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Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

Erstellt von moselbert, 15.03.2005, 20:34 Uhr · 112 Antworten · 12.836 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Freut mich, dass Euch der Bericht gefällt.

    Loso,
    das hat mit Decke auf den Kopf fallen nichts zu tun. Ich bin in Thailand in erster Linie Gast und Beobachter. Allerdings ein Beobachter, der zum Glück dank der Familie Einblick in den Alltag hat. Und gleichzeitig auch touristische Ziele sieht. Und wie in jedem Land gibt es schöne und weniger schöne Dinge. In Thailand gibt es sehr viel Wunderschönes zu sehen. Was mich aber nicht davon abhält auch die Schattenseiten zu fotografieren. An den Schattenseiten kann ich nichts dran ändern. In den Kommentaren zu den Bildern und Geschehnissen verstreue ich deshalb zwischen den Zeilen auch manchmal etwas Kritik, Galgenhumor und Sarkasmus.

    Waltee,
    Wenn alles so gemacht wird, wie geplant, wird unser Stelzenhinterhaus irgendwann mal der Vergangenheit angehören. Denn das Grundstück ist auch nicht hochwasserfrei. Wenn wir im Januar fahren, ist zwar alles trocken, aber in der Regenzeit läuft der Klong ab und zu mal über.
    Wenn wir genug Geld hätten, dann könnte ich meiner Frau ja ihren Wunsch erfüllen: Ein großes Holzpodest auf Stelzen, auf dem dann locker einzelne Holzgebäude gebaut werden. Vielleicht so ähnlich wie hier.

    Doch edles Holz ist zu teuer. Beton ist billiger. Aber vielleicht können wir ja Betonpfähle bauen. Denn es ist klimatisch wirklich angenehm unter dem Haus, das stimmt.

  2.  
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  3. #62
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Mi 09.02.2005

    Heute habe ich den Morgenspaziergang alleine gemacht. Meine Frau hat keinen Bock mehr. Ich ging bis zur Soi 106. Eé sagte gestern, dort gebe es die BKK Post zu kaufen. Ich hatte dann dort aber keinen Laden gesehen. An der Petkasem fragte ich einen Ladenbesitzer nach einer Verkaufsstelle für BKK Post. Er sagte, bein Lotus Minimarkt an einer Tankstelle, an der ich zuvor vorbeigegangen war, müsste es sie geben. Und so war es.

    Es war ein längerer Fußweg, so 1.5 bis 2 km hin, die gleiche Strecke zurück, und deswegen war ich zu Hause sehr verschwitzt.

    In unserer Soi ist die Technology School Mubaan Kru (Dorf der Lehrer). Am Eingang stehen einige Lehrer in weißen Hemden und nehmen die Schüler in Empfang. Einem Schüler (in blauer Uniform) wurde der Einlass verwehrt. Mit einem Schulhelfer in grünem Hemd begab er sich in einen Laden gegenüber. Es war ein Friseur. Offenbar war dem Lehrer dessen Matte zu lang. Obwohl die Haare sehr ordentlich gepflegt und überhaupt nicht lang waren. Meine sind hinten jetzt 1 bis 2 cm, das wäre schon zu lang, meinte meine Frau. Die Schüler sind so 18 bis 22 Jahre alt nach meiner Schätzung.

    Heute fuhren Taeng, meine Frau und ich mit dem Taxi nach Nakhon Pathom. Die Kosten 250 B plus 50 B Aufschlag. Was für ein Aufschlag das war, keine Ahnung.


    Zunächst gab ich bei der Post Nakhon Pathom die Postkarten nach Deutschland ab.


    Bei der Post muss man jetzt auch Nummern ziehen und wird aufgerufen, wie schon bei vielen Banken und Verwaltungen. Eine gute Sache, da braucht man nicht anzustehen und kann sich gemütlich auf die Sitzplätze setzen.
    Auch ein schöner Service: Man bekommt nicht nur Postpakete sondern sie werden am Paketschalter auch fachgerecht eingepackt, wenn man möchte.


