetzt eine Returkutsche fuer gestern? Soll ich mich zum Deppen machen, und muss singen?
    Gluecklicherweise kommt es aber anders. Es laeuft eine CD mit Mitschnitten einer thailaendischen Musiker- und Theatertruppe, aufgenommen beim grossen Festival in Udon Thani. Neben tollen Liedern von vielen beruehmten Interpreten, begleitet von einer Truppe huebscher Taenzerinnen in den irrsten Kostuemen, spielt ausserdem die Theatergruppe -ziemlich albern- verschiedene Stuecke. Ein riesen sanuk fuer alle.
    Warum aber sind um halb Neun schon so viele Thais hier versammelt? will ich von meiner Freundin wissen. "Oh, we go Yasothon Festival" klaert sie mich auf. Festival? Prima, denn feiern kann man in Thailand wirklich praechtig. Das meiner Freundin die passenden Vokabeln fehlen, und ich mein Woerterbuch nicht dabei habe, wende ich mich an die Cousine. "It´s a rocket-festival. They shoot a lot of rockets in the sky. Same same ´happy new year´ but different!"

    Ploetzlich halten 2 Pickups vor dem Haus, und alle entern die Ladeflaechen. In der Eile vergesse ich, meinen Fotoapperat mitzunehmen, was sich als wirklich sehr schade herrausstellen wird.
    Schon zu dieser Vormittagsstunde kreisen 2 Lau-Khao Flaschen, wobei jedoch nur die Maenner zulangen. Ist wie an den Sonkran-Tagen, na das kann ja lustig werden... Gegen Mittag erreichen wir den Festplatz, alle sind gut drauf, und im grossen Tross marschieren wir durch die vielen Menschen, welche sich bereits eingefunden haben. Wir finden ein freies Plaetzchen, die mitgebrachten Strohmatten werden ausgelegt, und wir lassen uns nieder. Ich schaue mich um, und sehe, das die Thais bemerkt haben, das ein farang gekommen ist. Die Kinder blicken neugierig-vorsichtig, die Frauen breit laechelnd, und die ersten Flaschen schwenkenden Schluckspechte kommen torkelnd auf mich zu. ´Meine´ Thais haben alle Haende voll zu tun, diese etwas auf Abstand zu halten, denn jeder will mit mir anstossen. Wie Sonkran, ich wusste es doch! Um die Sache etwas flexibler zu gestalten, und keinen Anlaufpunkt zu bieten, mache ich mich mit meiner Freundin auf, um den Festplatz zu erkunden. Ueberall sind Staende und Garkuechen aufgebaut, und natuerlich Bier- und Reisschnapsstationen. Man kann kleine Raketen fuer 2 Baht kaufen, was ich natuerlich sofort mache, und zwar gleich mal fuer 100 Baht. Schliesslich haben wir mehrere Kinder dabei, und jedem druecke ich 20 Stueck in die Hand. Mit Gejohle rennen sie los, um die Mini-rockets abzufeuern.

    Auf einer Buehne wird traditionelle Isaanmusik gespielt, begleitet von 3 richtig niedlichen Taenzerinnen. Meine Freundin weicht mir nicht von der Seite, denn sofort werde ich von einigen jungen Damen im Publikum dazu aufgefordert, mitzutanzen. Mai mii panhaa, mache ich sehr gerne, und das kommt gut an. Ab und zu schafft es auch ein Mann, mir Bier oder Schnaps in die Hand zu druecken, damit ich einen Schluck nehme. Quasi als Selbstschutz besorge ich mir rasch ein eigenes Bier, und proste damit dann zu, ohne jedoch viel davon zu trinken.
    Als wenn es nicht eh schon alle mitbekommen haetten, weist der Saenger auf der Buehne nun darauf hin, das farang-Besuch anwesend ist. Fuer mich der Anlass, mit einigen Geldscheinen nach vorne zu gehen, und ihm sowie den 3 Taenzerinnen jeweils 20 Baht zu uebergeben. Das ist in Thailand ueblich, um den Akteuren seine Anerkennung zu zeigen.

    Dann machen wir uns auf die Suche nach den grossen Raketen, aber bis auf abenteuerlich aussehende Abschussrampen aus Bambus ist noch nichts zu finden. Diese stehen mit gehoerigem Sicherheitsabstand zum Festplatz am Rande eines gigantischen gefluteten Reisfeldes. Wir erfahren, das es noch eine Stunde dauern wird, bis es soweit ist, also holen wir uns etwas zu essen, und suchen unsere Truppe.

