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Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

Erstellt von moselbert, 15.03.2005, 20:34 Uhr · 112 Antworten · 12.836 Aufrufe

  1. #71
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Sa 12.02.2005

    Am Morgen fuhren meine Frau und ich mit dem Taxi zu Lek.


    Der Taxifahrer hatte in der Frühe vergessen zu tanken. Und so musste er an einer einsamen namenlosen Tankstelle halten. Hier wird das Benzin noch mittels Handpumpe gezapft.


    Bei Lek waren die Vorbereitungen zur Hauseinweihung im Gange. Der Wohnraum wurde von überflüssigen Möbeln befreit. Die Sitzelemente mussten raus. Denn Mönche sitzen am Boden.


    Nuis Eltern, Onkel, Tanten, Omas, Cousinen, Neffen, und und und waren gekommen. Ferner Kollegen von Lek. Und natürlich unsere ganze Gruppe aus Nongkaem.


    Hier sitzen unter anderem die beiden Omas von Nui. Die Mutter der Mutter (Yai) 2.v.rechts, wieder fit nach dem Krankenhausaufenthalt. Die Mutter des Vaters (Yaa) rechts.


    Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Hier werden Geldspenden für die Mönche in Briefumschläge gesteckt.


    Nuis Verwandte hatten schon Essen vorbereitet. Und richteten es auf Tellern an.


    Beispielsweise farbenfrohen und süßen Nachtisch.


    Das Bier war auch schon geliefert worden und wurde kaltgestellt, beziehungsweise gelegt.


    Denn noch gab es nur Wasser. Die Gläser wurden übrigens wie anderes Geschirr oder Stühle vom Wat Makok (Talingchan) ausgeliehen.


    Auch die Figürchen im vor einigen Tagen vom Brahmanen eingeweihten Geisterhäuschen schienen auf etwas zu warten.


    Um das ganze Grundstück wurde ein zeremonieller Bindfaden gespannt.


    Und schließlich kamen die Mönche, auch vom Wat Makok.


    Und nahmen auf ihren Matten im Erdgeschoss Platz. Die Sitzordnung scheint fest vorgegeben zu sein. Der ehrwürdigste der Mönche (Phra) sitzt dem Buddhaaltar am nächsten. Dieser war extra für die Einweihung aus seinem Zimmer im Obergeschoss nach unten gebracht worden.


    Meist ist die Reihenfolge auch mit dem Alter identisch. Und so kann es schon mal vorkommen, dass der Älteste beim Vorbeten einen wichtigen Vers vergißt. Ein anderer Mönch diente als Souffleur und alle lachten. Schön, wenn auch die Mönche bei diesen wichtigen Zeremonien ihren Humor behalten.


    Hier könnt Ihr einen kleinen Ausschnitt aus dem Gebet hören.

    Im Erdgeschoß konnten sich natürlich nicht alle Gäste aufhalten. Es reichte wenn die ehrwürdigsten Gäste mitbeteten. Die beiden Großmütter (Ya und Yai) von Nui, meine Frau und ich, natürlich die Hausbesitzer Lek und Nui, sowie der ehrwürdige Nachbar, Lehrer von Beruf, mit Frau und Tochter (rechts).


    Der ehrwürdige Herr Lehrer hat zwei Hunde. Einer wird von ihm in einem kleinen Käfig gehalten. Der arme Hund.


    Nach den Gebeten wurde gegessen. Allerdings aßen zunächst nur die Mönche. Diese dürfen nach 12 Uhr keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen. Daher finden solche Feierlichkeiten immer am Vormittag statt.


    Dieweil warteten die anderen mit knurrendem Magen entweder im Garten oder im Obergeschoss.


    Oder sie fotografierten. So wie ich oder wie dieser Kollege von Lek.



  2.  
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  3. #72
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Inzwischen hatten die Mönche aufgegessen. Wir spendeten ihnen Blumen, Kerzen, Räucherstäbchen und Umschläge mit Geld. Sie sprachen ein Abschlussgebet.


    Über der hauptsächlich benutzten Eingangstür wurde noch ein magisches Zeichen aufgemalt. Es war nicht der älteste und ehrwürdigste der Mönche, der hier auf den Stuhl kletterte.


    Dann verließen die Mönche das Haus und wurden wieder zum Tempel zurückgefahren.


    Danach durften auch die Anderen essen. Es war für alle genug da. Ein besonderes Gericht möchte ich erwähnen, weil es sehr gut schmeckte. Laab (vorne): trocken in der Pfanne geröstetes Mett mit Zwiebeln und Gewürzen sowie Gemüseblättern. Man kann auch Salatblätter nehmen.


    Außer unseren Enkeln waren noch 4 andere Kinder etwa im Alter von 4 bis 6 Jahren da. Auch recht wilde (Lek sagte: "Dek Ling" (Affenkinder)) und die Geduld der Erwachsenen wurde auf eine harte Probe gestellt.


    Wenn man eine Digicam hat, wird man schnell zum Mittelpunkt der Kinderschar. Sie ziehen Grimassen, schauen sich auf dem Display das geschossene Bild an und lachen.


    So kann man sie auch ruhig stellen. Jedenfalls so lange die Batterien halten.


    Die kleinen Kinder, wie hier Wirapat, 9 Monate, sind da natürlich noch pflegeleichter.


    Und hier sind mal alle unsere drei Schwiegertöchter zusammen: Eé, Bui, Nui (v.l.).