    Meine Frau hatte im Treppenhaus Werbung für eine Schönheitscreme gesehen, die bei der Post verkauft wird (womit manche Postverwaltungen Geld verdienen ist erstaunlich). Sie wird ihr per Post zugeschickt. Vielleicht kommt sie ja noch, bevor wir wegfahren.

    Dann gingen wir von der Post zum Phra Pathom Chedi. Dieser steht nicht nur an dem Platz wo im 3.Buddhistischen Jahrhundert (vor 2200 Jahren) der Buddhismus erstmals in den Bereich des jetzigen Thailand gelangte. Mit 120 Meter Höhe ist der Chedi auch das höchste buddhistische Bauwerk der Welt.

    Mag sein, dass die Schewagedon Pagode in Yangon höher erscheint, sie steht erhöht, ist aber niedriger.

    Aber warum schreibe ich das alles, lest doch selber...


    Meine Frau und Taeng mussten mal. Ich wartete an diesem hübschen Tor.


    Beide kamen mit Lek zurück, der in Nakhon Pathom beruflich unterwegs war und seinen Wagen gerade nahe der Toiletten geparkt hatte.

    Wir beteten zu den Reliquien Buddhas, Knochenstücke, die normalerweise irgendwo oben in der Spitze der Pagode sind. Heute waren sie aber mal unten zu sehen. Meine Frau war begeistert. Ich sah nur einige kleine Steinchen. Aber der nicht Wissende oder Ungläubige sieht auch im Turiner Grabtuch oder im Heiligen Rock in Trier nicht das, was die Gläubigen sehen.

    Die nächste Station war ein Stollen in der Umfassungsmauer des Wat, wo es zwei Höhlen mit Buddhas zu sehen gibt. Alles war sehr niedrig und eng, so mußten auch die kleinen Thais teils gebückt gehen.


    Ein Helfer fragte, aus welchem Land ich käme, begrüßte mich dann auf Deutsch mit "guten Tag" und sagte "da unten gucken". Ich spendete bei der Rückkehr an einer Box und bekam ein zusätzliches Bändchen um den rechten Arm. Meine Frau hatte unten gespendet, ohne Zeugen, und bekam nichts. Jetzt habe ich ein Bändchen mehr als sie, ein schmutziggraues aus Samut Songkram (2004), ein buntes vom Wat Somdet Germany Waldhölzbach (2004) und jetzt noch eines in Orange.
    Soviele, wie Wolfgang Petry mal hatte, sind es also nicht.


    An einer Anlage mit Teich warfen wir Münzen in schwimmende Töpfchen. Soll auch Glück bringen, wenn man trifft.


    Hier ein Blick auf einen Buddha des Wats.


    Eigentlich wollte meine Frau hier noch zu eben diesem Buddha beten, aber ein chinesischer Drache und die zuschauenden Menschen verhinderten dies.


    Dann eben nicht. So gingen wir also in die Stadt hinunter und in Richtung unseres Lieblingsrestaurants in dieser Stadt.



  4. #63
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Geht man vom Chedi aus in Richtung Bahnhof und dann vor der Klongbrücke nach rechts, so steht man nach wenigen Metern vor diesem Restaurant.


    Die Spezialität dieses Ladens ist Muu Satay (Schweinefleischspießchen mit Erdnusssoße).


    Drinnen ist der Laden eher einfach gehalten, aber das Essen schmeckt vorzüglich. Immer wenn wir in Nakhon Pathom sind, essen wir hier.


    Dort gesellte sich auch Lek, der inzwischen wieder im Auto gearbeitet hatte, mit einem Arbeitskollegen zu uns.

    Den Preis für die Muu Satay weiß ich nicht, aber 2 kleine Muu Satay, ein großes, 4 Nudelsuppen und Getränke gab es für zusammen 250 Baht (5€). Die Muu Satay sind die besten, die ich kenne. Auch die Luk Chin in den Nudelsuppen schmeckten sehr gut, fast wie Thüringer Bratwurst.

