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Ein paar Eindrücke von 2007

Erstellt von ling, 19.04.2007, 11:58 Uhr · 23 Antworten · 3.531 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von ling

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    Ein paar Eindrücke von 2007

    Hallo zusammen,

    bin seit ein paar wenigen Wochen wieder zurück aus meinem diesjährigen Urlaub. Hab zwar nicht genügend Zeit, einen großen Bericht zu schreiben, aber ein paar Eindrücke in Form von knapp beschrifteten Fotos von dem ein oder anderen ´Ereignis´ will ich euch natürlich nicht vorenthalten...

    (Die Fotos sind nicht chronologisch sortiert)

    Vom Flugzeug aus meine erste Aufnahme des wie ich finde sehr beeindruckenden Suvanabhumi Airports:



    Das Flughafeninnere ist nicht weniger beeindruckend und hält jedes Versprechen, welches einem die imposante Außenschale bereits von der Landebahn aus macht:



    Hier der Eingangsbereich in der nächtlichen Beleuchtung:



    Der höchste Flughafenkontrollturm der Welt:



    Ich war sehr beeindruckt von dem für meinen Geschmack optisch sehr gelungenen Flughafen und gleichzeitig auch von den nicht vorhandenen Wartezeiten und -schlangen an Schalter, Gepäcksausgabe etc. überrascht.

    Der Urlaub begann für mich also schon bevor ich offiziell Fuß in Thailand fassen konnte.,.

    Fortsetzung folgt.

    LG, ling

  2.  
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  3. #2
    mrhuber
    Avatar von mrhuber

    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    Da freut man sich auf einen "ling-Bericht", dann schreibt er, keine Zeit

    Was ist denn das für eine Ausrede? Leg los, sei kein Frosch!

    :-)
    Karlheinz

  4. #3
    Avatar von ling

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    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    @ mrhuber:

    Zitat Zitat von mrhuber",p="472141
    Leg los, sei kein Frosch!
    Ok, ok... ich mach ja schon weiter.

    ---------------

    Es folgen nun ein paar Eindrücke von den Tempeln in und um Angkor (Kambodscha)...

    Zuerst ein paar historische Hintergründe:

    Die zahlreichen Tempel in und um Angkor (kambodschanisch für ´Stadt´) entstanden ab dem 9. Jhd. (AD). Durch die Errichtung zahlreicher Bewässerungssysteme für Reisfelder gelang es den Khmer damals eine Überproduktion an Reis zu produzieren und durch dessen Export enormes Kapital zu erwirtschaften.

    Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine gigantische Stadt (welche bereits vor 1.000 Jahren über 1.000.0000 Einwohner (mehr als jede europäische Stadt zu dieser Zeit zählte) in Mitten eines Machtzentrums Südostasiens, welche sich im Westen bis ins heutige Thailand (Lopburi) erstreckte. Zahlreiche Tempelanlagen konnten durch den Reichtum der Khmer im damaligen Kambuja während der nächsten Jahrhunderte errichtet werden.

    Die Baukunst der Khmer zählt noch heute zu den beeindruckensten und rätselhaftesten der Welt. Allen voran der Angkor Wat, welcher aus unbestätigten Angaben bereits zu den neuen Weltwundern zählt.

    Allein der Bau dieser Anlage beschäftigete mehr als 25.000 Arbeiter für 37 Jahre. Das Ergebnis ist der größte Sakralbau der Welt, welcher heute täglich tausende Touristen in seinen Bann zieht.


    -----

    Ich wollte mir schon länger einmal die Tempel von Angkor anschauen, doch leider klappte es bislang nie. Viele Freunde und Bekannte erzählten mir von deren Erfurcht vor den Tempelanlagen Angkors und der enormen Schönheit jener Bauten.


    ...to be continued


    LG, ling

  5. #4
    Avatar von ChangLek

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    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    .....na, also - geht doch.....