    Nach und nach verließen die Gäste am Nachmittag die Feier.


    Zurück blieben die Stühle.



  4. #73
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...


    Nach dem Ende der Feierlichkeiten zu Hause hatten wir noch Zeit einen Tempel zu besuchen: Wat Fai Lüang, nicht weit weg von Leks Siedlung gelegen.


    Der Besucherandrang war enorm. Deswegen waren extra Personen zur Verkehrsregelung abgestellt. Manche erledigten diesen Job eher gelangweilt.


    Andere mit sichtlichem Engagement.


    Es gab auch einen Markt. Die Wege waren sehr staubig, denn es war heiß und trocken.


    Zur Erfrischung konnte man sich aus Zuckerrohr gepressten Saft kaufen.


    Es war einen Bühne aufgebaut, auf der später Theatervorführungen gegeben werden sollten, wahrscheinlich aus dem buddhistischen Ramakien.


    Warum dieser Menschenauflauf? Heute war der letzte Tag eines Festes zur Grundsteinlegung eines neuen Tempelgebäudes. Wie auch diese beiden klebte ich Goldplättchen auf den Grundstein, der dann später in dem Loch versenkt werden sollte.


    Natürlich konnte man hier wie in jedem Tempel auch zu Buddhafiguren beten...


    ... und anschließend das Orakel befragen. In den Plastikbechern sind mit Nummern beschriftete Stäbchen. Man schüttelt die Becher, bis eines herausfällt. Dann nimmt man sich aus einem Regal einen mit der Nummer des Stäbchens beschrifteten Zettel. Und dort kann man seine Zukunft oder wichtige Ratschläge nachlesen.


    Dieser Mönch verliest, wer wieviel für den Tempel, das Kloster, das Wat gespendet hat.


    Dann wurde ein roter Teppich ausgelegt.


    Nicht für mich, sondern für den zweithöchsten buddhistischen Mönch in Thailand, der zur Grundsteinlegung gekommen war. Er kam mit Polizeieskorte und im Mercedes. Leider wurde der weißhaarige Mann von den Zuschauern verdeckt.


    "Hast Du die vielen Filmschauspielerinnen gesehen?" fragte mich meine Frau.
    Hatte ich nicht, denn ich kenne sie nicht. Allerdings hatte ich einen BMW 730 auf dem Parkplatz gesehen. Wahrscheinlich gehörte er einer von ihnen.

    Dass so viele Schauspielerinnen dagewesen waren, wunderte mich nicht. Unweit von diesem Tempel ist die thailändische Filmproduktionsfirma Kantana angesiedelt.

    Anschließend fuhren wir wieder nach Hause. Es war ein schöner, ereignisreicher Tag heute, auch wenn ich durch erheblichen Schnupfen gehandicapt war.

    Heute fiel auch der erste Regen. Es waren aber nur ein kurzer Schauer, der keine Abkühlung brachte, sondern eher die Schwüle verstärkte.

    Unsere Frau Gans scheint jetzt intensiv zu brüten. Die 8 Eier scheinen ihr zu reichen.


    wird fortgesetzt

  5. #74
    Avatar von MadMovie

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Zitat Zitat von moselbert",p="230352
    Und ich dachte am Anfang, Ihr würdet ihn vielleicht langweilig finden, weil wenig passiert.
    Das ist ganz gewiss nicht langweilig.
    Norbert!

  6. #75
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    So 13.02.2005

    Heute habe ich wieder den morgendlichen Gang zum Lotus Minimarkt gemacht. Wenn ich kurz nach 6 Uhr losgehe, ist es auch noch nicht allzu warm. Gestern war er ausgefallen, weil wir schon früh zu Lek gefahren sind. Ich kaufe mir jetzt meist einen Imbiss und ein Getränk zu der Zeitung. Heute zwei Blätterteigtaschen mit irgendwelcher pikanter Füllung, Huhn war es wohl.

    Ab Mittag waren Taeng, Bui, Film, Gong, Muu, meine Frau und ich auf der Anlage Buddha Monthon. Sie liegt im Westen von Bangkok und fällt auf Stadtplänen und Satellitenbildern als großes Quadrat ins Auge.

    Zuerst hatten alle außer mir im Restaurant auf der Anlage etwas gegessen.
    Muu meinte, es wäre teuer. Sein Gericht kostete 25 Baht (0,50€).


    Dann besichtigten wir die Anlage. Sie wurde zum Jahr 2500 Buddhistischer Zeitrechnung eröffnet. Die Buddhisten in Thailand sind 543 Jahre weiter als die Christliche Zeitrechnung, also war es 1957 n.Chr.


    Die Thailändische Tourismusbehörde erklärt es genauer...


    Jinjok hat hier im Forum schon mal einen sehr schönen Bericht über diese Anlage geschrieben.

    Im Zentrum steht ein über 15 Meter hoher Buddha.


    Natürlich gibt es auch hier einen Platz zum Opfern.
    Normalerweise zieht man seine Schuhe aus, wenn man zum Beten geht. Die meisten haben sie hier aber anbehalten, weil in der prallen Sonne die Fußsohlen ansonsten gegrillt würden.
    Es sei denn, man hat Socken an.


    In der hübschen Anlage kann man im Schatten die heißen Stunden verbringen...


    ... die Bäume betrachten ...


    ... oder, wie hier Muu, in einem von der Natur gebauten Bett schlafen.


    Auch ich saß auf einer Bank im kühlenden Wind und nickte ein.