    Wir tauschten 200€ bei einer Bank. Es gab nur noch 48.8 Baht für den Euro. Nach dem Wahlsieg Taksins sind sowohl Börse als auch der Baht fester geworden.

    Wir schlenderten dann ein wenig durch die Stadt. Der Chedi überragt alle Häuser.


    Springbrunnen gaben ein bisschen Erfrischung, wenn der Wind aus der richtigen Richtung kommt.


    Leider hatten wir schon gegessen. Hier gab es gegrillte Fleischbällchen für 1 Baht das Stück (oder 10 Stück = 0,20€).


    Dieser Rikschafahrer machte es richtig. Siesta.


    Noch waren die Feierlichkeiten zum Chinesischen Neujahr nicht beendet. Das Neue Jahr ist das Jahr des "Rooster", steht in der Bangkok Post. Ich wusste nicht, was das für ein Tier sein sollte. Nie gehört.
    (Inzwischen habe ich im Wörterbuch nachgeschaut: Rooster ist der Hahn.)
    Die chinesischen Familien kleideten sich zur Feier des Tages gerne in rot. Diese hier hatten sogar ihrem Hund ein rotes Leibchen verpasst.


    Der chinesiche Drache, der uns schon am Chedi begegnet war tanzte vom Tempel in die für den Straßenverkehr gesperrte Einkaufsstraße und zurück
    Den armen Jungs unter den Kostümen musste es sicher ziemlich heiß sein.


  5. #64
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Diese Motorradfahrerin hatte das gleiche Ziel wie wir. Am Fuße des Chedi gab es eine große OTOP - Veranstaltung. (One Tambon - One Product = Eine Ort - Ein Produkt)


    Letztes Jahr gab es diese Veranstaltung auch. Dieses Jahr sollte in Bambus gegarter Reis (Khao Laam) prämiert werden. Als Maskottchen hatte jeder Stand eine angeblich hübsche Frau zugeteilt bekommen.
    Aber mal im Ernst, sind einfache Motorradfahrerinnen nicht manchmal hübscher?


    Wie dem auch sei, zu einer solchen Veranstaltung gehört auch eine Kapelle. Noch aber hatte sie Pause.


    Deswegen schauen wir uns mal auf den Ständen um.

    Hier gab es Erdbeeren. Diese werden seit einigen Jahren im Norden Thailands angebaut. Da wo es im Winter kühler ist.


    Hier wird Kanom Guichai ausgebacken, aus einem Gemüse namens Guichai und einem Teig hergestellt.


    Gebratener Reis in allen Variationen.


    Nudelsuppe (Guitiau).


    Diese Gewürzpaste scheint sehr gut zu schmecken.


    Kanom Krok. Sieht aus wie kleine Spiegeleier.


    Splitterhuhn und Splitterente.


    Verhungern konnte man nicht.


    Irgendwann verließen wir diesen gastlichen Ort wieder.

    Zurück fuhren wir mit Leks Auto. Sein Kollege lenkte das Fahrzeug.

    Wir machten Halt bei Loern. Er wohnt mit seiner Familie in Omnoi, Provinz Samut Sakhon.

    Meine Frau erzählte mir, in der Provinz Samut Sakhon leben die reichsten Menschen Thailands. Hier haben die Menschen im Schnitt das meiste Geld auf dem Konto.
    Mein Schwager gehört nicht dazu, wie man an seinem Haus sieht.


    Während ich draußen saß und mit den anderen die kühlen Winde genoss, gingen Taeng und meine Frau nach drinnen. Loern hatte sich wieder einmal zu einem Medium verwandelt. Er sagte meiner Frau, sie habe vergessen Fische am Wat Indraviharn zu spenden. Das müsse schleunigst nachgeholt werden, sonst wendet sich das Schicksal zum Schlechten. Und sie konnte sich jetzt auch wieder daran erinnern, dass sie einmal versprochen hatte, bei einem bestimmten Ereignis, was dann auch eintrat, 9 Fische an diesem Wat zu spenden. Also müssen wir das in den nächsten Tagen noch machen.