    Ploetzlich erfolgt der Einzug der Gladiatoren, in Form von kleinen Grueppchen junger Maenner, die durch verschiedene farbige Stirnbaender deutlich voneinander zu unterscheiden sind. Jede dieser Gruppen traegt eine grosse selbstgebaute Rakete mit einem 10 Meter langem Stiel. Der Treibsatz besteht aus einem sehr dicken, ca. 2 Meter langem Bambusrohr, und ist ebenfalls mit einem jeweiligen farbigen Band umwickelt. Die schweren Geschosse werden hinaus zu den Rampen getragen, und das Publikum folgt ihnen. Jedoch bleiben alle bis auf die direkt Beteiligten in respektvollem Abstand zu den Abschussvorrichtungen. Langsam, und extrem vorsichtig, werden die ersten Raketen aufgerichtet, und in den Gestellen positioniert. Nachdem anscheinend alles passt, entfernen sich die Gruppen von ihren Raketen. Mit einem ohrenbetaeubenen Donnern erheben sich nacheinander die Geschosse, um im Himmel zu verschwinden. Der Sound gleicht einem Kampfjet-Triebwerk, auch die Geschwindigkeit der Raketen ist vergleichbar. Jeder Flug wird von Schiedsrichtern genau auf die erreichte Hoehe eingeschaetzt, und das Ergebnis durch Lautsprecher verkuendet. Als alle Geschosse abgefeuert sind, steht ein Sieger fest. Die Verlierer erwartet eine deutliche Kennzeichnung: Ihnen wird das Gesicht geschwaerzt. Es geht jedoch in erster Linie um den gemeinsamen sanuk, und daher wird diese Bestrafung mit viel Grinsen, Lachen und Beifall bedacht.

    Die Party geht noch einige Zeit weiter, auch wenn die ersten Gaeste sich bereits auf den Heimweg machen. Wir besteigen eine gute Stunde spaeter die Autos, und werden nach Hause gefahren. Da wir vorher noch ein paar Buendel der kleinen Raketen gekauft haben, verschiessen wir diese vom fahrenden Wagen aus in alle Richtungen. Meine maennlichen Mitreisenden haben schon gut einen im Kahn, und flirten auf´s Heftigste mit jedem Maedel, welches sie entlang der Strasse erblicken. Ich halte mich da aber raus, zumal ich ja meine Freundin im Arm habe, die eingeschlafen ist...

  10. #29
    Avatar von Peter-Horst

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    Re: Einen Monat im Isaan...

    Hallo hello_farang,

    SUPER Geschichte gerade Dein Außflug nach Yasothon hat mich an meine teilhaben am Raketenfestival erinnert. Wir sind damals gerade wegen des steigenden Alkohol-levels der Thais schon Nachmittags wieder weitergefahren. Am Abend war dann im TV ein Bericht über viele Tote das eine Rakete explodiert war.

    Gruß Peter

  11. #30
    hello_farang
    Avatar von hello_farang

    Re: Einen Monat im Isaan...

    Einen Monat im Isaan... (Teil 13)

    Mit der Cousine und ihrem Freund sind wir heute verabredet, um mal wieder einen Ausflug zu machen. Die beiden haben eine grosse schwere Honda, und sind immer deutlich schneller als wir mit dem Moped, da kann ich noch so am Gasgriff drehen. Aber diesmal lasse ich mich nicht abhaengen, weil die Strassen sehr gut sind, das erste Stueck einmal ausgenommen.



    Die Tour fuehrt uns ins Wat Panam Tib, welches im Pha Nam Yoi Forest Park liegt.
    Zunaechst fahren wir nach Kuchinarai, und von dort auf der 2046 bis Pong Thong. Es geht durch herrliche flache Ebenen mit Reisfeldern, vorbei an einigen Verkaufsstaenden mit Obst und Gemuese, die sich von Zeit zu Zeit am Strassenrand gruppieren. Wie so oft in Thailand faellt mir wieder einmal auf, das anscheinend immer 10 Familien auf dieselbe Idee kommen, etwas bestimmtes zu verkaufen. Erst kommt kilometerlang gar nichts, dann aber dafuer gleich 5 Kokosnussstaende nebeneinander?!
    Nach der obligatorischen Pause an einem kleinen Restaurant, biegen wir links auf die 2136 ab, und weiter geht es, bis wir eine gute Stunde spaeter Nong Phok erreichen. So klein der Ort ist, so gepflegt ist er auch. Das liegt daran, dass Ihre Majestaet die Koenigin mehrmals im Jahr hierher kommt, denn sie finanziert das Wat Panam Tib.
    Am Ende von Nong Phok befindet sich die Einfahrt zum Forest Park, und wir fahren hinein. Von nun an ist die Strasse abwechselnd von gelben Fahnen mit dem Rad der Lehre, sowie blauen mit dem persoenlichen Wappen Ihrer Majestaet gesaeumt. Zusammen mit dem frischen Gruen des Parks ist es ein sehr schoenes Bild. Inmitten des Parks erhebt sich der einzigste Berg weit und breit, auf dem das Wat liegt. Zwar ist es fast fertig, aber auch nach 6 Jahren Bauzeit ist noch viel zu tun. Ein Hinweis dafuer sind einige schwere LKW, die sich im Schritttempo die Strasse hochquaelen. Ich muss daher mehrfach sogar in den 2ten Gang herunterschalten, um den Gegenverkehr abzuwarten und dann zu ueberholen.
    Nach einigen Kurven kommt das Wat in Sicht, und mich haut es fast vom Moped, so imposant ist der Anblick. Nach 20 Minuten Fahrt durch den Park erreichen wir das Kloster.
    Kaum sind die Zweiraeder abgestellt, mach ich erstmal ein Bild.