  6. #5
    Avatar von ling

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    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    Hallo zusammen,

    es geht wieder weiter. :-)

    Die Tempel Angkors:

    Sie befinden sich etwa 10 min entfernt von der Stadt Siem Reap, welche man nach sieben harten (im wahrsten Sinne des Wortes) Stunden von Aranyaprathet/Poipet erreicht.

    Unzählige Tuk Tuks und Motorradtaxen, welche Touris kutschieren, begegnen einem auf dem Weg von Siem Reap nach Angkor und machen einem große Probleme beim Fotografieren. (Hier ein Link zu einer Karte für diejenigen, die es interessiert.)Viel Geduld sollte man wenn man Fotos schießen will, daher auf alle Fälle mitbringen...

    Es ist gerade mal 5:30 Uhr morgens, als unser Tuk Tuk in der Dunkelheit stehen bleibt. Wir stiegen ab und konnten nach wenigen Momenten in etwas Entfernung die Umrisse des Angkor Wats erahnen. Nach vielen Schritten in der Dunkelheit, welche lediglich durch das kegelförmige Licht diverser Taschenlampen gestört wurde, gelangten wir zum Eingangstor des berühmtes Wats.

    Von irgendwoher klang ‚buddhistisch klingende Musik’, welche trotz der Monotonie äußerst angenehm und beruhigend in meinen Ohren tönte. Das beinahe Wegfallen des Sehsinns verstärkte diese Wahrnehmung noch und ließ uns langsam spüren, dass wir nicht in irgendeinem Tempel waren, sondern in einem ganz besonderen... Die Atmosphäre war wirklich sehr mythisch. Noch nie zuvor war ich bei völliger Dunkelheit in einer Tempelruine.

    Immer mehr Menschen strömten in Richtung der drei markanten Türme, welche sich allmählich von dem heller werdenden Hintergrund absetzten... Wir blieben in der Nähe des Eingangsbereiches stehen.. Überall wurden Fotos geschossen und der Menschenstrom schien gar kein Ende zu finden.

    Leider war die Sonne ob der Trübheit nicht als eine solche nicht zu erkennen, doch das schöne Morgenrot hatte auch seine Reize:



    Bald machten wir uns wieder zurück zu unserem Tuk Tuk, denn wir hatten ausgemacht, nach dem Sonnenaufgang weiter zu fahren und uns Angkor für den späten Nachmittag aufzuheben.

    Nach wenigen Minuten baute sich das gigantische Südtor der Stadtmauer Angkor Thom vor uns auf.



    Den Weg fassten beidseitig Buddhastatuen ein und rahmten sozusagen den Blick Richtung dieser beeindruckenden Durchgangs ein.

    Im Zentrum Angkor Thoms befindet sich der neben Angkor Wat zweit bekannteste Tempel in dieser Region: der Bayon.

    Charakteristisch für diesen Bau sind seine 54 (verschiedene Quellen sprechen von einer unterschiedlichen Anzahl) Türme, welche jeweils mit Gesichtern in jede Himmelsrichtung verziert sind. Beim ersten Anblick dieses Wats war ich sehr enttäuscht, da er erstens im Gegensatz zu Angkor Wat winzig wirkte und zweitens total zerfallen schien.

    Von den Gesichtern konnte man kaum etwas erkennen.



    Doch je näher man sich dem Tempel näherte, desto mehr vielen einem die Gesichter ins Auge:



    Einmal im Inneren des Tempels angekommen, kann man den Blick kaum noch diesen Gesichtern, welche angeblich bis zu 9 m hoch sind, abwenden.





    Wohin man den Blick auch wandern lässt, überall scheinen Gesichter, die einem anstarren. Innerlich fühlt man sich beobachtet; es war ein sehr merkwürdiges und irgendwie unangenehmes Gefühl, diesen - wie ich in der Zwischenzeit herausgefunden habe - BEEINDRUCKENDEN Tempel zu begehen.

    Der Gesichtsausdruck der Türme zeigt ein Lächeln, jedoch scheint mir das Lächeln sehr hinterhältig und überlegen... was sicherlich auch der Grund für dieses ungute Gefühl schafft.