    Es ist doch gut, dass man ein Medium in der Familie hat, das einen an manche Dinge erinnern kann. Ein bisschen seltsam ist das ja schon. Loern konnte von diesem Versprechen ja nichts wissen. Und wusste es doch.

    Es war ein schöner Tag. Allerdings machten sich bei mir Schluckbeschwerden bemerkbar. Vielleicht hatte ich mich mal mit nassen Haaren schlafen gelegt. Ich kaufte mir in der Apotheke Lutschtabletten mit Vitamin C, 24 Stück zu 50 Baht.

    Ein paar Meldungen aus der Bangkok Post von heute:

    Der Flughafen Phuket erlebte, bedingt durch den Tsunami, einen kräftigen Einbruch.
    Jan 2004: Passagiere 509841, davon National 268328, Int. 241513
    Jan 2005: Pass. 181511 (-64%), Nat.154485 (-42%), Int. 25026 (-90%)

    Zwei Deutsche (Daniel Snaider 30, und Susi Bemsel, 28 ) haben sich in Thailand ein Tuktuk gekauft, aufrüsten lassen und fahren jetzt mit ihm nach Deutschland. Infos gibt es bei Expertise Ltd Tuktuk, Fabrikant in Samut Prakan.

    Microsoft will die Windows Versionen vom Panthip Plaza von Security Updates ausschließen. Warum auch immer.

    wird fortgesetzt (früher oder später) ...

  6. #65
    Avatar von Loso

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    @Moselbert
    Das mit dem Decke-auf-den-Kopf-fallen habe ich anders gemeint, ging mir nicht um Kritik oder Ironie an deiner Umgebung. Habe das aus deinem Bedürfnis nach einem längerem Morgenspaziergang geschlossen.
    Mir ist es jedenfalls so gegangen -und das habe ich erfahrungsmässig einfach mal so übertragen-, dass nach ein paar Tagen ein erhöhter Bewegungsdrang in die Umgebung einsetzt, u.a. weil man durch das ungewohnte Leben in der Gross-Familie einfach mal ein Stündchen Verschnaufpause braucht. Wir sind es ja gewohnt uns unter absoluter Ruhe s t u n d e n l a n g zurückziehen zu können, um z.B. mal ein Buch zu lesen. In Verhältnissen die nicht als wirklich luxuriös zu bezeichnen sind ist das in Thailand illusorisch, ja man bekommt sogar ein schlechtes Gewissen sich mal durch einen Mittagsschläfchen zwei Stunden "abzukapseln". Ging mir jedenfalls so.

  7. #66
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Zitat Zitat von Loso",p="229577
    @Moselbert
    Das mit dem Decke-auf-den-Kopf-fallen habe ich anders gemeint, [...] Habe das aus deinem Bedürfnis nach einem längerem Morgenspaziergang geschlossen.
    Mir ist es jedenfalls so gegangen -und das habe ich erfahrungsmässig einfach mal so übertragen-, dass nach ein paar Tagen ein erhöhter Bewegungsdrang in die Umgebung einsetzt, u.a. weil man durch das ungewohnte Leben in der Gross-Familie einfach mal ein Stündchen Verschnaufpause braucht. [...]
    Loso, die beiden Häuser sind groß genug, dass ich mich zurückziehen kann, wenn ich will. Das ist jetzt kein Problem mehr. Früher hatten Taeng und Tonn mit Familien in einem einstöckigen Haus gewohnt. Kam man herein, so fiel man ins Wohnzimmer, dazu gab es zwei kleine Schlafbutzen, ein Bad und keine Küche. Da war das wirklich ein Problem.
    Der Grund war eher, dass ich etwas Bewegung haben wollte (BMI ;-D ) und einen Laden gesucht hatte, wo ich mir selber eine Zeitung und anderes kaufen konnte wenn ich wollte. Es war also weniger das (auch mir ungewohnte) Leben in einer Großfamilie, das stört mich nicht. Was mich eher schon störte, war, das ich mich gefühlt habe wie in einen Wattebausch eingepackt, wie ein Baby. Alles sorgt sich und passt auf, dass mir nichts passiert. Das ist verständlich, denn die Ehefrau ist eifersüchtig und die Kinder sorgen sich um den Geldgeber. Das ist wie ein Gefängnis, ein gut gemeintes zwar, aber man will doch mal ausbrechen und selber was machen. Und wenn es nur der Gang um die Ecke ist.

