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Ein paar Eindrücke von 2007

Erstellt von ling, 19.04.2007, 11:58 Uhr · 23 Antworten · 3.529 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von ling

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    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    Kleiner Exkurs für sunnyboy...

    Zwar sind folgende Fotos von schlechter Qualität, da sie während der Fahrt durch die Scheibe aufgenommen wurden, doch sie sollen ja auch nicht schön aussehen, da das, was man unterwegs sieht auch wirklich nicht schön ist.


    Die ´Straße´, wie man sie sich zwischen Poitpet (Grenzübergang) und Siem Reap vorstellen muss:



    Hier zwei Fotos von Highlights, welche man während dieser Fahrt zu Gesicht bekommt...

    Stahlbrücken leiten den Weg über Gewässer, um die das seltene Grün herum wächst:





    Wir machten kurz vor Sonnenuntergang nochmal halt, als auf einmal ein kleines Dorf mitten im Nirgendwo auftauchte...

    Hier sieht man auch mal den luxuriös AUSSEHENDEN Bus, mit dem wir befördert wurden:



    Zu diesem Gefährt möglicherweise später noch ein paar Takte...

    Es ist sehr staubig und mir noch immer ein Wunder, wie so mancher Motorradfahrer es auf dieser Strecke ohne Mundschutz aushällt...



    Das wars erstmal wieder...


    LG, ling

  2.  
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  3. #22
    Avatar von sunnyboy

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    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    Die ´Straße´, wie man sie sich zwischen Poitpet (Grenzübergang) und Siem Reap vorstellen muss:
    :bravo: danke, ling. Jetzt habe ich die richtige Vorstellung von der Route.

    Gruß Sunnyboy

  4. #23
    Avatar von ling

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    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    Weiter geht es mit Angkor Wat, dem bekanntesten und größten aller Khmer Tempel.

    Dieser Tempel wurde in absoluter Perfektion errichtet. Das Verhältnis und die Harmonie einzelner Gebäudeteile zueinander ist nicht der Willkür überlassen, sondern obliegt einer ganz bestimmten Ordnung. Ich hatte mir vor meinem Besuch ein Video über die Tempel Angkors angeschaut, in welchem ich diverse Informationen diesbezüglich erhielt, doch leider ist mir fast alles entgangen.

    Die Hierachie des Tempelkomplexes ist der des buddhistischen/hinduistischen Weltbildes nachempfunden. Zur besseren Übersicht hier ein Grundriss der Anlage:



    Im Zentrum des Angkor Wats repräsentiert der eigentliche Tempel mit seinen bekannten fünf hohen Prangs den Berg Meru, die kilometerlange Mauer, welche die einstige Stadtmauer Angkor Wats bildete, steht symbolisch für die Gebirgsketten und der darum errrichtete etwa 200 m breite Wassergraben bildet den Urozean als Rahmen.

    Die Form der Prangs wurde Lotusknospen nachempfunden.

    Fotos werde ich auch noch ein paar dazu bringen.


    LG, ling

  5. #24
    Avatar von ling

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    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    Am Haupteingang (siehe Karte) vorbei, führte unser Weg, welchen wir in den frühen Morgenstunden bereits einmal einschlugen, erneut über die gepflasterte Brücke, die im Westen den einzigen Zugang über den Wassergraben und hin zum Tempel bildet.

    Die komplette linke Seite jener Brücke befand sich unter Rekonstruktion. In etwa 150-200 m Entfernung konnten wir jetzt endlich bei Tageslicht die eindrucksvolle Stadtmauer mit ihren drei markanten Prangs in Richtung Westen erkennen.



    Den Blick, welchen wir jenseits dieser Mauer auf den eigentlichen Tempel hatten, kannten wir bereits von vielen Postkarten und eben von dem morgendlichen Sonnenaufgang, welchen wir von genau diesem Punkt aus beobachteten. Es war erstaunlich, wie viele Touristen es dort hin verschlagen hatte. Bevor wir uns ins Tempelinnere machten, drängte ich doch darauf, ein paar Fotos zu schießen, welche mit Sicherheit 40 min in Anspruch nahmen, da mir ständig Menschen vor die Linse liefen.



    Der Anblick des Tempels war atemberaubend! Schade nur, dass wegen der Hitze die Wasserbassins ziemlich ausgetrocknet und nicht - wie auf vielen Postkarten mit Lotus bedeckt waren. [Ich denke, dass generell der Anfang der Regenzeit die beste Jahreszeit ist, um Fotos zu schießen, da es dort meist einen schöneren Himmel hat und das Grün strahlender ist…]



    Jetzt war es höchste Zeit, sich dem Tempelinneren zu widmen. Bereits der Eingangsbereich war äußerst beeindruckend und ließ einem wissen, dass es kaum einen Stein im Mauerwerk gab, der nicht individuell sichtseitig beschlagen wurde.

    Auch staunte ich nicht schlecht über die irrsinnige Präzision, mit der die einzelnen Steine einst gefügt wurden!

