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Eine Fahrt durch den Issaan

Erstellt von Mang-gon-Jai, 27.10.2002, 09:03 Uhr · 58 Antworten · 6.265 Aufrufe

  1. #51
    Avatar von Loso

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    Re: Eine Fahrt durch den Issaan

    Wow...wenn man das so liest wird der Monitor gradezu zur Zeitmaschine...

  2.  
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  3. #52
    Iffi
    Avatar von Iffi

    Re: Eine Fahrt durch den Issaan

    und zur Gänsehaut verursachenden Maschine.

  4. #53
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    Re: Eine Fahrt durch den Issaan

    Eine Fahrt durch den Issaan (8)

    Als ich zu unseren Zelten zurückkehrte wurde ich bereits erwartet. Meine Frauen hatten bereits Frühstück bereitet. Außerdem hatten wir einen Gast. Ein junger Ranger war bei uns. Unverkennbar hatte er ein Auge auf Tap geworfen und diese zog auch alle Register ihrer Flirtkunst.
    Der Ranger, er hieß Tschang, bot uns an, uns mit seinem Jeep den Khao Jai näher zu zeigen.
    Wir nahmen einige Lebensmittel mit und fuhren in Gebiete, die sonst für Touristen gesperrt sind. Tschang kannte sich wirklich gut aus. Wir sahen Elefanten, Büffel, Phythons und jede Menge weitere Tiere. Bis er uns gegen Mittag wieder an unseren Zelten ablieferte. Er hatte Dienst und konnte sich bis zum Abend nicht weiter um uns kümmern.

    Ich kenne sehr viele Nationalparks (in anderen Ländern). Meist fährt man mit dem Auto auf befestigten Straßen durch den Park und versucht, Tiere zu treffen und zu beobachten. In den meisten Fällen ist das Verlassen des Fahrzeugs verboten. Dieses Verbot soll der Sicherheit der Touristen dienen.
    Ganz anders im Khao-Jai. Hier wird man geradezu aufgefordert, allein oder zu zweit durch den Wald zu streifen. Alles sei völlig ungefährlich, so wird einem versichert. Irgendwie verstehe ich das nicht, denn immerhin gibt es dort frei lebende Tiger, Elefanten, Büffel, große Schlangen, Leoparden usw.
    An zweiten Abend, als wir mit Tschang am Lagerfeuer saßen, gab er auch zu, dass es in der Vergangenheit einige tragische Begegnungen zwischen Mensch und Tier gegeben habe. Dieses sei allerdings nur sehr selten, versicherte er.

    Es war kurz nach Mittag. Tschang hatte Dienst. Also zog ich mit meinen drei Frauen allein los. Alle trugen wir jetzt lange Jeans und festes Schuhwerk. Sogar Tap hatte sich von ihrem heißen Höschen getrennt.
    Erneut wichen wir von den befestigten Straßen ab und folgten schmalen Pfaden in den Dschungel. Es war eine andere Gegend, nicht die, die ich bereits kannte.


    Wieder im Wald
    Wieder wurden wir vom Geschrei der Affen angekündigt. Außer Affen sahen wir jedoch kein größeres Tier.
    Wir begegneten einem Ranger.
    „Rawang, ping – Vorsicht, Blutegel“, sagte er.
    Langsam und vorsichtig gingen wir weiter. Der Pfad war so schmal, dass wir lediglich hintereinander gehen konnten. Ich war an der Spitze, Jindi bildete den Schluss.
    Dann kamen wir an ein Gebiet, in dem es weder Bäume noch Büsche gab. Eine große Wiese lag vor uns, von dichtem Buschwerk umgeben.
    Wenn ich hier von Wiese spreche, so ist das vielleicht nicht ganz richtig. Der Boden bestand nicht etwa aus Gras, sondern aus kleinen Blattpflanzen.
    Die Wiese stand etwa 1 – 2 cm unter Wasser.
    „Rawang, ping – Vorsicht, Blutegel“, sagte Jindi jetzt auch.
    Ich hockte mich hin und betrachtete den Boden. Tatsächlich sah ich einen oder zwei dieser ekligen Tiere.
    Aber was sollte uns passieren. Wir trugen alle festes, geschlossenes Schuhwerk und Strümpfe. Zwischen Strümpfen und Jeans geb es keine unbekleidete Stelle. Also schritt ich langsam auf die feuchte Wiese. Jindi zuckte die Schulten, folgte jedoch.
    Nein, wir waren ausreichend ausgerüstet. Die kleinen Blutegel konnten ja wohl kaum die Schuhe und Strümpfe hochklettern.
    Wir waren fast auf der Mitte der Wiese angekommen, als ich einen kleinen Stich am linken Arm spürte. Unwillkürlich griff ich zu und hatte einen Blutegel in der Hand. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich bereits über und über voller Blutegel war. Ich verstehe bis heute nicht, wie die Tiere es geschafft hatten, bis zu meinen Armen heraufzukriechen. Überall an meinem Körper hatten sich die glitschigen Würmer festgesaugt. Auch die Frauen saßen voller Egel und Noi und Tap begannen fürchterlich zu kreischen.
    Im Laufschritt ging es zurück zum Waldrand. Hier war es trocken, hier gab es keine Blutegel.