    Um 15:30 Uhr beteten Mönche in einem Pavillon.

    In diesem Gebäude hier, das auch zu Ausstellungszwecken dient,


    kann man diesen goldenen Buddha bewundern. Man beachte seine linke Hand. Diese Geste würden manche Menschen in Deutschland als Beleidigung empfinden.


    Am Ausgang fragten wir einen Taxifahrer, wo man denn hier in der Nähe gut essen könnte. Er fuhr uns in die Aksastraße, die an der Buddhamonthonanlage beginnt.
    Diese Straße mit ihren schmucken Straßenlaternen dient auch für Prozessionen und Veranstaltungen an besonderen Tagen.


    Uns wurde das Restaurant Mumsuan (Mum Garten) empfohlen. Hier sitzt man nicht auf Stühlen, sondern auf Kissen.


    Ich hatte in der Sonne getrocknetes Schweinefleisch mit Sesam und gerösteten Zitronenblättern (links) für 60 Baht. Insgesamt haben 4 Erwachsene und 3 Kinder 485 Baht (9,70€) dagelassen.Darunter waren außerdem eine Portion Gung ob Wunsen (Garnelen auf Glasnudeln), ein gebratener Fisch (rechts), sowie ein Gericht, das meine Frau gerne mag: Pla Duck Fu, gegrillter Fisch, dessen Fleisch abgelöst und noch einmal frittiert wurde.


    Im Restaurant kamen ab und zu Straßenhändlerinnen vorbei und verkauften Obst, Nüsse etc. ´Natürlich´ kauften auch meine Frau und Bui davon, u.a. Erdnüsse unter Plastikfolie. Wie sich später daheim herausstellte, als Bui davon probieren wollte, waren die Nüsse schlecht und mußten weggeworfen werden. So kann man als Verkäufer natürlich auch Geld verdienen. Dann kaufen wir lieber die Nüsse von dem Typ, der hier ab und zu auf dem Fußweg vorbeikommt. Die sind wenigstens frisch.

    wird fortgesetzt...

  7. #76
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Mo 14.02.2005

    Ich habe heute am Valentinstag vom Morgenspaziergang eine rote Rose mitgebracht. Wem sollte ich sie geben?

    Der Straßenfegerin, die ich jeden Morgen beim Spaziergang treffe? Sie fegt den Fußweg. Eine Sisyphusarbeit, denn der Staub wird von den Autos und dem Wind wieder zurückgeweht.

    Der Nudelsuppenladenbesitzerin? Sie kocht uns leckere und preiswerte Nudelsuppe.

    Der Nachbarin? Sie stellt die Musik oft so laut, dass auch wir mithören können und kein eigenes Radio brauchen.

    Nein, dann doch lieber der Ehefrau. Sie hatte mit so etwas gar nicht gerechnet und war sehr erfreut.

    Der Abt Luang Phor Koon vom Wat Ban Rai in Korat hat gestern das Siriraj verlassen und wurde offenbar wieder vollständig genesen in den Tempel zurückgebracht. Er war seit dem 25.10.04 im Siriraj gewesen. Wir hatten ihm am 23.Januar im Siriraj besucht.

    Heute Mittag sind wir zum Wat Indrawiharn. Der Taxifahrer hatte angeblich keine Ahnung wo der Tempel ist. Ich sagte Ecke Samsenstraße, RamaVIII Brücke. Aber er fuhr durch Thonburi, Wongwian Yai und an der Yaowarat vorbei. Da standen wir natürlich im Stau. Da ist wie in der Silom anscheinend auch immer Stau.
    Dass ein Taxifahrer den höchsten stehenden Buddha Bangkoks nicht kennt, ist schon verwunderlich. Dabei sieht man ihn von der Rama VIII Brücke und auch aus den umliegenden Gässchen.


    Der Buddha ist 32 Meter hoch.


    Genauere Informationen sind dieser Tafel zu entnehmen. ( Bitte hier draufklicken, dann wird sie vergrößert dargestellt.)



    Dort machten wir ein Wai mit den üblichen Räucherstäbchen, Kerzen und Goldplättchen an den Füßen des großen Buddha. Allerdings ohne die vom Medium Loern angemahnten 9 Fische. Wenn man Essen spenden will, muss man vormittags kommen. Ich hoffe nur, das bringt uns nicht irgendwann Unglück.


    So eine symbolische Spende mit Räucherstäbchen usw ist meist das Erste, was meine Frau an einem Tempel macht. Danach ist Zeit sich den Rest des Tempels anzuschauen.

    In einem Pavillon gab es eine Ausstellung.


    Auf dem Tempelgelände gibt es auch eine chinesische Abteilung, erkennbar an dem geschwungenen Dach.


    In einem Gebäude sieht man auch einen kleineren, hübschen Buddha...


    ... und bemerkenswerte Wandmalereien.


    Auch an diesem Tempel gab es Grundsteine für Tempelbauten, die man mit Goldplättchen belegen konnte. Wann und wo ein Neubau geplant ist, ist mir nicht bekannt.


    Hier werden Ausländer aufgefordert, für 90B (1,80€) einen Vogelkäfig mit Inhalt zu kaufen und den Vogel dann fliegen zu lassen. Das soll Glück bringen. Thais brauchen nicht aufgefordert zu werden, die kennen das Procedere.
    Ich kaufe keinen Käfig, denn wenn man den Vogel gar nicht erst fängt, ist dieser sicherlich glücklicher und stressfreier.