    Eine sehr gepflegte Gruenanlage umgibt das Wat, mehere Wege fuehren an ein riesiges Tor, und man betritt den Innenbereich.



    Hier zeigt sich das Wat Panam Tib nun in seiner ganzen Maechtigkeit und Schoenheit. Ganz in weiss und gold gehalten, stehe ich erstmal einige Minuten da, um mit den gigantischen Ausmaassen klarzukommen.



    Um es besser darzustellen, habe ich die Eingangstuer im Zentrum vergroessert. Unten links steht ein Mensch...



    Zunaechst umrunden wir das Gebaeude, und schauen uns alles in Ruhe an. Meine Freundin war noch nie hier, und ist genauso baff wie ich. Egal wo man hinguckt, ueberall erschliessen sich weitere meisterlich ausgearbeitete Verzierungen, kleine Brunnen, und Mosaike auf dem Boden. Im Innenbereich der Aussenmauer befinden sich Sitzbaenke fuer die Moenche. Sollten alle Baenke jemals besetzt sein, so muessen bestimmt mindestens 999 Moenche nebeneinander Platz finden.
    Was mir zudem auffaellt ist, das es hier keine Touristen gibt, sondern nur Thais dieses Bauwerk besuchen.
    Dann betreten wir das Hauptgebaeude, nachdem wir unsere Schuhe ausgezogen, und uns den ´Parkplatz´ eingepraegt haben. Bei einigen hundert Sandalen, Flip-Flops, und festen Schuhen ist das gar nicht so einfach. Extra fuer die bunte Ansammlung von Tretern aller Art sind 2 Uniformierte abgestellt, die fuer etwas Ordnung sorgen sollen.
    Die Haupthalle haelt das, was das Gebaeude von aussen verspricht. Die Hoehe ist unglaublich, der Boden ist mit fein poliertem rotem und gelben Stein ausgelegt, und die Dimension laesst uns alle sprachlos werden. Erst als meine Freundin das Dauerlaecheln auf meinem Gesicht bemerkt, fragt sie mich: "You like?" "Khrap, suai maak maak!"
    Mir faellt dann aber auf, das ich nirgends eine Buddhastatue entdecke, nur einige Bildnisse, und frage nach. Die Cousine erklaert: "Buddha is upstairs!" und zeigt nach oben. Also gehen wir zu einer der Treppen, die nach oben fuehren. Zunaechst gelangen wir auf die mittlere Ebene der Haupthalle, von dort fotografiere ich mal nach unten.



    Eine kleinere, sehr enge und steile Wendeltreppe fuehrt weiter nach oben, in die Kuppel. Wenn jemand entgegen kommt, muss sich eine Person flach an die Wand stellen, denn sonst kommt man nicht aneinander vorbei. Ich weiss nicht, wie lange es immer im Kreis herum aufwaerts geht, aber dann betreten wir den kleinen Kuppelraum mit dem Buddha. Auch hier bestimmen die Farben gold und weiss das Bild, im Zentrum steht der Schrain, an dessen Seite wir Platz nehmen. Die sich nach oben verjuengenden Waende der Kuppel sind in einer weiss-blauen Technik so bemalt, das man den Eindruck erhaelt, als sehe man den Himmel.
    Ein alter Moench sitzt vor der Frontseite des Schrains, und empfaengt ohne Unterlass Thais, die sich kurz mit ihm unterhalten, sich dann dankend verbeugen, und dem Buddha Raeucherstaebchen und Kerzen darbringen. Der alte Moench ist sehr gut drauf, staendig mach er Scherze mit den Kindern, oder einzelnen Personen. Der Raum ist von einer sehr lockeren Atmosphaere erfuellt, und auch wir muessen lachen bei einigen seiner Aeusserungen und Gesten.



    Nach 20 Minuten dort machen wir uns an den Abstieg. Auf der mittleren Ebene zeigt uns die Cousine eine Tuer, die ins Freie fuehrt. Ein umwerfendes Panorama weit ueber die Gegend erstreckt sich, man kann die Kuppel umrunden und in alle Richtungen sehr weit sehen. Dabei faellen uns dicke schwarze Wolken ins Auge, die am Horizont aufziehen. Das naechste Unwetter naht, und wir haben es ein gutes Stueck bis nach Hause.

    Also machen wir uns auf den Heimweg, natuerlich ohne es vor dem Regen zu schaffen. Abermals wird eine ueberdachte Garkueche als Schutz genutzt, wo wir sehr gut essen. Der Regen laesst nicht nach, sodass wir dann doch irgendwann wieder aufbrechen, und langsam nach Ban Sam Kha fahren. Noch lange sitzen wir zusammen vor dem Haus, und reden ueber die Eindruecke des Tages...

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