  8. #67
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Do 10.02.2005

    Tonn und meine Frau hatten gestern Abend Durchfall. Heute hatte sie auch Halsschmerzen wie ich. Ich gab ihr etwas von meinen Tabletten ab. Ich schrieb in Thai auf einen Zettel "Ich möchte Medizin zum Gurgeln." Meine Frau las es und gab es Bui weiter. Natürlich sagte sie ihr auch, dass ich Halsschmerzen hatte. Bui kam etwas später mit einer Packung Panicillintabletten (500mg) an.

    Gleich die volle Dröhnung bei ein bisschen Halsschmerzen? Für meinen Geschmack gehen die Thais etwas zu leichtfertig mit Penicillin um. Ich würde das nur auf Anraten eines Arztes einnehmen, so wie vor 2 Monaten, als ich eine Harnleiterentzündung hatte.
    Bui kam dann später mit Listerine aus dem Familymart. Das dürfte mit den Halstabletten ausreichen.

    Meine Frau bekommt vielleicht eine Grippe. Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Durchfall. Sie nahm Grippostad C, außerdem OmnifloraN zum Aufbau der Darmflora. Beides aus Deutschland mitgenommen. Auch hier kann Penicillin nicht helfen, weil es ja Viren sind.

    Vor etwa einer Woche, sagte Mongkorn zu meiner Frau, er möchte am liebsten sterben. Keiner liebe ihn mehr, alles drehe sich um seinen kleinen Bruder. Wir haben Lek und Nui gesagt, sie sollen sich etwas mehr um Mongkorn kümmern. Vielleicht kann es ja auch etwas Verantwortung für den kleinen Bruder übernehmen. Aber im Endeffekt müssen natürlich die Eltern wissen, was gut für ihn ist. Das ist ein Problem, das viele Kinder mit ihren kleineren Geschwistern haben.

    Lek erzählte vor ein paar Tagen von Nongkhai, wo es ihn beruflich auch schon hingeführt hatte. Dort soll es auf einem Frühmarkt ein opulentes Frühstück geben: Toast, Spiegelei, Wurst, und was es sonst noch gibt. Und das Ganze soll nur 7 Baht (0,14€) kosten.

    Durch die Tätowierung, die Tonn und Taeng auf dem Rücken haben, sind sie in ihrer Nahrungsauswahl eingeschränkt. So dürfen sie unter anderem keine geopferten Hühner und Enten essen. Die Sternfrucht ist ihnen auch verwehrt. So wie auch die, welche sich in einem Wat in Kanchanaburi einen Stein in den Arm setzen lassen, nicht mehr alles essen dürfen.

    Heute schreibt die Bangkok Post, dass eine kroatische Wettmafia mit Hilfe deutscher Schiedsrichter Fußballspiele in Deutschland manipuliert hat. Einige sind schon in Haft.

  9. #68
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Fr 11.02.2005

    Heute vormittag kam wieder Nit, eine der jüngeren Zwillingsschwestern von Bui vorbei. Mit ihrem Freund. Vor einigen Tagen war auch die Mutter des Freundes da. Der Vater, bei dem der Filius und Nit leben, ist wieder anderweitig verbandelt. Dort kann die Mutter ihre Enkeltochter nicht sehen. Also muss sie zu uns kommen, wenn sie das Baby anschauen will. Es ist etwa 1-2 Monate alt.

    Ich habe heute die Geschichte "Tsunamikind" fertiggeschrieben. Dazu animiert wurde ich von einem Bericht in der Zeitung, dass in Sri Lanka Eltern einen Gentest machen mussten, um ihr Kind wieder zu bekommen, das sie in einem Krankenhaus entdeckt hatten.