    Anschließend ließen wir uns vom Tempel zum Kaufhaus Pata fahren. Es liegt zwischen der Pinklao Brücke und dem Busbahnhof Süd. Die vorbeiführende Straße ist eine der verkehrsreichsten in Bangkok, weil man über sie direkt zum Sanam Luang, dem großen Platz im Zentrum der Altstadt gelangen kann.


    Im Food Center von Pata nahm ich Reis mit gegrilltem Schweinefleisch und einem Süppchen für 0,50€ (25 Baht).

    Früher war das Futterzentrum von Pata im Keller. Da haben wir gerne gegessen. Jetzt wird der Keller umgebaut, weil dort einen Filiale von dem Supermarkt Tesco Lotus einziehen soll. Das Food Center war in den dritten Stock umgezogen, irgendwo hinter die Spielwarenabteilung und hat dadurch seine ganze Atmosphäre verloren. Mal sehen wo es nächstes Jahr ist.

    Im Kaufhaus Pata gibt es auch eine IT-Etage. Das besondere Highlight ist aber sicher der in zwei Obergeschossen untergebrachte Pata-Zoo. Highlight in jeglicher Hinsicht, für manche ein positives, für andere ein negatives.

    Wir aber fuhren zu Mall Bangkhae, wo wir noch ein paar Mitbringsel kauften. Meine Frau nahm vor allem Seife mit besonderen pflanzlichen Wirkstoffen zum Mitnehmen nach Deutschland.

    Dann fuhren wir im Dunkeln nach Hause. Als Mitteleuropäer ist man überrascht, wie schnell doch die Dunkelheit einbricht. In Deutschland ist es, wenn es warm ist, auch lange hell. Unterstützt noch durch die Sommerzeit. In Thailand fällt die Dämmerung immer irgendwann zwischen 18 und 19 Uhr ein. Sie ist auch noch deutlich kürzer als in Deutschland.


    Als wir zu Hause ankamen, hatte der Postbote die Creme gebracht, die meine Frau am 9.2. in Nakhon Pathom bestellt hatte. Es ist ein kleines Döschen (15 Gramm) mit Kurkumaextrakten für 500 Baht (10€). Wie man sieht, ist Schönheitspflege in Thailand auch nicht unbedingt preiswert.

    Und hier noch ein paar Nachrichten von heute:

    Das Fernsehen berichtet von einem Deutschen, der einen Stein aus einer Tempelruine in Aytthaya nach Europa mitgenommen hat. Seitdem soll er krank sein. In der Türkei wird man ins Gefängnis gesteckt, wenn man einen Stein entwendet. Thailand hat das nicht nötig.

    Die BKK Post schreibt heute über aussterbende Sprachen. Mit den Sprachen sterben auch Überlieferungen und Kenntnisse der Vorfahren aus.
    Sie beschreibt ein Gegenbeispiel: Auf den Andamanen und Nikobaren hatten die seit Tausenden von Jahren dort lebenden Ureinwohner die Zeichen der Natur (Verhalten der Tiere) richtig erkannt und waren, wenn es möglich war, vor dem Tsunami in die Berge geflüchtet.

    Und noch eine Meldung der BKK Post: Der Tsunami hatte zu einem Anstieg des Wasserspiegels auch im Kraburi River gesorgt, der in der Provinz Ranong die Grenze zum südlichsten Teil Myanmars bildet. Daraufhin brach das Flußufer auf 4 km Länge in der Gemeinde Sai Daeng ein. Der Tsunami hat die Unterwasserdünen in der Flussmündung verändert oder weggewaschen. Jetzt steigt bei jeder Flut der Wasserspiegel höher als früher an. Der Verkehr über einige Brücken wurde von den Behörden untersagt. Auch darf das genannte Gebiet von den Menschen nicht betreten werden. Schlecht für die, welche in der Gegend Muschelzucht betreiben.

    Am Ende des Tages noch ein paar Gedanken von mir:

    Mir kommt es so vor, als ob die Mücken nach 3 Wochen weniger stechen als am Anfang. Ich weiß nicht, ob es Einbildung ist, oder ob sich vielleicht das Blut oder der Geruch irgendwie verändern, wenn man länger in wärmeren Gefilden ist.

    Was ist der Unterschied zwischen Deutschland und Thailand beim Füttern der Kinder? In Deutschland sitzen die Kinder am Tisch, zum Teil auf Kinderstühlchen. In Thailand rennen die Mütter den Kindern mit der Reisschale hinterher.


    Fortsetzung folgt

  8. #77
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Di 15.02.2005

    In der vergangenen Nacht hatte ich gegen 1 Uhr einen sehr starken Hustenanfall gehabt. Der gemeinsame Einsatz von allen Medikamenten, wie Hustentropfen, Hustenbonbons und thailändischen Lutschperlen brachte Linderung.

    Heute früh ging meine Frau mal mit zum Lotus Minimarkt. Über 3 Kilometer Fußmarsch schlauchen doch ganz schön bei der Schwüle. Nun, man kann ja hinterher duschen.

    Wie doch eine erfundene Geschichte die Urlaubspläne beeinflussen kann.
    Im Herbst schrieb ich Nagaland, eine Geschichte in der es am Schluss um magische Steine ging. An der Geschichte war nichts wahr, alles erfunden.