    Doch es waren nicht nur die Türme, die mich beeindrucken. Auch die teils sehr filikran bearbeiteten Wände mit historischen Motiven waren sehr beeindruckend:



    Hier weitere Eindrücke von unterwegs:

    (Leider hab ich nicht die beste Kamera, aber das wunderschöne Licht- und Schattenspiel kommt denke ich trotzdem ganz gut rüber.)





    Nachdem wir uns im und rund um den Tempel umgeschaut hatten, machten wir uns langsam zum nächsten, denn der beste Zeitpunkt zum Besichtigen und Fotografieren hält leider nicht lange an. Schon jetzt stieg die Sonne langsam und ließ die Ornamentik sehr plastisch wirken.



    FF

    LG, ling

  7. #6
    Avatar von resci

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    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    Zitat Zitat von ling",p="472589
    Leider hab ich nicht die beste Kamera, aber das wunderschöne Licht- und Schattenspiel kommt denke ich trotzdem ganz gut rüber.
    sind doch sehr gut geworden, die Bilder .

    resci

  8. #7
    Avatar von ling

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    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    @ resci:

    Zitat Zitat von resci",p="472669
    sind doch sehr gut geworden, die Bilder .

    resci
    Danke. Das freut mich... Hatte, wie schon gesagt, immer viel Gedult gekostet, denn es sind wirklich viele Touristen unterwegs, auch wenn man das auf den Bildern nicht sieht. Für manche Aufnahmen musste ich mich 15(!) Minuten gedulten. Davon werde ich später vielleicht noch das ein oder andere einstellen.

    Als nächsten kommen noch ein paar Aufnahmen von Angkor Thom und dann gehts weiter außerhalb Angkor Thoms.

    @ all:

    Für alle, die sich auch gerne einmal die Tempel von Angkor anschauen würden, hier ein paar Tips:

    Ticket:
    Das Busticket (von BKK nach Siem Reap) kann man in fast jedem Reisebüro BKKs kaufen, doch hier sollte man unbedingt Preise vergleichen. Die Angebote reichten von 250 Baht bis 550 Baht (Mini Bus von BKK nach Aranyaprathet; AC-Bus von Poipet nach Siem Reap). Ich unterhielt mich mit einigen Travlern unterwegs nach Siem Reap und ich war doch erstaunt, als mir einer sagte, dass er in der Sukhumvit 1200 Baht für das Ticket hinlegen musste.

    Visum:
    Das Touri-Visa für Kambodscha kostet 20 USD (800 Baht). Es versuchen einem jedoch schon vor der Grenze Kambodschaner abzuzocken. Aussagen, dass man an der Grenze stundenlang anstehen müsse, sollte man nicht glauben! Bei uns bestand die ´Warteschlange´ lediglich aus 13 Personen, welche im Minibus waren. Also VORSICHT! Nicht alles glauben und nicht vergessen, dass Kambodscha nicht Thailand ist.

    Selbst am Schalter versuchen die einem 25 USD für das 20 USD teure Visum abzuziehen... nach ca. 10 min Diskussion, konnte ein Britte vor mir den Preis von 20 USD plus 100 Baht Schmiergeld für den Stempel im Pass aushandeln. Ohne die 100 Baht zu bezahlen, hätten wir in Aranyaprathet übernachten können.

    Es gab als wir an der Grenze waren für das ´Fußvolk´ KEINE Warteschlange, auch wenn uns das zuvor verschiedene Kambodschaner versuchten, weißzumachen.


    LG, ling

  9. #8
    Amras
    Avatar von Amras

    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    Finde die Fotos auch sehr gelungen, und deine Canon Powershot S400 ist immer noch gut genug für die nächsten Jahre.

    Danke für deinen interessanten Bericht!