    Der schwarze Pfeil zeigt die Stoßfuge:



    Die filigranen Gravierungen, welche überall zu sein schienen, ließen sich wegen den meist nicht außreichenden Sichtverhältnissen (zu dunkel) kaum fotografisch festhalten.





    Beide waren wir sehr beeindruckt, doch irgendwie fehlte diesem Tempel etwas. Ich konnte lange nicht sagen, was dieses ETWAS war. Jetzt glaube ich es zu wissen: Es war ein Markel.

    Alles schien perfekt und ultimativ. Nirgends gab es Stellen, von denen man hätte behaupten können, dass sie nur zweitklassig waren, nirgends waren offensichtliche Baumängel zu sehen und nirgends konnte man seiner Phantasie den freien Lauf lassen, da es nichts gab, was es nicht mehr gab (abgesehen von diversen gestohlenen Kleinteilen). Es schien noch alles an Ort und Stelle; die Vorstellung, dass man sich in einem so alten Tempel befinded, schien obsurd.

    [Anmerkung:
    Angkor Wat war einer der wenigen Tempel in Angkor, die nach dem ‚Ende Angkors’ nicht in Vergessenheit gerieten und weiterhin benutzt wurden. Das unterscheidet diese Tempelanlagen von anderen, welche für mich gerade aus diesem Grund beeindruckender waren, da sie gegenwärtig nicht (mehr?) vollendet und perfekt schienen.]

    In der Zwischenzeit waren wir auch beide sehr erschöpft; meine Unterarme waren von einem dunkelroten Sonnenbrand, wie ich ihn noch nie zuvor hatte, verziert. Da die Sonne jedoch schon relativ tief stand, wollten wir uns im Tempelinneren auch bald nach oben machen, um die Aussicht und den Sonnenuntergang anzuschauen.

    Apsaras (Tänzerinnen)


    Verschiedene Treppen (in jede Himmelsrichtung eine) führten nach oben. An der westlichen Treppe war seitlich war eine Stahlstange, welche als Handlauf diente, befestigt.



    Wir entschieden uns jedoch für den westlichen Aufgang, welcher über keine dieser Stahlstangen verfügte. Schon nach wenigen Stufen bemerkte ich, dass jeder Schritt ein gefährlicher war, denn ich hatte neben meiner Fototasche auch noch Stativ, sowie eine Plastiktüte mit etwa 2 kg schweren Souvenirs zu tragen. Zum Glück kamen wir jedoch heil oben an. Es fiel gleich auf, dass auf der westlichen Seite kaum Touristen anzutreffen waren.



    Ich dachte, das hatte damit zu tun, dass die Sonne im Osten untergeht, doch das hatte andere Gründe, wie ich gleich erfahren sollte…

    Ein übergewichtiger Deutsche sprach mich völlig durchweicht an, ob ich ihm sagen könnte, ob es möglich ist, die westliche Treppe nach unten zu nehmen. Ich sagte ihm, dass es sicherlich möglich ist, er jedoch auf die im Osten ausweichen könne, da diese über einen Handlauf verfügt. Der Mann, welcher total außer Atem war, meinte, dass im Osten eine etwa 15 m lange Warteschlange steht…

    Davon ließ ich mich erstmal gar nicht beeindrucken, da wir noch nicht beabsichtigten allzu bald wieder nach unten zu gehen, doch ein Sicherheitsbeauftragter ließ uns gleich wissen, dass der Tempel täglich ab 17:30 Uhr(?) geschlossen ist und wir uns bitte wieder nach unten begeben sollen.

    Blick über die Treppe nach unten:


    Meine Freundin, welche normalerweise überhaupt nicht abenteuerlustig und eine eher typische ‚Städterin’ ist, schlug (völlig dreist mit lässigen Flip Flops an) vor, die westliche Treppe (das ist die ohne Handlauf) nach unten zu nehmen. Das kostete mich sicherlich mehr Überwindung als sie(!), doch ich konnte schlecht ‚nein’ sagen. Etwas schweißgebadet kamen wir kurze Zeit später wieder unten an. Phuuu… „nur einmal abrutschen,“ dachte ich mir, „und schon fliegt man mehrere Meter tief nach unten.“ Ich war in der Tat heilfroh, wieder festen weitläufigen Boden unter den Füßen zu haben.

    Wir verließen den Tempel und schauten uns dort noch ein bisschen um. Das Areal innerhalb der Stadtmauern war schließlich großflächig.

    Die südliche Bibliothek:



    Der Touristenstrom schien kein Ende zu nehmen…



    …und als die Sonne dann immer dunkler wurde, versuchte ich mich um von dort aus ein paar Fotos zu machen, noch einmal schnell in den Tempel zu schleichen, doch an den Wachmännern, welche sicherlich ein halbes Dutzend ausmachten, war kein Vorbeikommen, was mich sehr ärgerte, denn außerhalb des Tempels gab es kaum Möglichkeiten, einen schönen Sonnenuntergang festzuhalten…





    Etwas später fuhren wir mit unserem Tuk Tuk, welches vor dem Haupteingang parkte, zurück und ließen den langen anstrengenden Abend in unserem Zimmer gemütlich ausglingen.



    LG, ling

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