    Als ich sie hier im Nittaya veröffentlichte, wurde ich von einem Mitglied per PN auf einen von ihm im Internet veröffentlichten Bericht aufmerksam gemacht, in dem es auch um magische Steine ging. Jedoch um wirkliche, die in einem thailändischen Tempel, dem Wat Tham Faed, den Menschen in den Oberarm gesetzt werden. Sowohl meine Frau als auch meine Kinder waren so angetan von der Geschichte, dass wir uns entschlossen diesen Tempel zu besuchen.

    Allerdings war er auf keiner meiner Landkarten verzeichnet. Aus seiner Internetseite konnte meine Frau in Deutschland jedoch entnehmen, dass er in der Ortschaft Khao Noi, Bezirk Tha Muang, Provinz Kanchanaburi liegen sollte.

    So machten Taeng, Lek, meine Frau und ich uns auf den Weg dahin.


    Zunächst stärkten wir uns aber. An der Umgehungsstraße von Nakhon Pathom liegt ein Tesco Lotus Einkaufszentrum. Dort aßen wir etwas im MK Restaurant. Man kann sich dort sowohl normale Essen bestellen, als auch Suki. Man bekommt rohes Fleisch und Gemüse, das dann im Topf auf dem Tisch gegart wird. Lek liebt die MK - Restaurants.

    4 Personen bezahlten übrigens 600 Baht (12€).

    In der Bezirksstadt Ban Phong führt die Straße 323 über die Eisenbahnstrecke Bangkok - Südthailand. Hier wird derzeit eine neue Brücke gebaut und der Autoverkehr staute sich in beiden Richtungen.

    Hinter Tha Muang war der Tempel ausgeschildert. Es ging von der Staatsstraße 323 links ab, an einem Stauwehr des Menam Klong vorbei. Der Weg kam mir bekannt vor. Und tatsächlich: im November 1999 waren wir schon einmal hier lang gefahren, als wir den Tempel Wat Tham Suea besuchten.


    Nicht viel weiter lag unser heutiges Ziel: Wat Tham Faed (Tempel der Zwillingshöhle).


    Der Tempel liegt am Hang des Flusstales.


    Zunächst genossen wir die schöne Aussicht auf das Tal des Menam Klong.


    Dann schauten wir uns ein wenig um. Dieser Buddha mit der Naga war ein wunderschöner Bezug zu meiner Geschichte, die uns letztendlich hierhergeführt hatte.


    Ein Pavillon des Tempels trägt chinesische Züge.


    Er wurde gerade auf Hochglanz gebracht.


    Natürlich gibt es in diesem Tempel auch einen Stand, an dem man Buddhafiguren und andere religiöse Andenken kaufen kann.


    In einem Gebäude des Tempels ist die Mumie eines Abtes in einem Glassarg aufgebahrt.


    Es handelt sich um den 1996 verstorbenen Abt des Klosters, der mit besonderer Meditation und der Hilfe von Lek Lai, einem Magneteisenstein, und einer heiligen Kerze vor negativen Kräften schützen konnte.


    Das Lek Lai (auf Deutsch etwa "fließendes Eisen") war natürlich einer der Gründe für unsere Reise.
    Vom jetzigen Abt des Klosters wurde Lek und Taeng je einer dieser Magnetsteine in den Oberarm gestanzt.


    Nicht durch den Muskel. Die Haut wurde hochgezogen und dann wurden mit einer rustikal aussehenden Methode die Löcher gestanzt und der Stein eingesetzt.
    Natürlich wurden die Wunden desinfiziert und mit einem Pflaster verschlossen. Die in dem Bericht des Nittaya Mitglieds angesprochene Messerprobe wurde bei meinen Stiefsöhnen übrigens nicht gemacht.


    3 Tage später waren die Wunden natürlich noch nicht verheilt.


    Während nur Lek und Taeng sich einen Stein einsetzen ließen, bekamen wir alle vier noch ein Wachsamulett. Von einer heiligen Kerze floss Wachs in eine Schale mit Wasser. Der Abt sprach dazu eine Meditation. Dann holte er das Wachs in langen Streifen wieder aus dem Wasser und legte es uns aufs Haupt. Die "Krone des Buddhas". Vom Helfer wurde es uns wieder abgenommen und in einer Stanze wurde ein Motiv aufgeprägt.

    Das Wat erwartete für die Krone des Buddha eine Spende von 9 Baht plus dem Alter, bei mir also 60 Baht. Die Jungs (beziehungsweise meine Frau) spendeten für den Lek Lai 1001 Baht, es gab auch eine Version für 2001 Baht.

    Der jetzige Abt ist im April 2005 übrigens in Deutschland, in einem Tempel bei Frankfurt. Wo, wusste er leider selber nicht zu sagen.

    Es waren natürlich nicht nur wir im Tempel zu Gast. Als wir ankamen, war eine chinesische Reisegruppe mit drei Kleinbussen da.