    Im Wald
    Ich riss mir Schuhe und Strümpfe, Hemd und Hose vom Körper und versuchte die Viecher vom Körper zu lösen.
    Auch Jindi hatte ihre Kleidung auf den Boden geworfen.
    Noi und Tap hatten hiermit Probleme. Sie versuchten, die Tiere ohne Ausziehen von Kleidungsstücken vom Körper zu lösen. Das war unmöglich.
    Erst als Jindi ihnen erklärte, dass Blutegel für Frauen sehr gefährlich sein, weil sie sich in der Scheide festsaugen und dort nicht entfernt werden können, flogen auch ihre Kleidungsstücke.
    Da saßen wir also und entfernten uns gegenseitig die Egel. Zum Glück hatte Tap Zigaretten bei sich. Jindi zeigte, wie man die Egel mit der Glut einer Zigarette berühren musste und diese dann schlagartig losließen.
    Anders lassen sie sich kaum entfernen. Wenn sie sich erst einmal festgesaugt haben, reißen sie ehr durch als dass sie sich lösen.
    Fast 40 Tiere hatte ich am Körper. Den Rekord hielt wohl Tap. An ihrem Körper gab es wohl keine Stelle an der kein Blutegel hing.
    Leise vor sich hinweinend ertrug sie die Qual.
    Es tut übrigens nicht sehr weh. Man merkt es kaum, wenn sie zubeißen.
    Nach dem Lösen hinterlassen sie im Fleisch ein kreisrundes Loch, welches stark und lange nachblutet.
    Nachdem wir von den Ping befreit waren, mussten wir noch unsere Kleidung nach Egeln durchsuchen. Auch hierbei fanden wir noch etliche dieser Parasiten.
    Es war schon ein unangenehmes Abenteuer und wir verließen den Wald recht schnell.



    [align=right:676f637ca6]Es geht weiter[/align:676f637ca6]

  5. #54
    Avatar von Loso

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    Re: Eine Fahrt durch den Issaan

    @Mg-J

    Oh, gut heute noch nix gegessen zu haben, dachte ich erst. Dann fingen meine grauen Zellen an zu arbeiten, da war doch was... wurde hier fündig. So gesehen müsste das ein echter Jungbrunnen für dich gewesen sein . Sozusagen Geheimtip, ganz kostenlos. Wo genau war´n das?

    Gruss Loso

  6. #55
    Avatar von heini

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    Re: Eine Fahrt durch den Issaan

    tja loso;)
    wenn die gezielt angesetzt werden
    ..........stelle mir allerdings gerade vor,
    ungewollt in eine derartige situation zu kommen....
    brrrrrrrr........... na lieber nicht!;)

  7. #56
    sam
    Avatar von sam

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    127

    Re: Eine Fahrt durch den Issaan

    hi mgj
    super super bericht ist wie ein klein wenig urlaub und kann in gedanken mitreisen. dank hierfür
    sam

  8. #57
    Avatar von Ampudjini

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    Re: Eine Fahrt durch den Issaan

    Gerade im Khao Yai Nationalpark muss es wirklich viele Pling geben. Ein Bekannter von mir wohnte mehrere Wochen dort, weil er an einem Hilfsprojekt mitgearbeitet hat und hat mir Fotos von diesen Viechern gezeigt... wirklich, alles voll damit!

    Was angeblich helfen soll ist Tabak in die Socken oder Schuhe stopfen, weil Plings den Geruch nicht moegen und sich fernhalten. Das sagte mir ein Tourfuehrer in Mae Hong Son letzten August. Habe selbst allerdings keine Erfahrungen damit.

    ABER: Was macht man wenn der Pling ein Raucher ist?


  9. #58
    Avatar von Otto-Nongkhai

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    Re: Eine Fahrt durch den Issaan

    Ein toller Bericht MgJ.
    Wenn ich nur auch so gut formulieren koennte.
    Was fuer eine Kamera benutzt du den bei diesen scharfen Bildern ?
    Wieviel Pixel?

    Gruss Otto

  10. #59
    Avatar von Mang-gon-Jai

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    Re: Eine Fahrt durch den Issaan

    Dieser Thread ist schon recht lang geworden und durch die Bilder auch recht groß. Das scheint die Ladezeiten deutlich zu verlängern.
    Ich bin per ADSL mit dem Internet verbunden, da merkt man das nicht so stark. Als ich aber bei Mang-gon Noi versuchte, den Thread zu öffnen, er verwendet ISDN, sah ich erst, wie langsam der Thread geworden ist.
    Aus diesem Grunde beende ich die Geschichte hier und lege einen Neuen Thread an.
    Ihr findet ihn hier.

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