    Gestern wurde Taeng von der Polizei angehalten, weil er beim Motorradfahren keinen Helm auf hatte. Das kostete 200 Baht Strafe. Das war alles was er dabei hatte.

    Auf der Soi haben meine Frau und ich heute den Besitzer des teuren Hauses getroffen. Er hat zwar inzwischen den Preis von 240 auf 200 Mio Baht (40 Mio €) gesenkt, das ist mir aber immer noch zu teuer.


    Er besitzt auch das Sumpfgrundstück neben dem unseren und würde es uns für 3 Mio Baht (60000€) verkaufen. Allerdings haben wir auch so viel Geld nicht. Und das Hinterhaus neu zu bauen, ist uns zunächst wichtiger.

    Dann fuhren wir zu Carrefour. Hier kauften wir Klamotten. Mitbringsel für meine Familienangehörigen in Deutschland. Das Zeug ist hier sehr günstig. Es sind zwar keine Markenklamotten, aber das macht hoffentlich nichts. So brauchen wir nicht zum Bayoke fahren. T-Shirts für 199 B, Nachtzeug (Seide) etwas günstiger. In der Apotheke, Hustenperlen, Paracetamol, Riechfläschchen und so Zeugs gekauft. Damit haben wir schon einige Wünsche der Verwandten erfüllt.

    Dann haben wir bei Barbeque Plaza im Carrefour gegessen. Das Fleisch grillten wir selber am Tisch, dazu garten wir Nudeln und Gemüse in Brühe. Das Kombigerät hat oben eine Grillplatte, an der Seite eine Rinne, in die die Brühe hineinkommt. Kosten inklusive Getränke 240 B (4,80E). Ganz ok.


    Bei Carrefour erlebte ich dann noch eine Überraschung. An einem Geldautomaten der Bangkok Bank stand ein maestro Symbol. Ich erinnerte mich, das Symbol auch auf meiner EC Karte gesehen zu haben. Also testete ich mal. Und tatsächlich, ich konnte mit meiner EC Karte an der ATM Geld abheben. Eigentlich bräuchte ich keine Visa Karte mehr.

    Auf dem Rückweg sind wir mit dem Songtaew gefahren. Eine Linie fährt von Carrefour in "unsere" Soi 110. Die Fahrt kostet 5 Baht pro Nase.

    Ein Songtaew ist ein Kleintransporter, auf dessen Ladefläche zwei Sitzbänke angebracht wurden.


    Der Einstieg für Passagiere ist hinten.


    Man hat immer Kontakt zu den anderen Verkehrsteilnehmern. Aber natürlich auch zu den Abgasen.


    Mamie, den äußeren Geschlechtsmerkmalen zu Folge eindeutig ein weiblicher Hund, hat so viele männliche Verhaltensweisen entwickelt, dass sie von den Kindern als Maa Gathoey bezeichnet wird. Sie ignoriert als Einzige den Ganter, auf seine Bisse reagiert sie kaum. Sie traut sich als einzige tief in das Sumpfgelände. Weiter und wesentlich länger als der große Chefhund Ngoen. Manchmal bleibt sie eine Stunde weg. Allenfalls noch Oleang und Demon wagen sich mal kurze Strecken auf trockenen Pfaden hinein. Heute versuchte Mamie beim Spielen Oleang zu begatten. Also tatsächlich ein Maa Gathoey.



    wird fortgesetzt

  10. #69
    Avatar von Peter-Horst

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Hallo Moselbert,

    ein absolut Traumhafter Bericht, fühlte mich richtig nach BKK versetzt und bin schon ein wenig traurig dieses Jahr nicht nach LOS reisen zu können.

    GRuß Peter (immernoch bewegt)

  11. #70
    Avatar von moselbert

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    Re: Ein Nashorn und fünf alte Knollen ...

    Zitat Zitat von Peter-Horst",p="230084
    ... ein absolut Traumhafter Bericht, ...
    Und ich dachte am Anfang, Ihr würdet ihn vielleicht langweilig finden, weil wenig passiert.
    Danke Peter-Horst. Und weiter gehts...

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