    Und als wir dann in dem Audienzraum warteten wurden wir Zeuge einer sehr seltsamen Begebenheit:

    Vor uns war eine junge Frau mit ihrer Familie dran. Die Frau (Anfang 20) berichtete dem Abt ihre Sorgen, offenbar Schmerzen, Beschwerden oder etwas, das in sie gefahren sei. Der Abt sprach dann Beschwörungsformeln, berührte die Frau mit einer Kerze und einem Ei, welches negative Energien aufnehmen sollte. Die Frau hatte während der Zeremonie offenbar starke Schmerzen und schrie zeitweise. Ihre Arme und Beine zuckten unkontrolliert. Dann würgte sie und erbrach weißen Schleim in eine Schüssel. Zwischendurch fragte der Abt, wo das Böse jetzt sei. Mal saß es am Hals, mal am Unterschenkel. Sie hatte während der Beschwörung das Gefühl, als würde etwas durch ihren Körper kreisen. Schließlich hatte der Abt das Böse in zwei Eiern absorbieren können und die Frau und ihre Familie (Eltern, Geschwister) waren zufrieden.
    Die ganze Aktion dauerte etwa 45 Minuten und erinnerte mich irgendwie an den Film "Der Exorzist", den ich allerdings bisher immer nur in Ausschnitten gesehen habe.

    Und das ist der Blick von diesem Tempel zum Wat Tham Suea, wo ich schon vor über 5 Jahren einmal war. Das war aber kein Grund, heute nicht noch einmal hinzufahren. Denn es ist ein schöner Tempel.



    Fortsetzung folgt

  9. #78
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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...


    Anschließend ging es zum Wat Tham Suea (Tempel der Tigerhöhle), wo wir keine Mönche sahen, dafür um so mehr Touristen.
    Der Tempel liegt auf einem kleinen Hügel.


    Fußfaule können mit einer abenteuerlichen Standseilbahn hinauf fahren. Die Auffahrt kostete pro Person 10 Baht, auch wenn auf dem Fahrschein 15 Baht stand.


    Wer Angst hat, mit dieser Bahn zu fahren, geht zu Fuß. Es gibt zwei Möglichkeiten: zum Einen eine gerade hinaufführende Treppe, zum Anderen ein Weg der sich in mehreren Windungen hinaufschlängelt. Je nach Geschmack und Können.


    Der Tempel beeindruckt vor allem durch seine Dachlandschaft. Man erkennt indische, chinesische und thailändische Formen.


    Der chinesische Turm gehört übrigens zu einem anderen Tempel, der zwar auch auf diesem Hügel liegt, den man aber von dieser Seite aus nicht erreichen kann. Wenn man zu diesem will, muss man noch einmal an anderer Stelle hinaufgehen.

    Auch dieser sitzende Buddha, an dem man spenden und beten kann, beeindruckt.


    Ebenso beeindruckend ist die Aussicht in das Tal des Maenam Klong.


    Keine Angst, es gibt hier keine Tiger mehr. Außer diesem, da aber so harmlos ist, dass man ihn nicht fürchten muss.


    Wo viel Licht, da auch viel Schatten. Die Toiletten waren in einem so beeindruckend schlechten Zustand, dass sogar die Thais damit Probleme hatten. Das will schon was heißen.

    Meine Frau meinte, ich sollte von daheim mal eine eMail an die Tourismusbehörde schreiben. Viele WCs in Thailand, diese aber besonders, sind in einem wenig erfreulichen Zustand.

    Lek wollte mir unbedingt noch eine der Hauptsehenswürdigkeiten Kanchanaburis zeigen. Also fuhren wir in Tha Muang nicht nach Osten zurück, sondern in Richtung der Provinzhauptstadt.

    In Kanchanaburi ist auch die Toyotavertretung, bei der Lek seinen neuen Wagen kaufen will. Er schaute kurz vorbei. Der Wagen ist jedoch noch nicht da, er muss sich noch gedulden.

    An der Provinzhauptstadt vorbei ging die Fahrt, bis wir an einem großen Touristenparkplatz ankamen, auf dem unzählige PKW und Busse geparkt waren.

    Nach einem kurzen Weg durch eine Straße mit Touristenläden gelangten wir auf einen freien Platz. Über den führten Schienen. Hier eine Straßenbahn?


    Mitnichten. Die Schienen führen auf einer Brücke über den Maenam Kwai.


    Zu dieser Eisenbahnbrücke braucht man eigentlich nichts mehr zu sagen. Jeder Thailandurlauber kennt sie.

    Nur soviel vielleicht: Man muss sie nicht unbedingt gesehen haben. Man verpasst nichts.
    Die Tempel zuvor waren beeindruckender. Meine Meinung.

    Da es bereits dämmerte, machten wir uns auf den Heimweg. Wir aßen wieder im Lotus Tesco in Nakhon Pathom, diesmal im Food Center.


    Fortsetzung folgt

  10. #79
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Mi 16.02.2005

    Heute früh stand meine Frau senkrecht im Bett, wie man so schön sagt. Ein Tausendfüßler (Ging Goer) kroch auf der Innenseite des Moskitonetzes herum. Was für andere Menschen Spinnen oder Schlangen sind, ist für sie so ein Tausendfüßler. In einer heldenhaften Aktion nahm ich das Tier mit einem Stück Papier und warf es aus dem Fenster.

    Heute fuhren wir dann in der gleiche Besetzung wie gestern nach Suphanburi. Eigentlich wollte Tonn auch mit, aber er musste sich bei der Verwaltung irgendwelche Stempel oder Bescheinigungen abholen. Er ist Chef einer Gruppe von Motorradtaxifahrern und seine Anwesenheit war bei dieser Aktion nötig

    Unsere Fahrt führte uns über die Bangkoker Western Outer Ring Road bis nach Bangbuathong, dort bogen wir auf die Staatsstraße 340 ein, die uns fast bis zu unserem heutigen Ziel führte.


    Auf dem Hinweg aßen wir in einem Laden namens Mae Sian an der Kreuzung der Straßen 340 und 346.