    Robert

  10. #9
    Avatar von Conrad

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    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    Sehr schöne Fotos ! Angkor Wat ist als wichtiges nächstes Reiseziel notiert

  11. #10
    Avatar von ling

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    Re: Ein paar Eindrücke von 2007

    Zitat Zitat von Amras",p="472683
    Finde die Fotos auch sehr gelungen, und deine Canon Powershot S400 ist immer noch gut genug für die nächsten Jahre.
    Danke... das muss sie leider auch noch... wenn ich das passende Kleingeld hätte, würde ich mir gerne (zusätzlich noch) eine größere cam kaufen, aber ich bin im großen und ganzen mit meiner kleinen dicken ;-D recht zufrieden.

    [quote="Amras",p="472683"]Danke für deinen interessanten Bericht!

    Bitte, gern geschehen...

    @ Lamai:

    Unbedingt... Ich kanns jedem nur wärmstens empfehlen. Was abschreckt, ist die Straße dorthin, aber die kann man ganz einfach mit einem Flug nach Siem Reap um-, bzw. übergehen.


    @ all:


    Neben dem Bayon gibt es noch einige weitere Tempel in Angkor Thom. Die Abstände zwischen diesen beträgt teilweise gerade mal 100-200 m, trotzdem waren wir einige Stunden ununterbrochen auf Tempelbesichtigung, was ziemlich aufs Gemüt ging. Man wird geradezu von Eindrücken erschlagen… Ein ‚Bild’ toppt das andere.
    Überall trifft man auf Kinder, welche einem für einen Apfel und ein Ei versuchen, Souvenirs wie Flöten, Postkarten, Seidenschals etc. anzudrehen. Natürlich fällt es einem bei deren Anblick oft äußerst schwer zu widerstehen, denn die meisten sind zwar aufdringlich aber wahnsinnig intelligent und süß. Doch gibt man einem Geld, kommt gleich der nächste und fragt, warum man dem Vorgänger was gegeben hat, aber ihm nichts geben will.


    Das Ganze kann man sich dann in etwa so vorstellen:



    Links im Bild sieht man einen Baum, welcher vielleicht beeindruckend aussehen mag, doch wer erst einmal im Tempel Ta Prohm war (kommt später noch), wird davon nicht mehr wirklich erstaunt sein.

    Viele der Kinder sprechen bereits mit neun Jahren sehr gutes Englisch und kennen jedes Land mit dazugehöriger Hauptstadt und Einwohnerzahl. Wird man gefragt, woher man kommt und man antwortet mit „Germany“, wird man auf deutsch darum gebeten, deren Souvenirs zu kaufen. Mehrere Male wurden mir €-Stücke im Tausch gegen Riel (kambodschanische Währung) oder USD angeboten, denn mit €-Stücken lässt sich in Kambodscha nichts bezahlen.

    Im Folgenden noch ein paar Aufnahmen von Angkor Thom:

    Vor vielen der Tempel im Khmer-Stil befindet sich eine lange Brücke. Besonders beeindruckend fand ich die von ‚Babhoun’, denn sie stand auf einer Reihe schöner Säulen:



    Völlig verwahrlost, ja schon beinahe vergessen und aufgegeben, weil weniger beeindruckend wie andere Tempel(?) wirkt ‚South Klaeng’:



    Doch es ist wirklich jeder Tempel auf seine Art wunderschön und es ist weiß Gott keiner unter denen, die es nicht wert sind, gesehen zu werden. Jeder ist auf seine Art besonders und anders und ob ein Tempel im Endeffekt schön ist oder nicht, liegt einzig und allein an der Sichtweise des Betrachters….

    Noch mal ‚South Klaeng’:



    Die meisten Touristen verbringen einen Tag damit, sich die wenigen wirklich bekannten Tempel anzuschauen und wissen gar nicht, was sie ungeachtet neben sich lassen. Jeder Tempel hat seine eigene Geschichte und wartet nur darauf, dass jemand kommt und ihm zuhört.

    Unbeachtet, obwohl nur ein Steinwurf vom Touripfad entfernt:



    Ok, das wars erstmal wieder...


    Eins vielleicht noch: PEACE...



    Als ich dieses Foto schoss, war ich einerseits froh darüber, dass die Kinder so photogen sind, andererseits kam ich mir mit meiner digitalen Kamera schon wie ein Snob vor. :-(



    LG, ling

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