    Der Laden war sehr schön. Es gab alles von Suppen über Curries bis zu Gedünstetem. Zahlreiche Gäste ließen es sich schmecken.


    Ich hatte Spiegelei, rote Würstchen und Tom Kha Gai. wir bezahlten circa 240 Baht (4,80€) für 4 Personen.


    Bereits an der Provinzgrenze Suphanburi wurde auf den Bueng Chawag hingewiesen. Er liegt allerdings ganz im Norden der Provinzan der Grenze zu Chainat. Die Provinz misst etwa 85 km von Nord nach Süd.


    Im Norden der Provinz gab es, für meine Frau und mich überraschend, auch einige kleinere Berge. Der See liegt zum Teil im Bezirk Doem Bang Nang Buat, zum Teil im Bezirk Hankha der Provinz Chainat.


    Der Bueng Chawag ist ein langgestreckter gegliederter See mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten an seinen Ufern.
    An diesem Tag waren nicht nur zahlreiche Touristen da, sondern auch Schüler und ihre Betreuer/innen.


    Es gibt unter anderem ein schönes Aquarium. Der Eintritt beträgt für Thais und Ausländer gleichermaßen 30 Baht. In diesem werden sowohl Salz- als auch Süßwasserfische gezeigt.


    Es gibt runde Becken, in denen man die Fische von allen Seiten betrachten kann.


    In diesem Aquarium gibt es den ersten Unterwassertunnel Thailands. Man fühlt sich fast wie bei einem Tauchgang.
    In einem Becken wird auch der legendäre Pla Bueck gezeigt, der größte Süßwasserfisch Südostasiens aus dem Mekong. Er kann mehrere Meter lang werden. Die Exemplare hier sind allerdings nur 1 bis 1,5 Meter groß.


    In einem Freigelände gibt es auch Krokodile zu sehen.

    Insgesamt gefiel mir dieses Aquarium besser als das in Bang Saen, das wir vor ein paar Jahren mal besuchten.

    Wenn man zum Aquarium fährt, kommt man auch an einem kleinen Zoo vorbei. Der Eintritt ist frei.


    Für die riesige Vogelvoliere mit angeschlossenem Infozentrum muss man allerdings bezahlen. 10 Baht, wieder für Thais und Farangs, sind allerdings ein sehr niedriger Preis.
    Im Infozentrum sind einige Modelle der Gesamtanlage zu sehen. Ach werden die Besucher über die Natur und Umwelt allgemein informiert. Die meisten Texte sind allerdings in Thai.


    In der Vogelvoliere ist das egal. Hier kann man viele große und kleine Vögel sehen und hören. Beispielsweise den Goldfasan.

    Alles in Allem lohnt sich der Ausflug. Man fährt allerdings vom Westen Bangkoks aus 90 bis 120 Minuten.

    Auf dem Rückweg hielten wir kurz hinter Suphanburi an einem Zentrum für regionale Produkte, welches direkt an der Autobahn liegt.

    Hier kaufte meine Familie groß ein. Jeder hatte am Schluss einen Einkaufskorb voll. Suphanburi ist unter anderem bekannt für einen rosa gefärbten Bisquitkuchen.


    Im gleichen Gebäude befand sich das Restaurant Narimon, das hauptsächlich Fischgerichte im Angebot hatte. Etwas teurer waren seltene Süßwasserfische (Pla Maa) für 250 Baht, es gibt aber auch preiswerteres. 1x gekochten Fisch, 1x frittierten Pla Maa, 1x Fleischbällchen von Garnelen (Tord Man Gung), 1x scharfe Hühnersuppe Tom Yam Gai für zusammen 640 Baht. Die letzten drei Sachen schmeckten hervorragend.


    Lek erzählte, dass er zu Neujahr für 120.000 Baht gegessen hatte. Das war der Gesamtpreis für 70 Kollegen, die ein großes Restaurant heimgesucht hatten. Der Laden hatte dann für die Laufkundschaft geschlossen. Das machte 1714 Baht pro Nase, etwa 34 Euro. Das ist in Thailand viel Geld für eine Person, In Deutschland ist es auch nicht wenig, es geht aber noch. Wenn es die Firma bezahlt...

    Leider begann meine Kamera rumzuspinnen. Ich hatte die Auflösung der Bilder verringert, weil der Speicherplatz zur Neige ging und ich mir für die letzten Tage nicht schon wieder eine CF Karte kaufen wollte. Nach dieser Änderung wollte ich das erste Bild mit der geringeren Auflösung löschen. Danach zeigten die OSD Menus nur noch Hieroglyphen an und ich musste raten, was ich einstellen wollte. Aber fotografieren konnte ich noch. Bilder löschen ging allerdings nicht mehr. Hoffentlich bekomme ich sie heil nach Deutschland, die Bilder und die Kamera.

  11. #80
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Do 17.02.2005

    Welch große Fische die Jungs ab und zu aus dem Klong fischen, sieht man hier. Der Fisch ist nur unwesentlich kleiner als der vierjährige Film.


    Wir hatten bei der Fahrt in die Bezirksstadt Samphran (04.02.) einen Tempel am Wege gesehen, den wir uns unbedingt noch anschauen wollten. Heute machten Lek, meine Frau und ich uns auf den Weg dorthin.
    Nähert man sich dem Wat Sampran, so fällt einem zunächst der Drachenturm ins Auge. Der 16 stöckige Turm ist 80 Meter hoch. Ein Drache windet sich an seiner Außenseite in den Himmel. Dieser Drachenturm ist einzigartig in Thailand und der Welt.

    Das ist wahrlich ein großer Drache, ein ม้งกรใหญ่

    Das Zufahrtstor zum Wat war verschlossen, Besucher mussten mit dem Auto rechts vorbei über die Veranda eines angrenzenden Hauses fahren.

    Mönche haben wir hier nicht gesehen, dafür einen ganzen Haufen weiß gekleideter Nonnen (Maechi). Eine von ihnen ließ es sich nicht nehmen, uns die Anlage zu zeigen. Ungewöhnlich wie der Drache sind auch einige Figuren am Tempel.


    Hier die Hinterbeine des Drachens. Wenn ich die Nonne richtig verstanden habe, kann man in dem Leib des Drachen bis auf das Dach klettern. Heute war es zu heiß dazu. Wir sind aber bestimmt nicht das letzte Mal hier gewesen. Nächstes Jahr ist es hoffentlich kühler.


    Ein gewundener Weg führt über das zum Teil dicht bewachsene Grundstück des Wats. Hier der Klostergarten mit Kräutern, über den ein Hase wacht.


    Auf dem Dach eines Nebengebäudes befindet sich ein sitzender Buddha, zu dem man beten kann.


    Im Dachpavillon nebenan stehen 1250 kleine Abbilder des großen Buddhas. Auch hier kann man beten. Hier drin ist es etwas kühler als draußen.

    Meine Frau gab der Nonne am Ende 100 Baht, weil sie sich so schön um uns gekümmert hatte.

    Noch ist dieser Wat nicht von den Touristen entdeckt. Obwohl man den Turm von der Petkasem aus auf dem Weg nach Nakhon Pathom sehen kann. Aus der Ferne sieht er aber aus wie ein ordinäres Hochhaus.

    Mir war auf den Fahrten noch ein hübsches Dach aufgefallen, das von der Schnellstraße 338 aus zwischen Nakhon Chaisri und Salaya zu sehen ist.


    Es handelte sich jedoch nicht um einen thailändischen Tempel, sondern um ein Molaniti, eine chinesische Andachtsstätte. "The Ubol Rangsi Julamanee Foundation".


    Gebete einer Zeremonie drangen auf dem hübschen Gelände an unser Ohr.


    Im zentralen Gebäude standen weiß gekleidete Männer vor Buddhabildnissen und sprachen mit dumpfer Stimme. Leider konnten mir meine Frau und Lek nicht sagen, um was es hier ging. Die ganze Zeremonie war ihnen irgendwie unheimlich. Zum Ende ging ein draußen stehender Tisch mit Spenden in Flammen auf. Das war aber so geplant.


    Anschließend fuhren wir nach Salaya, wo wir in einem Restaurant etwas aßen. Ich nahm Schwein mit Knoblauch und Pfeffer (Muu Grathiam Prik Thai). Schmeckte gut, aber das gleichnamige Gericht in einem Laden in Omyai war früher ein Genuss. Schade, dass es, wie Lek sagt, das Restaurant nicht mehr gibt.


    Dann wollten wir die Mutter der besten Klassenkameradin meiner Frau besuchen. Zuvor mussten wir allerdings noch etwas Obst einkaufen. In Thailand ist es so üblich, dass man dem Besuchten etwas mitbringt. Meist Obst. Es darf aber auch was anderes sein.

    Also fuhren wir zu Lotus Bangyai. Ein bisschen Obst einkaufen dauerte 90 Minuten.

    Dann besuchten wir die alte Dame. Sie hat mehrere Kinder, die in Deutschland wohnen. In einer Siedlung in Taling Chan haben mehrere ihrer Kinder Häuser gebaut. In einem lebt sie mit einem ihrer Enkel.

    Sie ist über 80, hatte vor Jahren mal einen Schlaganfall, ist aber inzwischen so weit genesen, dass sie wieder alleine gehen kann, langsam zwar, aber sie braucht keine fremde Hilfe.

    Eine ihrer Töchter namens Daeng hat in Norddeutschland eine Thai Boutique. Ihr gehört das Nachbarhaus, wo ihre Tochter mit Sohn, also dem Urenkel unserer Gastgeberin wohnt.

    Diese Tochterstochter hatte einen Freund aus Hannover am Hotel abgeholt. Die Drei gesellten sich zu uns und ich unterhielt mich mit ihm. Er ist ein Zahnarzt, der gerne und viel arbeitet. Allerdings hat er vor einiger Zeit Probleme mit dem Herzen gehabt und deshalb seine Praxis verkauft. Jetzt hilft er in anderen Praxen aus.
    Er ist 50 und flog mit der LTU, die auch 50 wird und daher den Geburtstagskindern einen Rabatt von 50 % gewährt.
    Er machte gar nicht den Eindruck, als würde er gerne hart arbeiten. Aber ich mache ja auch nicht den Eindruck, beim Militär zu arbeiten.

    Er hat die Tochter von Daeng in Hannover kennen gelernt. Daeng möchte ihre Tochter verheiraten, (ist sie noch nicht), und versucht sie in Deutschland, wenn sie mal da ist, mit Männern bekannt zu machen. Daeng ist etwa 30 und beklagte sich meiner Frau gegenüber auf Thai, dass der Zahnarzt schon so alt sei.


    Fortsetzung folgt

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